Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas


Peru ist nach Brasilien und Argentinien, das drittgrößte Land Südamerikas. Berühmt ist es für seine kulturellen Reichtümer wie Machu Picchu oder die Nasca-Linien. Dabei besticht es durch noch viel mehr – von Küste bis Andenhochland und Wüste: Peru hat viel zu bieten. Wir entführen Euch heute in das kontrastreiche Land.

Lima – Hauptstadt und erster Kontakt mit Peru

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Die meisten Touristen kommen in Lima, der Hauptstadt Perus an. Die Stadt beherbergt mit rund 10 Millionen Einwohnern rund ein Drittel aller Bewohner Perus. Der internationale Flughafen bietet Verbindungen in alle Welt an und das internationale Flair merkt man auch in der Stadt. Gerade die Altstadt und der Stadtteil Miraflores, der direkt an einer Steilküste liegt, sind bei Touristen sehr beliebt. Miraflores ist zudem einer der sichersten Stadtteile Limas und bietet sich zum Beispiel auch abends zum Schlendern und Essen gehen an. Hier kann man tagsüber einen wunderbaren Spaziergang entlang der Steilküste machen und den großartigen Ausblick genießen. Aber Vorsicht: Die heiße peruanische Sonne spielt einem hier ganz schnell einen Streich. Eine Mütze und Sonnenschutz sind für Europäer Plicht.  Die Altstadt Limas hingegen überzeugt mit einer tollen Kathedrale, Gebäuden im Kolonialstil und einer großen Lebensfreude. Viele Einheimische verwandeln beispielsweise den Platz vor der Kathedrale regelmäßig zu einem Festplatz mit Musik und bunten Ständen. Als Tourist mache es sehr viel Spaß hier zu flanieren.

Islas Ballestas, Nasca und Arequipa

Textfeld: Die Islas Balestas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Natürlich kann man von Lima aus direkt nach Cusco, der alten – sehr hoch in den Anden gelegenen – Inca Hauptstadt fahren bzw. fliegen. Reizvoller und gesünder ist es jedoch, sich langsam an die Höhe zu gewöhnen und noch einen kurzen Ausflug an die Küste nach Paracas zu machen. Von hieraus geht es per Boot zu den Islas Bellestas einer Gruppe von Inseln auf der Seerobben, Humboldpinguine und viele verschiedene Vogelarten heimisch sind. Der Ausflug lohnt sich. Ebenfalls in der Nähe kann man am Flughafen Pisco ein kleines Flugzeug besteigen, und einen Rundflug über die geheimnisvollen Nasca-Linien machen. Die etwa 1.500 riesigen Scharrbilder wurden circa 600 – 800 vor Chr. Von der Paracas- oder Nazca-Kultur in den trockenen Wüstensand geritzt. Ihre Bedeutung ist bisher nicht genau erforscht und die Interpretationen reichen von einem Kalender, über Fruchtbarkeitsritualen bis hin zu einer Ehrung der Götter. Zwar kann man einige der Linien auch von einem Besucherturm aus sehen, ein Rundflug bietet aber einen viel umfassenderen Blick und zeigt alle Bilder. Zudem ist es ein unvergleichliches Abendteuer in einer kleinen Maschine über die uralten Linien zu fliegen und sie sich anzuschauen. Flüge gibt es außer ab Pisco auch ab Ica und Nazca selbst.

Textfeld: Kloster Santa Catalina in Arequipa

Von Paracas aus geht es einen ersten Schritt Richtung Anden nach Arequipa. Die zwischen drei Vulkanen gelegene 2.300 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Stadt aus der Kolonialzeit weist zahlreiche barocke Gebäude aus Sillar, einem weißen Vulkangestein, auf. Besonders schön anzusehen ist das Kloster Santa Catalina, das 1579 gegründet wurde und heute in großen Teilen besichtigt werden kann. Es besticht durch seine farbigen Gänge, die im Sonnenlicht wunderbar funkeln.

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Titicacasee

Textfeld: Schwimmende Insel der Uros im Titicacasee
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Von Arequipa aus kann man direkt nach Cusco fahren oder man macht einen Abstecher nach Puno, das direkt am bekannten Titicacasee liegt. Dieser ist mit einer Fläche von 8288 Quadratkilometern der größte Süßwassersee Südamerikas und befindet sich 3.813 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist er der am höchsten gelegene kommerziell nutzbare See der Welt. Der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche Teil zu Bolivien. Dieser Abschnitt der Reise kann sehr anstrengend sein, da die Höhe zu sogenannten Höhenkrankheit führt, die mit Schwindel, Kurzatmigkeit, Kopfweh oder Erbrechen einhergehen kann. Die einheimischen schwören hier auf das Kauen von Coca-Blättern als Hilfe gegen die Höhenkrankheit, es gibt aber auch Medikamente, die die Symptome lindern. Auf dem See gibt es mehrere bewohnte Inseln sowohl natürlichem, als auch künstlichen Ursprungs. Die Uros beispielsweise haben sich mehrere kleine Inseln aus Schilf gebaut, die sie bewohnen und die sie auch Touristen gerne zeigen. Eine Bootsfahrt über den See, der fast so groß ist wie die Insel Korsika ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Cusco – Inkahauptstadt, Ausgangspunkt nach Machu Picchu und die Rainbow Mountains

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Cusco, die ehemalige Inkahauptstadt sollte ein Ziel jeder Peru-Reise sein. Die Stadt in den Anden bietet einen ganz besonderen Charme: Viele alte Inkastädten gilt es hier zu besichtigen und viel über die Geschichte zu lernen. Auch das Zusammenspiel aus alten Inka-Traditionen und Kolonialzeit kann man hier erkennen. Beispielweise gibt es in der Kathedrale von Cusco eine Ecke, in der Gläubige ihren „alten“ Göttern nach wie vor Coca-Blätter opfern und danach nebenan ganz selbstverständlich eine Kerze für Jesu anzünden. Die Stadt ist sehr hügelig und am besten zu Fuß zu erkunden. Eine Spezialität ist übrigens Cuy, gebratenes oder frittiertes Meerschweinchen.

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Zudem ist Cusco ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Einer davon wird die meisten Touristen nach Machu Picchu führen, einer perfekt erhaltenen Inkastadt in den Bergen. Die im 15. Jahrhundert in 2.430 Metern Höhe von den Inkas erbaute Stadt liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich von Cusco und ist am besten mit dem Zug zu erreichen. Die Fahrt durch das sogenannte Urubambatal lohnt sich zudem allein aufgrund des schönen Ausblicks. Alternativ kann man auch einen alten Inca-Trail nach Machu Picchu wandern, was allerdings mehrere Tage dauert. Da die alte Kulturstätte pro Tag nur eine gewisse Anzahl an Touristen besuchen darf, sollten Besucher sich ihre Tickets im Vorhinein buchen, am besten schon vor Reisebeginn. Zwar ist der Weg in Machu Picchu auch aufgrund der Höhe etwas anstrengend, der Rundgang und Ausblick lohnen sich aber auf jeden Fall.

