Auf den Spuren von Harry Potter Teil 3

Die Reise auf den Spuren von Harry Potter neigt sich nun langsam dem Ende zu. Aber kein Grund zum Trübsal blasen, schließlich gibt es vorher noch viele Abenteuer in  Schottland und Irland zu erleben.

Cliffs of moher

Cliffs of moher, Irland

Angekommen in Schottland, ist Edinburgh ein Muss für jeden Harry Potter-Fan: Hier begann und endete die Geschichte Harry Potters. Im Cafe Spoon schrieb Joanne K. Rowling das erste  Buch, im Balmoral Hotel das letzte. Wer gerade nicht 1.000 Pfund pro Nacht für die „J. K. Rowling Suite“ in dem Hotel übrig hat, um im Raum 652 zu übernachten, in dem Rowling das letzte Harry Potter-Buch geschrieben hat, kann einen Abstecher auf den Friedhof machen. Friedhöfe haben, warum auch immer, oft eine inspirierende Wirkung auf Schriftsteller. So auch Greyfriars Kirkyard. Die Namen der Verstorbenen dienten als Vorlage für manche Charaktere (für die zukünftigen Schriftsteller: Die Schreibweise der Namen sollte immer ein wenig verändert werden, um  Urheberrechts-Klagen zu entgehen). Hier befindet sich also das Grab von Tom Riddell (im Buch Tom Riddle) oder auch William McGonagall (im Buch Minerva McGonagall). Nach einem Ausflug auf den Friedhof, ist das Spoon Cafe genau das richtige, um dort wie einst J.K. Rowling einen Kaffee zu trinken und selbst an einem Besteller zu arbeiten. Bestärkt kann nun am Potter Trail teilgenommen werden, eine kostenlose Tour über 1 ½ Stunden. Wer danach wieder Lust auf einen Tee oder Kaffee hat, kann das Elephant House aufsuchen. Auch dort sind viele Seiten des Potters Universums entstanden. Loch Etive liegt als nächstes auf den Weg. Ein 31,6 km langer Fjord, an dem Harry, Hermine und Ron damals campten. So langsam neigt sich der Trip dem Ende zu. Passend dazu steht als nächstes Glen Coe an, das auch als „Tal der Tränen“ bezeichnet wird. Das Tal wurde als Kulisse sowohl für Hagrids Hütte genutzt, als auch für die Brücke, die zum Eingang von Hogwarts führt. Wer bis jetzt nur mit dem Auto unterwegs war, sollte nun auf den Zug umsteigen, zumindest für die Strecke von Fort William nach Glenfinnan. Der Hogwarts Express ist nämlich der Jacobite Train und das Glenfinnan Viadukt ist die ‚Brücke nach Hogwarts‘, über die eben auch der Hogwarts Express fährt. Wer die Strecke von Fort William nach Glenfinnan fährt, wird also auch über die Brücke fahren, die einst Harry, Hermine und Ron überquerten. Wenn man vorher in den Harry Potter-Studios Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung gekauft hat, scheint Hogwarts nur noch eine Zugstation entfernt zu sein. Der Loch Eilit bringt das Thema Tod noch einmal auf. Nachdem sich in Oxford der real existierende Friedhof angeschaut wurde, diente der See als Aufnahmen für die Insel, auf der das Grab von Dumbledore ist. Zudem wurden dort auch Hogwarts Außenanlagen gedreht. Bevor der Flug nach Irland ansteht, sollte als letzte Aktion das Loch Arkaig geplant werden. Im Vergleich zu „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2“ muss der Flug allerdings mit einem Flugzeug bewältigt werden und nicht mit einem Drachen. Wer aber zumindest gerne sehen möchte, wo die Außenaufnahmen des Drachenflugs gefilmt wurden, ist am Loch Arkaig genau richtig. Zudem soll dort ein Schatz versteckt sein – eine gute Möglichkeit, um die Reisekasse wieder zu füllen.

Irlands Schönheit

Die letzte Station auf der Harry Potter-Reise stellt Irland dar: die Cliffs of Moher. In  Teil 6 zu sehen, als Dumbeldore und Harry sich auf die Spuren von Voldemorts Vergangenheit begeben und so auf die Klippen apparieren. Da Appararieren aber nur mit Lizenz, nach vorher erfolgreichen Apparierprüfung möglich ist, und genau deshalb wohl bei den meisten von uns scheitert, muss sich nun doch wieder per Flugzeug auf den Heimweg nach Deutschland gemacht werden. Für jeden, den jetzt endgültig die Traurigkeit über das Ende der Reise überfällt, sei jedoch an folgendes erinnert:

“Whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home.” J.K. Rowling

Und nicht vergessen: Wer zwischen 1985 und 1998 geboren ist, hat seinen Hogwarts Brief nur nie erhalten, weil Voldemort das Verzeichnis gelöscht hat.

