Der Guide zum Gutscheinfinden und Schnäppchenjagen

Mit dem Zeitalter des Internets wächst auch die Nachfrage nach virtuellen Einkaufsmeilen. Und auch wenn viele das traditionelle Shoppen mit Schaufensterbummel jederzeit einem Onlineeinkauf vorziehen, so lassen sich die Vorteile, die Onlineshoppen mit sich bringen, nicht abstreiten.

Was das Einkaufen im Internet wirklich lohnenswert macht, sind allem voran die vielen Schnäppchen, die man ergattern kann. Denn viele Onlineportale bieten nicht nur saisonale Ware, sondern auch Produkte der letzten Saison, beziehungsweise vom Vorjahr an. Und diese sind nicht selten großzügig reduziert. Wer also online stöbert, der sollte auf alle Fälle auch ältere Kollektionen unter die Lupe nehmen.

Außerhalb der aktuellen Saison kaufen heißt auch, dass man zum Beispiel Winterkleindung im Frühling kauft. Auch wenn man die Kleidung nicht sofort tragen wird, so können wir doch alle sicher sein – der Winter kommt wieder. Und wer sagt schon nein, wenn man eine Daunenjacke für die Hälfte des Preises bekommt?

Darüber hinaus lohnt sich auch der Vergleich der Preise. Was im Laden noch mit regulärem Preis ausgezeichnet ist, ist im Onlineshop manchmal bereits reduziert – und das nicht zu knapp. Auch wenn vielen der Aufwand vielleicht zu umständlich erscheint, so macht selbst ein kleiner Rabatt von 20% einen gewaltigen Unterschied, vor allem, wenn man sich ein teures Produkt kauft.

Wer sich für einen Einkauf im Internet entscheidet, sollte auf eine Sache niemals verzichten: Vor dem Kauf in die Suchleiste „Gutscheincode + den gewählten Onlineshop“ eingeben. Fast jeder Laden im Internet bietet Gutscheine an und das nicht zu knapp. Teilweise ist es sogar möglich mehrere Gutscheine gleichzeitig einzulösen. Diese sind leicht zu finden und oft stößt man auf Seiten, die Rabattcodes von vielen unterschiedlichen Anbietern auflisten. Oftmals kann man sich so die Versandkosten sparen, aber auch kleine, kostenlose Geschenke werden bei manchen Shops deiner Bestellung beigelegt. Nicht selten bekommt man einen zusätzlichen Prozent-Rabatt oder gar Geldgutschriften. Deshalb gilt: Vorher Google nutzen und Rabatt Coupons sichern.

Viel Spaß und gutes Sparen beim nächsten Onlineeinkauf!

Vorschau: Alles rund ums Thema Einreise in fremde Länder erfahrt ihr nächste Woche an dieser Stelle.

Onlineshopping vs. im Laden einkaufen

Jeder kennt die Situation:  Man hat später als gedacht Feierabend, ist gestresst und die meisten Geschäfte haben schon geschlossen. Dabei wollte man doch nur eins: Shoppen!

Da in den meisten Regionen Deutschlands leider schon um 20 Uhr Ladenschluss ist, fährt man also gefrustet nach Hause, setzt sich auf die Couch, holt sich eine Packung Chips, schaltet die Lieblingsmusik ein und macht den Computer an. Und schon begibt man sich auf die wunderbare Reise ins Land des Onlineshoppings, klappert die gefragtesten Online-Stores wie Urban Outfitters, Asos, Zalando oder Topshop ab und so langsam füllt sich mit nur einem Klick auch schon der Warenkorb. Warum also gestresst in irgendwelchen Klamotten-Läden stehen, wenn es doch auch bequem geht. Mit ein paar Klicks mehr gelangt man schon zur Kasse – und schwups – sind die neuen Lieblinge bestellt. Es dauert dann selten länger als nur eine Woche, bis der Käufer seine bestellte Ware glücklich empfangen kann. Wer es also eilig hat und modisch immer up to date sein will, für den sind Online-Shops eine gute Alternative zum Ladengeschäft.

Für diejenigen, die tagsüber lieber arbeiten als sich Gedanken über ihren Kleiderschrank zu machen, ist das Onlineshopping genau das Richtige. Ein ganz großer Vorteil des Onlineshoppings ist nämlich die ständige Verfügbarkeit, weshalb man rund um die Uhr einkaufen kann. Zudem bieten Online-Shops eine riesige Auswahl an, von dem vieles manchmal gar nicht im Geschäft erhältlich ist.

