Na, noch nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Die Zeit rennt: Wir haben für euch Tipp, wie ihr last Minute an tolle Weihnachtsgeschenke kommt (Foto: T. Gartner)

Die Zeit rennt: Wir haben für euch Tipps, wie ihr last Minute an tolle Weihnachtsgeschenke kommt (Foto: T. Gartner)

Wenn ihr diese Frage mit „Ja“ beantwortet, lautet euer zweiter Vorname mit hoher Wahrscheinlichkeit „Stress“. Aber keine Sorge – ihr habt Glück! Nicht umsonst schreiben wir im Dezember – dem wahrscheinlich stressigsten Monat von allen – zum Thema „Stressbewältigung“. Solltet ihr also noch total ratlos sein, was ihr euren Lieben morgen unter den Christbaum legen wollt, haben wir vielleicht genau das Richtige für euch. Also fix weiterlesen!

Inspiration ist alles

Erstmal: Beruhigt euch bitte – morgen ist ja auch noch ein Tag und weil der 24. Dezember auf einen Montag fällt, haben die meisten Geschäfte auch geöffnet. Ihr seid also nicht dazu verdammt, morgen nur schlecht zusammengenähte Stofftiere und halb zerdrückter Schokoriegel von der Tanke zu verschenken. Wenn euch das jetzt nur mäßig beruhigt, liegt das vermutlich daran, dass euch schlicht und ergreifend die Inspiration für ein passendes Weihnachtsgeschenk fehlt. Wenn man schon mit den besten Absichten Geld für etwas ausgibt, sollte der Beschenkte schließlich auch etwas damit anfangen können. Also: Bevor ihr morgen zwischen Gottesdienst und Weihnachtsessen nochmal losrast, um dann völlig kopflos durch die Stadt zu irren, setzt euch erstmal irgendwo ungestört und so entspannt wie eben möglich hin, atmet ein paarmal tief ein uns aus und startet mit unserer…

Meditation zur Inspiration

Falls ihr euch jetzt fragt, ob wir total verrückt geworden sind, weil wir von euch verlangen, euch im größtmöglichen Stress eine kleine Auszeit in Form einer Meditation zu nehmen, behaupten wir: „nein“. Oft sagen uns Freunde und Familie nämlich sehr genau, was sie sich von uns wünschen – leider aber meistens so beiläufig, dass wir es nicht bewusst wahrnehmen. Also setzt euch hin, schließt die Augen und versucht für einen Moment alle anderen Gedanken loszuwerden und euch nur auf die zu beschenkende Person zu konzentrieren. Öffnet nach ein paar tiefen Atemzügen die Augen und stellt euch nach und nach die folgenden Fragen. Die Antworten könnt ihr euch notieren oder ihr behaltet sie einfach im Kopf:

  • Was macht xy gerne in seiner/ ihrer Freizeit?
  • Wo geht xy gerne hin?
  • Was isst und trinkt xy am liebsten?
  • Was mag xy gar nicht?
  • Erinnerst du dich an euer letztes Treffen? Wann und wo war das?
  • Worüber habt ihr gesprochen?
  • Wo trefft ihr euch häufig und was unternehmt ihr gerne gemeinsam?
  • Hat ihm/ ihr etwas, das du anhattest oder dir gekauft hast, schon mal besonders gut gefallen?

Aus den Antworten müsst ihr anschließend nur noch die „richtigen“ Schlüsse ziehen. Geht ihr zum Beispiel oft ins selbe Café, freut er/ sie sich sicher über einen Wertgutschein oder eine handgeschriebene Einladung zum nächsten Treffen, bei dem die Rechnung auf dich geht. Wenn es eins gibt, was die zu beschenkende Person nicht ausstehen kann, ist es Kälte? Wie wär´s dann mit kuscheligen Socken oder einer Decke? Trinkt die zu beschenkende Person gerne Cocktails, stehen Cocktail-Bücher, Cocktail-Zubehör, wie ein professioneller Shaker, oder ein Cocktail-Kurs zur Auswahl. Ihr seht also: Jede noch so banale Antwort kann zu einer wahren Erleuchtung in Sachen Weihnachtsgeschenk führen. Jetzt aber zu den – vermutlich schon verzweifelt herbeigesehnten – Last-Minute-Geschenkideen.

