Datenschutz – Facebook Privatsphäre Einstellungen

Anmelden, Neuigkeiten und Nachrichten lesen, eigene Aktivitäten, Bilder oder Standorte posten – herzlich Willkommen in der neuen Welt der Kommunikation. Die Plattform „Facebook“ ist neben „LinkedIn“ und „Twitter“ die erste Adresse in der Social-Media-Welt. Sie macht es uns aber nicht gerade einfach, genau festzulegen, mit wem wir welche Neuigkeiten überhaupt teilen wollen. Daher gibt dir die Tipps&Tricks-Redaktion eine Checkliste mit den wichtigsten Facebook Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen auf den Weg – damit auch du klick für klick sicher im Netz unterwegs bist.

Beginne mit den Privatsphäre-Einstellungen. Diese findest du über das Schloss-Symbol oben rechts in der Menüleiste. Klicke auf „Weitere Einstellungen anzeigen“ und wähle den Menüpunkt „Privatsphäre“.

1. Wer kann meine Inhalte sehen?
Hier kannst du einstellen, wer deine Beiträge (beispielsweise nur Freunde) sehen kann. Wenn du aber etwas postest, gibt es auch direkt beim Posting mehrere Möglichkeiten. Du kannst entscheiden, ob es öffentlich, nur für Freunde oder auch nur für ganz bestimmte Freundeslisten benutzerdefiniert sichtbar sein soll. Diese Einstellung findest du neben dem „Posten“-Button.

2. Wer kann mich kontaktieren?
Hier kannst du verhindern, dass dir unbekannte Nutzer dich als Freund hinzufügen.

Datenschutz auf Facebook: Privates sollte privat bleiben (© A. Klaus / pixelio.de)

Datenschutz auf Facebook: Privates sollte privat bleiben (© A. Klaus / pixelio.de)

3. Wer kann nach mir suchen?
Die Option, dass Fremde dein Profil über Suchmaschinen wie „Google“ finden können, ist meist automatisch aktiviert. Um dies zu ändern, wähle ein „Nein“, damit andere Suchmaschinen keinen Link zu deiner Chronik erhalten.

Stelle dir vor, du bewirbst dich bei einem neuen Wunscharbeitgeber. Dieser sucht dich beispielsweise über deine E-Mail Adresse auf einer der Suchmaschinen und landet auf deiner Facebook-Chronik. Nicht gerade optimal, oder? Um dies zu verhindern, wähle – ebenso bei der Telefonnummer – die Option „Freunde“.

Im nächsten Schritt wähle die Chronik- und Markierungs-Einstellungen über das kleine Dreieck oben rechts in der Menüleiste. Klicke auf „Einstellungen“ und „Chronik und Markierungseinstellungen“.

4. Wer kann Inhalte zu meiner Chronik hinzufügen?
Mit dieser Einstellung kannst du bestimmen, wer etwas auf deine Chronik posten darf oder wer lesen darf, was deine Freunde in die Chronik schreiben. Hier kannst du auch verhindern, dass dich jemand auf einem Foto markiert und dies automatisch auf deiner Chronik angezeigt wird. Mache die Markierungen zustimmungspflichtig.

5. Wer kann die Dinge in meiner Chronik sehen?
Natürlich kannst du auch einstellen, wer überhaupt die Aktivitäten auf deiner Chronik sehen darf. Um zu vermeiden, dass jeder deine Chronik und Markierungen sehen kann, wähle die Option „Freunde“. Hier gibt es übrigens auch die Möglichkeit einer Profilvorschau. Du kannst kontrollieren, wie dein Profil aus der Sicht eines anderen Nutzers aussieht.

Tipp: Freunde in Listen sortieren

  • Du kannst steuern, welche Freunde was zu sehen bekommen. Freunde, die du in die „Bekannte“-Liste – oder unter „enge Freunde“ – einordnest, kannst du beispielsweise gezielt von Postings ausschließen. Um diese Listen zu erstellen, gehe auf deine Chronik und wähle „Freunde“. Diese kannst du über die Freunde-Buttons in die Listen sortieren.
  • Ebenso kannst du bestimmen, für welche Freunde deine Fotoalben sichtbar sein sollen.

Und zuletzt: Extra Datenschutz-Tipps

Eigenes Facebook Profil: Meist geben wir viel zu viele Informationen über uns Preis (© F. Gopp / pixelio.de)

Eigenes Facebook Profil: Meist geben wir viel zu viele Informationen über uns Preis (© F. Gopp / pixelio.de)

  • Bestätige nicht jeden als Freund. Schließlich gibt es auch Fake-Profile, die Persönlichkeiten fälschen und versuchen an deine Daten heran zu kommen.
  • Status-Meldungen und private Fotos nach Möglichkeit nicht öffentlich posten. Achte bei jedem Posting auf die vorgenommene Auswahl wie „Öffentlich“, „Freunde“ und „Benutzerdefiniert“. Wenn du öffentliche Beiträge kommentierst – die du übrigens an der Weltkugel neben dem Beitrag erkennst – solltest du auf deine Formulierungen achten. Denn dann kann jeder deinen Beitrag lesen.
  • Überprüfe regelmäßig deine Privatsphäre-Einstellungen. Schließlich sollte Privates auch privat bleiben.

Vorschau: Nächste Woche wird euch ein Ergebnisbericht über die Mini-Waschmaschine vorgestellt.

Onlinedating – Tipps für die Liebe auf den ersten Klick

Früher noch als Treffpunkt verzweifelter Singles verschrieben, hat sich der Onlinedating-Ruf mittlerweile gewandelt. Das Überangebot an Flirt-Plattformen und Nutzern zeugt von der steigenden Beliebtheit. Schließlich gilt das sogenannte „edating“ als moderne und zeitgemäße Form – neben dem Alltag – andere kennenzulernen. Bereits sieben Millionen Menschen sollen ihren Partner in den Fängen des „World Wide Webs“ gefunden haben. Damit der nächste Klick auch zum Erfolg wird, gibt die Tipps&Tricks-Redaktion sechs nützliche Anregungen für den virtuellen Flirt.

