Temperaturen im Landeanflug: Der Herbstlook für den Mann

Badehosen und Tanktops können langsam zurück in den Schrank gelegt oder zusammen mit den anderen Sommerklamotten auf dem Speicher verstaut werden.

Die Temperaturen sind nach einem absoluten Höhenflug jetzt in die Landephase  übergegangen. Der Herbst steht vor der Tür und damit die Herausfo rderung für den modebewussten Mann, sich entsprechend der Temperaturen und dem individuellen Stil zu kleiden.

Mit einem schicken Mantel  oder Trenchcoat macht man selten etwas falsch.

Alternativ hierzu sollte jeder Mann auch eine hochwertige Lederjacke besitzen , da diese nicht nur vor der Kälte schützt, sondern auch jeden lässigen Look aufwertet.

Den Hals bedecken Männer  am besten mit einem eleganten Schal.

Rustikal: Ein Stiefel fürs Leben

Rustikal: Ein Stiefel fürs Leben

Der Loop-Schal der letzten Jahre sollte in diesem Herbst aber besser im Schrank hängen bleiben.

Dünnere Tücher und Stoffe ergänzen einen eleganten Look wesentlich besser.

Bei Handschuhen macht man mit klassischem Leder nichts falsch: Wildleder in Braun zu einem eher rockigen oder robusteren Look und schwarzes, dezentes Leder zum Mantel oder Trenchcoat.

Ein Paar richtige Stiefel sollte jeder Mann haben. Aber dafür muss er auch bereit sein. Ein Stiefel ist, wenn er gehegt, gepflegt, neu besohlt und, mit Acht getragen wird, ein Begleiter über viele Jahre. Natürlich muss man dann aber auch etwas investieren. Redwings oder Wolverine 1000 Mile bieten beispielsweise hochwertiges Schuhwerk, dass  so zeitlos in der Optik und hochwertig in der Qualität ist, dass man hier einen Schuh fürs Leben finden kann.

Wie auch immer ihr euch entscheiden solltet – das Wichtigste dabei ist, langsam damit anzufangen sich warm anzuziehen, um gesund und munter nächstes Jahr in den Frühling zu starten.

Vorschau: …

Der Mann mit dem Mantel

Der Mann mit dem Mantel

Der Mann mit dem Mantel: die Geschichte der Nächstenliebe (© Dieter Schütz / pixelio.de)

Der November naht und mit ihm das Fest der Nächstenliebe. Nein, ich habe mich nicht vertan und Weihnachten nach vorne datiert. Zwischen dem amerikanischen Geisterfest, Allerheiligen und der Adventszeit liegt ein Festtag, den manche von uns schon wieder vergessen haben, obwohl fast jeder ihn eigentlich kennt. Vielleicht, weil er kein Feiertag ist. Ich spreche vom 11.11, an dem nicht nur die sogenannte fünfte Jahreszeit beginnt, sondern Tausende jährlich eines Mannes gedenken, der Nächstenliebe vorgelebt hat. Dem Mann mit dem Mantel, dem Reiter und Soldat. Der Martinstag ist dennoch vielen aus dem Gedächtnis verschwunden, sofern sie Kindergarten und Grundschule hinter sich gelassen haben und keine Kinder haben, die in dem betreffenden Alter sind.

Der Mann mit dem Mantel

Laterne, Laterne – der heilige Martin steht für mehr als Lichterfeste (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Dabei wird mit dem Lichterfest, den Laternenumzügen, zu denen die Kinder „Laterne, Laterne“ singen und immer wieder der gleichen Geschichte zusehen, eigentlich die Todesfeier des heiligen Martin nachgeahmt, zu der es eine Lichterprozession gab. Und selbst die Kinder kennen meist nur die berühmteste Geschichte vom Mann im roten Mantel. Die ist aber, um alle Zweifel aus der Welt zu schaffen, tatsächlich mehr mit Nächstenliebe erfüllt, als die Geschichte von Jesu Geburt. Dem verzweifelten Paar, dem einfachen Mann und der hochschwangeren Frau wurde, so die Überlieferung stimmt, immerhin jede Tür vor der Nase zugeschlagen, sodass sie zuletzt in einem Stall unterkriechen mussten. Wenig Nächstenliebe, wenn ihr mich fragt. Martin aber, so sagt es die bekannte Überlieferung, hat im eisigen Winter seinen Mantel mit einem Bettler geteilt und den so vorm Erfrieren gerettet.

Gut, das allein ist wohl noch kein Grund für ein jährliches Gedenken, aber zeugt von der Nächstenliebe des einfachen Soldaten, denn das war Martin schon früh. Und obgleich er sich auch früh zum Christentum bekannte und die Armee verlassen wollte, konnte er das erst, als seine Dienstzeit beendet war. Danach wurde der religiöse Mann Bischof von Tours, gründete Pfarreien, versuchte dabei aber stets asketisch zu leben und seine Position nicht auszunutzen, wie es manch anderer tat. Als Nothelfer war er bekannt und Wundertäter, selbst als Totenerwecker soll er sich gezeigt haben. Nachdem er dem Bettler die Mantelhälfte gegeben hatte, soll Christus ihm erschienen sein mit den schönen Worten: „Was ihr an einem der Geringsten getagt habt, das habt ihr an mir getan“. Und ist dieser Spruch allein nicht Grund genug, mal darüber nachzudenken, etwas Uneigennütziges zu tun, etwas voll von Nächstenliebe?

Der Mann mit dem Mantel

Arme Gans: gebraten aus Rache (© Harry Hautumm / pixelio.de)

Der andere Brauch aber, den einige am Martinstag begehen, klingt schon sehr nach Rache. Die Martinsgans wird deswegen im Ofen gebraten und serviert, weil Martin eigentlich kein Bischof sein wollte. Er hatte sich vor seinen Anhänger nirgendwo anders versteckt als in einem Gänsestall und die schnatternde Schar verriet ihn schließlich. Grund genug für einen Schmaus? Eigentlich den Gänsen gegenüber ziemlich unfair, die wenig für ihre Artgenossen und angeborene Schnatterhaftigkeit können. Noch dazu wäre Martin sonst kaum Martin von Tours geworden.

Diese Figur, die wir im Kindergarten kennengelernt und danach meist einfach wieder vergessen haben, hat es auf jeden Fall verdient, dass wir etwas mehr mit ihr in Verbindung bringen, als selbstgebastelte Laternen, einen halben Mantel und gebratene Gänse. Martin lebte Nächstenliebe vor, statt sie nur zu predigen. Und heute sollte sein Andenken mehr sein, als das des ominösen Manns mit dem Mantel. Wenigstens einmal im Jahr, am 11.11., am Fest der Nächstenliebe.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Sascha für euch über den Mond und seinen Einfluss auf unser tägliches Leben.