Von und Für Studierende: Ohne Stress durchs Studium

Prüfungsstress und Koffein

Prüfungsstress: wenn eine Deadline die Nächste jagt. (Foto: J. Feth)

Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich sage, dass ein Studium zu einer gewissen Zeit im Jahr mit sehr viel Stress verbunden ist. Meistens fällt dieser Zeitraum in die sogenannte Klausurenphase, in der eine Deadline die nächste jagt und Studierende sich vor Klausuren kaum retten können. Mit Tipps meiner Eltern wie „Fang doch einfach früher an zu lernen“, kann ich schon lange nichts mehr anfangen. Da wir uns nun langsam aber sicher dem neuen Jahr nähern, habe ich mich unter Studierenden mal umgehört und nachgefragt, welche Tipps sie haben, um stressfrei durchs Studium zu kommen. Ein neues Jahr bedeutet ja schließlich auch neue Vorsätze und wer freut sich nicht über ein bisschen weniger Stress während der Prüfungszeit?

Fünf Tipps für weniger Stress im Studium

Tipp Nummer 1: Genug Schlaf

Mit Schlaf während des Studiums, aber vor allem während der Klausurenphase ist das so eine Sache. Manche schaffen es tatsächlich, die von Experten empfohlenen acht Stunden einzuhalten, in denen der Körper Zeit hat seine Energiereserven wieder aufzufüllen. Andere hingegen schlagen sich mit fünf bis sechs Stunden Schlaf durch die Studienzeit. Allerdings ist genau das ein entscheidender Faktor, der in Stresssituationen beachtet werden sollte, um den Körper und auch das Gehirn nicht überzustrapazieren. Ausreichend Schlaf kann gut dabei helfen, das Stresslevel zu senken und für die nötigen Erholungsphasen zu sorgen, die der Mensch vor allem in Dauerstress-Situationen dringend braucht. Wer also von morgens bis abends am Schreibtisch verbringt und wieder einmal viel zu viel Lernstoff in viel zu kurzer Zeit in sein Hirn hämmern muss, sollte darauf achten, die Nacht mit mindestens acht Stunden Schlaf zu füllen.

Tipp Nummer 2: Organisation ist alles

Wenn die Klausur nun immer näher rückt und die Panik den Körper überfällt, ist Organisation der Schlüssel zur Stressreduzierung. Dabei helfen kann beispielsweise ein Arbeitsplan, in dem zu lernende Themen aufgelistet werden und eine Deadline bestimmt wird, bis wann die Themen gelernt sein sollen. Diese Methode unterstützt dabei, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen und die wirren Gedanken im Kopf zu ordnen. Auch Unterlagen sortieren oder To-Do-Listen schreiben kann hilfreich sein, um Struktur in den Lernprozess zu bringen.  Ist im Hirn erstmal Ordnung eingekehrt, ist es auch einfacher sich dem Lernstoff zu widmen und nach und nach die Themen abzuarbeiten. (Nur sollte das Aufräumen nicht zum Prokrastinieren genutzt werden!).
Auch ein ordentlicher Schreibtisch – befreit von jeglichen Störfaktoren wie Smartphones oder anderen elektronischen Geräten – ermöglicht eine stressfreie Lernatmosphäre.

Tipp Nummer 3: Anspannung und Entspannung

So wie ein erholsamer Schlaf in der Nacht dem Körper ermöglicht seine Energiereserven wieder aufzufüllen, ist es für den Körper während stressiger Phasen notwendig, auch einmal zu entspannen. Nach jeder Anspannungsphase sollte daher eine Entspannungsphase folgen. So ist es ratsam, nach ein bis zwei Stunden konzentrierten Lernens eine 20-minütige Pause einzulegen, in der man den Kopf auf andere Gedanken bringt und die Aufmerksamkeit auf etwas völlig anderes lenkt.

Sport, Menschen in Bewegung gegen Stress

In Bewegung: mit Sport gegen den Stress ankämpfen. (Foto: Klicker ( pixelio.de)

Da es unterschiedliche Arten von Menschen gibt, kann diese Entspannungsphase für jeden etwas anderes sein: Sport treiben, spazieren gehen, sich mit Freunden auf einen Kaffee treffen oder einfach nur etwas lesen. Das alles kann dem Körper helfen, sich einem Rhythmus anzupassen und dadurch das Stresslevel zu reduzieren. Wichtig dabei ist: Die Entspannungsphase sollte nicht zu lange dauern, da sonst der Einstieg in die Anspannungsphase erschwert wird.

Tipp Nummer 4: Einfach mal das Handy weg!

In Zeiten von sozialen Netzwerken und fortgeschrittenen Technologien kann auch das Smartphone einen der größten Stressfaktoren in unserem Leben darstellen. Das Gefühl, immer auf dem neusten Stand sein zu müssen oder einfach mal die Bilder durch zu schauen die auf Instagram gerade erscheinen kann in unserem Körper Stress auslösen, selbst wenn wir diese kurze „Auszeit“ nicht als Stress empfinden. Daher gilt: Während der Lernphase einfach mal das Smartphone auf lautlos stellen und außer Sichtweite platzieren. So wird man auch von einem aufleuchtenden Bildschirm nicht abgelenkt oder hat das Bedürfnis, schnell auf ankommende Nachrichten antworten zu müssen.

Ohne den Störfaktor Smartphone ist es besser möglich, sich auf den zu lernenden Stoff zu konzentrieren und ohne Abschweifungen bei einem Thema zu bleiben. Ganz anders sähe es aus, wenn das Smartphone durchgehend dafür sorgen würde, die Aufmerksamkeit auf alles andere zu lenken, nur nicht auf die Prüfungsvorbereitungen.
Dadurch können wir also unser Stresslevel deutlich reduzieren und uns auf eine Sache zu einem Zeitpunkt fokussieren. Pausen können dann dazu dienen, das Bedürfnis nach Neuigkeiten zu stillen oder den neuesten Trend auf Instagram, Twitter und Co. zu verfolgen.
Wer wissen will wie es sich eine Woche ohne Smartphone lebt und ob das unser Leben wirklich stressfreier macht, der kann hier mal vorbeischauen.

Tipp Nummer 5: Sport oder Meditation

Bereits zuvor wurde erwähnt, dass auf Anspannungsphasen auch Entspannungsphasen folgen sollten. Für viele Menschen ist daher Sport ein besonders guter Weg, den Kopf frei zu bekommen und für eine Weile abzuschalten. Des Weiteren wird durch Bewegung der Kreislauf angeregt und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Dadurch lässt es sich nach einer kurzen Sporteinheit konzentrierter und fokussierter arbeiten, was auch den Stressfaktor lindert.

