Die schönsten Hochzeitslocations in der Rhein-Neckar-Region

Am Strand, zwischen Weinreben oder auf einem Schloss – wir haben sie für euch aufgestöbert: Die schönsten und teilweise sogar noch unentdeckten Juwelen unter den Hochzeitslocations in der Rhein-Neckar-Region.

Heiraten in Speyer

Die Domstadt gilt als Hochzeitshochburg. Zwischen 400 und 450 Trauungen führt das Standesamt hier pro Jahr durch. Doch nicht nur die Eheschließungsquote hier hoch ist, sondern auch die Scheidungsrate auffällig niedrig. Ein gutes Omen? Als erstes Standesamt in Rheinland-Pfalz hat Speyer zudem den Online-Traukalender eingeführt. „Damit können Paare ihren Wunschtermin ganz bequem online von zuhause aus verbindlich bis zu einem Jahr im Voraus buchen“, erklärt Standesamt-Leiter Hartmut Jossé. Für 2018 seien die drei Hochzeitslocations der Stadt an Samstagen zwar bereits ausgebucht, werktags sind aber noch vereinzelt Termine frei und 2019 sei die Auswahl noch recht groß, verrät er. Also schaut doch mal, ob etwas für euch dabei ist!

Trauturm: Über den Wolken

In 15 Metern Höhe und mit Blick auf die Maximilianstraße mit ihren kleinen Cafés, die sich wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen, bietet das Standesamt Speyer seinen Brautpaaren eine ganz besondere Hochzeitslocation: Im Trauturm alias Altpörtel ist Platz für 30 Personen (25 Sitzplätze). Natürlich ist der Zugang zur Empore frei. Eindrucksvollen Hochzeitsfotos mit Domstadt-Hintergrund steht also nichts im Wege – außer vielleicht Höhenangst. Da es 77 Stufen zu überwinden gilt, sollte die Hochzeitsgesellschaft jedoch möglichst mobil sein. 470 Euro beträgt die Sondertraugebühr an Freitagen im Altpörtel. Die Eintrittsgelder für die Hochzeitsgesellschaft sind dabei inklusive.

77 Stufen zum Glück: der Trauturm ist nur eine von vielen Hochzeitslocations in Speyer (Foto: Michael Paul photowerkstattspeyer.de)

77 Stufen zum Glück: der Trauturm ist nur eine von vielen Hochzeitslocations in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstattspeyer.de)

Trauzimmer: Historisches Ambiente

Dem über 300 Jahre alten, ehemaligen Archivraum im historischen Rathaus sieht man sein Alter nicht an – wohl aber seine Geschichte. Der imposante Raum bietet Platz für 50 Personen (25 Sitzplätze) und ist barrierefrei zugänglich. Dienstags, während der Trausaison zwischen April und Oktober, donnerstags und Freitagvormittags führt das Standesamt Speyer hier Trauungen durch. Die Eheschließungsgebühr liegt bei 44 Euro. Die Sondertraugebühr an ausgewählten Samstagen beträgt 250 Euro.

Geschichtsträchtig: Das Trauzimmer in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Geschichtsträchtig: Das Trauzimmer in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Kapelle im Adenauerpark

Umgeben von einer blühenden Parkanlage liegt die ehemals gotische Traukapelle mit ihren farbenfrohen Bleikristallfenstern. 140 Personen finden hier Platz (130 Sitzplätze, barrierefrei). Der Park kann samstags im Anschluss an die Trauung bis spätestens 18 Uhr für Fotos, Feierlichkeiten usw. genutzt werden. Die Sondertraugebühr in der Traukapelle beträgt 600 Euro.

