Date oder Fußball?

Date oder Fußball?

Erstaunlich: Knapp 80% der Männer würden für ein Date auf ein Fußballspiel verzichten (Statistik: eDarling)

Am Freitag, 8. Juni, ist es endlich soweit: Die Fußball-Europameisterschaft beginnt. Lautstarkes Fangegröle und Schwarz, Rot, Gold überall – spätestens ab Samstag, 9. Juni, wenn die deutsche Nationalmannschaft ihr Können gegen Portugal unter Beweis stellt, wird die Bundesrepublik kaum wiederzuerkennen sein. Um sich die Spiele in beliebter Public Viewing-Atmosphäre anzusehen, nimmt sich der ein oder andere sicher frei. Aber wie beeinflusst die EM die Beziehung zwischen Mann und Frau? Lässt er für ein Spiel das Date mit ihr sausen? Und wie geht sie damit um?

Diese Fragen hat die Online-Partnervermittlung „eDarling“ im Mai über eine Woche lang seinen Nutzern gestellt – mit unerwarteten Ergebnissen.

„Die Antworten unserer befragten 305 eDarling-Mitglieder überraschen in der Hinsicht, dass Singles offenbar mehr für Ihren Partner tun würden, als wir das gemeinhin annehmen“, erklärt Diplom-Psychologin und „eDarling“-Sprecherin Dr. Wiebke Neberich.

Date oder Fußball?

Überraschend: 82% der befragten Frauen zeigen Verständis für eine Date-Absage, wenn es um Fußball geht (Statistik: eDarling)

Tatsächlich würde laut Umfrage nur jeder fünfte Mann wegen eines Fußballspiels auf eine Verabredung mit seiner zukünftigen Partnerin verzichten. Bei den eingefleischten Fans wären bis zu 40% bereit, ihrer Mannschaft die Treue zu halten und dafür ein Date sausen zu lassen.

EM-Stress von der Herzdame? – Keinesfalls, wie die Umfrage belegt: 82% der Frauen zeigen angeblich Verständnis, wenn das Date lieber seiner Mannschaft die Daumen drücken will und ein Treffen absagt.

Die Ergebnisse seien als sehr positiv zu beurteilen und würden eine Bereitschaft des gegenseitigen Entgegenkommens zeigen, das in Beziehungen unverzichtbar sei, meint Neberich. Allerdings sei auch zu beachten, dass 60% der Frauen angegeben hätten, die Spiele ebenfalls gucken zu wollen, so die Diplom-Psychologin, daher falle es auch leichter, dem Partner hier entgegenzukommen.

Die Männer sind also womöglich nicht mehr länger die Einzigen, die ein Date wegen eines Fußballspiels absagen würden…

Vorschau: Am Dienstag, 19. Juni, lest ihr im Panorama einen Beschwerdebrief an die Deutsche Bahn, der sich gewaschen hat.

 

Wann ist ein Mann ein Mann?

Wann ist ein Mann ein Mann?

Muskeln: Sie sind das Männlichkeitssymbol schlechthin - doch reicht das? (© Carsten Gobrecht/PIXELIO)

Ein Mann muss stark sein. Kraft, ein eiserner Wille, Durchsetzungsfähigkeit und eine imposante Erscheinung – das sind männliche Eigenschaften, die ein jedermann haben sollte. Schon seit Menschengedenken waren die ausdauernden, muskulösen und potenten Männer diejenigen, die verehrt wurden, die tatsächlich etwas galten in der Welt. Egal ob Gladiatoren, Ritter oder Footballspieler, zu jeder Zeit war rohe Männlichkeit „in“; aus moderner Sicht könnte man es so auf den Punkt bringen: „Durchtrainiert, braungebrannt, 100 Kilo Hantelbank“. Welche Frau träumt nicht vom Schauspieler Hugh Jackman, welcher Mann möchte nicht so sein wie der Actiondarsteller Dwain „The Rock“ Johnson?

Doch machen wir uns nichts vor: Um ein echter Kerl zu sein, braucht es schon etwas mehr als gewaltige Körperkraft und einen unbeugsamen Willen. Auch für einen Mann sind sie unverzichtbar und machen ihn erst authentisch und menschlich. Die Rede ist von Gefühlen, von Intelligenz und Vernunft. Manch einer mag jetzt empört die Nase rümpfen und unken: „Vernunft ist was für Streber und Stubenhocker und Gefühle sind sowieso nur was für Weicheier.“ Aber allen unrasierten Protesten zum Trotz, es führt kein Weg daran vorbei: Gefühle gehören auch zu uns Männern dazu, genauso wie ein gesunder Menschenverstand. Trotzdem die berechtigte Frage: „Wozu das Ganze? Warum Nachdenken und Gefühlsduselei?“ Wenn es nur um Stärke und Potenz ginge, dann bräuchten wir im Endeffekt keine Männer, denn dann könnten wir jedes männliche Wesen einfach durch einen Gorilla ersetzen. Der hat immerhin auch brachiale Kräfte und wenn er etwas will, dann will er es eben, komme was wolle. Man denke nur an das Bild der zwei Affen, die sich um die berühmt-berüchtigte Banane kloppen.