Auch das Meditieren kann eine stressreduzierende Wirkung auf den Körper haben. Durch Videos aus dem Internet ist es auf einfachstem Weg möglich zu lernen, wie man seine Atmung kontrollieren kann und sich seines Körpers bewusst wird. Besonders zwischen Lerneinheiten können ohne großen Aufwand Übungen eingelegt werden, die dem Körper auf eine spezielle Art und Weise helfen, sich zu entspannen. Mehr über das Thema Meditieren lest ihr hier.

Bloß keinen Stress!
Alles in allem kann Stress unterschiedlich bekämpft oder reduziert werden. Die hier aufgeführten Tipps stellen lediglich eine kleine Auswahl aus unzähligen Möglichkeiten dar, die anwendbar sind, aber nicht für jeden Typ geeignet sein müssen. Letztendlich ist es wohl doch besser den altbekannten Rat anzunehmen und rechtzeitig und früh genug anzufangen, für die Prüfungen zu lernen. Und wer diese Weisheit vor der nächsten Prüfungsphase wieder einmal nicht beherzigt hat, der sei beruhigt: An den meisten Universitäten gibt es einen Zweit- oder Drittversuch für Prüfungen, in denen man im ersten Durchgang durchgefallen ist. Also bloß keinen Stress, der nächste Versuch wird hoffentlich besser!

Fit in den eigenen vier Wänden?

„Bodyweight-Training“ – so heißt ein Trend, der sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit erfreut. Programme von bekannten Trainern wie Mark Lauren oder Paul Wade wollen zum Sporteln in den eigenen vier Wänden animieren. Sie versprechen Fitness mit wenig Kosten und Aufwand. Doch halten sie, was sie versprechen? Wir von Face2Face haben es ausprobiert.

Immer ins teure Fitnessstudio?

Ist Muskelaufbau mit Übungen zu Hause wirklich möglich?

Ist Muskelaufbau mit Übungen zu Hause wirklich möglich? (Foto: DrSJS/pixabay.de)

Als Radsportler habe ich immer wieder mit Problemen in Rücken und Oberkörper zu kämpfen. Wer mehr als 10.000 Kilometer pro Jahr in geduckter Haltung im Sattel hockt, vernachlässigt natürlich bestimmte Muskelgruppen und bekommt prompt die Quittung dafür. Ein ausgleichendes Kraftprogramm ist für Radfahrer deshalb Pflicht. Aber immer ins teure Fitnessstudio? Das ist mir persönlich nicht nur zu kostspielig, sondern auch zu stressig. Eine vielversprechende Alternative bietet das Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren. Dort beschreibt der ehemalige US-Militär, wie man ohne Fitnessstudio und Geräte zu Hause fit werden kann. Das will ich gleich mal ausprobieren!

Einsteiger oder Fortgeschrittener?

Zunächst einmal muss ich mir aus den angebotenen Programmen ein passendes aussuchen. Es gibt vier Level: ein Einsteigerprogramm, „First Class“, „Master Class“ und „Chief Class“. Für jedes Programm ist auch angegeben, welche Übungen man schon schaffen sollte. Die Beinübungen könnte ich vielleicht sogar in der Master oder Chief Class packen, aber meine Arme sind alles andere als durchtrainiert. Deswegen bleibe ich realistisch und fange mit der Stufe „First Class“ an, das absolute Anfängerprogramm kommt mir doch zu einfach vor.

Einarbeiten und los geht’s!

Bei einem ersten Blick ins detaillierte Trainingsprogramm bin ich froh, dass ich durch mein intensives Rennradtraining schon ein gewisses Hintergrundwissen in Sachen Trainingslehre habe. Ansonsten wäre es schon eine Herausforderung, die Beschreibung zu Strukturen wie „Stufenintervall“ oder „Supersatz“ zu verstehen. Wer ganz neu mit eigenständigem Training anfängt, sollte also mit etwas Einarbeitungszeit rechnen. Es gibt zwar auch eine App parallel zum Buch, die zusätzliche Anleitung bietet. Dafür muss man aber extra bezahlen.

Tag 1: 120 Liegestützen

Ich überfliege die Programme nur kurz und entscheide mich dann etwas ungeduldig, sofort mit dem ersten Tagesprogramm zu starten. Zunächst ein paar Liegestütze – klingt ja sehr simpel. Aber nicht, wenn man sie so macht, wie vom Plan gefordert. Eine Liegestütze, Pause – zwei Liegestütze, Pause, drei… dieses Spiel geht immer weiter, bis man fast nicht mehr kann. Dann soll man rückwärts arbeiten, also zum Beispiel zehn Liegestütze Pause – neun Liegestütze, Pause, acht…. Insgesamt dauert der Spaß 7:30 Minuten lang. Ja, ganze 7:30 Minuten. Solche Schmerzen hatte ich in den Armen schon lange nicht mehr, summa summarum komme ich schließlich auf knapp 120 Liegestütze. Eine absolut ungewohnte Belastung für mich.

Minuspunkt: Sportgeräte selbst zusammenzimmern

Skepsis: Die Konstruktion zum "Umgekehrten Bankrdücken" scheint nicht sehr vertrauenserweckend

Zweifelhaft: Die Konstruktion zum „Umgekehrten Bankdrücken“ sieht nicht sehr stabil aus (Foto: Resch)

Die nächste Übung nennt sich „Umgekehrtes Bankdrücken“. Dazu brauche ich einen Besenstiel, den ich irgendwo so hinlegen soll, dass ich eine Art tiefes Reck erhalte. Als Vorschlag sind zwei Stühle abgebildet. Eigentlich heißt das Programm ja „Fit OHNE Geräte“ und jetzt muss ich mir doch irgendwie ein eigenes Reck zimmern. Das ist einfacher gesagt als getan. Wo finde ich schon zwei gleich hohe Flächen, die beide stabil genug sind, um Sportübungen auszuhalten? Hier ist definitiv Kreativität gefragt. Irgendwie schaffe ich es zwar, das Gerät aufzubauen, aber ich vertraue der Konstruktion nicht so ganz. Lieber folge ich dem Alternativtipp im Buch und ziehe mich an der Kante meines massiven Wohnzimmertisches hoch – sicher ist sicher.

Skepsis in Sachen Reisetauglichkeit

In den eigenen vier Wänden ist es irgendwie ja möglich, so ein Behelfsgerät zu basteln. Auf Reisen stelle ich mir das aber so gut wie unmöglich vor – wer schleppt schon einen Besenstiel im Koffer mit? Das enttäuscht mich schon ein bisschen, denn immerhin wirbt das Programm damit, auch auf Reisen problemlos machbar zu sein. Der Vorschlag mit dem Tisch ist zwar ganz gut und eher reisetauglich, trotzdem bin ich nicht völlig überzeugt.

