Schaurig-schöne Halloween-Geschenke

Kreativ: Halloween-Geschenke (Foto: Onat)

Kreativ: Halloween-Geschenke (Foto: Onat)

Neben verkleideten Kindern und geschnitzten sowie gekochten Kürbissen dürfen makabre Gerichte und Süßigkeiten an Halloween nicht fehlen. Der Brauch um die Häuser zu ziehen und um „Süßes oder Saures“ zu bitten hat dabei seinen Ursprung im irischen „All Hallows’ Eve“: Die Geister der Verstorbenen, die in der Nacht vor Allerheiligen umherzögen, sollten durch Speisen besänftigt und vor dem Eintritt abgehalten werden. Doch durch die gruseligen Halloween-Geschenke der Tipps&Tricks-Redaktion lassen sich nicht nur Untote, sondern auch hungrige Gäste und Kinder besänftigen.

Schaurige Schokolade:

Schokoladig: Halloween-Schokoladen-Monster (Foto: Onat)

Schokoladig: Halloween-Schokoladen-Monster (Foto: Onat)

Mit selbstgemachten Süßigkeiten lassen sich die Herzen von Jung und Alt erfreuen: Etwas Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, auf ein mit Folie oder Backpapier ausgelegtes Blech gießen, mit allerlei Süßigkeiten und Streuseln verzieren und hart werden lassen. Essbare Augen und farbige Candy Melts- oder Schokoladen-Spritzer lassen aus den einzelnen Blöcken richtige Monster zum Vernaschen werden.

Eklige Einmachgläser:

Eingemacht: Halloween-Süßigkeiten (Foto: Onat)

Eingemacht: Halloween-Süßigkeiten (Foto: Onat)

Wer noch Einmachgläser aus der vergangenen Saison übrig hat, kann diese mit gruseligen Gummitieren wie Fledermäusen, Würmern, Spinnen, Schlangen und Fröschen befüllen und wieder verschließen. Etwas Dekoration verwandelt die leeren Gläser in leckere Souvenirs zum Mitnehmen, durch die man sich gerne an die Halloween-Nacht erinnert.

Durstige Dämonen:

Bunt: Halloween-Getränke (Foto: Onat)

Bunt: Halloween-Getränke (Foto: Onat)

Auch altbekannte Getränke lassen sich im neuen Gewand als Halloween-Geschenke verkleiden: Hierfür kalte oder warme Getränke mit Lebensmittelfarbe einfärben oder bereits farbige Getränke nehmen, diese in Flaschen füllen und mit dekorativen Elementen als Zaubertränke, Gift, Blut oder Dämonen tarnen. Mit kleinen Hexenbesen aus Salzstangen, Käse und Lauch wird dem Trank auch etwas zum Beißen für Zwischendurch geboten. Erwachsenen kann man so eine kleine Freude mit alkoholischen Getränken machen, Kindern mit süßen und bunten Säften.

Gesunde Gespenster:

Fruchtig: Halloween-Obst-Gespenter (Foto: Onat)

Fruchtig: Halloween-Obst-Gespenter (Foto: Onat)

Wer lieber neben den Süßigkeiten Kindern auch etwas Obst mit auf den Weg geben möchte, kann dieses geschickt als Gespenst dekorieren: Die Erdbeeren mit geschmolzener, weißer Schokolade überziehen und mit dunkler Schokolade Augen und Münder der Gespenster anmalen. Ganz ohne Schokolade werden dabei grüne Äpfel zu Geistern verwandeln, indem man ihnen essbare Augen, Erdbeer-Zungen und Sonnenblumenkern-Zähne anbringt.

Fruchtig-frische Sommertörtchen

Auch im Sommer möchte man neben Eis, Frozen Yogurt, und kühlen Getränken nicht auf kalte Kuchen verzichten. Bei Sommertörtchen mit frischen Beeren und Früchten begibt sich dabei der Gaumen auf einen tropischen Urlaub der besonderen Art: Mit Bananasplit- und Fürst Pückler Art-Törtchen gibt es die beliebten Eissorten als Gebäck zu verspeisen. Als Ombre-Kuchen landet der beliebte Haarmoden-Trend auch auf den Desserttellern. Tiramisu als Klassiker schlechthin bietet wiederum in abgewandelter Form einen fruchtigen Frische-Kick. Da bleibt der Zunge mit den Sommertörtchen nur noch eine gute Reise zu wünschen.