Tradition und Naturverbundenheit: Die Traukapelle liegt inmitten einer grünen Parkanlage (Foto: Michale Paul, www.phozowerkstatt.de)

Tradition und Naturverbundenheit: Die Traukapelle liegt inmitten einer grünen Parkanlage (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Rheinstrand: Beachwedding am Fluss

In Süddeutschland am Strand heiraten kann man vergessen? Glücklicherweise nicht! Der Rheinstrand Speyer verbindet das Edle einer Hochzeit mit der Lässigkeit einer Strandbar. Die Füße im Sand, den tropischen Cocktail in der Hand können 120 Gäste hier gemeinsam eine freie Trauung feiern. Der Preis ergibt sich unter anderem aus der Speisen- und Getränkeauswahl. „Bei einem ersten, persönlichen Gespräch ermitteln wir die ungefähre Dauer der Veranstaltung, mit wie vielen Personen gerechnet wird und ob es zusätzliche Wünsche gibt“, erklärt Michael Wieland von Foonax Events, „daraus ergibt sich dann ein Pro-Kopf-Preis, mit dem der Kunde rechnen kann.“ Termine können via E-Mail abgestimmt werden: veranstaltungen@rheinstrand-speyer.de
Aus Lärmschutzgründen darf am Rheinstrand nur bis 24 Uhr gefeiert werden.

Strandhochzeit leicht gemacht: Am Rheinstrand Speyer (Foto: Fräulein K sagt Ja)

Strandhochzeit leicht gemacht: Am Rheinstrand Speyer (Foto: Fräulein K sagt Ja)

Heiraten in Mannheim

Ganze 17 Traustandorte hat die Quadratestadt Mannheim zu bieten. Darunter natürlich das beeindruckende Barockschloss. Aber es gibt auch noch echte Geheimtipps für außergewöhnliche Locations: zwei davon befinden sich im Luisenpark, wie uns Maren Brysch-Enghofer, Abteilungsleiterin des Mannheimer Standesamts, verrät. Von Mai bis September kann dort geheiratet werden. Bei der Terminfindung hilft der Traukalender des Mannheimer Standesamts.

Klangoase im Luisenpark: Im Grünen

Trotz Industriecharme – die Quadratestadt hat auch einiges an Grünfläche zu bieten. Im 42 Hektar großen Luisenpark, am Fuße des Fernmeldeturms liegt eine ganz besondere Ruheinsel: die Klangoase. In den Wipfeln der umstehenden Bäume verstecken sich Lautsprecher. So entsteht ein geradezu sphärischer, runder Klang. Hier mitten im Grünen können sich Brautpaare mit einer Hochzeitsgesellschaft von bis zu 50 Personen (30 Sitzplätze) ab 800 Euro das Ja-Wort geben. Nähere Informationen bekommt ihr bei Andreas Dauth vom Stadtpark unter Tel.: 0621 4100515.

Verborgenes, grünes Fleckchen inmitten der Quadratestadt: Die Klangoase im Luisenpark (Foto: Louisenpark Mannheim)

Verborgenes, grünes Fleckchen inmitten der Quadratestadt: Die Klangoase im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Teehaus im Luisenpark: Ein kleines Stück China

Die asiatische Kultur fasziniert euch? Wie wäre es dann mit einer Hochzeit im original chinesischen und angeblich größten Teehaus Europas? Das im südchinesischen Stil gehaltene Gebäude mit dem geschwungenen Pagodendach steht inmitten einer natürlich wirkenden Wasserlandschaft. Das Trauzimmer für maximal 50 Personen (30 Sitzplätze) befindet sich im zweiten Stockwerk. Die Gebühr beträgt 400 Euro. Auch hier könnt ihr Nachfragen an Andreas Dauth vom Stadtpark richten.

Ein Stück China in Mannheim: Das Teehaus im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Ein Stück China in Mannheim: Das Teehaus im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Heiraten in Heidelberg

Gemächlich schlängelt sich der Neckar entlang der malerischen Altstadt. In seiner Erhabenheit nur von den geschichtsträchtigen Mauern des Schlosses übertroffen, das hoch oben thront – Heidelberg ist für viele der Inbegriff von Romantik. Neben dem historischen Trauzimmer im Rathaus hat die Stadt zwei weitere, im wahrsten Sinne des Wortes majestätische Locations zu bieten.