Wer es nicht mag, im Kaufhaus in einer ewigen Warteschlange vor der Anprobe zu stehen, liegt bei einem Einkauf im Internet klar im Vorteil, weil dort keine Wartezeit besteht. Wegen der unendlichen Auswahl im Internet kann ein Online-Einkauf jedoch auch schnell einmal viele Stunden in Anspruch nehmen. Ein kleiner Stadtbummel wäre dann vermutlich weniger zeitaufwendig gewesen.

Man sollte sich allerdings auch die Zeit nehmen in ein Geschäft zu gehen und sich vor Ort der Mode zu widmen, denn dabei lassen sich Stoff und Qualität direkt beurteilen und vor allem auch fühlen. Viele mögen es nicht, nur ein virtuelles Bild der Ware vor sich zu haben. Im Ladengeschäft liegt die Ware griffbereit, was einen möglichen Rückversand und manchmal damit verbundene Kosten verhindern kann.

Bei Entscheidungsschwierigkeiten oder Fragen steht außerdem immer gleich ein Verkäufer zur Verfügung. Wer sich also gerne persönlich beraten lässt, ob von der besten Freundin oder vom Verkäufer, der ist in einem Modehaus an der richtigen Adresse.

Was beim Onlineshopping verloren geht, hat man bei einem Einkauf in einem Laden umso mehr: Das gewisse Shopping-Feeling.

Eine Studie belegt, dass vor allem weibliche Kunden das Einkaufserlebnis lieben. Nicht um sonst verabredet man sich eigentlich zum Kaffee trinken mit der besten Freundin und landet in einem der angesagtesten Modehäusern und kommt mit einem leeren Geldbeutel nach Hause. Es scheint also Veranlagung zu sein, dass wir Frauen uns den Tag gerne mit einem Shopping-Ausflug versüßen.

Die einen mögen es lieber so, die anderen so. Ob online oder im Laden, eines haben die Einkaufstrips gemeinsam – am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig.

 Vorschau:  Nächste Woche erfahrt ihr mehr über elektronische Mode.

 

betterDate.de – das Dating-Portal mit dem Zalando-Prinzip

„Wo Frauen Männer shoppen“, mit diesem Slogan wirbt das Dating-Portal betterDate.de im Internet.
Damit soll offensichtlich gezielt eine ganz bestimmte Zielgruppe angesprochen werden: Frauen, die unter Zwang stehen, unabhängig von ihren tatsächlichen Bedürfnissen, einkaufen zu müssen – sogenannte Shopaholics. Diesmal sind damit jedoch keine Schuhe gemeint, sondern die Ware in Form von Männern. Wir leben zwar in einer emanzipierten und toleranten Gesellschaft, aber Männer im Rahmen einer potentiellen Partnerschaft als Produkte zu bezeichnen, geht deutlich zu weit! Wo ist denn da die Grenze zur Prostitution?

Die Single-Shopaholics können mithilfe der Dating-Plattform gezielt auswählen, wer zu ihnen passen könnte und wer sie kontaktieren darf. Die mittels dieses Prinzips ausgewählten Männer können dann als Produkt in den Warenkorb gelegt werden . Erste dann ist es den Männern möglich mit den Damen in Kontakt zu treten.

Frauen besitzen sie das Privileg die völlige Kontrolle über den gesamten Dating- und Kennenlern-Prozess zu haben. Dagegen hat das starke Geschlecht die wichtige Rolle als Produkt Teil der Plattform zu werden. Dies bedeutet natürlich auch: Je besser das Produkt gepflegt, beschrieben und fotografiert ist, desto mehr Interesse erregt es bei den Single-Frauen .

Wie es auf der Webseite von betterDate heißt, sollen Männer die Vorgehensweise als Chance sehen. Das Motto scheint zu lauten: Wer sich verstellt und sich statt Feinripp-Felix als Luxus-Lukas ausgibt , auf den stürzen sich die Frauen. Der Kampf beim Sommerschlussverkauf ist nichts dagegen! Also putzt euch raus, liebe Männer, und werdet zum Kassenschlager! Frauen wird es einfach gemacht: Im Shop registrieren, Kundenprofil ausfüllen und eigenes Profilbild hochladen,Produkte (= Männer) durchforsten,Lieblingsteile in den Einkaufswagen legen.

Erst dann dürfen die „Produkte“ die „Kundin“ kontaktieren. Für Männer funktioniert es ähnlich: Im Shop registrieren, Profil mit Produktdaten füllen, sogenannte „Produktfotos“ hochladen,auf die Einkaufsliste von Frauen setzen. Mit Anleitungen wie „wenn sie dich dann in ihren Einkaufswagen legen, darfst du sie kontaktieren“ gibt das Portal Verhaltens-Tipps. Auf Spontankäufe der Frauen zielen – wer sich anstrengt, wird sofort genommen und erhält die direkte Kontakterlaubnis zur potentiellen Partnerin.

