Evernote-Notizen per Mail senden (Quicktip)

Was Evernote ist und wie es funktioniert, habe ich euch in meinem letzten Beitrag näher gebracht. Wenn ihr Evernote nun schon ein paar Tage genutzt habt, standet ihr womöglich vor folgender Situation:

Ihr sitzt im parkenden Auto, seid kurz vorm Schlafen oder zwischen Tür und Angel und habt gerade einen Geistesblitz. Zur Hand ist nur euer Smartphone. Klar könnte man die Notiz jetzt über die Tastatur via T9 eintippen oder Evernote öffnen und via Sprachnotiz diktieren. Nun könnte es folgende Probleme geben:

  • Bei Eintragung über die Tastatur fällt eine solche Notiz aufgrund von Faulheit, Müdigkeit, Zeitdruck oder Stress oftmals relativ kurz aus und ein paar Tage später kann man den damaligen Gedankengang wahrscheinlich nicht wieder nachvollziehen.
  • Um die App zu öffnen und eine Sprachnotiz zu diktieren, benötigt man Datenvolumen und eine stabile Verbindung. Ist beides nicht vorhanden, kommt das Ganze ins Stocken und man benötigt mehr Zeit – Zeit, die man in Situationen mit Zeitdruck nicht hat.

Die Alternative ist also der heutige Quicktip:

Einfach beispielsweise die Sprachnotiz via Siri diktieren und direkt per E-Mail an Evernote als Handykontakt senden lassen. Selbst wenn keine Verbindung da ist, geht die E-Mail nicht verloren, sondern landet unter „Entwürfe“ und wird bei vorhandener Verbindung versendet.

Nun seid ihr gefragt: Habt ihr die E-Mail-Funktion von Evernote schon entdeckt und genutzt oder hört ihr mit diesem Beitrag erstmalig davon? Schreibt es in die Kommentare!

Vorschau: Am Sonntag, 13. Juli erkläre ich euch die „Beitrag planen“-Funktion für Facebook-Seiten.

Evernote – mehr als nur Notizen

Wer von euch kann mobil jederzeit auf den Einkaufszettel, die Urlaubsplanung für den nächsten Irland-Trip und das komplexe Projekt, das man gerade betreut, zugreifen?

Klar, wenn die Handtasche groß genug ist, bekommt Frau das auch mit Notizbüchern und zentnerschweren Collegeblöcken hin – aber seien wir ehrlich: Der einfachere Weg ist Evernote.

Evernote? Noch nie gehört?

Zu viel Papiermüll ? Das ist Vergangenheit dank Evernote (Foto: Odermatt)

Zu viel Papiermüll ? Das ist Vergangenheit dank Evernote (Foto: Odermatt)

Evernote ist dein virtuelles Gedächtnis – und so überrascht auch der Elefant als Logo nicht. Mit der Software Evernote habt ihr die Möglichkeit Notizen in der Cloud zu speichern und diese von überall aus abzurufen. Das geht mithilfe der entsprechenden App am PC, am Smartphone oder Tablet. Diese ist für alle Plattformen kostenlos zu haben.

Der Gesamtspeicherplatz für die Notizen in der Cloud wird durch den Anbieter nicht limitiert. Stattdessen gibt es verschiedene Pakete, die sich durch die Upload-Kapazität unterscheiden. Die kostenlose Version bietet 60 Megabyte im Monat an. Nach einem Monat wird das verbrauchte Datenvolumen dann wieder auf Null zurückgesetzt. Viele kennen das ja bereits von ihrem Datenvolumen beim Smartphone-Vertrag. Die kostenlose Version ist für reine Textinhalte und gelegentliche Bilder oder Belege hervorragend geeignet.

Wer Evernote komplex nutzt, wird jedoch schnell an die Grenzen der Upload-Kapazität der kostenlosen Version kommen.

Unter „komplexer Nutzung“ ist Folgendes zu verstehen:

  •  das häufige Einscannen und Abfotografieren von Belegen, Visitenkarten usw. via Smartphone, die samt Kurznotiz in Evernote gespeichert werden
  •  die Recherche im Web, mit der man dank „Webclipper“ sehr lesefreundliche Artikel direkt in Evernote abspeichern kann
  •  das Ablegen von Fotos in Evernote samt Notizen

Für solche Fälle gibt es die Premium-Version mit einem Gigabyte Upload-Kapazität für fünf Euro monatlich oder 40 Euro im Jahr. Im nachfolgenden Video nutze ich die Premium-Version und habe mit dieser Version noch nie die Upload-Kapazität von einem Gigabyte (1.000 Megabyte) aufgebraucht.

