Traditionell und fesch – Dirndl-Trends 2014

Traditionell und fesch soll es sein: Das Dirndl für die Wiesn 2014 (© Michaela Schöllhorn / pixelio.de)

Traditionell und fesch soll es sein: Das Dirndl für die Wiesn 2014 (© Michaela Schöllhorn / pixelio.de)

Face2Face macht Schluss mit altbackenen Trachten und zeigt euch die Wiesn-Hits 2014 mit den besten Tipps für den schönsten Dirndl-Look und die perfekten Accessoires.

Sehr gefragt sind in diesem Jahr schwarz-goldene Dirndl oder einfarbige Trachten mit goldener Verzierung. Die Top Wiesn-Hits sind aktuell jedoch klassisch geschnittene Trachtenkleider in kräftigen Farben wie Lila, Grün, Gelb und Blau.

Die absoluten Must-Haves für den perfekten Dirndl-Look sind aber die richtigen Accessoires. Schicke Schuhe sind dafür essentiell – dabei darf man jedoch ruhig einmal zwischen High Heel und Ballerina wechseln.

Grün, blau oder doch eine ganz andere Farbe? Die Auswahl an Dirndl ist groß (© Moni Sertel)

Grün, blau oder doch eine ganz andere Farbe? Die Auswahl an Dirndl ist groß (© Moni Sertel)

Ein schöner und gerne auch auffälliger Halsschmuck darf natürlich auch nicht fehlen. Die kostbaren Schmuckstücke kann man übrigens variabel an Hals, Handgelenk oder Mieder hängen.

Zu guter Letzt ist die richtige Tasche das i-Tüpfelchen des perfekten Dirndl-Looks. Ob lässig über die Schulter gehängt oder frei am Handgelenk schwingend – erlaubt sind alle Stoffe und Formen, die zum Dirndl passen und dieses aufwerten.

Das größte Volksfest der Welt bietet also nicht nur gutes Bier und wilde Fahrgeschäfte, sondern auch einen modernen und dennoch traditionellen Catwalk für stilbewusste Madln.

Vorschau: Am Donnerstag, 18. September zeigt euch Robert wie man den anbrechenden Herbst mit Farben erhellt.

Winter-Shoes gegen den Winter-Blues!

Auch wenn es der Blick nach draußen noch nicht erahnen lässt und wir bei durchschnittlich 15° Grad Celsius kürzlich eher heiße als weiße Weihnachten hatten: Der Winter kommt bestimmt. Damit gehen nicht nur Minusgrade, sondern vor allem rasch zu Eisklumpen gefrierende Füße einher. Neben dicken, von Oma mit Liebe gestrickten Wollsocken hilft dagegen nichts besser als das richtige Schuhwerk. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – auch im Winter 2014. Face2Face gibt Suchenden die wichtigsten Kriterien mit an die Hand, die garantiert bei der Entscheidungsfindung behilflich sein werden:

1. Ästhetisch oder funktional?

Jedem Kauf voran steht in Sachen Winterfußbekleidung erst einmal ein Entweder-Oder-Dilemma.

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Erwärmen das Herz und nicht zuletzt die Füße: Gefütterte Winter-Boots (Foto: Perlowa)

Entweder tragen wir elegante, den Fuß umschmeichelnde Modelle und verzichten dabei auf das rutschfeste, optisch allerdings umstrittene dickere Schuhprofil oder aber wir entscheiden uns für Schnürstiefel, die wohl selbst auf Bergspitzen noch Wind und Wetter trotzen würden. Doch mal ehrlich, welches Fashion Victim würde sich jemals freiwillig in Wanderschuhwerk auf der nächsten Party blicken lassen? Von der Vorstellung, bei Temperaturen unter null in High Heels den Weg zum Club entlang zu schlittern, sollten wir uns in der kalten Jahreszeit allerdings ebenso verabschieden.

Winterschuhe anzuhaben bedeutet heute glücklicherweise längst nicht mehr, seine Füße zwangsläufig in klobigen Stampfern unterbringen zu müssen – der Industrie sei Dank ist das Angebot an ästhetisch ansprechenden und  zugleich praktischen Ausführungen schier unerschöpflich.

Nichtsdestotrotz scheiden sich an unserem ersten Trend, den  UGG-Boots, bereits die Geister: Böse Zungen werden behaupten, sie machten ihrer englischen Bezeichnung „ugly“, also hässlich, alle Ehre, wären weder wasserfest noch ließen sie sich auch nur ansatzweise elegant kombinieren. Doch ein Umsatz von 689 Millionen US-Dollar allein in 2008 spricht eine andere Sprache. UGGs haben sich ihren Weg mittlerweile über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland gebahnt und sind gerade an den Füßen junger Mädchen, neben Nike Air Max, seit einiger Zeit gleichsam beliebt wie die „Le Pliage“ von Longchamp in den Ellenbeugen.

Mit einem Durchschnittspreis von 200€ sind die australischen Trend-Treter, die ein bisschen an Eskimo-Schuhwerk erinnern, gewiss nicht gerade ein Schnäppchen. Doch aufgrund ihres Lammfellfutters fungieren sie als Garant für warme Füße, selbst wenn die Schlange vor der Disco einmal länger werden sollte. Gleiches gilt, am Rande erwähnt, für die etwas günstigere Alternative von  EMU  aus Schafsfell. Es lässt sich nicht leugnen, dass sie am Bein etwas wuchtig erscheinen, doch können sie zu einem über das Knie reichenden Kleid oder Rock dennoch einiges hermachen.

Und wer auf die hinzu gemogelten Zentimeter Körpergröße im Nachtleben partout nicht verzichten möchte, kann ja im Abendtäschchen Platz für ein Ersatzpaar mit hohen Hacken schaffen.

2. Boots oder Sneakers?

Wir haben soeben ein flaches Schuh-Modell für die Dame kennengelernt, das weder Turnschuh noch Stiefel ähnelt und damit ein wenig aus dem stereotypischen Raster fällt. Die meisten Winterschuhvarianten nämlich stellen uns vor die Wahl zwischen Stiefeln – als heißer Tipp gelten derzeit  Overknees  in zeitlosem Schwarz – und knöchelhohen Boots. Mit der Mode und auf Nummer sicher gehen Männlein wie Weiblein auch in diesem Winter wieder mit Chelsea-Boots. Ebenso bleiben Ankle Boots mit Schnallen, Nieten und Blockabsätzen, neben Schnürstiefeletten, deren Schnüre neuerdings einmal um den kompletten Knöchel geschlungen werden, weiterhin modische Must-Haves.

