Deutsch-russische Hochzeiten bestimmen den Berufsalltag

Was wäre eine Hochzeit ohne die passende musikalische Untermalung? Häufig sorgen Hochzeitsbands dafür, das Brautpaar und die Hochzeitsgäste bis in die späten Abendstunden mit romantischer, aber auch tanzbarer Musik zu unterhalten. Viktor, Olga, Artur und Valentina haben sich entschieden, Hochzeitspaare an ihrem ganz besonderen Tag musikalisch und moderativ zu begleiten. Als Familie sind sie seit 2011 als Hochzeitsband „ViO – Musik & Moderation“ gemeinsam unterwegs und haben sich auf deutsch-russische Hochzeiten spezialisiert. Wir haben mit dem 27-jährigen Artur Maurer über diesen Schwerpunkt und den Alltag in der Familien-Hochzeitsband gesprochen.

Face2Face: Wie kam es zur Gründung von „ViO – Musik & Moderation“?

Artur: Der Ursprung unserer Hochzeitsband liegt in den späten 1990er Jahren. Bereits 1997 begleiteten unsere Eltern Viktor und Olga als „Duett ViO“ kleine Hochzeiten von Freunden und Verwandten. Das kam gut an. Die Anfragen vermehrten sich und so stand der Gründung von „ViO – Musik & Moderation“ nichts mehr im Weg. Von klein auf wuchsen wir im Musikbusiness auf. Mit 16 Jahren stand ich zum ersten Mal selbst auf der Bühne und entdeckte meine Leidenschaft für das Moderieren. Seitdem sind das Mikrofon und ich unzertrennlich. Später ist auch Valentina mit ins Boot gekommen.

Face2Face: Wie ist der Name „ViO – Musik & Moderation“ zustande gekommen?

Artur: Das ist eine Zusammensetzung aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen Viktor und Olga. Das „i“ dazwischen steht für das russische Wort „und“, was als „i“ ausgesprochen wird. Daraus ergibt sich ViO.

Face2Face: Es ist ja schon ziemlich ungewöhnlich, dass ihr als ganze Familie gemeinsam beruflich unterwegs seid. Wieso habt ihr euch dazu entschlossen?

Artur: So ungewöhnlich ist das für uns gar nicht, eher im Gegenteil. Die Zusammenarbeit als Familie war nicht zwangsläufig geplant, sondern kam von ganz allein. Wir sind als Kinder mit der Musik aufgewachsen. Ständig haben Viktor und Olga musiziert und gesungen. Als wir älter wurden, wollten unsere Eltern uns natürlich ihre Fähigkeiten weitergeben und die bis dahin aufgebaute Hochzeitsband erweitern. Da lag es nahe, dass meine Schwester und ich einsteigen würden. Außerdem klappt die Zusammenarbeit einwandfrei.

Deutsch-russische Hochzeiten bestimmen den Berufsalltag

Gemeinsam als Familie auf deutsch-russischen Hochzeiten unterwegs: Olga, Artur, Viktor und Valentina von ViO (v.l.n.r.; Foto: www.musik-vio.de)

Face2Face: Macht ihr das alle hauptberuflich?

Artur: Ich habe in Berlin Event-, Messe-, und Kongressmanagement studiert und bin hauptberuflich als Veranstaltungsmoderator tätig. Neben Hochzeiten begleite ich auch weitere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Messen, Seminare oder Firmenevents. Die anderen Mitglieder sind nebenberuflich mit dabei. Olga arbeitet unter der Woche im Sekretariat, Viktor betreibt seine eigene Akkordeonwerkstatt und Valentina studiert Wirtschaftskommunikation.

Face2Face: Ihr konzentriert euch auf die musikalische Begleitung und die Moderation von deutsch-russischen Hochzeiten. Wieso gerade dieser Schwerpunkt?

Artur: Einerseits liegt das an unseren russischen Wurzeln. Viktor und Olga kommen ursprünglich aus Kasachstan und auch ich bin dort zur Welt gekommen. 1995 sind wir nach Deutschland ausgewandert, wo Valentina drei Jahre später geboren wurde. Am Anfang begleiteten Olga und Viktor nur russische Hochzeiten, doch mit den Jahren ist die russische Kultur abgeschwächt und die nächsten Generationen sind in Deutschland aufgewachsen. Daher der Umschwung und die Entscheidung, die deutsche und russische Kultur zu verbinden und gemischte Hochzeiten zu begleiten.

Face2Face: Was ist das Besondere an deutsch-russischen Hochzeiten?

Artur: Wie so oft, macht es die Mischung aus. Die Verschmelzung aus der eher ruhigen, gediegenen deutschen und der schrillen, aufgedrehten russischen Kultur macht diese Art von Hochzeiten zu etwas ganz Besonderem. Beide Seiten ergänzen sich sehr gut: Es wird nie langweilig und doch ist es nicht zu überfüllt. Es wird viel getanzt und getrunken, und trotzdem bleibt genug Zeit für Gespräche und eine Verschnaufpause.

Face2Face: Welche Traditionen gibt es bei deutsch-russischen Hochzeiten, die sich deutlich von einer ausschließlich deutschen Hochzeit unterscheiden?

Artur: Heutzutage werden sich deutsch-russische und deutsche Hochzeiten immer ähnlicher. Die Abläufe sind nahezu gleich. Trotzdem gibt es einige Traditionen, die bei den Deutschen so nicht üblich sind. Die wohl bekannteste russische Tradition ist der sogenannte „Brautschuhklau“. Wir haben diese Tradition über die Zeit ein wenig angepasst, mit dem Ziel, diese auch dem deutschen Publikum näherzubringen. Der Braut und dem Bräutigam wird jeweils ein Schuh „geklaut“ (mit vorheriger Absprache). Mithilfe von verkleideten Personen aus dem Publikum, die ich mir im Vorfeld aussuche und vorbereite, wird der Diebstahl dann angekündigt. Dabei stellen die Verkleideten die jeweiligen Verehrer/innen des Brautpaars dar. Durch die gestohlenen Schuhe soll die Hochzeit auf diese Weise sabotiert werden, denn ohne Schuh lässt es sich schließlich schlecht tanzen und weiterfeiern. Um die Schuhe wieder zurückzuerhalten, sind im nächsten Schritt die Trauzeugen gefragt. Denn als Aufpasser des Brautpaars sind sie natürlich für den Diebstahl verantwortlich und müssen das Ganze wiedergutmachen. Und an dieser Stelle kommt das Publikum ins Spiel. Dieses hat die Möglichkeit, um die Gunst der Trauzeugen zu bieten und sich im Umkehrschluss von ihnen einen Wunsch erfüllen zu lassen. Über Gesangs- bis hin zu Tanzeinlagen sind der Kreativität der Gäste keine Grenzen gesetzt. Die Trauzeugen müssen sich also verschiedenen Herausforderungen stellen und sich in diversen Disziplinen beweisen. Erst wenn die gewünschten Aufgaben erfüllt sind, erhält das Brautpaar die Schuhe zurück und die Hochzeit kann weitergehen.

Face2Face: Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Hochzeitsband bei euch aus?

