Rätselhaftes Fischsterben

Wasser ist für uns unentbehrlich. Es ist die Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze. Eine Beeinträchtigung der Qualität des Wassers hat viele gesundheitliche Folgen. Doch durch die industrielle Nutzung des Wassers kommt es oft zu Verunreinigungen. Auch andere durch den Menschen entstehende Veränderungen haben Einfluss nicht nur auf die Qualität des Wassers, sondern dadurch auch auf das gesamte Ökosystem. In letzter Zeit gab es immer wieder rätselhafte Fischsterben, die auf solche Probleme aufmerksam machen.  Millionen tote Fische allein dieses Jahr:

So etwas haben sie noch nie gesehen, sagen die Menschen in den Fjorden Islands, als im Februar 50.000 Tonnen Heringe am Ufer verrotteten. Sauerstoffmangel soll die Ursache gewesen sein. China erwischte es im Juli gleich zweimal, in Shandong und in einem See in Ninjiang.

In den USA führte fehlender Regen zu Sauerstoffmangel im Sugar Lake, Missouri, im Lake Michigan und im Lake George, Massachusetts. In Dänemark, Großbritannien (jeweils in Nottingham und West Essex) und China wird das warme Wetter für den Sauerstoffmangel verantwortlich gemacht.

Auch Deutschland bleibt nicht unberührt. Im Mai verendeten Karpfen in Thüringen. Im Juni starben die Fische im Gartower See in Niedersachsen, im Juli in Bad Kreuznach im Ellerbach, im August in Berlin in der Spree; bei allen ist es Sauerstoffmangel.

Klimawandel und menschliche Aktivitäten tragen gemeinsam zu der Hitzewelle bei. Menschen sterben an Hitzeschlägen, andere spüren die Folgen an ihrem Essen.

In Frankreich und in Ohio, USA, waren direkte Umweltverschmutzungen schuld. Auch in Thailand sterben auf einer Fischfarm täglich 30.000 Fische wegen verschmutztem Wasser.

Es gibt noch einige dieser Fischsterben auf der ganzen Welt. Die Ämter in Deutschland erhalten diese Informationen und bearbeiten sie bürokratisch, ohne weiter darüber nachzudenken.

All diese Nachrichten waren kaum in den Medien. Die mangelhafte Berichterstattung ist jedoch folgenreich. Die Einflüsse auf das Ökosystem sind das Ergebnis des großen ökologischen Fußabdruckes, den ein jeder von uns hinterlässt. Und ein jeder muss etwas dafür tun, dass sich etwas ändert.

 

Vorschau: In zwei Wochen geht es Weiter mit dem zweiten Teil über Haie.