Vorschau: Am Freitag, 15. April wird die Fantasiewelt verlassen und sich wieder der Realität zugewandt.

Auf den Spuren von Harry Potter Teil 2

Die Reise auf den Spuren von Harry Potter geht weiter:

Raus aus London, hinein in die schöne Landschaft Englands. Nachdem im letzten Teil London bereits ausführlich ausgekundschaftet wurde, ist es nun an der Zeit, die bereits gesammelten Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Virgina Water Lake, ein See in der Nähe von London Heathrow, ist genau der richtige Ort, um die letzten Tage zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Wer ausnahmsweise keinen Hippogreif dabei hat, kann stattdessen einen Rundflug über den See machen oder diesen einfach zu Fuß besichtigen. Ziel ist es dann natürlich die Stelle zu finden, an der Hermine in „Harry Potter und der Feuerkelch“ Rons Nachricht zum Trimagischen Turnier an Harry weitergegeben hat. Wer dann immer noch nicht genug von der Natur hat, kann sich auf den Weg nach Ashridge Wood begeben. Im Film „Harry Potter und der Feuerkelch“ ist der Wald die Kulisse für die Quidditch Weltmeisterschaft.

Genug Sauerstoff getankt und Vogelgezwitscher gehört! Jetzt geht es wieder in die Stadt: Oxford. Nur 35 Minuten von Ashridge Wood entfernt gibt es dort das Angebot einer offiziellen Tour für 15 Pfund. Oxford lässt sich aber auch gut auf eigene Faust erkunden. So sollte auf jeden Fall die Mensa im Christ Church College besichtigt werden, welche als Kulisse für Hogwarts Speisezimmer diente. Auch die Old Bodleian Library in der Cattle Street ist einen Abstecher Wert, um dort in der Bücherei von Madam Pince nach einem neuen Buch zu suchen. Eine Stunde mit dem Auto von Oxford entfernt befindet sich die Gloucester Cathedral. Wer nicht schon in den letzten Tagen das Gefühl hatte, der Muggelwelt entflohen zu sein, wird bei der Besichtigung der Kathedrale endgültig glauben, Harry oder Hermine zu begegnen. In einigen der Flure wurden nämlich Aufnahmen für Hogwarts gedreht.

Auf den Weg nach Schottland

Der Harry Potter-Roadtrip geht nun weiter Richtung Schottland. Auf dem Weg kann bei der Hardwick Hall angehalten werden, um die Villa der Malfoys zu besichtigen. Wer für den Unterschlupf der Todesser jedoch keine 12,50 Euro ausgeben möchte, kann direkt weiter zu Malham Cove fahren – eine Felsenlandschaft, wo Harry und Hermine damals ihr Camp auf der Flucht vor Voldemort aufgeschlagen haben. Die nächste Station ist Hogsmeade, der einzige Ort, der ausschließlich von Hexen und Zauberer bewohnt wird. Von dort aus ist Hogwarts nicht mehr weit entfernt. Die Goathland Train Station stellte die Kulisse für den  Hogsmeade Bahnhof dar, an dem die Schüler mit dem Hogwarts Express ankommen.  Wer nicht von pferdelosen Kutschen abgeholt wird, muss sich nun leider wieder per Bus und Bahn Hogwarts nähern. Bei einem Besuch der Durham Cathedral ist das allerdings gut möglich. Die Durham Kathedrale diente für Außen- und Innenaufnahmen von Hogwarts und kann mit einer offiziellen Tour für fünf Pfund besichtigt werden, manche Bereiche sind sogar kostenlos zu begehen. Der gut informierte Muggel weiß allerdings nur zu gut, dass Hogwarts nicht gerade klein ist. Daher geht die Reise weiter nach Alnwick Castle. Auch dies diente als Kulisse für Hogwarts (sowie „Robin Hood – König der Diebe” oder „Elizabeth”) und kann mit einer Tour besichtigt werden.

Vorschau: Am Freitag, 08. April wird Schottland und Irland zum Abschluss der Reise erkundet.

Schottische Eier – das Küchen-Überraschungs-Ei

Das modebewusste Ei von heute trägt einen Mantel aus Hackfleisch: Schottische Eier beziehungsweise „Scotch Eggs“ heißt der Trend auf dem Laufsteg internationaler Küchen, der bereits 1738 vom Londoner Kaufhaus „Fortnum & Mason“ erfunden wurde. Der Namenszusatz „schottisch“ verweist somit nicht auf die Herkunft des Gerichts, sondern ist als Anspielung auf die schottische Sparsamkeit zu verstehen. Doch auch der deutschen Küche ist die Speise, die sich besonders für den kleinen Hunger unterwegs oder Picknicke eignet, nicht ganz unbekannt: Sie lässt sich mit heimischen Gerichten wie dem falschen Hasen oder Vogelnestern vergleichen.