Gerade die geistige und seelische Ebene macht aus Männern unverzichtbare Wesen, die unsere Gesellschaft nicht missen kann und will. Erst Vernunft und Intelligenz erlauben uns Männern, unsere rohe Kraft auch sinnvoll einzusetzen. Folgendes Szenario: Das Auto will und will nicht anspringen. Ein bewährtes Hilfsmittel ist seit jeher das Anschieben gewesen. Doch bereits hier unterscheidet sich der intelligente vom dümmlichen Mann. Der Dumme nutzt seine immense Kraft und treibt das Auto mit aller Gewalt vorwärts; der Intelligente nimmt jedoch zusätzlich den Gang raus. Unterm Strich schiebt der Clevere das Auto erfolgreich an, denn er kann direkt Bewegung erzeugen und muss nicht erst den Widerstand des Autogetriebes überwinden. Die Moral von der Geschichte ist also denkbar einfach: Verstand hilft uns, Kräfte zu kanalisieren und somit die männliche Veranlagung auch effektiv einzusetzen.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Männlichkeit: Was heißt das eigentlich? (© Thommy Weiss/PIXELIO)

Aber nicht nur Intelligenz macht uns zu besseren Männern. Wie schon erwähnt sind auch Gefühle ein entscheidender Bestandteil eines jeden Mannes oder sollten es zumindest sein. Erst durch Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, erst durch Respekt und Nächstenliebe kann ein Mann sein Potenzial an Stärke vollends ausschöpfen. Er kann seine Fähigkeiten für seine Mitmenschen einsetzen und der Gesellschaft dienen, die Welt verändern und verbessern. Mag die Situation auch noch so verfahren und ausweglos erscheinen, ein Mann kann seinen von Natur aus starken Willen nutzen und wird Lösungen finden, selbst wenn alles gegen ihn zu sein scheint. Er kann Unternehmen vor dem Konkurs bewahren, genauso kann er eine Familie ohne prall gefülltes Portemonnaie durchbringen. Wenn ein guter Freund schwer krank wird, dann kann ein Mann seine Stärke nutzen und dem Freund helfen, trotz Krankheit alle, mitunter auch großen Probleme des Alltags zu meistern. Dadurch dass er für seine Mitmenschen da ist, wird ein Mann zum verlässlichen Fels in der Brandung, der für seine Umwelt unverzichtbar ist. Und gerade diese Unverzichtbarkeit, dieses Gebrauchtwerden macht einen Mann zu einem wahren Mann.

Einzig und allein Verstand und Empathie machen uns Männer wirklich männlich und wenn diese beiden Eigenschaften fehlen , dann ist man(n) nicht mehr als ein unbedeutender Haudrauf, der blindlings nach links und rechts schlägt und sich seinen Weg durchs Leben prügelt. Wir Männer haben die Wahl: Hohler Haudegen oder wackerer Held. Wofür entscheidet ihr euch?

Vorschau: Am nächsten Mittwoch wird Sonja das Thema Blogs genauer unter die Lupe nehmen!

Aufgepasst: Modetrends 2012

Mit Hilfe von „youtube“ und sonstigen Videoplattformen ist es der Face2Face-Redaktion gelungen die neusten Trends für das Jahr 2012 auf den Laufstegen von New York, Paris und London ausfindig zu machen. Folgende drei Ergebnisse stellen wir vor:

 Nach den Boyfriend-Jeans und dem Boyfriend-Blazer wird auch dieses Jahr mit den Geschlechterrollen gespielt. Geschlossene Blusen– und das bis auf den letzten Knopf – sind alles andere als brav und das Must-Have des Frühjahrs.

Eleganter Kleidungsstil auf dem Laufsteg (Foto:Beutler)

Elegant und dekadent: Nur ein Modetrend für 2012 (Foto:Beutler)

Transparente Stoffe nehmen dem Look den biederen Charakter und spielen  auf erotische Weise mit der Strenge.

Diesen Sommer wird es von transparenten Stoffen nur wimmeln – jeder möglicher Schnitt, jede mögliche Farbe, jedes mögliche Kleidungsstück: Hauptsache es ist transparent. Für diejenigen, die sich dem Trend nicht komplett hingeben wollen, oder sich nicht trauen:einfach ein opakes Kleidungsstück in passender oder eben nicht-passender Farbe darunter anziehen.

Und da wir Frauen auch oft nicht ganz unbeteiligt am Stil unserer Männer sind, hier eine kurze Vorschau auf die  Männermode 2012:

Dieses Jahr geht die Tendenz weg von minimalistischen Looks hin zu Dekadenz und Luxus. Jegliche High-Fashion-Accessoires, kostbare und elegante Materialien sind 2012 gerne gesehen. Ein unabdingbarer Begleiter des Mannes ist die große Herrenhandtasche, die in Lederoptik dominant und männlich wirkt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es einen Bericht von Nadine über den schöne Schweden COS.