Zutaten und Materialien für ein Sommertörtchen Fürst Pückler Art Törtchen:

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Erdbeersaft-, Konfitüre oder frische Erdbeeren
  • etwas Kakao oder geschmolzene Schokolade
  • Vanille-Aroma oder eine frische Vanilleschote
  • Schüsseln, ein Löffel, ein Schneebesen, ein Nudelholz, ein Tortenring, ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Torte Fürst Pückler Art:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die weiße Vanille-Schicht etwas Vanille oder Vanille-Aroma hinzufügen. Die rosa Erdbeerschicht entsteht wiederum aus Hinzufügen von frischen Erdbeeren oder Erdbeersaft, die braune Schokolade wiederum durch das Einfärben mit Kakao oder geschmolzener Schokolade.

3. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

4. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Erdbeeren, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Ombre-Sommertörtchen:

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Butterkekse
  • 15 Gramm Butter
  • etwas geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • Schüsseln, ein Schneebesen und ein Topf
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Ombre-Törtchens:

1. Für den Boden werden zunächst die Butterkekse fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne, die Schokolade wiederum über ein Wasserbad zum Schmelzen gebracht und alles gut miteinander vermischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank auskühlen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die helle Rosa-Schicht etwas Himbeersaft oder frische Himbeeren hinzufügen, die dunkleren Schichten wiederum mit mehr Himbeersaft einfärben. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Himbeeren garnieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Sommertiramisu:

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Löffelbiskuit
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • zwei Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Mascarpone
  • 50 Gramm saure Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • ein Tortenring, ein Löffel und ein Schneebesen
  • Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Sommertiramisus:

1. Für die Füllung Mascarpone, saure Sahne, Zucker und etwas Himbeersaft sowie frische Himbeeren in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig aufschlagen. Wer mag, kann den Geschmack mit etwas Zitronen-Abrieb oder -Saft verfeinern.

2. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Mascarpone-Creme verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Für den Boden zunächst 25 Gramm der Löffelbiskuite in Himbeersaft tränken und auf dem Tortenboden verteilen. Anschließend frische Himbeeren darauf verteilen und mit der Hälfte des Belags bestreichen. Den Vorgang mit den übrigen Biskuiten, Beeren und der übriggebliebenen Creme wiederholen und abschließend mit frischen Himbeeren oder etwas Kakao verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Bananasplit-Sommertörtchen:

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Bananenjoghurt
  • 25 Gramm geraspelte Schokolade
  • frische Bananen
  • Schüsseln und ein Schneebesen
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Bananasplit-Torte:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen. Wer mag, kann dünne Bananenscheiben auf dem Waffelboden verteilen.

2. Für den Belag den Bananenjoghurt zusammen mit der geraspelten Schokolade in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Bananen, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

Do-It-Yourself-Projekt: Zuckerstangen

Ob nun Lebkuchen, Spekulatius oder selbstgebackene Plätzchen: Es gibt Süßigkeiten, die bei keinem Weihnachtsfest fehlen dürfen. Dies gilt auch für die farbenfrohen Zuckerstangen namens „Polkagrisar“ (Anm. d. Red.: Der schwedische Begriff bedeutet übersetzt „Polkaschweinchen“), die bereits seit 1859 hergestellt werden. Im anglo-amerikanischen Raum gehören die gebogenen Stangen längst zur Weihnachtstradition. Doch auch in heimischen Gefilden bringen sie – ob nun als Nascherei oder Christbaumschmuck – Augen zum Strahlen. Mit etwas Kraft und Geschwindigkeit lässt sich die festliche Spezialität aus Schweden auch in der eigenen Küche herzaubern.