Wer es auch im Winter sportlich mag, kann sich entweder mit wetterfesten Evergreen-Modellen von Timberland oder  k1x  behelfen– diese sind vor allem in der Hip-Hop-Szene immer wieder gern gesehene Begleiter – oder aber auf  innen gefütterte Sneakers  zurückgreifen.

3. Gefüttert oder mit Einlagen?

Gefüttert ist uns das Schuhwerk nun schon des Öfteren begegnet und tatsächlich scheint es so, als führe kaum ein Weg an ihnen vorbei. Es sei denn, man greift in die Trickkiste und damit auf Echtfelleinlagen zurück. Besonders beliebt ist und bleibt Lammfell. Das bettet den Fuß nicht nur warm und kuschelig, sondern bewegt sich mit rund 7,50 € das Paar auch in einem erschwinglichen Preisrahmen. Die geschorenen Schäfchen für den Winterschuh sind in brauner und weißer Ausführung erhältlich. Wer auf tierische Anteile gänzlich verzichten möchte, schützt seine Füße mittels Aluminium-Einlagen  vor Kälte. Diese isolieren Frost und vertreiben zugleich Fußgeruch.

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil von Einlagen gegenüber eingenähtem Innenfutter: Sie sind weniger anfällig für Schmutz. Das Schuhinnere zu reinigen erweist sich im Übrigen als lästige, langwierige Angelegenheit – wer Pech hat, schrubbt am Ende zum Dank sogar noch Löcher in die Futterschicht.

Apropos schrubben: Im Winter sind auf Lederschuhen sogenannte Wasserränder nicht selten unliebsame Begleiterscheinungen. Als verlässliche Helfer dienen Schuhcremes und Polituren.Wer Präventionsarbeit leisten möchte, ist mit speziellen Imprägnierungssprays gut beraten. Diese sind nicht nur sanft zu nässeempfindlichen, helleren Ledern wie Velours oder Wildleder, sondern auch wasserabweisend. Das Material selbst pflegen sie dabei allerdings nicht.

4. Preiswert oder kostspielig?

Beim Winterschuh-Kauf sollte eindeutig auf die goldene Regel „Qualität statt Quantität“ vertraut und ruhig einmal tiefer in die Tasche gegriffen werden. Schließlich wollen wir den Schuh ja nicht nach einem Winter schon wieder ausrangieren müssen. Hier lohnt sich also eine nachhaltige Investition. Lederwaren halten oft, was sie versprechen, nämlich, dass sie die Füße vor Nässe und Frost schützen.

 5. Online-Shop oder Lieblingsladen?

Beides! SALE  haben sich schließlich nicht nur die Innenstädte, sondern genauso auch die Warenzusteller unseres Vertrauens auf die Fahnen geschrieben. Ob einen Klick entfernt bei Mirapodo oder doch bei einem ganz und gar analogen, samstäglichen Shopping-Trip – auf jeden und jede dürfte irgendwo dort draußen das passende Paar warten. Es versteckt sich nur unweit vom nächsten Tiefdruckgebiet.

Vorschau:  In der nächsten Woche begeben wir uns auf Trend-Suche für die Frau finden allerhand Kleidsames für Sie in 2014.

Kämpfe stilvoll gegen Verschwendung!

Eingängig ist dieser Slogan, das muss man den Erfindern von „kleiderkreisel.de“, DER Flohmarkt-und Tausch-Plattform im Internet, einfach lassen. Doch Kleiderkreisel ist noch mehr als das: Mal als perfekter Ort für einen ausgelassenen Plausch, mal als Selbstdarstellungsstätte in reinster Form und mal als erste Anlaufstelle für Schnäppchenjäger, kommt die Webseite verdammt vielseitig daher.

Begonnen hat alles mit Sophie, Susanne und Martin, drei jungen Kreativen, und einer Osteuropareise. Ausgerechnet hier, – im littauischen Vilnius – lernten sie mit ihrem Gastgeber auch das innovative Sharing-Konzept kennen, das als Pilot-Projekt in Litauen bereits erfolgreich angelaufen war. In Deutschland geriet die Umsetzung, mit freundlicher Unterstützung aus Litauen, schnell in Gang. Die Werbetrommel wurde auf allen möglichen Social-Media-Wegen gerührt und erregte so rasend schnell die Aufmerksamkeit einiger einflussreicher Mode-Blogger. Das alles war in 2008. Heute zählt das Portal stündlich wachsende Mitgliederzahlen und virtuelle Kleiderkataloge wie Sand am Meer.

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Mal wieder richtig ausmisten: Dank kleiderkreisel kein Problem mehr. (Foto: T.Gartner)

Mich hat vor rund drei Jahren eine Freundin auf den Geschmack gebracht. Auf die altbewährte Methode der Mund-zu-Mundpropaganda scheint also selbst heute, im medialen Zeitalter, noch Verlass zu sein. Die Funktionsweise von kleiderkreisel ist zudem schnell erklärt: Wenn du auf der Suche nach einer neuen modischen Errungenschaft bist, gibst du sie ins Suchfeld ein und filterst die Kriterien für ein präziseres Ergebnis gegebenenfalls noch mithilfe der Suchmaske. So kannst du beispielsweise nach Waren, beziehungsweise nach Mitgliedern, fahnden, die ausschließlich aus deiner Stadt stammen.Im Allgemeinen genügt jedoch ein einziges Stichwort mit Größenangabe, etwa „Jeanskleid 36“, um fündig zu werden. Ähnlich unkompliziert gestaltet sich das Anbieten eigener Artikel. Das einzig Umständliche daran ist, wenn davon überhaupt die Rede sein kann, das Fotografieren seiner Kleidungsstücke, die natürlich möglichst clever in Szene gesetzt werden sollen. Oder, um es in den Worten des „Kleiderkreisel-Kommandos“ auszudrücken: Niemand will wissen, wie eure Kleider auf dem Sofa aussehen.