Die Frau, der Mann und der Mensch

Die Frau, der Mann und der Mensch

Einfach unterschiedlich. Mann, Frau oder doch alles Mensch? (© S. Hofschlaeger/pixelio)

Ich gebe zu, manchmal hab ich einen feministischen Schlag. Nein, eigentlich ist es ein geschlechtsunspezifischer Schlag. Mein Sohn bekommt auch mal einen Daumennagel lackiert, wenn er von meiner Maniküre so fasziniert ist, er bekam auch seine rosa Hausschuhe mit Glitzer. Mein Verlobter und ich kommen immer mal wieder in Streit darüber, ob eine Frau das Gleiche leisten kann, wie ein Mann. Und vielleicht mach ich mir gleich Feinde, aber wenn ich noch einen durchgegenderten Text lesen muss, unsere Politiker eine Frauenquote ernsthaft für das Beste halten, oder mein Vater mir sagt, ich könne nicht so hart arbeiten wie die Männer unserer Familie fang ich an zu schreien.

Vielleicht verzeihe ich meinem Vater nochmal, wenn er die Entschuldigung anführt, dass Frauen bei zu schwerem Tragen eine Gebärmutterabsenkung riskieren. Doch selbst dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass zwischen dem Homo sapiens sapiens masculinum und dem Homo sapiens sapiens femininum signifikante Unterschiede gibt, die über biologische und soziale Stellung entscheiden. Wisst ihr was? Ja, es gibt Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Und das ist auch gut so. Aber ich habe keine Lust auf diesen Unterschieden rumzureiten.
Genau das passiert jedoch. Lesen wir einen Satz, in dem statt ‚man‘ ‚mensch‘ steht, oder gar ‚frau‘ riechen wir Lunte, das liest sich merkwürdig. Der Fokus wird geradezu verlegt auf das Wort, das eben nicht dort steht. Wozu führt das? Wird tatsächlich irgendeine soziale Ungerechtigkeit vermindert, wenn ‚mensch‘ beim Schreiben kein ‚man‘ benutzt?

Die Frau, der Mann und der Mensch

Armes Ding? Die Betonung auf Ungerechtigkeiten machen die Frauen zu einer Minderheit, die sie nicht sind (Foto: Beutler)

Sehen wir es mal so: Die soziale Ungerechtigkeit ist im Vergleich zu der von vor fünfzig Jahren geradezu minimal. Nein, das ist keine Entschuldigung, aber ich kann die Frauen einfach nicht als arme Minderheit ansehen, die selbst in der Sprache in Schutz genommen werden muss.
Und dann diese Frauenquote. Ich bin wirklich für Frauen in Führungspositionen, für Gleichberechtigung und gleiche Chancen im Job unabhängig von Geschlecht, Religion und Herkunft, aber eine Quote finde ich lächerlich. Denn dann werden, nur um einen Prozentsatz Genüge zu tun, auch Menschen angestellt, die einfach keine Qualifikation haben, die nicht für den Job geeignet sind. Einige Firmen gehen da wirklich vorbildlich vor und wollen eine anonymisierte Bewerbung, bei der es erst mal wirklich nur auf Leistung ankommt, nicht auf irgendwelche sozialen Merkmale.
Bleiben wir ehrlich, mit Sicherheit wird die Frau nicht in allen Lebensbereichen gleichberechtigt behandelt. Tatsächlich gibt es immer Ebenen, in denen manche Menschen ungerecht behandelt werden. Haben wir uns mal Gedanken gemacht, wie schwer es ein männlicher Pfleger, ein männlicher Erzieher oder Grundschullehrer hat? Diese Ungerechtigkeit ist keine Einseitige, so ungern die lieben Frauen das zugeben. Manche Farben kann ein Mann nur anziehen, wenn er riskiert, beschimpft zu werden. Ein dreijähriger Junge, der auf einem Nagel lila Lack hat, bekommt im Kindergarten schon zu hören: „So was benutzen doch nur Mädchen.“ Wo bleibt hier die Gleichstellung?

Die Frau, der Mann und der Mensch

Kein Strippenzieher - bei genauer Betrachtung ist der Mann wohl auch nicht immer so gut wie eine Frau (Foto: Beutler)

Es ist zweifelsohne ein ehrenwertes Ziel, dass ein Mensch nicht über dicke Brüste oder dem, was zwischen seinen Beinen baumelt, definiert wird. Vielleicht müssen manche Menschen erst durch eine Quote dazu getrieben werden, auch mal Neues zuzulassen, aber sinnvoll wird es dadurch wirklich nicht. Und Ungerechtigkeiten verschwinden auch nicht, indem wir in der Sprache durch Ersetzung eines Wortes auch noch darauf aufmerksam machen. Der Anfang muss im Kleinen stattfinden, im Kopf jedes einzelnen Menschen und das ist ein Weg, der nicht von einem zum nächsten Jahr absolviert werden kann. Vielleicht ist ein Teil, dass wir die Kategorien ‚Mann‘ und ‚Frau‘ überdenken und dann unseren Kindern neue Ansichten mitgeben. Wie zum Beispiel, dass es absolut in Ordnung ist, wenn auch ein Junge mal lila Nagellack benutzt.