Selbstgemachtes

Die schönsten Weihnachtsgeschenke sind doch selbst und mit Liebe gemacht, findet ihr nicht? Positiver Nebeneffekt: Dank Upcycling von bereits vorhandenen Materialien oder/ und der Verwendung von Sowieso-schon-dagewesenem müsst ihr in den meisten Fällen nicht mal mehr vor die Tür. Hier ein bisschen Inspiration:

  • Deko: Eine Lichterkette weniger tut´s auch und Weihnachten ist ja theoretisch auch schon bald wieder vorbei – also ab mit der Leuchtschnur in eine leere Flasche, eine Vase oder ein Glas (für die Pfälzer zum Beispiel ein „Dubbeglas“). Wer mag, kann das Ganze noch mit Tannenzapfen, Moos und/ oder Blumen aufpimpen – sieht so hübsch aus, dass es nicht mal mehr eine Verpackung braucht. Ein Gutschein rein – entweder ebenfalls selbst geschrieben (siehe „Zeit schenken“ weiter unten) oder am 24. noch fix gekauft – und fertig!
  • Fotos: Bilder sind immer eine schöne Erinnerung. Jetzt müssen sie nur noch richtig in Szene gesetzt werden. Ausdrucken könnt ihr eure Favoriten zum Beispiel im Drogeriemarkt. Wer keinen Bastelkalender oder ein Fotoalbum zur Hand hat, kann aus einem Ast und einem Stück Paketband eine schicke Wand-Deko oder ein Mobile zaubern. Dazu einfach die Bilder mit beliebigem Anstand mithilfe der Schnur am Ast befestigen und dann mit der Schnur noch einen Henkel machen.
  • Kissen oder Tasche nähen: Keine Sorge – ihr müsst euch nicht noch spontan eine Nähmaschine kaufen. Stoffreste, vielleicht von einem Kleidungsstück mit Fleck drauf, das ihr so nicht mehr tragen wollte/ könnt, Nadel, Faden, Knöpfe für die Tasche (Tipp: Knöpfe sind kostenlos meist an der Innenseite von neuen Kleidungsstücken befestigt) und Füllmaterial für das Kissen, zum Beispiel weitere Stoffreste. HIER geht´s zur Anleitung für die Tasche und HIER zur Anleitung für das Kissen.
  • Es muss ja nicht immer süß sein - wie wäre es mit den Zutaten und dem Rezept für ein leckeres Brot als Weihnachtsgeschenk? (Foto: T. Gartner)

    Es muss ja nicht immer süß sein – wie wäre es mit den Zutaten und dem Rezept für ein leckeres Brot als Weihnachtsgeschenk? (Foto: T. Gartner)

    Essen: Das kann wirklich jeder „gebrauchen“ und es staubt garantiert nicht in irgendeiner Ecke ein – etwas zu Futtern geht immer als Weihnachtsgeschenk. Vielleicht kennt ihr ja die hübschen Gläser aus Einrichtungsgeschäften, in denen die Zutaten für Muffins oder Kuchen optisch ansprechend aufeinandergeschichtet sind? So etwas lässt sich ganz einfach selber machen, ihr braucht einfach nur die trockenen Komponenten des Teigs, schichtet sie möglichst ansprechend in ein leeres Marmeladenglas und verziert das dann noch mit einem Kreis aus Stoff, den ihr mittels Küchengummi oder Schnur dekorativ über den Deckel zieht. Das Rezept schreibt ihr auf einen kleinen Zettel und legt oder klebt ihn unter die Stoffhaube. Jetzt muss nur noch ein schicker Aufkleber drauf (ein hübsch beschriftetes Papier und Kleber oder Tesa tun es im Notfall auch), damit der Beschenkte auch weiß, was drin ist – fertig! Das Ganze könnt ihr natürlich auch wunderbar für ein herzhaftes Brot machen. Wie wäre es zum Beispiel mit würzigen Kurkuma-Baguettes? HIERgeht´s zum Rezept. Je nachdem wie groß euer Glas ist, könnt ihr natürlich auch nur die Hälfte der Zutaten hineingeben – dann werden es eben nur zwei statt vier Baguettes. Übrigens: Besonders schön (und gesund) sieht es aus, wenn die oberste Schicht eures Glases aus Nüssen besteht und die machen sich in jedem Brot gut.

