„Ludwigshafen ist bunt“

In vielen deutschen Großstädten lockt „PEGIDA“, die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ die Menschen auf die Straße. Die Unzufriedenen äußern – vor allem auf ihren Montagsdemonstrationen – ihren Unmut über den Einfluss der muslimischen Kultur, über Flüchtlinge, über die deutsche Politik. Doch in der Metropolregion Rhein-Neckar will es der Bewegung nicht gelingen, Fuß zu fassen.

So waren es – nach Veranstalterangaben – 12.000 Demonstranten, die es Samstag, den 17. Februar 2015, auf die Straße trieb. Die Botschaft hieß: „Mannheim sagt ja! Flüchtlinge willkommen – für Vielfalt statt Hass und Angst!“. Die Demonstranten zogen von der Universität Mannheim durch die Innenstadt bis zur Alten Feuerwache, wo die Demonstration in einer Kundgebung enden sollte. Neben Vertretern verschiedener Organisationen sprach auch der Mannheimer Oberbürgermeister vor den Versammelten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein großes Kulturfest.

Gemeinsam gegen rechts: Geschlossen und mit Bengalos ausgestattet ziehen Anhänger der Antifa über die Rheinbrücke nach Ludwigshafen (Foto: Glaser)

Gemeinsam gegen rechts: Geschlossen und mit Bengalos ausgestattet ziehen Anhänger der Antifa über die Rheinbrücke nach Ludwigshafen (Foto: Glaser)

Damit hatte Mannheim ein klares Zeichen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Trotz dieser eindeutigen Geste versuchte nun der Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland“ am vergangenen Sonntag, den 08. Februar 2015, eine Demonstration für rechtsradikale Hooligans in der Metropolregion zu organisieren. Als Schauplatz wurde Ludwigshafen auserkoren. Die ursprünglich angedachte Demonstration wurde allerdings von der Ludwigshafener Stadtverwaltung aufgrund der Gefährdung öffentlicher Sicherheit auf eine Kundgebung am städtischen Hauptbahnhof reduziert. Dabei wurden bis zu 1.000 Teilnehmer erwartet, die zum Teil schon an den Hooligan-Krawallen in Köln teilgenommen haben sollen.

Ungestört sollte auch die Kundgebung nicht über die Bühne gehen. Das Netzwerk gegen rechte Gewalt gab seine Antwort in Form eines Kulturfestes unter dem Motto „Ludwigshafen bunt statt braun“, auf dem neben verschiedenen Redebeiträgen auch ein multikulturelles Unterhaltungsprogramm geboten wurde. Die Eröffnung der Veranstaltung fand bereits in Mannheim statt, wo sich ein für 10 Uhr anberaumter Demonstrationszug sammelte. Vom Paradeplatz aus marschierte die Menschenmasse am Schloss vorbei, über die Rheinbrücke in die Ludwigshafener Innenstadt bis zum Theaterplatz am Pfalzbau, auf dem das Kulturfest schließlich stattfand. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall fanden sich hier etwa 2.000 Personen ein, um ein Zeichen gegen die rechtsradikalen Hooligans zu setzen.

Kulturfest: Am 8. Februar nehmen unzählige Demonstranten an den Kundgebungen für Toleranz in Ludwigshafen statt.

Kulturfest: Am 8. Februar nehmen unzählige Demonstranten an den Kundgebungen für Toleranz in Ludwigshafen statt (Foto: Glaser)

Aufgrund der zu erwartenden Konflikte waren unzählige Polizeikräfte im Einsatz. Trotzdem kam es zu Ausschreitungen in der Ludwigshafener Innenstadt: Festgenommen wurden dabei vor allem dem linken Spektrum zugehörige Gegendemonstranten, die versuchten, durch die Polizeiabsperrungen zu brechen und die sich sammelnden Hooligans am Hauptbahnhof zu erreichen. Insgesamt soll es zu 131 Festnahmen gekommen sein. Trotz dieser Ausschreitungen scheint es gelungen zu sein, erneut Position gegen Fremdenhass zu beziehen. Dafür sorgten auch die prominenten Teilnehmer des Kulturfestes: Neben der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin fanden sich etwa die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und deren Stellvertreterin Eveline Lemke am Theaterplatz ein.

3 Tage + 4 Bühnen + 50 Künstler = Maifeld Derby

Am vergangenen Wochenende hieß es in großen Teilen Deutschlands “Land unter!“ und auch unser sonst so sonnenverwöhnter Südwesten blieb nicht verschont. Doch das schreckte die Festivalbesucher des nun schon dritten Maifeld Derbys auf dem Mannheimer Maimarktgelände nicht ab. Im Gegenteil – die Gummistiefel und Regencapes wurden ausgepackt und dem Sommer, der sich eher anfühlte wie November, wurde gehörig getrotzt. Wo sonst zukünftige Eigenheimbesitzer in der Fertighaussiedlung schlendern und die Mannheimer Oberschicht Hutgrößen beim Pferderennen vergleicht, wurden für drei Tage wieder die Zelte aufgeschlagen, um auf dem kleinen aber feinen Festival zu feiern und zu tanzen. Dass das Festival mittlerweile jedoch seine Wellen auch außerhalb Mannheims gezogen hat, war deutlich an der ansteigenden Besucherzahl zu merken – somit leider auch an diversen Schlangen an Klo, Essenstand oder an der seit diesem Jahr neuen „Derbydollar“ Ausgabe.

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Der ein oder andere Festivalbesucher war am Freitag vorerst verärgert, denn langes Schlangestehen im strömenden Regen erwartete ihn am Einlass. Umso mehr verzauberte der erste Headliner Daughter aus England die Menge im regenfreien Palastzelt und machte die leicht genervte Stimmung wieder wett. Die Frontsängerin Elena Tonra faszinierte mit ihrer zerbrechlichen, einzigartigen Stimme und ihrer zurückhaltend-charmanten Art. Doch nicht nur fürs Publikum, sondern auch für die Veranstalter war Daughter ein ganz besonderer Fang, denn sie hatten sich die aktuell sehr beliebte Band schon seit dem ersten Maifeld Derby als Act gewünscht. Damit bewiesen die Veranstalter wieder mal ihr musikalisches Gespür, denn mit ihrem melancholischen, geheimnisvollen Folk-Rock trafen Daughter mitten ins Herz und waren ein Highlight des dritten Maifeld Derbys.

