Leipziger Buchmesse 2015 – ein Resümee

Leipziger Buchmesse 2015 (Foto: Frances Teuchert)

Großer Ansturm: An allen vier Messetagen auf der Leipziger Buchmesse 2015 (Foto: Teuchert)

 

Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Als einer der ältesten Messeplätze der Welt feiert sie 2015 das Jubiläum „850 Jahre Leipziger Messen“.

Zur Leipziger Buchmesse und Europas größten Lesefest „Leipzig liest“ strömten in diesem Jahr 251.000 Besucher (2014: 237.000), davon waren 186.000 Besucher (2014: 175.000) auf dem Leipziger Messegelände.

 

Dieses Jahr kamen 251.000 Besucher auf die Leipziger Buchmesse. (Foto: Frances Teuchert)

Besucherrekord: Dieses Jahr kamen 251.000 Besucher auf die Leipziger Buchmesse (Foto: Teuchert)

 

Von Donnerstag 12. März bis Sonntag 15. März wurden insgesamt über 3.200 Veranstaltungen an 410 verschiedenen Leseorten angeboten. „In Leipzig wird Literatur zum Gemeinschaftserlebnis“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

 

Leipzig liest (Foto: Frances Teuchert)

Europas größtes Lesefest: Leipzig liest (Foto: Teuchert)

 

Der Preis der Leipziger Buchmesse ging dieses Jahr an Jan Wagner, Philipp Ther und Mirjam Pressler.

„Dieser Preis ist ein Gedicht“ titelte eine Tageszeitung nach der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik an den Lyriker Jan Wagner für sein Werk „Regentonnenvariationen“.

Erstmals in der Geschichte des Preises der Leipziger Buchmesse wurde der Preis für einen Lyrikband vergeben. Der Preis in der Kategorie Sachbuch ging an Philipp Ther für sein Buch „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“. Mit dem Preis in der Kategorie Übersetzung zeichnete die siebenköpfige Jury Mirjam Pressler für die Übersetzung von Amos Oz jüngstem Buch „Judas“ aus.

 

Israel - Deutschland

Israel – Deutschland Messeschwerpunkt: Israel – Deutschland 50 Jahre (Foto: Teuchert)

Der diesjährige Fokus der Buchmesse lag dabei auf dem Thema: „1965 bis 2015 – Deutschland – Israel“. Bereits seit 50 Jahren bestehen deutsch-israelische diplomatische Beziehungen. 40 Autoren beider Länder kamen bei 74 Veranstaltungen zu Wort. Die Leipziger Buchmesse wie auch die Stadt Leipzig unterstützten das vielfältige Programm. Der Botschafter des Staates Israel in Deutschland – Yakov Hadas-Handelsman, sagte: „Der kulturelle Austausch ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Beziehung zwischen Israel und Deutschland. Die Buchmesse hat dies bewiesen.“ Die israelische Literatur und somit auch die israelische Kultur konnte auf diese Weise den Menschen ein Stück weit näher gebracht werden.

 

 

Manga Comic Convention

Manga Comic Convention: 93.000 Besucher tauchten in die fantasievolle Welt der Manga, Comic, Anime und Cosplay ein (Foto: Teuchert)

 

Besonders erfreulich war es neben den 2.263 Ausstellern auch viele Jugendliche und Kinder auf der Buchmesse zu sehen. Hingegen aller Prognosen Bücher wären inzwischen out und die heutige Generation würde sich für Bücher nicht mehr interessieren. Insgesamt wurden 93.000 junge Besucher gezählt, 4.000 Besucher mehr als noch im Vorjahr.

In Halle 1 fand zum zweiten Mal die Manga-Comic-Convention statt. Sie präsentierte eine fantasievolle Welt zwischen Manga, Comic, Anime und Cosplay. Zeichner wie Chaco Abeno, Takeshi Obata oder Tatsuya Ihara und Mayu Sakai oder Vicki und Bob Scott lockten das Publikum ebenso wie Serban Cristescu und Miguel Díaz Vizoso in Scharen nach Leipzig. Erstmals öffnete auch ein eigener Gamesroom, wo Besucher an 15 Konsolen die neuesten Spiele testen konnten.