  • Noch mehr kreative Geschenkideen findet ihr HIER.

Beauty

Wahre Schönheit kommt von Innen – aber es darf ruhig auch ein bisschen was davon nach Außen durchschimmern. Für ein selbstgemachte Peeling ganz ohne Mikroplastik habt ihr – ohne es zu wissen – wahrscheinlich bereits alles im Haus, was ihr braucht. Gries, Kokosöl, Zucker, Meersalz, Kaffeesatz, Olivenöl – aus diesen „Zutaten“ lassen sich diverse Peeling-Variationen herstellen und das in kürzester Zeit. Für ein Kokos-Gries-Peeling lasst ihr das Kokosöl, das bei den aktuellen Temperaturen meist fest ist, auf der Heizung oder, wenn´s schnell gehen muss, in einem Topf auf dem Herd, schmelzen. Da hinein gebt ihr so viel Gries, dass das Kokosöl gut durchsetzt ist, sich aber noch umrühren lässt. Jetzt in ein leeres Glas abfüllen, erkalten lassen, zum Beispiel auf der Fensterbank, mit Beschriftung und Schleifchen verzieren und fertig. Um abgestorbene Hautschüppchen loszuwerden, helfen neben Gries auch Zucker, Meersalz und Kaffeesatz. Entscheidet euch für eine Zutat und mischt sie mit Olivenöl, bis eine leicht verteilbare, aber nicht zu flüssige Masse entsteht. Weist die Beschenkten am besten darauf hin, dass sich das selbstgemachte Peeling nur wenige Wochen hält.

Zeit schenken

Es muss nicht immer etwas Materielles sein: Zeit ist auch ein tolles Weihnachtsgeschenk (Foto: T. Gartner)

Es muss nicht immer etwas Materielles sein: Zeit ist auch ein tolles Weihnachtsgeschenk (Foto: T. Gartner)

Gutscheine sind öde, aber wenn wir mit ihnen wertvolle Zeit gewinnen – egal ob alleine oder mit einem geliebten Menschen – sind sie goldwert, oder was meint ihr? Also raus mit Zettel und Stift und losgelegt! Laptop und Drucker tun es natürlich auch. Überlegt, was ihr gerne zusammen mit dem zu Beschenkenden unternehmen wollt. Steht vielleicht eine tolle Ausstellung im Museum an, die euch beide interessiert, seid ihr beide Kinofans oder geht ihr gerne wandern? Entsprechend der Unternehmung könnt ihr dann natürlich auch euren Gutschein gestalten, beim Stichwort wandern, bietet sich zum Beispiel eine Wanderkarte mit eingezeichneter Route an. Wer richtig reinhauen will, bereitet für jeden Monat des kommenden Jahres einen Gutschein vor – passend zur Jahreszeit versteht sich: Im Juli gibt´s einen Ausflug an den See inklusive Picknick, im Dezember eine Schlittschuhfahrt und so weiter. Die Gutscheine könnt ihr in Kombination zu einer der Ideen aus der Geschenke-Kategorie „Selbstgemachtes“ (siehe oben) verschenken – sie machen sich bestimmt gut in einem hübsch dekorierten Glas oder auch als Mobile baumelnd an einem Ast.