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Ein weiterer Ausflug von Cusco aus kann beispielweise zu den sogenannten Rainbow Mountains führen. Die bunte Felsformation wurde erst vor kurzem durch das Schmelzen eines Gletschers entdeckt und ist wirklich faszinierend anzuschauen. Allerdings ist der Aufstieg um fast 1.000 Höhenmeter sehr anstrengend und nur körperlich fitten Menschen zu raten. Zwar kann man den Weg auch auf Pferden zurück legen, aber die körperliche Fitness sollte trotzdem vorhanden sein. Wer nach dem erreichend er Rainbow Mountains noch etwas Puste hat, kann ca. eine halbe Stunde weiter wandern und sich das Red Valley anschauen, das aus rotem Sandstein besteht und ebenfalls Atemberaubend ist. Besonders eindrucksvoll an dem Aufstieg sind übrigens die wilden Lama- und Alpakaherden. Die Tiere begegnen einem übrigens in ganz Peru und sind genau so süß, wie man sie von Fotos kennt.

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Der Sommer hat begonnen. Bei einem erfrischenden Radler sitze ich mit ein paar Freundinnen am Rhein und genieße das Rauschen des Wassers, das Zwitschern der Vögel und die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Kein Wunder, dass wir da im Gespräch auch auf das Thema Urlaub kommen. „Ich fliege mit meinem Freund in die USA. Wir bleiben vier Wochen“, sagt eine meiner Freundinnen enthusiastisch. „Ich habe noch nichts gebucht, aber wahrscheinlich fliegen wir nach Mallorca oder nach Sizilien“, wird von anderer Seite berichtet. War ja klar. Da kann ich mit meinem Urlaubsziel mal wieder nicht mithalten. Im nächsten Moment wird mir die Frage gestellt, die ich schon erwartet hatte: „Und wohin fährst du in Sommerurlaub?“ „Nach Kühlungsborn oder nach Grömitz“, antworte ich und blicke – wie zu erwarten war – in fragende Gesichter: „Wo liegt das denn? Das habe ich ja noch nie gehört. Ist das noch in Deutschland?“ Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, meinen Freundinnen zu erklären, dass man manchmal gar nicht weit wegfahren muss und auch Deutschland wunderschöne Ecken zu bieten hat, an denen man einen perfekten Sommerurlaub verbringen kann. So zum Beispiel im Ostseebad Grömitz.

Seebad mit langer Tradition

Grömitz liegt am Nordrand der Lübecker Bucht in Ostholstein und hat rund 7.800 Einwohner. Die Hansestadt Lübeck ist nur etwa 50 Kilometer entfernt. Als Erholungsort hat Grömitz eine lange Tradition, denn es ist schon seit 1813 Seebad, also ein Kurort am Meer. Besonders schön sind der über acht Kilometer lange Sandstrand und das saubere Meerwasser. Wenn die Temperaturen stimmen, kann man natürlich in der Ostsee schwimmen. Ansonsten eignet sich der weite Sandstrand aber auch gut für ausgedehnte Spaziergänge, die stets von einem beruhigenden Wellenrauschen begleitet werden. Dank des weitläufigen Strandes verteilen sich die Einwohner und Touristen in Grömitz ganz gut und für jeden ist ausreichend Platz vorhanden. Auch an die Erholung des „besten Freundes des Menschen“ ist gedacht, denn es gibt extra einen Hundestrand, an dem sich die Vierbeiner austoben können.

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Absolut sehenswert: Der Jachthafen in Grömitz (Foto: S. Holitzner)

Erholung nicht nur am Strand

Wer keine Lust auf Strand hat, kann sich in Grömitz auch gut anderweitig beschäftigen. So gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, einen Kurpark, einen Golfplatz, einen kleinen Zoo und einen sehenswerten Jachthafen mit empfehlenswerten Fischrestaurants. Die meisten Restaurants und Cafés befinden sich an der drei Kilometer langen Strandpromenade. Ausgiebige Spaziergänge mit Blick aufs Meer sorgen da ebenfalls für Entspannung. Und zwischendrin kann man dann ganz gemütlich in ein Eiscafé oder in einen der vielen kleinen Strandläden zum Stöbern einkehren.

Einfach mal abtauchen

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Beeindruckend: Die 398 Meter lange Seebrücke in Grömitz (Foto: S. Holitzner)

Besonderes Highlight in Grömitz ist die 398 Meter lange Seebrücke. Dabei handelt es sich um die längste Seebrücke Schleswig-Holsteins. Wenn man auf ihr entlang läuft, ist man dem Meer ganz nah und hört unter den Holzbrettern der Brücke, wie die Wellen brechen. Bei klarer Sicht hat man von der Seebrücke aus einen tollen Blick auf umliegende Städte und Ortschaften sowie das weite Meer. Insbesondere abends ist es schön, von der Seebrücke aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Wer nicht nur die Aussicht über Wasser, sondern auch unter Wasser genießen möchte, kann in die Tauchgondel, die sich seit 2009 am Ende der Grömitzer Seebrücke befindet, steigen. 30 Besucher können gleichzeitig mit ihr abtauchen. Sie bekommen dann einen 3D-Film über die Ostsee gezeigt und können bei guter Sicht den Meeresboden und einige Meeresbewohner erkennen. Wer als Urlauber das Glück hat und Ende August das Strandbad besucht, kann an „Ostsee in Flammen“ teilnehmen. Das ist ein beeindruckendes, mit Musik untermaltes Feuerwerk, das direkt von der Seebrücke aus gestartet wird und so die Ostsee und den Grömitzer Strand erleuchtet. Wenn man dann in Meeresnähe steht, kann man sogar sehen, wie sich das Feuerwerk im Wasser spiegelt.

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Lichterspektakel: „Ostsee in Flammen“ (Foto: S. Holitzner)

Wasser marsch!

Leider gibt es immer mal wieder Sommerurlaube, in denen das Wetter nicht mitspielt oder die Temperaturen einfach zu niedrig sind, um im Meer zu schwimmen. In Grömitz kann man in so einem Fall trotzdem in Meerwasser baden. Im Schwimmbad „Grömitzer Welle“ gibt es nämlich aufbereitetes Seewasser in den Schwimmbecken. Außerdem gibt es ein Wellenbad: Alle 30 Minuten werden so am Anfang des Beckens kleine Wellen und am tieferen Ende des Beckens bis zu ein Meter hohe Wellen erzeugt, sodass man sich fast wie im richtigen Meer fühlt.

