So hält das Urlaubsfeeling länger

Wer kennt das nicht? Tiefenentspannt und hochmotiviert kommt man aus dem Urlaub zurück und schon beim ersten Weckerklingeln oder spätestens nach dem ersten langen Uni- oder Arbeitstag ist es mit der Erholung vorbei. Das einzige, was noch im Entferntesten an die tropische Trauminsel erinnert, ist die trübe Fischsuppe in der Kantine. Wir verraten euch, wie ihr mit einfachen Tricks das Urlaubsfeeling konservieren könnt.

In Gedanken am Strand: Mit den Face2Face-Tipps & Tricks klappt das ganz bestimmt (Foto: T. Gartner)

In Gedanken am Strand: Mit den Face2Face-Tipps & Tricks klappt das ganz bestimmt (Foto: T. Gartner)

Der Duft von Urlaub

Frische Blumen, salzige Seeluft, Eukalyptus-Massageöl – Düfte, die wir mit unserem Urlaub verbinden, können uns wieder in diesen zurückversetzen. Benutzt anstelle eurer Bodylotion zum Beispiel eine Apres Sun-Creme. Und schon beim ersten Schnuppern werden Erinnerungen an einen sonnigen Tag am Strand, die erfrischende Dusche danach und das wohlige Gefühl beim Eincremen wach. Vielleicht habt ihr ja auch Haarpflegeprodukte, die ihr nur im Urlaub benutzt, zum Beispiel ein Shampoo mit UV-Schutz. Wird euch alles zu viel, einfach mal schnell den Kopf schütteln und den Urlaubsduft inhalieren. Wer seine Wohnung in ein duftes Strandbungalow verwandeln will, kann sich im Urlaub mit Frangipani-Seife und Kokosnuss-Kerzen eindecken. Augen schließen, tief durchatmen und genießen!

Do It Yourself: Erinnerungsstücke

Kennt ihr das? Der Kopf schwirrt nur so vor lauter Gedanken. Wie gingen nochmal die Formeln, die ich für die Prüfung brauche? Kann ich die Deadline für meinen Artikel einhalten? Hab´ ich das Glätteisen ausgeschaltet, als ich vorhin zum Bus rennen musste, weil ich beim Fertigmachen getrödelt habe? Da ist es wichtig zwischendrin auch mal für eine Stunde abzuschalten und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Nach ein paar Tagen im Urlaub klappt das doch immer wie am Schnürchen und das könnt ihr euch jetzt zunutze machen. Setzt euch beispielsweise hin und füllt ein Fotoalbum mit all euren liebsten Urlaubserinnerungen. Es müssen ja nicht nur Fotos sein – auch das Flugticket, gepresste Blumen (am besten mit durchsichtiger, Klebefolie komplett abdecken, sonst bröselt das Ganze) oder eine Landkarte, auf der die schönsten Orte markiert sind, machen sich gut. Die kreative Beschäftigung lenkt euch vom hektischen Alltag ab und bringt nicht nur im Moment des Bastelns Freude, sondern auch noch Jahre später, wenn ihr euer Werk bestaunt. Ein Erinnerungsstück, das ihr mit ein wenig Fingerfertigkeit selber machen und jeden Tag bei euch tragen könnt, ist Schmuck. Alles, was ihr hierzu benötigt, zum Beispiel Kettenverschlüsse, Perlen und Muscheln (Korallen, Muschel- und Schneckenschalen fallen unter das Artenschutzgesetz – bis auf ein paar wenige Ausnahmen dürft ihr sie nicht ohne artenschutzrechtliches Dokument in Deutschland einführen) bekommt ihr im Bastelladen. Und dann kann´s auch schon losgehen! Ein Blick auf die schimmernden Perlen und die zarten Farbtöne der Muscheln um euren Hals und ihr seid wieder am Palmen-gesäumten Sandstrand.

Take me back!

Sobald ihr euch fragt, ob das wirklich ihr wart, die noch vor ein paar Tagen – die Füße im warmen Sand – das Nichtstun am Strand genossen habt, ist es Zeit für einen intensiven Rückblick. Ladet eure Freunde doch zum gemeinsamen Essen und Bilder-gucken ein! Natürlich sollte etwas Typisches aus eurem Urlaubsland auf den Tisch kommen – ob vom Lieferservice oder selbstgekocht bleibt natürlich euch überlassen. Tolle Fotos und amüsanten Anekdoten runden den Abend ab. So habt nicht nur ihr etwas davon, sondern könnt auch eure Freunde für ein paar Stunden in euer Urlaubsland entführen.

Was übrigens auch hilfreich sein kann, um die Motivation anzukurbeln: Einfach schon mal den nächsten Urlaub planen! Inspiration für spannende Reiseziele findet ihr in unserer Reise-Rubrik.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch hier ein Rezept für japanischen Grilllachs.

Bangkok – eine chaotische Stadt der Gegensätze

Verschmutzte Luft und Verkehrschaos: Die Schattenseite der Metropole (Foto: Behrendt)

Verschmutzte Luft und Verkehrschaos: Die Schattenseiten der Metropole (Foto: Behrendt)

In den Straßen staut sich der Verkehr, die hohe Luftfeuchtigkeit lässt jeden Besucher sofort ins Schwitzen kommen und der Geruch von Räucherstäbchen vermischt sich mit Abgasen – Bangkok ist keine Stadt, die ihre Besucher auf Anhieb in ihren Bann zieht. Moderne und Verfall, Reichtum und Armut, Mönche und Barmädchen treffen in einer der faszinierendsten Großstädte Südostasiens aufeinander.

Bangkok präsentiert sich als politische, kulturelle und wirtschaftliche Metropole Thailands, die mit sieben bis neun Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes ist. Hier residiert die königliche Familie, der Regierungssitz und die Ministerien befinden sich in Bangkok und fast zwei Drittel aller Industriebetriebe des Landes sind hier angesiedelt. Viele Thailänder, vor allem aus den verarmten Dörfern im Nordosten, möchten seit Jahren in Bangkok ein besseres Leben finden. Oftmals dienen sie jedoch nur als billige Arbeitskräfte und müssen für einen Hungerlohn fast rund um die Uhr Schwerstarbeit in den Fabriken leisten. Diese Arbeiter trugen auch zum thailändischen Wirtschaftswunder der 1980-er Jahre bei. In dieser Zeit wuchs Bangkok immens und die Skyline veränderte sich fast täglich, da Büroraum knapp war.

Touristen auf Sightseeing-Tour: Prachtvolle Tempel (Foto: Behrendt)

Touristen auf Sightseeing-Tour: Prachtvolle Tempel (Foto: Behrendt)

Die Beliebtheit Bangkoks bei Reisenden aus aller Welt ist konstant hoch. Jedes Jahr landen mehrere Millionen Besucher auf dem internationalen Flughafen. Um in das Zentrum zu gelangen muss man eine 25 Kilometer-lange Fahrt hinter sich bringen, die wahrscheinlich viele Touristen erst einmal verwirrt – von Exotik keine Spur: Betonbauten bestimmen das Bild, Chaos pur auf den mehrspurigen Highways, auf denen müde gewordene Polizisten versuchen, den Verkehr zu regeln. Die Infrastruktur konnte mit dem schnellen Wachstum der Megametropole nicht mithalten. Faszinierend in all dem Chaos ist jedoch die Gelassenheit und unendliche Geduld der Bewohner. Verkehrschaos, Luftverschmutzung und soziale Ungerechtigkeit erscheinen erst wie ein unüberwindbares Hindernis, doch die Bewohner haben gelernt, sich auch mit den Schattenseiten der Stadt zu arrangieren.