Der Liebe ins Netz gehen: Online-Dating ist im Trend (© La-Liana / pixelio.de)

Der Liebe ins Netz gehen: Online-Dating ist im Trend (© La-Liana / pixelio.de)

1. „Wohin des Weges?“ – Die richtige Plattform:
Zunächst ist es wichtig, sich über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden: Möchte man unverbindliche Flirts und Treffen arrangieren, eignen sich vor allem kostenlose Kontaktbörsen dafür. Partner-Vermittlungen und -Agenturen wiederum, die meist mit Kosten verbunden sind, bieten sich für ernste, langfristige Beziehungen an.

Auch Eingrenzungen von Interessen-, Glaubens-, Bildungs- und Subkultur-Richtungen können bei der Wahl der Kontaktbörse getroffen werden: Onlinedating-Seiten wie ElitePartner widmen sich Suchenden mit einem akademischen Hintergrund, während sich beispielsweise Gothic-Flirtseiten an Mitglieder der dunklen Szene richten. Wer durch etwas Recherche die richtige Plattform für sich ausmacht, erleichtert sich die Suche nach dem Traumpartner ungemein.

2. „Romeo, warum Romeo?“ – Der Nickname:
Der erste Eindruck wird durch den Nicknamen beziehungsweise das Online-Pseudonym vermittelt. Wer unter den Massen an potenziellen Konkurrenten hervorstechen möchte, kann dies also schon durch die Namenswahl tun. Ein kreativer Titel, der die Neugier des Lesers weckt, wird eher angeklickt als ein einfallsloser Platzhalter. So laden rätselhafte und fantasievolle Pseudonyme direkt zu Rückfragen ein. Kosenamen und anzügliche Begriffe sollten jedoch – auch auf Erotik-Portalen – vermieden werden. Kombinationen zwischen Vornamen, Jahrgang, Alter oder Wohnort sind nicht nur wenig originell, sondern auch gefährlich. Im Internet ist schließlich selbst bei Kontaktbörsen Anonymität das oberste Gebot.

3. „Lügen haben kurze Beine“ – Der Steckbrief:
Zwar möchte man sich bei einer Singlebörse von der besten Seite präsentieren. Allerdings sollte man trotz Anonymität dabei keine Falschangaben über sich machen. Größe, Alter und Gewicht sind beispielsweise Details, bei denen man sich gerne etwas vorteilhafter präsentiert. Die Wahrheit kommt jedoch nicht nur spätestens beim ersten Treffen ans Tageslicht – falsche Angaben verhindern auch die Möglichkeit, den richtigen Partner zu finden. Daher sollte man stets zu sich stehen und nicht versuchen, einem Ideal entsprechen zu wollen. Denn letztendlich basieren alle Beziehungen auf Kompromissen.

Individuell: Der Profiltext sollte die eigene Persönlichkeit wiedergeben (© Angelsami/Joujou / Bearbeitung: Joujou / pixelio.de)

Individuell: Der Profiltext sollte die eigene Persönlichkeit wiedergeben (© Angelsami/Joujou / Bearbeitung: Joujou / pixelio.de)

4. „Hier könnte Ihre Werbung stehen“ – Der Profiltext:
Der Profiltext fungiert als Eigenwerbung für den Nutzer – je erfolgreicher die Werbung ist, desto mehr Mitglieder werden das virtuelle Gespräch suchen. Einer Bewerbung gleichend kann man dabei die eigenen Stärken betonen und die Schwächen zu Besonderheiten umformen. Die lieblose Aneinanderreihung unkonkreter Informationen bietet jedoch geringe Erfolgschancen. Je individueller und ausgefallener die Formulierungen sind, desto besser. Aber Vorsicht: Wer mehr als drei Namen je Interessengebiet nennt, überflutet sein Gegenüber regelrecht mit Informationen. Leere Floskeln und abgedroschene Zitate haben in einem Profil ebenso wenig zu suchen wie Rechtschreib- und Grammatikfehler. Eine Prise Humor wiederum darf nicht fehlen.

5. „Mehr als tausend Worte“ – Das Profilbild:
Profile mit Fotos sprechen die Menschen nicht nur direkter an, sondern werden auch häufiger besucht. Wer auf ein Foto verzichtet, senkt somit die eigenen Erfolgsaussichten. Dabei entscheidet bereits das Bild, ob man sich mit dem Profiltext näher auseinandersetzen möchte. Es dürfte selbstverständlich sein, dass Handy- oder Bewerbungsbilder ein No-Go sind. Bilder in leichter Bekleidung und erotischen Posen wiederum erwecken einen falschen Eindruck – ebenso wie Schnappschüsse im angetrunkenen Zustand. Das perfekte Profilbild sollte möglichst aktuell und natürlich sein. Ein sympathisches Lächeln steigert die Chancen auf dem Onlinedating-Markt dabei ungemein. Wer wiederum anonym bleiben und daher keine Fotos ins Internet stellen möchte, sollte zumindest die Option anbieten, diese per E-Mail zu versenden. Schließlich möchte keiner die „Katze im Sack“ kaufen.