Heidelberger Schloss: Eine königliche Trauung

Gut, das Heidelberger Schloss ist vielleicht nicht gerade ein Geheimtipp. Die Tatsache, dass eine märchenhafte Traumhochzeit auf einem Schloss aber genau hier bei uns und nicht nur im Disney-Film stattfinden kann, hat die Location dann aber doch in die Liste katapultiert. Zwischen Sandsteinplatten, bleiverglasten Fenstern und Eichenholzdecke können sich Paare in der Brunnenstube, einem der ältesten Teile des Schlosses, das Ja-Wort geben. Mindestens 15 und maximal 70 Gäste haben hier Platz. Bis zu einer Gesellschaft von 40 Personen kostet die Trauung 640 Euro zzgl. Sektempfang. Ab 40 Gästen erhöht sich der Grundpreis auf 740 Euro.
2018 sind standesamtliche Trauungen im Schloss noch am Freitag, 9. November, und Samstag, 10. November möglich. Terminanfragen könnt ihr per E-Mail an hochzeiten@heidelberg-marketing.de schicken.

Im Herz Prinz(essin)? Dann ist das Heidelbergerschloss vielleicht genau die richtige Hochzeitslocation für euch (Foto: Jan Becke)

Im Herz Prinz(essin)? Dann ist das Heidelbergerschloss vielleicht genau die richtige Hochzeitslocation für euch (Foto: Jan Becke)

Heiraten in der Pfalz

Weingut Schloss Janson: Romantik zwischen Weinreben

Umgeben von romantischen Reben lässt das Weingut Schloss Janson in Bockenheim an der Deutschen Weinstraße nicht nur Pfälzer Herzen höher schlagen. Ein gepflegter Innenhof, drei Gärten und der Rittersaal, in dem 80 Personen Platz finden, bieten viel Platz zum Feiern. Die Weddingplanerinnen von „Marry Moments“ verraten außerdem: „Die Besitzer des Weingutes sind sehr freundlich und versuchen alles zu ermöglichen.“ Bei Fragen oder einem Termin für eine Besichtigung hilft euch Friedrich Wittmann unter 06359 4148 oder per Mail an info@schloss-janson.de gerne weiter.

Drei Gärten und ein Rittersaal: Das Weingut Schloss Janson liegt romantisch an der Deutschen Weinstraße (Foto: Weingut Schloss Janson)

Drei Gärten und ein Rittersaal: Das Weingut Schloss Janson liegt romantisch an der Deutschen Weinstraße (Foto: Weingut Schloss Janson)

Germersheim: Rudern ins Eheglück

16 erwachsene Ruderer braucht es, um das fünf Tonnen schwere, original getreu nachgebaute Römerschiff zu bewegen. Zwischen April und Oktober könnt ihr die „Lusoria Rhenana“ nicht nur für Freizeitfahrten, sondern auch als außergewöhnliche Hochzeitslocation buchen. In Zusammenarbeit mit dem Standesamt Jockgrim ermöglicht der Verein zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte standesamtliche Trauungen auf dem Schiff. Kosten entstehen dabei nur beim Standesamt – da das Schiff selbst einem gemeinnützigen Verein gehört, könnt ihr hier aber gerne etwas spenden. Bis zu 26 Personen haben auf dem Schiff Platz. Das Brautpaar muss übrigens nicht mitrudern. Spielt das Wetter nicht mit, könnt ihr bis wenige Stunden vor dem Trautermin auf eine andere Location in der Verbandsgemeinde ausweichen. Fragen zum Ablauf der Trauung könnt ihr an lusoria.rhenana@t-online.de schicken. Ihr wollt gleich Nägel mit Köpfen machen? Dann wendet euch einfach an das Standesamt Jockgrim.

Wirklich außergewöhnlich: Mit der "Lusoria Rhenana" ins Eheglück schippern (Foto: Wigand Schneiderheinze)

Wirklich außergewöhnlich: Mit der „Lusoria Rhenana“ ins Eheglück schippern (Foto: Wigand Schneiderheinze)

Heiraten im Odenwald

Hofgut Hohenstein: Sonnenuntergang im Grünen

Heuboden, Scheune oder ehemaliger Kuhstall – beim Hofgut Hohenstein im Lautertal habt ihr die Qual der Wahl. Jede Location ist anders, aber alle hochmodern ausgestattet. Wild-romantisch wird’s am Teich – hier könnt ihr euch ebenfalls trauen lassen oder im Anschluss an das Ja-Wort tolle Hochzeitsbilder machen. Im ehemaligen Kuhstall haben bis zu 90, in der Scheune bis zu 130 und auf dem Heuboden bis zu 200 Personen Platz. Besonderes Highlight: Das Brautpaare und seine Gäste können hier mitten im Grünen einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen. „Der Preis für die Hochzeit ergibt sich letztendlich aus den Wünschen des Brautpaares“, erklärt Annette Voss vom Hofgut Hohenstein. Hochzeiten können zu jeder Jahreszeit und an jedem beliebigen Wochentag im Hofgut Hohenstein gefeiert werden. Eine Anfrage per E-Mail an kontakt@hofgut-hohenstein.de genügt.