Leben in ärmlichen Verhältnissen: Eine der zwei Seiten von Bangkok (Foto: Behrendt)

Leben in ärmlichen Verhältnissen: Eine der zwei Seiten Bangkoks (Foto: Behrendt)

Bangkok macht es seinen Besuchern nicht leicht; viele Sehenswürdigkeiten sind nur schwer zugänglich und eine Sightseeing-Tour ähnelt einem Halbmarathon, der mit Taxis, Straßenbahnen oder Tuk-Tuks bewältigt werden kann. Doch die 400 glitzernden, buddhistischen Tempel, die in der Stadt verteilt sind, sowie Paläste und Buddhastatuen entschädigen jeden Besucher für seine Anstrengungen. Auch unzählige glamouröse Einkaufszentren und traditionelle Märkte lassen das Herz höher schlagen. Bangkok fasziniert mit einer Mischung aus Tradition und Moderne, Westlichem und Fernöstlichem, Harmonie und Chaos – diese Gegensätze machen den Besuch der Metropole zu einem unverwechselbaren Erlebnis.

Vorschau: Am Dienstag, 23. Juli erfahrt ihr etwas über verschiedene Alpenüberquerungen.

Um die halbe Welt in „Das Jahr des Tigers“– eine Rezension

Um die halbe Welt in „Das Jahr des Tigers“– eine Rezension

Das Titelbild: Das Gebirge des Himalaya in Tibet (Foto: Wagner Verlag)

Nach dem chinesischen Kalender war 2010  das Jahr des Tigers. Ein gutes Zeichen, um zu einer achtmonatigen Reise über Land von Marburg nach Singapur und zurück bis nach Lissabon aufzubrechen, fand die Autorin und Weltreisende Tatjana Kröger, die im Jahr des Tigers 1962 geboren wurde. Eine Rezension ihres Reisebuches lest ihr heute hier bei Face2Face .

„Auf dem Landweg zweimal quer durch ganz Europa und Asien? Und ganz allein als Frau?“, empört sich der Klappentext des Buches und stellt damit die Fragen, die sich wahrscheinlich jeder Leser dieses Reiseberichts zu Anfang des Buches stellt. „Eine wahnwitzige Idee“, so könnte man meinen, aber „es geht doch!“, weiß Kröger zu berichten.

Um eine Vorstellung von den Dimensionen der Reise zu bekommen, empfiehlt es sich einen Blick in das Nachwort zu werfen: „Ich legte auf dieser Reise eine Entfernung von 53.798 Kilometern zurück, davon 21.991 mit dem Bus, 18.783 Kilometer mit dem Zug, 9.436 Kilometer mit dem Auto und 3.083 Kilometer mit dem Jeep.“  Eine Reiselänge, die mit jeder Weltreise konkurrieren kann und bei einem Blick auf die Strecke ein bisschen an die Reise Marco Polos, des berühmten China-Reisenden aus dem 13. Jahrhundert, erinnert .

Die Reiseroute führte die Autorin durch alle Klimazonen von „klirrender Kälte“ bis „tropischer Schwüle“. Ein Jahr hatte Kröger im Voraus begonnen ihre Reise zu planen, um vorbereitet auf gefährliche Länder, wie den Iran oder Tibet zu sein. Auch Visa mussten rechtzeitig beantragt werden.: „Die Kosten für Visa erreichten ungeheure Dimensionen mit insgesamt 819 Euro, das russische Visum schlug dabei mit 153 Euro zu Buche, das iranische mit 145 Euro.“

Erlebt hat Kröger so einiges. „Sie fischt im zugefrorenen Baikalsee, lernt bei Nomaden in der Mongolei die tägliche Hausarbeit, streichelte Tiger in einem Waldkloster in Thailand, nimmt in Malaysia an einer traditionellen Hochzeitsfeier teil, macht Station am Basislager des Mount Everest, sieht in Pakistan die Prozessionen zum großen islamischen Fest Anschura.“ Dies alles berichtet Kröger in ihrem Buch in einer Mischung aus persönlichem Reisetagebuch und mit Fakten versehenem Reisebericht.  Im Vergleich mit dem Taj Mahal in Indien oder der Tempelstadt Angkor in Kambodscha werden deutsche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Rolandsbogen oberhalb des Rheins in einer anderen Relation gesehen: „Der Rolandsbogen ist ziemlich unspektakulär und bröckelig, erinnert eher an den Bogen im Zaubereiministerium im fünften Band von Harry Potter, und ein Bogen ist er eigentlich auch nicht, sondern ein stehen gebliebener Fensterrahmen.“

Für diejenigen, die das Buch nicht nur als Lesevergnügen kaufen , sondern auch zu Planungszwecken einer eigenen Reise verwenden möchten, hat Kröger am Ende ihres Buches noch einmal eine Liste ihrer persönlichen Highlights in den Kategorien „Natur Wunder“, „Architektonische Wunder“, Kulinarische Highlights“, „Kulturelle Highlights“ und „Schönste Strecken“ aufgestellt.  

Das Buch selbst beinhaltet aber vielmehr als nur eine Aufzählung von besuchten Monumenten und Wundern der Natur. Auch von viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wissen Buch und  Autorin zu berichten und so endet auch das Buch mit einer Danksagung nicht nur an Freunde und Verwandte, die Kröger unterstützt haben, sondern auch an die „vielen Menschen in allen Ländern für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in zahllosen Situationen meines Reisealltags. Ohne sie alle wäre diese Reise nicht möglich gewesen. Als Alleinreisende ist man ganz besonders auf Kontakte zu den einheimischen Menschen angewiesen, und gerade das ist es letztlich auch, was eine Reise wirklich reisenswert macht.“

Vorschau: Am Dienstag, 23. April geht es in der Reiserubrik weiter mit einem Artikel über die derzeitige Kulturhauptstadt Europas: Marseille.

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Jeder kennt sie, jeder isst sie. Sie sind das Vorzeige-Gericht, wenn es um asiatisches Essen geht. Frühlingsrollen haben schon länger ihren Weg in die westliche Küche gefunden und erfreuen sich großer Beliebtheit. So fehlen beispielsweise in keinem Supermarkt fertige Rollen in der Tiefkühlkost-Abteilung. Die kleinen Appetit-Stiller aus China gibt es – wenn auch klassisch gerollt – in unterschiedlichen Formen und Varianten. Ob nun süß, deftig oder vegetarisch gefüllt, ob frittiert oder gebacken – Frühlingsrollen lassen sich je nach Anlass, Saison und Vorliebe variieren. Daher eignen sie sich sowohl als Beilage und Fingerfood, als auch als Dessert oder Hauptgang.