Geschafft dank Fliegengewichts

Überrascht: Die morsche Tür hält meine Klimmzüge anstandslos aus

Überrascht: Die morsche Tür hält meine Klimmzüge anstandslos aus (Foto: Resch)

Nach einer weiteren Liegestütz-Variante – meine Arme schreien um Erbarmen – soll ich nun noch Klimmzüge an der Tür machen. Die Abbildung im Buch sieht interessant aus. Sehr interessant, wenn man bedenkt, dass in meiner Münchner Altbauwohnung die Türen schon bessere Zeiten gesehen haben. Was soll’s, ich probiere es trotzdem. Und siehe da, es funktioniert. Ich habe zwar insgesamt ein mulmiges Gefühl, aber die Tür und auch die sensiblen Scharniere tolerieren mein Gezerre. Zum Glück bin ich klein und durch meine alpine Radlerei ein Fliegengewicht. Bei einem durchschnittlich schweren 70 bis 80 Kilogramm-Mann würde meine Tür sicher kapitulieren.

Zu leicht oder doch zu schwer?

Nach dem ersten Workout weiß ich schon mal eines: Effektiv sind die Übungen, meine Arme brennen wie Feuer. Neugierig schaue ich mir das Programm der folgenden Tage an und probiere schon einmal ein paar Übungen aus. Mir wird schlagartig bewusst, dass ich tatsächlich etwas ungleichmäßig trainiert bin. Die Beinübungen aus diesem Programm sind mir viel zu leicht, während mich die Oberkörperübungen an den Rand meiner Möglichkeiten bringen. Das heißt für mich persönlich, dass ich ein bisschen umdisponieren muss. Immerhin möchte ich meine Beinkraft auch verbessern. Entsprechend muss ich das Programm etwas anpassen und aus dem Buch schwerere Beinübungen aussuchen. Obwohl ich von Training und der Theorie dahinter einiges verstehe, dauert das ein gutes Weilchen. Ohne entsprechendes Vorwissen dürfte ein individuelles Maßprogramm wohl unmöglich sein.

Nach knappen zwei Tassen Kaffee habe ich dann mein individuelles Programm zusammengebastelt. Mal schauen, ob es am Ende meine Erwartungen erfüllen wird.

Mein Fazit zum Bodyweight-Training

Doch schon jetzt steht für mich fest: Sinnvoll ist das Training auf jeden Fall. Ich brauche keine Geräte im Fitness-Center, um mich so richtig müde zu machen. Zwar brauche ich auch beim Bodyweight-Training ein paar Hilfsmittel, aber mit ein bisschen Ideenreichtum kann man sich das alles zusammenbauen. Mit der Zweckentfremdung von Putzutensilien bleibt der Spaß auch kostenfrei. So spare ich definitiv Geld und auch Zeit, ich bin sehr flexibel, kann trainieren, wann ich will.

Das geht aber nur, weil ich schon ein bisschen Ahnung von Trainingslehre habe. Wer als kompletter Neuling anfängt, sollte entweder viel Zeit zum Einarbeiten einplanen oder sich den Rat von erfahrenen Sportlern suchen. Für ein individuelles und gesundes Programm muss man immerhin viele Dinge berücksichtigen. Muskuläre Dysbalancen, Gelenkprobleme, Haltungsfehler oder anderer Verletzungen muss man genauso beachten wie den eigenen Fitness-Stand und die persönliche Regenerationsfähigkeit.

Trotz kleiner Probleme im Detail, ist das Training mit dem eigenen Körpergewicht zweifelsohne einen Versuch wert. Ob man allein mit diesem Training wirklich fit werden kann, wage ich zwar zu bezweifeln. Irgendeine andere Sportart sollte man vielleicht doch machen, so wie ich definitiv meinem Rennrad treu bleiben werde, aber als Ausgleich vor allem im Winter ist es eine echt tolle Sache.

Sport im Winter – so schützt ihr euch in der kalten Jahreszeit

Der Winter naht und mit ihm Kälte, Schnee und Dunkelheit. Für viele ein Grund das Sportprogramm einzustellen oder nach drinnen zu verlagern. Doch das muss nicht sein: Auch im Winter brauchen wir sportliche Betätigung – gerade im Hinblick auf den kommenden Festschmaus aus Gänsebraten, Plätzchen und Glühwein. Zudem schüttet Sport das Glückshormon Serotonin aus, welches grade in der dunklen Jahreszeit Depressionen vorbeugt. Und Sport im Freien hilft unserem Körper beim bilden von Vitamin D, was unser Immunsystem stärkt und vor Erkältungen schützt. Also nichts wie raus – aber mit der richtigen Vorbereitung.

Schichtenlook beim Sport im Freien

Sport im Winter – so schützt ihr euch in der kalten Jahreszeit

Eisige Kälte: Da hilft Funktionskleidung in mehreren Schichten beim Sport an der frischen Luft. (Foto: Möller)

Gerade bei Kälte spielt die Kleidung beim Sport im Freien eine entscheidende Rolle. Sie sollte nicht zu dick sein, denn sonst schwitzt man zu schnell, was die Erkältungsgefahr erhöht. Beim Rausgehen sollte man eher frieren und erst nach einigen Minuten warm bekommen. Zudem ist es empfehlenswert Funktionskleidung zu benutzen die Feuchtigkeit nach außen abgibt und Reflektorstreifen hat, damit Auto- und Radfahrer Jogger in der Dunkelheit nicht übersehen. Baumwollkleidung ist eher schlecht geeignet, sie saugt sich voll Schweiß und der Körper friert dann schnell. Mehrere Lagen an Kleidung sind übrigens super, da sich die Wärme dann zwischen den Schichten sammeln kann. Auch Handschuhe und Mütze sind unbedingt zu empfehlen, schließlich sollen auch Hände und Ohren – die eher schlecht durchblutet sind – schön warm bleiben.

Bei Kälte: Aufwärmen!

Sport im Winter – so schützt ihr euch in der kalten Jahreszeit

Nicht einfach losrennen: Vor dem Sport im Winter ist ein Aufwärmprogramm unverzichtbar (Foto: Möller)

Ohne Aufwärmprogramm loszurennen oder mit Höchstgeschwindigkeit loszuradeln birgt eine hohe Verletzungsgefahr. Gerade bei Kälte müssen Sehnen und Bänder ausreichend aufgewärmt werden zum Beispiel durch ein Dehnprogramm in dem die Hacken Richtung Po gezogen werden oder ein Läufer sich vor eine Wand stellt und die Fußspitze hochzieht und dagegen stellt. Danach sollten Sportbegeisterte auch nicht gleich losspurten sondern erst einmal langsam lostraben um sich an die Temperatur zu gewöhnen. Grundsätzlich solltet Ihr bei Kälte nicht durch den Mund sondern die Nase zu atmen um ein Schmerzen der Atemwege durch diese Kälte zu vermeiden. Die Nase hingegen wirkt wie ein Filter und wärmt und feuchtet die Luft an bevor die in die Lunge und die Atemwege gelangen.