6. „Zwischen den Zeilen“ – Der Erstkontakt:
Je nachdem, für welche Kontaktbörse man sich entschieden hat, ändert sich der Schreibstil. Auf Dating-Seiten für Akademiker beispielsweise sollte man sich einer gehobeneren Ausdrucksweise bedienen als auf lockeren Singlebörsen. Die Etikette muss jedoch auch dort gewahrt werden. Serientexte, die man an sämtliche Mitglieder schreibt, sind ein Tabu. Stattdessen sollte man sich mit dem Profil des Gesprächspartners auseinandersetzen und sich direkt darauf beziehen. So kann man auf dieselben Hobbys verweisen und sich dahingehend weiter erkundigen – beispielsweise, welche Festivalbesuche im Sommer geplant sind oder welcher Tarantino-Film einem besonders zusagt. Für die erste Nachricht gilt jedoch: In der Kürze liegt die Würze.

Kurz und knapp: Bei der ersten Nachricht geht Form über Inhalt (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Kurz und knapp: Bei der ersten Nachricht geht Form über Inhalt (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Wer kreativ und originell ist, kann auch hierbei punkten. Schließlich kann man davon ausgehen, dass täglich mehrere Nachrichten ein- und ausgehen. Wer durch überraschende Kommentare auffällt, bleibt länger in Erinnerung. Plumpe Sprüche und Komplimente haben aber in einer Nachricht wenig zu suchen. Zweideutige und ironische Aussagen können durch fehlende Gestik und Mimik im Internet missverstanden werden. Daher gilt es, eindeutig eindeutig zu bleiben und sich nicht anzubiedern. Natürlich gilt auch bei der ersten Nachricht, den Text vor dem Abschicken auf mögliche Fehler in der Grammatik und Ortographie zu untersuchen.

Auch wenn man Zweideutigkeiten vermeidet, liest der Kontaktpartner zwischen den Zeilen: Abkürzungen und Schreibfehler wirken beispielsweise schlampig, zu viele Emoticons und Netz-Akronyme wiederum ineloquent. Selbst die Uhrzeit einer Nachricht sagt etwas über den Nutzer aus. Am Vormittag versendete E-Mails könnten von einer potentiellen Arbeitslosigkeit zeugen, nächtlicher Kontakt hingegen von rein sexuellem Interesse. Führt der Kontakt dabei nicht zum Erfolg, ist dies kein Grund zur Verzweiflung. Denn auf virtuellen Kontaktbörsen gilt: „Learning by Dating“.

Vorschau: Nächste Woche geht es weiter mit den Internet-Tipps: Euch erwartet eine Checkliste für die Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook.

Der Guide zum Gutscheinfinden und Schnäppchenjagen

Mit dem Zeitalter des Internets wächst auch die Nachfrage nach virtuellen Einkaufsmeilen. Und auch wenn viele das traditionelle Shoppen mit Schaufensterbummel jederzeit einem Onlineeinkauf vorziehen, so lassen sich die Vorteile, die Onlineshoppen mit sich bringen, nicht abstreiten.

Was das Einkaufen im Internet wirklich lohnenswert macht, sind allem voran die vielen Schnäppchen, die man ergattern kann. Denn viele Onlineportale bieten nicht nur saisonale Ware, sondern auch Produkte der letzten Saison, beziehungsweise vom Vorjahr an. Und diese sind nicht selten großzügig reduziert. Wer also online stöbert, der sollte auf alle Fälle auch ältere Kollektionen unter die Lupe nehmen.

Außerhalb der aktuellen Saison kaufen heißt auch, dass man zum Beispiel Winterkleindung im Frühling kauft. Auch wenn man die Kleidung nicht sofort tragen wird, so können wir doch alle sicher sein – der Winter kommt wieder. Und wer sagt schon nein, wenn man eine Daunenjacke für die Hälfte des Preises bekommt?

Darüber hinaus lohnt sich auch der Vergleich der Preise. Was im Laden noch mit regulärem Preis ausgezeichnet ist, ist im Onlineshop manchmal bereits reduziert – und das nicht zu knapp. Auch wenn vielen der Aufwand vielleicht zu umständlich erscheint, so macht selbst ein kleiner Rabatt von 20% einen gewaltigen Unterschied, vor allem, wenn man sich ein teures Produkt kauft.

Wer sich für einen Einkauf im Internet entscheidet, sollte auf eine Sache niemals verzichten: Vor dem Kauf in die Suchleiste „Gutscheincode + den gewählten Onlineshop“ eingeben. Fast jeder Laden im Internet bietet Gutscheine an und das nicht zu knapp. Teilweise ist es sogar möglich mehrere Gutscheine gleichzeitig einzulösen. Diese sind leicht zu finden und oft stößt man auf Seiten, die Rabattcodes von vielen unterschiedlichen Anbietern auflisten. Oftmals kann man sich so die Versandkosten sparen, aber auch kleine, kostenlose Geschenke werden bei manchen Shops deiner Bestellung beigelegt. Nicht selten bekommt man einen zusätzlichen Prozent-Rabatt oder gar Geldgutschriften. Deshalb gilt: Vorher Google nutzen und Rabatt Coupons sichern.

Viel Spaß und gutes Sparen beim nächsten Onlineeinkauf!

Vorschau: Alles rund ums Thema Einreise in fremde Länder erfahrt ihr nächste Woche an dieser Stelle.

Tipps zur Internetsicherheit

Viren treffen jeden – egal, ob unseren Körper in Form von Grippe oder Schnupfen oder unseren Computer. Gegen die „Körper-Viren“ helfen warme Kleidung und Medikamente, doch was schützt unseren Rechner? Die Tipps&Tricks-Redaktion verrät heute drei einfache Tipps, die helfen, euren digitalen Freund sicherer zu machen.