Ein weiteres Highlight am Freitag waren CocoRosie. Die schon 2003 gegründete Band zweier Schwestern lieferte nicht nur eine beeindruckende Show für die Ohren sondern auch für die Augen ab. Ihre Musik ist kaum in Worte zu fassen, so vielfältig ist sie. CocoRosie kombinieren klassischen Operngesang und kindlichen Fantasiegesang mit elektronischen Klängen und Hip Hop Beats. Zudem spielen die Schwestern noch Instrumente wie Flöte und Harfe. Für die Hip Hop Beats sorgte auf beeindruckende Weise der Livebeatboxer TEX, eine Hip Hop Tänzerin im Tütü untermalte zwischendurch die Show mit Tanzeinlagen. Die Energie der Band übertrug sich schnell auf das Publikum, das sichtlich angetan war.

Auch am weniger verregneten Samstag versammelte sich eine beachtliche Menge im Palastzelt für den Headliner Efterklang. Die Dänen sind ebenfalls Künstler der interessanten musikalischen Mischung, so fanden sich in ihrem Repertoire poppige, rockige und elektronische Einflüsse, natürlich alles mit Liveband. Da der Skandinavier an für sich sehr stilbewusst ist, war es nicht sehr wunderlich, dass Efterklang auch optisch einiges hermachte – mit Fliege und perfekt sitzendem Sakko präsentierte sich die Band dem Mannheimer Publikum. Obwohl alles zu stimmen schien, sprang die Stimmung nicht vollständig auf die Zuhörer über.

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Bei der Band Sizarr sprang die Stimmung allerdings schon eher auf das Publikum. Die Landauer Jungs, die zurzeit in Mannheim wohnen, hatten auf dem Maifeld Derby ein Heimspiel und überzeugten die Menschen im Palastzelt durch die Lieder ihres Debutalbums Psycho Boy Happy. Man merkte den Künstlern durch ihre Interaktionen mit dem Publikum an, dass auch sie Spaß an dem Konzert hatten.

Aber auch für Literaturfans gab es verschiedene Angebote: So las zum Beispiel MC Rene aus seinem Buch vor. Der Hip Hop-Star aus den 90ern hatte vor drei Jahren sein gesamtes Hab und Gut verkauft und reist seitdem mit einer Bahncard 100 durch Deutschland. Seine Erfahrung aus diesen Reisen und seiner Arbeit in einem Callcenter beschreibt er in dem Buch Alles auf eine Karte.  MC Rene, der mit bürgerlichem Namen René El Khazraje heißt, ließ es sich natürlich auch nicht nehmen kurz für seine Zuhörer zu rappen, was auf große Zustimmung traf.

Gegen Mitternacht wurde es Zeit für Thees Uhlmann, der schon ein alter Hase im Musikbusiness ist. Hausgemachter, deutschsprachiger Indierock mit intelligenten Texten geht eben immer beim Maifeld Derby und so war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Thees Uhlmann, entspannt und ohne Allüren, gab Geschichten aus seinem Alltag zwischen Tour und Spielplatz vom Besten und wirkte so ein bisschen wie der Papa des deutschen Indierocks. Als dann spontan plötzlich Casper für ihr gemeinsames Lied auf der Bühne erschien, war die Menge kaum zu halten. Weil es so schön war blieb Casper noch, er hat ja schließlich auch ein Lied, bei dem Thees Uhlmann mitsingt. Und Bier trinken mit Kumpel Thees geht auch auf der Bühne bestens. Spätestens jetzt war jeder am Tanzen.

Pünktlich zum Sonntag ließ sich auch die Sonne blicken und trocknete die letzten Pfützen aus. Im Palastzelt trat eine zierliche Blondine in Bomberjacke mit der Aufschrift „twisted sister“ auf die Bühne – die von vielen an diesem Wochenende lang erwartete Leslie Clio. Was auf Platte nach Energiebündel klingt, konnte live nicht wirklich überzeugen. Etwas verloren hielt sich die Wahlberlinerin am Mikrofonständer fest und agierte eher verhalten und kaum hörbar mit dem Publikum. Selbst Hits wie „Told you so“ wurden nur mit müdem Applaus belohnt.

Doch nicht nur die Headliner überzeugten. Im Palastzelt sorgen die Österreicher Jungs von Steaming Satellites für Stimmung mit engergiegeladenem Synthie Alternative Rock. Am Sonntag gab es noch eine weitere Überraschung aus Dänemark – When Saints Go Machine. Live funktioniert diese Band sehr gut und bewegt sich zwischen Pop, Rock, Electro und Hip Hop Beats. Auch auf den kleineren Bühnen wie Open Air und dem wunderbaren Parcours d’amour gab es einige Schmuckstücke zu finden wie die exotischen Sea&Air, dem polarisierenden Schlagerboy Dagobert, die träumerischen Immanu El und die rockigen We Were Promised Jetpacks, um nur einige zu nennen.