Wie gefällt euch der Funktionsumfang von Evernote? Könntet ihr euch vorstellen, damit zu arbeiten oder arbeitet ihr bereits damit?

Vorschau: Am Sonntag, den 08. Juni gibt es an dieser Stelle einen Quick Tipp zu Evernote.

Cool sein kann nicht jeder

Gerade neigen sich die Fashion Weeks in Berlin, New York, London, Mailand und Paris dem Ende zu. Somit sind die neuen Street Style-Trends auch schon gesetzt: Überall findet man Bilder von Bloggerinnen und Stars wie Anna Dello Russo, Chefin der japanischen Vouge, mit verrückten, bunten und lustigen Handyhüllen. Sie sind das neue It-Accessoire. Ob als Pommestüte von Moschino, als Duff Beer Dose von Urban Outfitters, als Hot Dog von Asos oder als Nagellackfläschchen von Iphoria – wer solche Hüllen aus Silikon oder Hartplastik besitzt, ist up to date und liegt damit voll im Trend.

Als ob es nicht schon genügt, als Smartphone-Besitzer „in“ zu sein, muss jetzt noch eins drauf gesetzt werden: Das elektronische Spielzeug dient ab sofort auch als cooles Accessoire. Aber cool sein kann nicht jeder. Was ein blöder Zufall, dass es die meisten Hüllen nur für das Iphone 5 oder 5s gibt. Wer da nicht mithalten kann, liegt nicht im Trend und ist leider uncool.

auffallender Nagellack und Handy in der Hand - cool sein kann eben nicht jeder (Foto: T. Gartner)

 Cool sein kann eben nicht jeder

(Foto: T. Gartner)

Ein ähnliches Prinzip herrscht beim Beauty-Trend schlecht hin: Bunte Nail-Art zum Aufkleben ist ebenso wie die Handyhüllen eines der neuen It-Accessoires. Es gibt sie in tausenden verschiedenen Varianten und Farben: Als Fake-Nägel oder Nagelfolien in grafischen Mustern, mit einem hippen Moutache oder im Leo-Style. Nun reicht es auch nicht mehr aus, seine natürlich gewachsenen Nägel in nude oder fetzigen Farbtönen zu lackieren. Stattdessen müssen unechte Klebe-Nägel her, um als Accessoire zu dienen. Erscheint logisch, denn wenn man den ganzen Tag sein Smartphone in den Händen hält, um die neue Hülle zu präsentieren, müssen die Nägel natürlich mit dem Iphone konkurrieren – ein trendiges Accessoire scheint vielen nicht mehr auszureichen.

Was dann nicht fehlen darf, ist die Handtasche mit dem eigenen Namen drauf, wie es das britische Supermodel Cara Delevingne, It-Girl Alexa Chung und die US-amerikanische Sängerin Lana Del Rey vormachten. Sie alle bekamen eine nach ihnen benannte Tasche der Luxusmarke Mulberry. Cara Delevingne durfte sogar auch an deren Designs mitgestalten. Das eben noch angesagte Namenstattoo wird also mal eben von einer mit dem eigenen Namen bedruckten Tasche abgelöst und der süße Verkäufer hinter der Theke kann gleich auf der Tasche lesen, wie man heißt. Wer also so richtig cool sein will, holt sein Smartphone aus der Tasche, klebt sich in Windeseile die bunten Fake-Nägel auf und hofft, in den nächsten paar Sekunden von einem Street Style-Fotografen entdeckt zu werden.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr das 1×1 des Modebloggins lernen.

„Flash braucht doch kein Mensch“ – eine Buchkritik zu „Das Apple Hasser Buch“

Ich habe noch nie eine Buchrezension geschrieben. Googlerecherchen empfahlen zehn verschiedene Versionen, die wiederum auf fünfzig verschiedene Art und Weisen verdreht und ausgeführt werden können. Ich habe mich für folgende Variante entschieden: Pfeif aufs System – ich schreibe einfach wie ich denke.