Vorschau: Lea schreibt nächste Woche über den Importfeiertag Halloween.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Sie liebt es das Schubladendenken der Leute durcheinander zu bringen, hat Spaß am Fernsehen aber auch an Wirtschaftspsychologie – Annabelle Boom ist die neue Katze an der Seite von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. Gegen 1000 Bewerberinnen setzte sich die blonde Heidelbergerin durch. Heute spricht sie mit Face2Face über Schönheits-Operationen, ihre Zukunft in Fernsehen und Uni, aber natürlich auch über ihren Traummann.

Face2Face: Wie hat sich dein Leben seit der Castingshow verändert?
Boom:
Ich arbeite jetzt an meinem eigenen Fernsehprojekt und stehe weiter viel vor der Kamera. Außerdem werde ich auf der Straße erkannt, habe meine eigenen Autogrammkarten und ich bin bei „Facebook“ eine sogenannte Person des öffentlichen Lebens – ich kann es selbst immer noch kaum glauben.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Mit Daniela Katzenberger auf derselben Wellenlänge: Annabelle Boom (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Wie würdest du die Beziehung zwischen Daniela und dir beschreiben?
Boom:
Daniela und ich verstehen uns sehr gut, wir schwimmen auf derselben Wellenlänge und haben denselben Humor.

Face2Face: Gibt es einen Mann in deinem Leben?
Boom:
Momentan leider nicht. Ich warte noch auf meinen Traumprinzen und hoffe, dass sich eines Tages ein Frosch als solch einer entpuppt (lächelt). Aber regelrecht auf der Suche bin ich nicht, denn das funktioniert so nicht – ich lasse mich lieber finden.

Face2Face: Wie kann man(n) bei dir punkten? Auf welchen Typ stehst du und was geht gar nicht?
Boom:
Das Wichtigste an einem Mann ist für mich, auch wenn das abgedroschen klingen mag, sein Charakter, seine Intelligenz, sein Humor und allem voran sein Ehrgeiz. Da ich selbst sehr ehrgeizig bin, erwarte ich das auch von meinem Traummann. Er sollte außerdem irgendwann mal heiraten und eine Familie gründen wollen und mich bei meinen Karrierepläne unterstützen, denn wenn die Ziele nicht übereinstimmen, kann man sich nicht in dieselbe Richtung entwickeln und nichts gemeinsam aufbauen. Natürlich wäre gutes Aussehen noch das Sahnehäubchen, aber wie gesagt, ich setze meine Priorität eher auf die inneren Werte.
Was gar nicht geht, sind arrogante Macho-Männer, die denken sie seien die absolute Krönung des Lebens einer Frau und ihr Dasein wäre der Grund zur vollkommenen Vergötterung.

Face2Face: Was denkst du über Schönheitsoperationen? Und würdest du dich trauen selbst eine zu machen beziehungsweise hast du schon einmal etwas machen lassen?
Boom:
Ich habe zu meinem 18. Geburtstag meine Ohren angelegt bekommen – ein Geschenk, an dem ich mein Leben lang Freude haben werde. Wobei ich sagen muss, dass ich mich seit dem Tag, an dem ich mich das erste Mal mit angelegten Ohren gesehen habe, sofort an das Bild gewöhnt habe. Es fühlt sich so an, als wäre ich damit geboren worden. Ich schließe keine weiteren Schönheitsoperationen in meinem weiteren Leben aus, auch wenn ich momentan keine konkreten Pläne habe.

Face2Face: Würdest du sagen Daniela Katzenberger und du seid gute Vorbilder für junge Mädchen? Und wenn ja, wieso?
Boom:
Von sich selbst zu behaupten, man sei ein gutes Vorbild für andere ist schon sehr anmaßend. Ich finde, das sollten die jungen Mädchen für sich selbst entscheiden. Daniela ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein gutes Vorbild, da sie ihren Weg geht, zu sich selbst steht, sich nicht verstellt, intelligent, sehr ehrgeizig und zusätzlich noch sehr erfolgreich ist. „Nothings gonna stop me now“ heißt ihr Song und genau das bringt es auf den Punkt.