Artur: Einen gewöhnlichen Acht-Stunden-Arbeitstag haben wir nicht. Je nach Veranstaltungsort sind wir meistens drei Stunden vor Beginn der Hochzeit vor Ort. In der Location angekommen, wird das Equipment aufgebaut und alles Notwendige hergerichtet. Nach dem abschließenden Soundcheck machen wir uns schick und dann geht es los. Die meisten Hochzeiten beginnen gegen 15 Uhr und enden je nach Stimmung zwischen 2 und 4 Uhr. Das Ende legt am Schluss aber immer das Brautpaar fest. So kommt es auch schon mal vor, dass wir bis in die frühen Morgenstunden Musik machen. Bis dann letztendlich das Equipment wieder abgebaut ist, geht meistens auch schon die Sonne wieder auf.

Deutsch-russische Hochzeiten bestimmen den Berufsalltag

Deutsch-russische Hochzeiten gehören zu seinem Berufsalltag: Artur Maurer (Foto: www.musik-vio.de)

Face2Face: Wer übernimmt in eurer Familie bei den Hochzeiten welche Aufgaben?

Artur: Ich bin für die deutsche Moderation sowie die Organisation und Terminvereinbarungen zuständig. Olga ist für die russische Moderation sowie den russischen und deutschen Gesang verantwortlich. Viktor übernimmt die Live-Musik auf dem E-Piano und dem Akkordeon sowie den russischen Gesang. Mit seinem Akkordeon begleitet er beispielsweise den Sektempfang, der zu Beginn der Feier ansteht. Valentina wirkt bei der deutschen Moderation mit und legt als DJane auf. Angefangen bei den 1970ern, über die 1990er und 2000er, bis hin zu den aktuellen Charts, ist alles dabei.

Face2Face: Wie viel Zeit verbringt ihr im Vorfeld mit dem Brautpaar, um die Hochzeit vorzubereiten?

Artur: Das ist ganz individuell und hängt vom Brautpaar ab. Wir passen uns dabei immer den Wünschen an und bieten sowohl Telefonate, Skype-Gespräche als auch persönliche Termine an. Im Großen und Ganzen gibt es hier aber keine definierte Zeitspanne. Für jedes Brautpaar nehmen wir uns die Zeit, die notwendig ist.

Face2Face: Haben die Brautpaare in der Regel genaue und individuelle Vorstellungen, wie ihr das Programm gestalten sollt, oder geben sie das eher in eure Hand?

Artur: Unser Motto lautet: „Wir stellen euch das Fundament zur Verfügung und gemeinsam bauen wir dann das Häuschen – eure Hochzeit.“ Natürlich geben wir immer einen gewissen Rahmen vor. Dieser wird dann durch die Wünsche und Vorstellungen des Brautpaars vervollständigt, woraus sich schließlich das Programm ergibt.

Face2Face: Wie alt sind die Brautpaare, die ihr begleitet, durchschnittlich?

Artur: Im Durchschnitt sind die Brautpaare zwischen 25 und 35 Jahre alt.

Face2Face: Was war die außergewöhnlichste Hochzeit, die ihr je musikalisch begleitet und moderiert habt?

Artur: Eine der schönsten und mit Abstand außergewöhnlichsten Hochzeitsmoderationen, die ich machen durfte, war in Sizilien. Diese fand direkt am Meer in Palermo statt, mit freier Trauung und anschließender Feier. Die Atmosphäre war einfach überwältigend. Einerseits die Location, die sich direkt am Meer befand, andererseits aber auch die Stimmung und die Einzigartigkeit. Viele Brautpaare träumen nur davon, sich bei milden Mittelmeertemperaturen und Meeresrauschen das Ja-Wort zu geben. Das Brautpaar hatte sich genau diesen Traum erfüllt und ich hatte die Ehre, das Ganze zu moderieren.

Face2Face: Was war das Peinlichste, was dir je bei einer deutsch-russischen Hochzeit passiert ist?

Artur: Mir ist tatsächlich einmal die Hose im Schritt gerissen, doch dank Ersatzhose war das Ganze nicht weiter tragisch und ich habe es mit Humor genommen.

Face2Face: Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem ihr je eine Hochzeit moderiert und musikalisch begleitet habt?

Artur: Eine umgebaute Scheune, die sowohl als Location, aber auch teilweise noch als Stall genutzt wurde. Dabei waren sogar durch eine riesige Glasscheibe die Kühe im Stall zu sehen. Die umherlaufenden Hühner waren dabei Nebensache.

Face2Face: Was ist das Schönste für dich, wenn du eine Hochzeit moderierst?

Artur: Das Schönste für mich ist die Arbeit mit den Menschen. Jede Woche stellt man sich dabei auf ein neues Publikum ein und lernt immer wieder neue Gesichter kennen. Keine Hochzeit ist wie die andere und somit ist jede Hochzeit etwas ganz Besonderes. Es ist schön, am Ende der Feier in lauter zufriedene und glückliche Gesichter zu blicken. Das bestärkt und motiviert uns immer wieder!

Mehr Infos zu „ViO – Musik & Moderation“ gibt es auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite.

In Liebe verbunden – Hochzeitstraditionen auf einen Blick

In Liebe verbunden - Hochzeitstraditionen auf einen Blick

Wohl eine der bekanntesten Hochzeitstraditionen: Der Brautstraußwurf.
(Foto: hochzeitsfotograf / pixelio.de)

Es ist heiß in Ludwigshafen. Die Hitze flackert über dem Asphalt. Es geht kaum ein Wind. Wir haben August. Einen der beliebtesten Monate für Hochzeiten. Auch ich lerne diesen August in der Rolle einer Trauzeugin worauf es bei einer Hochzeit ankommt. Neben Blumengestecken, Probefrisuren und Hochzeitskleidern dürfen auch traditionelle Bräuche nicht fehlen. Sie können zwar von Region zu Region variieren, einige unter ihnen sind jedoch fester Bestandteil auf vielen deutschen Hochzeiten. Für euch habe ich mir einige dieser Bräuche mal genauer angeschaut.

„Scherben bringen Glück“

Einen Tag vor der Hochzeit – heutzutage auch schonmal ein paar Tage oder sogar Wochen zuvor – versammeln sich Familie, Freunde und Bekannte des Brautpaares und vertreiben bis in die Nacht hinein böse Geister und Dämonen: Der Polterabend dient als ein Ritual zum Schutz des Paares und gehört zu den ältesten Hochzeitsbräuchen schlechthin. Durch den Lärm beim Zerschmettern von altem Porzellan soll das Grauen vom Brautpaar ferngehalten werden. Doch auch Zweifeln oder gar Ängsten wird der Garaus gemacht. Das Zerbrechen von etwas Altem symbolisiert dabei einen neuen Lebensabschnitt, dem das zukünftige Ehepaar entgegensieht. Getreu dem alten Sprichwort: Scherben bringen Glück.
Ganz im Gegenteil zum Porzellan am Polterabend bringen die Scherben von Spiegeln und Glas kein Glück, stattdessen aber sieben Jahre Unglück über das Brautpaar. Überschüssige Energie also lieber an Tellern und Co. auslassen.
Wer sich jetzt fragt, wie das Chaos am Ende wieder beseitigt werden soll, der kann sich auch hier auf die Tradition berufen. Diese besagt, dass das Brautpaar durch gemeinsames Fegen am Ende des Abends den Herausforderungen entgegentritt, mit denen es sich auch in der Ehe konfrontiert sieht. Ihr als Gäste oder Organisatoren seid beim Aufräumen also fein raus – Glück gehabt!

