#Anytimeiscaketime – Selbstversuch zum Backen mit Instagram

Wenn man auf der Social-Media-Plattform Instagram unterwegs ist sind sie garantiert nicht zu verfehlen: Bilder von süßen Cupcakes, wundervoll gestalteten Torten und lecker aussehenden Kuchen. Da möchte man am liebsten gleich durch den Bildschirm greifen und ein Stückchen probieren. Oder man würde zumindest gerne herausfinden, wie es den Instagram-Bäckerinnen und -Bäckern gelungen ist, ihre Kunstwerke zu backen und so toll in Szene zu setzen, dass sie einfach zum anbeißen aussehen.

Unter verschiedenen Hashtags wie #backen (bisher ungefähr 956.631 Beiträge), #backenmachtglücklich (ca. 177.380 Beiträge) oder einfach auf Englisch #cake (ca. 59.411.105 Beiträge) werden so viele Bilder von selbst gebackenen Köstlichkeiten gepostet, dass sie einfach dazu einladen, selbst etwas davon zu Hause auszuprobieren.

Diesen Versuch habe ich in der vergangenen Woche gewagt und zwei Rezepte aus der Instagram-Backstube ausprobiert. Ob die Werke am Ende genauso fotogen aus meinem Backofen kommen, wie sie auf Instagram aussehen? Welchen Herausforderungen ich mich dabei gestellt habe, verrate ich euch in meinem Selbstversuch.

Der erste Versuch: Valencia Cupcakes

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Autorin Anna-Sophie Beckerle mit den Backzutaten für den ersten Versuch – es kann losgehen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Als erstes habe ich die Valencia Cupcakes von lillys_cupcakery ausprobiert. Das Rezept erschien mir zwar aufwändig, aber die Cupcakes sahen auf dem Bild auf Instagram einfach zu lecker aus. Ich war also schon auf eine Herausforderung eingestellt. Obwohl ich bisher schon einige Muffins gebacken habe, habe ich allerdings noch nie eine Ganache hergestellt oder Churros selbst gemacht. Zum Glück gab es passend zum Instagram-Account einen Video-Blog zu den Rezepten, der mir beim Nachbacken sehr geholfen hat.

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Lilly Kürten mit ihren selbstgebackenen Valencia Cupcakes (Foto: lillys_cupcakery)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich schon Erfahrung beim Backen habe, fiel es mir eher leicht, die typisch spanischen Magdalenas in den Muffin-Förmchen zu backen. Leider sind sie etwas aus der Form gesprungen, was ihnen aber geschmacklich zum Glück nicht geschadet hat.

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So sahen die Magdalenas aus, kurz bevor sie in den Backofen kamen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Und so sind die Magdalenas aus dem Ofen gekommen, leider etwas aus der Form gesprungen, aber trotzdem sehr lecker (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Die Ganache wird noch mit einer Orange verfeinert und dann direkt in den Kühlschrank gestellt (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Als nächstes machte ich mich daran, die Ganache herzustellen. Das gestaltete sich schon etwas schwieriger, da sich die heiße Sahne eher schlecht mit der Schokolade ver-binden wollte. Das Ganze musste dann nochmal zwei Stunden in den Kühlschrank, um fest zu werden. Daher habe ich für das gesamte Backexperiment viel länger gebraucht, als ich ursprünglich dachte.

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Alle diese Zutaten und Utensilien werden benötigt, um die Churros herzustellen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

 

Zu guter Letzt musste ich noch den Churro-Teig fertigen, was schneller ging als gedacht. Allerdings musste ich feststellen, dass ich mit einer normalen Spritztülle mit Sternaufsatz die Churros mehr und mehr unförmig in das Öl spritzte. Das war natürlich später auf dem Foto für Instagram nicht so schön. Aber immerhin waren sie echt lecker und in Zukunft werde ich wohl eine feste Spritze dafür nutzen.

