Historischer Sieg für das deutsche Tischtennis-Team

Zum ersten Mal in der Geschichte schafften es sowohl das Frauen- als auch das Männerteam des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) beide Mannschafts-Titel bei den Europameisterschaften zu gewinnen. Die Männer gewannen diesen Titel nun bereits zum sechsten Mal in Folge, für die Damenmannschaft war es ein Befreiungsschlag nach einer langen, sieglosen Durststrecke.

Vorgelegt hatte die Frauenmannschaft des DTTB mit einem 3:1-Sieg gegen Rumänien. Das Match im österreichischen Schwechat bei Wien ging beinahe dreieinhalb Stunden. Das Frauen-Team von Bundestrainerin Jie Schöpp beendete mit seinem Finaltriumph über Rumänien eine 15-jährige Durstrecke ohne Mannschaftserfolg. Vor 1998 hatte die Frauenauswahl des DTTB 1962, 1968 und 1996 EM-Gold im Team-Wettbewerb gewonnen.

Tischtennis ist erfordert schnelle Reaktion: Die beste hatten bei der diesjährigen EM die deutschen Teams (Foto: @ A. Dreher / pixelio.de)

Tischtennis erfordert schnelle Reaktion: Die beste hatten bei der diesjährigen EM die deutschen Teams (Foto: @ A. Dreher / pixelio.de)

Die Herren siegten im Finale am Montag, 7. Oktober 2013 gegen die Auswahl aus Griechenland ebenfalls mit 3:1. Trotz der Absage von Tischtennis-Superstar Timo Boll ging nur ein Spiel verloren und dem sechsten Sieg in Folge stand nichts mehr im Weg. „Der Titel ist für uns eine sehr schöne Bestätigung, dass wir viele sehr gute Spieler haben und nicht nur Timo und mich. Wir haben unterstrichen, dass wir ohne Wenn und Aber das beste Team in Europa sind“, sagte Dimitrij Ovtcharov, der mit der 1:0-Führung die Grundlage für den Doppelsieg legte und mit insgesamt zwei Erfolgen im Finale zum Matchwinner wurde. Patrick Franziska holte den wichtigen Punkt zum 2:1.

Zum ersten Mal also war es der deutschen Auswahl gelungen, einen Doppelsieg zu feiern. Vor Deutschland war dies nur dem Team aus Ungarn gelungen, die dies bereits drei Mal geschafft hatten. Ungarn gilt in Europa als Tischtennisnation und ist hält neben den Siegen auch den Rekord für die meisten Endspielteilnahmen mit sowohl dem Damen- als auch dem Herrenteam. Deutschland stand auch bereits zwei Mal mit beiden Teams im Endspiel, bisher konnte jedoch keine der Titelchancen genutzt werden. Von daher ist der Sieg beider Mannschaften dieses Jahr ein großer Erfolg.

DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig lobte seine Mannschaft: „Wir hatten vorher nicht ausschließen wollen, dass ein solch überragendes Ergebnis möglich sein könnte. Besonders beeindruckend an diesem für das deutsche Tischtennis einmaligen Ergebnis ist die Souveränität und Ausgeglichenheit unserer Mannschaften, die beide Gold hundertprozentig verdient haben“

Vorschau: Nach der EM ist vor der NBA-Saison: In der US-Nationalliga werden bald wieder Körbe geworfen. Nächste Woche lest ihr eine Vorschau dazu.

Date oder Fußball?

Date oder Fußball?

Erstaunlich: Knapp 80% der Männer würden für ein Date auf ein Fußballspiel verzichten (Statistik: eDarling)

Am Freitag, 8. Juni, ist es endlich soweit: Die Fußball-Europameisterschaft beginnt. Lautstarkes Fangegröle und Schwarz, Rot, Gold überall – spätestens ab Samstag, 9. Juni, wenn die deutsche Nationalmannschaft ihr Können gegen Portugal unter Beweis stellt, wird die Bundesrepublik kaum wiederzuerkennen sein. Um sich die Spiele in beliebter Public Viewing-Atmosphäre anzusehen, nimmt sich der ein oder andere sicher frei. Aber wie beeinflusst die EM die Beziehung zwischen Mann und Frau? Lässt er für ein Spiel das Date mit ihr sausen? Und wie geht sie damit um?

Diese Fragen hat die Online-Partnervermittlung „eDarling“ im Mai über eine Woche lang seinen Nutzern gestellt – mit unerwarteten Ergebnissen.

„Die Antworten unserer befragten 305 eDarling-Mitglieder überraschen in der Hinsicht, dass Singles offenbar mehr für Ihren Partner tun würden, als wir das gemeinhin annehmen“, erklärt Diplom-Psychologin und „eDarling“-Sprecherin Dr. Wiebke Neberich.

Date oder Fußball?

Überraschend: 82% der befragten Frauen zeigen Verständis für eine Date-Absage, wenn es um Fußball geht (Statistik: eDarling)

Tatsächlich würde laut Umfrage nur jeder fünfte Mann wegen eines Fußballspiels auf eine Verabredung mit seiner zukünftigen Partnerin verzichten. Bei den eingefleischten Fans wären bis zu 40% bereit, ihrer Mannschaft die Treue zu halten und dafür ein Date sausen zu lassen.

EM-Stress von der Herzdame? – Keinesfalls, wie die Umfrage belegt: 82% der Frauen zeigen angeblich Verständnis, wenn das Date lieber seiner Mannschaft die Daumen drücken will und ein Treffen absagt.

Die Ergebnisse seien als sehr positiv zu beurteilen und würden eine Bereitschaft des gegenseitigen Entgegenkommens zeigen, das in Beziehungen unverzichtbar sei, meint Neberich. Allerdings sei auch zu beachten, dass 60% der Frauen angegeben hätten, die Spiele ebenfalls gucken zu wollen, so die Diplom-Psychologin, daher falle es auch leichter, dem Partner hier entgegenzukommen.

Die Männer sind also womöglich nicht mehr länger die Einzigen, die ein Date wegen eines Fußballspiels absagen würden…

Vorschau: Am Dienstag, 19. Juni, lest ihr im Panorama einen Beschwerdebrief an die Deutsche Bahn, der sich gewaschen hat.