„Something old, something new, something borrowed, something blue“

In Liebe verbunden - Hochzeitstraditionen auf einen Blick

Am Anfang meistens auch etwas gruselig: Etwas Neues wie das Brautkleid 
(Foto: Bedenkzeit Fotografie)

Der große Tag ist da und die Braut und ihr Outfit stehen im Vordergrund. Auf einen alten englischen Brauch stützend besteht die Brautgarderobe aus etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauem.
Dabei hat jeder Gegenstand, wie wir gleich sehen werden, seine ganz eigene Bedeutung.
Etwas Altes: Ihre Verbundenheit zur eigenen Familie und ihre Herkunft kann die Braut an ihrem besonderen Tag durch Familienschmuckstücke oder ein Kleid von vergangenen Hochzeiten zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig soll etwas Altes zur Dauerhaftigkeit der Ehe beitragen und das Paar in eine glückliche Beziehung führen.
Etwas Neues: Zu einer Hochzeit gehört bei vielen Bräuten auch der Besuch im Brautmodengeschäft. Etwas Neues wird somit durch das Brautkleid oder auch durch Schmuck symbolisiert und steht für den neuen gemeinsamen Lebensabschnitt.
Etwas Geliehenes: Dem Glauben folgend, dass Glück übertragbar sei, liegt es nahe, sich am Tag der Hochzeit etwas von einer guten Freundin zu leihen, die ihr Glück in der Ehe bereits gefunden hat. Es vermittelt neben der Unterstützung der Braut durch die Freundin auch Geborgenheit und soll der frischen Ehe Glück bringen. Etwas Geliehenes können zum Beispiel Schuhe oder Schmuck der Freundin sein.
Etwas Blaues: Die Farbe Blau steht für Treue, Reinheit und Ehrlichkeit. Diese Werte sollen auch die Grundpfeiler einer Ehe bilden und werden oftmals durch ein blaues Strumpfband symbolisiert. Auch blaue Schleifen oder Knöpfe können diesen Zweck erfüllen.

Ein Regen aus Reis

Das Brautpaar verlässt das Standesamt oder die Kirche nach der Trauung und wird empfangen von einem Regen aus Reis, der keinesfalls negativ verstanden werden sollte. Stattdessen wurde Reis bereits im traditionellen Asien als ein Hauptnahrungsmittel gesehen und gleichzeitig als Symbol für Fruchtbarkeit und eine reiche Kinderschar betrachtet. Die besondere Bedeutung von Reis lässt sich einmal mehr dahingehend erkennen, weil in Asien zu besonderen Anlässen Speisen aus Reis angefertigt werden. So auch der Reiskuchen.
Da man mit Lebensmitteln jedoch sorgsam und auf keinen Fall verschwenderisch umgehen sollte, bieten sich alternativ auch Rosenblätter, Konfetti oder Seifenblasen an, um das Brautpaar nach der Eheschließung in Empfang zu nehmen und zu beglückwünschen. Besonders Seifenblasen können die Träume und Wünsche des Ehepaares, die in Erfüllung gehen, sollen symbolisieren und bieten somit eine schöne Alternative zu Reis.

Ein Wink des Schicksals

Im Laufe des Abends folgt meist eine ursprünglich aus den Vereinigten Staaten stammende und in Deutschland bereits weit verbreitete Tradition: der Brautstraußwurf. Traditionell findet dieser am Ende der Feier gegen Mitternacht statt. Dabei versammelt sich eine Gruppe der noch unverheirateten Frauen vor der Braut, die ihren Hochzeitsstrauß über die Schulter in die Gruppe wirft. Wer den Strauß fängt wird laut der Tradition als Nächste vor den Traualtar treten. Das Fangen wird also als ein Wink des Schicksals gesehen und kann auch dazu dienen, dem Partner der Fängerin einen mehr oder weniger unauffälligen Hinweis zu geben, dass die Zeit allmählich reif für einen Antrag ist. Aus diesem Grund wird oftmals bereits vorab geklärt, wer den Strauß fangen wird.
Um dem Zufall nicht im Wege zu stehen, kann die Braut sich alternativ auch mit verbundenen Augen im Kreise drehen und somit die neue Braut bestimmen. Der Brautstraußwurf kann ebenfalls als der Beginn von etwas Neuem gedeutet werden.
Um der Braut eine Erinnerung an ihren besonderen Tag zu lassen, wird bei vielen Hochzeiten ein sogenannter Zweitstrauß angefertigt, der eigens zum Wurf gedacht ist. Dieser Strauß wird dann fester gebunden und mit besonders robusten Blumen, beispielsweise Rosen, bestückt, um zu verhindern, dass er durch den Wurf beschädigt wird.
Und wer sich nun fragt, ob es ein solches Ritual auch für Männer gibt, der kann erleichtert aufatmen. Um den nächsten Bräutigam zu bestimmen, wird statt einem Strauß das Strumpfband der Frau, der Schlips oder auch die Fliege des Mannes geworfen. Die nächste Hochzeit lässt sich somit relativ einfach bestimmen.

Der Schritt über die Schwelle

Der Abend neigt sich dem Ende zu, die Gäste verabschieden sich nach und nach und machen sich auf den Heimweg. Auch das frisch vermählte Ehepaar schließt die Feier und begibt sich in das Hotelzimmer. Die letzte Tradition am Hochzeitstag befolgend, trägt der frisch gebackene Bräutigam seine Vermählte über die Türschwelle und bewahrt sie somit vor bösen Geistern die unter der Türschwelle lauern. Was danach folgt, bleibt der eigenen Vorstellungskraft überlassen…

Natürlich sind die hier aufgeführten Hochzeitsbräuche nur eine kleine Auswahl. Welche der Traditionen tatsächlich am Tag der Trauung in Gebrauch kommen, liegt allein in den Händen des Brautpaares und der Trauzeugen, die die Planung der Feier unterstützen. Bewährte und beliebte Bräuche sorgen so für ausgelassene Stimmung und natürlich ein unvergessliches Erlebnis für das Brautpaar.

Streiche spielen am 1. April? Der Narrentag in Asien

Streiche spielen am 1. April? Der Narrentag in Asien

Närrisches Symbol: Der Joker oder Harlekin in einem Kartenspiel (Foto: Alexas_Fotos, Pixabay.com)

Wir alle kennen das: Mit kleinen Scherzen oder Streichen schicken wir andere in den April oder werden selbst mit einem Augenzwinkern an den ersten April erinnert. Den traditionellen Tag der Streiche, den 1. April, gibt es in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas sowie in Amerika bereits seit Langem. Wie sieht es aber in Asien mit dieser speziellen Tradition aus?