 

Manga Fans (Foto: Frances Teuchert)

Kreativ: Manga Fans auf der Buchmesse in Leipzig (Foto: Teuchert)

Dimitrios Charistes, CROSS CULT ℅ AMIGO GRAFIK GbR, aus Ludwigsburg: „Wir wollen Comics verstärkt in den Buchhandel bringen und sind deshalb auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Das Konzept funktioniert gut. Hinzu kommt, dass sich Comics mittlerweile als Mainstream in Deutschland etablieren. Mit Angeboten für die Altersgruppe von 4 bis 80 Jahren begleiten unsere Produkte die Kunden im besten Fall durch das gesamte Leben. Die thematische Bandbreite ist dabei sehr groß – reicht von historisch bis hin zu gesellschaftskritisch – und umfasst die Bereiche Science Fiction, Fantasy, Horror, Kids sowie Humor.

Starkes Interesse besteht bei den Lesern an einer E-Book-Flatrate, dies bestätigte auch Veronika von Bredow, PR-Managerin, skoobe, aus München: „Wir beobachten, dass das E-Book immer mehr seinen festen Platz bei den Lesefreunden gefunden hat und keinesfalls das gedruckte Buch verdrängt. Unsere Kunden lesen klassische und digitale Bücher. Das hat auch die Leipziger Buchmesse gezeigt. Die Besucher des Standes waren sehr interessiert an unserer E-Book-Flatrate. Vor allem die Funktionsweise und die Nutzungsbedingungen wurden nachgefragt.“

Die Buchbranche begegnet der Digitalisierung optimistisch und zuversichtlich. So wurden beispielsweise Gutscheine für den Kauf des E-Readers tolino shine oder tolino vision 2 an die Besucher verteilt.

Wer im nächsten Jahr zur Leipziger Buchmesse gehen möchte, kann vom 17. bis 20. März 2016 vorbeischauen.

Gereimtes – Nur für Frauen?

Herz und Lyrik gehören oft, aber nicht immer zusammen

Klischee: Nicht alle Lyrik muss romantisch und schmachtend sein (©Sabine Koriath/Pixelio)

Auch ich dachte lange Zeit, Lyrik sei furchtbar unmännlich. Sicher, sobald „der Mond gülden schimmert“ und „Tautropfen wie Diamanten funkeln“, dann ist das wirklich nah an der maskulinen Schmerzgrenze. Aber Gott sei Dank muss es nicht immer so überschwänglich sein.

Zugegeben, viele Gedichte sind recht feminin – was auch gut und richtig ist, denn wie langweilig wäre die Welt, wenn sie ausnahmslos männlich wäre. Und so ist es auch in Ordnung, dass es romantisch verspielte, zarte Gedichte gibt, so wie „Gefunden“ von Goethe. Genauso wie es wichtig ist, dass es zahlreiche Dichterinnen gibt, unter ihnen auch Face2Face-Kolumnistin Eva-Maria Obermann.

Wer aber deswegen meint, dass die gesamte Lyrik unmännlich sei, der irrt gewaltig. Es gibt auch Poesie, die überhaupt nichts mit Liebe und vermeintlicher „Gefühlsduselei“ zu tun hat – nicht mal im Entferntesten. Ich merke schon, dass viele skeptisch sind und deshalb ein kleines Beispiel:

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,

Aufgestanden unten aus Gewölben tief.

In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,

Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.

In den Abendlärm der Städte fällt es weit,

Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit,

Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis.

Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß. […]

Dies ist der Beginn von Georg Heyms Gedicht „Der Krieg“ und ein Paradebeispiel für expressionistische Lyrik. Wer Gedichte über Romanzen und Frohlocken nur schwer verdauen kann, für den ist der Expressionismus eine wahre Fundgrube. Das Thema der Autoren dieser Epoche ist vielmehr die Auflösung, der Verfall von gesellschaftlichen Standards und der Krieg.

Wem selbst das noch nicht ernst und düster genug ist, der sollte sich an Paul Celans „Todesfuge“ heranwagen. Darin verarbeitet Celan die Gräuel des Holocaust auf eindringliche und erschütternde Art und Weise:

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends

wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts

wir trinken und trinken

wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt

der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete

er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei

er pfeift seine Juden hervor lässt schaufeln ein Grab in der Erde

er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz […]

Wir sehen: Gedichte können auch anders. Das Klischee des mädchenhaften Gereimes trifft mitnichten auf die gesamte Welt der Lyrik zu.

Poesie kann durchaus „männlich“ und hart sein, auch direkt und grausam. Doch dabei behält sie dennoch eine ihrer wichtigsten Eigenschaften. Lyrik kann wie keine andere Textgattung verschiedenste Botschaften auf engstem Raum transportieren; der Wirkungsgrad eines lyrischen Textes reicht weit über den reinen Wortlaut hinaus. Wer genau hinsieht, erkennt unglaublich viele, tiefer gehende Ebenen. Ich bin hier einmal so frei und behaupte, dass kein Prosatext der Welt so kompakt sein kann wie ein Gedicht– natürlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Es wäre schön, wenn so mancher, der durch seine Schulzeit gelernt hat, Gedichte zu hassen, der Lyrik eine zweite Chance geben könnte. Man muss ja nicht immer jedes Wort analysieren wie in der Schule, man kann und darf Lyrik auch einfach nur genießen.

Vorschau: Ein Leben mit Schuppenflechte? Wie das geht, verrät Kolumnistin Eva nächsten Mittwoch bei Face2Face.

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Für einen guten Zweck. Das Buch Kindheit ist (k)ein Kinderspiel (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Erst kürzlich habe ich zum Himmel hoch gesehen,
Dort sah ich auf einer Wolke einen Engel stehen.
Er strahlte heller als die Sonne,
Sein Lächeln erfüllte mich mit Wonne.
Seine Flügel waren dabei sich auszubreiten,
Als wollt’ er gleich zur Erde gleiten.
Hier hatte er eine wichtige Aufgabe
übernommen,
Als Schutzengel hat er ein Kind anvertraut
bekommen.

Erst kürzlich habe ich einen warmen Hauch
gespürt,
Als mich ein Einhorn an der Schulter hat
berührt…
Es stand mit seinen klugen Augen da,
Mähne und Schweif kräuselten sich schwerelos
und wunderbar.
Das strahlende Fell konnte einen blenden,
Doch ich war nicht fähig,
Den Blick abzuwenden.
Sein Horn glänzte, wie Silber so rein,
Es als einzige sehen zu können,
Wollte ich einfach nicht bereuen…

Erst kürzlich bin ich wieder ausgeritten,
Da ist ein Schatten über die Erde geglitten…
Mit Flügeln groß und stark,
Ein Drache in einer Wolke sich verbarg.
Für alle anderen unsichtbar,
War ich die einz’ge, die ihn sah.
Die Sonne fing sich in seinem glänzend’
Schuppenkleid,
Dieser Anblick hat mein Herz erfreut.

Erst kürzlich ging ich an einem Teich vorbei,
Auf einem Fels da saß und sang die Loreley…
Als sie mich sah,
Hat sie mir zugewunken,
Erst als sich jemand anders näherte,
Ist sie wieder im Wasser verschwunden.
Ihr mögt den Kopf ungläubig schütteln:
Ich versuche bloß,
Euch wachzurütteln.
Wenn ihr die Augen öffnet,
Werdet ihr mich verstehen,
Denn auch ihr könnt dann
All diese Schönheiten sehen.
Sie sind immer da,
In Kopf und Herzen allen Kindern nah.