Nur eine von drei Locations im Hofgut Hohenstein: Die ehemalige Scheune (Foto: Hofgut Hohenstein)

Nur eine von drei Locations im Hofgut Hohenstein: Der ehemalige Heuboden (Foto: Hofgut Hohenstein)

Trauen lassen oder Bilder schießen: Am Tecih des Hofguts Hohenstein (Foto: Hofgut Hohenstein)

Trauen lassen oder Bilder schießen: Am Teich des Hofguts Hohenstein (Foto: Hofgut Hohenstein)

Zur frischen Quelle: Waldidyll pur

Ihr plant eine romantisch-verträumte Wald- und Wiesenhochzeit und möchtet anschließend mit euren Lieben in einem rustikal-gemütlichen Gasthaus feiern? Dann ist das Waldlokal „Zur frischen Quelle“ in Nieder-Liebersbach vielleicht genau die richtige Location für euch. Von April bis Oktober könnt ihr euch hier standesamtlich, frei oder auch konfessionell das Ja-Wort geben. Trauungen sind samstags mit einer Gesellschaft von 70 bis 120 Personen möglich sowie donnerstags ab 50 Gästen. Auf Wunsch gibt´s Beratung in Sachen Catering, Konditorei, musikalische Unterhaltung, Floristik und Fotografie. Die Kosten pro Person liegen zwischen 90 und 130 Euro. Auskünfte erteilt euch gerne Sonja Roth unter 06201 3909545 oder per E-Mail: roth@frische-quelle.eu

Wald und Wiese im Odenwald: Im Lokal "Zur frischen Quelle" wird's wild-romantisch (Foto: Roth)

Wald und Wiese im Odenwald: Im Lokal „Zur frischen Quelle“ wird’s wild-romantisch (Foto: S. Roth/ Frische Quelle)

Danke an die Weddingplaner Romina Certa, Filmo Yemame und Kerstin von Marry Moments, die uns – natürlich unentgeltlich – ihre Lieblingslocations verraten haben.
Weder für die Erwähnung, noch für die Verlinkung zu den Website der Locations erhalten wir als Face2Face-Redaktion Geld.

Das Heidelberger Schloss

Aus der Sicht der Altstadt: Das Schloss (Foto: Isabelle Hohmann)

Aus der Sicht der Altstadt: Das Schloss (Foto: Isabelle Hohmann)

Mystisch thront die Bauruine über der Altstadt von Heidelberg. Die Stadt und das dazugehörige Schloss wurden bereits im 12. Jahrhundert namentlich erwähnt, der gesamte Ausbau der Anlage hat sich jedoch über Jahrhunderte hinweg gezogen. Das Schloss an sich besteht aus mehreren Einzelbauten und weist einen nahezu riesigen Schlossgarten auf. Das Heidelberger Schloss galt jahrhundertelang als Residenz der Pfalzgrafen und Kurfürsten am Rhein. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss während des Dreißigjährigen Kriegs stark beschädigt, sodass die Kurfürsten das Interesse an ihrer Residenz verloren und nach Mannheim umsiedelten. Durch die teilweise starke Zerstörung erfreute sich die Sehenswürdigkeit

Deutlich sichtbar: Die Beschädigungen des 30-jährigen Krieges (Foto: Isabelle Hohmann)

Deutlich sichtbar: Die Beschädigungen des 30-jährigen Krieges (Foto: Isabelle Hohmann)

immer mehr Beliebtheit bei Malern, Schriftstellern oder Poeten – sie war der Inbegriff für die Romantik. Nach Überlegungen um 1900 das Schloss sanieren zu lassen, wurde diese jedoch widerlegt, da man den Charme des Schlosses in seiner Ruinenpracht bewahren wollte.

