Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

In gut sortierten Buchhandlungen sind sie neben Comics häufig anzutreffen und füllen meistens ganze Regalreihen: Mangas. Im Comicfachhandel gibt es aber auch noch die sogenannten Manhuas und Manhwas. Was ist der Unterschied zum herkömmlichen Comic und woher kommen die Bildergeschichten überhaupt?

Die Anfänge des Mangas

Der Begriff „Manga“, der sich aus den zwei Ideogrammen „man“ und „ga“ (laut Duden „‚man‘ = bunt gemischt, kunterbunt; ‚ga‘ = Bild“) zusammensetzt, hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Damals bezeichnete der japanische Maler Katsushika Hokusai seine Skizzenbücher als „Manga“. Viele Künstler übernahmen daraufhin dieses Wort für ihre Werke. Die 1902 veröffentlichte Bildergeschichte „Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio“ von Kitazawa Rakuten wird als Vorreiter des Mangas angesehen. Allerdings akzeptierten die Japaner Mangas erst im 20. Jahrhundert als eigenständige Kunstgattung, die immer beliebter wurde. Als Wegbereiter des modernen Mangas gilt der japanische Arzt und Zeichner Tezuka Osamu. In seinem Manga „Die neue Schatzinsel“ tauchten 1947 die noch heute für Mangas typischen Kulleraugen erstmals auf.

Ein typischer Manga

Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

April, April, der macht, was er will: Die Themenvielfalt in Mangas ist groß (Foto: MulanEvyHua)

Unter einem Manga wird laut Duden ein „aus Japan stammender handlungsreicher Comic, der durch besondere grafische Effekte gekennzeichnet ist“, verstanden. Typisch für Mangas sind insbesondere die in der Regel schwarz-weißen Zeichnungen und die japanische Leserichtung. Daher werden Mangas – anders als man es von westlichen Comics kennt – quasi von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen. Charakteristisch für Mangas sind außerdem das sogenannte „Kindchenschema“ (großer Kopf und die besagten Kulleraugen) und die Darstellung von Emotionen durch bestimmte visuelle Elemente. So symbolisieren Herzen beispielsweise Verliebtheit.

Manga-Boom in Deutschland

Erst 1982 erschien mit Keiji Nakazawas „Barfuß durch Hiroshima“ der erste deutsche Manga. Dieser wurde im Rowohlt Verlag veröffentlicht, blieb aber bei den Lesern weitgehend unbeachtet. Die erste deutschsprachige Manga-Serie „Akira“, die der Carlsen Verlag ab 1991 in westlicher Leserichtung publizierte, war ebenfalls nicht erfolgreich. Dies änderte sich 1997, als der Carlsen Verlag „Dragonball“ von Akira Toriyama in der japanischen Leserichtung im Taschenbuchformat herausbrachte und damit einen Manga-Boom in Deutschland auslöste. Dieser hält bis heute an, was sich an den großen deutschen Manga-Verlagen wie Carlsen Manga, Egmont Manga, Tokyopop und Planet Manga zeigt, die jedes Jahr unzählige Mangas in verschiedenen Genres veröffentlichen. Hinzukommen noch Manhuas – aus China stammende Comics – und Manhwas, Comics aus Südkorea.

Mangas sind für alle da – zumindest in Japan

Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

Besondere Ausdruckskraft: ein Manga in schwarz-weiß (Foto: MulanEvyHua)

Während in Deutschland Mangas meist in Form von Sammelbänden im Taschenbuchformat publiziert werden, werden sie in Japan zuerst häufig auf billigem Papier in Magazinen abgedruckt, bevor sie in aufwändigen Sammelbänden mit guter Papierqualität herausgegeben werden. Diese nennt man „Tankobons“. Auch bei der Zielgruppe gibt es einen Unterschied: Bei uns in Deutschland lesen und sammeln vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren Mangas. In Japan werden Mangas jedoch von den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Altersklassen konsumiert.

Ein eigenes Museum

Da Mangas in Japan einen hohen Stellenwert als Kulturgut einnehmen, gibt es seit 2006 sogar ein eigenes Museum dafür: das Kyoto International Manga Museum. Dort befinden sich rund 300.000 Mangas. Davon können Besucher etwa 50.000 Stück, die seit den 1970er Jahren erschienen sind, an einer rund 200 Meter langen Manga-Wand, die sich über das gesamte Museum erstreckt, bestaunen und in der Regel sogar einen Blick hineinwerfen. Außerdem erhalten Interessierte viele Informationen zur Geschichte des Mangas und können Originalillustrationen bewundern.

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Nikko ist eine Stadt in der Präfektur Tochigi wenige Stunden von Tokio entfernt. Japan ist in mehrere Präfekturen aufgeteilt, ähnlich wie bei uns Bundesländer. Aufgrund ihrer guten Lage im Nikko-Nationalpark, wunderbarer Naturschauspiele sowie seiner schönen Tempelanlagen ist Nikko bei Japanern und Touristen als Ausflugsziel sehr beliebt. Wir zeigen euch, was ihr dort Stadt alles erleben könnt.