Eine Erkältung vermeiden

Da direkt nach dem Sport die Erkältungsgefahr am größten ist, sollten Läufer nachdem sie ihr Programm beendet haben sofort ins Warme gehen und sich warm duschen. Wer verschwitzt in der Kälte stehen bleibt um beispielsweise noch einige Minuten mit dem Trainingspartner zu quatschen, riskiert eine böse Erkältung. Bei Eisglätte hilft übrigens noch nicht einmal gutes Profil: Um Verletzungen zu vermeiden sollten Jogger und Fahrradfahrer lieber auf den Sport im Freien verzichten und auf Gymnastik oder den Hometrainer zurück greifen.

E-Bikes nur noch auf ärztliches Rezept?

Fahrrad fahren ist ein tolles Hobby – da sind sich unsere beiden IT-Spezialisten Denis Pollach und Sascha Resch einig. Während Denis am liebsten mit dem Mountainbike das Gelände unsicher macht, ist Sascha leidenschaftlich gern mit dem Rennrad auf alpinen Passstraßen unterwegs. Doch es gibt ein Thema, das die beiden vollends entzweit: E-Bikes. Sind sie nun eine wertvolle technische Errungenschaft oder ein lästiges und gefährliches Übel?

Hält E-Bikes für eine moderne und umweltfreudliche Form von Mobilität: Denis Pollach, IT-Manager bei Face2Face

Hält E-Bikes für eine moderne und umweltfreudliche Form von Mobilität: Denis Pollach, IT-Manager bei Face2Face

Denis: Bisher habe ich zwar kein E-Bike, aber ich muss sagen, ich liebäugle seit einiger Zeit schon damit, mir ein schnittiges E-Bike zuzulegen. Ein wichtiger Punkt für mich ist dabei das Pendeln zur Arbeit als sportliche und gesunde Alternative zum Auto. Und ich bin in guter Gesellschaft: Der deutsche Durchschnittspendler muss mehr als 15 Kilometer von zu Hause bis zur Arbeit zurücklegen. Das ist schon ziemlich weit mit dem normalen Rad. Vor allem im Sommer kommt dann noch das Problem mit dem Schwitzen dazu. Nach 15 Kilometern ist die Kleidung völlig durchnässt. Das ist für einen selbst unangenehm genauso wie für Kollegen oder Kunden. Duschen wäre natürlich optimal, aber leider haben wir nicht alle eine Dusche am Arbeitsplatz.

Sieht E-Bikes als Mobilitätsform eher kritisch: Sascha Resch, zweiter IT-Manager bei Face2Face

Sieht E-Bikes als Mobilitätsform eher kritisch: Sascha Resch, zweiter IT-Manager bei Face2Face

Sascha: Nun ja, das mit dem weiten Arbeitsweg ist relativ. Ich pendle auch täglich zweimal 15 Kilometer mit dem Rad durch München – bei Schnee genauso wie bei 37 Grad im Schatten. Ich mache es einfach so, dass ich zur Arbeit langsam und locker fahre, sodass das Schwitzen kein Problem ist. Das Waschbecken in der Toilette ist so völlig ausreichend. Und nach Hause kann ich ja bolzen, wie ich will. Ich kann mich ja am Ende duschen und umziehen. Außerdem finde ich, dass das E-Bike gar nicht so gesund und sportlich ist. Es ist doch viel besser, wenn man etwas trainiert und dadurch schneller wird. Der Körper passt sich vor allem am Anfang schnell an neue Trainingsreize an. Das heißt, man muss gar nicht stundenlang trainieren – man darf natürlich. Gerade als Einsteiger reicht schon das Pendeln zur Arbeit, um fit, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Denis: Das mag schon stimmen. Aber es gibt viele ältere Menschen, die ihren Körper einfach nicht mehr in dem Maße belasten können, dass sich ein Trainingsreiz einstellt. Und sollen Senioren zu Hause eingesperrt sein, nur weil sie alt sind? Ich finde, ein E-Bike ist eine ideale Möglichkeit für ältere Menschen, mobil zu bleiben. Sie können an die frische Luft und sich bewegen. Dadurch bleiben sie körperlich und geistig länger fit.

Sascha: Ich habe auch nichts gegen E-Bikes für ältere Mitbürger. Was mich vor allem aufregt, sind die vielen jungen Leute, die ein E-Bike wollen, nur weil es „in“ ist oder weil sie glauben, sie könnten so den ganzen Tag rumsitzen und trotzdem echten Sportlern davonfahren – ganz ohne Training und Anstrengung. Deswegen bin ich der Meinung, es sollte eine ärztliche Attestpflicht für E-Bikes geben. Natürlich dürfen und sollen Ältere die Chance haben, mit E-Bikes mobil zu bleiben. Aber gerade bei Älteren ist das mit der Mobilität auch wieder ein zweischneidiges Schwert. Schon normales Radfahren ist ab einem bestimmten Alter und bei schlechter körperlicher Verfassung anspruchsvoll. Mit einem E-Bike werden die Probleme aber potenziert! Die Leute sind viel schneller unterwegs als sie es mit einem normalen Rad jemals waren. Klar fahre ich mit dem Rennrad 30-40 km/h, in der Abfahrt in den Bergen auch mal 80 Sachen und mehr. Aber ich wage es zu behaupten, dass genau diejenigen, die ein E-Bike brauchen, um mobil zu bleiben, selbst mit 25 km/h überfordert sind. Es fehlt einfach an Reaktionsvermögen. Und das ist doch ein echtes Sicherheitsrisiko. Sowohl für die Senioren auf den E-Bikes als auch für andere Verkehrsteilnehmer. Das ist es doch besser, wenn ein Arzt im Vorfeld abklärt, ob erstens ein E-Bike überhaupt nötig ist. Und zweitens, ob der Patient dieses E-Bike auch sicher nutzen kann. Ich bin überzeugt, durch eine Attestpflicht für E-Bikes könnten viele Unfälle vermieden werden.

Denis: Irgendwie gefällt mir die Idee nicht wirklich. Warum sollen wir den Senioren noch mehr Steine in den Weg legen als nötig? Zum einen sind E-Bikes ohnehin teuer und für viele Rentner eine echte Investition, auf die sie sparen müssen. Außerdem müssen sie sich in die neue Technik einarbeiten. Das ist im Alter auch nicht immer einfach. Also, ich bin dafür, dass man den Zugang zu E-Bikes lieber offenhalten sollte. Ist es denn besser, wenn die älteren Mitbürger mit dem Auto oder Reisebus fahren, nur um ein bisschen rauszukommen? Ich denke, da ist das E-Bike die umweltschonendere Alternative.