Besuch des Heidelberger Schlosses

Den Schlossgarten kann man kostenlos betreten und eignet sich ideal für einen

Atemberaubend: Der Ausblick vom Schloss (Foto: Isabelle Hohmann)

Atemberaubend: Der Ausblick vom Schloss (Foto: Isabelle Hohmann)

Spaziergang. Auch die Aussicht von oben ist atemberaubend: Heidelberg liegt einem quasi zu Füßen und man genießt einen traumhaften Ausblick auf die Alte Brücke und den Neckar. Nach etwa 10-15 Minuten erreicht man den Schlosseingang. Für die eher Bequemen unter uns gibt es auch eine Bergbahn, die jedoch kostenpflichtig ist. Das Schlossticket ist ein Kombiticket und beinhaltet die Bergbahn, den Eintritt zum Schlosshof, die Besichtigung des Großen Fasses und den Eintritt in das Deutsche Apothekenmuseum. Das Ticket kostet für Erwachsene gerade mal  7 Euro, für Ermäßigte (Kinder, Schüler, Studenten etc.) 4 Euro. Wem eine alleinige Besichtigungstour nicht ausreicht, kann sich noch einen Audioguide, der in verschiedenen Sprachen erhältlich ist, für 5 Euro ausleihen. Auch spezielle Führungen sind möglich, hierfür erkundigt ihr euch am besten direkt auf der Homepage (www.schloss-heidelberg.de).

Vorschau: Im April berichten wir vom Gardasee-Torbole und dem Riva del Garda!

Das Disneyland in Paris: Adrenalin-Junkies aufgepasst!

Die Winterdekoration: Merry Christmas

Die Winterdekoration: Merry Christmas

„Irgendwann will ich mal ins Disneyland nach Paris!“, diesen Satz haben sicherlich schon viele Eltern von ihren Kindern zu hören bekommen. Einmal Mickey Mouse, Cinderella und Goofy hautnah erleben: Ein Traum vieler Kinder.

Doch das Disneyland ist keinesfalls nur etwas für die kleinen Mitmenschen unter uns: Auch für junge Erwachsene bietet der Freizeitpark eine Menge Attraktionen, für die es sich allemal lohnt den Weg auf sich zu nehmen.

Da ein Besuch preislich meist sehr teuer ist, empfiehlt sich ein Kurztrip im Winter

Eines von zahlreichen Themenhotels: Das Hotel "Cheyenne"

Eines von zahlreichen Themenhotels: Das Hotel „Cheyenne“

. Insbesondere zu Beginn des neuen Jahres findet man die günstigsten Preise für Hotelübernachtung in Kombination mit den Tagestickets. Etwa bis zwei Wochen nach Weihnachten ist das Disneyland ganz in das Thema „Winterzauber“ eingebettet, sodass der gesamte Park weihnachtlich geschmückt ist und das Ambiente die Besucher einfach nur verzaubert. Die genaue Preistabelle mit Einzelheiten findet ihr auf www.disneylandparis.de.

Es gibt diverse Disney Hotels, die nur wenige Minuten vom Park entfernt liegen. Wenn ihr hier eincheckt, bekommt ihr einen Pauschalpreis, in dem meist das Frühstück und der Eintritt in den Park mit inbegriffen ist. Von jedem Hotel aus gibt es einen kostenlosen Shuttle-Bus, der alle paar Minuten den Park ansteuert.

Neben dem Disneyland gibt es zusätzlich noch den Walt Disney Studios Park. Hier dreht sich alles rund um Film und Produktion. In vier Hallen befinden sich wechselnde Ausstellungen zu diversen Walt Disney-Filmen, die einen Besuch auf jeden Fall wert sind. Zusätzlich gibt es auch einige Attraktionen, die das Herz eines jeden Adrenalin-Junkies höher schlagen lassen. Es ist während des ganzen Tages möglich zwischen den beiden Parks zu wechseln. Außerdem ist der Eintritt in dem Kombiticket mit inbegriffen.