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Besonders bekannt ist Nikko für seine schönen Tempelanlagen (Quelle: Möller)

Berühmte Affen: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Besonders bekannt ist Nikko für seine großen Tempelanlagen. Diese sind vom Hauptbahnhof sowohl zu Fuß, in einem ca. 40-Minütigen Spaziergang, als auch mit dem Bus gut zu erreichen. Bedenken sollten Besucher nur, dass es im Winter und auch noch zur beliebten Reisezeit zur Kirschblüte im Frühling in Nikko sehr kalt werden kann, sodass dann dicke Winterkleidung dringend von Nöten ist. Zu den bekanntesten Tempeln in Nikko gehören der Nikkō Futarasan-Schrein, ein Shintō-Schrein, der Teil einer Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes, ist.

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Nichts hören, Nichts sehen, Nichts sagen: Das Ursprungsbild der berühmten Affen ist in Nikko (Quelle: Möller)

In der Weltkulturstätte – eine Zusammenhängende Fläche mehrerer Tempel – ist ebenfalls eine weltweite Bekanntheit zu finden: An einem kleinen, eher unscheinbaren Gebäude – der Stall der heiligen Pferde – befindet sich als Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen, die nichts (Böses) sehen, hören und sagen. Ein Foto hiervor lohnt sich ebenso wie ein Besuch der Drachenhalle, in der neben einem tollen Deckengemälde ein einzigartiges Echo zu hören ist.

Für die Tempelanlage sollten Besucher sich genügend Zeit einplanen. Einerseits ist sie

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Die Brücke befindet sich in der Nähe der Tempelanlagen (Quelle: Möller)

sehr großflächig verteilt, andererseits ist sie sehr imposant, sodass man an vielen Orten stehen bleibt, um Schnitzereien zu betrachten oder Fotos zu schießen. Auf dem Weg zurück in die Stadt lohnt sich ein Blick auf die Shinkyo-Brücke, die über den Fluss Daiya führt. An der Stelle, an der die Shinkyo-Brücke steht, hat der Legende nach der Priester Shodo Shonin, der den ersten budhistischen Tempel in Nikko errichtete, den Daiya auf zwei Schlangen überquert.

Nationalpark: Kegon Wasserfälle und unberührte Natur

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Naturspektakel: Die Kegon Wasserfälle nahe Nikko (Quelle: Möller)

Mit dem Bus gelang man vom Busbahnhof Nikko in den Nationalpark zu dem berühmten Kegon-Wasserfällen, die für viele Reiseführer zu den drei schönsten Wasserfällen Japans zählen. Die Fallhöhe des aus Vulkan-Gestein kommenden Wasserfalls beträgt knapp 100 Meter.  Zwölf kleinere Wasserfälle liegen unterhalb der Kegon-Fälle oder parallel zu ihnen. Das Wasser tritt durch zahlreiche Spalten zwischen dem Gebirge und den erkalteten Lavaströmen aus.

Der Nationalpark umfasst  eine Fläche von 114.753 Hektar und erstreckt sich über die drei Präfekturen Tochigi, Gunma und Fukushima. Der Park bietet neben einer reichen Tier- und Pflanzenwelt auch eine große Zahl von Bergen und heißen Quellen – sogenannte Onsen. Ein Besuch und ein ausgedehnter Spaziergang lohnen sich hier. Auch ein Besuch des Chūzenji-See, der in der Nähe der Kegon-Fälle liegt, ist empfehlenswert, da dieser malerische See wunderschön gelegen ist und zum Träumen einlädt. Zudem finden sich auf dem Weg von den Wasserfällen zum See

Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Wunderschöner Ausblick im Nationalpark (Quelle: Möller)

einige kleine Geschäfte und Restaurants, bei denen Besucher leckere, traditionell japanische Gerichte genießen können.

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Jeder kennt die Kirschblüte in Japan. Tausende und abertausende rosane Blüten zeichnen sich vor dem strahlend blauen Frühlingshimmel ab. Im Sommer aber lockt eine andere Blütenpracht Einheimische und Touristen ins Freie: Die Lotusblüte. Wir zeigen Euch, wo ihr die schöne Blüte besonders gut genießen könnt.

Lotusblüten in Tokio

Der Lotus gilt in Asien als Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. An der Universität Tokio gibt es sogar einen eigenen Lehrstuhl für die Erforschung des Lotus. Wer Ende Juli oder Anfang August in Japans Hauptstadt ist, kann im Ueno Park die prachtvolle Lotusblüte bewundern. Passend dazu werden an Verkaufsständen kleine Snacks aus den Wurzeln der Pflanze – wie etwa getrocknete Lotuswurzelchips – angeboten.  Besucher, die zu dieser Zeit den ebenfalls dort befindlichen Ueno Zoo besuchen, können neben den entzückenden Tieren, wie Pandas, auch einen Spaziergang auf Stegen durch die Lotusfelder unternehmen. Dort erwarten sie die hohen Pflanzen mit den zartrosa Blüten. Ein wahres Erlebnis.