Zuckersüß: Traditionelle Zuckerstangen aus Schweden (© Jörg Brinckheger / pixelio.de)

Zuckersüß: Traditionelle Zuckerstangen aus Schweden (© Jörg Brinckheger / pixelio.de)

Zutaten und Materialien:

  • 250g Zucker
  • 100g Glukosesirup
  • 100ml Wasser
  • ½ TL Backpulver
  • etwas Puderzucker
  • etwas Milch
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma
  • ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, ein Topf, Löffel und Messer

Zubereitung:

  1. Zunächst wird das mit Backpapier ausgelegte Bleck mit einer Schicht Puderzucker bestreut und der Ofen auf 180 Grad Celsius vorgewärmt.
  2. In einem Topf werden Wasser, Zucker und Sirup miteinander vermengt und auf mittlerer Hitze gegart. Anschließend das Gemisch auf höchster Stufe zum Kochen bringen und dabei ständig rühren.
  3. Die Hälfte der Zuckermasse wird auf dem Backblech zu gleichgroßen Streifen gegossen. Den vorgewärmten Ofen nun ausschalten und das Blech hineingeben. Schließlich soll die Hitze den Zucker lediglich formbar halten.
  4. Nun die übrige Masse je nach Bedarf mit Lebensmittelfarbe und Aroma mischen und abkühlen lassen. Wenn sie so abgekühlt ist, dass man sie gerade noch berühren kann – jedoch keinesfalls kälter! – muss sie wie ein Seil gezogen werden.
  5. Hierfür die bunte Hälfte an beiden Enden festhalten und in die Länge ziehen. Diese erneut zusammenfalten, drehen und wieder zu einer Schnur ziehen. Dies sollte so lange wiederholt werden, bis der Zucker undurchsichtig wird. Anschließend die Schnur zu einer Rolle formen und in den warmen Ofen geben, damit sie nicht aushärtet.
  6. Währenddessen kann die weiße Hälfte weiterverarbeitet werden. Auch mit dieser wird so verfahren wie bei Schritt 5.
  7. Jetzt werden beide Farben miteinander verbunden: Hierfür die Rollen aus dem Ofen nehmen, aufeinander legen und mit einem Messer in gleichgroße Stücke schneiden. Diese wiederum an den Enden zusammenziehen und ineinander drehen. Dadurch entstehen die typischen Streifen der Zuckerstangen. Die bunten Rollen nun erneut in Stangen-große Stücke zerschneiden und jeweils einen Haken einbiegen. Anschließend brauchen die kleinen Zuckerportionen lediglich bei Zimmertemperatur auszukühlen.

Tipps:

  • Sollte der Zucker zu fest werden, kann er jederzeit erneut in den Ofen gestellt werden, um wieder elastisch zu werden.
  • Klebt die Masse an den Händen, hilft es, sie mit Pflanzenöl einzureiben. Auch Handschuhe sind zu empfehlen, um sich beim klebrigen, heißen Zucker nicht zu verbrennen.
  • Wer keinen Glukosesirup hat, kann diesen ebenfalls selbst herstellen, indem er in einem Topf – unter ständigem Rühren – 125g Zucker mit 75ml Wasser und etwas Zitronensäure zum Kochen bringt und ¼ Teelöffel Natron hinzugibt.

Vorschau: Passend zum ersten Advent verraten wir euch nächste Woche, wie ihr einen eigenen Adventskalender herstellen könnt.

Do-It-Yourself-Projekt: Dekorieren mit Schokolade

Ob nun auf Eiscreme, Torten oder Früchten – überall kommt die süße Verführung zum Einsatz. Als I-Tüpfelchen bei Desserts und Gebäck eingesetzt, bringt sie nicht nur die Schokolade selbst zum Schmelzen. Zu Rosen getarnt, als Schalen verwendet oder in eine Dekorpaste verwandelt – unendlich sind die Einsatzmöglichkeiten, sodass der Kreativität freien Lauf gelassen werden kann. Die Tipps&Tricks-Redaktion stattet euch mit dem nötigen Know-How aus, um die nächste Schokoladenkreation zum optischen Meisterwerk werden zu lassen.

