Winter-Shoes gegen den Winter-Blues!

Auch wenn es der Blick nach draußen noch nicht erahnen lässt und wir bei durchschnittlich 15° Grad Celsius kürzlich eher heiße als weiße Weihnachten hatten: Der Winter kommt bestimmt. Damit gehen nicht nur Minusgrade, sondern vor allem rasch zu Eisklumpen gefrierende Füße einher. Neben dicken, von Oma mit Liebe gestrickten Wollsocken hilft dagegen nichts besser als das richtige Schuhwerk. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – auch im Winter 2014. Face2Face gibt Suchenden die wichtigsten Kriterien mit an die Hand, die garantiert bei der Entscheidungsfindung behilflich sein werden:

1. Ästhetisch oder funktional?

Jedem Kauf voran steht in Sachen Winterfußbekleidung erst einmal ein Entweder-Oder-Dilemma.

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Erwärmen das Herz und nicht zuletzt die Füße: Gefütterte Winter-Boots (Foto: Perlowa)

Entweder tragen wir elegante, den Fuß umschmeichelnde Modelle und verzichten dabei auf das rutschfeste, optisch allerdings umstrittene dickere Schuhprofil oder aber wir entscheiden uns für Schnürstiefel, die wohl selbst auf Bergspitzen noch Wind und Wetter trotzen würden. Doch mal ehrlich, welches Fashion Victim würde sich jemals freiwillig in Wanderschuhwerk auf der nächsten Party blicken lassen? Von der Vorstellung, bei Temperaturen unter null in High Heels den Weg zum Club entlang zu schlittern, sollten wir uns in der kalten Jahreszeit allerdings ebenso verabschieden.

Winterschuhe anzuhaben bedeutet heute glücklicherweise längst nicht mehr, seine Füße zwangsläufig in klobigen Stampfern unterbringen zu müssen – der Industrie sei Dank ist das Angebot an ästhetisch ansprechenden und  zugleich praktischen Ausführungen schier unerschöpflich.

Nichtsdestotrotz scheiden sich an unserem ersten Trend, den  UGG-Boots, bereits die Geister: Böse Zungen werden behaupten, sie machten ihrer englischen Bezeichnung „ugly“, also hässlich, alle Ehre, wären weder wasserfest noch ließen sie sich auch nur ansatzweise elegant kombinieren. Doch ein Umsatz von 689 Millionen US-Dollar allein in 2008 spricht eine andere Sprache. UGGs haben sich ihren Weg mittlerweile über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland gebahnt und sind gerade an den Füßen junger Mädchen, neben Nike Air Max, seit einiger Zeit gleichsam beliebt wie die „Le Pliage“ von Longchamp in den Ellenbeugen.

Mit einem Durchschnittspreis von 200€ sind die australischen Trend-Treter, die ein bisschen an Eskimo-Schuhwerk erinnern, gewiss nicht gerade ein Schnäppchen. Doch aufgrund ihres Lammfellfutters fungieren sie als Garant für warme Füße, selbst wenn die Schlange vor der Disco einmal länger werden sollte. Gleiches gilt, am Rande erwähnt, für die etwas günstigere Alternative von  EMU  aus Schafsfell. Es lässt sich nicht leugnen, dass sie am Bein etwas wuchtig erscheinen, doch können sie zu einem über das Knie reichenden Kleid oder Rock dennoch einiges hermachen.

Und wer auf die hinzu gemogelten Zentimeter Körpergröße im Nachtleben partout nicht verzichten möchte, kann ja im Abendtäschchen Platz für ein Ersatzpaar mit hohen Hacken schaffen.

2. Boots oder Sneakers?

Wir haben soeben ein flaches Schuh-Modell für die Dame kennengelernt, das weder Turnschuh noch Stiefel ähnelt und damit ein wenig aus dem stereotypischen Raster fällt. Die meisten Winterschuhvarianten nämlich stellen uns vor die Wahl zwischen Stiefeln – als heißer Tipp gelten derzeit  Overknees  in zeitlosem Schwarz – und knöchelhohen Boots. Mit der Mode und auf Nummer sicher gehen Männlein wie Weiblein auch in diesem Winter wieder mit Chelsea-Boots. Ebenso bleiben Ankle Boots mit Schnallen, Nieten und Blockabsätzen, neben Schnürstiefeletten, deren Schnüre neuerdings einmal um den kompletten Knöchel geschlungen werden, weiterhin modische Must-Haves.

