Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Für einen guten Zweck. Das Buch Kindheit ist (k)ein Kinderspiel (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Erst kürzlich habe ich zum Himmel hoch gesehen,
Dort sah ich auf einer Wolke einen Engel stehen.
Er strahlte heller als die Sonne,
Sein Lächeln erfüllte mich mit Wonne.
Seine Flügel waren dabei sich auszubreiten,
Als wollt’ er gleich zur Erde gleiten.
Hier hatte er eine wichtige Aufgabe
übernommen,
Als Schutzengel hat er ein Kind anvertraut
bekommen.

Erst kürzlich habe ich einen warmen Hauch
gespürt,
Als mich ein Einhorn an der Schulter hat
berührt…
Es stand mit seinen klugen Augen da,
Mähne und Schweif kräuselten sich schwerelos
und wunderbar.
Das strahlende Fell konnte einen blenden,
Doch ich war nicht fähig,
Den Blick abzuwenden.
Sein Horn glänzte, wie Silber so rein,
Es als einzige sehen zu können,
Wollte ich einfach nicht bereuen…

Erst kürzlich bin ich wieder ausgeritten,
Da ist ein Schatten über die Erde geglitten…
Mit Flügeln groß und stark,
Ein Drache in einer Wolke sich verbarg.
Für alle anderen unsichtbar,
War ich die einz’ge, die ihn sah.
Die Sonne fing sich in seinem glänzend’
Schuppenkleid,
Dieser Anblick hat mein Herz erfreut.

Erst kürzlich ging ich an einem Teich vorbei,
Auf einem Fels da saß und sang die Loreley…
Als sie mich sah,
Hat sie mir zugewunken,
Erst als sich jemand anders näherte,
Ist sie wieder im Wasser verschwunden.
Ihr mögt den Kopf ungläubig schütteln:
Ich versuche bloß,
Euch wachzurütteln.
Wenn ihr die Augen öffnet,
Werdet ihr mich verstehen,
Denn auch ihr könnt dann
All diese Schönheiten sehen.
Sie sind immer da,
In Kopf und Herzen allen Kindern nah.

Lasst die Kindheit euer Herz noch einmal
berühren,
Dann könnt ihr die Schönheit dieser Welt
Noch einmal mit der Begeisterung eines Kindes
spüren…

©Evelyn Eichinger

Die Autoren

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Autoren wollen helfen. Und spenden ihre Texte (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Die Facebook-Gruppe Portal für Autoren, Leser, Blogger, Grafiker, hat alle Mitglieder aufgerufen, sich an einer Anthologie zu beteiligen, mit dem Hintergrund, dass dieses Buch einem guten Zweck zur Verfügung gestellt wird und als Dauerspende eine Hilfsorganisation unterstützt. 42 Autoren haben sich beteiligt und stellten ihren Beitrag kostenfrei für „Kindheit ist (k)ein Kinderspiel“ zur Verfügung. Evelyn Eichinger ist eine davon. Ferner verzichten die Autoren auf ein Honorar. Das Thema war „Kinder“.

Bei der Suche nach einer Institution stießen die Autoren auf „Helping Hands for Dome„. Dominik Schicksal hat sie so berührt, dass sie sich der Institution zu helfen. Domes Eltern unterstützen, auch nach seinem Tod, krebskranke Kinder in der Duisburger Kinderkrebsklinik, indem sie ihnen Wünsche erfüllen und ihnen, in ihrem Leiden, eine Freude bereiten. Die Verkaufserlöse gehen komlett an „Helping Hands for Dome“.

 

 

Literatur auf Face2Face

Bereits in den ersten Gesprächen über die Gründung unseres Online-Magazins Face2Face haben wir darüber nachgedacht: Eine Literaturrubrik. Ein paar von uns – mich eingeschlossen – haben natürlich auch daran gedacht, eine Plattform zu finden, unsere literarischen Ergüsse der Welt mitteilen zu können. Das war vor zwei Jahren. Am Sonntag, 3 Juni hatte unsere neue Literaturrubrik Prämiere und ich blicke zurück und nach vorne, wie es so weit kam und was wir noch erreichen wollen.

Literatur auf Face2Face

Literatur: Die neue Rubrik auf Face2Face (©CFalk / pixelio.de)

Die Idee der ersten Literaturrubrik wurde auch schnell wieder verworfen. Erst mal journalistisch schreiben, erst mal einen Leserstamm aufbauen, erst mal langsam machen. Auch hätte eine Rubrik, in der zunächst wenige unserer Redakteure eigene literarische Versuche veröffentlichen, mehr einem kleinen Blog geglichen, als einem qualitativen Magazin. Und während Face2Face wuchs veränderten sich auch unsere Ansprüche. Einen eigenen Blog habe ich mittlerweile auch, aber als unsere Chefin Tatjana im Frühjahr mit der Frage an mich trat: „Hast du Lust, die neue Literaturrubrik zu leiten?“, war ich sofort dabei.