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Nijo Castle in Kyoto: Der frühere Sitz des Shogun (Foto: Möller)

Nijo Castle in Kyoto

Die ehemalige Hauptstadt Kyoto ist für Japan-Besucher ein wahrer Quell an Sehenswürdigkeiten. Hier reiht sich ein Weltkulturerbe ans nächste und Touristen kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Ort um hier die Lostusblüte zu besichtigen ist das Nijo Castle, eine japanische Burganlage und ehemaliger Sitz des Shōguns (Anführer der Samurai). Neben dem beeindruckenden Schloss mit dem berühmten Nachtigallenparkett – ein Bodenbelag der den Shogun durch Geräusche vor sich nähernden Personen warnte – lassen sich hier in kleinen Seen und im Burggraben die prächtigen Lotuspflanzen anzuschauen.

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Die Burg von Matsumoto: Vom Burgturm hat man einen schönen Ausblick auf den Burggraben (Foto: Möller).

Lotus im Burggraben in Matsumoto

Die schwarze Burg in Matsumoto, die auch Krähenburg genannt wird, ist für viele Japan Besucher ein Highlight ihrer Reise. Die in der Präfektur Nagano gelegene Burg ist eine der wenigen original erhaltenen  Burgen und Teil des Nationalschatzes Japans.  Durch ihre schwarze Farbe und die orange-rot gestrichenen Brücken, die über den Burggraben gehen, fällt sie Besuchern gleich ins Auge. Die Lotusblüte lässt sich hier auch schön von oben beobachten, wenn man den – teilweise durch sehr schmale Treppen führenden – Aufstieg auf das Burgdach wagt.

Botanischer Garten in Hiroshima

Die Zeit der Lotusblüte – Sommer in Japan

Ein zauberhafter Ort: Der botanische Garten in Hiroshima (Foto: Möller)

Die von einer Atombombe getroffene Stadt Hiroshima bietet ein ganz eigenes Flair aus Erinnerung und Neuanfang.

Ein Besuch des Atomdoms – das Gebäude, über dem die Bombe explodierte – und des Atommuseeums sind nicht nur eindrucksvoll, sondern nicht zuletzt auch ein Mahnmal. Hier sieht man, mit welcher Wucht die Bombe explodiert ist und welche Auswirkungen dies für die Stadt und seine Bevölkerung hatte. Gleichzeitig zeigt Hiroshima aber auch, wie ein Neuanfang nach einer solchen Tragödie gelingen kann. Ein Ort, an dem dies deutlich wird, ist der botanische Garten in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die stille Oase inmitten der Großstadt ist nicht nur zur Lotusblüte einen Besuch wert und entführt Touristen in eine ganz eigene Welt, weit weg von der Hektik der Stadt.

Japan-Reihe, Teil 1: Tokyo – Hauptstadt und Megametropole

Wer das erste Mal nach Tokyo kommt ist von der schieren Größe der Stadt überwältigt. Dabei besticht Japans Hauptstadt gerade für Touristen durch eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die sich mit kleinen, einheimischen Orten abwechseln. Bei einer Reise nach Japan sollte diese Stadt natürlich auf keinen Fall fehlen, bietet sie doch dank der internationalen Flughäfen einen guten Ausgangpunkt für Touren.

Tokyo von oben

Tokyo von oben: Auf jeden fall einen blick wert (Foto:Möller)

Tokyo von oben: Auf jeden Fall einen Blick wert (Foto:Möller)

Um sich einen Überblick über die Metropole zu verschaffen lohnt es sich hoch hinaus zu fahren. Dafür bieten sich vor allem zwei Aussichtsplattformen an: Der Tokyo-Tower und die Aussichtsplattform auf dem „Tokyo Metropolitan Government“- Gebäude. Letztere hat den Vorteil, dass sie kostenlos zu besuchen ist, auch wenn mit längeren Schlangen vor den Aufzügen zu rechnen ist. Von oben hat man einen herrlichen Blick über die Stadt, die scheinbar den ganzen Horizont einnimmt und kein Ende findet. Vor allem vom „Tokyo Metropolitan Government“-Gebäude – dem Rathaus der Stadt – hat man einen schönen Blick auf den bekannten Meji-Schrein samt angrenzendem Park. Ein Besuch ist dieser allemal wert.

Die berühmteste Kreuzung und der treuste Hund der Welt

Ganz schön viel los: Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt inf Shibuya (Foto: Möller)

Ganz schön viel los: Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt inf Shibuya (Foto: Möller)

Shibuya – Der Name steht für die größte Kreuzung der Welt. Hier überqueren pro Ampelphase bis zu 15.000 Menschen die Straße. Das muss man einmal erlebt haben und die Kreuzung ebenfalls überqueren. Vorher lohnt es sich aber noch die wohl berühmteste Hunde-Statur des Landes anzusehen, die direkt am Ausgang des Bahnhofes von Shibuya steht. Hachiko war ein japanischer Atika-Hund und ist zum Inbegriff für Treue geworden; Auch nach dem Tod seines Herrchens ging er jeden Tagzum Bahnhof um darauf zu warten, dass sein Herrchen von der Arbeit kommt. Neben der Kreuzung und der Statur lohnt es sich aber auch einen Spaziergang durch Shibuya einzuplanen. Das Viertel strotzt vor Energie und Lebensfreude. Hier gibt es viele Geschäfte und Cafés und an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.

