Do-It-Yourself-Projekt: Marshmallow-Fondant

Kreativ verzierte Kuchen, Cupcakes und Petits Fours zieren nicht nur die Schaufenster von Cafés und Konditoreien, sondern verzaubern ebenso jede Kaffeerunde. Die pastöse Zuckermasse eignet sich schließlich sowohl als Tortenüberzug als auch für filigrane Kunstwerke. Zwar gibt es die essbare Knete – in Blockform zum Rollen und als Pulver für Füllungen und Glasuren verwendbar – bereits in Supermärkten zu kaufen. Die heimische Herstellung von Fondant ist jedoch nicht nur überraschend einfach und kostengünstig, sondern durch die Marshmallows auch ein überraschend-intensives Geschmackserlebnis, das man nicht mehr missen möchte.

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Zutaten:

  • ein Kilogramm Puderzucker
  • 500 Gramm Marshmallows
  • drei Esslöffel Wasser
  • Pflanzenfett
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma

Zubereitung:

1. Eine Schüssel großzügig mit Pflanzenfett einreiben. Die Marshmallows und das Wasser hineingeben und über einem Wasserbad schmelzen. Wer mag, kann für farbigen Fondant den Marshmallows etwas Lebensmittelfarbe hinzufügen. Geschmacklich lässt er sich wiederum durch Aromen veredeln.

2. Währenddessen die Arbeitsfläche ebenso einfetten und die Hälfte des Puderzuckers darauf versieben. Die geschmolzenen Marshmallows auf die Fläche gießen und mit eingefetteten Händen den Puderzucker darin verkneten.

3. Noch den restlichen Puderzucker versieben und mit in die Marshmallow-Zucker-Masse einarbeiten. Sollte der Fondant zu klebrig sein, einfach etwas mehr Puder hinzufügen. Ist er wiederum zu trocken, hilft etwas Wasser.

4. Den Fondant mit etwas Fett benetzen und in Frischhaltefolie verpackt einen Tag lang bei Raumtemperatur ruhen lassen. So lässt er sich besser ausrollen und verarbeiten.

Tipp: Gut verpackter Fondant kann über mehrere Wochen im Kühlschrank gelagert, über mehrere Monate wiederum im Kühlregal gefroren werden. Sollte er dadurch zum Verarbeiten zu fest werden, einfach durch die Raumtemperatur und die Wärme der Hände wieder weicher werden lassen.

Vorschau: Nächste Woche sorgen Rezepte zur eigenen Eisherstellung für erfrischende Abkühlung.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Bunt: Bentos zeichnen sich durch verschiedene Formen und Farben aus (Foto: Onat)

Ob auf dem Schulhof, im Büro oder bei einem Picknick: Irgendwann tritt der Zeitpunkt ein, in dem man das mitgebrachte Essen hervorholt und hofft, dass es einem mundet. Besonders bei Kindern ist es schwierig, gesundes und ausgewogenes Essen schmackhaft zu machen. Durch essbare Kunst hat man in Japan dieses Problem beseitigt: In „Bento“-Boxen – vergleichbar mit den Vesper- und Lunch-Boxen hierzulande – werden beliebte Figuren und Charaktere hergezaubert, die den Kleinen große Freude beim Essen bereiten. Da sich die tragbare Ration an Kunst aber auch bei Erwachsenen großer Beliebtheit erfreut, finden sogar nationale Bento-Wettbewerbe statt.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Prall gefüllt: Nur so überleben die Kunstwerke den Transport (Foto: Onat)

Die Regeln der Kunst
Da „Bento“ lediglich die Darreichungsform der Speisen in Bento-Boxen umschreibt, ist die Theorie schnell erklärt: Verschiedene Lebensmittel werden durch Trennwände separat in einem Behälter angerichtet. Für eine ausgewogene Ernährung sollte ein Bento dabei aus drei Teilen Kohlenhydraten, zwei Teilen Proteinen und einem Teil Gemüse bestehen. Das traditionelle, japanische „Washoku“-Prinzip ist eine weitere Möglichkeit der Bento-Herstellung. Hierbei soll durch saisonale Produkte, der schonenden Zubereitung und der besonderen Form des Anrichtens die Harmonie der Natur widergespiegelt werden. Für diese Bento-Form werden die einzelnen Speisen je nach fünf Farben, fünf Geschmacksrichtungen, fünf Zubereitungswegen oder den fünf Sinnen entsprechend gewählt.

Essbare Kunst für Anfänger
Damit die essbaren Kunstwerke auch den Transport überstehen ist es wichtig, die Tragebox bis zum Anschlag zu füllen und keine Freiräume zu lassen. So wackeln keine Lebensmittel oder werden hin- und her gerüttelt. Zudem sollten nur abgekühlte Speisen eingepackt werden, da sich sonst Kondenswasser und Keime bilden können. Hat man wiederum keine Bento-Box mit Trennwänden zur Verfügung, kann man sich diese selbst herstellen: sei es durch Muffin-Förmchen, Silikonformen, Salatblättern oder ähnliches.