Zutaten und Materialien für 40 Mini-Frühlingsrollen:
Für die Füllung:

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Delikat: Die berühmten Appetithäppchen aus China (© Benjamin Thorn / pixelio.de)

  • 200g Hühnerbrustfilet
  • 100g Lauch
  • 100g Karotten
  • 100g Zucchini
  • 100g Paprika
  • 100g Pilze
  • 20g Ingwer
  • zwei Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer und Sojasoße zum Würzen
  • ein Messer

Für die Rollen:

  • Frühlingsrollen-Teig (Mini-Frühlingsrollen)
  • ein Ei
  • Öl
  • Süß-Sauer-Soße zum Servieren
  • eine Pfanne, Teller, einen Löffel und eine Gabel zum Verquirlen

Zubereitung:
1. Das Hühnerfleisch, die Pilze und das Gemüse in feine Streifen schneiden. Den Lauch, geschälten Ingwer und Knoblauch wiederum in kleine Ringe beziehungsweise Würfel zerkleinern.

2. Öl in eine Pfanne geben und die Hühnerbruststreifen darin anbraten, bis diese fast gar sind. Dies erkennt man an einer einheitlichen weißen Färbung. Anschließend die restlichen Zutaten dazugeben und mit Salz und Sojasoße würzen. Das Gemüse sollte solange gedünstet werden bis es weich ist. Anschließend die Pfanne zum Auskühlen zur Seite stellen.

3. Ist die Füllung kalt genug, kann die Flüssigkeit reduziert werden. Hierzu den Inhalt in die Hand nehmen und fest auspressen. So wird verhindert, dass der Frühlingsrollen-Teig später durchnässt und reißt.

4. Den Teig auf einen Tisch ausbreiten und ein Ei verquirlen. Nun die Ecken des Teigs – mit den Fingern oder einem Pinsel – mit dem Ei bestreichen und ein bis zwei Teelöffel der Füllung in die Mitte geben.

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Handlich: Frühlingsrollen eignen sich für alle Anlässe (© Paul-Georg Meister / pixelio.de)

5. Nun kann gerollt werden: Eine Ecke des Teigs bis über die Füllung klappen. Die beiden umliegenden Seiten jeweils bis zur Mitte zuklappen und die Frühlingsrolle zusammenrollen. Die letzte Ecke sollte vorsichtshalber erneut mit Ei bestrichen und angeklebt werden, damit sich die Rolle im Öl nicht öffnet.

6. Öl zum Frittieren in eine Pfanne geben und diese vorheizen. Ist sie heiß genug und wirft somit kleine Bläschen, können die Frühlingsrollen hinein gegeben werden. Diese goldbraun frittieren und anschließend zum Abtropfen auf ein Küchentuch oder auf eine Serviette geben. Beim Servieren die Süß-Sauer-Soße dazu reichen.

Tipps:

  • Durch das Ei kleben die Frühlingsrollen leicht auf Unterlagen an und können beim Abziehen reißen. Daher eignet es sich – statt sie direkt auf einen Teller zu geben – auf Alu- beziehungsweise Frischhalte-Folie abzulegen.
  • Wem das Rollen bei großen Mengen zu lästig wird, kann die Frühlingsrollen optisch auch als Wan Tan tarnen. Hierzu alle Ecken zwischen die Finger nehmen und wie einen Beutel zudrehen.
  • Auch zum Nachtisch eignen sich Frühlingsrollen als Süßspeise bestens. Hierfür die Rollen einfach mit Äpfel und Zimt füllen und nach dem Frittieren mit geschmolzener Schokolade verzieren.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, mit welchen Tricks ihr lange und eintönige Autofahrten verkürzen könnt.

Gewinnspiel: 

Aufgrund der geringen Resonanz wird das More-Blond-Gewinnspiel um zwei Wochen verlängert. Also schlagt zu, wenn ihr eure Haare schonend und sogar ganz kostenlos aufhellen wollt!  Gewinnt mit Face2Face eines von insgesamt fünf Balea-Sets jeweils bestehend aus dem Professional More Blond Shampoo und der Professional More Blond Spülung.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 02. November, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „More Blond“. Darin enthalten sein sollte euer Vor- und Nachnamen, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) sowie eine gültige E-Mail-Adresse! Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Samstag, 03. November via Mail.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Glück!

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 4: Wan Tan
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

Der große Mentalitätencheck, Teil 1: Thailand

Wie sieht es in einem fremden Land aus? Sind Impfungen notwendig, um dorthin zu reisen? Und: Was kann man dort unternehmen? Das sind nur einige der Fragen, die man sich vor Antritt einer Reise nur allzu häufig stellt. Mit eine der interessantesten Fragen ist jedoch die nach dem Verhalten der Einheimischen, ihren Bräuchen und Sitten, ihrem Umgang mit Fremden – kurzum: die Frage nach ihrer Mentalität. Im großen Mentalitätencheck stellt euch die Face2Face-Reiseredaktion daher die Bevölkerung der verschiedensten Länder der Erde und ihre individuellen Mentalitäten vor. Heute: Thailand.

„Villa Germania – forever young“ – seit Ende Mai feuert diese Doku-Soap jeden Mittwochabend ein farbenprächtiges Klischee-Feuerwerk ab: Im Mittelpunkt stehen die deutschen Auswanderer Horst und Ingo. Die beiden Rentner vergnügen sich in den Rotlichtvierteln Pattayas als gäbe es kein Morgen mehr.

Wie das Beispiel der „Villa Germania“-Protagonisten zeigt, geraten neben dem unbestreitbar vorhandenen Sextourismus andere Wesenszüge Thailands oftmals völlig ins Hintertreffen. Dieser Artikel soll daher aufzeigen wie sehens- und liebenswert Thailands Bewohner abseits des Rotlichtmilieu sind.

Der große Mentalitätencheck, Teil 1: Thailand

Immer ein Lächeln auf den Lippen: Die Thailänder (Foto: T. Gartner)

Thailand – das Land des Lächelns. Keine Beschreibung könnte es treffender formulieren. Ob es der Kellner im Restaurant ist, der etwas aufdringliche Straßenverkäufer, der Hotelangestellte, der Zollbeamte – alle bringen sie ihrem Gegenüber das einladendste Lächeln entgegen. Gastfreundlichkeit und Höflichkeit werden in Thailand großgeschrieben. Als Deutscher kommt man sich tatsächlich vor als befände man sich in einem Paradies der Zwischenmenschlichkeit. Bestes Beispiel: Das Speisen im Restaurant. Keine launige, unfreundliche Bedienung, niemals langes Warten auf Essen oder Bezahlen, selbst die Getränke werden ohne Aufforderung und stets mit einem Lächeln nachgeschenkt.

Obwohl der Lebensstandard der Thai auf uns Deutsche unterdurchschnittlich wirken mag – die Kellner im Restaurant erhalten oftmals keinen festen Arbeitslohn, sondern überleben nur mittels Trinkgeld – so erscheinen doch die wenigsten der Einheimischen unglücklich oder resigniert. Selbst Bettler scheint es kaum mehr zu geben als hierzulande.

Die Mentalität der Thai spiegelt sich auch in ihrer Religion – der wahrscheinlich tolerantesten Glaubensrichtung der Erde – wider. Über 90 % der Thailänder gehören der buddhistischen Glaubenslehre an. Tempel werden als Zeichen der Demut meistens barfuß betreten (Anm. d. Red.: Meist ist ein entsprechendes Hinweisschild vor dem Tempel positioniert), bei Frauen gelten weitere Regeln: Sie dürfen buddhistische Mönche und Priester nicht berühren oder ihnen etwas übergeben. Möchte eine Frau einem Mönch etwas reichen, so kann dieser es in einem Taschentuch oder seiner Robe, also durch eine indirekte Berührung, entgegennehmen, oder aber ein Mann reicht die Gabe weiter.