Sascha: Naja, das mit der Umwelt und E-Bikes ist ja auch so eine Sache. Klar, ein Radsportler, der Kalorien verheizt, um vorwärts zu kommen, produziert so gut wie kein CO2 bzw. ist zumindest CO2-neutral unterwegs – das bisschen Schnaufen können die Bäume gut in Sauerstoff umwandeln. Bei E-Bikes sehe ich da eher das Problem, dass sie so „öko“ wirken und beworben werden. Man tankt ja weder Benzin noch Diesel. Schön, aber Strom braucht es trotzdem. Solange der Strom in Deutschland aus Kohlekraftwerken oder wie in Frankreich aus dem AKW kommt, finde ich das E-Bike genauso schmutzig wie eine alte Vespa. Was zum Thema Ökologie auch noch zu sagen ist: Die Produktion von Akkus ist auch alles andere als sauber. Und dann noch die Entsorgungsprobleme, wenn die Dinger kaputt sind. Da finde ich die Behauptung, E-Bikes seinen umweltfreundlich, einfach nur dreist.

Denis: Also, ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken. Natürlich ist das Thema ein brisantes und drängendes Problem unserer Zivilisation überhaupt. Deswegen sollte elektrische Energie prinzipiell aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Das gilt für E-Bikes genauso wie für den heimischen PC. Entsprechende Öko-Tarife der Stromversorger gibt es ja bereits. Man muss halt ein paar Cent mehr bezahlen, aber dafür ist der Stromverbrauch dann umweltverträglich. Und was die Akkus angeht, kann ich nur sagen, dass moderne Li-Ionen-Akkus in der Regel nicht entsorgt, sondern wiederverwertet werden. So entsteht so gut wie keine Umweltbelastung. Deshalb ist das E-Bike für mich definitiv eine umweltfreundliche Form moderner Mobilität.

Ist das E-Bike nun eine umweltfreundliche Form moderner Mobilität? Unsere IT-Spezialisten sind sich trotz langer Diskussion noch nicht einig. Zum einen sollte Älteren Mobilität natürlich nicht verwehrt werden. Andererseits gibt es auch Bedenken in Sachen Sicherheit und tatsächlicher Umweltbilanz. Unsere beiden Informatiker werden jedenfalls noch ein Weilchen diskutieren, bis sie einen Kompromiss finden.

Cellulite: Eine Tüte voller Trauben

Kritisch betrachte ich mich im Spiegel, nehme jeden Zentimeter meiner Haut genauestens unter die Lupe. Sieht eigentlich ganz ok aus… Man soll sich ja so lieben, wie man ist, oder? Wenn ich lange Hosen trage, würde ich glatt behaupten, mein Körper und ich führen eine durchaus passable Beziehung. Aber bei näherer Betrachtung, zum Beispiel hier im Badezimmer nach dem Duschen ist das was anderes. Resigniert begutachte ich die unschönen Dellen am Hintern und an den Oberschenkeln. Offensichtlich gehöre ich nicht zu denen, die in der Praxis über dem weiblichen Schönheitsideal stehen. „Orangenhaut“ ist da doch noch eine Verniedlichung, denke ich trotzig.

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen - wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen – wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Das Problem

Kurze Röcke, Shorts und Bikini geben den Blick frei auf die weibliche Problemzone Haut. Denn die ist – in dem Fall „leider“ – ganz anders gestrickt als beim Mann. Die Haut bei Frauen ist dünner, die Fettzellen darunter dafür dicker. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie eine dünne Plastiktüte (Haut) voller Trauben (Fettzellen). Und wie sieht das aus? Richtig: irgendwie hubbelig. Dass sich die Natur dabei etwas gedacht hat – in der Schwangerschaft können sich die durch das Bindegewebe nur locker vernetzten Fettzellen flexibel auf den wachsenden Bauch einstellen – ist für den Moment nur ein schwacher Trost. Soweit das Problem. Kommen wir zur guten Nachricht: Mit nur geringem Zeitaufwand lässt sich Cellulite wesentlich reduzieren. Und so geht´s!

Trick 1: Ein bisschen Sport muss sein

Stellt euch vor ihr habt unter den Trauben in eurer Plastiktüte etwas, das die Trauben von innen nach außen drückt. Die Abstände zwischen den Früchten werden kleiner, die Hubbel außen an der Tüte ebenfalls. Dieses wunderbare Etwas, das da drückt, ist euer Muskel. Besonders effektiv gegen Cellulite soll das sogenannte HIIT-Training sein. Face2Face-Autorin Vritti hat das für euch mal ausprobiert (HIER). Wer jetzt die Augen verdreht, weil er keine Zeit oder auch einfach nur keine Lust auf intensives, schweißtreibende Training hat, den können wir beruhigen. Einmal am Tag die Treppe statt den Aufzug nehmen oder mit dem Fahrrad zur Uni anstatt mit dem Bus ist schon mal ein guter Anfang. Auf YouTube gibt es außerdem zahlreiche Fitness-Videos, die euch in nur 10 bis 15 Minuten tolle Übungen für die betroffenen Körperregionen vermittelt, hier zum Beispiel eines für die Beine und eines für den Hintern*. Wenn ihr die Programme ein paarmal mitgemacht habt, sind die Übungen im Kopf und ihr könnt variieren. Täglich mindestens fünf der Übungen – ob morgens zum Wachwerden oder abends vor dem TV – und ihr legt eine gute Grundlage für eine straffe Haut.

Trick 2: Heißkalte Duschen für eine straffe Haut

Das sogenannte Bindegewebe vernetzt die Fettzellen miteinander – ähnlich wie die Stängel der Trauben in unserem Plastikbeutel. Stärken wir diese Verbindungen, wird das Gewebe stabiler und die sichtbare Haut optisch straffer. Dabei können Wechselduschen hilfreich sein. Aber Vorsicht: Zu heißes und zu kaltes Wasser strapazieren den Kreislauf. Unser Tipp: Bevor ihr aus der Dusche steigt, lasst ihr abwechselnd sehr warmes und kaltes Wasser über die betroffenen Stellen laufen. Drei bis fünf Wechsel genügen. Solange ihr es mit der Temperatur nicht übertreibt, bringt ihr so ganz nebenbei euren Kreislauf in Schwung und fühlt euch anschließend erfrischt und munter – der perfekte Start in den Tag.

Trick 3: Die klassische Orangenhaut-Massage

Teure Cellulite-Cremes? Braucht ihr gar nicht! Eine ganz normale Bodylotion genügt völlig. Denn beim Einreiben der betroffenen Körperstellen geht es weniger um die Inhaltsstoffe der Creme, sondern vielmehr um die Berührung an sich. Klar, die Lotion spendet Feuchtigkeit, aber den größeren Effekt erzielt ihr durch die Massage. Sie fördert die Durchblutung und stärkt so wiederum das Bindegewebe. Dabei dürft ihr ruhig auch ein bisschen grober sein und leicht auf die Haut klopfen oder daran zupfen, bis sie ein bisschen rot wird – das Indiz für eine gute Durchblutung.