Formidabel: Schokolader ist ein Klassiker unter den Dekorationen (© gänseblümchen / pixelio.de)

Formidabel: Schokolader gilt als wahrer Klassiker unter den Dekorationen (© gänseblümchen / pixelio.de)

1. Filigran: Muster aus Schokolade
Vor allem Dekorationen aus Schokolade nehmen im Supermarkt große Regalreihen ein. Neben einfachen Spänen und Streuseln verzücken besonders aufwendige Dekorationen und Verzierungen das Auge. Diese kann man dabei ganz einfach selbst herstellen: Eine Folie, ein Gefrierbeutel oder eine Klarsichtfolie als Unterlage verwenden und mit geschmolzener Kuvertüre bespritzen. Für feine Strukturen wie Gitter oder Schnörkel, aber auch für schokoladige Schriftzüge, bietet es sich an, die geschmolzene Nascherei vorher in einen Spritzbeutel zu füllen. Wer keinen daheim hat, kann sich welche aus Gefrierbeuteln basteln: Die flüssige Schokolade in diese einfüllen und eine Ecke abschneiden. So lassen sich selbst feinste Muster leicht kreieren.

Originell: Schokoladen-Streifen lassen sich schnell und einfach herzaubern (© petplei / pixelio.de)

Originell: Schokoladen-Streifen lassen sich schnell und einfach herzaubern (© petplei / pixelio.de)

Wer wiederum Struktur in die Schokolade bringen möchte, kann beispielsweise mit Luftpolsterfolie kleine Wunder vollbringen: Schokolade über der untergelegten Fläche verteilen, mit einem Messer glatt streichen und die Luftpolsterfolie leicht aufdrücken. Nachdem alles fest geworden ist, die Folie wieder entfernen und auf Wunsch die entstandenen Vertiefungen befüllen.

2. Essbarer Tuschkasten: Färben von Schokolade
Die Sorten Zartbitter, Vollmilch und Weiße Schokolade stellen für viele die einzigen Farbvarianten dar. Dabei lässt sich Kuvertüre mit Lebensmittelfarbe zu allerlei Farbenpracht verschmelzen. Wichtig ist hierbei, dass Farbe auf Ölbasis verwendet wird. Die meisten Lebensmittelfarben im Supermarkt sind auf Wasserbasis und müssen erst mit Flüssigkeit in Verbindung kommen. Da dies bei Schokolade aber tabu ist, lösen sich die Farbpigmente in dieser gar nicht erst auf. Die fettlösliche Alternative wiederum lässt sich im Fachhandel oder im Internet bestellen und mit weiteren Farben, ähnlich wie bei einem Tuschkasten, mischen. Hierfür einfach weiße Kuvertüre schmelzen, mit einigen Tropfen der Lebensmittelfarbe versehen und kräftig umrühren, bis sich die Farbe gut verteilt hat.

Bunt: Ein mit gefärbter Schokolade bestrichener Kuchen (Foto: Onat)

Bunt: Ein mit gefärbter Schokolade bestrichener Kuchen (Foto: Onat)

3. Vincent van Choc: Malen mit Schokolade
Nachdem nun komplette Farbpaletten mit Kuvertüre möglich sind, können diese auch für ganze Bilder und Malereien genutzt werden. Hierfür erneut eine Folie als Unterlage benutzen und die Schokolade in Spritzbeutel füllen. Wer seinen künstlerischen Fähigkeiten nicht ganz traut, kann eine ausgedruckte oder angefertigte Bildvorlage unter die Folie legen und diese mit der flüssigen oder gefärbten Schokolade nachmalen. Ist selbst der Spritzbeutel als Pinsel nicht fein genug, kann man auf einen Zahnstocher zurückgreifen.

Vorschau: Nächste Woche stellen wir euch im sechsten Teil der asiatischen Essensreihe eine japanische Weihnachtstorte vor.