Face2Face: In welchem Outfit, mit welcher Frisur und welchem Makeup fühlst du dich am wohlsten?
Boom:
Ich fühle mich momentan am wohlsten mit einem seitlichen Flechtzopf, schwarzem Lidstrich und Lipgloss. Dazu trage ich gerne verspielte Kleidchen und ganz wichtig High Heels.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Liebt das Spiel mit den Klischees: Die "neue Katze" (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Was sind deine Pläne für die Zukunft, sowohl beruflicher als auch privater Art?
Boom:
Nächstes Jahr steht mir mein Studienabschluss bevor. Das wird viel Zeit beanspruchen, denn ich möchte mein Studium natürlich erfolgreich beenden. Dann arbeite ich an meinem Fernsehprojekt. Ich möchte, dass die Leute mir gerne zusehen und mich gerne einschalten. Privat gefällt mir mein Leben sehr gut. Ich liebe es, dass ich meinen Traum leben kann und ich hoffe natürlich, dass ich trotz allem noch genügend Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Auch wenn ich viel vor habe: Natürlich würde ich mich freuen, wenn ein Frosch vorbeihüpft, der zu meinem Märchenprinzen wird (lächelt).

Face2Face: Was sind deine Beauty- und Wohlfühltipps für unsere Leserinnen?
Boom:
Ich tanke meine Kraftreserven mit einem regelrechten Gammel-Tag wieder auf: da igle ich mich mit Schlumpi-Klamotten richtig ein, bleibe den ganzen Tag im Schlafanzug und schaue Liebesschnulzen, telefoniere stundenlang, gehe baden, nehme mir Zeit für mich. Hauptsache ist: ich muss an solch einem Tag das Haus nicht verlassen. Dann kann ich förmlich meine Energiespeicher wachsen sehen. Meine Beautytipps sind nicht  neu:  regelmäßig viel schlafen, was ich selbst nicht schaffe, aber ein Gammeltag bewirkt auch Wunder, Sport treiben, gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend trinken, jeden Abend – egal wie müde man ist – abschminken und nach jedem Duschen seinen Körper eincremen und allem voran: sein Leben so leben, wie man es möchte, sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun. Diese innere Zufriedenheit und das „Mit-sich-selbst-im-Reinen-sein“ verhilft zu mehr Schönheit als jede Antifalten Creme!

 
Vorschau:
Am Dienstag, 20. September, erwartet euch an dieser Stelle eine Reportage über die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA, in Frankfurt.

„Ein Lächeln und ein Blick – mehr braucht es eigentlich nicht“ – die große Flirt-Umfrage

„Ein Lächeln und ein Blick – mehr braucht es eigentlich nicht“ - die große Flirt-Umfrage

Von Links: Tanja Weber, Janita Sharifi, Toni Udiljak, Jessica Lodigiani und Dennis Castelli (Fotos: privat)

„Baby, hast du Fieber? Du siehst so heiß aus“ – welch glücklicher Mann, der nach einem solchen Spruch  seiner Angebeteten nicht traurig hinterher sehen muss, wenn diese irritiert oder wütend den Raum verlässt. Flirten will gelernt sein und die richtige Anmache ganz besonders. Fünf junge Frauen und Männer erzählen im Rahmen der Face2Face-Umfrage wie ein gelungener Flirt aussieht und was ihrer Meinung nach gar nicht geht.

 Obwohl sie es schöner fände, selbst angesprochen zu werden, habe sie kein Problem damit auch einmal den ersten Schritt zu machen, sagt Tanja Weber. Die 19-Jährige ist angehende Kinderpflegerin und single. Auf die Frage, wie sie einen Mann anmachen würde, antwortet sie: „Ich würde auf ihn zugehen, ihn fragen, ob ich mich zu ihm setzen darf und dann einfach mal schauen, was sich ergibt. Was auch wirkt: Lächeln. Denn wie heißt es so schön? Lächle und die Welt lächelt zurück!“ Ein Typ, der versuche sie anzubaggern, sollte auf jeden Fall ordentlich gekleidet sein und Humor haben. „Ich achte besonders auf die Augen und das Lächeln. Außerdem sollte er auch etwas größer sein als ich“, erklärt Weber. Ein absolutes No-Go seien hingegen 0815-Anmachsprüche a´la „Ich hab meine Handynummer verloren, kann ich deine haben?“. Richtig punkten könne ein Mann hingegen, indem er „einfach er selbst ist – nicht zu aufdringlich, aber trotzdem sollte er Interesse an mir zeigen.“

 „Dumme Anmachsprüche“ mag auch Janita Sharifi (21) nicht. Außerdem zählen sich wie ein Prolet benehmen, ihr zu nahe zu kommen und sich in den Mittelpunkt stellen zu den Dingen, die ihrer Meinung nach eine missglückte Anmache ausmachen. „Er muss etwas rätselhaft sein und wenn ich mal abspaste, sollte er einfach mitmachen“, sagt die Studentin grinsend. Wenn sie einen Mann schon länger beobachte und ihr spontan ein interessantes Thema einfalle, würde sie durchaus auf ihn zugehen. „Es gibt sehr schüchterne Männer, denen es schwerfällt eine Frau anzusprechen“, erklärt sie, „wenn aber die Chemie stimmt, warum sollte dann nicht die Frau den ersten Schritt wagen?“