*Für die Erwähnung der Videos erhält Face2Face keinerlei Gegenleistung. Es handelt sich um eine persönliche Empfehlung der Autorin dieses Beitrags.

Vorschau: Nächste Woche verrät euch Nina Tricks&Tipps dazu, was ihr mit den Massen an Urlaubsbildern machen könnt.

 

Stehen die Olympischen Spiele auf der Kippe?

Wenige Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele macht das diesjährige Austragungsland Brasilien immer wieder durch schlechte Nachrichten von sich reden. Mittlerweile häufen sich gesundheitliche Risiken, Bauverzögerungen und Raubüberfälle in der Olympiastadt und es stellt sich die Frage, ob die Olympischen Spiele dieses Jahr verschoben oder möglicher Weise gar abgesagt werden müssen.

Der Austragungsort der Segelwettkämpfe? Eine Mülldeponie

Beim Gedanken an Brasilien assoziiert man augenblicklich den feinen, weißen Sandstrand der Copacabana, das glasklare Wasser.

Trügt der Anblick der Copacabana? (Foto: Astrid Götze-Happe/pixelio.de)

Trügt der Anblick der Copacabana? (Foto: Astrid Götze-Happe/pixelio.de)

Doch die Bilder der Guanabara-Bucht, dem Austragungsort der Segelwettkämpfe, zeigen exakt das Gegenteil: Die Bucht ist schon fast ein Tümpel voll von Bakterien, Viren und Müll. Zwar wurde bereits mit der Entsorgung der Abfälle begonnen, doch ist es weiterhin fraglich in wie weit das Problem bis zum Startschuss der Rennen beseitigt werden kann und ob die Keime nicht sogar krankheitsgefährdend für die Teilnehmer sein könnten.

Gefahr einer Zika-Pandemie?

Auch wenn das größte Risiko weiterhin für ungeborene Kinder besteht, kann der in Südamerika verbreitete Zika-Virus ebenso auf Sportler und Zuschauer übertragen werden.  Schwangere sollten unbedingt von einer Reise zu den Olympischen Spielen absehen. Ob durch die Besucher und Teilnehmer aus aller Welt nun eine Gefahr einer Pandemie bestünde, prüft die World Health Organisation (WHO) nun. Da bereits auf allen Kontinenten Fälle von Zika bekannt sind, geht man nicht davon aus, dass die Olympischen Spiele Hauptverursacher der schnellen Ausbreitung werden.

 Politische Aufruhre sorgen für Proteste

Nachdem zuerst die Präsidentin Dilma Rousseff aus ihrem Amt enthoben wurde und das Land nun von einer Übergangsregierung geleitet wird, werden die Proteste auf den Straßen des Landes nicht weniger. Korruption und böswilliges Absetzen der Amtsinhaberin werfen die Demonstranten den jetzigen Machthabern vor. Drei Prozent der Baugelder von Olympischen Sportstätten soll in die Taschen der Politiker geflossen sein, doch gerade diese Bauvorhaben erweisen sich als weiteres Problem.

Bauverzögerung bei Olympia-Velodrom

Die Austragungsstätte der Bahnradrennen ist wenige Wochen vor den Sommerspielen noch nicht fertig gestellt. Ähnlich sieht es beim U-Bahn-Netz aus, das das einfache Erreichen der Sportstätten für die Zuschauer ermöglichen soll. Und schließlich wurde diesen Montag der Bau des Beachvolleyballstadions an der Strandmeile Copacabana gestoppt. Eine fehlende Umweltgenehmigung ist die Ursache, die aber schnellst möglich eingeholt werden soll. Außerdem muss man sich dann auch mit den bereits vorhandenen Schäden eines zu hohen Wellenganges beschäftigen.

Auch für die Sportler ist es eine brisante Situation

Doch nicht nur Angst vor Krankheiten bestehen für die Sportler im südamerikanischen Land. Beispielsweise wurde das spanische Segel-Duo auf offener Straße überfallen, blieb jedoch unversehrt. So viel Glück hatte die brasilianische Sportschützin Anna Paula Cotta nicht. Ihr wurde bei einem Angriff in den Kopf geschossen, ihr Zustand sei weiterhin kritisch. Die Regierung reagiert auf die stark zunehmenden Angriffe auf Passanten und hat bereits alle zur Verfügung stehenden Soldaten für den Zeitraum der Sommerspiele geordert.

Austragung weiterhin fraglich

Noch gibt es keine offizielle Bestätigung, dass eine Absage der diesjährigen Spiele in Betracht gezogen wird. Doch wenn die WHO den Zika-Virus als zu großes gesundheitliches Risiko einstuft, Sportstätten weiterhin nicht fertiggestellt werden können und Rio zu gefährlich für Zuschauer und begeisterte Fans bleibt, muss ernsthaft über den Abbruch der Spiele nachgedacht werden.

Die machen euch fit – Sporttrends 2016

Wie das nun mal so ist im Leben, bestimmen Trends unseren Alltag. Das kann bei Film-, Musik- und Büchertrends beginnen, die Mode wird sowieso immer von ihnen aufgesucht, denn schließlich möchte jeder das Neueste tragen und auch beim Sport lassen sich immer wieder neue Möglichkeiten entdecken, die mit Spaß Bewegung in unseren Alltag integrieren sollen. Einige dieser neuen Sporttrends hat die Face2Face-Sportredaktion aufgespürt.

HIIT – Hoch-Intensives-Intervall-Training

HIIT verspricht schnelle Resultate nach nur kurzem Training, denn das Training bestehend aus ständig wechselnden Workouts fördert sowohl Ausdauer, Fettverbrennung als auch Muskelaufbau. Doch wie genau muss ich mir so ein HIIT Workout vorstellen? Wie der Name schon verspricht, bestehen diese aus Intervallen, welche Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination trainieren. In den intensiven Phasen werden Übungen wie Liegestütze, Klimmzüge, Sprünge oder Sprints in der Ebene und am Berg trainiert und auf sie folgen kurze Pausen. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Training draußen und mit vielen anderen Sportbegeisterten zusammen durchgeführt werden kann. Jeder kann sich nach Stand seiner Fitness anschließen und Ausdauer und Kraft durch viele Sprinteinheiten und kräftezehrende Übungen trainieren.