Das ist ja so süß – Alltagsdroge Zucker

„Sweets for my sweet“ heißt es in einem Lied älteren Datums von The Drifters, dessen Erfolg sich nicht nur in unzähligen Adaptionen zeigt, sondern auch darin, dass es ein wahrer Ohrwurm ist. Süß, süßer, am süßesten. Wir lieben alles, was mit Zucker veredelt wurde und das Adjektiv selbst ist im Alltagsgebrauch schon ein Synonym für niedlich geworden. Dabei sollten wir es besser wissen, denn unsere Abhängigkeit von der Süße des Lebens kann ganz schön gefährlich werden.

Das ist ja so süß - Alltagsdroge Zucker

Auswegslos? Zucker begleitet uns von Kindesbeinen an (©Simone Hainz / pixelio.de)

Und wirklich, wir sind abhängig, auf süß geprägt, von Natur aus, sozusagen. Schon die Muttermilch schmeckt uns gut, weil sie süß ist, ähnlich wie etwas wässrige Milch mit Honig. Doch wo die Muttermilch auch mal scharfe oder bittere Geschmacksknospen ansprechen kann, je nachdem, was Mama so isst, bleibt industrielle Babymilch immer gleich süß und darum auch lecker. Und weil schon Babys von Süßem nicht nur mehr Trinken, sondern auch wegen der Kohlehydrate satter werden und besser schlafen, ist oft auch schon der erste Getreidebrei gesüßt. Kindergries beispielsweise enthält schon genug Zucker, sodass beim Griesbreikochen eigentlich keiner mehr dazugegeben werden muss. Und auch viele Tees oder Fruchtgetränke für Kinder sind gesüßt.

Kaum Ausweg also in Sicht, oder? Glücklicherweise gibt es auch immer die ungesüßten Alternativen, die zu 100 Prozent aus Frucht bestehen, keine Zuckerzusätze haben und auch frei von Süßungsmittel sind. Die muss der Verbraucher nur erst mal finden und erkennen. Bei Getränken kann das noch einfach sein, denn wo nur Saft draufsteht, darf auch nur Saft drinnen sein. Anders beispielsweise bei Fruchtsaftgetränken. Und dank viel Chemie können auch unsere liebsten Zuckergetränke wie Cola in Zero-Form getrunken werden. Der süße Geschmack ohne Zucker, ein Trick gegen den Körper, und dass das wirklich gesünder ist, als die originale klebrige Brühe, wage ich zu bezweifeln.

Doch Zucker hat nicht nur längst den Babymarkt und die Getränkeabteilung überrollt. Wir finden ihn in fast allen Bereichen unseres Lebens. Im Müsli, im Brot, in Fertiggerichten, in Joghurt, in Wurstwaren, in Käse, die Liste ist endlos. Noch dazu kommt, dass Zucker ja nur die Spitze des Eisberges ist. Zucker ist ein Kohlehydrat, anders gesagt, jedes Kohlehydrat lässt sich zu Zuckerringen, Polysacchariden, zerlegen. Darum schmeckt auch das sauerste Roggenbrot nach langem Kauen süß und aus weichgekochten Kartoffeln lässt sich ohne Mühe eine leckere Nachspeise kreieren.

Das ist ja so süß - Alltagsdroge Zucker

Industriell oder versteckt – Zucker findet sich auch in natürliche Lebensmitteln wie Früchten (© Andrea Damm / pixelio.de)

In seiner Stellung als König der Kohlehydrate liegt auch die Macht des Zuckers. Denn Kohlehydrate sind neben Fett und Eiweiß Grundnährstoff unseres Lebens. Nur haben Fett und Eiweiß gewohnheitsgemäß pur eher wenig Geschmack. Der Zucker zeigt uns also, wo es lang geht, wo wir satt werden, wo wir im kalten Winter und trockenem Sommer genug Nährstoffe bekommen. Gut, wir sind nicht mehr in der Steinzeit, nur unser Körper braucht eben ein bisschen länger, um das zu verstehen. Und weil Lebensmittelkonzerne das schon lange herausgefunden haben, locken sie uns mit der natürlichsten aller Drogen, dem Zucker.