Da heißt es also anziehen, posieren, Bildperspektiven ausprobieren. Wer es gut machen will, braucht dafür schonmal ein Weilchen – oder eine Mutter, die gezwungenermaßen als Modell für eure jugendsündigen Outfits herhalten muss. Nur gut, dass man das missmutige Gesicht dank Photoshop nachträglich herausschneiden kann.

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Schon als Knirps stylish wie die Großen: Pendant Mamikreisel macht’s möglich.  (Foto:  Pressefoto mamikreisel.de)

Hat man also den Grundaufbau der Plattform durchdrungen, können im nächsten Schritt die Randfunktionen genauer betrachtet werden. Die wohl Wichtigste dürfte dabei das Forum sein. Dieses ist nicht nur ziemlich stark frequentiert, sondern weist auch eine Themenvielfalt auf, wie man sie sonst höchstens auf gutefrage.net oder bild.de erlebt. Bedauerlicherweise schaffen es viele thread interne Diskussionen inhaltlich häufig auch nicht über BILD-Niveau hinaus: Von „Hilfe, ich bin verliebt in meine Freundin!“ über „Welchem Star sehe ich ähnlich?“ bis hin zu „Glaubt ihr auch an Außerirdische?“ tun sich im nach Themengebieten sortierten Kleiderkreisel-Forum schon mal so einige Abgründe auf. Bleibt nur zu hoffen, einiges davon wurde mit einem intendierten Augenzwinkern verfasst.

Nichtsdestotrotz lassen sich zwischen vielen Beiträgen mit wenig Sinn auch hilfreiche Threads entdecken. So tauschen sich die KreislerInnen, wie sie sich intern nennen, nicht selten über die richtige Haarpflege oder etwaige modische Kniffe aus. Bisweilen geben die Damen und Herren, welche nicht nur innerhalb des Forums, sondern auch auf ihren persönlichen Blogs schwer aktiv zu sein scheinen, einander auch Tipps, die eine höhere Besucheranzahl für das eigene Weblog versprechen – natürlich darf dabei der Link zum Verfasser-Blog nicht fehlen.

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Kleines Logo, große Bedeutung: Das Portal ist für viele eine soziale Konsumalternative geworden. (Foto: Pressefoto kleiderkreisel.de)

Schenkt man den Stimmen aus den Erfahrungsberichten Glauben, so liegt das entscheidende Manko von Kleiderkreisel genau dort, wo auch sein Vorzug liegt, nämlich bei der Art und Weise, wie Geschäfte gemacht werden.
Die Kauf-und-Tausch-Plattform rühmt sich zurecht damit, keinerlei Gebühren zu verlangen, weder für die Anmeldung noch für die Kaufabwicklung. Kosten, für den Verkäufer inform von Versand und für den Käufer eben als Kaufpreis, entstehen lediglich im Falle eines abgeschlossenen „Kaufvertrags“ – einer, der streng genommen gar nicht existiert. Beide Seiten verlassen sich gutgläubig auf die Einhaltung der im E-Mail-Verkehr festgelegten, wenn nicht sogar von vorneherein im Nutzerprofil angegebenen Bestimmungen. Dazu zählen neben Versand-und Zahlungsart auch Fragen nach Reservierungsdauer bestimmter Artikel und eben allerhand Regeln, die jedem auf den ersten Blick furchtbar kleinkariert vorkommen dürften. In Wahrheit sind diese jedoch nötig, um dem worst case vorzubeugen: Einem Betrug – zugleich leider ein alltägliches Phänomen auf Kleiderkreisel. Betrüger sind alle, die kassieren, ohne zu versenden; schwarze Schafe, die Ware als neuwertig anbieten, welche sich schlussendlich als abgetragen und nach Schweiß miefend herausstellt.

Da sich Betrüger leider erst im Nachhinein als solche entlarven, ist für Jungs und Mädels auch bei ernstzunehmendem Tausch-Rausch Vorsicht geboten. Auf Nummer sicher geht man, indem man die bisherigen Bewertungen der potentiellen Verkäufer genauer unter die Lupe nimmt. Das mag gegenüber neuen, noch bewertungslosen Nutzern ungerecht sein, ist jedoch die einzige Methode, sich der Verlässlichkeit des Verkäufers zu vergewissern. Ist man doch einmal in die Falle getappt, so gibt es immerhin noch das Kleiderkreisel-Kommando, bestehend aus einer handvoll Administratoren, die sich um das Problem zu kümmern versprechen und dies auch zuverlässig tun – mit mal mehr, mal weniger zufriedenstellendem Erfolg. Fälle, in denen selbst ein noch so ausgebildetes Spezialeinsatzkommando nichts mehr ausrichten kann, finden wir bei sogenannten „Rachebewertungen“ vor. Diese werden typischerweise als Racheakt auf eine ebenfalls recht miese Bewertung vom Gegenüber verfasst und kommen meist Schimpftiraden voller unflätiger Ausdrücke gleich.

Spätestens hier dürfte klar geworden sein, welche Zielgruppe Kleiderkreisel bis heute vorwiegend anspricht.

Vorschau:  Beim nächsten Mal gibt es an dieser Stelle nichts geringeres zu sehen als das Lookbook für den Sommer.

Sneakermall – Willkommen im Turnschuh-Himmel

„Es war einmal ein weiser Mann, der hatte schöne Schuhe an …“ – So oder ähnlich könnte das Märchen von dieser Facebook-Gruppe beginnen, die zweifelsohne zu den nützlicheren Erfindungen zwischen all den Zeitvertreiben im sozialen Netzwerksog gehört. Protagonist in dieser Erfolgsgeschichte: Facebook-Nutzer Sascha SaXer, der es definitiv nicht bloß „for the fame“ getan hat. Seine Person im Hintergrund haltend, lenkt er den Fokus auf das Wesentliche: Den An-und Verkauf von Sneakers. Ein Angebot, das die schuhbesessene Community dankend anzunehmen scheint, betrachtet man einmal den rasanten Zuwachs von Gruppenmitgliedern seit der Gründung in 2009.