Viren: Sie infizieren den PC, wenn man nicht aufpasst (Grafik: Pascal Werth)

Viren: Sie infizieren den PC, wenn man nicht aufpasst (Grafik: Pascal Werth)

1. Je aktueller, desto besser

Jeder Computer sollte ein Virenschutzprogramm haben. Egal, ob teuer gekaufte oder kostenlos im Internet heruntergeladene – die Hauptsache ist, dass es existiert. Auch wichtig ist, dass es regelmäßig aktualisiert wird und neue Updates heruntergeladen werden. Nur so kann das Programm auch gegen die neusten Vieren und Schädlinge schützen. Zudem sollte mindestens einmal im Monat – spätestens aber alle zwei Monate – ein kompletter Suchlauf durchgeführt werden. Der dauert zwar je nach Programm mehrere Stunden, ist aber wichtig, um auch versteckte Schädlinge zu finden.

2. „The Wor(l)d of Change“

Für Passwörter gilt: Je komplizierter sie sind, desto sicherer wirken sie. Einfache Passwörter wie „1234“ oder „Passwort“ können von Programmen innerhalb weniger Sekunden geknackt werden.  Am besten eignen sich Kombinationen von Zahlen, Wörtern und Zeichen. Ihr solltet darauf achten, nicht zu kurze Wörter zu verwenden. Manchmal hilft es, sich einen Satz zu merken und immer die Anfangsbuchstaben davon zu verwenden. So wird etwa aus dem Satz „Täglich um 12 Uhr gibt’s neue Face2Face-Artikel“, das Passwort „Tu12gnF2fFA“ –  das knackt so schnell keiner. Zudem hilft das Satzdenken auch, sich komplizierte Kombinationen zu merken. Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte das Passwort zudem öfter geändert werden.

3. Hirn an auch im Internet

„Wenn Sie mir noch heute ihre Kontodaten schicken, überweise ich Ihnen eine Millionen Euro“ – solche oder zumindest so ähnliche Spam-E-Mails gibt es viele. Darauf sollte man natürlich nur auf eine Art und Weise Antworten: nämlich mit dem „Lösch-Befehl“. Gesunder Menschenverstand ist im Umgang mit dem Internet wichtig. Nicht jeder Link ist sicher und nicht jede Mail, die Geld verspricht, will das Beste für den Nutzer. Deswegen sollte man immer überlegen, ob man dem Link trauen kann, die Seite kennt, den Download durchführen sollte oder ähnliches. Manchmal muss es sein, aber man hat trotzdem ein schlechtes Gefühl. Dann sollte man nach Abschluss des Downloads das Virenschutzprogramm gezielt über die heruntergeladene Datei laufen lassen, beziehungsweise einen allgemeinen Virensuchlauf beginnen. Vorsicht ist eben besser als Nachsicht.

Vorschau: Nächste Woche präsentieren wir euch einen Hingucker für das Osterfest: mit Schokolade und Wackelpudding gefüllte Eier.

Das 1×1 des Modebloggings – Kinderleicht zum eigenen Blog

Modefreundinnen und -freunde verzehren sich tagtäglich vor allem nach dem Einen: Inspiration. Und was könnte eine bessere Inspirationsquelle bieten als das Leben selbst? Ein Glück, dass es das Internet und mit ihm seine vielen Blogs rund um das Thema Modetrends, Lifestyle und Beauty gibt. All jene, in Sachen Fashion auf dem neuesten Stand bleiben möchten, kommen heutzutage nicht mehr umhin, sich– auf die eine oder die andere Weise – mit sogenannten Mode-Blogs zu beschäftigen.

Wen es angesichts der Online-Artenvielfalt allerdings selbst in den Fingern juckt, der sollte sich mithilfe der folgenden Step-by-Step-Anleitung von Face2Face schleunigst an sein eigenes neues Herzensprojekt namens Blog wagen. Es bedarf lediglich ein wenig Vorlaufzeit zur Vorbereitung:

1. Der Name

Nomen est omen – das gilt auch für die Benennung deines neuen Mode-Blogs. Pfiffig sollte der Name sein und dabei möglichst viel der eigenen Persönlichkeit transportieren. Folglich sind Allerwelts-Titel wie „Schatzis Webseite, Mode von Mausi91“ etc. eher ungeeignet. Solche nichtssagenden Webdomains sind zudem meist bereits anderweitig vergeben, was umso stärker für einen individualisierten Namen spricht. In Verbindung damit solltest du dir überlegen, welches dein Zielgruppe ist und in welcher Sprache du dich in deinen Blogposts vorzugsweise an sie wendest. Entsprechend muss auch die Endung deiner URL ausfallen, .com und .de machen einen gravierenden Unterschied in der Verbreitung deiner Inhalte, da sie durch erstere viel eher von einer Zielgruppe über die deutschen Grenzen hinaus rezipiert werden dürften. Letzterer ist allerdings ein Schritt, über den du dir im Anfängerstadium noch keine Gedanken machen solltest. Dir genügen zur einfachen Blogerstellung handelsübliche und vor allem kostenfreie Server wie die von de.wordpress.com, myblog.de oder der Google-Tochter blogspot.com.

2. Das Layout

Es stellt sozusagen das Gerüst, die Verpackung deines digitalen Gedankenguts dar. Ohne einen optischen Hingucker können deine Texte noch so gut geschrieben, deine Fotos noch so scharf aufgenommen sein. Es hilft alles nichts, ohne eine anständige Aufmachung bleibt sämtlicher Content wirkungslos. Hier empfiehlt sich, einige Zeit in Herumprobieren zu investieren. Gerade WordPress hat eine Menge vorgefertiger Blog-Designs, in der Fachsprache Themes genannt, im Angebot, die wie niedliche Kleidchen an den Körper deines Blogs angehalten werden wollen. Wenn du einmal zu den etwas geübteren BlogerInnen gehörst, wirst du dein Outfit mit Accessoires aufpeppen können, die –wie sich jeder Modeaffine längst auf’s Höschen gestickt hat– das A&O sind, um in der Praxis ordentlich was herzumachen. Bis es soweit ist, kann man sich aber mit den Basics begnügen. Erst, wenn es langsam an den Feinschliff geht darf sich vom Alleswisser Google oder wahlweise von einem befreundeten IT-Nerd zur Hand gegangen werden lassen.