Leuchtend, bunt, elektronisch – Akihabara

Bunt und schrill: Akihabara (Foto: Möller)

Bunt und schrill: Akihabara (Foto: Möller)

Kein Viertel Tokyos ist leuchtender, lauter und überwältigender als Akihabara. Das Elektronikviertel ist der Traum eines jeden Technik-Liebhabers. Hier reiht sich ein Kaufhaus mit elektronischen Errungenschaften an das nächste – nur unterbrochen von riesigen, lauten Pachinko-Hallen (Anm. d. Red: Pachinko ist eine Art Glücksspiel mit kleinen Metallkugeln) und dem Konzert-Gebäude von AKB48, einer Mädchen-Band mit 48 Mitgliedern. Hier sollte man abends hinkommen, wenn die Straßen voll sind und die Leuchtreklamen ihre Wirkung entfalten.

Tokyos grüne Lunge – der Ueno Park

Ueno Park zur Kischblütenzeit (Foto: Möller)

Ueno Park zur Kischblütenzeit (Foto: Möller)

Der Ueno-Park mit dem angrenzenden Zoo ist so etwas wie Tokyos Naherholungsgebiet. Hier kann man durch eine wunderschöne Parkanlage schlendern und ein wenig Ruhe in der hektischen Metropole finden. Zur Zeit der Kirschblüte allerdings ist der Park stark bevölkert, da jeder Japaner sein Kirschblütenfest mit einem Picknick im Ueno-Park feiern will.

Dies war der Auftakt unserer Japan-Reihe. Der nächste Teil entführt euch nach Kyoto, der alten Kaiser-Stadt.

 

Do-It-Yourself-Projekt: Origami-Herz-Lesezeichen

Gefaltet: Origami-Herz-Lesezeichen verschönern das Lesen (Foto: Onat)

Gefaltet: Origami-Herz-Lesezeichen verschönern das Lesen (Foto: Onat)

Ob für Verwandte, Freunde oder Verliebte gedacht – ein Origami-Herz-Lesezeichen dürfte das Herzblatt eines jeden Lesefreundes sein, da es Eselsohren ein stilvolles Ende bereitet. Es lässt sich nicht nur – auch als Laie der asiatischen Papierfaltkunst – blitzschnell und einfach in wenigen Schritten herstellen, sondern verschönert zudem jedes Buch. Daher eignet sich das romantische Lesezeichen sowohl für die heimische Lektüre als auch als Geschenk für Buchstabenfans jeden Alters.

Materialien:

  • quadratisches Papier, Größe nach Belieben
  • nach Bedarf eine Schere und ein Klebestreifen

Anleitung:

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 1 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 1 (Foto: Onat)

1. Für das Origami-Herz-Lesezeichen wird quadratisches Papier benötigt, welches aus Origami- und Washi-Papier, aber auch aus normalen sowie bunten Blättern oder Geschenkpapier gewonnen werden kann. Zunächst das Blatt einmal von oben nach unten falten. Wer mag, kann dieses an der Faltstelle durchschneiden, um zwei Lesezeichen herzustellen. Ob zerteilt oder am Stück gelassen – das entstandene Rechteck wird erneut von rechts nach links bis zur Hälfte gefaltet.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

2. Nun das Papier von der rechten zur linken Seite bis zur Mitte falten und wieder öffnen, sodass die Faltstelle gut sichtbar ist. Entlang dieser Stelle werden nämlich die rechte und die linke Hälfte diagonal nach oben gefaltet.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 3 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

3. Das Blatt wenden, sodass die dreieckige Lasche, die beim Origami-Herz-Lesezeichen später an die Buchseite gesteckt wird, nach vorne zeigt. Das Stück oberhalb dieser Lasche bis zur Mitte falten und wieder öffnen. Anhand der neu entstandenen Faltlinie wird dasselbe Stück erneut bis zur Mitte gefaltet und geschlossen gehalten.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 4 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 4 (Foto: Onat)

4. Oben die inneren und äußeren Ecken zu kleinen Dreiecken einfalten, um das Herz abzurunden. An dieser Stelle braucht das Origami-Herz-Lesezeichen nur ein letztes Mal gewendet werden, um sogleich an eine Buchseite geheftet werden zu können. Wer die beiden Hälften des Herzes fixieren möchte, kann vor dem Wenden noch einen kleinen Klebestreifen anbringen.

Japanischer Grilllachs in Sake-Marinade

Japanische Fischspezialitäten sind weltweit beliebt. Egal ob Sushi, Sashimi oder Kugelfisch – diese Gerichte kennt fast jeder. Doch heute stellen wir euch eine neue Spezialität vor, einen leckeren Grilllachs in Sake-Marinade. Dieses Rezept wird euch verzaubern: Es lässt sich nicht nur schnell und kinderleicht zubereiten, sondern kommt auch mit nur sechs Zutaten aus.