 Sneakermall – Willkommen im Turnschuh-Himmel

In ist, was drin ist: Bereits das Titelbanner, erstellt von einem User, lädt zum Schuh-Shopping ein. (Foto: Sneakermall)

Ich selbst erfuhr eher zufällig von der selbsternannten „buy/sell/ trade“-Plattform. Ein alter Schulkamerad und bekennender Verehrer sportlicher Fußbekleidung hat mich darauf gestoßen, als er erfuhr, dass ich mich seit geraumer Zeit vergebens darum bemühe, meine Nike Air Max endlich via Internet an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Dass sie nicht mehr als brandneues, sondern als getragenes, aber dafür dennoch gut in Schach gehaltenes Paar online gestellt werden sollen, schränkt die Verkaufsmöglichkeiten selbstverständlich ein. Nur gut, dass besagter Kenner mich an die SneakerMall verwies und mir eine kinderleichte Anleitung zum Posten meiner Schmuckstücke direkt mit an die Hand gab.

In der Tat erwies sich das Anbieten meines Artikels vorerst als problemlos: Foto hochladen, Marke, Modell und Preis angeben – und das war’s auch schon fast. Gestutzt habe ich kurz, als es daran ging, den Zustand meines Paares zu definieren. Offenbar vertraut das Konzept hier auf die die ehrliche Einschätzung des Verkäufers, denn es obliegt eben diesem, auf einer Skala von 1 bis 10 seine Schuhe zu bewerten, wobei 10 die Neuwertigkeit der Sneakers markiert und es bereits nach einmaligem Tragen nur noch zu einer 9 reicht. Ich habe meine Air Max im Übrigen mit einer 7 bezeichnet und mich dabei für ungeheuer fair gehalten. Einen Abnehmer habe ich dafür bislang trotzdem nicht gefunden.
Die Schuld dafür gebe ich zum einen dem erschreckend hohen Männeranteil auf der Seite – also bitte! Typen und Turnschuhe, das mag zwar gut zusammenpassen, ist aber heutzutage für die Damen der Schöpfung ebenfalls schwer angesagt – und zum anderen dem Aufbau der Gruppe selbst. Diese nämlich wird, ihrer besagten steigenden Beliebtheit sei Dank, schneller aktualisiert, als man „Nike“ sagen kann. Minutiös werden Bilder von den unterschiedlichen Modellen gepostet, wobei bei aufmerksamen Scrollen auffällig oft der bekannte Nike-Haken auf dem Schuh auftaucht. Die reale Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet mein Paar von einem der 14 580 Mitglieder (Stand: 22.Mai) entdeckt und gewollt wird, rechne ich mir daher als ziemlich gering aus. Einen Hoffnungsschimmer bieten mir dennoch die akurat angelegten Size-Ordner. Hier finden sich sämtliche Angebote der Größe nach sortiert.

Nichtsdestotrotz finde ich Gefallen am bloßen Durchstöbern der Gruppe und bin fasziniert an der ungeheuren Vielfalt an limitierten Modellen, die heutzutage den Markt kräftig aufzumischen scheinen. Andererseits ist es eigentlich kein Wunder, dass die Auswahl so gigantisch ist. Schließlich nutzen Facebook-User auf der ganzen Welt die Sneakermall zum Handel mit ihren Tretern. Dies dürfte auch erklären, wieso sämtliche Texte wie Anleitung oder FAQ ursprünglich auf Englisch verfasst und nur teilweise – und selbst dann noch mit diversen Rechtschreibfehlern gespickt – auf Deutsch hinzugefügt worden sind. Bei der Suche nach weiteren Informationen zur Gruppe sticht allerdings noch eine weitere Auffälligkeit ins Auge: Ein gewisser Marko Snkrzwrg scheint keine Mühen dabei zu scheuen, sich beinahe täglich um die Aktualisierung einer Art Danksagungsliste mit sämtlichen Nutzern, die sich im Zuge der Kaufabwicklung offenbar positiv bewährt haben, zu kümmern. Das Pendant dazu stellt ein Dokument mit dem trefflichen Namen “Wall of Shame“ dar – hier werden die Namen der schwarzen Schafe gelistet, mit denen man besser nicht ins Geschäft kommen sollte.

Ich werde wahrscheinlich meine Nikes noch einige Male posten müssen, ehe sie auch nur die Aufmerksamkeit irgendeines Nutzers erwecken. Doch da ich als Gruppenmitglied das Recht habe, pro Woche immerhin ein Mal durch das Verfassen eines Kommentars auf meinen Post hinzuweisen, möchte ich weiterhin fest daran glauben, dass auch meine Schuhe eines schönen Tages endlich den Besitzer wechseln. Wer weiß, vielleicht lasse ich mich früher oder später auch einmal selbst zum Kauf eines neuen Paars auf Sneakermall hinreißen. Wenn ich einmal die Zeit dafür aufbringen kann, gezielt nach Sneakers zu suchen, die weder mit horrenden Preisen – Shipping macht dabei einiges aus – ausgeschildert noch überhaupt verfügbar sind. Denn im Gegensatz zu einer echten „Mall“ hat die Sneakermall noch mit einem gravierenden Problem zu kämpfen, das der Adminstrator in seiner Drohung treffend auf den Punkt bringt: PLEASE DELETE YOUR SOLD SHOES! YOU MAY BE KICKED BY AN ADMIN IF NOT! (Bitte löscht eure verkauften Schuhe! Falls nicht, werdet ihr von einem Admin aus der Gruppe gekickt!)

Vorschau:  In der nächsten Woche lernen modische Männer die neuesten Sommertrends für 2013 kennen.

Louboutins – der französische Star mit der roten Sohle

Jeder liebt sie – jeder will sie! Wenn man auf purem Luxus laufen könnte, hätten diese Schuhe ihren großen Auftritt. Der begehrte Schuhdesigner Christian Louboutin lässt Frauen weltweit unter den Fußsohlen erröten.

Louboutins - der französische Star mit der roten Sohle

Richtig scharf: Louboutins besetzt mit schwarzen Nieten
(Foto: Brauns, www.modestadt.eu)

Sie sind meist ziemlich hoch, immer ziemlich rot und ein wichtiger Bestandteil im Fundus einer jeder leidenschaftlichen Schuhsammlerin. Die Bewunderinnen dieses Meisterwerks, auch Louboutins genannt, führen eine beinahe religiöse Beziehung zu diesen Schuhen, wobei mehr der Schuh die Trägerin trägt als andersrum. Um ein Paar des heiß begehrten Labels in ihren Händen zu halten, schrecken die Kundinnen sogar nicht davor zurück, nächtelang vor den Louboutin-Läden zu kampieren. Doch was macht den Zauber dieser Schuhe aus?