Den Abschluss am Sonntagabend bildete Sophie Hunger. Die 1983 in Bern geborene Schweizerin spielte mit einer herausragenden Band englische, französische sowie deutsche Lieder. Die Musik war ein Mix aus Klavier, Cello, Schlagzeug, Trompete und E-Gitarre. Die Freude, die die junge Frau beim Musizieren ausstrahlte, sprang schnell auf das Publikum über und alles tanzte und sang mit so gut es ging. Aber auch bei den ruhigen Liedern lauschten die Zuhörer andächtig. Alles in allem war jeder von dieser Frau begeistert. Auch dem männlichen Teil der anwesenden Musikredaktion fiel es schwer, dass Palastzelt ohne Sophie Hunger zu verlassen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Maifeld Derby ein wunderbares Festival für musikbegeisterte Menschen ist, die sich auch gerne auf eher unbekannte Bands einlassen. Viele der anwesenden Bands waren nicht dem Mainstream angehörend. Dies lässt zeitgleich aber auch einen Spielraum zu, bei dem man sehr viel entdecken kann. Bands, wie zum Beispiel Steaming Satellites und Sophie Hunger, gelten zu den absoluten neuen Lieblingen der Musikredaktion von Face2Face. Nächstes Jahr also gerne wieder!

 Vorschau: Nächsten Samstag gibt esfür euch einen Artikel über das legendäre Rock am Ring.

Selbstversuch Playbook

Es war an einem Samstag, den 13. September 2008, als die Karten zwischen Mann und Frau neu gemischt wurden. Die ProSiebenSat1-Media strahlte die erste Folge einer Serie aus, die in Amerika bereits erfolgreich lief und in Deutschland zur neuen Lieblingssendung aufsteigen sollte: How I met your Mother.

Abgesehen von den Alltags- und Liebesgeschichten der Figuren avancierte sehr schnell eine Figur aus Besetzung zum absoluten Publikumsliebling: Der stehts einen maßgeschneiderten Anzug tragende Barney Stinson. Die Figur zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die wohl kreativste Art und Weise Frauen klarmacht. Hier hat sich die Face2Face-Redaktion gedacht, ob man zwischen der Fantasiewelt des Fernsehens und dem wahren Leben einen Bogen spannen kann.

Wie funktionieren die Anmachtricks des schillernden Helden Barney Stinson im echten Leben?

Mit freundlicher Unterstützung erhielt die Face2Face-Redaktion das Playbook vom riva-Verlag. Dieses bibelgleiche Buch führt alle Anmachtricks von Stinson auf und ermöglicht es dem Leser, laut der Aufschrift auf dem Cover, spielend leicht Mädels klarzumachen“. Um diese These zu überprüfen zu können, hieß es somit am Freitag, den 24. Mai „Suit Up“ (zu Deutsch: Anzug an).

Zuvor sollten allerdings Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung der Anmachtricks getroffen werden. Zum Einen kann es nie schaden, wenn man einen Wingman (Partner zum Aufreißen von Frauen) – in meinem Fall sogar zwei – an der Seite hat und zum Anderen müssen die Tricks zuerst einmal genauesten studiert und selektiert werden. Beim Lesen des Buches fiel gleich auf, dass man für die Umsetzung der Tricks mehr als nur einen Anzug oder zumindest ein Sakko und gute Schuhe anziehen muss.

Am Beispiel des Tricks Legionär“ muss man nicht nur sich als Soldat ausgeben, sonder auch dem Militär zwangsläufig beitreten. Aus beruflichen sowie zeitlichen Konflikte verwarf ich diesen Trick ziemlich schnell. Auf Grund gesetzlicher Konflikte musste ich auch bei der Schaufensterpuppe“ passen, da es mir leider unmöglich war in ein Geschäft einzubrechen und mich als lebendig gewordene Schaufensterpuppe zeigen zu können. Man musste sich somit Tricks aussuchen, die sich durch ihre Spontanität auszeichnen und auch zu dem Probanden passen.

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

In Mannheim angekommen liefen die beiden Wingmen und der Proband erst einmal in eine Bar, um die Tricks noch einmal zu besprechen und die kommende Strategie festzulegen. Nach ein paar „Astras“ und dem passenden Shot Wundertüte“, ging man in eine gut besuchte Bar in Mannheim und ließ sich einfach mal Überraschen, was an diesem Abend noch so kommen mag. Am Tresen der Bar angekommen fielen gleich zwei Frauen auf, die nur auf einen Barney gewartet haben. Allerdings musste die Strategie geändert werden, da der Trick für zwei Frauen gleichzeitig gelten musste. Somit wurde Der Schriftsteller“ gespielt. Laut Buch liegt hier die Erfolgsquote bei 18 % und die Frau muss ein Buch in der Hand halten. Da das leider nicht der Fall war, holte ich mein Notizbuch heraus und ging auf die Beiden zu. Mit den Worten Ich schreibe ein Buch und deine Freundin sieht perfekt für eine der Figuren aus. Kannst du mir ein bisschen was über sie erzählen?“ sprach ich eine der beiden Frauen an. Nach einem kurzen Stutzen, bekam ich ein Lächeln und schon gingen die beiden Frauen darauf ein. Da Eis war gebrochen und der Trick funktioniert sogar. Die beiden Frauen, nennen wir sie hier Laura und Selina, plauderten ausgiebig mit mir und ich ging in meiner Rolle als Schriftsteller voll auf. Ich erzählte Ihnen von dem Buch und es gefiel den beiden. Nun wurde es ernst: Ich fragte nach Ihren Handynummern. Und da erhielt ich die erste Absage, sie gaben mir allerdings ihre E-Mail-Adressen. Naja ein Trostpreis ist schließlich auch eine Trophäe, dachte ich mir und verabschiedete mich höflich.

Nun musste ein neuer Trick her. Da meine beiden Wingmen leider unabkömmlich waren, da sich ein Kicker im selben Raum befand, musste ich mich allein als urbaner Krieger mit Sakko auf die Jagd begeben. Ich hatte gemerkt: Wenn man überzeugt an einem Trick festhielt, konnte die Illusion über das Unverständnis siegen und der Trick würde funktionieren. Es wurde also Zeit für einen Höhepunkt dieser Inszenierung und ich ging auf eine Frau zu und versuchte den Pistole auf die Brust“. Die Erfolgsquote liegt hier, laut Playbook, bei 25 %, also höher als bei dem Schriftsteller“. Ich ging also auf sie zu und fragte gezielt und bestimmt: Willst du mit mir schlafen?“. Nach einem kurzen verständnislosen Blick kam allerdings ein kurzes Nein“ das von einem kleinen aber sehr deutlichen Kopfschütteln begleitet wurde. Nun dann gehörte ich hier also auch eher zu den 75 % die mit der Bahn „Abfuhr“ in das Tal „Heute-schläfst-du-allein!“ fahren.