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Zutaten:

Acht Scheiben Tiefkühl-Lachsfilets

180 Milliliter Sake

180 Milliliter Soja-Sauce

180 Milliliter Reiswein

zwei Limetten

Reis als Beilage

Zubereitung:

Die Lachsfilets auftauen lassen, unter fließendem Wasser abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend in eine Auflaufform legen. Den Reiswein, die Soja-Sauce und den Sake in einer Schüssel mischen und über den Lachs gießen. Anschließend die Limetten auspressen und den Saft ebenfalls über dem Lachs verteilen. Die Schale der Limette könnt ihr nun in Viertel schneiden und in die Marinade legen. Das verstärkt den feinen Limetten-Geschmack. Die Auflaufform nun mit Frischhaltefolie abdecken und für circa eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach der Hälfte der Zeit könnt ihr bereits damit anfangen den Reis zu kochen.

Den Backofen in der Grillfunktion nun auf circa 200 Grad vorheizen und den Lachs hineinstellen. Nach zwei bis drei Minuten sollten die Filets gewendet werden und erneut für weitere zwei bis drei Minuten unter dem Grill bleiben. Schon ist der leckere Grillachs fertig. „O shokuji oo tanoshimi kudasi“ beziehungsweise: Guten Appetit!

Tipp: Die Marinade kann auch als Soße verwendet werden. Wenn ihr von dem Sake noch etwas übrig habt, dann ist das passende Getränk zum Essen auch schon gefunden.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier ein Rezept für Couscous-Bratlinge mit Joghurt-Dip.

Life in Japan: Tipps zum zurechtfinden in einer fremden Welt

Kunterbunte Lichter, viele Menschen, eine laute Geräusch-Kulisse, fremde Gerüche – der erste Eindruck auf den Straßen Tokios ist überwältigend. Die Mega-Stadt besticht durch schiere Masse. Überall ist man von leuchtenden Neon-Schilder, herumlaufenden Menschen und dudelnder Musik umgeben . Gleichzeitig ist aber – wie überall in Japan – alles sehr sauber und die Menschen super höflich – auch wenn die Verständigung etwas schwierig ist. Doch wie wie findet man sich zurecht in der fremden Welt?

Sitten kennen

Aufpassen: Wer immer die Augen aufhält, kann nicht viele Fehler machen (Foto: Möller)

Aufpassen: Wer immer die Augen aufhält, kann nicht viele Fehler machen (Foto: Möller)

Vor allem in Ländern, mit anderen Traditionen und Sitten ist es wichtig ich mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut zu machen. So gilt es in Japan etwa als unschicklich, sich geräuschvoll auf der Straße die Nase zu putzen. Das laute schlürfen einer Suppe aber gehört zum guten Ton und signalisiert dem Gastgeber, dass es einem gut schmeckt. Auch nach dem Weg fragen kann in Japan schwierig werden – nicht nur herrscht eine große Sprachbarriere: Japaner verlieren nicht gerne ihr Gesicht und geben zu, dass sie etwas nicht wissen. Deswegen kann es passieren, dass einem ein freundlicher Passant – obwohl er den gesuchten Ort nicht kennt – zielsicher eine bestimmt Richtung zeigt. Diese muss jedoch nicht unbedingt stimmen.

Anpassen

Ausprobieren: Natp-Bohnen und Seetang-Salat zum frühstpck? Warum nicht (Foto: Möller)

Ausprobieren: Nato-Bohnen und Seetang-Salat zum Frühstück? Warum nicht (Foto: Möller)

Manchmal muss man ins kalte Wasser springen und sich anpassen. Etwa wenn es heißt, dass vor einem Besuch des Tempels, einer Wohnung, oder eines Restaurants mit Tatami-Matten die Schuhe ausgezogen werden müssen. Ganz einfach gelingt dies, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht und die Menschen links und rechts beobachtet. Und im Zweifel gilt: Wenn etwas falsch läuft, wird einen schon jemand darauf hinweisen. Auch beim Essen gilt: Anpassen und Ausprobieren. Lokale Spezialitäten – wie etwa die fermentierten Nato-Bohnen – mögen nicht jedem schmecken. Ein Erlebnis ist ihr Genuss aber auf jeden Fall und am Ende der Reise hat man eine Geschichte mehr.

Kommunizieren

Vor allem in Ländern, deren Sprache man nicht spricht fällt das Kommunizieren oft schwer. Wenn dann noch eine gewisse Englisch- Unverständigkeit hinzukommt, will man anfangs gerne mal verzweifeln. Doch auch das gehört zum Urlaubsfeeling dazu. Einfach ein kleines Wörterbuch einstecken und im Falle eines Falles – etwa bei Allergien und Unverträglichkeiten beim Essen – dem Gegenüber  den Begriff im Wörterbuch zeigen. Auch mit Händen und Füßen lässt sich sehr gut kommunizieren – wobei man hier darauf achten sollte, dass für uns normale Gesten nicht überall auf der Welt das gleiche bedeuten.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier ein Rezept für einen leckeren Auberginen Salat.

Level up – Videospiele erobern die Wissenschaft

Eine Uni, die sich für Computer- und Videospiele interessiert – das Traumgebilde eines Gamers? Keineswegs. Die Japanologie der Universität Leipzig hat im Rahmen des Bereiches „Japan im Zeitalter der neuen bzw. digitalen Medien“ die Erforschung japanischer Videospiele zu einem ihrer zentralen Forschungsgebiete gemacht.