Schon als kleiner Junge entdeckte Christian Louboutin seine Liebe für Schuhe. Er selbst bewunderte einst die Eleganz und Anmut, die diese Accessoires hervorrufen können. Für ihn geben die Schuhe ihrer Trägerin den Charakter. Und Louboutins sind ganz klar abenteuerlustig. Doch bevor das Label überhaupt entstehen konnte, lernte Herr Louboutin sein Handwerk bei namenhaften Marken, wie Chanel und Yves Saint Laurent. Um die Freiheit zu haben, seine genialen Visionen Realität werden zu lassen, musste er jedoch zunächst sein eigens Label gründen.

Vor über 20 Jahren eröffnete er sein erstes Geschäft in den Straßen Paris’. Inzwischen ist dieses eine Geschäft auf 70 Boutiquen, rund um den Globus angewachsen und ist präsent in 46 Ländern. Sein Produkt steht für eine moderne, dennoch zeitlose Eleganz. Christian Louboutin verehrt die Frauen und ihre Schönheit, was sich in seinen Designs klar wiederspiegelt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht unsere Träume wahr werden zu lassen und unsere innersten Gefühle anzusprechen. Eine Art Frauenflüsterer oder? Die hohen Heels verleihen dem weiblichen Körper eine zauberhafte Silhouette und vor allem einen verführerischen Gang. Es ist in Louboutins fast unmöglich NICHT gut auszusehen.

Louboutins - der französische Star mit der roten Sohle

Der Klassiker in jeder Schuhsammlung: Louboutins
(Foto: Brauns, www.modestadt.eu)

Es liegt also nicht fern, dass manch eine zahlungskräftige Fashionista ihr Geld lieber auf den hohen Absatz legt, statt auf ein Sparbuch. Ist es doch nicht nur eine gute Geldanlage, sondern auch eine Investition fürs Leben – eine Investition die Frau dem Himmel ein Stückchen näher bringt.

Business Styleguide für Ihn – Teil II

Da die Mode-Redaktion nach dem Artikel Business Styleguide für Ihn einige Nachrichten erreicht haben, dass dieser nichts Neues biete, haben wir uns dazu entschlossen, einen zweiten Teil zu erstellen, in dem auf die kleinen modischen Feinheiten hingewiesen werden soll , die den Unterschied machen.

 Krawatte und Einstecktuch

Tuch und Krawatte sollten nie aus identischem Material gefertigt und gleich gemustert sein. Wichtig ist allerdings, dass die Farben harmonieren. Kleine Muster werden mit großen kombiniert. Das Einstecktuch greift die Farbe des Hemds auf.

Hemd und Krawatte

Ein gemustertes Hemd kann jederzeit mit einer unifarbenen Krawatte kombiniert werden, gleiches gilt auch umgekehrt. Mischt man zwei Muster miteinander, ist es auch hier wichtig, dass diese in ihrer Größe variieren. Ist der Anzug bereits gestreift oder kariert, sollte entweder zu einem unifarbenen Hemd oder einer neutralen Krawatte gegriffen werden.

Zu einem blauen Anzug und hellblauem oder weißem Hemd passen vor allem Krawatten in Rottönen.

Beim Dresscode Business Casual kann auf die Krawatte verzichtet werden.

Der Kragen und die Knoten

Je nach gewählter Hemdkragenart sollte auch der Krawattenknoten variieren. Zum Bristolkragen passen die Knoten Cavendish, Manhattan und Victoria.

Sowohl der Kent- als auch der Buttondown-Kragen kommen am besten mit Krawatten zur Geltung, die zu einem Grantchester-, einem Balthus oder einem Kreuzknoten gebunden sind. Den Kentkragen trägt man außerdem mit einem Victoria, einem halben Windsor, einem Manhattan oder einem St. Andrew.

Tabkrägen werden aufgrund ihrer Breite mit schmalen Knoten wie dem Four-in-Hand, dem Ypsilon oder dem Kelvin getragen.

Bei Einreihern mit zwei Knöpfen bleibt der obere Knopf immer geschlossen. Vor dem Hinsetzen wird auch dieser geöffnet. Handelt es sich um einen Einreiher mit zwei Knöpfen, bleiben der obere und der mittlere Knopf geschlossen.

Beim Zweireiher bleiben alle Knöpfe immer geschlossen. Lediglich zu weniger formellen Anlässen darf der untere Knopf außen offen bleiben.

Schuhe – schwarz oder braun?

Im gehobenen Büroumfeld sind braune Schuhe ein absolutes No-Go („no brown in town“). Hier werden nach wie vor grundsätzlich schwarze Schuhe getragen. Auch nach 18 Uhr sind braune Schuhe tabu („no brown after six“) und der schwarze Anzug wird immer auch mit schwarzen Schuhen getragen.

Zum blauen und grauen Anzug können sowohl braune als auch schwarze Schuhe kombiniert werden, wohingegen zum beigefarbenen Anzug nur Brauntöne passen. Dunkelbraune Anzüge kombiniert man mit schwarz oder sehr dunklem Braun.

Der Smoking

Smokings werden in Schwarz und Mitternachtsblau getragen, bei Seereisen und Veranstaltungen unter freiem Himmel auch in Weiß und Elfenbeinfarben.

Das Smokinghemd ist in jedem Fall weiß. Als Kragen kann zwischen Haifisch- und Kentmodellen gewählt werden. Wichtig sind außerdem Klappmanschetten.

Vorschau: In der nächsten Woche erhalten die Männer an dieser Stelle einen Überblick über die aktuelle Herbst-/Winterkollektion.

 

Business Styleguide für Sie

Vor allem Studentinnen, die ein Praktikum machen oder ins Berufsleben starten, stellt sich die Frage, was sie nun zu welchem Anlass tragen sollen, was beachtet werden muss und welche Fauxpas vermieden werden sollten. Um mit einem guten Gefühl ins Berufsleben zu starten reicht es, ein paar Stil-Regeln zu beachten.