Nach einer kurzen Absprache mit den Wingmen, die bereits ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen hatten, fasste ich wieder Mut und es folgte der 3. Versuch: „Der Freund von Michael“. Ich starte diesen Trick mit einer vom Buch ausgeschriebenen Erfolgsquote von 90 %. Der Schwachpunkt ist in dem Buch folgendermaßen eingetragen: Wer ist Michael?“. Die begründete Frage könnte somit auch diesen Trick scheitern lassen. Ich setze mich also neben eine neue Auserwählte und gebe mich ganz überrascht und sage brav aus dem Playbook auswendig gelernt: Mensch, das ist ja toll, dass wir uns wiedersehen! Du, sei mir nicht böse, aber ich weiß nicht mehr, wie du heißt.“ Nachdem sie mir ihren Namen verraten hat, erwidert sie, dass sie mich aber sicherlich noch nie zuvor gesehen hat. Das ist der Moment an dem ich angebe, ein Freund von Michael zu sein. Leider kam es, wie es kommen musste und sie fragt mich Von welchem Michael denn?!“. Als ich ihr sage, dass ich leider den Nachnamen vergessen habe, aber es wirklich schön ist, sie wieder zu sehen, kommt mir die Idee: Ich verbinde zwei Tricks. Ich füge also schnell noch hinterher, dass ich Schriftsteller bin und sie ideal für mein Buch ist, dass ich gerade schreibe. Ein paar Minuten später schreibt sie mir ihre Handynummer in mein Notizbuch. Die Mission ist erfüllt.

Am Ende war das abschließende Resultat zwei Handynummern, zwei E-Mail-Adressen, ein Bild von einer Lotusblüte und ein Gedicht. Es lässt sich also sagen, dass es durchaus möglich ist, die Tricks aus dem Playbook in der wahren Welt anzuwenden, allerdings sollte man doch ein gewisses schauspielerisches Talent besitzen. Der Proband verließ somit die Bar mit einem großen Grinsen und die beiden Wingmen hatten ebenfalls etwas zu feiern: Sie waren den ganzen Abend die ungeschlagenen Meister am Kicker.

Vorschau: Und nächste Woche lest ihr hier etwas über zwei junge Unternehmensgründer auf dem Weg zum Erfolg.

„Es ist fantastisch an solch einem Projekt beteiligt zu sein“

Am Mittwoch, 28. November wird der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger die Postgalerie eröffnen. Nach der Fertigstellung nach etwa vier Jahren fiebern Speyerer und Besucher aus der umliegenden Region der Eröffnung entgegen. Jürgen Ehlen, der Centermanager, war an der Umsetzung des Großprojekts beteiligt. Mit Face2Face sprach Ehlen unter anderem über die Parkplatz-Situation, den besonderen Charme der Postgalerie und das gebotene Programm der Eröffnungsfeier.

„Es ist fantastisch an solch einem Projekt beteiligt zu sein“

Ein Stück Geschichte: die Speyerer Post im Jahr 1921 (Foto: Deobald)

Face2Face: Wie hebt sich die Postgalerie von anderen Shoppingcenter, wie beispielsweise dem Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum oder der Ludwigshafener Rhein-Galerie, ab?
Ehlen: Die einzigartige Kombination aus historischer Außenhülle und modernem Shoppingcenter macht den besonderen Charme der Speyerer Postgalerie aus. Hinzu kommt, dass der Branchen- und Markenmix genau auf die Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten ist, was das Bummeln und Shoppen zu einem Erlebnis macht.

Face2Face: Sind Sie gespannt wie die Kunden und Besucher die Postgalerie wahrnehmen werden?
Ehlen: Ja, das sind wir! Wir haben im Vorfeld alles daran gesetzt, um die Erwartungen der Speyerer und Besucher aus der Umgebung zu erfüllen oder sogar noch zu übertreffen.

„Es ist fantastisch an solch einem Projekt beteiligt zu sein“

Verleiht Speyer neuen Glanz: die Speyerer Postgalerie zur Vorweihnachtszeit (Foto: Deobald)

Face2Face: Wie würden Sie den besonderen Charme der Speyerer Postgalerie beschreiben?
Ehlen: In der Postgalerie findet man Shops, die bisher noch nicht in Speyer vertreten waren, wie beispielsweise Hennes&Mauritz, Vero Moda, Jack&Jones, s.Oliver und viele mehr. Auch das kulinarische Angebot bietet für jeden Gaumen genau das Richtige: neben asiatischer Küche, italienischen Gerichten und türkischer Feinkost findet sich ein Donat- und Bagle-Shop.

Face2Face: Kommen wir nun Parkplatz-Situation: Einige Besucher haben sicher Zweifel, dass der Bedarf an umliegenden Parkplätzen gedeckt werden kann – gerade bei Anstürmen in der Vorweihnachtszeit. Wie schätzen Sie diese Bedenken ein?
Ehlen: Die Speyerer Innenstadt bietet rund 3.000 Parkplätze, die den Besuchern der Postgalerie zur Verfügung stehen. Wir verweisen auf die Shuttle-Busse, die im Zehn-Minuten-Takt vom Festplatz- und Technikmuseum-Parkplatz aus zum Postplatz fahren.

Face2Face: Wie fühlt es sich an Teil des eines derartigen Schaffensprozess zu sein?
Ehlen: Es ist eine fantastische Erfahrung, an einem solchen Projekt beteiligt zu sein und zu sehen, wie aus einem historischen Gebäude unter Beibehaltung der denkmalgeschützten Gebäudestruktur ein modernes Einkaufszentrum wird.

