Neues Jahr – neue Mode! Wie kleidet sich frau im Sommer 2014?

Obwohl sich hierzulande die Temperaturen langsam aber sicher Richtung Winter bewegen, wagt die Mode-Redaktion heute eine kleine Vorschau auf den Sommer 2014.

Wer auch im neuen Jahr 2014 die Mode-Trends nicht verpassen will, der sollte bei seiner Klamotten-Wahl auf Maxi-Rüschen oder totale Transparenz setzen. Denn das ist es, was unter anderem im neuen Jahr in keinem Kleiderschrank fehlen darf.

transparente Bluse

Foto: Zara

Große Marken, wie zum Beispiel Bottega Veneta, Fendi, Hermès, Dior oder Chanel, setzen die neuen Trends und zeigen auf den Laufstegen, wie frau sie zu tragen hat. Mut zur Dekoration ist gefragt, denn die schon fast skulptural aussehenden Volants auf kurzen Spitzenkleidern in pastelligen Tönen sind ein Must-Have für diesen Sommer. So wirkt die Trägerin durch das Volumen der Kleider und die angesagten Blumenprints manchmal wie ein verpacktes Geschenk. Doch wer freut sich nicht über ein Geschenk?

Im Sommer 2014 heißt es auch: Weg von den Maxi-Kleidern und hin zu mehr Beinfreiheit. Denn auch das wird ein neuer Trend sein. Man hat genug von Skinny-Hosen und versucht nun, Alternativen dafür zu finden. Die sogenannten Culottes (zu Deutsch „Schlüpfer“) sind sehr weit und knie- oder wadenlang und oft fast nicht vom Rock zu unterscheiden. Wer sich eher sportlich kleiden möchte, greift zum knielangen Modell, wer es jedoch eher elegant mag, der sollte Ausschau nach dem wadenlangen Modell halten. Mit dem richtigen Styling können die bequemen Culottes auch vorteilhafter sein, als die beliebte Röhre.

typische, wandenlange Culotte

Foto: Zara

Auch Kleider aus Seidenplissées sind sehr gefragt in diesem Sommer. Marken wie Lanvin oder Givenchy sind begeistert vom formbaren Faltenmaterial und schicken ihre Models damit auf den Laufsteg.

Dass Kunst und Mode noch nie weit voneinander entfernt waren, wird in diesem Sommer besonders deutlich. Bunte, von der Kunst inspirierte Prints machen Kleider zu einer Leinwand. Besonders Karl Lagerfeld setzte dieses Thema in seiner neuen Kollektion konsequent um: Er ließ seine Models teilweise mit einem Zeichenblock und einem Pinsel über den Catwalk laufen. Solche Prints wirken frisch und bereiten uns im Sommer gute Laune.

Wenn ihr wissen wollt, welche Trends die Herren der Schöpfung im Sommer 2014 erwarten, lest es einfach HIER nach.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr alles rund um die Berliner Fashion Week.

Du bist das Fernsehen!

Youtube. Frei übersetzt: Du bist das Fernsehen! Hier ist der Name Programm. Gab es früher nur Musikvideos und zusammengeschnittene Pannenvideos zu sehen, gibt es heutzutage kein Thema, das nicht auf youtube hochgeladen wird. Besonders beliebt sind Do-it-yourself-Videos, Vlogs, Mode- und Beautyvideos und vor allem Coversongs. Menschen aus aller Welt trällern ihr Lieblingslied vor und verleihen dem Song eine ganz persönliche Note. Und der ein oder andere hat genau so seine internationale Karriere begonnen.