Für den guten Zweck

Eigentlich hat derjenige, den ihr beschenken wollt, schon alles, was er sich wünscht? Viele Organisationen bieten inzwischen die Möglichkeit an, sich eine Spende beurkunden zu lassen. Ob Essen für Kinder in Afrika oder der Schutz bedrohter Tierarten – mit diesem Weihnachtsgeschenk trefft ihr garantiert mitten ins Herz. Und das bequem von daheim aus: Ihr wählt einfach die gewünschte Spendensumme aus, tragt den Namen desjenigen ein, den ihr beschenken wollt, und druckt die Urkunde aus. Und schon habt ihr mehr als nur einen Menschen glücklich gemacht.
Hier eine kleine, beispielhafte Übersicht von Organisationen, bei denen ein solches Last-minute-Weihnachtsgeschenk für den guten Zweck auch heute noch möglich ist:

Wir hoffen sehr, für euch war etwas dabei und wünschen euch nun ein schönes und vor allem entspanntes Weihnachtsfest!

21 Piloten im Kurs gen Underground

Seit 2009 mischt eine Band namens „Twenty One Pilots“ (zu Deutsch: 21 Piloten) aus den Staaten den Underground mächtig auf und blieb in Deutschland leider bisher unbekannt. Ihr Stil ist eine Zusammensetzung aus Klavier, Synthesizer, Schlagzeug und Gesang. Da sich ihre Musik nicht gänzlich in nur ein Musikgenre einordnen lässt, wird sie in der Szene daher als „Schizophrenic Pop“ beschrieben.

Die Gruppe gründeten Tyler Joseph, Nick Thomas und Chris Salih. Tyler kam damals auf den ungewöhnlichen Namen „21 Piloten”, da er das Buch „All my sons” von Arthur Miller ganz gerne mochte. Darin geht es um einen Mann, der im Zweiten Weltkrieg den Tod von 21 Piloten zugunsten seiner Familie und seines Geschäftes verursachte. Dieses moralische Dilemma war die Inspiration für den Bandnamen und die Musik der Jungs. Noch im Dezember des Gründungsjahres erschien ihr erstes Album namens „Twenty One Pilots” mit dem sie dann durch ganz Ohio tourten.

Im Jahr 2010 veröffentlichten sie zwei Tracks auf ihrem Sound Cloud Account. Die ursprünglich zum Download freien Titel hießen „Time to say Goodbye“ und „Jar of Hearts“, ein Cover von Christina Perri. Die kostenfreien Links wurden mittlerweile allerdings entfernt, die Tracks können jetzt nur noch online gekauft werden.

Mitte 2011 verließen dann Nick und Chris die Band, da sie keine Zeit mehr für Musik fanden. Nichtsdestotrotz posteten sie regelmäßig Notes auf ihre Facebook Fanpage. Joseph bekam dann Unterstützung von Josh Dun, dem Drummer von House of Heroes.

Das Duo besteht heute ausschließlich aus Tyler und Josh. Im März diesen Jahres erschien ihr aktuelles Album „Blurryface“, von dem sie bereits die Singles „Fairly Local“, „Tear in my Heart“ und „Stressed out“ veröffentlichten.

Vorschau: Am Samstag, dem 05. September, erwartet euch Teil 2 der Sommer-Coversongs.

Oh, du heiliger Kommerz – Weihnachten 2013

Berichten Face2Face von ihrem ganz persönlichen Weihnachtsfest 2013 (von links): Denise Feistle, Max Schröder, Karolina Lesna, Florian Reitmeister, Dennis Ladogana und Gülcin Onat (Fotos: privat)

Berichten Face2Face von ihrem ganz persönlichen Weihnachtsfest 2013 (von links): Denise Feistle, Max Schröder, Karolina Lesna, Florian Reitmeister, Dennis Ladogana und Gülcin Onat (Fotos: privat)

Alle Jahre wieder: Die Frage nach den passenden Geschenken, nach leckeren Gerichten, nach der geeigneten Location. Der Abend, an dem Jesus Christus geboren wurde, ist vielen „heilig“, denn es ist das Fest der Familie, der Freunde. Was steht jedoch im Vordergrund? Die religiöse Überzeugung oder doch eher das neue Smartphone? Wie und vor allem warum wird Weihnachten heutzutage gefeiert? Wir haben nachgefragt.