Durchforstet man das Netz nach Stimmungen und zu „betterDate“, fällt die Resonanz eher gering aus, gerade einmal 460 Facebook-Anhänger verfolgen das Portal. Im Vergleich zu anderen, weitaus seriöser wirkenden Dating-Angeboten, wie beispielsweise Paarship, ist diese Anzahl sehr gering.

„betterDate“ preist ihre fragwürdige Idee als „Revolution in der Datingbranche“ an. Alles ist auf dem Prinzip shoppingsüchtiger Frauen und Klischees über diese aufgebaut. Der sensible Vorgang der Kennenlern-Phase wird einem Einkaufsbummel gleichgesetzt und büßt so seine wichtige Bedeutung zu Beginn einer Beziehung ein.

Vorschau: Am Dienstag, 13. November berichtet die Panorama-Redaktion über PC-Kurse für Senioren.

Haute couture – nein danke! Mode mal anders, Teil 1

Das „X-Trax“ in Karlsruhe

Haute couture – nein danke! Mode mal anders, Teil 1

Außergewöhnlich: Verkäuferin Maren Becher präsentiert einen Teil des "X-Trax"-Sortiments (Foto: Eysell)

Frei nach dem Motto „Normal sein kann jeder“ stellt euch die neue Modeserie auf Face2Face Shops in ganz Deutschland vor, die Kleidung der etwas anderen Art verkaufen. Vom düsteren Gothic-Look bis hin zum ausgeflippten Cyberoutfit – wir zeigen euch eine andere Seite der Modebranche und befragen die, die es wissen müssen: Shopbesitzer und Verkäufer.

 Gothic, Punk, Metal, Rockabilly – auf diese Szenen hat sich das Warensortiment des Karlsruher Underground-Mode-Shops „X-Trax“ spezialisiert. Vor 18 Jahren eröffnete der Standort in der Kaiserstraße, seit zwölf Jahren ist Maren Becher hier als Verkäuferin tätig. „Ich bin schon so lange hier, dass inzwischen der Großteil meines Kleiderschrankes aus unserer eigenen Ware besteht, die ich auch privat oft und gerne trage“, erzählt die 45-Jährige.

Der Laden sei gut besucht, zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Halloween würden sogar bis zu 300 Besucher kommen, so Becher. „Auch wenn im angrenzenden Ausland, also Frankreich, Schweiz oder Belgien Feiertage sind, macht sich das bemerkbar“, fügt sie an. Absoluter Verkaufsschlager seien zurzeit farbige Kontaktlinsen – diese würden ganzjährig von verschiedenen Szenegängern getragen, aber auch von „normalen“ Kunden zu Fasching oder Halloween. Zum Sortiment zählen aber auch die exklusiven Marken „New Rock“, „Iron Fist“, „Lip Service“ und „Jungbluth“, die von Prominenten wie Marilyn Manson oder Christina Aguilera getragen werden, berichtet Becher.

Einen durchschnittlichen Kunden gebe es im Karlsruher „X-Trax“ nicht – „eine Altersgrenze kann man bei uns schlecht festlegen, unsere Kundschaft bewegt sich zwischen zwölf und 60. Wir haben Stammkunden, aber auch Leute, die nur aus Neugier mal reinschauen.“

 
Kontakt „X-Trax“:

Kaiserstraße 170
76133 Karlsruhe
Telefon : 0721 205062
E-mail: karlsruhe@x-tra-x.de

Vorschau: Nächsten Donnerstag erwartet euch an dieser Stelle ein Interview mit Bloggerin Claire „C’est Clairette“ Beermann.

Shoppen im eigenen Kleiderschrank

Der Schrank ist voll, doch findet mal wieder nichts zum Anziehen. Ihr wühlt und wühlt, doch am Ende greift ihr immer zu den gleichen Hosen, den gleichen Pullis und tragt die gleiche Kombination. Endlich mal wieder einkaufen gehen , damit mal etwas Neues in den Kleiderschrank kommt – das wäre toll. Dieses Szenario kennt jeder. So muss es aber nicht ablaufen!