Der 1. April traditionell in Deutschland

Der 1. April ist in Deutschland traditionell der Tag der Streiche. Wer an diesem Tag einen Streich gespielt bekommt, wird häufig mit den Worten „April, April“ aufgeklärt. Spätestens dann ist klar, dass es sich um einen speziell für diesen Tag geplanten Aprilscherz gehandelt hat. Dabei kann es zwar schon einmal zu Missverständnissen kommen, wenn der Scherz ernsthafte Schäden nach sich zieht. Das kommt aber zum Glück eher selten vor.

In Asien: Chinas Regierung erklärt Aprilscherze für illegal

Es scheint so, dass China den ersten April weitaus kritischer sieht, als dies in Europa der Fall ist. Am 1. April 2016 berichtete die Zeitung Die Welt, Aprilscherze seien in China ab sofort illegal und nicht mit dem sozialistischen Wertekodex vereinbar. Auf einer Mikroblog-Seite der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurde damals sogar davor gewarnt, in der Öffentlichkeit Aprilscherze zu spielen. Das führte dazu, dass von diversen Mikrobloggern eine, wie sie Die Welt bezeichnete, „virtuelle Aprilwitz-Revolution“ ins Leben gerufen wurde. Als früh morgens die Nachrichtenagentur Xinhua den Blogbeitrag veröffentlichte, ließen sich viele der Blogger online über das Verbot aus.

Hier zwei Kommentare zu der Entscheidung der Regierung, wie sie auch Die Welt zitierte:

„Das ist der allerbeste Aprilscherz für heute.“ – Blogger Kamel

„Überall sonst wird der Narrentag nur einmal im Jahr begangen. Dank unserer Propaganda feiern wir ihn doch jeden Tag.“ – Blogger Wassermelone

Nachdem die Zensoren Chinas das bemerkten, wurden laut der Zeitung Die Welt mehr als 3000 Blogeinträge und Kommentare von der Nachrichtenagentur gelöscht. Lediglich dreizehn Kommentare blieben unberührt, weil sie die Zensoren wohl als ungefährlich einstuften, aber es wurden keine weiteren Kommentare zugelassen. Allerdings hatte sich die Aktion bereits auf andere Plattformen und Blogs ausgebreitet und bereitete den Beteiligten trotz den Versuchen, sie zu stoppen, einen arbeitsreichen 1. April.

Die angeblich aus dem Westen kommende Tradition wurde von der chinesischen Regierung wohl vor allem aus folgendem Grund nicht gebilligt: Der Tag wäre ein willkommener Anlass für Regierungskritiker, über das Netz vermehrt Kommentare oder Streiche zu verbreiten, was zu einem Kontrollverlust führen könnte. Trotzdem wird diese Tradition auch in China immer mehr angenommen und praktiziert.

Kommt die Tradition zum 1. April wirklich aus Europa?

Es lässt sich nicht wirklich klar sagen, wo der Narrentag ursprünglich entstanden ist. In Deutschland ist unter anderem die Annahme verbreitet, dass der 1. April im 16. Jahrhundert seinen Ursprung hat, wo er eben auch als „Narrentag“ bezeichnet wurde. Wie die FAZ am 1. April 2001 berichtete, wurde im Jahr 1564 im Zuge der Kalenderreform der Beginn des neuen Jahres vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Wer an dem alten Datum festhielt, wurde als Narr bezeichnet.

Allerdings kann es auch sein, dass die Aprilscherze in Asien entstanden sind. Hierbei gibt es die Theorie, dass sie vom alten indischen Hulifest abstammen, welches traditionell am Monatsanfang des Aprils gefeiert wird. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. beschreibt auf seiner Internetseite das Hulifest als vergleichbar mit der alemannischen Fastnacht, da hier der Winter und seine Dämonen durch die Narren vertrieben werden sollen. Sogar die indische Liebesgöttin Maja wird im Zusammenhang mit dem Scherzbrauch genannt, da sie Täuschung symbolisiert.

Woher der Tag nun auch stammt, er wird in vielen asiatischen Ländern genauso gefeiert wie in Europa. So ist der Tag der Streiche nicht etwa eine westliche Erfindung, sondern er hat in den Kulturen Asiens ebenfalls seinen Platz.

Das perfekte Oktoberfest-Outfit

„O´zapft is“  heißt es am Samstag in München.  Die Maß werden erhoben und Liter um Liter goldgelber Gerstensaft werden ab diesem Wochenende wieder in der Landeshauptstatt des Freistaats ausgeschenkt.  Auch in diesem Jahr werden wahrscheinlich wieder tausende Australier, Italiener, Asiaten und weitere Gäste aus aller Welt zum Oktoberfest nach Deutschland strömen, um zusammen das wohl bekannteste Volksfest zu feiern. An alle  Bierliebhaber, Feierwütige und Volksmusikfreunde: Das sind unsere Tipps für einen modischen Wiesn-Auftritt.

Ist die Lederhose wirklich ein Muss?

Auch wenn es prinzipiell keinen Dresscode gibt und jeder so willkommen ist, wie er auf der Wiesn erscheint, wirbt der Groß- und Einzelhandel die letzten Wochen fast überall mit Oktoberfestbekleidung in allen Fassetten. Allerdings ist diese zurzeit in einem seltsamen Wandel. Mein Vater, selbst Urbayer  durch und durch, erzählte mir von seiner Zeit in München, seinen Besuchen auf dem Oktoberfest und dem Schmunzeln, das seine Generation (Baujahr 1943) ihren Eltern und Trachtenvereinen entgegenbrachte. In den 60er und 70er Jahren war die Wiesn bereits weltweit bekannt. Sie hatte zwar nicht ansatzweise die Besucherzahlen von heute, war jedoch schon damals DAS Volksfest Deutschlands.

Jedoch waren Lederhosen und Trachtenhut, außer bei den vertretenen Trachtenvereinen, eher die Seltenheit. Der Großteil der Besucher kam in ganz normaler Alltagskleidung. Es galt als altbacken und unmodern überhaupt Trachten zu tragen. Die Rock kultur und der gesellschaftliche Wandel waren es, was die  Generation meines Vaters beeinflusste und man wollte nicht die Traditionsverbundenheit der Eltern übernehmen.

Trachten wieder alltagstauglich

Umso überraschender ist der  Wandel der letzten Jahre: Nicht nur, dass immer mehr junge Männer im schönen Chiemgau  Trachten wie selbstverständlich im Alltag tragen. Nein, auch immer mehr Ortschaften deutschlandweit veranstalten ihr eigenes kleines Oktoberfest.

Diese Tradition wird immer selbstverständlicher und man scheint sogar einen gewissen Stolz zu verspüren, solche Traditionen im Land zu haben.

Dazu hat auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beigetragen: Das Motto „Die Welt zu  Gast bei Freunden“ lockerte das Bild des  humorlosen, strengen und arbeitswütigen Deutschen  auf, sodass man sich guten Gewissens wieder mehr mit seiner Heimat anfreunden konnte.

Doch was ist nun das perfekte Outfit?