 Ähnlich sieht das auch Toni Udiljak. Der 22-jährige Schüler findet, dass Männer immer schüchterner werden. „Ich entscheide situationsbedingt, wie ich eine Frau anspreche“, erzählt er, „ansonsten ist es wichtig, nicht zu schleimig rüberzukommen und erst einmal zu versuchen das Eis mit alltäglichem Smalltalk zu brechen.“ Absolut nach hinten losgehen könne eine Anmache, wenn man sofort versuchen würde eine zu enge Bindung aufzubauen. „Man sollte zwar per du sein, sich aber nicht unbedingt per du verhalten, sondern eher höflich-zurückhaltend“, meint Udiljak, „wenn ich merke, dass eine Frau das Gespräch nicht erwidert, schlicht kein Interesse zeigt, ist das natürlich auch in Ordnung. Manche Menschen passen einfach nicht zueinander.“ Ein guter Zeitpunkt um eine Frau anzusprechen, sie beispielsweise der, wenn sie in einer Gruppe von Leuten unterwegs wäre, aber eher gelangweilt aussehen würde. „Dann kann man mit einem lustigen Gespräch ganz sicher punkten“, sagt er lächelnd.

 Sie ist sehr schüchtern und würde daher nie den ersten Schritt machen: Jessica Lodigiani. „Den perfekten Ort, um eine Frau anzusprechen gibt es eigentlich nicht“, sagt die 18-Jährige, „da ist es in der Stadt oder in einem Park noch am besten. Wenn man in der Disco angemacht wird, kommt es meistens so rüber, als wollte der Typ einen nur abschleppen.“ Der Versuch mit Anmachsprüchen bei einer Frau wie ihr zu landen, sei ebenso zum Scheitern verurteilt, wie wenn der Mann versuche, der Frau etwas vorzuspielen. „Er sollte auf keinen Fall einen auf Macho machen“, so die Schülerin. Einen speziellen Kleidungsstil brauche ein Mann nicht zu haben, damit eine Anmache gelingt. „Ich achte bei der ersten Begegnung sehr auf Augen und Hände“, erzählt sie, „an den Augen erkennt man oft, ob einem jemand sympathisch ist und an den Händen kann man sehen, ob ein Mann gepflegt ist.“ Um ihr zu gefallen, müsse ein Mann außerdem offen, treu, ein wenig romantisch und auf jeden Fall er selbst sein.

 „Wenn eine Frau einen Mann attraktiv findet, kann auch sie den ersten Schritt machen. Anmachen ist keine reine Männersache“, findet Dennis Castelli. Wie man ein Mädchen anspreche, sei situationsbedingt, sagt der 22-jährige Logistiker. Ungünstig sei es, wenn sie gerade auf dem Weg zur Toilette wäre, „weil sie da sicher andere Sachen im Kopf hat, als angesprochen zu werden.“ Passend sei es hingegen, wenn man mittels Blickkontakt und einem Lächeln bereits eine Brücke geschlagen hätte. „Man sollte nicht zu aufdringlich sein“, erklärt er, „hupen aus dem fahrende Auto geht auch überhaupt nicht.“ Wenn er an der Körpersprache merke, dass eine Frau kein Interesse an ihm habe, sehe er sich einfach nach einer anderen um. „Ein Lächeln und ein Blick – mehr braucht es eigentlich nicht, um eine Frau für sich zu gewinnen“, ist er überzeugt.

 Mehr Flirttipps von Dennis, lest ihr hier.

Gewinnspiel: Steffen Emmerich aus Augsburg hat das “Hitana-Lounge”-Gewinnspiel  gewonnen. Er darf heute mit einer Begleitperson kostenlos zur Beach-Party – ein Begrüßungsgetränk inklusive. Das Face2Face-Tipps&Tricks-Team wünscht viel Spaß!

Vorschau: Nächsten Sonntag, erfahrt ihr an dieser Stelle, wie man auch nach einem durchzechten Wochenende sonntags gut einschlafen kann.

Männerspielzeug und Spielzeugmänner

Männerspielzeug und Spielzeugmänner

Kinderkram? Manchmal spielen die Großen auch gern mit. (Foto: Obermann)

Wisst ihr eigentlich was die Gender-Debatte ist? Sie befasst sich mit typisch männlichen und weiblichen Zuordnungen und versucht diese eigentlich gesellschaftlichen Normen zuzuschreiben. Mädchen spielen mit Puppenherden, Jungs mit Spielzeugautos und dementsprechend wirkt sich das auf die Erwachsenen aus. Aber noch wesentlich detaillierter.