3. Das Model

Mode wirkt, da für denselben bestimmt, am Menschen immer noch besser als am Kleiderhaken. Daher sollte frühzeitig überlegt sein, wer als Vorzeigemodel für deine Trends herhalten soll. Auch hier stehst du wieder vor einer Qual der Wahl: Entweder bist du es selbst – vorausgesetzt, es sind deine eigenen Kombinationen, die du im Blog hervorheben möchtest – der ein Schaulaufen mit seiner persönlichen Saisonware veranstaltet; oder aber ihr geht auf die Pirsch nach würdigen, modischen Vorzeigeexemplaren, die man nach Möglichkeit auf offener Straße vor die Linse bekommt, um an ihnen brandaktuelle „Streetstyles“ festzumachen. Gerade die stilbewussten Paradiesvögel unter ihnen werden sich nicht kamerascheu zeigen, denn sie sind es gewiss gewohnt, auf ihre außergewöhnlichen Outfits angesprochen zu werden.

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Standardausrüstung: Stativ, Selbstauslöser und besonders die Kamera dürfen nicht fehlen, wenn das eigene Blog ein Erfolg werden soll (Foto: Perlowa)

4. Das Equipment

Stehen die Grundidee und die richtige Präsentationsweise, geht es ans Eingemachte. Deine Grundausstattung besteht aus Kamera, Stativ und Selbstauslöser, wobei letzteres optional ist und ganz davon abhängt, ob ihr überhaupt Schnappschüsse von euch selbst einzubauen plant. An Stativ und natürlich einer ordentlichen Kamera führt allerdings kein Weg vorbei, da du weder verwackeltes noch zweitklassiges Bildmaterial auf deinem Blog zeigen willst.

5. Die Sponsoren

Hast du das Blog bereits in den Startlöchern und gewinnst langsam, aber sicher, schon die ersten Besucher, kannst du dich allmählich auf die Suche nach Sponsoren begeben. Diese Form der Kooperation brauchst du einerseits, um den Bekanntheitsgrad deines Modeblogs zu steigern und andererseits natürlich, um dir damit den ein oder anderen Groschen dazu zu verdienen. Außerdem wird es dir eine Freude sein, als Produkttesterin oder Probeträgerin verschiedener Labels zu fungieren. Auch, wenn du verpflichtet sein wirst, die meisten Muster zurückzusenden: Wer hat nicht gerne eine schönen Abend mit einer zwar geliehenen, aber bekanntermaßen sündhaft teuren Vuitton, für deren Spazierführung du am Ende sogar bezahlt wirst? Eine solche Selbst-Kommerzialisierung mag nicht jedermanns oder -fraus Sache sein, ist in der heutigen Zeit aber eine anerkannte Vermarktungsstrategie und durchaus erfolgsversprechend, wie diverse Durchstarterblogs belegen.

Doch wie bereits gesagt, sollte dein Blog vor allem inspirieren und zum Austausch anregen. Sorge also frühzeitig dafür, dass du um dich herum ein Netzwerk aus BloggerInnen spinnen kannst, die sich untereinander und nicht zuletzt dich pushen, verlinken und – ob in internen Facebook-Gruppen oder in Bloggerforen, auf speziellen Bloggerflohmärkten – dafür sorgen, dass auch dein Blog in aller Munde gerät und mithilfe deiner liebevollen Pflege und Verbreitungstaktik dauerhaft im Gespräch bleibt.

Vorschau: In der nächsten Woche lassen wir unseren modischen Frühlingsgefühlen freien Lauf.

Wie aus Nena Helene Fischer wurde…

Bekommt man einen Flyer für eine Party in die Hand gedrückt, so sind Musikrichtungen, wie zum Beispiel Elektro – in allen möglichen Ausführungen von Elektro-Swing bis Dubstep -, Hip-Hop und auch Oldies vertreten. Was aber auffällt ist, dass auf solchen Partys zunehmend auch Schlager gespielt wird. Es gibt heute nicht mehr nur die kleine Ecke im hinteren Teil des Clubs in der die Mallorca-Hits 1999 gespielt werden, sondern auch auf der Haupttanzbühne wird Schlager gespielt.

Vor noch fünf Jahren war dies unvorstellbar. Wie ist die Schlagermusik zu Mainstream geworden?

Es gibt eine Entwicklung, die mit der „Neue Deutschen Welle“ in den 80er-Jahren begonnen hat: Deutschsprachige Musik war zuvor noch Alt-Herren- und Damen-Musik. Für die damalige Jugendkultur war eine solche Musikrichtung spießig, verstaubt und als Partymusik nicht vorzustellen.

Aber mit der richtigen instrumentalen Untermalung und den passenden frechen Texten kam es zum Wandel. Nena, die Spider Murphy Gang, Falco, Trio und Co. modernisierten die biedere Fassade der deutschsprachigen Musik und wurden bekannt und berühmt.

Bis heute besitzen Lieder wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Rock me Amadeus“ und „99 Luftballons“ Kultstatus. Hier wurde erstmals gezeigt, dass deutschsprachige Musik kein Kaffee und Kuchen-Ambiente, sondern auch einen „Kippe-anzünden-und-Feiern-gehen-Charakter“ besitzt. Aus braver Heintje-Musik wurde erstmalig rockige deutschsprachige Musik.