Superstars wie Justin Bieber, Lana Del Rey und nicht zuletzt PSY haben ihre ersten Fans auf youtube gefunden. Bei den unzähligen Klicks bei youtube – PSY (koreanischer Popsänger) hatte es mit dem Ohrwurm des Jahres 2012 „Gangnam Style“ auf 1 Milliarde und damit ins Guinness Buch geschafft – bleibt es natürlich nicht. Es folgen Plattenverträge und internationale Karrieren. Potenzielle Stars von morgen werden heutzutage gezielt auf youtube gesucht. So wurde Justin Bieber (kanadischer Popstar) im zarten Alter von 14 Jahre von Musikproduzenten entdeckt und feiert seitdem unglaubliche Erfolge.

Die US-amerikanische Popsängerin Lana del Ray reiste jahrelang als Nachtclubsängerin durch die Staaten, bevor ihr selbstgeschnittenes Video „Video Games“ Rekordzahlen erreichte. Hatte sie als Tochter reicher Eltern in New Yorker Clubs nur mäßig Erfolg, wird sie als Entdeckung des vergangenen Jahres gehandelt. Inzwischen modelte sie für Karl Lagerfeld, launchte eine Modekollektion mit dem schwedischen Modehaus H&M und schreibt jetzt erfolgreich Filmmusik.

Und auch die ganz Großen Stars suchen Inspiration und noch nicht entdeckte Talente im neuen Fernsehen. So kopierte keine geringere als Beyoncé Knowles (US-amerikanische R’n’B-Sängerin) eine afrikanische Tanzgruppe für ihr Video „Who run the world (Girls)“ und ließ die Tänzer zum Choreographieren extra in die Staaten einfliegen. „Les Twins“, tanzende Zwillinge aus Frankreich nahm die Dame gleich mit auf ihre Tour im Jahr 2011, nachdem die beiden auf youtube wie eine Bombe einschlugen.

Die wenigsten Youtuber setzen sich einfach vor ihre Kamera und singen einfach los. Vielmehr wird mit professionellem Licht, perfekt sitzenden Songtexten und kreativen Ideen versucht, aus der Masse herauszustechen und die Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich ist youtube das neue Fernsehen!

Vorschau: Nächsten Samstag lest ihr an dieser Stelle etwas über die Arbeit bei Hamburg Records.

Die Modeikone mit dem weißgepuderten Haarzopf

Jeder kennt seinen Namen. Und jeder weiß, wie er aussieht. Der weißgepuderte Haarzopf, die dunkle Sonnenbrille, der Anzug und  Vatermörderkragen – es kann sich um niemand anderen als Karl Lagerfeld handeln. Gerade im vergangenen Monat gab es nochmal zahlreiche Berichte über die Modeikone. Anlass war die Ausstellung „Little Black Jackett“ in Berlin, in der Lagerfeld seine Fotografien präsentierte, die zahlreiche Stars wie Sarah Jessica Parker und Kirsten Dunst im weltberühmten schwarzen Kostüm von Chanel zeigten.

Der nach eigenen Angaben 1938, doch mittlerweile durch Bild am Sonntag belegt 1933, geborene Hamburger Karl Otto Lagerfeldt wuchs zwar im Wohlstand auf, doch ahnte niemand zu dieser Zeit, dass er mal durch Mode ein unglaubliches Vermögen anhäufen würde.
Im Jahr 1953 zog der Hamburger nach Paris und besuchte dort das Lycée Montaigne. Zwei Jahre später nahm er an einem Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats IWS teil und gewann mit seinem Entwurf eines Wollmantel. Ebenfalls ein Sieger bei dem genannten Wettbewerb, jedoch in der Kategorie Abendkleid, war kein Geringerer als Yves Saint Laurent. Dieser Sieg ermöglichte Karl Lagerfeld eine Stelle bei Pierre Balmain, wo er bis 1958 arbeitete. Anschließend war er zunächst künstlerischer Direktor bei Jean Paton, ab 1963 bei Chloé und nur zwei Jahre später bei Fendi. Neben diesen Festanstellungen arbeitete Lagerfeld jedoch stets als Freiberufler für viele weitere namhafte Modelabels.