Die wahrscheinlich wichtigsten Basics für berufstätige Frauen sind Blusen. Erstere sollten gut sitzen und farblich gedeckt gestaltet sein. Neben den klassisch-einfarbigen Blusen sind auch gestreifte und leicht karierte Blusen für den Berufsalltag angemessen. Auch schön sind feine Polo-Shirts, Schluppenblusen aus Seide oder T-Shirts mit moderatem Ausschnitt. Wichtig ist immer, dass die Schultern vom Oberteil bedeckt werden, alles andere wirkt schnell anrüchig.

Blazer sind vor allem bei Geschäftsterminen Pflicht und können im Frühling und Herbst eine dünne Jacke ersetzen. Die Farben schwarz, dunkelblau, beige, braun und grau gehen immer, weiß nur im Frühling und Sommer. In weniger konservativen Branchen wie zum Beispiel dem Medien- und Marketingbereich können auch Blazer in pink, hellblau oder grasgrün getragen werden, allerdings sollte der Rest des Outfits dann sehr schlicht gestaltet sein. Alternativ bringen auch leichte Strickwesten über Blusen oder Twin-Sets (Anm. d. Red: Strickwesten mit passenden T-Shirts oder Tops) Abwechslung in die tägliche Job-Garderobe.

Auf Schals und Tücher wird im Job eher verzichtet. Wer zu Halsschmerzen neigt oder im Winter etwas um den Hals tragen will, entscheidet sich deshalb für Rollkragen-Pullover.

Wichtig ist auch ein gut sitzendes Beinkleid: Stoff-Hosen in der Farbe des Blazers komplettieren das Business-Dress zu einem stimmigen Bild. „Gut sitzend“ bedeutet, dass die Hose nicht auf Hüfthöhe aufhört und bei der kleinsten Bewegung den Slip freigibt. Außerdem sollte sie auf Absatzhöhe abschließen. Sowohl zu weite als auch zu enge Hosen sollten vermieden werden.

Röcke und Kleider stellen, vor allem im Sommer, eine charmante Alternative zu Hosen dar. Für beide gilt, dass das Rockende maximal eine Handbreit über dem Knie endet. Schick sind Falten- und A-Linien-Modelle bei Röcken und Kleidern.

Als Jacken eignen sich im Frühjahr und Herbst beigefarbene Trenchcoats und dünne Mäntel. Im Winter leisten schwarze oder graue Wollmäntel oder Daunenjacken gute Dienste.

Viele Frauen hassen sie, trotzdem sind sie in Büro-Berufen unumgänglich: die Seidenstrümpfe. Gehasst werden sie dafür, dass sie unbequem sein sollen und dauernd Laufmaschen bekommen. Trotzdem bewirken die hautfarbenen Seidenschläuche kleine Wunder: Sie lassen Äderchen und leichte blaue Flecken verschwinden, sodass die Beinoberfläche ebenmäßiger wirkt. Stärkere blaue Flecken kann man mit Concealer oder Camouflage-Make-Up bekämpfen. Außerdem vermeidet man mit den Strümpfen schwitzende, in den Schuhen rutschende Füße und Blasenbildung.Vorsorglich sollte man immer ein zweites Paar Strümpfe in der Tasche oder im Schreibtisch griffbereit halten.

Heimtückisch sind weiße Blusen, T-Shirts und die weiße Anzugshose, die man im Sommer gerne trägt, erkennt man doch oft schon von Weitem, welche Farbe die Unterwäsche hat. Da weiße Blusen allerdings zur Grundgarderobe der Business-Dame gehören, hilft folgender Tipp: Hautfarbene, gut sitzende Unterwäsche zeichnet sich überhaupt nicht ab und trägt dadurch zum Wohlbefinden bei. Im Job ist es sehr wichtig, dass Slip und BH optimal passen- die Bequemlichkeit und nicht die Attraktivität steht hier im Vordergrund.

Den Knackpunkt eines Business-Outfits stellen gerade für Berufseinsteigerinnen oftmals die Schuhe dar: Der Absatz sollte nicht zu hoch sein, zwischen 3 und 5 cm sind optimal. Flache Ballerinas wirken oft zu mädchenhaft, weswegen man sich wenigstens für eine kleine Erhöhung der Sohle entscheiden sollte. Ein absolutes No-Go sind Schuhe mit Plateau-Absatz. Diese wirken schnell billig und unpassend. Ähnliches gilt auch für Peep-Toes. Während Pumps, Stiefeletten und Ankle-Boots immer und überall gehen, sollte man als Praktikantin oder Berufseinsteigerin anfangs auf Stiefel, Sandalen und Sandaletten verzichten und sich – sobald man ein gewisses Gespür für den individuellen Dress-Code des Unternehmens hat – am Stil der Kolleginnen orientieren.

Bei Schuhen gilt mehr als bei der Kleidung der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Es lohnt sich, in zeitlose, klassische Modelle aus hochwertigen Materialien und mit guter Verarbeitung zu investieren. Schöne Lederpumps in gedeckten Farben wie schwarz, grau und beige können beispielsweise in Kombination mit einer passenden Tasche, ein eher günstigeres Outfit aufwerten und passen zu fast allen Farbzusammenstellungen.

Die Handtasche – beste Freundin der Frau – fällt im Arbeitsalltag am besten etwas überdimensioniert aus, da sie neben den kleinen Helfern wie Make-Up-Täschchen, Ersatz-Strumpfhose, Blasenpflastern, Kopfschmerztabletten und Deo oft auch Transportmittel für Aktenmappen oder sogar den Laptop darstellt. Alternativ können die genannten Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau erleichtern, auch im Schreibtisch deponiert werden. Der große Shopper kann dann durch ein kleineres Exemplar und eine schicke Laptoptasche getauscht werden. Wie auch bei den Schuhen sollte auch bei der Handtasche eher auf Qualität statt Quantität gesetzt werden. Schön ist, wenn die Tasche Stil und Farbe der Schuhe aufgreifen.

Bei Accessoires gilt die Faustregel ,,nie mehr als sieben Stücke“, wobei ein Paar Ohrringe und eine Brille jeweils als zwei Teile zählen. Auch der Gürtel fällt unter die sieben Stücke. Des Weiteren sollte Schmuck eher dezent ausfallen, beispielsweise ein paar Perlenstecker, eine zarte Goldkette oder ein feiner Ring. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, als würde man sich hinter dem Schmuck verstecken. Auch sollte dieser die Persönlichkeit unterstreichen, nicht aber dazu dienen, sich zu verkleiden.