Gute Stimmung: Auch bei Schlagermusik gibt es nicht viel Platz auf der Tanzfläche (© Nik Styles / pixelio.de)

Gute Stimmung: Auch bei Schlagermusik gibt es nicht viel Platz auf der Tanzfläche (© Nik Styles / pixelio.de)

Die Schlagerszene schlafend zurücklassend, entwickelte sich nur die Popmusik: Nur zwanzig bis dreißig Jahre später, gibt es nun eine immense Vielfalt an deutschsprachiger Musik: Hits der „Neuen Deutschen Welle“, Chillmusik von Clueso und Philip Poisel, Rock von Kraftklub und Jennifer Rostock, Hip-Hop von Freundeskreis über die Sekte bis hin zu Kollegah und Materia, aber auch Party-Reaggae von Seeed gingen hervor.

Laut einer Auswertung von FOCUS und der Marktforschungsfirma Media Control waren 2012 43,28 Prozent der meistverkauften Alben in Deutschland deutschsprachig. Das ist noch mehr als zu den Besten Zeiten der Neuen Deutschen Welle.

Einzig und allein der Schlager entwickelte sich zunächst nicht weiter. Doch durch Sängerinnen wie Andrea Berg und Helene Fischer entstand aus Schlager etwas Neues: Ein Grund für den Erfolg des Schlagers war zum einen der Hype der deutschsprachigen Musik, der sich auch auf die Schlagerszene ausübte. Deutsche Musik wurde angesehener und mit ihr wuchs auch die Fangemeinschaft.

Doch wie schaffte es die von der Mehrheit der jungen Menschen ignorierte Musik den Sprung zum Mainstream? Der Siegeszug wächst und an ihrer Spitze steht im Moment Helene Fischer.

Die noch 29-Jährige –in der ehemaligen Sowjetunion Geborene, schafft es gleichermaßen Schlagersängerin und Entertainerin zu sein. Fans schätzen ihre Bühnenpräsenz, ihre unterhaltsame Show, bei der auch das Publikum eingebunden wird. Ihre Methode ist es moderne Pop- und Elekto-Elemente mit ihren eingängigen Schlagertexten zu mischen. Das Ergebnis ist ihr Erfolg. Ihr Album „Farbenspiel“, das am 4. Oktober 2013 erschien, erreichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz Platz Eins.

Die Entwicklung, die in den 80er Jahren begonnen hat, zeigt immer wieder neue Ergebnisse: Es gibt zwar keine „Neue Deutsche Welle 2.0“, aber es sind die leicht verständlichen Texte mit einfachen Beats, die bei der breiten Masse der Bevölkerung ins Ohr gehen und nun auch immer mehr junge Menschen dazu bringt ihre Körper zum typisch deutschen 4/4-Takt zu bewegen.

Nachdem die Face2Face-Redaktion nun mit Helene Fischer „atemlos durch die Nacht“ ging und mit Udo Jürgens „griechischen Wein“ getrunken hat, liegen wir abschließend mit Jürgen Drews in unserem „Bett im Kornfeld“ und denken uns mit unserem Freund Roy Black: „Schön ist es auf der Welt zu sein“.

Vorschau: Am 08. März lest hier mehr über das Thema: „Mainstream-Musik ohne Message?“

Schon gelesen – mit jedem Buch eine Herausforderung

Ein Stück meines SuB - Stapel ungelesener Bücher (Foto: Obermann)

Ein Stück meines SuB – Stapel ungelesener Bücher (Foto: Obermann)

Ich bin das, was man gemeinhin als Bücherwurm bezeichnet. Wir selbst nennen uns lieber bibliophil. Das vermeidet die Verwechslung mit einem Insekt und klingt auch gleich viel schöner. Außerdem sagt bibliophil aus, dass Bücher eben nicht nur gefressen werden, wie das Bild des Bücherwurms es mit sich bringt, sondern dass Bücher geliebt werden. Und obwohl meine Leidenschaft für Bücher mir seit langem bekannt ist, habe ich sie schändlich vernachlässigt. Zwischen Windeln wechseln, Recherchen und Artikel schreiben habe ich meine Abende nach erfolgreichem ins Bett bringen der Kinder nicht etwa mit einem guten Buch verbracht, sondern mit Fernsehen. Meist waren das noch nicht mal gute Filme sondern schlechte Wiederholungen von noch schlechteren Serien.

Einmal durchs Regal: Jeden Monat neue Aufgaben (© Sari von Saris Bücherwelt)

Einmal durchs Regal: Jeden Monat neue Aufgaben (© Sari von Saris Bücherwelt)

Das sollte sich ändern. Ich wollte zurück zum Buch. Darum habe ich mich nach so genannten Lesechallenges umgesehen und eine gefunden, die mir bietet, was ich wollte. Die Herausforderungen werden monatlich ein Jahr lang von den Initiatoren veröffentlicht und müssen dann von den Teilnehmern erfüllt werden. Die Aufgabe kann sein, einen Krimi zu lesen oder einen Liebesroman, ein Buch mit rotem Einband oder eines mit nur einem Wort im Titel. Ich habe mich für „Einmal durchs Regal“ entschieden. Da gibt es jeden Monat eine Hauptaufgabe und zwei Nebenaufgaben. Alle Bücher müssen mindestens 200 Seiten haben. Zusätzlich gelesenes kann auch angerechnet werden. Einzige Voraussetzung: Ich muss auf meinem Blog eine Seite für die Aufgaben erstellen und dort wenigstens ein Kurzfazit einstellen oder den Link zu meiner Rezension hinterlegen. Zusätzlich gibt es zur Organisation eine Facebookgruppe. Monatlich zählen die zwei Initiatorinnen die Punkte zusammen, die es fürs Lesen und Rezensieren gibt.