Bei diesem erfolgreichen Aufstieg war es nur eine Frage der Zeit, wann Karl Lagerfeld sein eigenes Unternehmen gründen würde. Im Jahr 1974 war es dann soweit: „Karl Lagerfeld Impression“ wurde in Deutschland gegründet. Neun Jahre später bekam er eine Anstellung als künstlerischer Direktor bei Chanel und nur ein Jahr später entwarf Lagerfeld als Chefdesigner eine Kollektion für selbiges Modehaus und übernahm als solcher die Prêt-à-Porter-Sparte. Seine Arbeit für Chanel machte ihn weltberühmt. In den 90er Jahren kehrte er als Chefdesigner zu Chloé zurück.
Im Jahr 2000 dann eine radikale Veränderung seines Äußeren: Durch die 3D-Diät, die Jean-Claude Houdret entwickelte, nahm der Modedesigner insgesamt 42 kg innerhalb eines Jahres ab. Und der Grund dafür? Er wollte unbedingt in die schmal geschnittenen Dior Homme Anzüge von Hedi Slimane passen.

Die Modeikone mit dem weißgepuderten Haarzopf

Karl Lagerfeld widmet sich nicht nur dem Design von Kleidungsstücken: von Lagerfeld designte Coca-Cola-Light Flaschen
(Foto: Heimes)

Doch nicht nur in Bezug auf sein Körpergewicht legt er eine eiserne Disziplin an den Tag, generell erscheint einem die Modeikone als ein wahrer Workaholic. Besonders in den letzten zehn Jahren widmete er sich zahlreichen Projekten, die teils Verwunderung hervorriefen. Die 2004 veröffentliche Kollektion für die Modekette H&M ließ jedoch viele Modeherzen höher schlagen: Endlich von Lagerfeld designte Kleidungsstücke zu erschwinglichen Preisen.  Des weiteren entwarf er die Kostüme für die anstehenden Tourneen von Sängerinnen wie Madonna oder Kylie Minogue. Im Jahr 2008 designte er einen Steiff-Teddybären, ein Jahr später Motorradhelme und Seiden-Schals für Les Ateliers Ruby und 2010 schließlich die drei Coca-Cola Light Flaschen. Darüber hinaus widmete er sich in Zusammenarbeit mit Swarovski dem Design von Armreifen, Halsketten und Broschen.
Doch wer denkt, seine Liebe gilt nur der „tragbaren“ Mode, der hat sich getäuscht: Zu einen seiner größten Leidenschaften gehört das Theater und die Oper. Aus diesem Grund lässt er es sich auch nicht nehmen, als Kostümbilder für verschiedene Spielstätten tätig zu sein.

60 Jahre nach seinem Einstieg in die Modewelt gehört er zu den Großen dieser Welt. In den zahlreichen Interviews bekommt man einen Einblick in sein Leben und seine ganz eigene Art und bemerkt schnell, dass der Modedesigner über eine unglaublich gute Allgemeinbildung verfügt und sehr belesen ist – was einen aufgrund seiner Privatbibliothek mit über 300.000 Werken nicht verwundern dürfte. Doch es wird auch deutlich, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Während er von Claudia Schiffer, seiner Entdeckung und Muse, schwärmt, lässt er an Heidi Klum kein gutes Haar. Obwohl er das Thema seiner eigenen sexuellen Orientierung meidet, ist bekannt, dass sein Lebenspartner Jacques de Bascher 1989 an HIV starb und er seitdem am liebsten alleine lebt.
Heute lebt er in Paris, hat jedoch noch Wohnungen in Monte Carlo, Rom und New York. Seinen Erstwohnsitz hat der deutsche Modedesigner jedoch schon seit 1982 in Monaco.