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Die Grundlage für den Churro-Teig ist ein Brand-Teig, der hier bereits mit den Eiern gemischt wurde (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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So sehen die Churros aus, als sie fertig gebacken und mit Zucker und Zimt bestäubt wurden (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Der große Moment war nun also gekommen und die Cupcakes sahen dem Original auf Instagram schon ähnlich, was für mich doch sehr erleichternd war, da ich schließlich fast sechs Stunden in der Küche verbracht hatte.

Der große Vergleich:

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Und so sehen sie aus, meine nachgebackenen Valencia Cupcakes (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Ein Selfie was direkt auf Instagram gepostet werden könnte, da hat sich die ganze Arbeit doch gelohnt, oder? (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Zum Vergleich: hier nochmal die Valencia Cupcakes von lillys_cupcakery (Foto: lillys_cupcakery)

Aber ist der ganze Aufwand auch ein paar tolle Fotos auf Instagram wert? Ich habe bei Lilly Kürten (25 Jahre), der Autorin des Blogs lillys_cupcakery, nachgefragt. Sie antwortete mir, dass sie aus einem deutsch-amerikanischen Haushalt stamme, wo hauptsächlich mit Backmischungen gebacken wurde. 2012 fasste sie den Entschluss, dass es doch auch ohne gehen müsste. Nachdem sie einiges erfolgreich ausprobiert hatte, postete sie es auf Instagram und fing 2017 damit an, Videos zu den Rezepten zu veröffentlichen. Damit wollte sie ihren Abonnenten zeigen, wie einfach verschiedene Rezepte gebacken werden können, sowohl in Deutschland als auch in Amerika. Sie ist der Meinung, dass es die Arbeit definitiv wert ist. Man merkt ihr auf jeden Fall an, dass es ihr sehr viel Spaß macht. Das ist sicher ein wichtiger Erfolgsfaktor eines Instagram-Accounts, nicht nur beim Backen.

Der zweite Versuch: Erdbeer-Käsekuchen-Brownies

Für den zweiten Versuch, etwas aus Instagram nachzubacken, habe ich mir die Erdbeer-Käsekuchen-Brownies von fraeuleinmeerbackt_de herausgesucht. Sie fordert auf Ihrem Instagram-Profil ihre Follower dazu auf, ihr nachgebackene Werke zu zeigen. Daher dachte ich, eines ihrer Rezepte wäre perfekt für den zweiten Versuch. Die Erdbeer-Käsekuchen-Brownies werden auf ihrem Blog, zusätzlich zu ihrem Instagram-Account, als „bester Blechkuchen“ angepriesen, mal sehen, ob das auch so stimmt. Der Kuchen sieht auf den Instagram-Fotos einfach toll aus und nachdem ich für die Cupcakes doch sehr lange gebraucht hatte, habe ich gehofft, dass die Brownies nicht ganz so viel Zeit in Anspruch nehmen.

Zuerst habe ich den Brownie-Teig hergestellt. Das ging tatsächlich super schnell und sehr leicht, bis vielleicht auf die Schokolade, die ich schmelzen musste. Dafür musste ich schon etwas Zeit einplanen. Die geschmolzene Schokolade darf weder kochen, noch zu heiß zum restlichen Teig gegeben werden, weil es sonst klumpt.

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Aus diesen Zutaten werden gleich hoffentlich leckere Käsekuchen-Brownies entstehen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Nach dem Mischen wurde alles einfach in eine Form gegossen. Da ich leider keine Brownie-Form besitze hatte ich stattdessen eine Auflaufform mit Backpapier ausgelegt. Das stellte sich als schwieriger heraus, als ich dachte, da das Backpapier immer wieder knitterte.

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So sieht der Brownie-Teig in der Form dann aus (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Schließlich war der Teig in der Form und ich konnte mit dem Mischen des Käsekuchen-Toppings beginnen. Da ich leider keine Erdbeeren mehr kaufen konnte, habe ich stattdessen gefrorene Himbeeren genommen, was aber auch super geklappt hat. Dann musste ich nur noch die gemischten Zutaten für den Käsekuchen auf den Brownie-Teig geben und alles für eine Stunde in den Backofen stellen.