Ein gepflegtes Äußeres stellt darüber hinaus die halbe Miete dar: Hetzt man von einem Termin zum anderen, vom klimatisierten Besprechungsraum in das überhitzte Großraumbüro und auf dem Weg zum Auto vielleicht auch noch durch den Regen, ist die Frisur oftmals schnell zerstört. Abhilfe schaffen simple Hochsteckfrisuren, Haarknoten oder Pferdeschwänze, die nicht nur ein zerrupftes Aussehen vermeiden, sondern auch die Haare aus dem Gesicht halten und somit für gesteigerte Konzentration sorgen. Colorierte Haare sollten regelmäßig nachgefärbt werden, da nichts ungepflegter wirkt als ein zentimeterlanger Ansatz

Das Make-Up wird schlicht gehalten: In der Regel reicht eine getönte Tagescreme, ein wenig Rouge und Wimperntusche. Neigt man zu fettiger Haut, kann ein wenig Puder auf den glänzenden Stellen Wunder bewirken. In der Handtasche sollte immer auch ein Lipgloss zu finden sein, der nach dem Essen, vor Besprechungen und bei trockenen Lippen durch Heizungs- und Klimaanlagenluft eingesetzt wird. Lippenstifte und Lidschatten in zu auffälligen, dunklen Farben sollten vermieden werden

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine Ausnahme des starren Business-Dress-Code ist der sogenannte Casual Friday, der mittlerweile in den meisten großen Unternehmen praktiziert wird. Freitags werden Stoffhosen durch Jeans, Blazer durch Strickwesten und Pumps durch Ballerinas ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Business Styleguide für Ihn.

 

Gewinnspiel: Exklusive Stücke aus der Jorge-Gonzalez-Kollektion

Ihr habt die exklusive Chance, Teile aus der neuen Kollektion “Chicas Walk” von Jorge Gonzalez zu gewinnen! Verlost werden die folgenden Stücke:

– Schal grau/weiß (2x)

– Schal bunt (1x)

– Kleid bunt (36/38) (1x)

– Kleid blau (36/38) (1x)

– Plateausandale weiß (38/39) (2x)

– Plateausandale braun (38/39) (1x)

Bilder gibt´s HIER.

Was ihr dafür tun müsst:

Schreibt bis einschließlich Mittwoch, 4. Januar 2012, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff “Jorge” plus die Bezeichnung des Produktes, das ihr gewinnen wollt, also zum Beispiel „Jorge, Schal bunt“. In der E-Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname, eine gültige E-Mail-Adresse sowie eure postalische Anschrift, damit das Produkt – wenn ihr es gewinnen solltet – dorthin verschickt werden kann. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Donnerstag, den 5. Januar via Mail.

Viel Glück!

UGG Boots – vom Hausschuh zum Kultstiefel?

Ob Mannheim, Frankfurt oder Berlin: begibt man sich zu dieser Jahreszeit auf die Straßen, muss man nicht lange suchen bis man sie entdeckt. Sie laufen einem – im wahrsten Sinne des Wortes – ständig über den Weg. In klassischem Beige oder Schwarz, aus reiner Schafswolle oder Kunstfasern, ob Original oder Fälschung. Für die einen der schlimmste Mode-Fauxpas des Winters, für die anderen sind sie dagegen ein treuer Begleiter an kalten Tagen.

UGG Boots - vom Hausschuh zum Kultstiefel?

Kuschelig und warm: Original UGG Boots (Foto: Wikipedia / Rettinghaus)

Von was hier die Rede ist? Ugg Boots, natürlich.

Kaum jemandem sind die Stiefel – auch „Uggs“ oder „Emus“ genannt und im Original aus beidseitig angerautem Schafsfell, gefüttert mit Flies – heutzutage noch unbekannt. Doch woher stammt dieses, durchaus umstrittene Modephänomen eigentlich?

Ihren Ursprung haben die Kultstiefel tatsächlich als Hausschuhe. So wurden sie in Australien und Neuseeland schon in den 20er-Jahren traditionell aus Schafsfell gefertigt und als heimische Fußwärmer getragen. Während des Ersten Weltkrieges wärmten sich dann sogar die Kriegspiloten ihre Füße in den kuscheligen Uggs.

Bekannter wurden die  Boots allerdings erst ein paar Jahre später, genauer gesagt in den 60er- und 70er-Jahren. Damals erklärte die Surfer-Szene sie zu ihrem neuen Lieblingsaccessoire, um ihre Füße nach einem langen Tag am Strand in ihnen zu wärmen. Es war zu jener Zeit jedoch weiterhin noch undenkbar, dass dieses Unisex-Schuhwerk jemals zum populären Modetrend erklärt werden würde.

Natürlich haben auch in diesem Fall prominente, modische Vorreiterinnen maßgeblich ihren Teil zum Kultstatus der Ugg Boots beigetragen. Die Marke wurde Mitte der Neunziger von der Firma „Deckers Outdoor Corporation“ aufgearbeitet, im Luxussegment neu platziert- und schon wurden kurze Zeit später die ersten, meist weiblichen Promis in Ugg Boots gesichtet. Schauspielerin und Stilikone Sarah Jessica Parker ging in Uggs mit ihren Kindern durch New York spazieren und Ex-„Baywatch“-Star Pamela Anderson trug sie als Stilbruch zum Minikleid. Von nun an gab es kaum noch einen prominenten Fuß, der sich nicht in den populären Stiefeln wärmen durfte.

Kultstatus hin oder her, Ugg Boots lassen sich wohl wahrlich nicht als eleganten oder gar weiblichen Schuh bezeichnen. Ihr kaum vorhandenes Profil bedingt, dass die meisten Trägerinnen die Stiefel nach innen ablaufen und dadurch eine vollkommen ungesunde Fußstellung entwickeln. Für einen Preis zwischen 150 Euro und 400 Euro erinnert der Gang in ihnen zudem wohl mehr an ein stetes Schlurfen als an Laufen. Doch: all diesen Argumenten zum Trotz, bezeichnen Überzeugte ihre geliebten Ugg Boots weiterhin als die wohl kuscheligsten und wärmsten Schuhe der Welt.