Eier in Herz-Form
Zwar gibt es für die Herstellung von Formen und Figuren kleine, nützliche Helfer, allerdings lässt sich dies durch Kreativität auch selbst bewerkstelligen. Mit einem Tetra-Pak, einem Stift und Gummibändern lassen sich gekochte Eier problemlos in Herzen verwandeln: Hierfür zunächst ein Rechteck aus dem Tetra-Pak schneiden und längs in der Hälfte falten. Nun das frisch gekochte, warme Ei darauf platzieren und mit einem Gummiband einen Stift auf dem Ei fixieren. Nach zehn Minuten kann das Ei bereits halbiert werden, sodass zwei Herzen daraus entstehen.

Rührei-Sonnenblumen

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Gerollt: Schnell lässt sich aus einem Rührei eine Blume herzaubern (Foto: Onat)

Fertig zubereitete Eier lassen sich – ähnlich wie Toastbrot, Käse und Wurst – mit Plätzchen-Ausstechern schnell zu verschiedenen Dekorationselementen ausschneiden. Doch diese Rührei-Blumen erblühen sogar ganz ohne Hilfsmittel: Ihr braucht lediglich das fertige Rührei zur Hälfte zusammenklappen und zu einem Rechteck ausschneiden. Nun die gefaltete Seite mit kleinen Einschnitten versehen und ein Würstchen darin einrollen. Für die vegetarische Variante lässt sich das Würstchen durch Spargel oder Karotten ersetzen – oder einfach ganz weglassen. Auch hier lässt sich für rosa Blumen eine Scheibe Wurst verwenden.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Gestreift: Nicht nur Formen, sondern auch Farben sollten Abwechslung bieten (Foto: Onat)

Gestreifter Käse
Wer aus Käse nicht einfach nur Formen ausstechen möchte, kann durch farbliche Kontraste den Käse richtig in Szene setzen. Hierfür einfach dunklere und hellere Scheiben abwechselnd übereinander stapeln und mit einem Messer in dünne Scheiben schneiden. Kombiniert man dabei Wurst-Scheiben, erzeugen diese rosa Streifen. So machen die ausgestochenen Figuren gleich mehr her. Übrigens erleichtert eine Folie zwischen dem Käse und der Ausstechform das Herauslösen aus dieser.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Aufgespießt: Mit einem Zahnstocher lassen sich verschiedene Elemente fixieren (Foto: Onat)

Pokemon- und Super-Mario-Eier
Für diese essbaren Party-Hingucker benötigt ihr lediglich gekochte Eier, kleine Tomaten, etwas Käse, Zahnstocher und getrocknete Algen-Blätter – auch Nori genannt. Halbiert die Eier und Tomaten und steckt mit einem Zahnstocher jeweils eine Ei- und eine Tomatenhälfte zusammen. Nun müssen lediglich aus dem Käse und den Algen die übrigen Dekorationselemente herausgeschnitten werden. Für kleine Elemente eignet sich am besten eine Schere.

Essbare Farben
Um essbare Kunstwerke zu erschaffen, benötigt man nicht nur verschiedene Formen, sondern vor allem Farben. Da in Japan künstliche Lebensmittel verpönt sind, greift man auf natürliche Lebensmittel zurück: Beispielsweise lassen sich Reis und Eier durch etwas Kurkuma oder Curry-Pulver gelb färben. Ketchup sorgt in den Speisen für eine rötliche Färbung. Für ein zartes Rosa eignet sich Rotkohl – in Kombination mit Essig ergibt dieses wiederum einen hellen Blauton. Durch dunkle Sojasauce entsteht schnell ein sattes Braun. Wer den Reis anschließend formen möchte, tut dies am besten, indem er ihn in Folie wickelt und diese dann in die gewünschte Form bringt. So bleibt nichts an den Händen kleben.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Aufgefächert: Mit nur wenigen Schnitten wird ein Apfel zu einem Blatt (Foto: Onat)

Apfel-Blätter
Hierfür einen Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Eines der Viertel nehmen und der Länge nach schräg auf beiden Seiten einschneiden. Dadurch sollte ein kleineres Apfelstück herauskommen. Dieses nun erneut so einschneiden und mit den entstehenden Stücken ebenso verfahren. Die einzelnen Teile braucht ihr nur noch auseinander zu fächern, um ein Blatt daraus zu legen. Mit einfachen Tricks lassen sich somit selbst aus einzelnen Zutaten kleine Kunstwerke erschaffen, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen.

Vorschau: Nächste Woche geht es im vierten Teil unserer Reihe weiter mit der gesunden Ernährung.

„Wir werden als Künstler betitelt, also haben wir ein „Kunstwerk“ gemacht“ – „Supershirt“ im Interview

Sie haben ihr Album „Kunstwerk“ auf den Markt gebracht, sind erfolgreich durch Deutschland getourt und beglücken 2012 sogar das „Southside Festival“. Sie heißen „Supershirt“ und kommen aus Berlin. Face2Face hat die Band für euch in Wiesbaden getroffen und sich über ihr „Kunstwerk“ unterhalten.