Shoppt in eurem eigenen Kleiderschrank! Wie? So geht’s:

Endlich mal wieder einkaufen und den Kleiderschrank mit neuen Items füllen. (Foto: Beutler)

Macht Freude: Endlich mal wieder einkaufen und den Kleiderschrank mit neuen Items füllen (Foto: Beutler)

Mistet einfach mal wieder den Schrank aus und ihr werdet alte, geliebte Klamotten wiederfinden und es kommen euch dabei bestimmt ein paar neue, kreative Kombinationen in den Kopf. Denn das interessante dabei ist, dass je nach Kombination Pullis oder Hosen ganz anders  wirken als vorher! Elegant oder casual – ihr könnt das selbst festlegen. Während dem Ausmisten könnt ihr gleichzeitig einmal konsequent Kleiderstücke aussortieren, die ihr zwar niemals anziehen werdet, aber trotzdem gekauft habt. Dieses Phänomen kennt jede Frau. Man kauft einen Pulli, weil man ihn einfach haben muss und dann landet das Kleidungsstück mit Preiszettel im Schrank. Man findet es ein halbes Jahr wieder – verstaubt und ungetragen und man fragt sich: Warum hab ich das Ding überhaupt gekauft? Was eine Geldverschwendung.

Da hilft nur eins: Entweder die Altkleidersammlung oder seinen eigenen „Klamottenladen“ bei „Ebay“aufmachen und das Ding verkaufen. So macht man Platz für Neues und verdient  noch ein bisschen Geld.

Doch kommen wir noch einmal auf das Wichtige  zurück: Beim Ausmisten des Kleiderschrankes entdeckt ihr alte Einzelteile, die für euch neu erscheinen. So spart ihr Geld und könnt alte Klamotten neu erfinden. Und der Drang zum Shoppen verschwindet auch ganz nebenbei.

Vorschau: Nächste Woche wird Lisa euch einen Überblick über Partykleider geben, die für jedermann erschwinglich sind – perfekt für die kommende Festtagszeit.

Und Tschüss, Welt…

Facebook, studiVZ, mal eben die Mails checken, schnell mal etwas nachgooglen, um wieder im Bilde zu sein, und dann noch ein rascher Abstecher zur virtuellen H&M Seite. Nebenbei noch die SMS der besten Freundin beantworten und nicht den Rückruf bei einem Freund vergessen. Ganz wichtig! Tja, wer kennt das nicht? Immer und überall will und muss man erreichbar sein. Egal, wie – ob per Internet, Telefon, Handy. Wer schreibt heutzutage noch altmodische Briefe, wo es doch so etwas Praktisches wie die elektrische Post gibt? Aber das ist wieder ein anderes Kapitel…

 Denn heute geht es nicht um einen Aufruf zum mehr Briefeschreiben, sondern um einen Selbstversuch der besonderen Art. Und zwar habe ich mir für meinen Urlaub etwas ganz Besonderes überlegt. Ich habe nämlich sozusagen ganze 2 Wochen gefastet. Ja, ihr habt richtig gehört: Gefastet. Keine Schokolade oder so etwas in der Art, nein, ich habe dem ganzen „Immer-und-überall-erreichbar-sein-Müssen“ den Kampf angesagt und sowohl auf das Internet als auch auf das Handy verzichtet (Telefon hatte ich keines im Urlaub). Gut, das Handy hatte ich zwar dabei – für den Notfall, es aber nur zweimal eingeschaltet. Einmal bei einem Städtetrip und einmal als ich mit dem Rad in der Natur unterwegs war. Man weiß schließlich nie, was einem da so über den Weg läuft oder ob sich nicht vielleicht der Reifen überlegt, ein Eigenleben zu entwickeln und an einem ungünstigen Ort die Luft zu verlieren. Also habe ich an diesen zwei Tagen mein mir selbst auferlegtes Enthaltsamkeitsgelübde vernachlässigt und das Handy angeschaltet. Aber beim Internet war ich hartnäckig. Und ich muss sagen: Es hat nicht geschadet. Im Gegenteil.

 Gut, um ehrlich zu sein waren die ersten Tage ziemlich hart. Gerade wenn man viel im Internet unterwegs ist und oft in den sogenannten Social Networks vorbeischaut oder seine E-Mails checkt, ist das nicht gerade ein Spaziergang. Es hat mich starke Nerven und eiserne Disziplin gekostet, den vielseitigen Reizen der virtuellen Welt zu widerstehen. Aber ich bin stark geblieben und habe Verzicht geübt. Und nach einer Woche hatte ich mich wirklich schon soweit an meine Abstinenz gewöhnt, sodass ich nicht mehr wirklich einen Gedanken an das worldwideweb verschwendet habe.