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Nun muss das Ganze nur noch in den Backofen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

 

Als der Kuchen fertig war und kurz ausgekühlt hatte, schnitt ich ihn für die Fotos zurecht. Bis auf die Kleinigkeit, dass sich die beiden Teige nicht gleichmäßig verteilt haben, kommt er dem Instagram-Foto schon ein wenig nahe. Immerhin ging das Backen der Brownies verhältnismäßig mit wenig Arbeit und relativ schnell, wenn man die Backzeit außen vor lässt.

Die original Instagram-Brownies von fraeuleinmeerbackt_de im Vergleich mit meinem Ergebnis:

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Meine Himbeer-Käsekuchen-Brownies, auf einem Teller angerichtet, aber leider nicht so schön wie das Original auf Instagram (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Trotzdem stolz: das Selfie zum Schluss darf natürlich auch nicht fehlen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Alles in allem würde ich sagen, dass es auf jeden Fall einiges an Arbeit und Zeitaufwand kostet, einen eigenen Back-Blog auf Instagram zu unterhalten. Vor allem, wenn man sich die Rezepte selbst heraussucht oder erstellt und dann vielleicht sogar mehrere Anläufe braucht, um den perfekten Kuchen zu backen. Das Ganze dann auch noch schön hübsch zu fotografieren, gleicht fast einem Vollzeit-Job. Aber wenn es Spaß macht, ist ja bekanntlich keine Mühe zu viel. Dass es als Amateur-Bäckerin nicht so leicht für mich war, die verschiedenen Rezepte nach zu backen, zeigt auch, dass ein gewisses Talent und die richtige Ausstattung nicht fehlen sollten. Ich ziehe demnach auf jeden Fall meinen Hut vor all den talentierten Instagram-Bäckerinnen und –Bäckern, denn ich bin sicher, dass die Kuchen und Cupcakes genau so gut schmecken, wie sie auf den Instagram-Seiten aussehen.

Do-It-Yourself-Projekt: Marshmallow-Fondant

Kreativ verzierte Kuchen, Cupcakes und Petits Fours zieren nicht nur die Schaufenster von Cafés und Konditoreien, sondern verzaubern ebenso jede Kaffeerunde. Die pastöse Zuckermasse eignet sich schließlich sowohl als Tortenüberzug als auch für filigrane Kunstwerke. Zwar gibt es die essbare Knete – in Blockform zum Rollen und als Pulver für Füllungen und Glasuren verwendbar – bereits in Supermärkten zu kaufen. Die heimische Herstellung von Fondant ist jedoch nicht nur überraschend einfach und kostengünstig, sondern durch die Marshmallows auch ein überraschend-intensives Geschmackserlebnis, das man nicht mehr missen möchte.

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Zutaten:

  • ein Kilogramm Puderzucker
  • 500 Gramm Marshmallows
  • drei Esslöffel Wasser
  • Pflanzenfett
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma

Zubereitung:

1. Eine Schüssel großzügig mit Pflanzenfett einreiben. Die Marshmallows und das Wasser hineingeben und über einem Wasserbad schmelzen. Wer mag, kann für farbigen Fondant den Marshmallows etwas Lebensmittelfarbe hinzufügen. Geschmacklich lässt er sich wiederum durch Aromen veredeln.

2. Währenddessen die Arbeitsfläche ebenso einfetten und die Hälfte des Puderzuckers darauf versieben. Die geschmolzenen Marshmallows auf die Fläche gießen und mit eingefetteten Händen den Puderzucker darin verkneten.

3. Noch den restlichen Puderzucker versieben und mit in die Marshmallow-Zucker-Masse einarbeiten. Sollte der Fondant zu klebrig sein, einfach etwas mehr Puder hinzufügen. Ist er wiederum zu trocken, hilft etwas Wasser.