Der große Mentalitätencheck, Teil 1: Thailand

Kurios: Um nicht noch brauner zu werden, verdecken die Thai selbst in der prallen Sonne am Strand möglichst viel ihrer Haut (Foto: T. Gartner)

Eine weitere Kuriosität für uns Deutsche ist der Wunsch der thailändischen Frauen sich eine blasse Hautfarbe zu erhalten. Verzückte Ausrufe beim Blick unter die weiße Achsel einer Nicht-Thailänderin während einer Massage sind keine Seltenheit. Während sich die jungen Frauen hierzulande mehrmals pro Woche einen Solariumbesuch gönnen, wickeln sich die Thailänderinnen bei mindestens 30 Grad im Schatten in Tücher, tragen Hüte, Handschuhe und Sonnenbrillen, um ihre Haut vor den UV-Strahlen zu schützen. Angeblich machen in Thailand Produkte mit Bleicheffekt im Bereich der Gesichtspflege mehr als 60 Prozent des Umsatzes der Kosmetikindustrie aus.

Die Gelassenheit und Zuversicht der thailändischen Bevölkerung sollte auch von Touristen gewahrt werden: Aggressivität und Wutausbrüche werden – übrigens ebenso wie die Benutzung eines Messers (Anm. d. Red.: In Hotels gibt es selbstverständlich trotzdem Messer, in außerhalb liegenden Restaurants jedoch eher selten) – als Akt der Feindseligkeit empfunden.

Der große Mentalitätencheck, Teil 1: Thailand

Genießt Respekt und Hochachtung in Thailand: Der Buddhismus (Foto: T. Gartner)

Neben Buddha genießt das thailändische Königshaus höchste Verehrung und Hochachtung durch die Bevölkerung. Kritik – erst recht durch Ausländer – wird daher nicht gerne gesehen.

Das Englisch der thailändischen Bevölkerung ist für uns Deutsche meist schwer verständlich. Immer mal wieder gibt es aber auch Thai, die sich die deutsche Sprache auf eigene Faust beibringen – ein weiteres Zeichen ihrer Gastfreundlichkeit.

Schlussendlich noch eine kulturelle Geste, welche die Mentalität der Thai mehr als alles vorher Genannte widerspiegelt: Der Wai. Der Wai ist der thailändische Gruß und ein Zeichen des Respekts, den der Grüßende seinem Gegenüber entgegenbringt. Hierbei werden die Handflächen aneinandergelegt und der Kopf geneigt. Mit dem Wai geht meist das Wort „Sawad-di“ einher, was einen guten Wunsch, wie bei uns vergleichsweise „Guten Morgen“ oder „Guten Abend“, ausdrücken soll. Gibt ein Thai einem Touristen einen Wai, sollte dieser ihn als Zeichen des Respekts und der Höflichkeit erwidern.

In diesem Gruß, dem Wai, vereint sich die Mentalität der Thai: Gastfreundlichkeit, Höflichkeit und respektvolle Zurückhaltung.

Mehr über die thailändische Insel Koh Samui lest ihr HIER.

Vorschau: In zwei Wochen geht es direkt weiter mit dem nächsten Teil der Mentalitätencheck-Serie. Am Dienstag, 3. Juli erfahrt ihr mehr über Rumänien.

„Liebe ist einfach Liebe“ – ein Interview mit Schauspielerin Josefine Preuß

„Liebe ist einfach Liebe“ – ein Interview mit Schauspielerin Josefine Preuß

Ab dem 15. März startet „Türkisch für Anfänger – Der Film“ in den deutschen Kinos (von links): Lena (Josefine Preuß) und Cem (Elyas M’Barek) (© 2012 Constantin Film Verleih GmbH)

Am Donnerstag, 15. März startet der Film „Türkisch für Anfänger“ in den deutschen Kinos. Die Geschichte ist an die gleichnamige ARD-Vorabenserie angelegt. Neben Elyas M’Barek (Cem Ötzürk) spielt Josefine Preuß (Lena Schneider) die Hauptrolle – türkisches Machotemperament trifft auf deutsche Emanzipation. Lena Schneider wird von ihrer forschen Mutter Doris (Anna Stieblich) zu einem Urlaubstripp nach Südostasien überredet. Als das Flugzeug notlanden muss, ist die Katastrophe schon vorprogrammiert – plötzlich ist nichts mehr wie es war.
Lena, der stotternde Grieche Costa (Arnel Taci), Cem und seine Schwester Yagmur (Pegah Ferydoni) finden sich auf einer einsamen Insel wieder, auf der sich die Gestrandeten einen offenen Schlagabtausch liefern. Lenas Mutter und Cems Vater Metin Öztürk (Adnan Maral) stranden in einer Ferienanlage und suchen ihre verlorenen Kinder. Der Urlaubstrip nimmt für alle Protagonisten eine unerwartete Wende.

Die Schauspielerin Josefine Preuß nahm sich Zeit um mit Face2Face über ihren aktuellen Film, die Dreharbeiten mit Franka Potente und ihre Zukunftspläne zu sprechen.

Face2Face: Viele kennen Sie noch aus Ihren Anfangszeiten als Sie in der „Kinderkanal“-Serie „Schloss Einstein“ die Rolle von Anna Reichenbach verkörperten. Denken Sie manchmal an den Beginn Ihrer Karriere zurück?
Preuß: Damals war mir noch nicht klar wie meine Karriere verlaufen würde. Ich habe einfach gemerkt, dass mir die Schauspielerei Spaß macht und da ich eine gute bis sehr gute Schülerin war, haben mich meine Eltern unterstützt soweit sie nur konnten. Wie jede normale Schülerin bin vormittags zur Schule gegangen und nachmittags wurden dann die einzelnen Szenen gedreht – sicherlich war das ein Sprungbrett um darauf aufzubauen.

Face2Face: Moderatorin, Schauspielerin, Hörbuch-Sprecherin und bei dem Musikvideo „Leuchtfeuer“ von der Band „Emma6“ haben Sie ebenfalls mitgewirkt. Gibt es irgendetwas, das sie nicht können?
Preuß: Ich will mich da nicht auf eine Sache festlegen. Im Grunde genommen sehe ich mich nicht als Schauspielerin, sondern eher als Darstellerin. Anfangs war nur geplant, dass ich im Musikvideo „Leuchtfeuer“ mitspiele, erst später hat man sich entschieden daraus einen Sing-Part zu machen.

Face2Face: Sie haben im historischen Film „Beate Uhse – Das Recht auf Liebe“ mitgespielt, wie war es für Sie neben Schauspielgrößen wie beispielsweise Franka Potente vor der Kamera zu stehen?
Preuß: Mir haben die Dreharbeiten mit Franka Potente riesigen Spaß bereitet. Mir ist das Herz in die Hose gerutscht als ich zur Leseprobe zum Beginn der Dreharbeiten eingeladen wurde. Sie ist ein undivenhafter Star, der seine Arbeit sehr schätzt und zugleich eine liebenswerte Persönlichkeit mit sich bringt. Am Set gab es kein Rumgezicke oder Starallüren. Für mich als Nachwuchsdarstellerin war das eine super Gelegenheit, um auf mich aufmerksam zu machen.