Wer es auch im Winter sportlich mag, kann sich entweder mit wetterfesten Evergreen-Modellen von Timberland oder  k1x  behelfen– diese sind vor allem in der Hip-Hop-Szene immer wieder gern gesehene Begleiter – oder aber auf  innen gefütterte Sneakers  zurückgreifen.

3. Gefüttert oder mit Einlagen?

Gefüttert ist uns das Schuhwerk nun schon des Öfteren begegnet und tatsächlich scheint es so, als führe kaum ein Weg an ihnen vorbei. Es sei denn, man greift in die Trickkiste und damit auf Echtfelleinlagen zurück. Besonders beliebt ist und bleibt Lammfell. Das bettet den Fuß nicht nur warm und kuschelig, sondern bewegt sich mit rund 7,50 € das Paar auch in einem erschwinglichen Preisrahmen. Die geschorenen Schäfchen für den Winterschuh sind in brauner und weißer Ausführung erhältlich. Wer auf tierische Anteile gänzlich verzichten möchte, schützt seine Füße mittels Aluminium-Einlagen  vor Kälte. Diese isolieren Frost und vertreiben zugleich Fußgeruch.

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil von Einlagen gegenüber eingenähtem Innenfutter: Sie sind weniger anfällig für Schmutz. Das Schuhinnere zu reinigen erweist sich im Übrigen als lästige, langwierige Angelegenheit – wer Pech hat, schrubbt am Ende zum Dank sogar noch Löcher in die Futterschicht.

Apropos schrubben: Im Winter sind auf Lederschuhen sogenannte Wasserränder nicht selten unliebsame Begleiterscheinungen. Als verlässliche Helfer dienen Schuhcremes und Polituren.Wer Präventionsarbeit leisten möchte, ist mit speziellen Imprägnierungssprays gut beraten. Diese sind nicht nur sanft zu nässeempfindlichen, helleren Ledern wie Velours oder Wildleder, sondern auch wasserabweisend. Das Material selbst pflegen sie dabei allerdings nicht.

4. Preiswert oder kostspielig?

Beim Winterschuh-Kauf sollte eindeutig auf die goldene Regel „Qualität statt Quantität“ vertraut und ruhig einmal tiefer in die Tasche gegriffen werden. Schließlich wollen wir den Schuh ja nicht nach einem Winter schon wieder ausrangieren müssen. Hier lohnt sich also eine nachhaltige Investition. Lederwaren halten oft, was sie versprechen, nämlich, dass sie die Füße vor Nässe und Frost schützen.

 5. Online-Shop oder Lieblingsladen?

Beides! SALE  haben sich schließlich nicht nur die Innenstädte, sondern genauso auch die Warenzusteller unseres Vertrauens auf die Fahnen geschrieben. Ob einen Klick entfernt bei Mirapodo oder doch bei einem ganz und gar analogen, samstäglichen Shopping-Trip – auf jeden und jede dürfte irgendwo dort draußen das passende Paar warten. Es versteckt sich nur unweit vom nächsten Tiefdruckgebiet.

Vorschau:  In der nächsten Woche begeben wir uns auf Trend-Suche für die Frau finden allerhand Kleidsames für Sie in 2014.

Eine Kugel für die Liebe

Es gibt solche Worte, die sich im ersten Moment einfach nett anhören, bis im zweiten Moment die Bedeutung mitschwingt. „Liebeskugel“ ist so ein Wort. Eine Kugel für die Liebe. Und klar ist: Eigentlich geht es nicht um Liebe an sich, sondern um das Liebesspiel. Um Sex. Und in vielen Köpfen schweben Vorstellungen von Frauen, die mit Liebeskugeln Gott weiß was anstellen. Tatsächlich ist das Internet voll von Foren, in denen die Frage „Wie verwende ich Liebeskugeln“ ausführlich diskutiert wird. Dabei ist die Anwendung nicht kompliziert. Wichtiger ist aber, dass Liebeskugeln eben kein (oder nicht nur) Sexspielzeug sind, sondern nüchtern ausgedrückt: Beckenbodentrainingsgeräte.