Endlich, dachte ich. Endlich nicht nur Artikel, eingeteilt in Rubriken. Endlich Literatur aus dem Leben. Endlich einen Grund für alle, auch reinzuschauen, wenn das Weltgeschehen gerade mal vorbeifliegen darf. Denn Literatur geht immer. Und endlich nicht nur Kritiken und Meinungen über Literatur, endlich die Quelle selbst. Immerhin schreibe ich selbst, schreibe aus Leidenschaft, schreibe, weil ich gar nicht anders kann.

Doch die größten Hürden kommen noch. So viele schreiben, so wenige werden gelesen. Und ein Text sagt noch lange nicht alles über einen Autor. Darum zeigt auch die Literaturrubrik nicht nur einen kurzen Text des jeweiligen Schriftstellers, sondern gibt auch eine Kurzvita, Infos, was schon geschrieben, was schon erreicht wurde. Das Spektrum ist vielfältig. Neben dem Stereotyp des Neulings, der noch keinen Text veröffentlicht hat, gibt es die, die sich klassisch bemühen, Texte an Verlage und Zeitschriften zu geben. Ein schweres Geschäft. Bei hundert Manuskripteinsendungen täglich schafft es kaum ein Lektor, wirklich intensiv in jede Leseprobe einzutauchen. Da muss jeder Satz sitzen, damit weitergelesen wird. Denn liest ein Lektor nicht weiter, landet das Manuskript im Müll, selbst wenn sich dahinter ein tolles Buch verbirgt.

Doch unter den Interessenten für unsere Literaturrubrik findet sich die neue Klasse an Autoren, wi beispielsweise die iWriters, die um die Schwierigkeiten wissen und neue Wege suchen. Wege, die beispielsweise das Internet ermöglicht. Blogs eben, oder Literaturseiten. Oder auch Online-Magazine wie Face2Face. Sie finden darin die Möglichkeit gelesen zu werden. Und wer gelesen wird, hat auch mehr Chancen mal ein Buch zu verkaufen, als jemand, der vor den neuen Medien eher zurückschreckt. Es gibt richtige Autorengemeinden, die Abstand von Verlagen nehmen, die das E-Book für sich nutzen, um selbst zu verlegen, um selbst zu veröffentlichen und die sehr erfolgreich damit sind.

Literatur auf Face2Face

Autoreninfo - finden wir wichtig und stellen sie jedem literarischen Beitrag zur Seite (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Tatsächlich fürchtete die Buchbranche noch vor einigen Jahren, abbauen zu müssen. Weniger Leser, mehr Schreiber. Die Nachfrage schrumpfte, das Angebot blieb ungebrochen. Doch die Verlage mussten wirtschaften, verlegten weniger, selektierten noch mehr. Dank Internet und E-Books lesen mehr Leute als vorher. Sie lesen variantenreicher, schauen auch mal in einen Gedichtband rein oder eine Kurzgeschichtensammlung, so für zwischendrin. Und mehr Autoren kommen beim Leser an. Die Literaturbranche boomt wie nie zuvor.

Genau hier setzten wir an, mit unserer Literaturrubrik. Für Autoren, die ankommen wollen. Für Leser, die Neues erfahren wollen. Schon unser erstes Gedicht „Aussergewöhnlich gewöhnlich“ von Christoph Gross hat seinen ganz eigenen Stil. Es scheint wie ein Gedankenfluss, der Wortfluss nimmt zu und ab, die Wortwahl ist eigenwillig. Eben außergewöhnlich und doch gewöhnlich für den Autor, dessen eigener Stil überwiegt.

Fürs Erste wird die Literaturrubrik zum ersten Sonntag im Monat veröffentlichen. Gedichte und Kurzgeschichten werden überwiegen, weil wir einen Text ungern auseinanderreißen. Und jedes Mal werden wir die Autoren vorstellen, ihre Texte, ihre Bücher. Die Literaturrubrik ist geworden, was wir gehofft hatten: Ein Platz für neue Literatur, für eigene Stile und außergewöhnliche Texte.

Vorschau: Nächste Woche geht es an dieser Stelle um die Welt der Zahlen, in der wir manchmal zu ertrinken drohen.