4. Den Fondant mit etwas Fett benetzen und in Frischhaltefolie verpackt einen Tag lang bei Raumtemperatur ruhen lassen. So lässt er sich besser ausrollen und verarbeiten.

Tipp: Gut verpackter Fondant kann über mehrere Wochen im Kühlschrank gelagert, über mehrere Monate wiederum im Kühlregal gefroren werden. Sollte er dadurch zum Verarbeiten zu fest werden, einfach durch die Raumtemperatur und die Wärme der Hände wieder weicher werden lassen.

Vorschau: Nächste Woche sorgen Rezepte zur eigenen Eisherstellung für erfrischende Abkühlung.

Schaurig-leckere Halloween-Rezepte

Das Kostüm steht, das Essen fehlt? Kein Problem: Mit den „Last Minute“-Rezeptideen der Tipps&Tricks-Redaktion lässt sich garantiert jedes Halloween-Fest retten. So bleiben einem – zumindest bei den Speisen – böse Überraschungen am „All Hallows‘ Eve“ erspart.

Knusprig: Gebäck-Gräber mit Geistern (Foto: Onat)

Knusprig: Gebäck-Gräber mit Geistern (Foto: Onat)

Knusper-Gräber mit schaumigen Spukgeistern
Aus schokolierten Puffreis-Häppchen und etwas Zwieback lassen sich blitzschnell Gräber mit den dazugehörigen Schaumkuss-Geistern herzaubern. Hierfür einfach etwas Kuvertüre schmelzen, den unteren Rand des Zwiebacks damit bestreichen und die Puffreis-Gräber ankleben. Wer mag, kann mit der Kuvertüre zudem Grabinschriften auf dem Zwieback anbringen.

Für die Spuk-Geister wiederum weiße Schaumküsse nehmen und mit der restlichen Kuvertüre Augen aufmalen.

Schokoladig: Eulen-Muffins (Foto: Onat)

Schokoladig: Eulen-Muffins (Foto: Onat)

Muffin-Uhus
Neben Fledermäusen verzaubern auch Eulen als Nachtvögel jedes Halloween-Fest. Wer bei der Süßigkeiten-Suche Oreo-Kekse, Mini-Smarties und Schokoladen-Muffins ergattern konnte, kann diese als Uhus zum Fliegen bringen: Zwei Oreo-Kekse halbieren und die cremigen Hälften nach oben als Augen auf den Muffin legen. Die übrigen Keks-Deckel erneut halbieren und als Ohren nutzen. Für mehr Halt sorgt erneut geschmolzene Kuvertüre, der als Kleber an die Kekse angebracht wird. Die Smarties wiederum können – ganz ohne Klebemittel – als Pupillen und Schnabel eingedrückt werden.

Cremig: Gehirntorte (Foto: Borrmann)

Cremig: Gehirntorte (Foto: Borrmann)

Cremige Gehirne
Zombies dürfen – entweder als Kostüm oder als Dekoration – auf keiner Party fehlen. Eine cremig-süße Gehirntorte zaubert dabei nicht nur Untoten ein Lächeln auf die Lippen. Dafür werden ein Liter Vanillepudding, ein Glas Himbeer-Marmelade, 375 Gramm Butter, 150 Gramm Zucker und ein heller, dreiteiliger Biskuit-Tortenboden benötigt: Den Zucker mit dem Vanillezucker in eine große Schüssel geben und zu einer cremigen Masse schlagen. Anschließend den Pudding unter ständigem Rühren hinzugeben. Einen Drittel der Füllung auf dem untersten Tortenboden verteilen und einen weiteren Boden darauflegen. Diesen mit der Himbeer-Marmelade bestreichen. Nun den letzten Tortenboden darüber legen und die Buttercreme in der Mitte zu einem kleinen Hügel verteilen. Den Rand ebenfalls mit der Creme bestreichen und den Rest in einen Spritzbeutel füllen. Nun müssen damit nur noch die Hirnwindungen aufgespritzt werden. Mit pürierten Himbeeren, etwas Zucker und Zitronensaft lassen sich zudem schnell noch Blutflecken herstellen.