Eine Kugel für die Liebe

Liebeskugeln: Gibt es einzeln oder paarweise (Foto: Obermann)

Nun kommt aber kaum einer auf die Idee, sich ein nüchternes Beckenbodentrainingsgerät zu besorgen, wenn das Ganze auch wesentlich anzüglicher verkauft werden kann, am besten noch in knalligen Bonbonfarben. An mancher Stelle etwa werden Liebeskugeln als Lustkugeln oder gar Orgasmuskugeln verkauft. In Ursprung haben sie in Japan, wo sie im Alltag getragen wurden. Im Alltag kann man moderne Liebeskugeln wie etwa die von „FunFactory“ auch tragen. Je nach Belieben gibt es in verschiedenen Größen und Farben eine Kugel oder mehrere, wobei sie immer verbunden sind. Eine Art Rückholbändchen gibt es auch, die Sorge mancher Frauen, sie könnten die Kugeln in sich verlieren, ist also unberechtigt. Tatsächlich ist der Sinn von Liebeskugeln kein dumpfes Rein-Raus, wie manch einer denken mag. Die Kugeln werden eingeführt und bleiben dann erst mal wo sie sind. Einige Minuten, mehrere Stunden, oder etwas dazwischen.

Nur dann kann der Effekt der Kugeln auch zur Geltung kommen. Denn wenn die Frau sich bewegt, kommen die Kugeln in Schwingung. Das kann zwar durchaus auch anregend sein, ist im ersten Moment aber gewöhnungsbedürftig. Durch das Gewicht und die zusätzlichen Schwingungen wird vor allem der sogenannte PC-Muskel, der Musculus pubococcygeus, trainiert, aber auch der gesamte Beckenbodenmuskel. Während die Muskel dann tatsächlich auch für die sinnliche Erfahrung während des Sex verantwortlich sind, wirkt sich das Training noch auf weitere Teile aus.

Eine Kugel für die Liebe

Sinnliches Training: Zur Beckenbodenstärkung nach einer Schwangerschaft sind Liebeskugeln ideal (© Mikhael Timofeev / pixelio.de)

Beckenbodentraining hilft bei Inkontinenz, die in der Menopause auftreten kann, aber unter bestimmten Umständen auch schon davor. Und das Training ist absolut notwendig, beispielsweise nach einer Schwangerschaft. Denn durch Schwangerschaft und Geburt werden Gebärmutter, Blase und Enddarm stark belastet. Die Gebärmutter wird gedehnt und muss darum im Nachhinein wieder trainiert werden. Das ist wie mit dem Training für die Bauchdecke.

Natürlich hört es sich wesentlich schöner an, von Liebeskugeln und Orgasmustrainern zu reden, als von Beckenbodentraining, das dafür sorgen soll, Frauen nach der Geburt zu helfen, Wasser zu halten. Aber auch dann bleiben Liebeskugeln Trainingsgeräte und weniger Masturbationshelfer. Errötende Wangen und verfängliche Blicke, sobald eine Frau das Wort „Liebeskugeln“ in den Mund nimmt, zeugen nur mal wieder vom Unverständnis für solch abstrakte Begriffe. Die Kugel für die Liebe kann zwar Auswirkungen auf das Liebesspiel haben, muss es aber nicht. Einen positiven Effekt, eben auf den Beckenboden, hat sie trotzdem. Alle Frauen, die denken: „Inkontinent werde ich eh nicht und schwanger bin ich noch lange nicht“ sollen dann eben die Kugeln als Orgasmustrainer verwenden und der positive Effekt bleibt dennoch. Denn frühzeitiges Training hilft auch später noch.

Wer den Kugeln aber doch zu skeptisch gegenübersteht, kann es ja mal mit einfachem Beckenbodentraining versuchen. Die Hürde dabei ist, erst mal den Beckenbodenmuskel zu finden und gezielt anzuspannen. Dazu gibt es unzählige Übungen, bei denen es nicht immer leicht ist, zu wissen, ob es denn so richtig ist. Liebeskugeln sind da tatsächlich die einfachere Variante.

Vorschau: Sascha schreibt nächste Woche über Fremdsprachen und wie es ist, nochmal eine neue zu lernen.