Face2Face: Ebenfalls haben Sie in „Rubbeldiekatz“ an der Seite von Matthias Schweighöfer die Rolle einer tätowierten Frau gespielt. Wie war das?
Preuß: Für diese Szene war ich länger in der Maske gestanden als es gedauert hat sie zu drehen. Obwohl der zu sehende Abschnitt kurz war, hat man mich trotzdem in den zwei Minuten zwanzig Trailer gesehen, was ich sehr amüsant finde. Mit Matthias hab ich das erste Mal zusammen gearbeitet – ein sehr lustiger und sympathischer Kollege.

„Liebe ist einfach Liebe“ – ein Interview mit Schauspielerin Josefine Preuß

Nicht nur hübsch anzusehen: die erfolgreiche Nachwuchsdarstellerin Josephine Preuß (© Constantin Film / Mathias Bothor)

Face2Face: Gibt es eine Rolle, die Sie gerne einmal spielen würden?
Preuß: Oft ist es so, dass ich mir die Rolle selbst nicht aussuchen kann. Durch das Versetzen in die Rolle will ich gefordert sein und in dieser wachsen. Interessant wäre eine Rolle mit körperlichen Einschränkungen wie blind sein oder nicht gehen können.

Face2Face: Und mit welchem Schauspieler würden Sie gerne noch zusammenarbeiten?
Preuß (lächelt): John Malkovich und Steve Buscemi – allerdings müsste ich dazu nach Hollywood gehen und das kommt für mich nicht in Frage.

Face2Face: Bereuen Sie es manchmal im Nahhinein sowohl die Schule als auch das Studium für die Schauspielschule abgebrochen zu haben?
Preuß: Dass ich die Schule abgebrochen habe, ist nur ein Gerücht. Ich bin nach der zehnten Klasse von der Schule gegangen, hatte somit meinen Realschulabschluss erfolgreich abgeschlossen. Anders hätte ich den Einstieg in die Fernsehlandschaft verpasst und meine Rolle bei der Serie „Türkisch für Anfänger“ nicht wahrnehmen können. Ursprünglich wollte ich Gerichtsmedizin oder Archäologie studieren.

Face2Face: Reden wir nun über Ihren neuen Film: „Türkisch für Anfänger“. Wie sind die Dreharbeiten verlaufen?
Preuß: Für mich war es die schönste Möglichkeit für einen deutschen Film im Ausland zu drehen. In Thailand habe ich viel abseits des Drehorts erlebt. Beispielsweise das thailändische Neujahrsfest „Songkran“, das auch als Wasserfest bekannt ist. Für die Thai ist es ein Riesenspaß sich gegenseitig und besonders die Touristen großzügig mit Wasser zu begießen. Das Wasser wird als Zeichen der Säuberung und Erneuerung zum Reinwaschen der Süden gesehen.

Face2Face: Und wie war für Sie die veränderte Esskultur?
Preuß: Die thailändische Esskultur war für mich furchtbar, da ich nichts aus dem Meer esse – jeder, der Fisch mag, ist dort genau richtig. Die Kombination Reis und Hühnchen ging mir schon nach einer Woche auf den Sack, da war es ein richtiger Segen, dass ich auf einer Sightseeing-Tour eine Bäckerei entdeckt habe, die Brot nach deutscher Tradition backt. Das erste, was mir meine Mutter zu Hause gekocht hat, waren süß-saure Eier mit Kartoffeln.

Face2Face: Wie weit erinnert Sie das Drehbuch an Filmklassiker oder Serie?
Preuß: In ein paar Momenten des Films hat man Szenen von „Die blaue Lagune“, „The Beach“ oder der Erfolgsserie „Loft“ im Kopf.

Face2Face: Finden Sie, dass in jedem Mann manchmal ein türkischer Macho wie Cem Öztürk steckt?
Preuß: Ich hoffe doch nicht – allerdings muss das jeder für sich entscheiden. Mit zunehmendem Alter sollten die Partner ihre Rock-’n’-Roll-Allüren ablegen und sich mehr zur Ruhe setzen.

„Liebe ist einfach Liebe“ – ein Interview mit Schauspielerin Josefine Preuß

Zurück mit einem Kinoabenteuer vor paradiesischer Kulisse: Lena (Josefine Preuß) und Cem (Elyas M'Barek) (© 2011 Constantin Film Verleih GmbH / Mathias Bothor)

Face2Face: Haben Sie eine eigene Relativitätstheorie der Liebe?
Preuß: Vielleicht kann man es mit Liebe = Loyalität + Freundschaft hoch zwei + Vertrauen und Verlangen nach dem anderen erklären. Aber im Grunde genommen ist Liebe etwas ganz Abstraktes, wo auch Herz und Seele eine Rolle spielen, und das ist mit keiner Formel der Welt erklärbar – Liebe ist einfach Liebe.

Face2Face: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Preuß: Nach den Presseterminen und der bevorstehenden „Türkisch für Anfänger“-Kinotour, beginnt für mich der Drehstart zur Verfilmung des erste Bandes der „Edelstein-Trilogie: Rubinrot“ von der Autorin Kerstin Gier.

Face2Face: Gibt es irgendeinen Traum, den Sie sich gerne noch erfüllen würden?
Preuß: Jedes Jahr nehme ich mir vor den Führerschein zu machen, mir fehlt dazu der letzte Arschtritt, da ich in Berlin kein eigenes Auto benötige. Bis ich 30 bin habe ich es hoffentlich geschafft.

Weitere Informationen zur „Türkisch für Anfänger“-Kinotour gibt es hier.

Kontakt Josefine Preuß:
Offizielle Facebook-Seite
Offizielle Homepage zum Film „Türkisch für Anfänger“

Vorschau: Am Dienstag, 20. März, startet im Panorama eine neue Serie zum Thema „Verkannte Berufe – stille Helden des Alltags“. In Teil 1 spricht eine Kassiererin über ihren Beruf und die Anerkennung, die diesem gezollt wird.

Land in Sicht

Während in Deutschland bis vor einer Woche noch vom „trockensten Winter des Jahrhunderts“ die Rede war und alle Hoffnungen auf weiße Weihnachten begraben wurden, machte man sich auch 8.500 Kilometer weiter südöstlich Sorgen wegen des Wetters. Nur war es in diesem Fall die Sorge um zu wenig Trinkwasser und von Winter kann in Bangkok – egal zu welcher Jahreszeit – selbstverständlich keine Rede sein.

Land in Sicht

Ein Opfer der verheerenden Flut in Thailand: Der Industriepark in Ayutthaya (Foto: Cpl Robert J. Maurer, U. S. Marine Corps)

In Thailand ist zurzeit das schlimmste Hochwasser seit fast 50 Jahren auf dem Rückmarsch. Diese Naturkatastrophe, die besonders den Süden des südostasiatischen Landes sowie die Nachbarstaaten Kambodscha und Laos traf, dauert seit Anfang August diesen Jahres an. In der Folge mussten mehrere 10.000 Menschen evakuiert werden, das Trinkwasser wurde knapp und Cholera und andere „waterborne diseases“ (Anm. d. Red.: das sind Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden) breiteten sich aus. Von offizieller Seite wurden bisher 689 Todesopfer bestätigt (Stand: 10.12.2011).