Überraschend: Die kleinen Kugeln verbergen im Inneren eine große Überraschung (Foto: Onat)

Handlich: Schottische Eier verbergen im Inneren eine Überraschung (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für zehn schottische Eier:

  • 12 Eier
  • 500g gemischtes Hackfleisch
  • eine Zwiebel
  • 12 EL Paniermehl
  • 3 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer und mittelscharfen Senf zum Würzen
  • Öl zum Braten
  • Wasser zum Kochen
  • eine Pfanne, ein Topf, ein Messer, vier Schüsseln, ein Schneidebrett

Zubereitung:

1. Zehn Eier in einen Topf geben und so viel Wasser hinzufügen, bis alle Eier damit bedeckt sind. Nun die Eier im Topf hart kochen lassen. Wer weiche Eier bevorzugt, kann den Kochprozess natürlich verkürzen. Anschließend die Eier unter kaltem Wasser abschrecken, schälen und auskühlen lassen.

2. Während die Eier abkühlen, geht es an die Zubereitung der Hülle: Hierfür zunächst die Zwiebel schälen und mit einem Messer fein würfeln. Die Würfel zusammen mit dem Fleisch, drei Esslöffeln Paniermehl und einem Ei verkneten. Alles mit Salz, Pfeffer und etwas mittelscharfem Senf abschmecken und die Eier dünn mit der Fleischzubereitung ummanteln.

3. Nun das letzte Ei in einer Schüssel verquirlen und die umhüllten Eier panieren: Dafür drei Esslöffel Mehl und neun Esslöffel Paniermehl in separate Schüsseln geben. Die Eier erst im Mehl wenden, bevor sie ins Ei getunkt und wieder im Paniermehl gewendet werden. Nur noch Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und die schottischen Eier darin goldbraun anbraten. Wem die kleinen Hungerhappen nicht genug sind, kann sie mit Kräutersalat oder -soße veredeln.

Vorschau: Nächste Woche bietet Vanessa ihr Tipps&Tricks-Debüt und verrät, wie Wärme mit Schönheit zusammenhängen kann.

Das Ende Großbritanniens?

Ein einigermaßen ungewöhnlicher Urnengang steht bevor: Am Donnerstag, den 18. September 2014, stimmen die Schotten über die zukünftige politische Organisation Schottlands – und damit auch über die politische Zukunft Großbritanniens ab. Das Vereinigte Königreich droht auseinander zu brechen. Die Ergebnisse aus Umfragen lassen kaum eine Prognose über den Ausgang des Referendums zu, da die Stimmzahlen der Pro- und Contra-Abspaltung sehr nah beieinander liegen.

Mit viel Pathos sprach sich der britische Regierungschef David Cameron bereits gegen eine mögliche Trennung aus. Schließlich drohe hier das Auseinanderbrechen zusammengewach-sener Institutionen. Zwar scheinen die Gegner der Abspaltung nach der Stimmanzahl leicht zu führen, doch diese Führung ist so knapp, dass sie leicht kippen kann: Etwa die Hälfte der Schotten spricht sich für eine Abspaltung aus, die andere Hälfte dagegen. Hier offenbart sich ein Grundproblem demokratischer Wahlen: Liefern sich die beiden Lager ein Kopf-an-Kopf-Rennen, sind es am Ende vielleicht unpolitische Banalitäten, die über die Zukunft Großbri-tanniens entscheiden.

Vorangetrieben wird die Idee der schottischen Unabhängigkeit von der „Scottish National Party“ unter Alex Salmond. Wie genau sich die Trennung im Falle des entsprechenden Er-gebnisses allerdings vollziehen soll, ist bislang noch offen. Neben innenpolitischen Fragen stünde der unabhängige Staat vor der Aufgabe, internationale Verträge und Beziehungen völlig neu auszuhandeln. Schon die Einigung auf eine einheitliche Währung scheint eine problematische Aufgabe zu sein. Für die Einführung des Euro zeigen nur wenige Schotten Begeisterung. Beliebter ist die Idee einer Währungsunion mit Großbritannien. Schottland würde in diesem Falle demnach das britische Pfund als Währung beibehalten. Dieser Währungsunion stehen aber nun einige britische Politiker im Weg, die sich klar gegen solch einen Bund ausgesprochen haben.

Nun strebt nicht nur Schottland nach Unabhängigkeit: In Europa findet sich etwa mit Katalo-nien eine weitere Region, die sich gerne unabhängig machen würde. Gelingt die schottische Eigenständigkeit, finden im Referendum all jene, die nach Unabhängigkeit streben, ein Beispiel für die politische Verwirklichung dieser Idee.