Hart gekocht: Spinnen-Eier (Foto: Onat)

Hart gekocht: Spinnen-Eier (Foto: Onat)

Versponnene Eier
Spinnen gehören zu den Klassikern und sind – neben Kürbissen – an Halloween nicht wegzudenken. Mit Eiern und Oliven machen sie dabei jedes Essen unsicher: Für die Spinnen-Eier lediglich Eier kochen und halbieren. Eine Hälfte wird als Spinnenkörper auf das Eidotter gedrückt. Das übrige Olivenstück achteln und als Beine rundherum um den Körper legen. Bei Bedarf können zudem kleine Köpfe ausgeschnitten werden. Die Oliven-Spinnen verzieren dabei nicht nur Eier, sondern auch jede Pizza.

Bei den Spinnennetzen wiederum handelt es sich um Tee-Eier, die sich vor allem in China großer Beliebtheit erfreuen. Aufgrund der Muster eignen sie sich aber hervorragend als Halloween-Imbiss. Benötigt werden lediglich schwarzer Tee, Sojasoße und viel Geduld. Zunächst werden die Eier gekocht und mit kaltem Wasser abgeschreckt. Anschließend muss man diese vorsichtig zerbrechen, ohne dabei die Schale abzupellen. Am einfachsten lässt sich das meistern, indem man die Eier auf eine ebene Fläche legt und mit dem Handballen fest hin- und her rollt. Nun in einem Topf einen starken, schwarzen Tee kochen und mit Sojasoße würzen. Die Eier darin mindestens zwei Stunden ziehen lassen und pellen. Je länger sie in der Mischung baden, desto intensiver wird ihre Farbgebung.

Knackig: Mumienwürstchen (Foto: Onat)

Knackig: Mumienwürstchen (Foto: Onat)

Mumifizierte Wiener und heiße Würmer
Je einfacher die Party-Gerichte sind, desto weniger Aufwand muss man als Gastgeber betreiben. Mumifizierte Würstchen, die bei archäologischen Untersuchungen von Wien in Ägypten gelandet sind, zeigen dabei, dass dem Auge auch bei schnellen Gerichten etwas geboten wird: Hierfür etwas Pizzateig in dünne Streifen schneiden und als Bandagen sowie Kopfverband um die Würstchen wickeln. Bei 180 Grad Celsius müssen die Mumien für circa 10 Minuten in den Ofen-Sarkophag. Nach Belieben können den Untoten anschließend mit Sesamsamen, Pinienkernen oder Olivenstückchen lustige Gesichter aufgetragen werden.

Mit den Würstchen lassen sich aber auch Hotdogs dem Anlass entsprechend zubereiten. Dafür müssen die Wiener – bevor sie im Kochtopf landen – lediglich in Streifen geschnitten werden. Dadurch ziehen diese sich zu Kringeln zusammen, die Würmern ähnlich sind. So werden zu Halloween aus „Hot Dogs“ eben „Warm Worms“.

Kross: Gespenster-Kekse (Foto: Onat)

Kross: Gespenster-Kekse (Foto: Onat)

Gespenstische Kekse
Mit Geister-Keksen kann man sich bereits im Herbst auf die Weihnachtszeit einstimmen. Auch Cake Pops – als Kürbisse oder Augäpfel dekoriert – versüßen die Feierlichkeiten. Zudem werden schokolierte Bananen und Birnen, denen mit Kuvertüre Gesichter aufgemalt werden, schnell zu fruchtigen Poltergeistern. Mit etwas Fantasie lässt sich jedes Essen zur Gruselspeise machen. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von Gülcin Onat und Alexander Borrmann.
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Vorschau: Nach der Süßigkeiten-Jagd an Halloween erwarten euch nächste Woche wieder gesunde Snacks.