Weihnachten und Kaufrausch: Zwei Dinge, die für viele zusammengehören (Foto: Thommy Weiss / pixelio.de)

Weihnachten und Kaufrausch: Zwei Dinge, die für viele zusammengehören (Foto: Thommy Weiss / pixelio.de)

„Als ich ein Kind war, hatte Weihnachten eine magische Bedeutung für mich, da das Christkind die Geschenke brachte“, erzählt Denise Feistle. Nach wie vor freut sich die 25-jährige Polizistin auch heute noch auf Heiligabend: „Ich liebe Überraschungen und freue mich, wenn ich meinen Liebsten eine Freude bereiten kann“, lässt uns die Beamtin wissen. Mit religiöser Überzeugung habe das allerdings nichts zu tun: Nach eigener Aussage feiert die 25-Jährige Heiligabend aus reiner Tradition. Dass Weihnachten oft mit Kaufrausch und Geschenken in Verbindung gebracht wird, schmälere ihre Vorfreude auf das Fest nicht im Geringsten. Kommerz habe allerdings auch bei ihr Grenzen: „Ein absolutes No-Go an Weihnachten ist, kurz vorher noch die Geschenke zu besorgen“, sagt Denise. Heiligabend verbringe sie mit ihrem Partner und ihrer Familie, wo Fleisch-Fondue mit leckeren Beilagen auf sie warten werde.

Auch für den 28-jährigen Max Schröder hat sich das Weihnachtsfest gewandelt: „Heute ist Weihnachten viel stressiger und schneller vorbei als früher“, berichtet uns der Studierende. Vor allem die Vorbereitungen und die ewige Geschenkesucherei setzen ihn unter Stress. Vielleicht könne man den Kommerz etwas ausblenden und sich dafür mehr an der Gemeinschaft erfreuen, überlegt Max, der Weihnachten ohne jeglichen religiösen Hintergrund feiert. Dieses Jahr verschenke er vor allem Gutscheine sowie Spielsachen und lasse sich überraschen, was es Gutes zu Essen gibt.

„Meine Eltern sind katholisch. Weihnachten ist mehr als nur reine Tradition für sie“, erklärt Karolina Lesna. Mit ihrer Familie feiere sie jedes Jahr Weihnachten. Die 22-jährige Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege zelebriere Heiligabend jedoch nur traditionsbedingt. In die Kirche gehe sie trotzdem, das gehöre für sie zur Tradition. Gibt es denn etwas, was an Heiligabend nicht fehlen darf? Karolina hat da genaue Vorstellungen: „Die traditionelle polnische Rote-Beete-Suppe und natürlich die Familie.“ Der Vorbereitungsstress raube dem Fest aber meist die eigentliche Vorfreude. Überfüllte Läden tragen ihr Übriges dazu bei. „Als Kind war ich immer sehr aufgeregt und habe mich wahnsinnig gefreut“, schwelgt Karolina in Erinnerungen. Die Erledigungen, die sie heute lange vor Weinachten mache, schmälern oftmals die eigentliche weihnachtliche Vorfreude.