Dass zu viel Zucker aber auch gefährlich werden kann, wissen wir schon lange. Nicht nur die Zahnärzte sehen eine Gefahr in dem süßen Stoff. Zucker macht nicht nur abhängig, er macht hungrig, weil wir immer mehr Zucker wollen, und damit erhöht sich die Gefahr, dass wir unseren Körper mit Übergewicht belasten. Außerdem steigt das Risiko an Diabetes zu erkranken, genauso wie an Herzkrankheiten und anderen Leiden. Zucker, so süß er auch ist, hat es faustdick hinter den Ohren.

Gibt es denn aber überhaupt einen Ausweg aus der Zuckerabhängigkeit? Ja und nein. Wir können ohne Kohlehydrate, also auch ohne Zucker, einfach nicht überleben, aber wir können sie reduzieren. Nicht nur, indem wir unseren Körper mit künstlichen Süßungsmitteln hinters Licht führen, denn allzu viel bringt das leider nicht – wir wollen immer noch mehr Zucker. Nein, da heißt es einfach mal besser auf die Verpackung unseres Essens schauen, Zuckerzusätze vermeiden, den Kaffee schwarz lassen, den Tee pur, Schokolade gegen Obst tauschen, eigentlich das, was wir ohnehin wissen. Das Gute dabei: Je früher wir anfangen, desto leichter wird es. Ein Kind, das mit Obst, statt mit Süßigkeiten aufwächst, sucht den Zuckerflash gar nicht so. Jemand, der auf gesüßte Getränke verzichtet, wird beim Probieren erst mal angeekelt das Gesicht verziehen. „Ihh, ist das süß“. Und wer sich guten Gewissens ernährt, darf eben auch hin und wieder guten Gewissens naschen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier was Sascha uns über Hierarchien zu sagen hat.

Knusper, Knusper, Knäuschen

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, die Plakate für die Weihnachtsmärkte mehren sich und die Regale der Kaufhäuser zeigen seit Monaten Lebkuchen, Spekulatius und Gebäckfeinheiten. Ist es da nicht Zeit, den Ofen anzuschmeißen und eine Ladung auf eigene Faust zu backen?
Was sagt ihr? Arbeit, Dreck, Mühe, wo es doch viel einfacher geht? Aber andererseits … Gibt es nicht auch Einiges, was fürs Selbstbacken spricht? Hier findet ihr fünf gute Gründe.

Knusper, Knusper, Knäuschen

Winterzeit ist Plätzchenzeit: Ab in die Weihnachtsbäckerei (Foto: Lehr)

Zum Ersten: die Tradition. Letzten Freitag war es soweit, und ich wusste nichts davon. Meine Mutter hatte mich morgens abgeholt, damit wir meinen Sohn in den Kindergarten bringen sollten. Doch danach setzte sie mich nicht etwa wieder zu Hause ab, sondern fuhr zu meiner Großmutter. In manchen Situationen ist es besser, nicht so genau nachzufragen, also wartete ich erst mal ab. Meine Oma war schon kräftig am Backen und stach gerade eine Ladung Kokoskringel aus. „Sollen wir die jetzt zuerst backen oder Spritzgebäck machen“, fragte mich meine Mutter aus heiterem Himmel. Ich zuckte mit den Schultern und verkniff mit das „Macht doch, was ihr wollt“, als sie schon ausholte: „Na, wegen dir machen wir doch heute Spritzgebäck.“ Gut zu wissen. Also durfte meine Oma sich mal hinsetzten und ausruhen und meine Mutter weihte mich ein, wie man Spritzgebäck durch den Fleischwolf dreht und richtig portioniert und hübsch angerichtet ausbackt. Ein Gebäck, das seit ich denken kann von unserer Familie gegessen wird und obwohl ich wusste, dass der Fleischwolf da irgendwie seine Zähne mit drin hat, hatte ich es noch nie zuvor gemacht. Letztes Jahr hat meine Oma allen ihren Enkeln ein Weihnachtsbackbuch geschenkt mit ihren eigenen Rezepten. Familiengeheimnis sozusagen, und so was muss doch ausgenutzt werden. Also: Ran an den Herd.