Wie sieht also das perfekte Oktoberfest-Outfit für den Mann aus? Auf welche Details solltet ihr achten, um keinem Trachtenverein auf den Schlips zu treten? Und welche Bedeutung hat welche Stickerei an der Lederhose?

Doch eigentlich ist es nicht das, worauf es ankommt. Das perfekte Oktoberfest-Outfit ist nichts, was man von außen sehen kann. Weder Hut,noch  Lederhose,  Hemd oder das Schuhwerk sind relevant. Es ist eure Einstellung, mit der ihr das Fest besucht!

Der Wunsch eine schöne Zeit zu haben, der Wunsch mit Menschen aus aller Welt zu feiern und das Lächeln, das ihr dabei tragt, ist das Outfit mit dem ihr auf dem größten Volksfest Deutschlands nichts falsch machen könnt.  Bevor man sich in einem Discounter in Lederhosen aus China zwängt, nur um im betrunkenen Zustand eine Schlägerei anzufangen, trägt man lieber die abgewetzten Lieblingsjeans und schunkelt ein bisschen mit Freunden vom anderen Ende der Welt.

Vorschau:

Türkische Auberginensalate – gegrilltes Glück für Genießer

Der angebrochene Frühling äußert sich nicht allein durch Vogelgezwitscher, Blütenpracht und heiterem Sonnenschein: Auch auf den heimischen Tellern ist durch leichte Kost wie Salaten und kalten Suppen der Lenz ausgebrochen. Da zudem die Grillsaison naht, präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion – Frühling und Grillgut vereinend – zwei gegrillte Auberginensalate aus der türkischen Traditionsküche. Dort gehört die Aubergine zum kulinarischen Standartrepertoire. Durch die ungenauen Mengenangaben sollte man sich nicht vom Ausprobieren abschrecken lassen. Schließlich gehört diese Form an Kocherlebnis bei den traditionellen Gerichten mit zur türkischen Kochkultur.

Traditionell: Auberginen sind in der mediterranen und orientalischen Küche beliebt (Foto: Onat)

Traditionell: Auberginen sind in der mediterranen und orientalischen Küche beliebt (Foto: Onat)

Zutaten für einen Auberginensalat:

  • eine dicke Aubergine
  • drei scharfe Paprikaschoten
  • zwei Tomaten
  • etwas Petersilie
  • Frühlingszwiebeln
  • etwas Olivenöl, Granatapfelsirup und ein wenig Essig zum Abschmecken
  • Salz und Chiliflockengewürz zum Würzen

Zubereitung:

1. Für den Auberginensalat wird zunächst die namensgebende Aubergine zusammen mit der Paprika und den Tomaten abgewaschen, im Ofen gegrillt und anschließend geschält. Einfacher lässt sich das Schälen bewerkstelligen, wenn man die Aubergine vor dem Braten mit einem Messer einritzt.

2. Derweil können die Frühlingszwiebeln und die Petersilie gewaschen und klein gehackt werden. Das abgekühlte, geschälte Gemüse anschließend mit einem Messer fein hacken und zerdrücken.

3. Nun alles zusammen in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Granatapfelsirup und etwas Essig abschmecken. Mit etwas Salz und Chiliflocken gewürzt ist der Auberginensalat bereits servierfähig.

Zutaten für einen Auberginensalat mit Joghurt:

  • zwei dicke Auberginen
  • ein halbes Glas Joghurt
  • zwei Knoblauchzehen
  • ein Teelöffel Zitronensaft, zwei Esslöffel Olivenöl und etwas Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

1. Als erstes die Aubergine waschen und mit einem Messer einritzen. Auf höchster Stufe grillen und abkühlen lassen.

2. Nun die Aubergine schälen und zusammen mit dem Knoblauch mit einem Messer kleinhacken.

3. Die Aubergine samt Knoblauch in eine Schüssel geben und mit dem Joghurt vermischen. Nur noch alles mit einem Teelöffel Zitronensaft, zwei Esslöffeln Olivenöl und etwas Salz abrunden und genießen.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion zum Frühlingsbeginn fünf saisonale Unternehmungstipps.

Zehn Dinge, die man an Silvester lieber nicht tun sollte

Zehn Dinge, die man an Silvester lieber nicht tun sollte

Farbenfroh: Das Silvester-Feuerwerk ist kultischen Ursprungs (© wu-buster / pixelio.de)

Wie mit allen Festtagen, so verbinden sich auch mit dem Jahreswechsel viele Brauchtümer. Bereits bei den Germanen zählte das Neujahr zu einer mythisch-geladenen, von Aberglauben und Ritualen begleiteten Zeit, die sich auch heute noch wiederfinden lassen. So verweist das farbenfrohe Silvester-Feuerwerk auf die lärmende Geistervertreibung der ehemaligen Stämme Mitteleuropas. Daher verrät euch die Tipps&Tricks-Redaktion kurz vorm Jahresausklang noch, was ihr – den tradierten Sitten und Kulten der Germanen folgend – an Silvester lieber vermeiden solltet.

1) Zwischen Weihnachten und Neujahr keine Wäsche waschen:
In dieser Zwischenzeit, die auch als „Rauhnächte“ oder „Zwölf heilige Tage“ bezeichnet wurden, seien die Geister besonders aktiv. Werde in dieser Zeit Wäsche aufgehängt, so können sich diese darin festsetzen und die Besitzer im neuen Jahr mit Tod, Krankheit und Unheil heimsuchen. Zudem werden aufgehängte Bettlaken ebenso mit Leichentüchern gleichgesetzt, die als todbringendes Omen gelten. Zudem symbolisieren die auf der Wäscheleine trocknenden Textilien die unerledigte Arbeit, die man mit ins neue Jahr hineinträgt und dadurch noch mehr Arbeit heraufbeschwört. Ebenso lässt sich das Waschen der schmutzigen Wäsche jedoch auch im übertragenen Sinne verstehen: Wer die schmutzige Wäsche anderer wäscht, indem er über diese lästert oder tratscht, werde in der Zukunft Unheil in Form von Streitigkeiten verursachen.

2) Am Neujahrsmorgen nicht zu spät aufstehen:
Wer am ersten Morgen des neuen Jahres verschläft, der sei das ganze Jahr über nicht pünktlich. Frühes Aufstehen verspricht hingegen, niemals zu verschlafen. Doch auch das Schlafen selbst hat Einfluss auf die Zukunft: Wer in der Nacht zwischen dem alten und dem neuen Jahr nicht schlafen kann oder Albträume hat, der könne das ganze Jahr über nicht gut schlafen.

3) Zu Neujahr nichts aus dem Haus geben:
Wer gleich im neuen Jahr Gegenstände aus dem Haus bringt oder verkauft, der gebe dadurch auch sein Glück hinfort. Auch der Müll, den man entsorgen möchte, solle daher einen weiteren Tag im Hause ruhen.

4) Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel essen:
Was das Essen betrifft, so trifft hier Masse auf Maß: Zwar werde man, je mehr man isst, desto mehr Geld im nächsten Jahr erhalten und durch gutes Essen auch das folgende Jahr über wohlauf sein. Wer jedoch seinen Teller gänzlich leert und von den Speisen im Hause nichts mehr übrig lässt, der habe das ganze Jahr über nie genug zu essen und werde an Hunger leiden.