Von West nach Ost

Ebenfalls eine Reise wert ist das Ostseebad Kühlungsborn. Es liegt an der Küste der Mecklenburger Bucht und hat circa 8.900 Einwohner. Die Hansestadt Rostock ist nur rund 30 Kilometer entfernt. Im Gegensatz zu Grömitz ist Kühlungsborn erst seit 1996 offiziell Seebad. Kühlungsborn besteht aus den zwei Stadtteilen West und Ost, die durch einen 133 Hektar großen Stadtwald verbunden sind. Wer nicht durch den Wald gehen möchte, kann auch einfach am langen Sandstrand entlanglaufen und gelangt so ebenfalls zum jeweils anderen Stadtteil. Auch in Kühlungsborn ist das Meerwasser sehr sauber, sodass man sich bei heißen Temperaturen ideal mit einem Bad in der Ostsee abkühlen kann. Hundestrände gibt es hier ebenfalls. Von der 240 Meter langen Seebrücke, die sich im Stadtteil Ost befindet, hat man einen schönen Ausblick. Sie ist die erste Seebrücke, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern vollendet wurde (1991). Eine fast vier Kilometer lange Strandpromenade verbindet die beiden Stadtteile Ost und West und eignet sich gut für Spaziergänge mit Blick aufs Meer.

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Entspannung am Meer: Kühlungsborn-Ost (Foto: S. Holitzner)

Kühlungsborn für Touristen

Viele schöne alte Villen aus der Gründerzeit prägen das Stadtbild von Kühlungsborn. Kühlungsborn-Ost ist der für Touristen vermutlich ein bisschen attraktivere Stadtteil. Abgesehen von der Seebrücke sind dort verschiedene größere Einkaufsmöglichkeiten, viele Cafés und Restaurants. Außerdem befindet sich dort ein Jachthafen. Ebenfalls beginnt in Kühlungsborn-Ost die Steilküste mit Blick auf die Ostsee. Gut ausgeschilderte Wanderwege ins nah gelegene Heiligendamm starten hier. International bekannt geworden ist dieser kleine Ort, als dort im Juni 2007 der G8-Gipfel stattgefunden hat.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Nostalgie pur: Eine Fahrt mit Dampflok „Molli“ (Foto: S. Holitzner)

In Kühlungsborn-Ost wird zudem Geschichte lebendig. Dort steht noch ein Original-Grenzbeobachtungsturm aus der Zeit der DDR. Von 1971 bis 1990 waren mehrere solcher Türme entlang der Ostseeküste aufgestellt, um die Seegrenze der DDR im Auge zu behalten und Republikflüchtlinge, die über die Ostsee aus der DDR fliehen wollten, zu erspähen. Rund um den Grenzbeobachtungsturm in Kühlungsborn können sich Besucher über das Grenzsystem und das Schicksal von Menschen, die versucht haben, aus der DDR zu fliehen, informieren. Außerdem kann der Turm besichtigt werden. Lohnenswert ist in Kühlungsborn auch eine Fahrt mit dem „Molli“. Das ist eine Dampflok, die auf einer rund 15 Kilometer langen Strecke zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan fährt. Für diese Strecke, die teilweise mitten durch die Natur führt, benötigt „Molli“ rund 40 Minuten, denn er ist mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 km/h unterwegs. Bei einer Kurzreise mit dem „Molli“ lernen Fahrgäste sehenswerte Ecken der einzelnen Orte kennen, die sie so vielleicht gar nicht wahrgenommen hätten.

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Jeder kennt die Kirschblüte in Japan. Tausende und abertausende rosane Blüten zeichnen sich vor dem strahlend blauen Frühlingshimmel ab. Im Sommer aber lockt eine andere Blütenpracht Einheimische und Touristen ins Freie: Die Lotusblüte. Wir zeigen Euch, wo ihr die schöne Blüte besonders gut genießen könnt.

Lotusblüten in Tokio

Der Lotus gilt in Asien als Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. An der Universität Tokio gibt es sogar einen eigenen Lehrstuhl für die Erforschung des Lotus. Wer Ende Juli oder Anfang August in Japans Hauptstadt ist, kann im Ueno Park die prachtvolle Lotusblüte bewundern. Passend dazu werden an Verkaufsständen kleine Snacks aus den Wurzeln der Pflanze – wie etwa getrocknete Lotuswurzelchips – angeboten.  Besucher, die zu dieser Zeit den ebenfalls dort befindlichen Ueno Zoo besuchen, können neben den entzückenden Tieren, wie Pandas, auch einen Spaziergang auf Stegen durch die Lotusfelder unternehmen. Dort erwarten sie die hohen Pflanzen mit den zartrosa Blüten. Ein wahres Erlebnis.

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Nijo Castle in Kyoto: Der frühere Sitz des Shogun (Foto: Möller)

Nijo Castle in Kyoto

Die ehemalige Hauptstadt Kyoto ist für Japan-Besucher ein wahrer Quell an Sehenswürdigkeiten. Hier reiht sich ein Weltkulturerbe ans nächste und Touristen kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Ort um hier die Lostusblüte zu besichtigen ist das Nijo Castle, eine japanische Burganlage und ehemaliger Sitz des Shōguns (Anführer der Samurai). Neben dem beeindruckenden Schloss mit dem berühmten Nachtigallenparkett – ein Bodenbelag der den Shogun durch Geräusche vor sich nähernden Personen warnte – lassen sich hier in kleinen Seen und im Burggraben die prächtigen Lotuspflanzen anzuschauen.

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Die Burg von Matsumoto: Vom Burgturm hat man einen schönen Ausblick auf den Burggraben (Foto: Möller).

Lotus im Burggraben in Matsumoto

Die schwarze Burg in Matsumoto, die auch Krähenburg genannt wird, ist für viele Japan Besucher ein Highlight ihrer Reise. Die in der Präfektur Nagano gelegene Burg ist eine der wenigen original erhaltenen  Burgen und Teil des Nationalschatzes Japans.  Durch ihre schwarze Farbe und die orange-rot gestrichenen Brücken, die über den Burggraben gehen, fällt sie Besuchern gleich ins Auge. Die Lotusblüte lässt sich hier auch schön von oben beobachten, wenn man den – teilweise durch sehr schmale Treppen führenden – Aufstieg auf das Burgdach wagt.

Botanischer Garten in Hiroshima

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Ein zauberhafter Ort: Der botanische Garten in Hiroshima (Foto: Möller)

Die von einer Atombombe getroffene Stadt Hiroshima bietet ein ganz eigenes Flair aus Erinnerung und Neuanfang.

Ein Besuch des Atomdoms – das Gebäude, über dem die Bombe explodierte – und des Atommuseeums sind nicht nur eindrucksvoll, sondern nicht zuletzt auch ein Mahnmal. Hier sieht man, mit welcher Wucht die Bombe explodiert ist und welche Auswirkungen dies für die Stadt und seine Bevölkerung hatte. Gleichzeitig zeigt Hiroshima aber auch, wie ein Neuanfang nach einer solchen Tragödie gelingen kann. Ein Ort, an dem dies deutlich wird, ist der botanische Garten in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die stille Oase inmitten der Großstadt ist nicht nur zur Lotusblüte einen Besuch wert und entführt Touristen in eine ganz eigene Welt, weit weg von der Hektik der Stadt.