Eins steht wohl fest: auch die modischste Frau kann nicht rund um die Uhr und zu jeder Gelegenheit in schicken High-Heels durchs Leben stöckeln, sodass Uggs weiterhin für viele eine Möglichkeit bleiben, bequem durch den Tag zu kommen.

Ob man sie nun schön oder vollkommen unförmig findet, letztlich entscheidet der individuelle Geschmack eines jeden – und über den lässt sich bekanntlich immer streiten.

Vorschau: Nächsten Donnerstag wird Adeline über den White Trend berichten.

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Das Gewinnspiel rund um Laufstegtrainer Jorge Gonzalez und seine Kollektion wird bis einschließlich Mittwoch, 4. Januar verlängert. Mehr Infos dazu findet ihr HIER.

 

„Trendy und tragbar“ – Laufstegtrainer und Designer Jorge Gonzalez spricht über seine neue Kollektion

"Trendy und tragbar" - Laufstegtrainer und Designer Jorge Gonzalez spricht über seine neue Kollektion

Zufrieden mit seiner Arbeit als Designer: Jorge Gonzalez (Foto: Beutler)

Er ist Deutschlands bekanntester Laufstegtrainer, arbeitet nebenher als Model, ist studierter Radioökologe und seit neuestem auch Modedesigner – die Rede ist von Multitalent Jorge Gonzalez, bekannt aus der TV-Castingshow “Germany’s Next Topmodel”. Der gebürtige Kubaner bringt am heutigen Donnerstag eine neue Kollektion seiner Modereihe “Chicas Walk” auf den Markt, in Kooperation mit einem der führenden Modeanbieter in Deutschland und Europa: “bonprix”. Die bereits auf der „FashionWeek“ 2011 gezeigte Kollektion (wir berichteten) enthält ansprechende Kleidung für jeden Geschmack und – so der Clou – für jeden Anlass. Face2Face hatte die Chance mit dem Meister selbst zu sprechen und hat ihn zu seiner neuen Kollektion befragt.

Face2Face: Woher kam die Idee, eine eigene Modestrecke auf den Markt zu bringen?
Gonzalez: Im Laufe meiner Arbeit wurde mir immer wieder gesagt, ich solle doch selbst mal etwas entwerfen. Nachdem ich mich dann an die Arbeit gemacht hatte und bei einer Show in Hamburg erste Stücke präsentierte, saß ich wenig später plötzlich bei „bonprix“ und dort haben wir dann über meine eigene Kollektion in Zusammenarbeit mit „bonprix“ gesprochen.

Face2Face: Wie würden Sie Ihre Kollektion jemandem beschreiben, der sie noch nie gesehen hat?
Gonzalez: Die Kollektion ist sehr trendy, sehr tragbar. Es sind Kleidungsstücke für jede Gelegenheit. Denn die Frauen heutzutage sind es satt, für jeden Anlass etwas anderes anzuziehen. Daher habe ich das Prinzip verfolgt, ein Kleidungsstück so zu entwerfen, dass es zu vielen Gelegenheiten passt, oder man es ganz schnell ändern kann – mit den passenden Accessoires beispielsweise. Die Kollektion ist also nicht nur sexy, sondern auch praktisch.

"Trendy und tragbar" - Laufstegtrainer und Designer Jorge Gonzalez spricht über seine neue Kollektion

Sexy und schick: Diese beiden Kleider könnt ihr bei Face2Face gewinnen (Fotos: bonprix, Collage: Koepke)

Face2Face: Gab es für die Kollektion Vorbilder, haben Sie selbst Vorbilder?
Gonzalez: Meine Vorbilder sind die Chicas. Ich lasse mich vom Stil der Straße inspirieren, schaue, wie die Frauen rumlaufen, was sie anhaben. Das ist eigentlich meine beste Inspiration. Und ich schaue mir gerne Mode-Blogs, beziehungsweise allgemein Magazine an, täglich sogar. Und am liebsten natürlich Face2Face! (lacht)

Face2Face: Sie haben die Kollektion schon auf der diesjährigen Berliner „FashionWeek“ präsentiert – gab es seitdem noch Änderungen, oder war das bereits die finale Strecke?
Gonzalez: Auf der Berliner „FashionWeek“ wurde die erste Staffel meiner Kollektion gezeigt und schon ein paar Auszüge aus der zweiten, die heute rauskommt. Große Änderungen gab es nicht mehr im Nachhinein, es kamen lediglich ein paar Accessoires noch hinzu, wie etwa Schuhe, oder Handtaschen.

Face2Face: Werden Stücke aus der Kollektion in der nächsten Staffel von “Germany’s Next Topmodel” zu sehen sein? Ist da eine Kooperation geplant?
Gonzalez: In der letzten Staffel gab es ja schon Stücke aus meiner ersten Kollektion, bei einer Challenge auf den Bahamas zu sehen. Für die nächste Staffel, die im Februar starten wird, ist auch etwas im Gespräch.

Gewinnspiel:

Ihr habt die exklusive Chance, Teile aus der neuen Kollektion “Chicas Walk” von Jorge zu gewinnen! Verlost werden je ein Stück der folgenden Accessoires:

"Trendy und tragbar" - Laufstegtrainer und Designer Jorge Gonzalez spricht über seine neue Kollektion

Zu gewinnen (von links): Schal grau-weiß, Schuhe weiß, Schal bunt (Fotos: bonprix, Collage: Koepke)

Außerdem könnt ihr je einmal eins der folgenden Kleider im Größe “M” gewinnen:

 • Kleid blau

• Kleid bunt

Was ihr dafür tun müsst:

Schreibt bis einschließlich Mittwoch, 4. Januar 2012, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff “Jorge” plus die Bezeichnung des Produktes, das ihr gewinnen wollt, also zum Beispiel „Jorge, Schal bunt“. In der E-Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname, eine gültige E-Mail-Adresse sowie eure postalische Anschrift, damit das Produkt – wenn ihr es gewinnen solltet – dorthin verschickt werden kann. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Donnerstag, den 5. Januar via Mail.

Viel Glück!

Anm. d. Red.: Aufgrund der großen Beliebtheit der Kollektion, besteht die Möglichkeit, dass einige der Produkte nicht mehr lieferbar sind. Sollte dieser Fall  eintreten, wird es auf www.face2face-magazin.de bekannt gegeben.