Cupcakes erobern die Welt – ein Wettbewerbsbericht

Cupcakes erobern die Welt – ein Wettbewerbsbericht

Ein Rezept, welches bei mir sehr gut abgeschnitten hat: Joghurt-Cupcake mit Obst (Foto: Lukenda)

Seit es in Stuttgart die „Cupcake Boutique“, und somit das erste Café gibt, dass sich den schicken Küchlein verschrieben hat, ist klar, die kleinen Törtchen sind endgültig auf dem Vormarsch und sie werden auch an meiner Küche nicht vorbeigehen. Verfallen war ich den Edel-Muffins allerdings schon lange Zeit vorher, als sie hier im Ländle noch weitestgehend unbekannt waren. Jetzt kennt sie wirklich jeder!

So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis beim Zeitschriftenhändler meines Vertrauens neben den ohnehin schon zahlreich vorhandenen Backmagazinen auch ein Heft zum Vorschein kam, das sich allein den mit-fast-einem-Haps-sind-die-im-Mund-Cupcakes verschrieben hatte. Oh, welch Glück! Das musste ich sofort haben! Dieses Magazin ist die „Cupcake Heaven“. Im Heft finden sich viele tolle Rezepte und auch zahlreiche Tipps, wie zum Beispiel das „Frosting“ – also die Creme obendrauf – schön dekorativ aufgespritzt werden kann, und viele weitere gute Erklärungen für Anfänger sowie Fortgeschrittene.

Cupcakes erobern die Welt – ein Wettbewerbsbericht

Der Feinschliff: jeder Arbeitsschritt wird für die Leser dokumentiert (Foto: Lukenda)

Umso aufgeregter war ich, als das „Cupcake Heaven“-Team auf ihrer Facebook-Seite verlauten ließ, dass sie Jurymitglieder für einen Backwettbewerb suchen und man bei Interesse einen Kommentar hinterlassen solle. „Wow, das geht ja einfach“, dachte ich mir und hinterließ natürlich sofort besagten Kommentar. Ich hätte nie gedacht, dass ich dank Facebook mal bei etwas so Tollem mitmachen könnte. Und es hat geklappt: Ich war in der Jury, juhu! Anfangs war nicht so recht klar, wie wir uns den Ablauf vorstellen sollten, Vieles lief etwas chaotisch ab und war unklar. Wir waren dann aber sieben Jurymädels, von denen ein paar auch einen eigenen Blog haben. Das wäre ja auch so ein kleiner Traum von mir…

Das Ganze lief dann so ab, dass Leser ihre Cupcake-Rezepte an das Magazin geschickt haben und dieses dann jede Woche Montags eines online gestellt hat, das wir Jurorinnen zubereiten und im Anschluss bewerten mussten. Es gab drei Runden mit jeweils drei zu backenden Rezepten, das letzte kam vor einer Woche. Jede Jurorin musste also auch jedes Rezept backen. Wir hatten dazu jeweils vier Tage Zeit, also immer bis einschließlich Donnerstag. Dann mussten wir unsere Bewertungen und Fotos an das Magazin geschickt haben, das am Freitag dann jede Bewertung mit den dazugehörigen Bildern auf Facebook veröffentlicht hat. Das war vielleicht spannend! Zudem fing die Woche dadurch viel schöner an und endete dank der tollen Bilder und der gespannt erwarteten Bewertungen für uns alle auch nochmal ein Stückchen schöner als sonst.

Cupcakes erobern die Welt – ein Wettbewerbsbericht

Ein nicht alltägliches Ereignis: sich selbst in einem Magazin bewundern können (Foto: Lukenda)

Dieser Wettbewerb hat mir eine Menge Spaß eingebracht, aber auch mehr Erfahrung im Umgang mit bestimmten Zutaten, die ich selbst beim Backen in der Form noch nicht verwendet habe, wie zum Beispiel Marzipan mit Lebensmittelfarbe zu färben und damit Hahnenkämme und Füße für die Küken-Cupcakes zu formen. Das hätte ich vorher nie gemacht, aber jetzt weiß ich, dass es kein Teufelswerk ist. Und ich weiß auch genau, welche Cremes mir schmecken und welche nicht, nämlich die mit fast zwei Packungen Puderzucker drin. Ich habe meine „Cupcake-Künste“ weiter entwickelt und werde öfter diesbezüglich zu Rate gezogen. Ich habe meine Ex-Kolleginnen damit beliefert und weiteren Menschen damit ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Es macht einfach großen Spaß.