Seit mehr als vierzig Jahren haben sich digitale Spiele zu einer der beliebtesten Unterhaltungsmöglichkeiten entwickelt. Nicht nur in Japan sind seine Videospiele populär. Sie üben seither einen starken Einfluss auf die Spielkultur weltweit aus. Man denke nur an die Nintendoklassiker wie Super Mario Bros. oder The Legend of Zelda.

Level up - Videospiele erobern die Wissenschaft

Universität Leipzig Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften Ostasiatisches Institut / Japanologie Juniorprofessor Dr. Martin Roth (Foto: Swen Reichhold / Pressestelle der Universität Leipzig)

Die Japanese Videogames Research Initiative – die Initiative zur Erforschung japanischer Videospiele ist noch sehr jung. Erst 2015 wurde sie von Dr. Martin Roth, dem Leipziger Juniorprofessor für Japanologie, ins Leben gerufen. Schon seine Dissertation schrieb er über die politischen Potentiale japanischer Videospiele. Nun forscht er auf dem Gebiet „Japan im Zeitalter der neuen bzw. digitalen Medien“. Bei seiner Doktorarbeit stieß er auf das Problem, dass viele der japanischen Videospiele hier in Deutschland nicht oder zumindest schwer zugänglich sind. Genauso verhält es sich mit der benötigten Technik. Doch für die ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung ist die unbehinderte Zugänglichkeit unabdingbar. So kam ihm die Idee eine Sammlung der Spiele zu beginnen, um sie für Forschung, Studium und Lehre erreichbar zu machen.

Ein wichtiger erster Schritt zum Traum von einer der größten Sammlung japanischer Videospiele war kürzlich die Schenkung von 4500 Spielen der japanischen CERO – der Computer Entertainment Rating Organization. Sie kümmert sich um die Bewertung von Computer und Videospielen. „Damit war ein guter Anfang für eine solche Sammlung in Leipzig geschaffen, die wir nun erschließen und hoffentlich in Zukunft ausbauen können“, beurteilt Roth die Schenkung. Leider kann er bisher nicht viel über deren Inhalt sagen, da gerade erst damit begonnen wurde, die Kisten zu öffnen. Derzeit besteht die Sammlung außerdem noch aus den Spielen, die Roth im Rahmen eines Seminars für die Studenten angeschafft hatte.

Durch die Initiative sollen Informationen über die Spiele und deren Kultur gesammelt werden. Die Forschungsschwerpunkte liegen dabei in verschiedenen Richtungen. Zum ersten sind das die Inhalte und das Spielgeschehen. Dabei wird vor allem auf die Ausdrucksmöglichkeiten, Kreativität und deren Bedeutung geachtet. Eine zweite Perspektive ist der gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Einfluss, den die Spiele haben.
Weiterhin wird betrachtet, welche Auswirkungen die Globalisierung und die Ausdehnung eines weltweiten Marktes auf die Entwicklungs-, Produktions-, und Konsumbedingungen mit sich bringen.

Level up - Videospiele erobern die Wissenschaft

Noch ist nicht bekannt, welche Schätze man aus CEROs Kisten hervorholen wird (Foto: Martin Roth / Universität Leipzig)

Außerdem beschäftigt sich die Initiative sowohl mit der historischen Bedeutung, wie zum Beispiel dem Verhältnis zwischen der Nachkriegsgeschichte Japans und des Entstehens der Spielekultur, als auch mit den zukünftigen Entwicklungen der Spielkultur.
Zuletzt liegt ein besonderes Augenmerk darauf, wie die japanische Spielkultur von außen betrachtet wird. Dazu kann übrigens jeder beitragen, denn auf der Webseite jGames wird dazu aufgerufen, seine Assoziationen und Erinnerungen an die gefundenen Spiele mitzuteilen.
Die Ergebnisse der Forschungen sollen anschließend der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Doch nicht nur die Forschung interessiert sich für die Spiele. Sie können dazu verwendet werden die Geschichte, Kultur und Sprache Japans besser zu verstehen. Es soll sogar ein eigenes Spiel zum Erlernen des Japanischen entwickelt werden.

Um die Initiative voranzubringen, will Roth mit internationalen Forschern zusammenarbeiten. Workshops und Tagungen sollen den Austausch mit interessierten Organisationen, Spieleherstellern und Forschern unterstützen

Wie genau die Schenkung von CERO aussieht wird sich bald zeigen. Auf dem 1box/week blog wird in Kürze jede Woche über die Funde berichtet. Es bleibt also spannend!