Nun sind Überschwemmungen in der Region nichts Neues und sie treten auch jährlich auf. Neu ist jedoch, dass sie so stark sind und selbst die Hauptstadt Bangkok, die durch mehrere Dämme geschützt war, so stark überflutet wird, dass die thailändische High-Tech-Industrie für mehrere Wochen ausfällt: Zulieferer aus der Automobilbranche aber auch die großen Festplatten- und Kamerahersteller mussten ihre Werke schließen. Im vierten Quartal dieses Jahres konnten weltweit mit 120 Millionen gefertigten Festplatten nur etwa 70% der Nachfrage bedient werden. In der Folge waren die Preise für Festplatten um bis zu 250% gestiegen. Der Festplattenhersteller „Western Digital“ rechnet mit Lieferengpässen bis März 2012.

Aber auch in Europa spürt man die Auswirkungen der Flut deutlich. Der Rückversicherer „Munich Re“ und „Swiss Re“ erwarten jeweils Belastungen in Höhe von 500 Millionen Euro. Die Gesamthöhe der versicherten Schäden wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt. Die volkswirtschaftlichen Schäden für Thailand werden jedoch wesentlich höher ausfallen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich das Land und seine Bevölkerung möglichst schnell wieder erholen werden und die thailändische Regierung zukünftig mehr in die Hochwasservorsorge und den Schutz der Bevölkerung investiert.

In diesem Sinne: „Ein frohes Fest!“

Wo Urlaubträume wahr werden: Tipps rund um Koh Samui, Thailand – Teil2

Hotelempfehlung:
96 Prozent Weiterempfehlungsrate und eine Gesamtbewertung von 5,3 aus sechs Punkten bei Holidaycheck – das „Banana Fan Sea“ ist eines der, wenn nicht sogar das beste Hotel auf Koh Samui. Bungalows und Haupthaus sind von tropischem Grün umgeben. Das reichhaltige Frühstücksbuffet – hier gibt es von Würstchen über Croissants bis hin zu frischem Obst alles, was das Herz begehrt – kann der Hotelgast mit Blick auf den gepflegten, flachen Strandabschnitt einnehmen. Am Strand gibt es mehrere, auch im Preis verhandelbare Freizeitangebote, zum Beispiels Jet Ski und Bananaboot – für Unterhaltung und Spaß ist also gesorgt. Das Hotelpersonal ist freundlich und der Service vorbildlich:  täglich geputzte und mit frischen Blumen dekorierte Zimmer. Als kleines Dankeschön empfiehlt es sich auch mal Trinkgeld für die Putzfrauen hinzulegen. Hinzu kommt noch die zentrale Lage inmitten der belebten Chaweng Road. Kleiner, daraus resultierender Nachteil, der sich aber auch zum Vorteil wandeln kann: Mindestens alle zwei Minuten laufen Strandverkäufer, unter anderem mit Schmuck, Kleidern, Tüchern oder Eis, vorbei und ständig angequatscht zu werden, kann auf Dauer nervig sein. Daher gilt: Augen schließen, in ein Buch vertiefen oder wen doch die Neugier packt hinter einer Sonnenbrille versteckt das Geschehen mit verfolgen. Pluspunkt: Sobald man tatsächlich Lust auf ein Eis oder ein wenig Shopping hat, genügt es dem Verkäufer ein Handzeichen zu geben und schon kann es losgehen.

Ausgehempfehlungen:
Typisch entspannte, aber auch tanzbare Reggaemusik vom Band oder von der Liveband gibt es im „Reggae Pub“. Ebenfalls sehr zentral am Chaweng Lake gelegen – allerdings ist hier erst recht spät, frühestens ab 23 Uhr etwas los – ist der Pub der optimale Ort, um sich teilweise sogar unter freiem Himmel bei einem kühlen Getränk zu entspannen. Was man dem Club ebenso zum Vor- wie zum Nachteil auslegen könnte, ist die Tatsache, dass der Weg dorthin durch eines der Rotlichtviertel führt. Als Frau in männlicher Begleitung kann dieser Gang, vorbei an einschlägigen Bars mit eindeutig zweideutigen Titeln wie „2 hot 4 you“, zum nervigen Spießrutenlauf werden. Allerdings ist anzumerken, dass die leicht bekleideten Damen trotz ihrer nicht zu verleugnenden Aufdringlichkeit – mit Kusshänden und gerne auch mal mit einem geschickten Griff versuchen sie die Vorübergehenden in ihre Bars zu ziehen – Frauen gegenüber äußerst freundlich bleiben.

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Direkt am Strand: Die "Ark Bar" auf Koh Samui (Foto: T. Gartner)

 Auch einen Besuch wert: Die „Ark Bar“. Durch die direkte Strandlage ist ein erfrischender Wind nach der Hitze des Tages garantiert. Noch ein eisgekühlter Fruchtshake für 80 Baht, umgerechnet etwa 1,50 Euro, dazu und schon kann man sich auf seinem Liegestuhl bei chilliger Housemusik zurücklehnen. Aktuell findet zudem jeden Mittwoch eine Beachparty mit spätnachmittäglichem Buffet statt. Für Unterhaltung sorgen kleine Vorführungen durch gelegentlich vorbeikommende Jongleure, die mit brennenden Stangen und Schnüren tolle Shows abliefern. Kleiner Nachteil: Die Unmengen an Verkäufern, die für ein Foto mit ihren Echsen oder Affen Geld verlangen oder auch ihre Laserpointer an den Mann und die Frau bringen wollen.

 Wer es nun wirklich ganz gemütlich und familiär mag, der ist in der „Open Mind Shisha Bar“ genau richtig. Wie in den meisten kleineren Läden ist auch hier die Einrichtung und vor allem die Wanddeko bunt gemischt: Schallplatten, Portraits legendärer Musiker, wie John Lennon, hängen direkt neben persönlichen Fotos und Flaggen aus allen möglichen Ländern. Die Shisha schmeckt für dortige Verhältnisse zwar recht gut (Tipp: Traube mit Minze mischen lassen) und auch die Kohle wird ohne Aufforderung ersetzt, dennoch ist der Preis von 300 Baht, das entspricht etwa sechs Euro, für dortige Verhältnisse und auch im Vergleich mit den deutschen Preisen für eine Shisha relativ hoch. Vor allem mit dem exzellenten Service – jeder Gast erhält unaufgefordert ein gekühltes Erfrischungstuch, sowie einen Teller mit frischem Obst oder eine Schüssel mit Nüssen – kann dieser Nachteil jedoch schnell wieder aufgewogen werden. Pluspunkt: Kostenloses Billiard – in Deutschland undenkbar.

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Kreative Wandgestaltung: Im "Open Mind" (Foto: T. Gartner)

 Wer richtig gut essen gehen möchte, kann außer zum bereits im ersten Teil erwähnten „Ninja Crepes“ in der Chaweng Road, zum leider etwas abseits an der Ringstraße in Chaweng Noi gelegenen „Tonpalm Restaurant“ gehen. Von der unscheinbaren Fassade des Lokals sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Das Essen ist erstklassig, die Auswahl vor allem an Thaifood, aber auch europäischen Speisen ist riesig und das Arrangement der Teller erinnert an ein Fünf-Sterne-Lokal (Empfehlung der Autorin: Shrimps mit grünem Spargel und Knoblauch).