Und zusammen mit meinen lieben Mit-Jurorinnen bin ich in der aktuellen Ausgabe der „Cupcake Heaven“ zu finden. Folgen soll im Herbst noch ein größerer Wettbewerbsbericht mit vielen tollen und lustigen Bildern von uns in Aktion. Er wird in der „Baking Heaven“, dem neuen Heft der Macher der „Cupcake Heaven“, erscheinen. Als Dankeschön und zu unserer sehr großen Freude, erhalten wir Mädels für unseren Fleiß – ihr könnt es auch Backwahn nennen – Backpakete von Dr. Oetker, das neue Cupcake Buch des GU Verlags, diverse Einkaufsgutscheine und jede Ausgabe der beiden Magazine, in denen es um den Wettbewerb geht. Wow! Ich kann meiner Freude gar keinen angemessenen Ausdruck verleihen. Das Gewinnerrezept der jeweiligen Runde wird natürlich auch veröffentlicht werden.

Cupcakes erobern die Welt – ein Wettbewerbsbericht

Ein kleines Kunstwerk: leider begeisterte dieses Törtchen mich nur äußerlich (Foto: Lukenda)

Ich kann mich an der Stelle nur nochmals fürs Mitmachen bedanken und würde das jederzeit wieder tun, wenn so ein Wettbewerb ausgerufen werden sollte. Das Team ist total nett und das Miteinander, wenn auch nur virtuell, hat mit allen Beteiligten toll geklappt. Ich werde mir sicher jede weitere Ausgabe gönnen, weiterhin fleißig nachbacken und mit den Bildern anderen das Wasser im Munde zum Zusammenlaufen bringen. Möge man mich für verrückt halten, ist mir schnuppe. Ich weiß dafür, dass es allen super schmeckt. Sprechen die Bilder nicht für sich?

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle einen Bericht über Dildopartys. Ihr dürft gespannt sein!

Do-it-yourself-Projekt: Krümelmonster-Muffins

Es ist blau, es ist pelzig – und der Held eines jeden Kindes. Die Rede ist natürlich vom Krümelmonster. Bei der „Sesamstraße“ einst für seine maßlose Vorliebe für Kekse berühmt geworden, wurde es seit 2005 auf Diät gesetzt. Nur noch gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse gehören zu seinem Speiseplan. So soll in den USA und in Deutschland gegen das Übergewicht bei Kindern vorgegangen und die jungen Zuschauer an eine gesundheitsbewusste Ernährung erinnert werden. Dadurch den eigenen Grundprinzipien „Kekse!“ untreu geworden, wird bei den Krümelmonster-Muffins der Entzug des Keks-Fetischisten aufgehoben. Denn solange man Kekse in Maßen isst, können sie sicherlich nicht schaden.

Zutaten und Materialien:

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

  • Muffins
  • Kekse
  • Marzipanrohmasse (gegebenenfalls Mandeln)
  • Schokotropfen oder Schokolade
  • Kokosraspeln
  • Puderzucker
  • geschmolzene Butter
  • blaue Lebensmittelfarbe
  • Messer
  • Löffel oder Gabel zum Rühren
  • Schüssel

Zubereitung:
1. Zunächst werden die Augen des Monsters vorbereitet. Hierfür Marzipanrohmasse mit Puderzucker vermengen, bis sich das Marzipan gut formen lässt. Nun kleine Bällchen daraus formen. Die Schokotropfen dienen als Pupillen und können eingedrückt oder – leicht angewärmt – auf die Kügelchen geklebt werden. Aber auch geschmolzene Schokolade genügt, um die Pupillen aufzumalen.