„Flash braucht doch kein Mensch“ – eine Buchkritik zu „Das Apple Hasser Buch“

Nichts für Verehrer des Apple-Kults: Das Apple Hasser Buch von Steve Arbeits und Tim Koch (Foto: Rambacher)

„Das Apple Hasser Buch“ von Steve Arbeits und Tim Koch kommt im praktischen Taschenbuchformat daher, der Verlag riva hat es sich zum Spaß gemacht, gleich den Slogan „Don’t think different“ auf die Buchfront zu setzen, damit auch niemandem die Absicht dieses Werks verborgen bleibt, wenn nicht schon der Titel dies subtil vermittelt hat. Inhaltlich, beziehungsweise thematisch, überrascht das Buch nicht – der Kult um die Marke mit dem Apfel wird zerpflückt und ins Lächerliche gezogen, sei es in Kapiteln wie „5 Merkmale, an denen man einen Apple-Fanboy erkennt“ oder „Die Euphemismen im Apple-Kosmos“. Auch Gespräche mit dem Spracherkennungsprogramm Siri werden immer wieder rezitiert, die letzten Endes immer darauf hinauslaufen, dass Siri nicht versteht, was der Nutzer fragt und danach im Internet suchen möchte.

Bis zum zweiten Mal entlocken diese Gespräche noch ein müdes Grinsen, danach wird es wirklich lahm. Und die ganze Geschichte bis zu Folge Zehn durchzuziehen, zeugt wirklich von einer Überzeugung des Autors von seiner eigenen Arbeit. Ach ja, die Autoren „Steve Arbeits“ und „Tim Koch“, die natürlich angeben, im echten Leben auch so zu heißen, schreiben während des Buchs immer wieder Emails an den verstorbenen Apple-Helden Steve Jobs, in denen sie ihm von dem Hype um sein Produkt erzählen, ihm Fragen stellen und sich dann wundern, wieso sie keine Antwort bekommen. Das Buch gliedert sich in Kapitel, die sich jeweils einem bestimmten Hassobjekt widmen, sei es der Nutzer, das Produkt oder die Apple-Stores. Dazu immer wieder kleine Zitatseiten, wie beispielsweise „Schwachsinn, den Apple-User sagen“. Hierzu gehören unter anderem die Sätze: „Flash braucht doch kein Mensch“, „Hallo?! Keine Viren!“, „CD-Laufwerk? Wer braucht das?“ oder „Austauschbare Akkus? Wozu?“

Ihr merkt – in dem Buch geht es um seichte und nicht allzu subtile oder sonderlich spitzfindige Unterhaltung. Wer sich absolut als Apple-Hasser bezeichnet und selbst niemals nur einen Gedanken daran verschwenden würde, auch nur einen Fuß in einen Apple-Store zu setzen, der findet sich darin absolut wieder, würde am liebsten jeden einzelnen Satz mit dickem rotem Marker unterstreichen und laut „Ja! Ja! JA!“ schreien. Wer sich allerdings mit den literarischen Qualitäten dieses Werks auseinandersetzen möchte, kommt leider schnell zu dem Schluss: Sie fehlen! Idee gut, aber schlecht umgesetzt.

Ich habe keine Verbesserungsvorschläge, aber das ist an dieser Stelle auch nicht meine Aufgabe. Es ist Humor, der einem mit dem Hammer eingeprügelt wird, der mich noch nicht einmal sonderlich zum Lachen brachte, sondern wirklich nur Schmunzler entlockte. Wenn ich Schulnoten vergeben würde, bekäme „Das Apple Hasser Buch“ eine 4,5. Es ist ein Projekt, das umgesetzt werden musste, betrachtet man die Entwicklungen in der multimedialen Welt – Nutzer sind tatsächlich entweder FÜR oder GEGEN Apple. Es gibt kein „vielleicht“. Doch die Umsetzung, die Steve Arbeits und Tim Koch gewählt haben, haut leider nicht hin. An dieser Stelle noch ein „Dankeschön“ an den riva-Verlag, deruns das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Vorschau: Nächste Woche erscheint ein Artikel zu den Theaterdealern am Mannheimer Nationaltheater.