Die besten Ausflügen und Tipps zum Buchen der Touren:
Trotz der geringen Größe der Insel bietet Samui eine ganze Palette an Halb- und Ganztagestouren – die einen sind mehr, andere weniger zu empfehlen. Wer nicht den ganzen Urlaub nur am Strand liegen will und wen es nach ein wenig Action dürstest, der kann sich mit einer Safari oder Cable-Riding durch den Dschungel sicherlich begeistern. Aber auch Besichtigungstouren über die Insel können sich lohnen: Hierbei fährt man in rasantem Tempo (Achtung: Festhalten, denn Sicherheitsgurte gibt es nicht) kulturellen Sehenswürdigkeiten ab: Grandmother- und Grandfatherrock – zwei Felsen, die dem weiblichen beziehungsweise männlichen Geschlechtsorgan ähneln – , Big Buddah, Buddah Footprint und so weiter – klingt nicht nur sehr nach Touristenabfertigung, fühlt sich auch ein bisschen danach an. Informativ und teilweise auch beeindruckend ist so eine Tour trotzdem. Die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten kann man mit einem geliehenen Motoroller und einer Karte aber auch ganz bequem und günstig auf eigene Faust erkunden.

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Traumhaft: Eine der Inseln im "Angthong National Marine Park" (Foto: T. Gartner)

 Meine Empfehlung für einen wirklich gelungenen Trip: Die „Samui Island Tour“ zum Angthong National Marine Park. Schnorcheln, Kayaking, Schwimmen, der Besuch einer Höhle, sowie zweier Viewpoints mit grandiosem Blick über das aus 42 Inseln bestehende Naturschutzgebiet – alles in einer Tour. Den Teilnehmern steht es größtenteils frei wie sie ihre Zeit gestalten – frei nach dem Motto: nichts muss, alles kann. Frühstück und Lunch, sowie kostenlose Softdrinks sind inklusive, ebenso wie die Schnorchel- und Kayakausrüstung. Pluspunkt: Es gibt eine deutschsprachige Reiseleiterin. Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Ausflügen wird man hier mit dem Kayak nicht weitestgehend um die Inseln geleitet, sondern paddelt direkt an den steilen Felsen entlang.

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Einen Besuch wert: Die Big Buddah-Statue (Foto: T. Gartner)

Hier geht es auch mal zwischen zwei Gesteinsbrocken hindurch und durch eine Höhle, die jedoch zum Meer hin offen und damit einigermaßen hell ist – Spannung und Spaß garantiert, Muskelkater vom Rudern durchaus möglich. Einziges Manko: Die etwa eineinhalbstündige Überfahrt mit dem Boot zwischen Samui und dem Marinepark ist auf der Rückfahrt zwar eine willkommene Entspannung, auf dem Hinweg zieht sie sich aber ziemlich. Preislich setzt die „Samui Island Tour“ bei 1850 Baht ein, dieselbe Tour für 1300 Baht zu buchen, ist aber möglich und eben Verhandlungssache, wobei wir auch schon beim nächsten Punkt, den Tipps zum Buchen einer Tour wären:

 Obwohl auch die Möglichkeit besteht, bei deutschen Einwanderern zu buchen, ist es empfehlenswert die Preise zu vergleichen und mehrere Angebote einzuholen. Bei den Einheimischen lässt sich mittels Handeln meist ein weitaus besserer Preis erzielen – ein Spielraum von 1/3 nach unten ist durchaus gängig. Ein Eintagestrip sollte zwischen 20 und höchsten 35 Euro kosten.

Wer mehr wissen möchte: Einfach ein Kommentar schreiben!

Vorschau: Nächsten Dienstag erfahrt ihr von Shion mehr zum „Dunkelrestaurant“ in Berlin. Ihr dürft gespannt sein!

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Mehr Infos zu Koh Samui gibt´s im ersten Teil.

Wo Urlaubsträume wahrwerden: Koh Samui, Thailand – Teil 1

Wo Urlaubsträume wahrwerden: Koh Samui, Thailand - Teil 1

Ein Traum: Koh Samuis Strände und Palmen (Foto: T. Gartner)

Palmengesäumte, kristallklare Buchten, schneeweiße, puderweiche Strände, tropische Wälder – Thailand ist ein Urlaubsziel par excellence. Ein Musterbeispiel für das paradiesische Flair des Landes ist die mit 254 Quadratkilometern drittgrößte Insel im Golf von Thailand: Koh Samui. Ob Kultur oder Action – hier kommt garantiert jeder Tourist auf seine Kosten. Besonderes Highlight: Das Nachtleben der Insel.

 „400 Baht“, sagt der höchsten 15-jährige Thaijunge auf Englisch. Um sicher zu gehen, dass sein Gegenüber – ein braunhaariger, junger Mann mit auffallend blauen Augen – das Angebot auch verstanden hat, streckt ihm der minderjährige Verkäufer einen Taschenrechner mit dem eingetippten Betrag darauf entgegen. „Oh, very expensive“, erwidert der potentielle Käufer und legt das Objekt seiner Begierde – eine „Ray Ban“-Sonnenbrille in knalligem Rot – zurück auf die provisorisch gefertigte Ablage. Seine weibliche Begleitung – eine zierliche Frau mit Blümchenkleid und Flip Flops – steht ratlos daneben. „350 – last price“, lautet die Antwort des Verkäufers wie aus der Pistole geschossen. Das herzliche Lächeln ist aus seinem Gesicht verschwunden. Ein um Mitleid heischender Blick, der es selbst mit dem der umherstreunenden Katzen und Hunde aufnehmen könnte, macht sich in seinem runden und von der Sonne braungebranntem Gesicht breit. „350?“, wiederholt der Tourist und legt die Stirn in Falten bis er schließlich sagt: „No, thank you. Maybe we come back later.“ Er greift seine verdutzte Freundin bei der Hand und zieht sie aus dem Laden. Kaum sind die beiden nicht mehr zu sehen, kommt wieder Leben in den Verkäufer. „I give it to you for 300? Okay? 300?“, ruft er hektisch hinter dem Pärchen her. Als hätte er nur darauf gewartet, kommt der anscheinend doch an der Sonnenbrille interessierte Tourist zurück in das Geschäft, kauft diese für umgerechnet etwa sechs Euro und zieht mit seiner verblüfften Freundin von Dannen.

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(Noch) wie ausgestorben: Die Chaweng Road am Mittag (Foto: T. Gartner)

 Hier also Tipp Nummer eins: Handeln, handeln und nochmal handeln! Auch wenn es immer wieder Verkäufer gibt, die sich zumindest vorerst nicht auf einen niedrigeren Preis einlassen wollen, spätestens beim angedrohten oder tatsächlichen Verlassen des Ladens, gehen die meisten doch darauf ein. Das soll nun nicht heißen, dass man die Einheimischen gezielt und hinterhältig abzocken soll. Da viele KellnerInnen ausschließlich am Trinkgeld verdienen, sollte ein besonders herausragender Service, beispielsweise bei einem Restaurantbesuch, angemessen entlohnt werden.