Face2Face: Morgen wird die Postgalerie eröffnet. Was erwartet die Besucher bei der Eröffnungsfeier?
Ehlen: Wir bieten jede Menge Musik, Spaß, Give aways und Programm für die ganze Familie, sodass die Eröffnung der Postgalerie zu dem Ereignis in der Region wird.

Vorschau: Face2Face backt für Kinder – nicht verpassen! Am Dienstag, 11. Dezember könnt ihr im Panorama den Nachbericht der Back-Aktion lesen.

betterDate.de – das Dating-Portal mit dem Zalando-Prinzip

„Wo Frauen Männer shoppen“, mit diesem Slogan wirbt das Dating-Portal betterDate.de im Internet.
Damit soll offensichtlich gezielt eine ganz bestimmte Zielgruppe angesprochen werden: Frauen, die unter Zwang stehen, unabhängig von ihren tatsächlichen Bedürfnissen, einkaufen zu müssen – sogenannte Shopaholics. Diesmal sind damit jedoch keine Schuhe gemeint, sondern die Ware in Form von Männern. Wir leben zwar in einer emanzipierten und toleranten Gesellschaft, aber Männer im Rahmen einer potentiellen Partnerschaft als Produkte zu bezeichnen, geht deutlich zu weit! Wo ist denn da die Grenze zur Prostitution?

Die Single-Shopaholics können mithilfe der Dating-Plattform gezielt auswählen, wer zu ihnen passen könnte und wer sie kontaktieren darf. Die mittels dieses Prinzips ausgewählten Männer können dann als Produkt in den Warenkorb gelegt werden . Erste dann ist es den Männern möglich mit den Damen in Kontakt zu treten.

Frauen besitzen sie das Privileg die völlige Kontrolle über den gesamten Dating- und Kennenlern-Prozess zu haben. Dagegen hat das starke Geschlecht die wichtige Rolle als Produkt Teil der Plattform zu werden. Dies bedeutet natürlich auch: Je besser das Produkt gepflegt, beschrieben und fotografiert ist, desto mehr Interesse erregt es bei den Single-Frauen .

Wie es auf der Webseite von betterDate heißt, sollen Männer die Vorgehensweise als Chance sehen. Das Motto scheint zu lauten: Wer sich verstellt und sich statt Feinripp-Felix als Luxus-Lukas ausgibt , auf den stürzen sich die Frauen. Der Kampf beim Sommerschlussverkauf ist nichts dagegen! Also putzt euch raus, liebe Männer, und werdet zum Kassenschlager! Frauen wird es einfach gemacht: Im Shop registrieren, Kundenprofil ausfüllen und eigenes Profilbild hochladen,Produkte (= Männer) durchforsten,Lieblingsteile in den Einkaufswagen legen.

Erst dann dürfen die „Produkte“ die „Kundin“ kontaktieren. Für Männer funktioniert es ähnlich: Im Shop registrieren, Profil mit Produktdaten füllen, sogenannte „Produktfotos“ hochladen,auf die Einkaufsliste von Frauen setzen. Mit Anleitungen wie „wenn sie dich dann in ihren Einkaufswagen legen, darfst du sie kontaktieren“ gibt das Portal Verhaltens-Tipps. Auf Spontankäufe der Frauen zielen – wer sich anstrengt, wird sofort genommen und erhält die direkte Kontakterlaubnis zur potentiellen Partnerin.

Durchforstet man das Netz nach Stimmungen und zu „betterDate“, fällt die Resonanz eher gering aus, gerade einmal 460 Facebook-Anhänger verfolgen das Portal. Im Vergleich zu anderen, weitaus seriöser wirkenden Dating-Angeboten, wie beispielsweise Paarship, ist diese Anzahl sehr gering.

„betterDate“ preist ihre fragwürdige Idee als „Revolution in der Datingbranche“ an. Alles ist auf dem Prinzip shoppingsüchtiger Frauen und Klischees über diese aufgebaut. Der sensible Vorgang der Kennenlern-Phase wird einem Einkaufsbummel gleichgesetzt und büßt so seine wichtige Bedeutung zu Beginn einer Beziehung ein.

Vorschau: Am Dienstag, 13. November berichtet die Panorama-Redaktion über PC-Kurse für Senioren.

„Eine viel interessantere Art mit Klischees umzugehen, ist sich über sie lustig zu machen“ – ein Interview mit Schauspieler und Comedian Kaya Yanar

„Eine viel interessantere Art mit Klischees umzugehen, ist sich über sie lustig zu machen“ – ein Interview mit Schauspieler und Comedian Kaya Yanar

Ethno-Comedy trifft auf Klischee: „Agent Ranjid rettet die Welt“, der erste Kinofilm von Schauspieler und Comedian Kaya Yanar (Foto: © 2012 Constantin Film)

Kaya Yanar, der Allrounder der Ethno-Comedy, spielt in seinem aktuellen Film „Agent Ranjid rettet die Welt“ zwei Hauptrollen und vier Nebenrollen. Benytha, die geliebte Kuh des indischen Putzmanns Ranjid, ist krank. Für eine Operation fehlt ihm jedoch das Geld. Zu gleicher Zeit plant der holländische Bösewicht Freek van Dyk (Rutger Hauer) die Weltherrschaft an sich zu reißen. Unerwartet wendet sich das Blatt für Ranjid: Süleyman (Vedat Erincin), Leiter des türkischen Ayran Secret Service hält ausgerechnet den tollpatschigen Putzmann für einen neuen „Süperagenten“, der die Welt retten soll.

Mit Face2Face sprach Yanar unter anderem über Klischees, das Leben als Student und Hollywood-Star Rutger Hauer.

