Nachhaltigkeit mit Genuss

Umweltbewusstsein und ein nachhaltiger Lebensstil werden in unserer Gesellschaft und gerade zu Zeiten von Greta Thunberg besonders großgeschrieben. Ein paar Tipps wie es sich nachhaltiger leben lässt, haben wir in diesem Monat für euch zusammengetragen. Wie man schnell und einfach Bäume pflanzt und damit die Welt verbessert, und was eine Schokolade damit zu tun hat, erkläre ich euch in diesem Artikel.

Wie alles begann

Schokolade zwischen Blütenblättern
Die Gute Schokolade: Fair gehandelt und klimaneutral produziert. (Foto: Plantfortheplanet.org)

Die Idee, mit Schokolade Bäume zu pflanzen, hatte ihre Wurzeln schon weitaus früher geschlagen. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner gründete 2007 eine Schülerinitiative mit dem Namen „Plant-for-the-Planet“, inspiriert von einer Frau, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat.
Um also das Klima auf der Welt zu verbessern, lautete Felix Plan, jedes Kind solle in seinem Land eine Million Bäume pflanzen, um somit einen CO2-Ausgleich zu schaffen der die Erde und damit auch die Zukunft der Generationen retten soll. Seine Idee wird in die Welt getragen und findet großen Zuspruch. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Fürst Albert von Monaco und Schauspieler Harrison Ford unterstützen die Initiative und werben mit ihrem Gesicht für die Kampagne „Stop talking. Start planting“. Im Jahr 2011 übergibt schließlich das Umweltprogramm der Vereinten Nationen die Verantwortung für die sogenannte „Billion-Tree-Campaign“ an die Kinder von „Plant-for-the-Planet“, die nun die Aufgabe haben, alle Menschen zum Bäume pflanzen zu motivieren.

Ziel von „Plant-for-the-Planet“

Das oberste Ziel der Initiative ist es, die Welt mithilfe der gepflanzten Bäume zu retten und die Klimakrise zu bekämpfen. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass auf der Welt für 1000 Milliarden weitere Bäume Platz sei. Das stellte 2018 den Startschuss für ein neues Ziel von „Plant-for-the-Planet“ dar. In einer Deklaration wird das Ziel 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen festgehalten und unter anderem von NGOs, Prominenten wie Fürst Albert II von Monaco und auch von Patricia Espinosa, der Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet.
Um das Ziel erreichen zu können, sind weltweit Kinder aktiv, die jedoch nicht nur Bäume pflanzen, sondern ihr Wissen auch weitergeben. So gibt es beispielsweise Akademien in der Schweiz, Österreich, Deutschland, aber auch in Tunesien und Mali, bei denen Kinder sich gegenseitig zu Botschaftern für die Klimagerechtigkeit ausbilden können.

Schokolade für die Zukunft

Um die Akademien für Klimagerechtigkeit auch weiterhin finanzieren zu können, hat sich „Plant-for-the-Planet“ auf die Suche nach Sponsoren gemacht und wurde enttäuscht. Kein Schokoladenproduzent erklärte sich bereit, einen Teil seines Umsatzes an die Initiative zu spenden. Deshalb beschlossen die Kinder kurzerhand, ihre eigene Schokolade zu produzieren.

Schokolade in Verpackung
Repräsentativ: Jedes Stück zeigt, welcher Anteil des Kaufpreises in welches Projekt einfließt. (Foto: Plantfortheplanet.org)

Unter dem Motto klimaneutral und fair trade haben sie eine Schokolade kreiert, bei der am Ende jeder Beteiligte seinen Profit aus der Produktion schlagen kann. Die sogenannte „Gute Schokolade“ schmeckt also nicht nur gut, sondern bewirkt auch gutes für die Umwelt. Mit jeder fünften Tafel Schokolade die gekauft wird, wird ein Baum gepflanzt. Somit wurden bis heute allein durch den Verkauf der Schokolade rund 2 Millionen Bäume gepflanzt, die zukünftigen Generationen eine bessere Welt bieten. Was ebenfalls besonders an dem Leckerbissen ist, wird deutlich, wenn man die Schokolade mal genauer betrachtet. Dabei ist zu sehen, dass jedes Stück individuell gestaltet wurde und aufzeigt, welcher Teil des Kaufpreises in welches Projekt fließt. So lässt sich mit gutem Gewissen jeder Bissen der Schokolade genießen.

Der Erfolg der Initiative

Insgesamt wurden bis heute 13.64 Billionen Bäume gepflanzt, die bewirken sollen, dass vom Menschen ausgestoßenes CO2 gebunden und wieder in Sauerstoff umgewandelt wird. Die Initiative will ebenfalls Unternehmen dazu bewegen, sich klimaneutral zu stellen und durch Aufforstung das Klima zu verbessern.
Bisher wurden in den vergangenen Jahren Pflanzprojekte in der ganzen Welt abgeschlossen. Beispielsweise in Malaysia oder in Indien wurden verschiedene Baumarten gepflanzt, die die Klimakrise bekämpfen und den CO2-Ausstoß mindern sollen. 
Bis 2050 will „Plant-for-the-Planet“ erreichen, dass Energie zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Der CO2-Ausstoß von uns Menschen soll damit auf Null gesenkt werden.

Ob dieses Ziel bis ins Jahr 2050 erreicht werden kann, bleibt wohl abzuwarten. Allerdings kann jeder von uns mit dem Kauf der „Guten Schokolade“ einen kleinen Beitrag dazu leisten und einen Baum für das Klima pflanzen (lassen). Da spielt also auch das schlechte Gewissen beim Verzehr der Schokolade keine Rolle mehr, wenn man damit etwas Gutes für die Umwelt tun kann.