Wenn ihr die Abende entspannt ausklingen lassen möchtet, empfiehlt sich das Disney

Berühmt berüchtigt: Das Disney Schloss

Berühmt berüchtigt: Das Disney Schloss

Village. In unmittelbarer Nähe zu den Parks  könnt ihr hier einen leckeren Cocktail trinken oder auch eine Pizza essen. Selbst ein Kinobesuch ist möglich, wenn ihr euch von dem anstrengenden Tag erholen möchtet. Aber Achtung: Die Preise für Essen und Getränke sind äußerst hoch, so zahlt ihr für eine Pizza Margherita nicht selten 15 Euro. Solche Preiswucher findet ihr auch im Park. Zudem sind die Restaurants und Stände innerhalb der Parks um die Mittagszeit komplett überfüllt, sodass ihr mit langen Wartezeiten rechnen solltet. Am besten ist es sich während des Tages selbst zu verpflegen, da es zum einen kostengünstiger und zum anderen deutlich entspannter ist und ihr die Zeit so besser für Achterbahnen, Geisterhäuser und Co. nutzen könnt.

 Wenn ihr den Besuch im Disneyland mit einem Städtetrip in Paris verbinden möchtet, lohnt sich die Anreise in die Parks mit der Bahn. Vom Stadtzentrum Paris fahrt ihr bis zum Bahnhof „Marne la Vallée-Chessy“ etwa 30 Minuten. Der Preis für ein Ticket für diese Strecke beläuft sich auf etwa  10 Euro. Zudem ist die Bahnstation direkt am Disneyland gelegen, sodass ihr in nicht einmal zehn Minuten Fußweg den Eingang erreichen könnt.

Täglich: Die Disney Parade

Täglich: Die Disney Parade

Das Disneyland überzeugt mit Liebe zum Detail: Jedes seiner fünf Themenwelten besticht mit atemberaubenden Attraktionen und wunderbarer Kulisse. Vom Kinderparadies mit Miniaturwunderland bis hin zu Achterbahnen im Dunkeln und Autoscooter: Jung und Alt finden hier gleichermaßen Spaß und Action. Somit ist das Disneyland ein schönes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, aber auch ein Trip mit Freunden wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis.

Vorschau: Das nächste Mal lest ihr hier über Weihnachten vor und nach dem Mauerfall.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Der Duft von frisch gefallenem Regen liegt in der Luft. Die großen Steinplatten des Ehrenhofs glitzern geheimnisvoll im Licht der gleißend hellen Sonne. Nur ein paar wenige Schäfchenwolken lockern das satte Blau des Himmels über dem Schloss ein wenig auf. Obwohl es noch früh am Morgen ist, herrscht hier schon reges Treiben.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Einen Besuch wert: Das Mannheimer Schloss (Foto: Beutler)

 Als Zentrum von Kultur, Kunst und Wissenschaft galt der Mannheimer Hof unter Carl Theodor, Erbe des Kurfürsten Carls Philipps, unter dessen Regenschaft der Schlossbau ab 1720 aufgenommen wurde. Nachdem das prächtige Bauwerk im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, erstrahlt es seit dem Wiederaufbau und den Restaurierungsarbeiten im Jahre 2007 wieder in neuem Glanz. Heute macht es  seinem großen Vorbild, dem Versailler Schloss, wieder alle Ehre.

 Zurückversetzt in eine längst vergangene Epoche – so könnte man das Gefühl beschreiben, das einen beim Betreten des teilweise zum Museum umfunktionierten Schlosses überfällt. Die prunkvoll ausgestattete Innenarchitektur, mehrere hundert originale Gemälde und Möbel lassen nicht nur die Herzen eingefleischter Historiker höher schlagen. Einen ganz besonderen Höhepunkt bildet der einzige, vollständig original erhaltene Raum: Die Kabinettsbibliothek der Kurfürstin Elisabeth Auguste. Die in zarten Rosé-, Rot- und Blautönen gehaltene Decken- und Wandbemalung, durchzogen von dezenten Goldapplikationen, wird durch den abenteuerlich verlegten Holzfußboden in so authentischer Weise abgerundet, dass im geneigten Besucher die Erwartung aufkommen könnte, die Kurfürstin selbst betrete jeden Augenblick den Raum, als sei es das Normalste auf der Welt.