5) Nicht zu spät, aber auch nicht zu früh vom Tisch aufstehen:
Beim gemeinsamen Silvester-Essen ziemt es sich, mit den anderen Gästen bis zum Schluss gemeinsam zu speisen. Wer nämlich der erste ist, der den Tisch verlässt, dem stünde im neuen Jahr der Tod bevor. Der letzte wiederum komme – so der christliche Spruch – zu spät in den Himmel.

Zehn Dinge, die man an Silvester lieber nicht tun sollte

Vielversprechend: Das Schwein soll an Silvester Glück bringen (© Verena N. / pixelio.de)

6) Kein Geflügel verspeisen:
Während traditionell Fisch als Silvester-Karpfen auf dem Speiseplan steht, so soll auch das Schwein als Glückssymbol Segen für das neue Jahr bedeuten. Geflügel sollte man hingegen von der Einkaufsliste streichen, da mit dem Federvieh auch das zukünftige Glück davonfliege. Die – vor allem zum Jahreswechsel gekauften – Berliner, Krapfen beziehungsweise gefüllten Pfannkuchen hingegen sollen die Geister günstig für das neue Jahr stimmen.

7) Keine Schulden mit ins neue Jahr bringen:
Wer ohne Geldsorgen in die Zukunft starten möchte, der sollte noch im alten Jahr seine Schulden begleichen. Ebenso solle man kein Geld verleihen, da man sonst das ganze Jahr hindurch viel verleihen müsse. Spenden an Bedürftige hingegen versprechen zukünftiges Glück. Wer zudem trotz des Monatsendes noch Geld hat, dem sei das ganze Jahr über finanzieller Wohlstand garantiert.

8) Keine ungebetenen Gäste einladen:
Die erste Person, die an Silvester nach Mitternacht das Haus betritt, gelte als Omen für das anbrechende Jahr: Handelt es sich dabei um eine gewünschte oder geliebte Person, so bringe sie Gutes für das Jahr mit. Das Gegenteil verheißt wiederum ein unerwünschter und lästiger Gast. Wer wiederum Silvester mit seinen Freunden und der Familie feiert, der sei das ganze Jahr hindurch von Liebe umgeben.

9) Nichts verkehrtherum anziehen:
Passiert es einem doch, dass man mit verkehrt herum angezogenem Kleidungsstück in das neue Jahr startet, so soll es das ganze Jahr über bei einem verkehrt zugehen.

10) Keine unvorsichtigen oder leichtsinnigen Schritte tätigen:
Auch wenn durch den feucht-fröhlichen Start ins neue Jahr das Silvesterfest beschwipst und angeheitert zugehen mag, so sollte man buchstäblich keine ungeschickten Schritte unternehmen. Kommt es nämlich dazu, dass man sich am Neujahrstag den Kopf anschlägt und eine Beule erhält, so bedeutet das Unglück für das ganze Jahr.

Vorschau: Nächste Woche geht es 2016 im dritten Teil weiter mit dem Thema Zeitmanagement.

Frohes Neues mal anders – Silvestertraditionen verschiedener Länder

„Andere Länder, andere Sitten“: Dieses Sprichwort gilt auch für den Jahreswechsel. Während wir in Deutschland das neue Jahr meist mit Raketen, dem Sketch-Klassiker „Dinner for One“ und Fondue oder Raclette begrüßen, haben andere Länder ganz eigene Rituale entwickelt. Ein paar davon wollen wir euch heute vorstellen:

Italien

Die Farbe Rot spielt zu Silvester eine große Rolle im Land von Pizza, Pasta und Amore. Denn Rot soll Glück bringen. Deswegen ist es in Italien Brauch, zum Jahreswechsel rote Unterwäsche zu tragen, um das Glück für das neue Jahr sozusagen gleich auf der Haut zu haben. Geschäfte preisen in der Woche vor Silvester allerhand rote Dessous an: Von Spitzen-Bustiers bis Boxershorts – alles in rot. Gegessen wird üblicherweise Schweinshaxe mit roten Linsen. Dieses deftige Essen soll Glück und Geldsegen im neuen Jahr bringen.

Spanien

In Spanien gehören Weintrauben zum Neujahresfest dazu. Laut altem Brauch essen die Spanier um Punkt Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Weintraube. Wer sich verzählt oder verschluckt, dem droht im neuen Jahr Unglück. Supermärkte und Straßenhändler verkaufen sogar rund um den Silvestertag Päckchen mit exakt 12 Weintrauben.

Griechenland

Der Jahreswechsel ist in Griechenland traditionell die Zockernacht. Die Casinos sind brechend voll und die Griechen spielen um die Wette. Wer gewinnt, kann auf ein finanziell erfolgreiches neues Jahr hoffen. Und wer verliert, hofft auf das Glück in der Liebe.

Bulgarien

Mit Schlägen beginnt hier das neue Jahr. Aus Ästen fertigen Kinder Ruten, mit denen sie ihren Verwandten und Nachbarn auf den Rücken schlagen. Das soll Gesundheit und Reichtum bringen.

Die Tipps&Tricks Redaktion wünscht auch euch ein frohes, neues Jahr. Wir hoffen, ihr habt ganz viel Spaß beim Hereinfeiern und euren ganz eigenen Traditionen.

Vorschau: Nächste Woche zeigen wir euch 10 Dinge, die man zu Silvester nicht machen sollte

Sitzen, rösten, warten… und? Genießen! – Kaffeetradition aus Eritrea

(K)einen Kaffee zum Mitnehmen, bitte! In der Mittagspause schnell zu Starbucks einen Energieschub holen – den bekommt man meist in einem Pappbecher. Das schwarze Gold wird zwischen Tür und Angel getrunken, damit man im Schul-, Uni- oder Arbeitsalltag wach bleibt. Der Genuss bleibt da auf der Strecke. Die aus Eritrea stammende Altenpflegerin Tsega Bahta Baryagaber (48) zeigt uns, wie Kaffee in ihrer Heimat getrunken – ja, zelebriert wird.

Vor der Röstung: rohe Kaffeebohnen (Foto: Bierbrauer)

Vor der Röstung: rohe Kaffeebohnen (Foto: Bierbrauer)

Im mannheimerischen Wohnzimmer baut sie ihren „Kaffeestand“ auf. Der besteht hauptsächlich aus einem Gaskocher, einem Höckerchen und einem Schränkchen mit allerlei Zubehör: rohe Kaffeebohnen, Weihrauch und traditionelles Kaffeegeschirr. Apropos traditionell: Für uns schmeißt sich die 48-Jährige in Schale und präsentiert uns stolz ihre weiß-grüne Tracht aus Eritrea.