Vorschau: Nächste Woche könnt Ihr hier Elisabeths Nachruf auf Henning Mankell lesen.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Bunt: Bentos zeichnen sich durch verschiedene Formen und Farben aus (Foto: Onat)

Ob auf dem Schulhof, im Büro oder bei einem Picknick: Irgendwann tritt der Zeitpunkt ein, in dem man das mitgebrachte Essen hervorholt und hofft, dass es einem mundet. Besonders bei Kindern ist es schwierig, gesundes und ausgewogenes Essen schmackhaft zu machen. Durch essbare Kunst hat man in Japan dieses Problem beseitigt: In „Bento“-Boxen – vergleichbar mit den Vesper- und Lunch-Boxen hierzulande – werden beliebte Figuren und Charaktere hergezaubert, die den Kleinen große Freude beim Essen bereiten. Da sich die tragbare Ration an Kunst aber auch bei Erwachsenen großer Beliebtheit erfreut, finden sogar nationale Bento-Wettbewerbe statt.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Prall gefüllt: Nur so überleben die Kunstwerke den Transport (Foto: Onat)

Die Regeln der Kunst
Da „Bento“ lediglich die Darreichungsform der Speisen in Bento-Boxen umschreibt, ist die Theorie schnell erklärt: Verschiedene Lebensmittel werden durch Trennwände separat in einem Behälter angerichtet. Für eine ausgewogene Ernährung sollte ein Bento dabei aus drei Teilen Kohlenhydraten, zwei Teilen Proteinen und einem Teil Gemüse bestehen. Das traditionelle, japanische „Washoku“-Prinzip ist eine weitere Möglichkeit der Bento-Herstellung. Hierbei soll durch saisonale Produkte, der schonenden Zubereitung und der besonderen Form des Anrichtens die Harmonie der Natur widergespiegelt werden. Für diese Bento-Form werden die einzelnen Speisen je nach fünf Farben, fünf Geschmacksrichtungen, fünf Zubereitungswegen oder den fünf Sinnen entsprechend gewählt.

Essbare Kunst für Anfänger
Damit die essbaren Kunstwerke auch den Transport überstehen ist es wichtig, die Tragebox bis zum Anschlag zu füllen und keine Freiräume zu lassen. So wackeln keine Lebensmittel oder werden hin- und her gerüttelt. Zudem sollten nur abgekühlte Speisen eingepackt werden, da sich sonst Kondenswasser und Keime bilden können. Hat man wiederum keine Bento-Box mit Trennwänden zur Verfügung, kann man sich diese selbst herstellen: sei es durch Muffin-Förmchen, Silikonformen, Salatblättern oder ähnliches.

Eier in Herz-Form
Zwar gibt es für die Herstellung von Formen und Figuren kleine, nützliche Helfer, allerdings lässt sich dies durch Kreativität auch selbst bewerkstelligen. Mit einem Tetra-Pak, einem Stift und Gummibändern lassen sich gekochte Eier problemlos in Herzen verwandeln: Hierfür zunächst ein Rechteck aus dem Tetra-Pak schneiden und längs in der Hälfte falten. Nun das frisch gekochte, warme Ei darauf platzieren und mit einem Gummiband einen Stift auf dem Ei fixieren. Nach zehn Minuten kann das Ei bereits halbiert werden, sodass zwei Herzen daraus entstehen.

Rührei-Sonnenblumen

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Gerollt: Schnell lässt sich aus einem Rührei eine Blume herzaubern (Foto: Onat)

Fertig zubereitete Eier lassen sich – ähnlich wie Toastbrot, Käse und Wurst – mit Plätzchen-Ausstechern schnell zu verschiedenen Dekorationselementen ausschneiden. Doch diese Rührei-Blumen erblühen sogar ganz ohne Hilfsmittel: Ihr braucht lediglich das fertige Rührei zur Hälfte zusammenklappen und zu einem Rechteck ausschneiden. Nun die gefaltete Seite mit kleinen Einschnitten versehen und ein Würstchen darin einrollen. Für die vegetarische Variante lässt sich das Würstchen durch Spargel oder Karotten ersetzen – oder einfach ganz weglassen. Auch hier lässt sich für rosa Blumen eine Scheibe Wurst verwenden.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Gestreift: Nicht nur Formen, sondern auch Farben sollten Abwechslung bieten (Foto: Onat)

Gestreifter Käse
Wer aus Käse nicht einfach nur Formen ausstechen möchte, kann durch farbliche Kontraste den Käse richtig in Szene setzen. Hierfür einfach dunklere und hellere Scheiben abwechselnd übereinander stapeln und mit einem Messer in dünne Scheiben schneiden. Kombiniert man dabei Wurst-Scheiben, erzeugen diese rosa Streifen. So machen die ausgestochenen Figuren gleich mehr her. Übrigens erleichtert eine Folie zwischen dem Käse und der Ausstechform das Herauslösen aus dieser.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Aufgespießt: Mit einem Zahnstocher lassen sich verschiedene Elemente fixieren (Foto: Onat)

Pokemon- und Super-Mario-Eier
Für diese essbaren Party-Hingucker benötigt ihr lediglich gekochte Eier, kleine Tomaten, etwas Käse, Zahnstocher und getrocknete Algen-Blätter – auch Nori genannt. Halbiert die Eier und Tomaten und steckt mit einem Zahnstocher jeweils eine Ei- und eine Tomatenhälfte zusammen. Nun müssen lediglich aus dem Käse und den Algen die übrigen Dekorationselemente herausgeschnitten werden. Für kleine Elemente eignet sich am besten eine Schere.