Face2Face: „Agent Ranjid rettet die Welt“ ist dein erster Kinofilm. Worauf hast du bei deinem Film besonderen Wert gelegt?
Yanar: Grundsätzlich habe ich mich darauf konzentriert, dass die Kinobesucher nicht durch Wortspiel- und Quatsch-Comedy gelangweilt werden. Daher habe ich mit Action und Slapstick gearbeitet. Mir war ebenfalls das Spiel mit den Klischees wichtig – meistens weiß man, dass es Hirngespinste sind, manchmal stimmen sie auch. Dass alle Holländer Holzklötze tragen, Wohnwagen fahren und Käse essen, ist einfach Klischee und dann spielen wir auch damit. Sich hinzustellen und zusagen „Hört doch auf mit diesen Klischees“ finde ich falsch. Eine viel interessantere Art mit Klischees umzugehen, ist sich über sie lustig zu machen.

Face2Face: Welche türkischen Klischees stimmen tatsächlich?
Yanar: Die Männer tragen Schnauzbärte, das Tieferlegen von Autos, der Hang zu extravagantem Schmuck, wie beispielsweise Gold ist nach wie vor angesagt.

Face2Face: Und welches stimmt nicht?
Yanar: Wir fahren nicht mehr mit der Waschmaschine auf dem Dach in die Türkei, die kann man mittlerweile gut Vorort kaufen. Es stimmt auch nicht, dass Türken ausschließlich Gemüse- oder Dönerverkäufer sind – Türken sind in allen Berufsfeldern vertreten. Vielleicht haben wir in zwanzig Jahren einen türkischen Bundespräsidenten.

Face2Face: Welche Erinnerung hast du an dein Frankfurter Studentenleben? Wie muss man sich Kaya Yanar als Student vorstellen?
Yanar: Ich war auf dem Campus vor allem um Kommilitoninnen anzubaggern. Es war ein verrücktes Studium: Phonetik, Amerikanistik und Philosophie. Für mich war schnell klar, dass Studieren nichts für mich ist – selbst unser damaliger Prof hat uns nach der ersten Vorlesung gesagt, dass wir damit nichts anfangen können. Wir sollten uns lieber woanders als Quereinsteiger versuchen.

Face2Face: Ab welchem Zeitpunkt hast du gemerkt, dass du zum Comedian berufen bist?
Yanar: Bei mir fing das mit dem Kindertheater an, das mir eine gewisse Bühnenpräsenz bescherte. Meinen Humor habe ich erst in der Schule entwickelt, das lag unter anderem auch am quälend langweiligen Unterricht. Ich sage heute noch oft: Vermutlich hätte ich die zehnte und elfte Klasse nicht überlebt, wenn ich mit meinen Freunden nicht so viel Spaß gehabt hätte. Ursprünglich wollte ich nach dem Abitur Comiczeichner werden, musste allerdings feststellen, dass Gleichaltrige besser zeichnen konnten als ich, deshalb stellte sich für mich die Frage: Wie kann ich den Humor beibehalten, aber das Medium wechseln? Wenn ich nicht Comedian geworden wäre, wüsste ich nicht, was aus mir geworden wäre.

„Eine viel interessantere Art mit Klischees umzugehen, ist sich über sie lustig zu machen“ – ein Interview mit Schauspieler und Comedian Kaya Yanar

Bekannt aus der Comedy-Show „Was guckst du?!“: Comedian und Schauspieler Kaya Yanar ( Foto: Deobald)

Face2Face: Wie war die Zusammenarbeit mit Rutger Hauer?

Yanar: Rutger war genial – ein witziger und interessanter Zeitgenosse! Man hat an seinen zehn Drehtagen nie gemerkt, dass er ein Hollywood-Star ist. Er hatte viele Geschichten zu erzählen über Harrison Ford und Ridley Scott.

Face2Face: Möchtest du mit deinem Film auch eine Botschaft vermitteln?
Yanar: Ganz zum Schluss des Films hat Ranjid eine einfache Botschaft, die man nicht oft genug wiederholen kann: Mehr Verständnis und Liebe auf dieser Welt.


Vorschau:
Am Dienstag, 30. Oktober erscheint im Panorama ein Artikel über das Dating-Portal „betterDate“.

Gewinnspiel:


Im Rahmen des Interviews mit Kaya Yanar verlosen wir 2×2 Kinokarten für den Film „Agent Ranjid rettet die Welt“. Schreibt bis einschließlich Sonntag, 11. November, 23:59 eine Mail mit dem Betreff „Kino“ an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Darin enthalten sein sollte eurer Name sowie eure Postadresse.
Ebenfalls verlosen wir ein handsigniertes Poster mit Unterschriften von Kaya Yanar und Schauspielerin Birte Glang. Was ihr für den Gewinn tun müsst: Schreibt bis einschließlich Sonntag, 11. November, 23:59 eine Mail mit dem Betreff „Kaya Yanar Poster“ an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Darin enthalten sein sollte eurer Name sowie eure Postadresse. Verlost wird unter allen Teilnehmern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Mittwoch, 14.November via E-Mail.

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.


§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.


§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.


§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.


§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.


§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

„Wir werden die Welt verbessern“ – Joko Winterscheidt stellt neue „German Garment“-Kollektion in Mannheim vor

Diesen Mittwoch, 20. Juni beginnt in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro der Uno-Umwelt-Gipfel „Rio+20“. Bereits vor 20 Jahren hatte sich die Staatengemeinschaft zusammengefunden und unter anderem über das Grundprinzip getagt.
Dieses Prinzip verfolgt seit der Gründung 2009 das Berliner Modelabel „German Garment“, das am Samstag, 16. Juni seine neue Kollektion im Mannheimer „Engelhorn-Trendhouse“ vorstellte. Mit Mannheim verbindet Joachim „Joko“ Winterscheidt, Repräsentant des Labels, nach eigener Aussage den weltbesten Fleischsalat, das Steigenberger Hotel und seine Moderation bei „The Dome“ in der SAP-Arena. „Das Besondere an Mannheim sind die Quadrate“, schwärmt er. Angereist ist das Team um Winterscheidt mit dem Zug. Wir er zu verstehen gibt, besitzt er eine „Bahn-Card 25“, um ein Stück die Umwelt zu entlasten.