Stand Up Paddling Yoga

Im letzten Sommer kam man nur ganz schwierig um den Trend des SUP (Stand-Up-Paddling) herum. Anfangs ganz wacklig stand man auf dem Brett und überquerte den See mit Hilfe eines Paddles in der Hand. Wenn man sich einmal mit dem Board vertraut gemacht hat, gelingen auch Wendungen oder das Aufstehen und Hinsetzen. Nun haben sich auch Yoga-Begeisterte das Brett vorgenommen und ohne ein Paddle werden nun auf dem Wasser Yoga Übungen praktiziert. Die Balance zu halten, ruhige fließende Bewegungen zu machen und gleichzeitig die Übungen sauber auszuführen stellt beim SUP Yoga die Herausforderung dar. Dennoch ist diese Sportart ein tolles Workout, da es unglaublich viel Spaß bereitet und ein Ganzkörpertraining bietet, da man die komplette Zeit über jeden Muskel angespannt hat, um nicht vom Brett zu rutschen.

Freeletics

Dass Sport auch mit unseren Gewohnheiten und Smartphone-Nutzung mitzieht, zeigt das Beispiel Freeletics. Der Vorteil dieser App ist auf alle Fälle, dass sie durchaus günstiger ist als etwa eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio und man keine Geräte benötigt, denn das Training besteht rein aus funktionalen Übungen, die mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden. Auch Gewichte sind nicht von Nöten, um Übungen wie Kniebeugen oder Hampelmänner durchzupowern. Doch das Beste: Man kann jederzeit und überall trainieren – sei es in der Wohnung, im Garten oder im Park und ist für jeden geeignet. Auch ermöglicht die App ein Zusammentreffen mit anderen Benutzern für gemeinsame Workouts, gegenseitige Motivation und Austauschen von Erfahrungen.

Piloxing

Bei Piloxing handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Mischung aus Pilates und Boxing und durch Tanzübungen werden zusätzlich Kilos verbrannt, Muskeln aufgebaut und der Körper gestrafft. Wie auch HIIT vereint das Intervall-Training kraftvolle, schnelle Bewegungen des Boxens mit den ästhetischen und feinen Übungen von Pilates. Hierzu können auch Boxhandschuhe zum Einsatz kommen, die durch ihre Gewichte zusätzlich den Muskelaufbau fördern. Besonders Spaß machen vor allen Dingen die Tanzeinlagen, die man gut zu rhythmischer Musik ausführen kann. Auch hier gilt: Je mehr desto besser!

Ballett – Barre Concept

„Neu?“, wird sich nun der ein oder andere fragen, denn immerhin gibt es den klassischen Tanz schon seit mehreren Jahrhunderten. Doch ist es wohl die Wiederentdeckung des Jahres und bekommt unter dem Namen „Barre Concept“ eine neuartige Ausführung verliehen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus Yoga, Pilates, Tanz und funktionalen Übungen, die vorrangig an einer Ballettstange durchgeführt werden. Neben Beweglichkeit, Körperspannung und dem Gleichgewichtssinn, wird vor allen Dingen die Haltung trainiert. Auch diese Sportart eignet sich für jeden und wird mittlerweile in immer mehr Fitnessstudios angeboten.

Vorschau: Letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Wer steigt wie ab, wer qualifiziert sich wie noch für den internationalen Wettbewerb? FACE2FACE rechnet vor.

Wettlauf der Sportschuhhersteller

Joggen, Krafttraining, Handball, Fußball, Volleyball und viele andere Sportarten bringen Abwechslung in unseren Alltag. Doch spielt dabei nicht nur der Spaßfaktor eine Rolle, sondern auch die richtige Ausrüstung, allem voran das richtig passende und gutsitzende Paar Sportschuhe.

Sportschuhe als Motivationsspritze 

Sie geben uns nicht nur Halt und Stabilität, sondern erweisen sich durch bunte Designs und modisches Aussehen auch als einmalige Motivationsspender.

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Doch nicht nur die Farben und Designs variieren  – Adidas und Nike werfen ständig neue Modelle auf den Markt, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind. Da stellt sich die Frage, ob sich die beiden großen Sportschuhhersteller nur einen Wettlauf leisten, bei dem sie ständig neue, verbesserte, innovative Laufschuhe auf den Markt bringen. Lohnt es sich in die neuen Schuhe zu investieren?

Der Nike Lunar Epic

Rein optisch gesehen ist das neuste Modell von Nike, der Lunar Epic, wohl etwas gewöhnungsbedürftig, da an den Schuh eine Art Socke mit angenäht wurde. Angezogen passt sich diese Verlängerung des Schuhs aber genau an den Fuß an, wie das Nike auch auf seiner Internetseite verspricht: „unvergleichlich geschmeidiges Laufgefühl und eine revolutionäre Passform, die sich wie eine zweite Haut anfühlt“. Auch beim Laufen überzeugt die Strumpfverlängerung, die einem zusätzlich Stabilität und Halt während des Laufens bietet und keine Angst des Umknickens besteht. Als weiterer Pluspunkt kann man die Leichtigkeit des Schuhs ansehen, welche aber auch einige Läufer der zu dünnen Sohle als Kritikpunkt zuschreiben. Auch mit einem stolzen Preis von 180€ ist der Nike Lunar Epic nicht ganz billig und Nike weist ausdrücklich daraufhin, dass die Verlängerung des Schuhs keine Laufsocken ersetzen.

Der Adidas Pure Boost X

Auch Adidas brachte eine neue Variante des Pure Boost auf den Markt: Ein Laufschuh, der passgenau für schmale Frauenfüße entworfen wurde. Der Pure Boost  zeichnet sich durch seine Sohle aus, die aus vielen kleinen styroporähnlichen Kügelchen zusammengesetzt ist. Wie „auf Wolken gehen“ – so beschreiben Läufer den Lauf auf dieser neuartigen Sohle.  Neu beim Pure Boost X ist, dass nur die Stellen an Ferse und Fußballen mit der Sohle vernäht sind und dazwischen ein Freiraum besteht, der beim Laufen der besseren Dämpfung dient. Und auch die auf der Internetseite angepriesene „leichte, flexible STRETCHWEB Gummiaußensohle“ überzeugt beim Laufen. Mit 120€ liegt der Schuh in der normalen Laufschuh-Preisklasse.

Wettlauf außerhalb der Laufbahn

Doch auch in der Präsentation der Schuhe liefern sich die beiden Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit groß inszenierten Veröffentlichungen der Schuhe mit Fitnessbloggern und Profisportlern. Diese durften den Schuh bei einem Lauf testen und teilten ihre Erfahrungen augenblicklich mit ihren Lesern in den sozialen Netzwerken. Adidas führte so zum Beispiel den Hashtag #pureboostx ein, um alle Läufer medial mit dem Schuh zu verbinden. Nike hingegen setzt auf personalisierte Laufschuhe, die man sich im Online-Shop für 220 Euro selbst zusammenstellen kann oder schickt Bloggern ein Exemplar mit aufgestickten Name des Blogs zu.