Essbare Farben
Um essbare Kunstwerke zu erschaffen, benötigt man nicht nur verschiedene Formen, sondern vor allem Farben. Da in Japan künstliche Lebensmittel verpönt sind, greift man auf natürliche Lebensmittel zurück: Beispielsweise lassen sich Reis und Eier durch etwas Kurkuma oder Curry-Pulver gelb färben. Ketchup sorgt in den Speisen für eine rötliche Färbung. Für ein zartes Rosa eignet sich Rotkohl – in Kombination mit Essig ergibt dieses wiederum einen hellen Blauton. Durch dunkle Sojasauce entsteht schnell ein sattes Braun. Wer den Reis anschließend formen möchte, tut dies am besten, indem er ihn in Folie wickelt und diese dann in die gewünschte Form bringt. So bleibt nichts an den Händen kleben.

Bento – Essbare Kunst für Anfänger

Aufgefächert: Mit nur wenigen Schnitten wird ein Apfel zu einem Blatt (Foto: Onat)

Apfel-Blätter
Hierfür einen Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Eines der Viertel nehmen und der Länge nach schräg auf beiden Seiten einschneiden. Dadurch sollte ein kleineres Apfelstück herauskommen. Dieses nun erneut so einschneiden und mit den entstehenden Stücken ebenso verfahren. Die einzelnen Teile braucht ihr nur noch auseinander zu fächern, um ein Blatt daraus zu legen. Mit einfachen Tricks lassen sich somit selbst aus einzelnen Zutaten kleine Kunstwerke erschaffen, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen.

Vorschau: Nächste Woche geht es im vierten Teil unserer Reihe weiter mit der gesunden Ernährung.

Tipps zur Einreise und Ferienplanung

Ferien sind für viele die schönsten Wochen im Jahr. Oft zieht es einen dabei in fremde Länder, in denen man sich erholen, Neues entdecken und den Alltagstrott abwerfen will. Doch vor allem bei Reisen außerhalb der Europäischen Union gibt es sowohl bei der Einreise als auch bei der allgemeinen Ferienplanung einiges zu beachten. Was genau, verrät euch heute die Tipps&Tricks-Redaktion:

Visa, Pass und Impfungen

Vorher Buchen lohnt sich: Wer Fahrkarten für den japanische Shinkanzen früh bucht kann viel Geld sparen. (Foto: Möller)

Vorher Buchen lohnt sich: Wer Fahrkarten für den japanische Shinkanzen früh bucht kann viel Geld sparen. (Foto: Möller)

Vor jeder Reise solltet ihr euch über die Einreisebestimmungen des Ziellandes informieren. Was darf eingeführt werden und worauf müsst ihr achten. Zudem solltet ihr schauen, ob ihr einen Reisepass braucht und ihn gegebenenfalls frühzeitig beim Amt bestellen. Wenn ihr bereits einen Reisepass besitzt, solltet ihr seine Gültigkeit überprüfen. Dasselbe gilt für Visa: Braucht ihr ein speziell beantragtes Visum wie etwa bei einer Einreise in die USA – oder könnt ihr direkt vor Ort ein Touristenvisum beantragen wie etwa bei der Einreise in die Dominikanische Republik oder Japan. Zudem solltet ihr euch vor allem bei Fernreisen darüber informieren, ob Impfungen für die jeweiligen Länder empfohlen werden. Das könnt ihr ganz einfach auf der Seite des Auswärtigen Amtes tun. Dort findet ihr neben aktuellen Reisewarnungen auch allgemeine Reiseinformationen sowie Einreisebestimmungen und Zollvorschriften. Zudem ist es empfehlenswert, vor Reisebeginn eine kleine Notfallapotheke einzurichten mit wichtigen Medikamenten die ihr immer braucht – beispielsweise die Pille, Pflaster, Desinfektionsmittel und Medikamente gegen Übelkeit oder Durchfall .

Gefängnisinsel Alcatraz: Touren hierhin sind schnell ausgebucht. Vorher buchen lohnt sich also (Foto: Möller)

Gefängnisinsel Alcatraz: Touren hierhin sind vor allem in den Ferien schnell ausgebucht. Vorher buchen lohnt sich also (Foto: Möller)

Karten, Eintritte und Reservierungen

Manche Sehenswürdigkeiten kann man nur nach vorheriger Reservierung besuchen – so etwa den alten Kaiserpalast in Kyoto, für dessen Besuch man sich vor der Reise offiziell anmelden muss. Aber auch beliebte Attraktionen wie die Insel Alcatraz in den USA oder besondere Veranstaltungen wie Musicals sollten vor Reisebeginn gebucht werden. Zwar muss man sich bei der Reservierung schon auf einen Tag und eine Uhrzeit festlegen, aber dafür kann man die gewünschte Attraktion besuchen, ohne lange an Ticketschlangen anstehen zu müssen oder gar keine zu bekommen. Auch über bestimmte Vergünstigungen für Touristen lohnt es sich Informationen einzuholen. So kann man etwa als Tourist vergünstigte Fahrkarten für die japanischen Shinkanzen Züge kaufen oder nach Vorlage eines ausländischen Passes bei bestimmten amerikanischen Einkaufshäusern die Mehrwertsteuer sparen. Damit werden die schönsten Tage des Jahres dann noch besser.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier einen Bericht zum Thema Onlinedating.