Zuvor hatte der Moderator und Label-Mitgründer auf seiner „Facebook“-Seite mit den Worten „Facebook-Party-Zustände wären geil“ auf seine bevorstehende Promotion-Tour aufmerksam gemacht. Schauspieler Matthias Schweighöfer, der ebenfalls Mitgründer von „German Garment“ ist, konnte aufgrund der Produktion seines neuen Kinofilms „Schlussmacher“ nicht an der Präsentation teilnehmen – was vor allem von den weiblichen Besuchern sehr bedauert wurde.
Die prophezeiten „Facebook-Party-Zustände“ blieben aus, was vermutlich an der frühen Uhrzeit des angesetzten Events lag. Eine überschaubare Anzahl von Neugierigen – überwiegend weiblichen Fans – kamen um 10 Uhr dennoch um die neuen Modestücke zu beäugen. Der Rahmen war somit sehr familiär in den modern gestalten Räumlichkeiten des Modehauses.

„Wir werden die Welt verbessern“ – Joko Winterscheidt stellt neue „German Garment“-Kollektion in Mannheim vor

Gewohnt ironisch: „German Garment“-Mitgründer Joko Winterscheidt leistet Aufklärungsarbeit in Sachen Nachhaltigkeit (Foto: Deobald)

Die präsentierten T-Shirts sind salonfähig: Gut ausgearbeitete Schnitte, die auf gute Verarbeitung und Materialien schließen lassen. Sie können sowohl lässig auf Jeans, als auch auf einen sportlich geschnitten Sakko getragen werden – erhältlich in den Farben Weiß, Navy und Schwarz. Die fünf Printmotive sind auffallend und dynamisch gestaltet, jedoch keinesfalls zu vergleichen mit den Motto-T-Shirts der frühen 2000er Jahre.
Thema der aktuellen Palette ist das Leben im Digitalzeitalter: Die „Digital Age“ in ironischer Art vorgetragen, passend zu Schweighöfers und Winterscheidts Mentalität, spiegelt sich unter anderem in Informationschaos, Zensur und Identität im Internet wider.
In der vorangangenen Kollektion zierten die T-Shirts Designspielereien, die sich mit dem Labelnamen beschäftigen oder mit Berlin, dem Ursprung der ausschließlich in Deutschland produziertem Marke. Besonders hervorzuheben ist das aktuelle Motiv „Fingerprint“, das neben „NOBODY READS YOUR FUCKING BLOG“, „Edding Stripes“, „Good Morning“ und „Logo“, hervorsticht und den umweltbewussten Gedanken des Labels unterstreicht. Vermutlich bediente sich der Designer Oliver Schleith für seine Inspiration am ökologischen Fußabdruck, den er in diesem Fall durch einen überdimensionalen Fingerabdruck ersetzte. „NOBODY READS YOUR FUCKING BLOG“ stellt den Bezug zur aufkommenden Hipsterbewegung, sowie den sogenannten „Scenester“ (Anm. d. Red. „Scenester“ ist jemand, der sich auffällig in Verhalten und Kleidung einer bestimmten Szene anpasst) her. Winterscheidt sagt, er habe sich bereits die gleichnamige Domain gesichert, um anderen zuvorzukommen. Für Hipster habe er allerdings weniger übrig und zitiert den Song „Ich will nicht nach Berlin“ von der Chemnitzer Band „Kraftklub“, um seiner Abneigung Nachdruck zu verleihen.

Trotz des übersättigten Angebots auf dem T-Shirt-Markt ist es gelungen eine Nische zu finden für „German Garment“, indem man sich durch konsequent nachhaltige Produktion in Deutschland bewusst vom Mainstream absetzt. „Einzig der Anbau von Bio-Baumwolle ist aufgrund der klimatischen Bedingungen in Deutschland noch nicht möglich, räumt Winterscheidt ein, „beim Bedrucken der T-Shirts setzen wir auf schadstoffarme und rückstandsfreie Handhabung der Farben“.

Riesen der Branche, wie beispielsweise „Zara“, „H&M“ oder „Primark“, produzieren ausschließlich in Billiglohnländer, um ihre Gewinne auf Kosten günstiger Arbeitskräfte einzufahren. Aber: Wie billig darf Kleidung sein? „Wir wollen zum Nachdenken anregen, dass den Leuten bewusst wird, was sie kaufen und welchen Wert ein Produkt besitzt. Junge Menschen sollen sich fragen woher ein Produkt kommt und somit auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit mit unserem Label bekommen. Wer möchte schon gerne, dass seine Kinder einmal mit Gasmasken auf der Straße rumlaufen müssen“, so Winterscheidt.

„Wir werden die Welt verbessern“ – Joko Winterscheidt stellt neue „German Garment“-Kollektion in Mannheim vor

Signiert fleißig Autogrammkarten nach der Präsentation seiner Kollektion: Joko Winterscheidt, „Neoparadies“-Moderator und „German Garment“-Mitgründer (Foto: Deobald)

Qualität hat ihren Preis. „Wer eines unserer Shirts in der Hand gehabt hat, weiß, was Qualität bedeutet. Diese versuchen wir zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Die Intention, die dahinter steckt, ist, dass die Garderobe nicht mit billigen Fetzen gefüllt wird, sondern seltener, aber dafür überlegter eingekauft wird“, erläutert Winterscheidt das Problem der Wegwerfgesellschaft. Die Shirts der aktuellen „German Garment“-Kollektion bewegen sich in einem gehobenen Preissegment zwischen 39 und 49 Euro.