Genug Lesestoff? Mein Regal ist gut gefüllt (Foto: Obermann)

Genug Lesestoff? Mein Regal ist gut gefüllt (Foto: Obermann)

Für meine Leseabende habe ich so ganz neuen Antrieb bekommen. Immerhin will ich ja die Herausforderungen, die ich angenommen habe, auch erfüllen. Auch wenn das heißt, dass ich in eher ungeliebten Genres neue Wege bestreiten muss. Immerhin kann ich so auch Neues kennenlernen und auch Bücher, die mir nicht so gefallen, können noch ihre Überraschungen bereit halten. So war der Liebesroman, den ich im Januar lesen sollte mit „Verdammt, er liebt mich“ ganz gut besetzt. Mal ganz abgesehen von den Genres, die mir ohnehin gefallen. Mit den Rezensionsexemplaren für „Blogg dein Buch“ und etwaige Verlage sowie den Büchern, die ich für die Uni lesen muss, komme ich ohnehin auf einen beträchtlichen Stapel an Lesestoff.

Immerhin gibt es von den Initiatorinnen Sasija und Michelle auch etwas zu gewinnen, einmal nach der Hälfte und dann noch einmal zum Ende des Jahres. Manche haben zum Auftakt auch schon gut vorgelegt, mit über 1000 Seiten pro Buch. So viel kam bei mir noch nicht zusammen. Aber auf das Jahr bleibt abzusehen, wie viel Seiten am Ende gelesen sind und wer auf halber Strecke liegen bleibt. So oder so habe ich schon jetzt so viel Lesevergnügen gehabt wie schon lange nicht mehr. Etwa durch die „Pan-Trilogie“, die ich für den Januar angefangen und vor lauter Begeisterung schon zu Ende gebracht habe, oder Terry Pratchetts „Mort“, das für die Freunde der Scheibenwelt schon fast ein Klassiker ist. Ihr seht, ich bin da ganz in meinem Element und das wird wohl nicht meine letzte Herausforderung bleiben.

Vorschau: Sascha frägt sich nächste Woche, ob immer alles neu sein muss, oder nicht auch mal gebrauchtes reicht.

Wenn plötzlich Funkstille herrscht …

Nichts ahnend fahre ich meinen PC hoch – ja ich bin tatsächlich so altmodisch und schalte meinen Rechner komplett ab. Wie dem auch sei, ich denke mir nichts Böses, mein All-in-One Router-Switch-Modem-Internet-Böxchen ackert auch schon ganz fleißig …

Moment! Da leuchtet ein Lämpchen nicht, das eigentlich leuchten sollte! Ich ahne Schreckliches. Und tatsächlich: Kaum, dass ich

Das Ethernet-Kabel verbindet den heimischen PC mit dem Internet.

Heißer Draht: Über das Ethernet-Kabel gelangen wir ins Internet (©Erich Werner/Pixelio.de)

auf meine Mails zugreifen will, passiert nichts, außer der liebevollen Meldung, dass der Mailserver zur Zeit nicht erreichbar sei.

Nach einer kurzen Analyse der Lage steht fest: „Keine Verbindung zum DSL-Multiplexer“. Das ist überhaupt nicht gut, denn das heißt im Grunde, dass ich keine Verbindung zum Verteiler auf der Straße habe. Unruhig prüfe ich alle Kabel in der Wohnung. Alle Ethernet-Kabel stecken fest in der Buchse? Passt. Am Splitter auch alles in Ordnung? Passt. Das Prozedere wiederholt sich ungefähr vier oder fünf Mal, in panischer Hektik renne ich durch die Wohnung.

Irgendwann steht dann doch fest, dass das Problem eigentlich nicht bei mir liegen kann. So komme ich noch zu meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Anruf beim „Support“ meines Internet-Providers.

Warum ist die Melodie in der Warteschleife eigentlich immer so einschläfernd? Egal. Nach 15 Minuten weckt mich jedenfalls ein Berater und nach unglaublichen eineinhalb Minuten Gespräch steht fest: Es liegt tatsächlich nicht an mir. Heureka! – Heureka? So gut ist das in Wirklichkeit gar nicht. Irgendetwas stimmt beim Multiplexer selbst nicht und das heißt erst einmal warten, bis alles repariert ist. Jetzt ist Samstag, vor Montag gibt es also kein Internet.

Ein Wochenende ohne Netz! Man stelle sich das mal vor! Das ist ja Körperverletzung! Dabei müsste ich noch so viel Arbeit erledigen und für alles brauche ich den heißen Draht ins große weite Internet. Recherche für den nächsten Artikel, Mails beantworten, Verkaufskonto beim Online-Händler pflegen, überall Internet.

Da kommt einem schon die Galle hoch. Jetzt geht gar nichts mehr, nur weil beim Provider wieder mal eine Störung vorliegt. Was machen die eigentlich den ganzen Tag?

Server und Verteiler sorgen dafür, dass das Interent funktioniert.

Komplex: Hinter den Kulissen des Internet steckt eine komplizierte Infrastruktur (©Th. Reinhardt/Pixelio.de)

Nach einer Weile kann ich mich wieder etwas sammeln, und wenn ich in Ruhe über die Sache nachdenke, dann wird mir schnell klar: Das mit dem ganzen Internet ist ein wahrhaftiges Wunder. Man stelle sich nur einmal vor, welch gigantische Infrastruktur hinter meinem simplen Einkauf beim Online-Händler steckt, wie komplex die gesamte Technik hinter den schön blinkenden Bildern und Knöpfen aussieht. Zahllose Server, kilometerlange Kabel, ungezählte kaskadierte Verteiler. Da bleibt selbst mir als Informatiker nichts anderes übrig, als auch dem Internetanbieter die ein oder andere Störung zu verzeihen.

Ich muss zugeben, es gibt da noch einen weiteren Grund für meine Gemütsberuhigung, es war nicht nur ein Anflug von übermäßigem Verständnis. Zum Glück bin ich als Fachinformatiker Nerd genug, um einen Internet-Stick fürs Handy-Netz zu besitzen. So geht wenigstens etwas voran, auch wenn die Geschwindigkeit an wachsendes Moos erinnert und der Preis unverschämt ist. Immerhin besser als gar nichts.