Japan-Reihe, Teil 1: Tokyo – Hauptstadt und Megametropole

Wer das erste Mal nach Tokyo kommt ist von der schieren Größe der Stadt überwältigt. Dabei besticht Japans Hauptstadt gerade für Touristen durch eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die sich mit kleinen, einheimischen Orten abwechseln. Bei einer Reise nach Japan sollte diese Stadt natürlich auf keinen Fall fehlen, bietet sie doch dank der internationalen Flughäfen einen guten Ausgangpunkt für Touren.

Tokyo von oben

Tokyo von oben: Auf jeden fall einen blick wert (Foto:Möller)

Tokyo von oben: Auf jeden Fall einen Blick wert (Foto:Möller)

Um sich einen Überblick über die Metropole zu verschaffen lohnt es sich hoch hinaus zu fahren. Dafür bieten sich vor allem zwei Aussichtsplattformen an: Der Tokyo-Tower und die Aussichtsplattform auf dem „Tokyo Metropolitan Government“- Gebäude. Letztere hat den Vorteil, dass sie kostenlos zu besuchen ist, auch wenn mit längeren Schlangen vor den Aufzügen zu rechnen ist. Von oben hat man einen herrlichen Blick über die Stadt, die scheinbar den ganzen Horizont einnimmt und kein Ende findet. Vor allem vom „Tokyo Metropolitan Government“-Gebäude – dem Rathaus der Stadt – hat man einen schönen Blick auf den bekannten Meji-Schrein samt angrenzendem Park. Ein Besuch ist dieser allemal wert.

Die berühmteste Kreuzung und der treuste Hund der Welt

Ganz schön viel los: Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt inf Shibuya (Foto: Möller)

Ganz schön viel los: Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt inf Shibuya (Foto: Möller)

Shibuya – Der Name steht für die größte Kreuzung der Welt. Hier überqueren pro Ampelphase bis zu 15.000 Menschen die Straße. Das muss man einmal erlebt haben und die Kreuzung ebenfalls überqueren. Vorher lohnt es sich aber noch die wohl berühmteste Hunde-Statur des Landes anzusehen, die direkt am Ausgang des Bahnhofes von Shibuya steht. Hachiko war ein japanischer Atika-Hund und ist zum Inbegriff für Treue geworden; Auch nach dem Tod seines Herrchens ging er jeden Tagzum Bahnhof um darauf zu warten, dass sein Herrchen von der Arbeit kommt. Neben der Kreuzung und der Statur lohnt es sich aber auch einen Spaziergang durch Shibuya einzuplanen. Das Viertel strotzt vor Energie und Lebensfreude. Hier gibt es viele Geschäfte und Cafés und an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.

Leuchtend, bunt, elektronisch – Akihabara

Bunt und schrill: Akihabara (Foto: Möller)

Bunt und schrill: Akihabara (Foto: Möller)

Kein Viertel Tokyos ist leuchtender, lauter und überwältigender als Akihabara. Das Elektronikviertel ist der Traum eines jeden Technik-Liebhabers. Hier reiht sich ein Kaufhaus mit elektronischen Errungenschaften an das nächste – nur unterbrochen von riesigen, lauten Pachinko-Hallen (Anm. d. Red: Pachinko ist eine Art Glücksspiel mit kleinen Metallkugeln) und dem Konzert-Gebäude von AKB48, einer Mädchen-Band mit 48 Mitgliedern. Hier sollte man abends hinkommen, wenn die Straßen voll sind und die Leuchtreklamen ihre Wirkung entfalten.

Tokyos grüne Lunge – der Ueno Park

Ueno Park zur Kischblütenzeit (Foto: Möller)

Ueno Park zur Kischblütenzeit (Foto: Möller)

Der Ueno-Park mit dem angrenzenden Zoo ist so etwas wie Tokyos Naherholungsgebiet. Hier kann man durch eine wunderschöne Parkanlage schlendern und ein wenig Ruhe in der hektischen Metropole finden. Zur Zeit der Kirschblüte allerdings ist der Park stark bevölkert, da jeder Japaner sein Kirschblütenfest mit einem Picknick im Ueno-Park feiern will.

Dies war der Auftakt unserer Japan-Reihe. Der nächste Teil entführt euch nach Kyoto, der alten Kaiser-Stadt.

 

Gut vorbereitet ins Auslandsssemester – eine Checkliste

Mittlerweile gehört es fast schon bei jedem Studenten zum Studiumsverlauf dazu: Das Auslandssemester. Ein halbes Jahr an einer Universität im Ausland studieren, neue Leute, Länder und Kulturen kennen lernen. Das klingt nach einem großen Abenteuer, das viel Spaß machen kann. Eine gute Vorbereitung sollte dabei aber nicht unterschätzt werden. Face2Face hat euch daher eine Checkliste mit den Dingen zusammengestellt, die man vor seinem Start in das Auslandssemester unbedingt noch erledigt haben sollte, damit man seine Zeit vor Ort anschließend unbekümmert genießen kann.

1. Dokumente beantragen: Wenn ihr in ein außereuropäisches Land reist, braucht ihr einen Reisepass. Dieser hat eine Bearbeitungszeit von mindestens 6 Wochen, also rechtzeitig beantragen! Gleiches gilt für ein Visum und den Antrag für ein mögliches Auslandsbafög. Einen internationalen Führerschein bekommt ihr direkt ausgestellt, wenn ihr bereits einen EU-Scheckkarten-Führerschein und ein biometrisches Passbild besitzt.

2. Impfen lassen: Ein wenig Vorlaufzeit (8-6 Wochen) solltet ihr auch bei notwendigen Impfungen einplanen. Es gibt Ärzte, die sich auf Reisemedizin spezialisiert haben. Dort gibt man in der Regel seinen Impfass ohne Termin ab, füllt einen Fragebogen aus und bekommt dann seinen Termin bzw. seine Termine für die notwendigen Impfungen. Hinweise, welche Impfungen benötigt werden, erhaltet ihr auch auf der Internetseite des auswärtigen Amtes.

3. Kreditkarten beantragen: In fremden Ländern herrscht auch ein anderes Zahlungsmittel (Ausnahme in der EU), demnach müsst ihr euch auch darüber informieren, wie ihr am besten kostenlos Geld abheben und mit einer Karte bezahlen könnt. Beides liefert euch die Kreditkarte von Number26, die auch eine sehr gute App bereitstellt, mit der ihr eure Ausgaben im Ausland immer völlig unter Kontrolle und auf einem Blick habt. Eine sehr gute Ergänzung zur Number26 ist die Kreditkarte der DKB. Mit diesem Paket habt ihr sowohl eine Visa- (DKB), als auch eine MasterCard (Number26) und seid damit gegen eventuelle Ausfälle einer der beiden Karten abgesichert. Beide Karten kosten kein Geld und sind leicht online per Web-ID zu beantragen.