Dass Karl Lagerfeld der Mode den Rücken kehrt, daran ist nicht zu denken. In einem Interview mit der Welt sagte er letzten Monat noch: „Ich habe lebenslängliche Verträge. Chanel und Fendi – zweimal lebenslänglich. Wie Zuchthaus“. In dem gleichen Interview betonte er auch: „Vor allen Dingen interessiere ich mich dafür, was ich gerade mache. Was ich gemacht habe, interessiert mich nicht. Ob es gut war oder schlecht spielt keine Rolle, es ist ja vorbei“ – und mit dieser Einstellung scheint er ganz gut seinen Weg zu gehen!

Vorschau: Nächste Woche wird euch Lisa ihr persönliches Lookbook für den Frühling präsentieren!

Die Muse – ein Phänomen

Andere Kreationen, frische Ideen, Individualität. Neu! Neu! Neu!

In der Welt der Künstler wird viel Kreativität abverlangt, um stets auf dem neuesten Stand zu sein. Doch woher kommt die Inspiration, die einen Künstler oder Modedesigner zu ausgefallenen Kreationen verleitet? Die Antwort anhand von Beispielen: Claudia Schiffer und Karl Lagerfeld, Audrey Hepburn und Hubert de Givenchy, Edie Sedgwick und Andy Warhol. Der Künstler und seine Muse ist ein ewiges Phänomen aus Geben und Nehmen, Profilieren und Leiden.

Schon in der Antike galten Musen als göttliche Quelle für Inspiration und verhalfen Künstlern zu kreativer Leistung. Doch auch heute noch werden tatsächliche Personen zur Muse erkoren, wenn sie durch ihre ganz besondere Ausstrahlung, ihren Charme und Charakter dem Künstler zum sogenannten „Musenkuss“ verhelfen. Oftmals werden die Musen somit selbst zum Star.

Die deutschen Erfolgsträger

Beginnen wir mit der berühmten Konstellation aus Topmodel UND Topdesigner. Karl Lagerfeld holte Ende der 80er-Jahre „la Schiffer“ auf den Laufsteg von Chanel und ermöglicht ihr damit den großen Durchbruch. Zu einer Zeit, in der Models noch Mannequins, also Supermodels mit Austrahlung waren, eröffnete Claudia Schiffer die Ära der Supermodels. Seitdem hat die Zusammenarbeit des Duos den jeweiligen Karriere genutzt und den Stil der Modefotografie bis heute geprägt.

Der Fall eines It-Girls

Sich mit seiner Muse zu profilieren wusste auch Andy Warhol. Er förderte die hübsche Schauspielerin Edie Sedgwick durch die Besetzung in seinen Undergroundfilmen und machte sie somit zum gefeierten „It-Girl“ der New Yorker High Society. Ihr zu jener Zeit gewagtes Erscheinungsbild faszinierte den kreativen Warhol und er machte Sedgwick zu seiner Muse. Er wollte Edie zur „Königin der Factory“ – so nannte Warhol die Fabrik in der seine Werke entstanden – ernennen, um nur noch Filme mit ihr zu drehen. Doch der frühe Ruhm, der Missbrauch von Drogen, wie auch Alkohol führten zu ihrem frühen Tod.

Das Freundschaftsmodell

Der bereits aufstrebende Star französischer Designermode Hubert de Givenchy und großer Fan von US-Schauspielerin Katherine Hepburn – die mit Audrey Hepburn nicht verwandt war – sollte die Garderobe für Audrey Hepburns nächsten Film namens Sabrina entwerfen. Als er sie dann sah, war er zunächst enttäuscht, weil er mit ihrer Namensvetterin mit üppigen Haaren gerechnet hat. Denn vor ihm stand anstelle von Katherine ein kleines Mädchen mit kurzen, glatten Haaren. Doch aus dieser Begegnung entstand eine lebenslange, enge Freundschaft. Audrey Hepburn trug fortan fast nur noch Mode von Givenchy und der Film gewann nur einen Oscar – den in Kostümdesign.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch in unserer Rubrik das Interview mit Magdalena Schaffrin.

Und bleibt fleißig dran an unserem Gewinnspiel!