Für die Zukunft ist eine Kollektion aus Strickware geplant: eine Pullover- und Jackenkollektion sei anvisiert. Zumindest scheint dies realistischer als die Umsetzung einer Sneaker-Kollektion, da hier das Vorhaben an der Finanzierbarkeit des Produkts scheitern könnte – wer ist schon bereit für ein Paar Schuhe 500 Euro auszugeben? Auch ohne eigne Sneakers-Kollektion blickt Winterscheidt zuversichtlich in die Zukunft: „Mittelfristig möchten wir uns als deutsches Qualitätslabel auf dem Markt etablieren und ich bin davon überzeugt, wir werden die Welt verbessern.“

Wer vor dem Preis der „German Garment“-T-Shirts noch zurückschreckt , sollte sich vielleicht bei seinem nächsten Einkauf bei „H&M“ und Co. überlegen, ob ein Preis von fünf Euro für zehn T-Shirts tatsächlich realistisch ist.

Kontakt „German Garment“:
Offizielle Homepage

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um sportliche Eleganz – einen Trend weitab von Jogginghosen und Schweißband.

Gewinnspiel: Gästeplätze für das „Birthday-Weekend“ im Ludwigshafener „Loft“

Anlässlich des 23. Geburtstags des Ludwigshafener Clubs „Loft“ verlost Face2Face 2×1 Gästelistenplatz für das zweitägige Geburtstags-Event dass, Samstag 23. Juni startet – freut euch auf zwei Tage voller elektronischer Beats und jeder Menge Party.

Gewinnspiel: Gästeplätze für das „Birthday-Weekend“ im Ludwigshafener „Loft“

23 Jahre Ludwigshafener „Loft“ ist ein Grund zu feiern: Face2Face verlost 2x1 Gästelistenplatz (Foto: Cosmopop)

Die Gewinner des Gewinnspiels haben freien Eintritt für:

Samstag, 23. Juni 2012, 15:00 Uhr – Loft Beach – Magda

Samstag, 23. Juni 2012, 23:00 Uhr – Loft Club – Magda

Sonntag, 24. Juni 2012, 13:00 Uhr – Loft Beach – Loco Dice

Sonntag, 24. Juni 2012, 23:00 Uhr – Afterparty@ Das Zimmer – Surprise Acts

Was ihr für die Listenplätze tun müsst:
Schreibt bis einschließlich Donnerstag, 21. Juni 23.59 Uhr eine Mail an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Betreff: Birthday. Darin enthalten sein sollte der Vor- und Nachnamen des glücklichen Gewinners, der sich womöglich über einen der zwei exklusiven Gästelistenplatz freuen darf! Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind bei der Verlosung ausgeschlossen.

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Freitag, 22. Juni via Mail an die jeweiligen Teilnehmer. Danach werden alle eingesandten Mails wieder gelöscht.

Viel Glück euch allen!

Gewinnspiel: Gästeplätze für „Lexy & K-Paul“ im Ludwigshafener „Loft“

Gewinnspiel: Gästeplätze für „Lexy & K-Paul“ im Ludwigshafener „Loft“

Freut euch auf elektronische Musik aus Berlin: der offizielle Flyer zur Party mit „Lexy & K-Paul“ im Ludwigshafener „Loft“ (Foto: cosmopop)

Die Auftritte von Alexander Gerlach und Kai Paul alias „Lexy & K-Paul“ gehören zu Top-Events der Elektro-Szene. Zu ihren bekannten Stücken gehören Evergreens wie beispielsweise „Happy Zombies“, „If I gave you my Digits“, oder „Ponyboy“, die feierwütigen Elektrofans einheizen.
Face2Face verlost 2×2 Gästeplätze für das Event am Samstag, 16. Juni im Ludwigshafener „Loft“ – freut euch auf eine energiegeladene Kombination aus DJ-Set und Live-Act.
Als Support-Acts stehen „Sasch BBC“, „Steffen Baumann“ und „Fuchs & Horn“ für euch bereit.

Was ihr dafür tun müsst:
Schreibt bis einschließlich Mittwoch, 13. Juni 23.59 Uhr eine Mail an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Darin enthalten sein sollten die Vor- und Nachnamen der zwei möglichen Gewinner, die sich über exklusive Gästelistenplätze freuen dürfen. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind bei der Verlosung ausgeschlossen.

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Freitag, 15. Juni via Mail an die jeweiligen Einsender. Danach werden alle eingesandten Mails wieder gelöscht.

Viel Glück euch allen!

TOP 10 Playlist: Bier und Buletten

TOP 10 Playlist: Bier und Buletten

Auf dem Grill bruzelt es: Aber welche Musik passt dazu? (Foto: Pitsch)

Gas-, Kohle- oder Elektrogrill? – Eine ähnlich komplizierte Frage für ein Grill-Event stellt sich bei der Auswahl der Musik: hart oder eher lässig? Grillen gehört mit zu den angesagtesten Freizeitaktivitäten und das nicht nur zur bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft Das Bruzeln am Feuer gilt als Männerdomäne und wird in Privatgärten, dem heimischen Balkon oder auf öffentlichen Grillplätzen bei einem kühlen Hellen praktiziert.
Die Face2Face-Musikredaktion hat für euch eine Reihe von Songs zusammengestellt, bei denen euer Steak garantiert gelingt. Hier unsere Top 10:

 

# 1
Lana del Rey – Off to the races ♫

# 2
Abby – We Don’t Worry ♫

# 3
Marathonians – My Room ♫

# 4
Jason Mraz – The Freedom Song ♫

# 5
Babyshambles – I Wish

# 6
Arctic Monkeys – R U Mine? ♫

# 7
Sascha Funke – Mango ♫

# 8
Vierkanttretlager – Mein Ruf ♫

# 9
Ben l’oncle Soul – Seven Nation Army ♫

# 10
Oasis – Cigarettes and Alcohol ♫


Vorschau:
Nächste Woche berichten wir exklusiv über „Rock am Ring“.
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Weitere Playlists auf Face2Face:

TOP 10 Playlist: Vorglühen bis zum Club

TOP 10 Playlist: Stimmungsvolle Winterklänge

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TOP 10 Playlist: Electro-Swing

TOP 10 Playlist: Jahrespoll 2010