4. Auslandskrankenversicherung abschließen: Bei einem Auslandssemester befindet ihr euch länger im Ausland, als es durch eure Reise-Krankenversicherung abgesichert wäre. Ihr braucht demnach eine spezielle Auslandskrankenversicherung für diese Zeit. Informiert euch im Voraus gut über die einzelnen Konditionen der verschiedenen Versicherungen. Besonderen Wert solltet ihr auf einen 24-Stunden-Notruf-Service legen. Außerdem unterscheiden sich viele Krankenversicherungen im Falle eines Rücktransportes. Achtet darauf, dass eure Versicherung einen „medizinisch sinnvollen“ Rücktransport mit einschließt, und nicht nur einen „medizinisch notwendigen“. Alle weiteren Unterschiede solltet ihr direkt vergleichen. Die Young Travel Versicherung der „Hanse Merkur“ wurde an vielen Stellen empfohlen.

5. Handyvertrag stilllegen lassen: Woran viele im ersten Moment nicht denken, ist es, den Handyvertrag (falls vorhanden) für die Zeit im Ausland pausieren zu lassen oder zu kündigen, da man in dieser Zeit eine Prepaid-Karte des jeweiligen Landes verwenden wird. Hier räumt o2 beispielsweise eine Vorlaufzeit von zwei Wochen ein.

6. Informationen sammeln: Wenn man in ein fremdes Land reist, sollte man sich vorher auch unbedingt über dessen Kultur, Religion und Gepflogenheiten informieren. Wie sieht es beispielsweise mit der Kleiderordnung in der Universität aus? Welche Verhaltensweisen aus Deutschland sind dort eventuell verpönt? Informiert euch vorher über solche Dinge, damit ihr euer Auslandsssemester nicht direkt mit einem Sprung ins Fettnäpfchen beginnt. Außerdem kann ein Reiseführer nicht schaden, der euch schon einmal einen Überblick darüber gibt, was ihr gerne in eurem Zielland sehen würdet.

7. Unterkunft buchen: Ob ihr lieber vor Ort nach einer dauerhaften Unterkunft suchen wollt oder schon vorab in Deutschland etwas fest gemietet habt: Kümmert euch auf jeden Fall darum, dass ihr die erste Nacht irgendwo untergebracht seid. Wenn ihr beispielsweise nachts erst am Flughafen ankommt, ist es gold wert, wenn man bereits eine Unterkunft gemietet hat. Klärt auch ab, ob euer Hotel eventuell einen Flughafentransfer anbietet.

Japanischer Grilllachs in Sake-Marinade

Japanische Fischspezialitäten sind weltweit beliebt. Egal ob Sushi, Sashimi oder Kugelfisch – diese Gerichte kennt fast jeder. Doch heute stellen wir euch eine neue Spezialität vor, einen leckeren Grilllachs in Sake-Marinade. Dieses Rezept wird euch verzaubern: Es lässt sich nicht nur schnell und kinderleicht zubereiten, sondern kommt auch mit nur sechs Zutaten aus.

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Zutaten:

Acht Scheiben Tiefkühl-Lachsfilets

180 Milliliter Sake

180 Milliliter Soja-Sauce

180 Milliliter Reiswein

zwei Limetten

Reis als Beilage

Zubereitung:

Die Lachsfilets auftauen lassen, unter fließendem Wasser abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend in eine Auflaufform legen. Den Reiswein, die Soja-Sauce und den Sake in einer Schüssel mischen und über den Lachs gießen. Anschließend die Limetten auspressen und den Saft ebenfalls über dem Lachs verteilen. Die Schale der Limette könnt ihr nun in Viertel schneiden und in die Marinade legen. Das verstärkt den feinen Limetten-Geschmack. Die Auflaufform nun mit Frischhaltefolie abdecken und für circa eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach der Hälfte der Zeit könnt ihr bereits damit anfangen den Reis zu kochen.

Den Backofen in der Grillfunktion nun auf circa 200 Grad vorheizen und den Lachs hineinstellen. Nach zwei bis drei Minuten sollten die Filets gewendet werden und erneut für weitere zwei bis drei Minuten unter dem Grill bleiben. Schon ist der leckere Grillachs fertig. „O shokuji oo tanoshimi kudasi“ beziehungsweise: Guten Appetit!

Tipp: Die Marinade kann auch als Soße verwendet werden. Wenn ihr von dem Sake noch etwas übrig habt, dann ist das passende Getränk zum Essen auch schon gefunden.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier ein Rezept für Couscous-Bratlinge mit Joghurt-Dip.

Auf den Spuren von Harry Potter Teil 2

Die Reise auf den Spuren von Harry Potter geht weiter:

Raus aus London, hinein in die schöne Landschaft Englands. Nachdem im letzten Teil London bereits ausführlich ausgekundschaftet wurde, ist es nun an der Zeit, die bereits gesammelten Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Virgina Water Lake, ein See in der Nähe von London Heathrow, ist genau der richtige Ort, um die letzten Tage zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Wer ausnahmsweise keinen Hippogreif dabei hat, kann stattdessen einen Rundflug über den See machen oder diesen einfach zu Fuß besichtigen. Ziel ist es dann natürlich die Stelle zu finden, an der Hermine in „Harry Potter und der Feuerkelch“ Rons Nachricht zum Trimagischen Turnier an Harry weitergegeben hat. Wer dann immer noch nicht genug von der Natur hat, kann sich auf den Weg nach Ashridge Wood begeben. Im Film „Harry Potter und der Feuerkelch“ ist der Wald die Kulisse für die Quidditch Weltmeisterschaft.

Genug Sauerstoff getankt und Vogelgezwitscher gehört! Jetzt geht es wieder in die Stadt: Oxford. Nur 35 Minuten von Ashridge Wood entfernt gibt es dort das Angebot einer offiziellen Tour für 15 Pfund. Oxford lässt sich aber auch gut auf eigene Faust erkunden. So sollte auf jeden Fall die Mensa im Christ Church College besichtigt werden, welche als Kulisse für Hogwarts Speisezimmer diente. Auch die Old Bodleian Library in der Cattle Street ist einen Abstecher Wert, um dort in der Bücherei von Madam Pince nach einem neuen Buch zu suchen. Eine Stunde mit dem Auto von Oxford entfernt befindet sich die Gloucester Cathedral. Wer nicht schon in den letzten Tagen das Gefühl hatte, der Muggelwelt entflohen zu sein, wird bei der Besichtigung der Kathedrale endgültig glauben, Harry oder Hermine zu begegnen. In einigen der Flure wurden nämlich Aufnahmen für Hogwarts gedreht.