Gewappnet für den Wettlauf

Generell sollte man sich aber nicht von der Werbung und Inszenierung der Schuhe leiten lassen, sondern vor allen Dingen bei neuen Laufschuhen auf guten Halt und die optimale Passform achten. Am besten beraten seid ihr, wenn ihr ein Fachgeschäft mit geschultem Personal aufsucht und dort verschiedene Modelle anprobiert. Helfen können hierbei auch die alten Laufschuhe, da der Fachverkäufer Abnutzungen und besonders stark belastete Partien erkennen kann.

Fitnessblogger — Motivation oder digitale Schwindelei?

Instagram, Facebook und Snapchat sind so gut wie nicht mehr aus unser aller Alltag wegzudenken. Doch mittlerweile gehen sie über das reine In-Kontakt-Treten mit Freunden hinaus. Die Themen werden immer häufiger durch gesunde Ernährung und ausreichend Sport bestimmt.

Früher war alles besser
Begonnen hatte alles damit, dass ab und zu auf Instagram ein Bild veröffentlicht wurde, meistens umringt von Freunden, aus dem Urlaub und eigentlich wollte man sowieso nur die Filter benutzen. Doch mittlerweile sind die sozialen Netzwerke voll von professionellen Instagrammern, Bloggern und leider auch von großen Werbeanzeigen.

Raus aus der Komfort-Zone
Positiv an dieser Entwicklung ist natürlich, dass man sich selbst besser motivieren kann. Die gesunde Obstschale zum Frühstück posten, nach dem erfolgreichen Workout im Fitnessstudio ein Bild hochladen oder andere bei Snapchat an seinem Lauftraining teilhaben lassen — all das führt doch dazu, dass man plötzlich Lust an Bewegung und gesunder Ernährung bekommt.

Große Auswahl: Die sozialen Netzwerke wimmeln von Fitnessangeboten Foto: Privat

Große Auswahl: Die sozialen Netzwerke wimmeln von Fitnessangeboten (Foto: Vogel)

Ansporn und Ehrlichkeit
Den Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung zu übermitteln, schaffen auch einige, wie zum Beispiel die Träger des Fitness Awards 2015, Louisa und Jan von fit-trio.com . Im Vordergrund steht bei den beiden erst einmal Selbstakzeptanz und sich so zu lieben, wie man ist. Neben kurzen Workouts, leckeren und gesunden Rezepten und Tipps und Tricks, wie gesunde Ernährung und Bewegung in den Alltag integriert werden kann, findet man in ihrem Instagram-Feed vor allem Dingen auch Ehrlichkeit: Tage, an denen sie überhaupt keine Lust auf Sport haben, Waffeln mit Nutella kurz vor Mitternacht und Dehnungsstreifen, machen die beiden so herrlich sympathisch.

Trügerischer Schein?
Doch schaut man sich die Seiten von anderen professionellen Fitnessbloggern genauer an, dann wimmeln diese nur von so ihren eigenen, hoch angepriesenen Fitnessguides und Workoutplänen, die sie verkaufen möchten, von geglückten Transformationen der Käufer. Generell scheint jedes Sportoutfit, das sie selbst tragen, von großen Marken gesponsert worden zu sein. Auch die Bilder ihrer Essgewohnheiten sind oftmals überspitzt dargestellt: Vegan oder glutenfrei, obwohl keine Unverträglichkeit besteht, und reine Saft- oder auch Detoxkuren genannt, sind dort an der Tagesordnung.

Eigenen Weg finden
Wie gehe ich nun mit solchen geposteten Bildern um? Natürlich dürfen sie als Motivation und Ansporn verstanden werden, aber der Spaßfaktor ist das, was zählt. Zu schnell zieht man Vergleiche mit diesen Personen, obwohl man gar nicht weiß, wer eigentlich hinter diesem Account steht. Auf Rezepte und Fitnessübungen von Bloggern zurückgreifen — kein Problem! Trotzdem ist es wichtig, seinen eigenen Weg zu finden — frei von Zwang und mit viel Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung.

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Ab in die Sauna!

Die meisten wissen es: Wer regelmäßig sauniert, der tut seiner Gesundheit etwas Gutes: Im besten Fall wird unser Immunsystem massiv gestärkt, das Herz bleibt fit und die Haut entgiftet.

Warum es sich lohnt

Entspannung pur: Es reichen acht Minuten aus, um den Alltagsstress abzubauen (Foto: V.Kalra)

Entspannung pur: Es reichen acht Minuten aus, um den Alltagsstress abzubauen (Foto: V.Kalra)

Von regelmäßigen Saunagängen profitiert langfristig unser gesamter Organismus. Der Stoffwechsel wird enorm angekurbelt, die Stimmung aufgelockert, man wird weniger reizbar, Schlafstörung und Migräne reduzieren sich mit der Zeit ebenso. Giftstoffe werden beim Schwitzen über die Haut ausgeschieden. Dadurch säubert sich die Haut, ihre Durchblutung geht steil bergauf. Die Folge ist dann eine schöne, straffe, ebenmäßige Haut und ihr werdet seltener krank.

Wer hat Saunaverbot?

Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben und deshalb an Bluthochdruck, Fieber, Herzproblemen oder ähnlichem leiden, sollten sich lieber von Saunen fernhalten. Wer sich bezüglich seiner Gesundheit noch unsicher ist, kann vorher einen Arzt konsultieren.

Wie oft in die Sauna?

Ein Besuch pro Woche mit jeweils drei Durchgängen – das raten Experten, um das Immunsystem in Form zu halten. Das Wichtigste ist aber, dass ihr euch beim Saunieren wohlfühlt. Richtet euch deshalb einfach nach eurem persönlichen Wellness-Geschmack. Zu häufige Saunabesuche solltet ihr jedoch vermeiden, da sonst Kreislauf-Probleme drohen.

Tipps, um das Saunaerlebnis zu optimieren:

• Weder mit überfüllten noch mit leerem Magen in die Sauna gehen, denn hier droht sonst der Kreislauf abzustürzen.

• In der Ruhe liegt die Kraft: unter Zeitdruck zu saunieren, ist alles andere als Entspannung. Also nehmt euch die Zeit.

• Kurz und konzentriert: setzt euch acht bis zehn Minuten auf die obere Bank, dort ist die Hitze am stärksten. Die letzten zwei Minuten verbringt ihr dann auf die unterste Bank, um den Kreislauf nicht zu überfordern.

• Abkühlungsphase: mit kaltem Wasser langsam erst die Füße, Beine, Arme und dann den Oberkörper erfrischen.

• Ruhephase: Den Körper nun mit einem Bademantel oder einer Decke verhüllen und sich ebenfalls acht bis zehn Minuten zur Entspannung hinlegen.

Vorschau: Am Mittwoch, den 17.Februar erfahrt ihr die aktuelle Lage beim Deutschen Eishockeybund!