Das ist wohl der Preis, den wir zahlen müssen für unsere Abhängigkeit vom Internet.. Egal, ob Online-Einkauf, Zugriff auf das E-Mail-Konto oder die Lektüre des Face2Face-Magazins – ohne Netz nix los heißt es heute Das fällt insbesondere dann auf, wenn mal wieder nichts geht.

Vorschau: Unsere Kolumnistin Eva darf seit Neuestem ein Aquarium ihr Eigen nennen – wie es dazu kam, lest ihr nächste Woche in der Kolumne.

Partytipps zu Silvester

Das Jahr 2013 geht zu Ende und das bevorstehende Jahr sollte am liebsten mit einem Knall beginnen. Gute Vorsätze, neue Ziele und Wünsche lassen sich doch besser durchsetzen, nachdem man ordentlich ins neue Jahr gerutscht ist.

Wird auch dieses Jahr nicht fehlen: Feuerwerkskörper am Himmel (Foto: face2face)

Wird auch dieses Jahr nicht fehlen: Feuerwerkskörper am Himmel (Foto: face2face)

Die Face2Face-Musikredaktion hat für den Abend aller Abende ein paar Tipps für Wiesbaden, Köln und Hamburg parat:

Wiesbaden

Prinzipiell ist das Kurhaus immer eine große Sache in Wiesbaden mit Outdoor-Feuerwerk und so. Infos dazu gibt´s HIER.

Clubtechnisch gibt es in Wiesbaden das Park Café. Weitere Infos findet ihr HIER.

Mehr Infos zum Cubique in der Taunusstraße gibt´s HIER.

Köln

Ein Trip durch Kölns Nachtleben mit passendem Feuerwerk am Rhein und nach dem großen Knall zieht man im In-Viertel Ehrenfeld von Party zu Party, ganz im Zeichen der Spontanität.

Doch wer eine genauere Partyclubempfehlung braucht, der sollte auf jeden Fall in den Club Bootshaus gehen und zu den fabelhaften Klängen vom DJ Duo Moonbootica tanzen bis die Füße bluten.  Wollt ihr dazu mehr wissen, dann klickt auf das HIER.

Hamburg

Hamburg hat wahrlich einiges zu bieten, doch je größer die Stadt, desto schwieriger die Auswahl. Da ist es am besten sich die besten Freunde einzuladen, erst einmal in Ruhe daheim anzustoßen und sich vor Mitternacht eine schöne Location zu suchen. Nach dem Feuerwerk gibt es für jeden etwas, doch unsere Empfehlung ist die „Ganz oder Kranich – Silvesterräve“-Party in der Prinzenbar im berühmten Club Docks auf dem Kiez. HIER gibt´s die Infos zur Party.

Wo ihr auch hingehen solltet, die Musikredaktion wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

e-Wiedersehen

Die Revolution der Kontaktanzeigen: Das Internet macht es möglich (Juergen Jotzo/ pixelio.de).

Die Revolution der Kontaktanzeigen: Das Internet macht es möglich (Juergen Jotzo/ pixelio.de).

GLOSSE: Die große Liebe: gesucht, gesehen, gepostet, gefunden. Spotted macht es möglich (Anm. d. Red.: Bei Spotted handelt es sich um Facebook-Fan-Seiten auf denen man Anonym seine Kontaktanzeigen veröffentlichen lassen kann.). Gestern noch schüchtern hinter vorgehaltener Hand angeschmachtet. Heute führt das Internet zusammen, was zusammengehört. Liebe erfordert Mut. Mut zur Lücke und zu diversen Spotted-Gruppen auf Facebook.

Das Konzept ist alt wie das Rezept von Bier, wurde jahrelang erfolgreich in „Wiedersehens“-Rubriken in Tageszeitungen praktiziert und seit geraumer Zeit im Internet wieder unter dem Titel „Spotted“ aufgegriffen.

Du siehst jemand, spielst aber lieber den Angsthasen, anstatt etwas zu wagen und verpasst den Moment deines Lebens? Sei kein Waschlappen! Für was gibt es Facebook? Hier wo jeder jeden trifft, kannst du verschwitzte Chancen wieder ausbügeln. Und das ganz anonym. Ganz sicher wird es der auserwählten Person genauso gehen. Ganz sicher schaut diese Person genau zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Seite. Denn diese Person war ja zuvor schon zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Schicksal würden jetzt viele sagen, oder: Gelegenheit macht Liebe und hält ein Leben lang.

Aber der Teufel ist nun mal ein Eichhörnchen und was, wenn das gesuchte Nugget sich wirklich finden lässt. Man chattet, telefoniert, ruft sich immer wieder diese eine Begegnung in den Kopf: auf der anderen Seite der Hauptstraße durch den Regen zur S-Bahn keuchend. Es folgt, was folgen muss: das erste Date. Schmetterlinge im Bauch, Hummeln im Hintern und der eine Augenblick, der das ganze bisherige Leben bis auf die Grundfesten verändern wird. Dann der ernüchternde Moment der Wahrheit, denn der Schatz glitzert und glänzt doch nicht so, wie in der Erinnerung. Die Vorfreude war das Vergnügen nicht wert.

Schade, aber der eroberte Lerneffekt ist unbezahlbar. Beim nächsten Mal wird der Waschlappen wieder zum Draufgänger und macht es auf die gute alte Art, die unsere Großväter zu Gentlemen und unsere Großmütter zu Ladies machte. Denn das „Hallo, ich würde dich gerne kennenlernen“ live und in Farbe ist wieder in.

Vorschau: Hier erscheint als nächstes ein Artikel über das System hinter der Namensgebung bei IKEA-Produkten.