 Mir wird natürlich, wenn ich meinen Sohn so betrachte, immer wieder bewusst, wie viel Gendering in Erziehung steckt – und dass es ohne manchmal nicht geht. Dabei versuche ich durchaus mädchentypische Dinge nicht zu umgehen. Rosa Hausschuhe, Prinzessinnenfilme, Küchenspielzeug, und seit neustem, wobei ich meiner Schwiegermutter in Spe echt dankbar bin, ein Hello Kitti Sandspielzeugset. Doch allein die Einordnung in mädchentypische Dinge zeigt ja wohl, dass ich da nicht so ganz vorurteilsfrei bin. Ich gebe es ja zu, aber zum Glück kann ich es auf die Gesellschaft, die Erziehung und meine Umwelt schieben. Ha. So oft, wie Männer die rosa Schuhe meines Sohnes schon mit verdrehten Augen herabgesetzt haben, bin ich froh, dass er selbst sie immer noch schön findet.

 Gerade von seinen männlichen Verwandten bekommt er des öfteren „männliches“ Spielzeug. Die sämtliche Baufahrzeugflotte von Duplo steht im Wohnzimmer, das schmucke, rote Bobbycar gab‘s zum ersten Weihnachten, die Spielzeugautos stapeln sich. Ihr merkt schon, mein Kind hat viel zu viel Spielzeug und sie schenken munter weiter.

 Manchmal muss ich durchaus zugeben: Jungenspielzeug macht auch viel mehr Spaß. Ein Bauernhof kann nicht mit Sirene durchs Wohnzimmer geschoben werden, die Puppenküche macht wesentlich weniger Krach, als die Spielwerkbank – und Krach macht Spaß – und die Puppe kann ja immer noch mit in die Badewanne genommen werden, wenn alle Boote versenkt wurden. Richtig Spaß machen aber die Spielzeuge für die großen Jungs. Da hört bei mir das Gender auf, das will ich auch.

 Vergangene Woche haben wir einem guten Freund zum Geburtstag LaserTrek geschenkt. Wer von euch Teds Suche nach der Mutter seiner Kinder kennt, kennt Barneys Vorliebe für LaserTek. Im Saarland gibt es einen Laden, der selbiges als LaserTrek anbietet. Eine ganze Mannschaft darf unser Freund zum Spielen mitnehmen, und ich bin auch dabei! Von der Schlacht werde ich euch dann berichten.

 Handlicher war da das Geschenk eines anderen Paars. Sie brachten unserem Freund einen ferngesteuerten Hubschrauber mit. Da war es dann um meinen Liebsten geschehen. „Faszinierend“, sagte er und hing an dem Mini-Helicopter wie ein Kind am Fernseher. Und weil das Teil echt cool ist und mein Schatz mehr als begeistert war, habe ich ihm zu Ostern das ultimative Geschenk, einen eigenen Hubschrauber, geschenkt. Zum Dank hat er mich so fest gedrückt, das mein Rücken gefährlich knackte. Doch der Helicopter macht seitdem unser Wohnzimmer unsicher, die Katze flüchtet schon in sicherere Gebiete und tatsächlich darf ich auch mal steuern.Hubschrauber

 Mädchenspielzeug kann gegen so was echt nicht anstinken. Wer will schon eine Puppe, die dauernd schreit und Pipi machen muss – dass kommt irgendwann ohnehin auf die meisten zu, wenn auch nur im Alter bei sich selbst – wenn es stattdessen Minihelicopter mit Licht gibt, rasante Luftkissenfahrzeuge, LaserTrek, …

 Ich weiß es wirklich nicht, vielleicht auch deshalb, weil ich als Kind zwar viele Puppen hatte, aber hauptsächlich stille, so dass das beste Spielzeug überhaupt zum Einsatz kam – kindliche Phantasie. Denn wenn mein kleiner Kerl kommt und ruft „wer mag lecker lecker Eis Eis Eis“ greif ich noch immer gerne zu. So kalorienarm gibt es selten Süßes. Und mit was spielt ihr am liebsten?

Vorschau: Lea blickt nächste Woche auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen und mit welchen Kampagnen versucht wird, das sogenannte Komasaufen einzudämmen.

Ein Mär(/d)chentraum

Ein Mär(/d)chentraum

Lecker: So eine Hochzeitstorte lässt nicht nur Frauen träumen. (Foto: Obermann)

Ein Mär(/d)chentraum. Eine mit roten und weißen Rosen geschmückte Kirche, in den Reihen erwartungsvolle Gäste, die Mütter mit Tränen in den Augen, die Väter versuchen so zu tun, als würden sie ihre nicht bemerken (ihre Tränen natürlich), aus dem Hintergrund ertönt leise eine Melodie, die alle zu Herzen rührt, sie blicken auf, zum Eingangsboden, wo ein wunderschönes Paar eintritt, er in schmuckem, maßgeschneidertem Anzug mit weißer Rose im Knopfloch, sie in einem bezaubernden Kleid aus weißem und cremefarbenem Stoff, einen Strauß aus eben diesen roten und weißen Rosen in der Hand, eine bestickte Schleppe hinter sich her ziehend, über den Mittelgang schwebend. Der Priester spricht, sie antworten und alles endet erst in einem atemberaubenden Kuss, der alle älteren Paare vor Neid erblassen und die jüngeren zu ähnlichem verleitet, dann die große Party, mit Tanz, Trara und Tequila (welcher andere Alkohol fängt noch mal mit T an?) Jaja.