Auf den Weg nach Schottland

Der Harry Potter-Roadtrip geht nun weiter Richtung Schottland. Auf dem Weg kann bei der Hardwick Hall angehalten werden, um die Villa der Malfoys zu besichtigen. Wer für den Unterschlupf der Todesser jedoch keine 12,50 Euro ausgeben möchte, kann direkt weiter zu Malham Cove fahren – eine Felsenlandschaft, wo Harry und Hermine damals ihr Camp auf der Flucht vor Voldemort aufgeschlagen haben. Die nächste Station ist Hogsmeade, der einzige Ort, der ausschließlich von Hexen und Zauberer bewohnt wird. Von dort aus ist Hogwarts nicht mehr weit entfernt. Die Goathland Train Station stellte die Kulisse für den  Hogsmeade Bahnhof dar, an dem die Schüler mit dem Hogwarts Express ankommen.  Wer nicht von pferdelosen Kutschen abgeholt wird, muss sich nun leider wieder per Bus und Bahn Hogwarts nähern. Bei einem Besuch der Durham Cathedral ist das allerdings gut möglich. Die Durham Kathedrale diente für Außen- und Innenaufnahmen von Hogwarts und kann mit einer offiziellen Tour für fünf Pfund besichtigt werden, manche Bereiche sind sogar kostenlos zu begehen. Der gut informierte Muggel weiß allerdings nur zu gut, dass Hogwarts nicht gerade klein ist. Daher geht die Reise weiter nach Alnwick Castle. Auch dies diente als Kulisse für Hogwarts (sowie „Robin Hood – König der Diebe” oder „Elizabeth”) und kann mit einer Tour besichtigt werden.

Vorschau: Am Freitag, 08. April wird Schottland und Irland zum Abschluss der Reise erkundet.

Einmal um die Wette reisen

On the road - die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

On the road – die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

Was einem für Menschen auf Reisen begegnen. Da sind Weltenbummler, die ihren Job an den Nagel gehängt haben und für mehrere Monate die Welt bereisen. Rastlose Seelen, die einen kleinen Hafenort Tausende Kilometer vom eigentlichen zu Hause zu ihrem neuen Wohnsitz auserkoren haben. Da ist ein junger Schriftsteller, der zufälligerweise auch noch Ernest heißt und in einer marokkanischen Stadt deren Fassaden fast vollständig in blau leuchten, in einem ruhigen Garten an seinem Roman schreibt und hier neue Inspiration findet. Oder zwei ältere Berber, die kurzerhand unseren von uns ernannten Guide  (ein italienischer Schweizer, der uns unverhofft vom Straßenrand aufsammelte, wo uns die sengende Hitze fast einen Sonnenstich beschert hätte) darum baten einen Brief auf Italienisch zu übersetzen. Der tat ihnen den Gefallen und verschwand in einem Laden, der vor Berberschmuck, alten Spiegeln, Truhen und Möbeln nur so überquoll. Wenige Mintuen später saßen wir auf kleinen Hockern vor diesem lebenden Antiquariat, tranken Tee und der Inhaber wollte zum Dank für das Übersetzen (was ja nicht mein Verdienst war) mir Schmuck anbieten. Am Ende baumelte an meinem Arm ein riesiger Reif verziert mit kleinen Steinchen und ich war um ein Erlebnis reicher.

Lieblingshostel - ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzcic)

Lieblingshostel – ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ich trefe auf Reisen auch immer auf eine besondere Spezies – junge Mitzwanziger, die schon die halbe Welt bereist haben. Ich begutachte sie meistens mit einer anfänglichen Skepsis. Eigentlich bin ich aber auch ein klein bisschen neidisch. Stampfe innerlich wie ein kleines Kind auf den Boden und schreie lauthals: Ich will aber auch für acht Monate am Stück weg.

Der Traum von der Weltreise -  zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf  / pixelio.de)

Der Traum von der Weltreise – zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf / pixelio.de)

Oft drehen sich die Gespräche während so einer Reise auch ums…genau Reisen. Jeder packt seine größten Abenteuer aus der Erzählkiste und der Stolz der in Stimme mitschwingt ist nicht zu überhören. Aber Reiseerinnerungen können einem sehr ans Herz wachsen. Manchmal fange ich dann auch an mich an diesem Wettstreit zu beteiligen, man schaukelt sich gegenseitig hoch und insgeheim geht es darum, dass jemand aus der Gruppe, die vorherige Urlaubsanekdote toppt. Ein Lieblingsspiel von Backpackern? Ich muss mich dann manchmal zurücknehmen und wieder darauf konzentrieren dem Verlauf des Gespräches zu lauschen. Ich muss doch nicht auf Teufel komm raus jedem meine für mich besondere Reisemomente ausplaudern – vor allem nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass es eigentlich nicht um das Erlebnis geht sondern darum mächtig anzugeben.

Essen teilen - ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Essen teilen – ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ja, auch ich würde gerne mal für eine Zeit aussteigen. Nicht nur einen Monat sondern gleich mehrere Monate am Stück verschiedene Länder bereisen. Doch dann kommen mir Zweifel auf. Während unserer Marokkoreise war ich oft völlig überwältigt von den vielen neuen Eindrücken. Wie ergeht es einem da, wenn man mehrere Monate quasi im Minutentakt mit neuen Eindrücken überflutet wird? Wenn man so viele Monate reist, lässt es das Budget auch nicht unbedingt zu bei den Übernachtungen wählerisch zu sein. Ich kann mich erinnern, wie sehr ich mich angekommen in Mainz auf mein Bett und eine richtige Dusche freute. In Marokko hatten wir in acht verschiedenen Hostels übernachtet – für den Preis waren alle akzeptabel. Eine Zeit lang kann man seine Bedürfnisse runterschrauben. Das ist eine super Sache und macht mal wieder deutlich was für einen Komfort wir in Deutschland gewöhnt sind. Die letzten Tage unserer Reise hatte ich dann aber genug. Eines Morgens war mein ganzer Körper mit roten Flecken übersät. Bisse von Bettwanzen. Das diese Mistviecher ausgerechnet an den letzten Tagen, die wir unbeschwert am Meer verbrachten, über mich herfielen und mein Mann völlig verschont von ihren mörderisch juckenden Bissen blieb. Ja, es gibt so einiges was man auf Reisen aushalten muss, wenn man backpackt. Und auch ein paar Sachen, die man nicht vermisst. Die Bettwanzen gehören definitiv dazu. Aber um eine weitere Reiseanekdote bin ich allemal reicher geworden.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch hier wieder eine spannende Kolumne.

Herz verloren in Bosnien

Nach dem Abitur wollte ich in die weite Welt hinaus. Gelandet bin ich in Bosnien. Rund 1000 Kilometer entfernt von München, in der Stadt Tuzla, deren Name sich vom türkischen Wort Tuz (Salz) ableitet, wovon sich unter der Stadt reichlich verbirgt.