Das Feuer wird geschürt, die rohen, noch grünen Kaffeebohnen müssen dran glauben: Tsega gibt sie in eine kleine Pfanne und hält diese über das Feuer. Kaffeeduft steigt auf, die Bohnen knacken und dampfen um die Wette. Der Weihrauch darf bei der Zeremonie nicht fehlen: „Er hat eine reinigende Wirkung und trägt zur Entspannung bei, zudem riecht er sehr angenehm“, lässt uns die Altenpflegerin wissen. Spätestens jetzt wissen auch die Nachbarn: Tsega macht Kaffee!

Ganz in ihrem Element: Tsega beim Kaffeerösten (Foto: Bierbrauer)

Ganz in ihrem Element: Tsega beim Kaffeerösten (Foto: Bierbrauer)

Während sie den Kaffee röstet, erzählt sie uns Geschichten aus ihrer Kindheit: „Früher hat man sich sonntags zum Kaffeetrinken getroffen. Für uns Kinder war die Zeremonie immer eine Sensation.“ Und was bedeutet Kaffee generell in Eritrea, fragen wir uns. „Genießen und erzählen – zu allen Anlässen“, teilt uns die gebürtige Eritrearin mit.

Die Bohnen sind fertig geröstet, Tsega erhebt sich von ihrem kleinen Hocker. Und das aus einem bestimmten Grund: „Damit zeige ich Respekt gegenüber den Besuchern“, sagt die leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Danach werden die Kaffeebohnen in der eigenen kleinen Kaffeemühle gemahlen. Wer sich jetzt übrigens fragt, wo der Kuchen abgeblieben ist: „Bevor der Kaffee nicht fertig ist, gibt’s nichts zu essen“, erzählt uns die traditionsbewusste Afrikanerin schmunzelnd. Anstelle von Kuchen wird in Eritrea salzig-knuspriges Popcorn aufgetischt, aber eben erst, wenn der Kaffee fertig ist – so will es die Tradition.

Kaffeebohnen: frisch geröstet (Foto: Bierbrauer)

Kaffeebohnen: frisch geröstet (Foto: Bierbrauer)

Nun ist es endlich soweit: Der gemahlene Kaffee wird mit heißem Wasser vermengt und in eine Keramikkanne gegeben. Auf der Kanne steht „Keren“. Was das wohl bedeutet? „Das ist der Ort, an dem ich geboren wurde“, berichtet uns Tsega. Sie schüttet den Kaffee immer wieder von der Kanne in ein anderes Gefäß und wieder zurück in die Kanne: „Der Kaffee wird dadurch richtig vermischt“, weiß Tsega und lehrt uns, den Kaffee zu genießen.

In Erzähllaune: Tsega beim Sonntagskaffee (Foto: Bierbrauer)

In Erzähllaune: Tsega beim Sonntagskaffee (Foto: Bierbrauer)

Heißer Kaffeedampf steigt auf, auf einem silbernen Tablett serviert sie uns die kleinen Tassen ohne Henkel. Traditionell gibt es drei Runden – für jeden drei Tassen. Wer will, mit Zucker – ähnlich wie Espresso. Sehr aromatisch! Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sicher ist es schwierig, in der alltäglichen Mittagspause so viel Zeit für eine – oder besser gesagt – drei Tassen Kaffee aufzubringen. Aber für alle, die sonntags mal den Kaffee afrikanisch genießen möchten: Der Campingkocher des letzten Festivals ist sicher nicht nur für Dosenravioli geeignet…

Entspannung pur? Schluss mit den Yoga-Klischees

Wer hat eigentlich das lächerliche Gerücht in die Welt hinausposaunt, Yoga sei entspannend? Es hält sich nämlich hartnäckig. Erst kürzlich kam mir so ein Kommentar wieder zu Ohren. Ich war gerade vom Yoga nach Hause gekommen, hatte mich frisch geduscht und wollte meine Freundin in Empfang nehmen. Eher beiläufig erwähnte ich, dass ich ziemlich erschöpft sei. Was mir mit meinen roten Bäckchen durchaus abzukaufen war! Sie blickte mich darauf ungläubig an. „Vom Yoga etwa?“ „Das ist doch entspannend, oder?“ Da wunderte ich mich, nicht zum ersten Mal darüber, wieviel Unwissen und Skepsis über die Yoga-Praxis herrscht. Ich muss allerdings gleich zu Beginn anmerken – eigentlich habe ich mit Yoga erst vor wenigen Monaten begonnen. Ich bin also alles andere als eine Yoga-Expertin. Ich habe allerdings genügend Einblicke erhalten, es quasi am eigenen Körper erfahren, um klarstellen zu können – Yoga ist alles andere als Entspannung pur! Aber beginnen wir von Anfang an:

Meditation und der Geruch von Räucherstäbchen: Wer glaubt, darum gehe es im Yoga ausschließlich, der hat weit gefehlt.(©Paulwip  / pixelio.de)

Meditation und der Geruch von Räucherstäbchen: Wer glaubt, darum gehe es im Yoga ausschließlich, der hat weit gefehlt! (©Paulwip / pixelio.de)

Das Yoga eine uralte philosophische Lehre ist, die aus Indien stammt, ist den Meisten wohl bekannt. Yoga beruht auf sehr alten Schriften – die älteste geht dabei auf das zweite Jahrhundert nach Christus zurück. Diese heiligen Schriften von verschiedenen Gelehrten, bilden heute das Grundgerüst einiger Yoga-Arten. Die Körperübungen, sogenannte Asanas, gesellten sich erst sehr viel später dazu, machen heute aber einen bedeutenden Teil des Yogas, wie er zumindest in westlichen Ländern gelehrt wird, aus. Gegenwärtig existiert eine breite Fülle an Yoga-Ausrichtungen, welche sich in den Übungen und in der Intensität in der Asanas ausgeführt werden, wesentlich unterscheiden. Das Tolle daran ist – für jeden Geschmack ist etwas dabei! Für diejenigen, die Spaß an körperlichen Herausforderungen haben, aber auch für jene, die es lieber ruhiger angehen lassen. Noch toller: Yoga lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Matte ausgerollt und los geht‘s! (zugegeben eine gehörige Portion Motivation gepaart mit Disziplin ist unabdingbar!)

Ganzheitliche Beansprunchung: Yoga verlangt viel Körperbeherrschung und Disziplin von einem ab (©Philipp Wiebe  / pixelio.de)

Ganzheitliche Beanspruchung des Körpers: Yoga verlangt viel Körperbeherrschung und Disziplin von einem ab (©Philipp Wiebe / pixelio.de)

Ich übe mich im Hatha-Yoga, einer sehr körperbetonten, klassischen Yoga-Form, in der die Übungen langsam und bewusst im Wechsel mit Entspannungsphasen ausgeführt werden. Dieses Yoga eignet sich besonders für Anfänger, da Fehlhaltungen von den „Yogis“ (so nennen sich die, die Yoga praktizieren, sich allerdings schon auf einem fortgeschrittenen Level befinden) schnell erkannt werden. Wer ordentlich schwitzen will, sollte sich im Ashtanga-Yoga probieren, welches viel Kondition erfordert und in dem die Übungen in einer flotten Tempoabfolge durchgeführt werden. Schwitzen ist also Programm! Und wer Schwitzen im wortwörtlichen Sinne versteht, sollte mal eine Runde Bikram-Yoga in Erwägung ziehen – In einem auf 40 Grad Celsius aufgeheizten Raum, werden 26 Asanas in einer genauen Abfolge ohne Pause vollführt. Klingt nach purer Entspannung, oder? Wer aber wirklich die Absicht hat, im Yoga zur Ruhe zu kommen, dem sei Kundalini-Yoga ans Herz gelegt. Hier wird der spirituellen Seite des Yogas viel Raum gegeben und die Meditation steht im Vordergrund. Wer gerne dem Beispiel von Prominenten wie etwa Madonna folgt, der könnte Freude am dynamischen Jivamukti-Yoga haben. Hier werden kraftbetonte Übungen in einem fließenden Ablauf praktiziert und mit der Lehre von heiligen Schriften und Mediation vereint. Jivamukti setzt sich aus Jiva (Seele) und mukti (Befreiung) zusammen und bedeutet so viel wie „Befreiung der Seele“. Klingt doch vielversprechend, oder?