Pustekuchen.

Humbug.

Wer heiratet heute schon noch? Das statistische Bundesamt raubt da jede Illusion. 2009 gab es beispielsweise 4,9 Eheschließungen je 1000 Einwohner. Von 1000 Menschen haben also etwa 10 gesagt, sie heiraten, sodass es 5 Hochzeiten gab. Donnerwetter. Bleiben 990, die entweder schon verheiratet sind, zu jung waren, Single, oder einfach nicht heiraten wollten. Zum Vergleich: 2000 gab es immerhin noch 5,5 Eheschließungen je 1000 Einwohner, 1987, als ich geboren wurde, 6,6. Im Jahr, als meine Eltern geboren wurden, 1959 sah es noch ganz anders aus. Damals waren es 9,5. Innerhalb von 50 Jahren ist die Zahl der Hochzeiten also um mehr als 50 % zurückgegangen. Mhhmmm. Wie kommt das?

Einerseits gibt es mit Sicherheit ein Umdenken, wir sind weniger traditionsbelastet, keiner wird hier gesteinigt, weil er in wilder Ehe lebt oder uneheliche Kinder hat. Scharlachrote Buchstaben und Ähnliches sind abgeschafft. Warum also überhaupt noch heiraten? Auch wenn das Klischee sagt, Frauen wollten heiraten, Männer nicht, gibt es hier und da Befürworter und Gegner. Warum sich von einem Mann abhängig machen, oder den Nachnamen ändern? Warum, wo die Scheidungsraten so kontinuierlich gestiegen ist, wie die Eheschließungen abgenommen haben? Ist es ohne nicht viel einfacher?

Was aber, wenn sich nach ein paar Jahren Beziehung der Wunsch einstellt, sich für immer einander zu versprechen. Sich einzugestehen, dass niemand gleich beim ersten Problem oder Streit davonlaufen will oder soll. Und dies aller Welt eben doch in einem Ritual zu beweisen?

Ein Mär(/d)chentraum

Verliebt: Doch reicht das zum Heiraten? (Foto: Obermann)

Ich will heiraten. Wobei mir die Standesamtliche dabei gar nicht so wichtig ist. Eine Unterschrift macht keine Beziehung klar. Allerdings macht sie vieles einfacher. Beide Eltern haben den gleichen Nachnamen wie die Kinder, es gibt Steuervergünstigungen, ganz zu schweigen von gewissen Rechten im Ernstfall. Und – Greys Anatomie in allen Ehren – ein Klebezettel reicht dafür wirklich nicht aus. Ich habe auch nie verstanden, was an einer schnellen Hochzeit in Vegas so romantisch sein soll. Ein betrunkener, schlechter Elvisimitator murmelt was von wegen Internet-Lizenz und das Hochzeitsbudget fällt keiner Party, sondern dem Glücksspiel zum Opfer. Nein, danke.

Da steh ich wirklich auf ein paar Blumen, einem Kleid und einer Kirche. Auch wenn ich auf Rot nicht so stehe und echt keine 10000€ ausgeben will. Das muss wirklich nicht sein. Aber mit Freunden und Familie dieses Versprechen zu feiern, das finde ich schon angemessen. Lustigerweise sieht das mein Verlobter etwas anders. Für ihn muss es die teure Festlichkeit mit maßgeschneidertem Anzug schon sein. Die kleine Version reicht ihm nicht aus.

So sind sie, die Bräutigame unserer Zeit. Berechnend. „Ich muss doch meine Familie versorgen können“, heißt es, und ich glaube die letzten 50 Jahre sind irgendwie spurlos an ihm vorbei gegangen. Zumindest die Zeit, die er davon mitbekommen hat, was etwas mehr als die Hälfte ist. Sind wir wirklich noch so kalkulierend? Heiraten nur, wenn‘s der Geldbeutel erlaubt? Liebe ist nur der kleinere Faktor?

Vielleicht werden sich manche Dinge nie ändern. Selbst wenn die Abschriften aus den Geburtenregistern schon bestellt sind (die werden für die Anmeldung der standesamtlichen Eheschließung benötigt), wird wieder der Taschenrechner gezückt und doch noch mal alles um ein Jahr verschoben. Wenigstens bleibt ein Tropfen Hoffnung. Die Liebe braucht keine Unterschrift und kein Ritual, um zu bestehen, und wenn zwei Menschen sich einander für die Ewigkeit versprechen wollen, macht ein Jahr mehr oder weniger ohnehin nichts aus.

Vorschau: Lea erzählt euch nächste Woche, warum manchmal alles andere so viel wichtiger erscheint, als Lernen, besonders wenn Klausuren in greifbarer Nähe sind. Dabei lüftet sie auch das Geheimnis, wer oder was ihr persönlicher Feind Nummer eins ist.