Lasst die Kindheit euer Herz noch einmal
berühren,
Dann könnt ihr die Schönheit dieser Welt
Noch einmal mit der Begeisterung eines Kindes
spüren…

©Evelyn Eichinger

Die Autoren

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Autoren wollen helfen. Und spenden ihre Texte (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Die Facebook-Gruppe Portal für Autoren, Leser, Blogger, Grafiker, hat alle Mitglieder aufgerufen, sich an einer Anthologie zu beteiligen, mit dem Hintergrund, dass dieses Buch einem guten Zweck zur Verfügung gestellt wird und als Dauerspende eine Hilfsorganisation unterstützt. 42 Autoren haben sich beteiligt und stellten ihren Beitrag kostenfrei für „Kindheit ist (k)ein Kinderspiel“ zur Verfügung. Evelyn Eichinger ist eine davon. Ferner verzichten die Autoren auf ein Honorar. Das Thema war „Kinder“.

Bei der Suche nach einer Institution stießen die Autoren auf „Helping Hands for Dome„. Dominik Schicksal hat sie so berührt, dass sie sich der Institution zu helfen. Domes Eltern unterstützen, auch nach seinem Tod, krebskranke Kinder in der Duisburger Kinderkrebsklinik, indem sie ihnen Wünsche erfüllen und ihnen, in ihrem Leiden, eine Freude bereiten. Die Verkaufserlöse gehen komlett an „Helping Hands for Dome“.

 

 

Des Jahres eigene Vollendung – Christoph Gross / mit Gewinnspiel

Des Jahres eigene Vollendung

Das Jahr – ein Kreis
Von Jahreszeiten… Über
Geht der Winter in
Den Frühling, aus welchem
Hervorgeht der Sommer, ehe
Tag und Nacht,
Dunkel und Hell
Sich die Waage halten:
Und des Jahres
Eigene Vollendung eintritt…

Es ist Herbst,
Es ist Erntezeit!
Denn jetzt trägt Früchte,
Was im Frühling
Ausgesät wurde und
Im Sommer genährt!
– Die Lebenskraft nimmt ab.
Die Blätter fallen,
Fallen wie von weit…
Das vegetative Leben geht
Zurück in die Erde.
Die kalte sowie dunkle
Hälfte des Jahres beginnt.

© Christoph Gross

Des Jahres eigene Vollendung - Christoph Gross / mit Gewinnspiel

Schreibt Gedichte und Kurzgeschichten: Christoph Gross (Foto: Gross)

Der Autor:

Christoph Gross wurde 1980 in Müntschemier im Berner Seeland geboren. Schon früh zeigte sich seine philosophische und künstlerische Ader. Neben dem Schreiben und Malen arbeitet er hauptberuflich als Pfleger in einem Altenheim. Sein bisher größtes literarisches Projekt ist ein Fantasy-Kinder-Roman, viele seiner Gedichte und Kurzgeschichten sind bereits in Anthologien veröffentlicht. Veröffentlichungen unter anderem:

2007 – die Kurzgeschichten „Die Rückkehr“ und „Die Augen des Klingsor“ in der Jahresanthologie „Collection deutscher Erzähler“ im R.G. Fischer Verlag
2008 – der Artikel „US-amerikanische Terrorismusunterstützung und Arroganz“ von Henryk M. Broder unter dem Titel „Antiamerikanismus aus Schweizer Sicht“ auf der Website www.achgut.com
2009 – das Gedicht „Vor neunzig Jahren“ im Faltblatt „Lyrische Saiten“ im Verlag Edition Wendepunkt ISBN 3-935841-07-8
2010 – das Gedicht „In einer zerschnittenen Nacht“ in der Berliner Literaturzeitschrift „Wortspiegel
2011 – die Gedichte „Älter als Babylon“, „Kleine, seufzende Ruine“ und „Ödes Elementarteilchen“ auf www.lyrik.ch
2012 – der Gedichtband „Maschinen-Gedichte“ im Mauer Verlag.
2012 – die Kurzgeschichte „Sick Lovestory“ in der Anthologie „Mörderische Begierde“ im Schweitzerhaus Verlag