 Es sei denn, es überkamen einem abends tiefsinnige Fragen über das Sein und Nicht-Sein im Allgemeinen und über die Geschichte der Menschheit im Allgemeinen. Oder es überkam mich der seltsame Drang die Namen sämtlicher Hauptstädte der Welt zu erfahren. Tja, normalerweise konnte man das ja schnell man googlen und – schwups! – schon hatte man die Antwort. Schwarz auf weiß. Vor sich auf dem Schirm und schon war man um eine Erkenntnis reicher. Bei mir leider weit gefehlt. Und wer jetzt denkt: Warum macht die nicht einfach ihr Handy an und schaut nach? Immerhin hat man doch jetzt auch auf dem Handy Internet. Tja, da muss ich euch Lieben leider sagen, dass ich noch zu der mittlerweile fast „altmodischen“ Sorte Mensch gehöre, die ein altes Nokia haben und somit keine Apps besitzen, einen Internetzugang vom Handy aus oder was es sonst noch mittlerweile so für das kleine, flache Mobiltelefon gibt. Also war googlen nicht drin, sprich: Ich musste bis zum nächsten Morgen warten, um mich dann in einer Buchhandlung schlau zu machen oder ich ließ es einfach bleiben. Der Einfachheit halber habe ich es dann auch nach dem zweiten Mal gelassen. War dann doch etwas umständlich und die Dame aus der Buchabteilung hat irgendwann auch seltsam geschaut…

 Um aber wieder auf meinen Selbstversuch zu sprechen zu kommen, kann ich abschließend wirklich mit Überzeugung sagen, dass ich das kleine Experiment nicht bereue. Es hat mir einmal mehr gezeigt, wie abhängig wir vom Internet geworden sind und mit welcher fast schon erschreckenden Selbstverständlichkeit wir das Netz nutzen. Zwei Wochen frei von all dem – das hat mir wirklich gut getan. Ich konnte den Urlaub dieses Mal wirklich genießen, weil ich mich durch nichts habe stören lassen. Keine Hiobsbotschaften per E-Mail, SMS oder über eines der social networks. Einfach nur Ruhe. Das hat die Urlaubsstimmung sehr beeinflusst. Ich konnte abschalten und neue Kräfte für den Alltag tanken. Mich ganz auf mich konzentrieren, ohne mich mit irgendetwas beschäftigen zu müssen, was nicht mit meinem Urlaub zu tun hatte. Von daher stimmt der Rat von Psychologen, im Urlaub das Handy ausgeschaltet und den Laptop zu Hause zu lassen.

 Natürlich bin ich nach den zwei Wochen auch wieder froh gewesen, wieder Internet zu haben und mein Handy wieder zu benutzen. Denn ganz ohne das geht es heutzutage wirklich schlecht, das hat mir gleich mein volles E-Mail Postfach und die Nachrichten auf facebook bestätigt. Auf der anderen Seite waren sie auch wieder ein Beweis dafür, dass ein wenig Abstand niemals verkehrt sein kann. Die Dinge einfach mal ruhen lassen und sich nur auf sich konzentrieren. Etwas, das ich so schnell nicht vergessen werde und deshalb heißt es auch im nächsten Urlaub wieder: „Und tschüss, Welt!“

 Und wie sieht das bei euch aus? Seid ihr im Urlaub jederzeit und über alles erreichbar oder könnt ihr auch darauf verzichten?

Eure Lea

Vorschau: Lea betrachtet mal die Wetterturbulenzen und berichtet, warum ihrer Meinung nach trotzdem Sommer ist.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Der Duft von frisch gefallenem Regen liegt in der Luft. Die großen Steinplatten des Ehrenhofs glitzern geheimnisvoll im Licht der gleißend hellen Sonne. Nur ein paar wenige Schäfchenwolken lockern das satte Blau des Himmels über dem Schloss ein wenig auf. Obwohl es noch früh am Morgen ist, herrscht hier schon reges Treiben.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Einen Besuch wert: Das Mannheimer Schloss (Foto: Beutler)

 Als Zentrum von Kultur, Kunst und Wissenschaft galt der Mannheimer Hof unter Carl Theodor, Erbe des Kurfürsten Carls Philipps, unter dessen Regenschaft der Schlossbau ab 1720 aufgenommen wurde. Nachdem das prächtige Bauwerk im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, erstrahlt es seit dem Wiederaufbau und den Restaurierungsarbeiten im Jahre 2007 wieder in neuem Glanz. Heute macht es  seinem großen Vorbild, dem Versailler Schloss, wieder alle Ehre.

 Zurückversetzt in eine längst vergangene Epoche – so könnte man das Gefühl beschreiben, das einen beim Betreten des teilweise zum Museum umfunktionierten Schlosses überfällt. Die prunkvoll ausgestattete Innenarchitektur, mehrere hundert originale Gemälde und Möbel lassen nicht nur die Herzen eingefleischter Historiker höher schlagen. Einen ganz besonderen Höhepunkt bildet der einzige, vollständig original erhaltene Raum: Die Kabinettsbibliothek der Kurfürstin Elisabeth Auguste. Die in zarten Rosé-, Rot- und Blautönen gehaltene Decken- und Wandbemalung, durchzogen von dezenten Goldapplikationen, wird durch den abenteuerlich verlegten Holzfußboden in so authentischer Weise abgerundet, dass im geneigten Besucher die Erwartung aufkommen könnte, die Kurfürstin selbst betrete jeden Augenblick den Raum, als sei es das Normalste auf der Welt.