Eine Lehrerin nannte meine Entscheidung damals mutig. Ich stach mit Bosnien auch wirklich aus der Reihe. Work und Travel in Australien stand hoch im Kurs. Vielleicht auch ein Aufenthalt in einem afrikanischen Land. Mit dem Backpack durch Asien. Aber ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bosnien? Auf eine solche Idee, war niemand aus meinem Abitur-Jahrgang gekommen. Meiner Lehrerin waren vermutlich sofort die grauenhaften Bilder vom Krieg in den 90-er Jahren durch den Kopf geschossen. Doch dieser war immerhin zu diesem Zeitpunkt (2009) schon 14 Jahre vorbei.

Die Brücke über die Drina - viele alte Brücken sichtet man in Bosnien (Foto: Julian Nitzsche  / pixelio.de)

Die Brücke über die Drina – viele alte Brücken sichtet man in Bosnien (Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Meine erste lebhafte Erinnerung an Bosnien ist die Ankunft. Nach einer nicht enden wollenden Busfahrt, kamen wir in den frühen Morgenstunden am Busbahnhof der drittgrößten Stadt Bosniens in Tuzla an. Die Familie, in deren Haus wir im obersten Stockwerk ein Jahr lang wohnen würden, erwartete uns bereits und hievte unser Gepäck in einen VW Golf. Ein Auto, das das bosnische Straßenbild beherrscht. Im Wohnzimmer der Familie wartete Kaffee, frischgebackene Pita und Gemüse aus dem eigenen Garten auf uns. Es duftete verheißungsvoll. Wir waren nervös, müde und gespannt. Die Wärme und Herzlichkeit, die von unseren neuen Nachbarn ausging, erleichterte uns das Eingewöhnen unglaublich. Hier verbrachten wir viele Stunden. Übten uns in unseren ersten bosnischen Sätzen, für welche wir immer großes Lob einkassierten. Wobei unsere bosnischen Sprachkenntnisse ab und an auch lautes Gelächter entfachten, wenn eine von uns einen lustigen Fehler gemacht oder eine für die Region typische Redeweise verwendet hatte. Wie oft bog ich den kleinen Weg zu unserem Haus ein, sah von weiten bereits die Vermieterin oder  eine ihrer Töchter. Und schon war man zum Kaffeetrinken eingeladen. Kaffeetrinken. Das ist in Bosnien eine Zauberformel. Schnell begriffen ich und meine drei Mitbewohnerinnen, die ebenfalls ein FSJ machten, das Kaffeetrinken ein fester Bestandsteil des bosnischen Alltags war.

Kaffee und Rakija:. Ohne Kaffee geht hier gar nichts! (Foto: Mätzke-Hodzic)

Kaffee und Rakija:. Ohne Kaffee geht hier gar nichts! (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ich arbeitete ein Jahr lang in einem Tageszentrum für junge Erwachsene mit Behinderungen, genannt Koraci Nade, zu Deutsch, Schritte der Hoffnung. Die Mittagspause war für gewöhnlich erfüllt von den lautstarken Gesprächen meiner durchweg weiblichen Mitarbeiterinnen, die eine Kaffeetasse nach der anderen schlürften. Einmal lehnte ich ab, als mir bereits zum x-ten Mal nachgegossen wurde. Als ich mich rechtfertigte, dass mein kleines Herz so viel Kaffee nicht vertrage, lachten sie – lauthals. Serviert wird der bosnische Kaffee für gewöhnlich in kleinen Tassen. Feingemahlenes Kaffeepulver wird in einem Gefäß (bosnisch dzezva) auf dem Herd kurz erhitzt, bis sich der Kaffeegeruch im ganzen Raum verbreitet, sodann wird kochendes Wasser hinzugegossen und der Kaffee einige Male zum Kochen gebracht, bis oben ein cremig, hellbrauner Schaum entsteht. Ich liebe dieses kleine Kaffeeritual. Heute finde auch ich es total überbewertet, wenn deutsche Freunde entgegnen, dass der Kaffee so stark sei. Mittlerweile trinke ich sogar abends Kaffee. Ganz gewöhnlich in Bosnien. Noch so eine bosnische Eigenheit: Reden. Ein Taxifahrer erklärte mir bei einer Fahrt, dass die Bosnier ein geselliges Völkchen seien und ihnen nie der Gesprächsstoff ausginge. Schweigen sei einfach nicht so ihr Ding. Für meine Arbeitsstelle traf das alle Male zu – es war eine Seltenheit, dass einfach mal Stille herrschte. Und tatsächlich ergaben sich oftmals ganz unerwartete Gespräche und Begegnungen während meines FSJ-Aufenthalts. An der Bushaltestelle. Oder in einer Kneipe. Und ganz plötzlich war man in ein Gespräch verwickelt und hatte nebenher ein paar neue Bekanntschaften gemacht.

Stadtzentrum Tuzla (Foto: Mätzke-Hodzic)

Stadtzentrum Tuzla  – die Stadt mit dem Salz unter der Erde (Foto: Mätzke-Hodzic)

Aber halt stopp. Weshalb genau habe ich mich denn nun in Bosnien verliebt? Des guten Kaffee wegen? Waren die spontanen Begegnungen ausschlaggebend? Eigentlich habe ich das Land erst so wirklich nach meinem Aufenthalt in mein Herz geschlossen. Plötzlich fing ich an mich mit Musik, Filmen und allem was in irgendeiner Weise mit Bosnien zu tun hatte, zu beschäftigen. Aber vielleicht sehnte ich mich da bereits nach dem Land zurück. Und einem besonderen Menschen, den ich dort kennengelernt hatte – meinem jetzigen Mann. Ich hatte mein Herz also sogar in doppelter Weise verloren. Egal wieviel Zeilen mir zur Verfügung stehen – es ist zu wenig um wirklich in Worte zu fassen, was mich an diesem Land begeistert.

Die Stadt Travnik - wo Kirchglocken läuten und der Muezzin zum Gebet aufruft (Foto: Die Brücke über die Drina - viele alte Brücken sichtet man in Bosnien (Foto: Julian Nitzsche  / pixelio.de)

Die Stadt Travnik – osmanisches Erbe wo man hinsieht (Foto: Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Komischerweise denke ich, wenn ich über Bosnien spreche, nicht als erstes an Krieg. Auch wenn dieser sichtbare und viele unsichtbare Spuren hinterlassen hat. Mir hat sich jedoch ein Land offenbart, das jenseits von Krieg und Brutalität, existiert. Ein Bild, das man vom diesem Land hier in Deutschland leider nicht vermittelt bekommt. Ich denke an die Landschaft, die von Bergen und türkisblauen Flüssen durchgezogen ist. An die Menschen, die lachen, auch wenn es viel zu beklagen gibt. Ein Land mit den unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen, die von der osmanischen Herrschaft, bis zur Österreichischen Monarchie reichen und sich im Essen, in der Architektur und ja, auch in der Mentalität der Menschen wiederspiegeln. Ein Land in dem sich der Ruf des Muezzins mit dem Läuten der Kirchglocken vermischt. Ein Land in dem alte Frauen, mit bunten Kopftüchern, in ihren Fluchkünsten, der Jugend in nichts nachstehen. Und ich muss meiner Lehrerin in einem Punkt recht geben: Ja, meine Entscheidung war durchaus mutig. Aber ich denke, dass jeder Mensch, der sich in ein fremdes Land begibt und versucht sich auf dieses einzulassen, mutig ist. Ob dies nun in Afrika, Asien oder Europa ist – das spielt keine Rolle.