Des Jahres eigene Vollendung - Christoph Gross / mit Gewinnspiel

Bei uns zu gewinnen: Die Anthologie Mörderische Begierden (Foto: Gross)

Zu Gewinnen

Exklusiv auf Face2Face verlosen wir ein Exemplar der Anthologie „Mörderische Begierde„. Was ihr zum Gewinnen tun müsst: Schreibt bis einschließlich Sonntag, 30. Dezember, 23:59 eine Mail an eva-maria.obermann@face2face-magazin.de. In der Mail enthalten sein sollte eurer Vor- und Nachname, euer Alter und natürlich eure Adresse. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Montag, 31. Dezember via Mail.

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Aussergewöhnlich gewöhnlich / Christoph Gross

Zeitlose Modernität… Filmregisseure…

Stets befinde ich mich
Gleichzeitig in zwei Welten.

Ich befinde mich immer
An einem Ort, wo
Ich Angst haben
Muss, unversehens in
Den Boden einzubrechen:
Vom Boden verschluckt
Zu werden… „Himmelshünen“…
Ich befinde mich immer
In einer unwirklichen,
In einer magischen Welt. –
Das Schicksal dieser Welt
Liegt in meinen Händen;
Ich bin diese Welt!

Ich befinde mich gegenwärtig
In einer schrecklichen,
In einer gleissenden Welt,
„Himmelshünen“… Satanisch gleissend
Ich befinde mich gegenwärtig
In einer Welt
Aus Stahl und Beton.
– Es fängt an zu
Regnen, während ich mit
Meinen Sorgen, von denen
(Leider) viele asphaltglatt sind,
Mich verliere in
Einem grossstädtischen Gedränge… Hier
Kennt man keine wirklichen
Unterschiede zwischen Menschen, bloss
Unterschiedliche Qualifikationen: was
Durchaus traurig ist… Hier
Scheint es keine
Echten Gesichter (mehr)
Zu geben, sondern nur
(Noch) Masken: was
Durchaus krank ist!

© Christoph Gross

Der Autor:

Aussergewöhnlich gewöhnlich / Christoph Gross

Vielseitig: der junge Autor Christoph Gross (Foto: Gross)

Christoph Gross wurde 1980 in Müntschemier im Berner Seeland geboren. Schon früh zeigte sich seine philosophische und künstlerische Ader. Neben dem Schreiben und Malen arbeitet er hauptberuflich als Pfleger in einem Altenheim. Sein bisher größtes literarisches Projekt ist ein Fantasy-Kinder-Roman, viele seiner Gedichte und Kurzgeschichten sind bereits in Anthologien veröffentlicht. Veröffentlichungen unter anderem:

2007 – die Kurzgeschichten „Die Rückkehr“ und „Die Augen des Klingsor“ in der Jahresanthologie „Collection deutscher Erzähler“ im R.G. Fischer Verlag
2008 – der Artikel „US-amerikanische Terrorismusunterstützung und Arroganz“ von Henryk M. Broder unter dem Titel „Antiamerikanismus aus Schweizer Sicht“ auf der Website www.achgut.com
2009 – das Gedicht „Vor neunzig Jahren“ im Faltblatt „Lyrische Saiten“ im Verlag Edition Wendepunkt ISBN 3-935841-07-8
2010 – das Gedicht „In einer zerschnittenen Nacht“ in der Berliner Literaturzeitschrift „Wortspiegel
2011 – die Gedichte „Älter als Babylon“, „Kleine, seufzende Ruine“ und „Ödes Elementarteilchen“ auf www.lyrik.ch
2012 – der Gedichtband „Maschinen-Gedichte“ im Mauer Verlag.