Nachhaltigkeit im Alltag

Heutzutage hören wir es überall und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über dieses Thema gesprochen wird: Nachhaltigkeit. Dabei stellt es nicht nur eine momentane und zukünftige Aufgabe für die Politik und Wirtschaft dar, sondern auch für das alltägliche Leben. Aber wie sieht Nachhaltigkeit genau aus und was können wir konkret dafür tun?
Auf diese Fragen wird im Folgenden, unter unserem Oberthema im April „Nachhaltiger Lebensstil“, eingegangen.

Der Begriff Nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsbegriff umfasst sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft und soll es auch künftigen Generationen ermöglichen, nicht schlechter auf dieser Erde gestellt zu sein als wir gegenwärtig. Dabei werden umweltpolitische Themen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung gleichgestellt, deren Ziele für alle Länder der Welt und alle Generationen gelten.

Nachhaltigkeit im Alltag
Eine Fahrradstation: Nachhaltigkeit geht über den Verzicht auf das Auto hinaus.
(Foto: ©Petra Weishaar/Pixelio)

Aber was können wir nun im Alltag tun, um nachhaltig zu leben und unseren Beitrag an dieser Entwicklung zu leisten?
Ein erster Aspekt ist die Ressourcenschonung. Das fängt schon beim Papierverbrauch an. Nicht jedes Blatt Papier muss direkt entsorgt werden, nur, weil eine Seite beschriftet wurde. Die andere Seite kann für Notizen verwendet werden, sodass wir jedes Blatt Papier im vollen Umfang nutzen können, sogar kleine Papierschnipsel.

Tipps und Tricks zum Einkaufen

Um das Klima zu schützen und lange Transportwege von Waren zu vermeiden, kann auf saisonale und regionale Produkte wert gelegt werden, – vor allem bei Obst und Gemüse –.
Ein Besuch auf dem Wochenmarkt oder ein Bauer in der Nähe lohnen sich hierfür allemal, jedoch legen auch immer mehr Supermärkte wert darauf regionale und saisonale Produkte zu kennzeichnen. Hilfreich ist auch der Blick in einen Gemüsekalender, sodass beispielsweise heimische Äpfel zur Erntezeit gekauft werden können, anstatt importierte Äpfel aus weit entfernten Ländern. Ein weiterer Aspekt, auf den schon beim Einkauf geachtet werden kann, ist die Verwendung von Baumwolltüten oder -netzen. Letztere eignen sich für den Obst- und Gemüseeinkauf, da so auf die Plastiktüten im Supermarkt verzichtet werden kann.

Nachhaltigkeit im Alltag
Wochenmarkt: Saisonales Obst und Gemüse gibt es wöchentlich auf den Wochenmärkten.
(Foto: ©Thomas Beckert/Pixelio)

Nachhaltigkeit im Alltag zeichnet sich zudem dadurch aus,nur so viel einzukaufen, wie man auch wirklich verbrauchen kann. Das gilt besonders für frische und schnell verderbliche Waren, die entweder im Kühlschrank verloren gehen oder, aufgrund des überschrittenen Haltbarkeitsdatums, entsorgt werden müssen. Resteverwertung ist hier ein gutes Stichwort. Daraus lassen sich, mit ein wenig Fantasie, schmackhafte Gerichte zubereiten und übrig gebliebene Produkte verwerten.
Küchenutensilien, die vielfach verwendet werden, sind Frischhalte- und Alufolien. Diese belasten sowohl bei der Herstellung als auch bei der Entsorgung stark die Umwelt. Hierbei kann auf wiederverwendbare Frischhaltefolie gesetzt werden. Diese bestehen aus Bienenwachs und sollen mindestens ein Jahr halten. Zu finden ist die nachhaltige Alternative im Handel oder in nachhaltigen Onlineshops.

Nachhaltigkeit im Bad

Im Badezimmer kann auf feste Seife umgestiegen werden, anstatt Handseifen in Plastikflaschen zu kaufen, die zudem auch eine kürzere Verwendbarkeit haben.
Für die Dusche können Duschgel und Co. selbst hergestellt werden – auch mit verschiedenen Duftrichtungen–. Zahlreiche Anleitungen sind im Internet zu finden. Die verschiedenen Zutaten können auch mehrmals verwendet werden, sodass ein gewisser Spielraum vorhanden ist.  

Insgesamt gibt es sehr viele Möglichkeiten, um Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Und wie die vorgestellten Beispiele zeigen, gehen die Alternativen weit über den verstärkten Gebrauch von öffentlichen Verkehrsmitteln hinaus. Dabei bringen viele Tipps eine Menge Spaß mit sich und stärken die Kreativität, andere wiederum wirken sich positiv auf den Geldbeutel aus. Allgemein wirkt sich ein minimalistisches Leben günstig auf die Umwelt aus, ganz nach dem Motto: „Weniger ist mehr“. Oftmals hilft es schon zu schauen, was man im Alltag wirklich braucht. Hier kann man zum Beispiel neben den Lebensmitteln auch mit der Kleidung anfangen. Danach kann sich der Minimalismus auf andere Lebensbereiche ausweiten.