2. Für das Fell dienen die Kokosraspeln. Hierfür diese in eine Schüssel geben und blaue Lebensmittelfarbe hinzugeben. Beides gut durchmischen, bis die Raspeln einheitlich gefärbt sind. Eine Gabel beim Mischen sorgt dafür, dass die Finger sauber bleiben.

3. Mit einem Messer horizontal einen Schlitz in die Muffins einschneiden. Dieser Schnitt soll als Mund dienen, in dem später noch ein Keks gesteckt wird.

4. Um die Muffins mit dem blauen Fell einzukleiden, müssen sie mit Icing, einer Art Zuckerguss, versehen werden. Dieser fungiert als Kleber für die Dekoration. Um Icing herzustellen, muss lediglich geschmolzene Butter und Puderzucker miteinander vermengt werden. Anschließend das Icing mit der Lebensmittelfarbe blau einfärben, gut verrühren und die Muffins damit bestreichen.

5. Die Muffins in die gefärbten Kokosraspeln eintauchen bis die Fläche gleichmäßig abgedeckt ist: dann die Augen ankleben. Hierfür kann ebenfalls der Zuckerguss verwendet werden. Falls auf Marzipan verzichtet werden soll, können Augen aus Mandeln eingesteckt werden. Natürlich können auch Zahnstocher zur Fixierung dienen. Jedoch sollte man – vor allem bei Kindern – wegen der Verletzungsgefahr darauf verzichten.

6. Die Kekse in den geschlitzten Mund einklemmen. Gegebenenfalls können die Kekse erst halbiert und dann eingesteckt werden. Zuletzt bleibt nur einen guten Appetit zu wünschen – nicht nur für das Krümelmonster.

Vorschau: Nächste Woche gibt es nützliche Motivationstipps gegen den inneren Schweinehund.

Preview: Januar 2012

Mit Abschluss des Jahres gibt es bei Face2Face gleich zwei Erfolge zu verzeichnen: Über 200 Personen lassen sich nun über unsere Facebook-Gruppe mit den aktuellsten News zum Magazin versorgen. Außerdem konnten wir im Monat Dezember mit unserem 500. Artikel an den Start gehen. An dieser Stelle: Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

Auch in diesem Monat hatten wir wieder tolle Interviewpartner, wie beispielsweise Schauspieler und neuerdings auch Regisseur Matthias Schweighöfer, der mit uns nicht nur über seinen neuen Film „RubbeldieKatz“, sondern auch über sein ganz privates Weihnachtsfest plauderte. Auch die politische Hochschulgruppe die Linke.SDS, sowie Autor Christian Vagedes, der sein Buch „veg:up – die veganisierung der welt“ auf der Frankfurter Buchmesse vorstellte, standen Face2Face Rede und Antwort.

Das neue Jahr startet mit einem Parisbericht, einem Rezept für Krümelmonster Muffins und spannenden Modetrends für 2012. Auch in der Tier&Umwelt-Rubrik bleibt es modisch: Dort lest ihr etwas zu Zebras und Quaggas – Streifenmode der Natur. Unsere Kolumnistinnen beschäftigen sich unter anderem mit Trash Pop Partys, die Sportredaktion hat Wrestler Bernd Föhr interviewt und in der Musikrubrik wird uns Songwriter und Rocksänger „Bosse“ Rede und Antwort stehen. Im Panorama begrüßen wir dann auch heute-journal-Sprecher Claus Kleber.

Laufende Gewinnspiele:
In wenigen Tagen endet das Gewinnspiel rund um die Kollektion von GNTM-Laufstegtrainer Jorge Gonzalez – eure Chance euch Schals, Schuhe und Kleider zu sichern! Alle Infos dazu gibt´s HIER.

Meinung:
Ihr wollt eure Meinung über Face2Face kundtun? Lob, Kritik und so weiter könnt ihr HIER loswerden.