Portugal im Februar, Teil 2: Atlantikluft, noch mehr Fisch und der Klang von Fado

Nazare ist ein am Atlantik gelegener Küstenort. Wir machten uns von Aveiro mit dem Bus dorthin auf. Bekannt ist Nazare vor allem für seine Riesenwellen – viele Orte an der Atlantikküste Portugals sind wahre Surferparadiese. Der erste Eindruck von Nazare wollte nicht so ganz überzeugen – viele Hotels dicht an dicht gebaut. Beim Ausstieg aus dem Bus wussten wir noch nicht, wo wir übernachten würden, hatten aber von einem Hostel gehört. Als wir uns nach dem Weg erkundigten, erklärte uns eine ältere, unglaublich liebenswürdige Frau, deren Haut von Sonne und Meer gegerbt war, auf Portugiesisch (wir sprachen alle kein Wort!) wie wir dorthin kämen. Sie kam gar nicht mehr aus ihrem Redefluss heraus und küsste uns alle vier zum Abschied auf die Backen. Was für eine Begrüßung! Als wir eine Häuserzeile nahe der Strandpromenade entlangschlenderten, winkte uns eine Frau zu, die uns mit unseren riesigen Backpacking-Rucksäcken wohl sofort als Touristen ausgemacht hatte. Sie zeigte uns ein Apartment in einem Hinterhof. Es hatte einen kleinen Balkon, Küche, zwei Schlafzimmer und Wohnzimmer. Der Preis war akzeptabel und wir wollten uns auch nicht länger als eine Nacht in Nazare aufhalten.

Unsere Abendplanung für Nazare – Fisch essen. Der Atlantik lag direkt vor unserer Nase und wir hatten bereits ein Fischrestaurant ins Visier gefasst. Das war bereits gut gefüll. Ein kleines Lokal mit, wen wundert es, Mosaiken an den Wänden. Wir wurden hereingebeten und bekamen erst einmal einen Schnaps serviert. An der Theke Fisch und Meeresfrüchte wo man hinsah. Allerdings taten wir uns bei der Bestellung schwer – doch der überaus nette und attraktive Kellner eilte uns zur Hilfe und verriet uns seine Lieblingsgerichte – er war der Sohn des Inhabers. Hier arbeiteten alle mit – Geschwister, Vater, Mutter. Ein richtiger Familienbetrieb. Wir bestellten zwei gegrillte Fische, Garnelen in Knoblauch, sowie einen Art Reiseintopf mit Meeresfrüchten, der in einem Tongefäß serviert wurde. Das Essen war himmlisch. Doch leider machten sie bei mir und einer Freundin Magenschmerzen bemerkbar während wir diese leckeren Gerichten schlemmten – nein, am Fisch war nichts auszusetzen, um euch zu beruhigen. Das Restaurant empfehle ich jedem weiter. Doch leider schienen unsere Mägen an eine solche Wucht an Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren nicht gewöhnt zu sein. Wir hatten den halben Tag im Bus verbracht und uns die Reise über nicht gerade ausgewogen ernährt. Leider verabschiedeten sich die Magenkrämpfe auch nachts nicht. Doch diesen Teil der Geschichte erspare ich euch lieber. Meinen Geburtstag verbrachte ich traurigerweise im Bett, während meine Freundinnen am nächsten Morgen Nazare erkundeten.

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Gegen Mittag machten wir uns nach Lissabon auf. Die Stadt kam uns riesig vor. Am Busbahnhof angekommen, fuhren wir mit der U-Bahn ins Zentrum, wo sich unser Apartment befand, das wir über Airbnb gebucht hatten. Auch durch Lissabon schlängeln sich viele kleine Straßen steile Hänge hoch. In einer solchen Straße war unser Apartment gelegen. Die Lage war perfekt und wir fühlten uns sofort pudelwohl. Nachdem wir Lissabon eingehend erkundet hatten, eine abenteuerliche Bahnfahrt mit der ältesten Straßenbahnlinie, die enge Gassen knarrend bergauf (!) ächzt, nichts für schwache Nerven, erlebt und Kirschschnaps in portugiesischer Manier getrunken hatten – die Kirschkerne werden einfach auf den Boden gespuckt – unternahmen wir einen Tagesausflug  ins nahegelegene Sintra. Dort befinden sich gleich mehrere Unesco-Weltkulturerbe auf quasi einem Fleck – eine alte maurische Festung, Schlösser mit Einflüssen aus unterschiedlichen Epochen und ein großflächig angelegter Park mit einer beeindruckenden Flora und Fauna. (Ich habe das erste Mal einen Korkbaum gesehen!)

A Tasca de Maja - Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

A Tasca de Maja – Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

Unseren letzten Abend verbrachten wir ihm alten, maurischen Stadtteil Alfama, dem wir auch tagsüber schon einen Besuch abgestattet hatten. Nachts versprühte dieser Stadtteil einen ganz besonderen Charme. Eine ganze Straße war vom sanften Gitarrenklang und dem melancholischen Fado-Gesang erfüllt.  Fado – die Nationalmusik Portugals entstand vermutlich, als sich portugiesische Seemänner oft monatelang auf See befanden und sowohl die Männer als auch die zurückgelassenen Frauen in Liedern ihre Sehnsucht ausdrückten. A Tasca de Maja ist eine kleine gemütliche Fadobar. Gegründet wurde sich von Maja,  einer gebürtigen Bosnierin, die dort an der Musikakademie studierte, eher zufällig auf Fado aufmerksam wurde, als sie Lieder der populären Sängerin Amalia Rodrigues hörte und sich in die Musik verliebte. In Portugal hat sie bereits beächtliche Bekanntheit erlangt und spricht nebenher auch noch fließend Portugiesisch. Während wir Hauswein tranken und würzige Käsehäppchen naschten, lauschten wir gebannt dem für mich ganz neuen Klang der traditionellen Fado-Lieder. Eine junge Frau zeichnete während des Abends eine Karikatur von mir und meinen Freundinnen – ein Andenken, an diesen schönen Urlaub.