 Noch leicht benebelt vom Geruch der geschichtsträchtigen Räumlichkeiten, vollgestopft mit Informationen zum Schloss und seinen ehemaligen Bewohnern, wird dem Museumsbesucher beim ersten Schritt hinaus auf den Ehrenhof schlagartige bewusst, in welchem Zeitalter er sich tatsächlich befindet. Junge Männer und Frauen schlendern geschäftig zwischen den beiden Schlossflügeln hin und her. Die Aprilsonne zaubert vielen ein Lächeln, dem ein oder anderen auch eine leichte Röte ins Gesicht. Das rege Treiben auf dem Ehrenhof hat seinen Grund: 1967 wurde aus der ehemaligen Wirtschaftsschule eine Universität. Rund 11.000 Studierende verteilen sich heute auf die insgesamt fünf Fakultäten: Volkswirtschaftslehre und Rechtwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften und die Philosophische Fakultät. Bei so vielen unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten ist es kein Wunder, dass auch Herkunft, Sprache und Aussehen der Studenten bunt gemischt sind.

 Bei den ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen hat es sich eine Gruppe junger Studenten in einer Ecke des Ehrenhofes gemütlich gemacht. Ein schwarzhaariger Junge mit südländisch-gebräuntem Teint lacht über das, was die ihm gegenüberstehende Blondine gerade erzählt hat. Diese schüttelt ihr langes Haar auf,  lächelt in die Runde, sagt etwas, klemmt ihre Tasche unter den Arm und läuft in Richtung Café EO.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Immer etwas los: Die Planken (Foto: Beutler)

 Als sie die schwere Glastür öffnet, schlägt ihr ein Raunen und Summen von hunderten von Stimmen entgegen. Das als Lounge, Bar und Cafeteria deklarierte EO ist bis auf den letzten Platz belegt. Auf den Tischen stehen Tabletts und Laptops. Einige der Studierenden essen, andere sind in Bücher vertieft. Die eindeutige Mehrheit jedoch unterhält sich angeregt. Der perfekte Ort, um das Studentenleben und dessen Mythos hautnah mitzuerleben. Der Duft nach frisch zubereitetem Essen liegt in der Luft: Putengeschnetzeltes mit Currysauce und knusprig-würzige Kartoffelecken. Fürs Erste tut´s am späten Vormittag aber auch ein Kaffee – das dachte sich wohl auch die blonde Studentin und macht sich mit einem Becher des wohlig duftenden Heißgetränks in der Hand auf in Richtung Innenstadt.

 „Das Herz der Einkaufsstadt Mannheim“ – so titelt mannheim.de. Und tatsächlich: Die sogenannten Planken bieten Shopping-Spaß pur. Von Wasserturm bis zum Paradeplatz reiht sich ein Geschäft an das nächste. An einem sonnigen Tag wie heute sind hier regelrechte Menschenmassen unterwegs. Und in diesem Getümmel aus wippende Köpfe, im lauen Wind flatternden Haaren, vom vergangenen Winter noch bleiche, nackte Arme und Beine ist die blonde Studentin blitzschnell verschwunden.

 Selbstverständlich hat Mannheim außer dem Schloss noch unzählige weitere kulturelle Angebote, aber wer verbringt seinem freien und noch dazu von der Sonne so verwöhnten Tag schon gerne in düsteren Museen und Ausstellungen, während draußen zwischen Eisdielen und Mode-Boutiquen das Stadtleben pulsiert?

Kurzinformation:
Öffnungszeiten Mannheimer Schloss:
Di. bis So. und an Feiertagen
10.00 – 17.00 Uhr
letzter Einlass um 16.30 Uhr

Museumsführungen:
täglich 11.00 und 15.00 Uhr
Sa.: 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
So. und Feiertage stündlich 11.00 – 16.00 Uhr

Öffnungszeiten Café EO:
Mo. bis Fr.: 9.00 – 20.00 Uhr
Sa.: 10.00 – 16.00 Uhr

Vorschau: Stockholm – was es in der Hauptstadt Schwedens alles zu erleben gibt, lest ihr nächste Woche in einem Bericht von Johanna.