Und irgendwann kommt dann die Erleuchtung? Sicher ist Yoga ist wohltuend für Körper und Geist! (©Thorben Wengert  / pixelio.de)

Und irgendwann kommt dann die Erleuchtung? Sicher ist – Yoga ist wohltuend für Körper und Geist! (©Thorben Wengert / pixelio.de)

Yoga bedeutet weitaus mehr als ausschließlich verrenkende, fast akrobatisch anmutende Körperübungen zu vollführen. Vielmehr ist es die philosophische Lehre auf der alles begründet. Gerade in heutigen Zeiten, wo ein häufiges Volksleiden Stress ist und nie dagewesene Krankheitsbilder wie Burn-Out auftauchen, wo Menschen gehäuft an körperlichen Beschwerden leiden, scheinen die Yoga-Studios Hochkonjunktur zu verzeichnen. Nicht umsonst ist mittlerweile bei vielen Krankenkassen Yoga als Präventionsmaßnahme anerkannt.

Wer seine Vorurteile einmal von Bord wirft und sich auf Yoga einlässt wird bemerken, dass Yoga neben schweißtreibenden Übungen, auch ein völlig neues Lebensgefühl verleiht. Yoga lehrt den Mensch, auf sich Acht zu geben, seine Gedanken zu fokussieren, zugleich aber auch die eigenen Grenzen und Ängste zu überwinden und sich so vom „inneren Leiden“ zu heilen. Und deshalb ein kleiner Wink an denjenigen, der dieses unsinnige Gerücht, von wegen Yoga sei entspannend, in die Welt setzte: Yoga wirkt sogar entspannend UND anstrengend zugschleich! Schreib dir das gefälligst hinter die Ohren. Namaste!

Vorschau: Eva setzt sich nächste Woche mit einem hochaktuellen Thema auseinander: 70 Jahre nach Ausschwitz gibt es AfD und Pegida.

 

Do-It-Yourself-Projekt: Zuckerstangen

Ob nun Lebkuchen, Spekulatius oder selbstgebackene Plätzchen: Es gibt Süßigkeiten, die bei keinem Weihnachtsfest fehlen dürfen. Dies gilt auch für die farbenfrohen Zuckerstangen namens „Polkagrisar“ (Anm. d. Red.: Der schwedische Begriff bedeutet übersetzt „Polkaschweinchen“), die bereits seit 1859 hergestellt werden. Im anglo-amerikanischen Raum gehören die gebogenen Stangen längst zur Weihnachtstradition. Doch auch in heimischen Gefilden bringen sie – ob nun als Nascherei oder Christbaumschmuck – Augen zum Strahlen. Mit etwas Kraft und Geschwindigkeit lässt sich die festliche Spezialität aus Schweden auch in der eigenen Küche herzaubern.

Zuckersüß: Traditionelle Zuckerstangen aus Schweden (© Jörg Brinckheger / pixelio.de)

Zuckersüß: Traditionelle Zuckerstangen aus Schweden (© Jörg Brinckheger / pixelio.de)

Zutaten und Materialien:

  • 250g Zucker
  • 100g Glukosesirup
  • 100ml Wasser
  • ½ TL Backpulver
  • etwas Puderzucker
  • etwas Milch
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma
  • ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, ein Topf, Löffel und Messer

Zubereitung:

  1. Zunächst wird das mit Backpapier ausgelegte Bleck mit einer Schicht Puderzucker bestreut und der Ofen auf 180 Grad Celsius vorgewärmt.
  2. In einem Topf werden Wasser, Zucker und Sirup miteinander vermengt und auf mittlerer Hitze gegart. Anschließend das Gemisch auf höchster Stufe zum Kochen bringen und dabei ständig rühren.
  3. Die Hälfte der Zuckermasse wird auf dem Backblech zu gleichgroßen Streifen gegossen. Den vorgewärmten Ofen nun ausschalten und das Blech hineingeben. Schließlich soll die Hitze den Zucker lediglich formbar halten.
  4. Nun die übrige Masse je nach Bedarf mit Lebensmittelfarbe und Aroma mischen und abkühlen lassen. Wenn sie so abgekühlt ist, dass man sie gerade noch berühren kann – jedoch keinesfalls kälter! – muss sie wie ein Seil gezogen werden.
  5. Hierfür die bunte Hälfte an beiden Enden festhalten und in die Länge ziehen. Diese erneut zusammenfalten, drehen und wieder zu einer Schnur ziehen. Dies sollte so lange wiederholt werden, bis der Zucker undurchsichtig wird. Anschließend die Schnur zu einer Rolle formen und in den warmen Ofen geben, damit sie nicht aushärtet.
  6. Währenddessen kann die weiße Hälfte weiterverarbeitet werden. Auch mit dieser wird so verfahren wie bei Schritt 5.
  7. Jetzt werden beide Farben miteinander verbunden: Hierfür die Rollen aus dem Ofen nehmen, aufeinander legen und mit einem Messer in gleichgroße Stücke schneiden. Diese wiederum an den Enden zusammenziehen und ineinander drehen. Dadurch entstehen die typischen Streifen der Zuckerstangen. Die bunten Rollen nun erneut in Stangen-große Stücke zerschneiden und jeweils einen Haken einbiegen. Anschließend brauchen die kleinen Zuckerportionen lediglich bei Zimmertemperatur auszukühlen.

Tipps:

  • Sollte der Zucker zu fest werden, kann er jederzeit erneut in den Ofen gestellt werden, um wieder elastisch zu werden.
  • Klebt die Masse an den Händen, hilft es, sie mit Pflanzenöl einzureiben. Auch Handschuhe sind zu empfehlen, um sich beim klebrigen, heißen Zucker nicht zu verbrennen.
  • Wer keinen Glukosesirup hat, kann diesen ebenfalls selbst herstellen, indem er in einem Topf – unter ständigem Rühren – 125g Zucker mit 75ml Wasser und etwas Zitronensäure zum Kochen bringt und ¼ Teelöffel Natron hinzugibt.

Vorschau: Passend zum ersten Advent verraten wir euch nächste Woche, wie ihr einen eigenen Adventskalender herstellen könnt.