 Das finden auch die beiden Touristen. Sie seien bereits das zweite Mal auf Koh Samui, erzählt das Paar aus Deutschland. Der Grund: „Zum einen ist es preislich akzeptabel und noch dazu hat es uns sehr gut gefallen. Zum andern haben wir beim letzten Mal noch nicht alles gesehen und unternommen, was wir ursprünglich vorhatten“, erklärt der 24-jährige Thomas. „Die Leute hier sind sehr freundlich und lächeln eigentlich immer“, fügt seine 21-jährige Freundin Jessica an, „gute Laune ist ja bekanntlich ansteckend.“ Auf die Frage, was sie am heutigen Abend noch vorhaben, antworten sie: „Vielleicht lassen wir uns noch massieren. Jetzt gehen wir aber erst einmal etwas essen.“ Das Restaurant „Ninja Crepes“ sei eine der besten Adressen, wenn es um niedrige Preise und ein vielfältiges und gutes Speisenangebot ginge, erzählen die beiden. „Plastikstühle und –tische, Klopapier als Servietten – dort ist alles noch original. Wenn ich schick essen gehen will, kann ich auch in Deutschland bleiben“, sagt Thomas. Und schon ist das Pärchen im Getümmel der belebten Chaweng Road verschwunden.

 Die eher schlecht als recht zusammengehaltenen Bürgersteige der Haupteinkaufsstraße Samuis werden gesäumt von unzähligen, winzigen Boutiquen – falls der Großteil davon diese Bezeichnung überhaupt verdient hat, denn nur die wenigsten der kleinen Geschäfte besitzen eine gläserne Tür oder überhaupt Türen. An den Wänden der zur Straße hin offenen Shops hängen Bikinis in allen erdenklichen Formen und Farben, karierte Badeshorts, geblümte Kleidchen und Tunikas in Leopardenoptik. Logos bekannter und vor allem teurer Modelabels schmücken ebenso die T-Shirts wie die Konterfeis Prominenter, wie Heidi Klum oder Kanye West. Auf den Tischen am Straßenrand präsentieren Einheimische handgefertigten Perlen- und Muschelschmuck, sowie farbenfrohe, selbst geschnitzte Seifen in Form der landestypischen Orchidee oder anderer exotischer Blumen. Aber auch Schlagringe, Wurfsterne und andere hierzulande verbotene Waffen stehen hier frei zum Verkauf.

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Appetitlich anzusehen: Die Auslage eines Restaurants (Foto: T. Gartner)

 Die zahlreichen Restaurants haben ihre Auslagen mit dem Fang des Tages bestückt: Red Snapper, Baracuda und gelegentlich auch mal ein kleiner Hai machen es sich zwischen Unmengen an Eiswürfeln und bunter Gemüse-Deko bequem. Der Duft von frisch Gegrilltem liegt in der warm-feuchten Luft.

 Vorsicht ist jedoch beim Überqueren der Straßen geboten: Grundsätzlich ohne Helm, gelegentlich auch mal ohne Licht, dafür aber mit zwei bis drei Mitfahrern (Anmerkung der Autorin: der von mir persönlich bezeugte Rekord liegt bei sagenhaften fünf Personen auf einem Roller) – das kann dann gerne auch mal der Hund oder das eigenen Baby sein. Wenn es um ihre Motorroller geht, kennen die Thais auf Samui keine Regeln. Angeblich sterben dort  jährlich mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als sonst irgendwo in Thailand. Daher Tipp Nummer zwei: Sollte man beim Rollerverleih einen Helm angeboten bekommen, selbst wenn dieser noch so bescheiden aussieht: unbedingt annehmen. Ebenfalls gut zu wissen: Auf Koh Samui herrscht Linksverkehr. Nebenbei bemerkt gibt es aber noch einige weitere Verkehrsregeln, die scheinbar nur die Einheimischen wirklich durchschauen.

 Und weiter geht es die Chaweng Road entlang. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, der Wortschatz der thailändischen Bevölkerung auf Samui beschränke sich nur auf ein paar wenige, zumeist englische Wörter. Barbecue, Seafood, Thai-Massage und Happy Hour sind nur einige dieser Begriffe, die man alle zwei Meter zu hören bekommt und die wie in einer Endlosschleife wiederholt werden. Besonders hartnäckig sind jedoch die größtenteils indisch-stämmigen Schneider, die ihre „Armani“-Anzüge an den Mann bringen wollen. Einige haben neben der klassischen „My friend“-Anrede auch ein paar Brocken Deutsch gelernt, um potentielle Kunden zu beeindrucken.

Wo Urlaubsträume wahrwerden: Koh Samui, Thailand - Teil 1

Wunderschön anzusehen: Orchideen wachsen auf Koh Samui so gut wie überall und werden vor allem als Deko, unter anderem bei Cocktails verwendet (Foto: T. Gartner)

 Stichwort: “My friend“. Das ist der Titel einer großen Massagesalon-Kette. Insgesamt viermal in der Chaweng Road vertreten, werden hier neben der traditionellen Thai-Massage auch andere Behandlungen, wie Pediküre, Maniküre und Waxing angeboten. Was die „My friend“-Massagesalons so besonders macht: Nicht nur die Outfits der Angestellten – alle tragen wenig dezentes Orange – sondern auch die Bildungswege und erlangten Zertifikate sind einheitlich, was beim Großteil der übrigen Massagesalons Koh Samuis nicht nachvollziehbar ist.

 An dieser Stelle nun Tipp Nummer drei für alle Liebhaberinnen aufwendiger Hochsteckfrisuren: Da so gut wie jede Massage – ja selbst die Fußreflexzonen-Massage – eine kurze Behandlung von Nacken, Schultern und Kopf beinhaltet, ist es wenig empfehlenswert mit liebevoll geflochtener, gedrehter oder sonst wie zusammengebastelter Haarpracht einen Massagesalon zu besuchen. Die Masseurinnen werden ihr Programm ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen. Selbige Warnung gilt übrigens auch für Sonnenbrand.

 Innen im Massagesalon liegen die Touristen auf weißen, gut gepolsterten Sesseln, während die kleinen Thailänderinnen mit Massageölflaschen und sonstigem Zubehör in den Händen geschäftig, aber möglichst leise um sie herum huschen. Durch die große Glasscheibe kann man die entspannten, teilweise auch schmerzverzerrten Gesichter der Urlauber beobachten. Bei jedem Öffnen der Türe strömt dem Vorbeigehenden ein eiskalter Lufthauch, versetzt mit den erfrischenden Duft von Root Beer entgegen. Im oberen Stockwerk des Gebäudes und von der Straße nicht einsehbar treffen wir Thomas und Jessica wieder. Die beiden gönnen sich eine traditionelle Thaimassage. Und wie man es aus abenteuerlichen Geschichten kennt: Auf Thomas´ Rücken spaziert eine Masseurinnen herum als sei es das Gewöhnlichste auf der Welt. „Jetzt ist es leicht schmerzhaft. Später fühlt es sich einfach nur gut an“, sagt der junge Mann und schließt entspannt die Augen.

Vorschau: Für alle, die jetzt das Reisefieber gepackt hat, gibt es nächste Woche konkrete Tipps zu Buchung, Hotel, Ausgehmöglichkeiten, Touren und und und auf Koh Samui. Zu Teil 2 geht es hier.