Internetshopping oder -flopping

Ich shoppe ja wirklich gerne im Internet. Neben Kind, Studium, Schreiben, Arbeit, etc. bleibt zum Shoppen einfach wenig Zeit, oder auch mal gar keine. Einkaufen, ja zum Einkaufen komm ich. Zum Aldi, Lidl oder Rewe, wenns der Geldbeutel zulässt. Brot und Klopapier, Wurst und Waschmittelt, das kauf ich ein.

Aber Shoppen ist etwas ganz anderes, shoppen heißt eben nicht gleich einkaufen. Nein, ihr lieben Deutschlehrer, die ihr für den Erhalt der deutschen Sprache seid, und deswegen das eingedeutsche “Shoppen” mit “Einkaufen” übersetzten wollt. Das geht nicht, die Bedeutung, die Semantik ist eine andere. Wirklich.

Shoppen, das heißt eher bummeln, oder schon einkaufen, aber in anderer Hinsicht. Nicht diese notwendigen Dinge, die wir jeden Tag brauchen. Sondern ziemlich individuell diese Dinge, die wir gerne kaufen, deren Kauf uns Spaß und Freude bereitet. Für die wir uns gerne zwei Stunden im Hochsommer an eine Kasse stellen, bis wir an der Reihe sind. Für die wir auch mal etwas mehr bezahlen. Das ist Shoppen!

Und dazu eben fehlt mir die Zeit, vielleicht auch die Motivation, denn es gibt tatsächlich andere Sachen, die ich lieber mache. Und umso mehr genieße ich die wenigen Möglichkeiten in die Stadt shoppen zu gehen. Doch wenn ich es einfach nicht schaffe, mir Stress, Warten und Stadttroubel ersparen will, dass shoppe ich im Internet. Und da gibt es zum Glück ja reichlich Futter. Einige Versandstellen schicken mir auch immer wieder nette Kataloge mit niedlichen Bestellzetteln, die ich allerdings nur für meine Notizen benutze. Bestellt wird am PC, schneller, ohne Porto und Lesefehler. HA, haste gedacht. Nee, nee, nee. Die unterschiedlichen Versandhändler des weltweiten Netzes haben ihre eigenen Shoppingfallen.

Der Händler, von dem ich immer noch gerne meine Bastelsachen beziehe, zum Beispiel. Den find ich schon toll. Es gibt tolle Pakete, die man super wiederverwerten kann, und das Material ist wirklich gut. Aber ich unterlasse es tunlichst dort etwas Kleines, Zerbrechliches zu bestellen. Das kommt beim ersten Mal zerbrochen an, wird sofort zurückgeschickt, mit der Bitte, doch bitte Ersatz zu liefern. Kleine Deko-Osterhäschen, oder Tongestecke für den Garten, oder Teelichgläser. Nur leider bekomme ich nie ein ganzes Exemplar dessen gesendet, was ich haben wollte. Das nächste Mal ist das gute Stück wieder zerbrochen. Und beim dritten Mal bekomme ich ein “Leider ist der Artikel nicht mehr verfügbar” mit geschenkten Versandkosten für die nächste Bestellung. Nunja.

Noch eine Sache, die ich des öfteren übers Internet bestellte, sind Kinderkleider. Denn mit Kind shoppen zu gehen, ist schon fast wieder einkaufen. Fertig wird man selten, und glücklich auch nicht wieder. Die im Beitrag von vorletzter Woche erwähnte Fernsehberieslung ist da keine Hilfe. Also bestelle ich bei tollen Händlern im Internet, mit guter Qualität und netten Preisen. Tatsächlich! Bis jetzt konnte ich mich nicht beschweren. Mein Kleiner sieht wunderhübsch in diesen Sachen aus und ich mag sie auch. Doch dann kam ich auf die Idee, ihm Gummistiefel dort zu bestellen. Zuerst kamen sie zwei Nummern zu klein. Gut, kann passieren. Blöd, dass ich mehr als einen Monat darauf warten musste, aber egal. So leicht lass ich mich nicht erschüttern. Gestern kam der Umtausch. Freudig zog ich den ersten Schuh heraus, links, die richtige Größe. Erst als ich den zweiten Schuh betrachtete kam ich etwas ins Stocken. Der war nun eine Nummer zu groß, und ebenfalls ein linkes Exemplar. Ich trugs mit Fassung und hab erst mal gelacht. Sowas passiert ja auch nicht alle Tage. Dabei bin ich der Meinung, dass mein Sohn gar nicht zwei linke Füße hat. Er tanz ganz hübsch, hüpft und springt, also nein, das geht leider nicht. Die Stiefel sind schon wieder auf dem Rückweg und ich denke mir, dass das immer noch angenehmer ist, als nach einer langen Shopppingtour zu Hause festzustellen, dass irgendwas zu klein oder falsch eingekauft wurde, und dann den ganzen Weg nochmal zurück zu müssen. Beim Internetshopping kann so ein Flop schneller zurückgeschickt werden und ich brauche keine Angst zu haben, dass der Kauf nicht auch zurückgenommen wird. Fehler passieren eben. Nur zu blöd, dass mein Sohn bei dem Wetter noch immer keine Stiefel hat.