„Wir werden als Künstler betitelt, also haben wir ein „Kunstwerk“ gemacht“ – „Supershirt“ im Interview

Locker drauf: Die Band "Supershirt" (Offizielles Pressefoto)

Face2Face: Wie habt ihr als Band zusammengefunden?
Faxe System:
Zusammengefunden haben wir uns, also Tim und ich, über eine andere Band früher in der Schule.
Tim Rakete:
Wir waren noch sehr jung, wir sind als Säugetiere auf die Welt gekommen, dann haben wir die eine Band gegründet und dann haben wir „Supershirt“ gegründet und Timo Katze dazu geholt, den wir auch aus der Schule kannten.
Faxe System:
Wir haben ihm damals gesagt, du kannst mit nach Hamburg kommen, weil wir dort auftreten, aber nur wenn du die Gitarre in die Hand nimmst. Er spielte und wir waren begeistert, drückten ihm 20 Euro in die Hand und damit hat er sich so besoffen, dass er auf der Treppe lag und uns erklärte, dass er gerne mit uns weiter auf Tour gehen möchte. Wir haben ihn dann mitgenommen. Irgendwann hat es immer weiter und besser funktioniert und so wurde er ein fester Bestandteil unserer Band.

Face2Face: Wie sieht die Arbeit an Songs aus? Wer hat die Ideen, wer setzt sie um?
Faxe System:
Also unser letztes Album hatte 11 Songs, das heißt man muss so ungefähr 1200 Euro einrechnen, was dann zwölf Euro pro Song wären und dann gibt es natürlich Texter und einen Komponisten
Tim Rakete:
Nein, der Texter bekommt nichts, der lebt doch von der Gema.
Faxe System
: Stimmt genau. Der lebt von der Gema, der bekommt nichts. Naja gut dann geht man zu denen hin, wählt aus was einem gefällt, dann geht man zu einem Produzenten…
Tim Rakete:
Der vielleicht schon einen Hit gemacht hat.
Faxe System:
Ja genau. Einen der schon vielleicht ein paar Hits gemacht hat, wie zum Beispiel der Produzent von den „Beatsteaks“. Das kann man dann auch immer schön in die Pressetexte schreiben. Dann klingt das ganz nett.
Nein. Das läuft natürlich ganz anders ab. Wir sitzen in der Wohnung von Tim und basteln bei uns zu Hause die Beats dann schon vor und zeigen sie uns dann. Wenn die Beats dann fertig sind, denken wir uns Texte zusammen aus und da wir „Reimehuren“ sind, dauert das immer sehr lange bis wir da einen thematisch passenden guten, langen, gereimten Text haben.
Tim Rakete:
Also das macht irgendwann auch keinen Spaß mehr, das ist wirklich Arbeit für uns. Also es macht schon Spaß aber irgendwann wird es auch einfach anstrengend.

Face2Face: Erzählt mal von eurem neuen Album „Kunstwerk“.
Tim Rakete:
Wir haben ein neues Album raus gebracht, beziehungsweise die Firma „Audiolith Records“ hat es rausgebracht. Es heißt „Kunstwerk“ und genau das ist auch unser Thema, das Leitmotiv, das sich durch dieses Album schlängelt.
Faxe System:
Ja. Wir dachten uns einfach das viele Musiker oder auch die Arbeit der Musiker als Kunst bezeichnet wird und somit einige Musiker aus Künstlerstatus bekommen und dadurch das wir auch von der Gema immer als Künstler betitelt werden, wollten wir dem auch alle Ehre machen und denen auch mal beweisen das wir echte Künstler sind und damit auch andere Künstler denunzieren.
Tim Rakete:
Denunzieren?
Faxe System:
Ja. Um zu sagen, dass sie eben keine Künstler sind. (lacht)

Face2Face: Was sind eure Wünsche und Ziele für 2012?
Faxe System:
Also ich kann aus meinem privaten Bereich erzählen, dass ich einen großen Bauernhof geerbt habe und den auf Vordermann bringen möchte. Ich habe schon 40 Kubikmeter Müll von diesem Bauernhof runter geworfen – so siehts aus.
Timo Katze
: Also ich möchte noch schneller über die Autobahn heizen dürfen.
Faxe System:
Ich hab ehrlich gesagt noch keinen richtigen Plan für 2012, da ich nicht zu den Menschen gehöre die wirklich weit planen.
Tim Rakete:
Ich hab mir vorgenommen Urlaub zu machen nächstes Jahr.
Ich habe mir aber auch vorgenommen, euch so wenig wie möglich zu sehen.
Faxe System:
Das finde ich sehr löblich von dir. (grinst)
Timo Katze
: Find ich auch.
Tim Rakete:
Aber als Band haben wir uns noch nicht wirklich was vorgenommen, vielleicht touren wir mal durch das Ausland aber das steht auch noch nicht ganz fest.

Vorschau: Und nächste Woche gibt es Tipps für die perfekte Silvesterparty.