 Noch leicht benebelt vom Geruch der geschichtsträchtigen Räumlichkeiten, vollgestopft mit Informationen zum Schloss und seinen ehemaligen Bewohnern, wird dem Museumsbesucher beim ersten Schritt hinaus auf den Ehrenhof schlagartige bewusst, in welchem Zeitalter er sich tatsächlich befindet. Junge Männer und Frauen schlendern geschäftig zwischen den beiden Schlossflügeln hin und her. Die Aprilsonne zaubert vielen ein Lächeln, dem ein oder anderen auch eine leichte Röte ins Gesicht. Das rege Treiben auf dem Ehrenhof hat seinen Grund: 1967 wurde aus der ehemaligen Wirtschaftsschule eine Universität. Rund 11.000 Studierende verteilen sich heute auf die insgesamt fünf Fakultäten: Volkswirtschaftslehre und Rechtwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften und die Philosophische Fakultät. Bei so vielen unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten ist es kein Wunder, dass auch Herkunft, Sprache und Aussehen der Studenten bunt gemischt sind.

 Bei den ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen hat es sich eine Gruppe junger Studenten in einer Ecke des Ehrenhofes gemütlich gemacht. Ein schwarzhaariger Junge mit südländisch-gebräuntem Teint lacht über das, was die ihm gegenüberstehende Blondine gerade erzählt hat. Diese schüttelt ihr langes Haar auf,  lächelt in die Runde, sagt etwas, klemmt ihre Tasche unter den Arm und läuft in Richtung Café EO.

Kabinettsbibliothek, Kaffee und der süße Duft des Stadtlebens

Immer etwas los: Die Planken (Foto: Beutler)

 Als sie die schwere Glastür öffnet, schlägt ihr ein Raunen und Summen von hunderten von Stimmen entgegen. Das als Lounge, Bar und Cafeteria deklarierte EO ist bis auf den letzten Platz belegt. Auf den Tischen stehen Tabletts und Laptops. Einige der Studierenden essen, andere sind in Bücher vertieft. Die eindeutige Mehrheit jedoch unterhält sich angeregt. Der perfekte Ort, um das Studentenleben und dessen Mythos hautnah mitzuerleben. Der Duft nach frisch zubereitetem Essen liegt in der Luft: Putengeschnetzeltes mit Currysauce und knusprig-würzige Kartoffelecken. Fürs Erste tut´s am späten Vormittag aber auch ein Kaffee – das dachte sich wohl auch die blonde Studentin und macht sich mit einem Becher des wohlig duftenden Heißgetränks in der Hand auf in Richtung Innenstadt.

 „Das Herz der Einkaufsstadt Mannheim“ – so titelt mannheim.de. Und tatsächlich: Die sogenannten Planken bieten Shopping-Spaß pur. Von Wasserturm bis zum Paradeplatz reiht sich ein Geschäft an das nächste. An einem sonnigen Tag wie heute sind hier regelrechte Menschenmassen unterwegs. Und in diesem Getümmel aus wippende Köpfe, im lauen Wind flatternden Haaren, vom vergangenen Winter noch bleiche, nackte Arme und Beine ist die blonde Studentin blitzschnell verschwunden.

 Selbstverständlich hat Mannheim außer dem Schloss noch unzählige weitere kulturelle Angebote, aber wer verbringt seinem freien und noch dazu von der Sonne so verwöhnten Tag schon gerne in düsteren Museen und Ausstellungen, während draußen zwischen Eisdielen und Mode-Boutiquen das Stadtleben pulsiert?

Kurzinformation:
Öffnungszeiten Mannheimer Schloss:
Di. bis So. und an Feiertagen
10.00 – 17.00 Uhr
letzter Einlass um 16.30 Uhr

Museumsführungen:
täglich 11.00 und 15.00 Uhr
Sa.: 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
So. und Feiertage stündlich 11.00 – 16.00 Uhr

Öffnungszeiten Café EO:
Mo. bis Fr.: 9.00 – 20.00 Uhr
Sa.: 10.00 – 16.00 Uhr

Vorschau: Stockholm – was es in der Hauptstadt Schwedens alles zu erleben gibt, lest ihr nächste Woche in einem Bericht von Johanna.