Vom Rutschen und Fernsehen

Welcher geniale Mensch hat beschlossen, dass es eine gute Idee ist, im Kinderbereich eines Schuhgeschäftes eine Rutsche hin zu stellen? Ein kleines Gedankenexperiement: Stellt euch mal vor, ihr wärt nochmal drei (oder zwei, oder vier, das kommt ziemlich aufs Selbe hinaus). Eure liebe Mama schleift euch samstags zum Schuhgeschäft. Viele dutzend Schuhe in allen Größen und Farben. Und daneben eine Rutsche.

Schuhe oder Rutsche. Rutsche oder Schuhe. Schuhe. Rutsche. Rutsche. Rutsche. Schuhe? Rutsche!

Nicht mal verzogene Mini-Tussen stehen derart auf rosa Schuhe, dass sie die Rutsche nicht vorzögen.

Was macht man also als liebe Mama? „Komm, wir schauen uns die Schuhe an.“

„Rutschen will!“

„Nee, erst die Schuhe.“

„Rutschen?“

„Wenn wir die Schuhe ausgesucht haben. Schau mal, die sind doch hübsch!“

„Rutschen!“

„Nee, erst Schuhe!“

„Rutschen!“

„Schuhe!“

Das Ende vom Lied ist, dass ich zwischen jedem Paar, das anprobiert wird, eine Rutschpause einlegen muss, bei der mein Sohn zwanzig Minuten Angst vor den anderen Kindern hat, die gerade am Rutschen sind, und weder vor noch zurück geht, bis diese verschwunden sind.

Um also drei Paar Schuhe zu finden, die bei seinen breiten Latschen (ja, ich geb‘ zu, ich bin schuld, bei meinen Füßen sieht‘s leider nicht anders aus) auch passen, brauche ich über `ne Stunde. Und dann ist es mir auch egal, ob die Schuhe braun, schwarz oder rosa sind (ja, das sind die Farben, die wir dann auch gekauft haben!).

Aber wehe ich als liebe Mama komm auf die Idee, dass ich ja auch mal Schuhe kaufen könnte. Da geh ich wirklich höchstens einmal im Jahr ins Schuhgeschäft und dann das.

„Mama, rutschen!“

„Ja, geh doch rutschen.“

„Mama mit!“

„Nein, das kannst du alleine.“

„Angst hab.“

„Aber wovor denn?“

„Mann? Frau? Kindern?“

„Ich will jetzt auch mal Schuhe anprobieren. Setzt dich kurz dahin.“

„Mama, Arm!“

„Dann kann ich aber keine Schuhe anprobieren, und dann brauchen wir noch länger.“

„Arm!!“

Ein Glück, dass ich nie alleine mit meinem Sohn ins Schuhgeschäft gehe, oder generell etwas für ihn kaufen. Genauso intelligent wie die Rutschen in der Kinderschuhabteilung sind die Fernseher bei den Bekleidungsgeschäften. Klar will mein Kind noch fünf verschiedene Hosen und sechs Pullis, drei Hemden und eine Jacke anprobieren, wenn nebenan ein Cartoon kommt. Natürlich. Kinder schauen doch freiwillig keine Cartoons, wenn es Kleider zum Anziehen gibt. Niemals!

Das wäre wie eine 24-Stunden Sport-Live-Übertragung in der Männerabteilung oder kostenlose Gesichtsbehandlung und Maniküre in der Frauenabteilung. Gute Idee, oder? Warum dürfen nur die Kinder ihren Spaß haben? Oder ist das eine Verschwörung gegen arme Eltern, die bei solch Nervenaufreibenden Einkäufen mit Sicherheit etwas vergessen, also wiederkommen müssen, um noch mehr zu kaufen. Muahaha. Vielleicht stecken die Kindersendungen dahinter, die so ihr Publikum ein den Kreis der Süchtigen ziehen wollen. Ohhh, die sind clever.

Aber am cleversten sind Onlineschuhshops. Bei kostenlosem zurücksenden kann ich die Kinderschuhabteilung in mein Wohnzimmer verlegen. Da steht zwar auch ein Fernseher und ein Sofa (Trampolin schlägt Rutsche, haha), aber ich habe die Macht. Ich entscheide, wann die Flimmerkiste aus, und das Kind auf dem Boden bleibt. Es lebe das Matriarchat!!!