Grund Nummer Zwei: die Zutaten. Mal ehrlich, ich will nicht wissen, was die lieben Backfirmen in die Kekse, die zu Weihnachten in die Regale kommen so alles reinmischen. Irgendwelche Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, und, und, und. Alles Dinge, die nicht so wirklich gut für unsere Körper sind. Wenn ich aber selbst Mehl, Zucker, Nüsse, Eier und Zitronenschale vermische, das Mehl und die Eier vielleicht sogar vom Bauer, die Nüsse aus dem Garten meiner Oma und die Zitrone vom Bäumchen meiner Mama wären, dann gäbe es gar keine Bedenken mehr. Und etwas reduzieren lässt sich das Unwissen über unser Essen auch dann, wenn ich die Zutaten nicht aus dem eigenen Anbau habe, aber selbst vermenge.
Grund Drei: der Spaß. Freud sei Dank. Er hat uns beigebracht, dass wir uns nicht schämen müssen, wenn wir mit Freude im Teig herumkneten, mit Matsch spielen oder die Knete zerquetschen, selbst wenn der innere Trieb wohl etwas ganz anderes zerkneten will, was so gar nicht appetitlich ist. Meine Mutter will immer jeden Teig mit ihrem Thermomix vorkneten, weil sie die Handarbeit nicht mag. Ich aber finde es wirklich toll, mal so richtig Kind sein zu dürfen, und einfach nur zu matschen. Vor allem, wenn dabei so was Leckeres rauskommt.

Knusper, Knusper, Knäuschen

Selbstgemacht: Kein Gebäck ist leckerer (Foto: Lehr)

Vierter Grund: der Teig. Als mein Freund und ichgerade zusammengezogen waren, und ich das erste Mal für uns Weihnachtsgebäck machen wollte, tat er, was alle gerne tun. Er naschte Teig. Mal hier ein bisschen, mal da, mal von meinen Fingern, mal aus der Schüssel, mit Löffel, mit Teigschaber, mit allem, was dazugehört. Ich bin mir nicht mal mehr sicher, ob er mehr Teig vorher schon genascht hatte, als ich später als Kekse auf dem Blech liegen hatte. Die Strafe kam auf dem Fuß, die nächsten drei Tage wollte er kein Plätzchen anrühren, er hatte verdientes, kolossales Weihnachtsbauchweh. Die Masse macht‘s nun mal, aber so ein bisschen Teig naschen, da ein wenig, dort eine Ecke, wer kann dem schon widerstehen. Mein Verlobter hat sich schließlich erholt und wartet jedes Jahr drängelnd, bis ich sein Lieblingsgebäck, die Muscheln meiner Oma mache – die stehen in keinem Backbuch.

Und schließlich last, but not least: der Duft. Eigentlich gehört der Geschmack auch dazu, denn gekauftes Gebäck schmeckt immer gleich, selbst gemachtes schmeckt in Nuancen. Doch der Duft, der Duft von frischgebackenem Gebäck in der Wohnung, der ist einmalig. Er deckt alles zu, sofort wird die Welt weihnachtlich, werden die Lichter heller, die Sterne klarer. Und er macht satt. So schwer und süß, wie er ist, riech ich mich jedes Mal daran satt. Als würde es nicht schon reichen, dass ich in jedem Gebäck die Arbeit sehe, die darin steckt, die Zutaten, aus denen es geworden ist. Selbstgemachte Plätzchen werden die gedankenlos gegessen. Sie machen Freude, schon beim Zubereiten. Und Weihnachten fängt für mich erst an, wenn ich mein Gebäck gebacken habe.

 

Vorschau: Lea schreibt nächste Woche über Veränderungen und das Flügge werden.