„Also ich feiere in jedem Jahr mit meiner Familie“, erzählt Florian Reitmeister (24), „ich würde sagen, das Weihnachtsfest ist für mich eher die Gewohnheit und die Tradition. Ich bin nicht der Mensch, der regelmäßig in die Kirche geht, aber an Weihnachten gehe ich auch ab und zu mit.“ Ein Muss für den Touristikkaufmann ist die Bescherung – „ich liebe Geschenke!“ Sein bestes Weihnachtsgeschenk sei eine Spiderman-Figur gewesen, die er bekam, als er noch kleiner war. Auch an diverse Weihnachtserlebnisse erinnert sich Florian lebhaft: „Am langweiligsten fand ich es, immer um 16 Uhr zu essen und dann bis 20 Uhr auf die Bescherung zu warten. Lustig dagegen war es, als meine kleine Cousine meinem Vater den Weihnachtsmannbart runter gezogen hat und ihn quasi entlarvte. Weniger amüsant – zumindest für mich – war das Weihnachtsfest, an dem ich vergaß, die Zahnstocher aus meinen Rouladen zu entfernen.“
Gutscheine, Blumen und Parfüm seien einige der Dinge, die er dieses Jahr verschenke. Das größte Geschenk für ihn sei es hingegen, Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen, „denn Weihnachten ist wie geschaffen dafür.“

Besinnliche Stimmung: Der Weihnachtsbaum wartet darauf, dass Geschenke unter ihm platziert werden oder aber eine Katze hineinspringt (Foto: Alexandra H. / pixelio.de)

Besinnliche Stimmung: Der Weihnachtsbaum wartet darauf, dass Geschenke unter ihm platziert werden oder aber eine Katze hineinspringt (Foto: Alexandra H. / pixelio.de)

„Ich denke, es gibt auch andere Tage im Jahr, an denen ich mit meiner Familie am Tisch sitzen und zusammen feiern kann“, findet dagegen Dennis Ladogana (26). Von Weihnachten hält er wenig: „Ich würde es abschaffen, weil es einfach so kommerziell ist.“ Wenigstens ein Weihnachtserlebnis wird dem DJ und Barkeeper aber sicher noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben, nämlich als die Katze in den Weihnachtsbaum hineinsprang und der Baum auf den Boden krachte, wie er lachend erzählt.
Heiligabend verbringe er zuerst beim Essen mit seiner Familie – „was es dieses Jahr zu essen gibt, weiß nur Mutti“. Danach geht es zum Feiern mit den Freunden. Ein absolutes No-Go sei es, nicht mit der Familie zu feiern oder über die Weihnachtszeit in den Urlaub zu gehen, findet Dennis. Eine Reise nach Ägypten zum Hai tauchen sei das Ausgefallenste gewesen, was er bisher geschenkt bekommen habe. Mit einem DVD-Recorder für seinen Vater und einem Friseur- und Maniküre-Gutschein für seine Mutter möchte er in diesem Jahr für strahlende Augen unter dem Weihnachtsbaum sorgen.

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest verbringt dieses Jahr Face2Face-Mitarbeiterin Gülcin Onat (23) – es wird ihr allererstes sein. „Da mein Freund und ich das Neujahr in Berlin, dafür das Weihnachtsfest aber bei ihm verbringen, hat er mich in sein familiäres Fest mit eingeschleust“, erzählt sie. Da sie aus einer muslimischen Familie kommt, hat sie bisher statt Weihnachten das Zuckerfest gefeiert. Dieses sei neben dem Opferfest das wichtigste islamische Fest und beende die Fastenzeit, erklärt die Studentin. „Das Zuckerfest soll dazu dienen, vergangene Streitigkeiten und Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen und wieder Frieden und Freundschaft herzustellen. An diesem Tag werden Familien und Freunde kontaktiert, besucht und es wird zusammen herzlich gefeiert. Dabei ist es Tradition, dass die jüngeren Verwandten die älteren besuchen“, erzählt sie, „Kinder bekommen von allen Seiten kleine (Geld-)Geschenke und Süßigkeiten. Generell stehen Süßspeisen wie Baklava oder Lokum, die auch als Gastgeschenke mitgebracht werden, beim Zuckerfest hoch im Kurs – daher auch der Name des Festes.“
An ihrem ersten Weihnachtsfest freue sie sich besonders auf die Bescherung: „Zwar ist es nichts Neues, wenn zu Geburtstagen jemand Geschenke bekommt oder zu kulturellen Feiertagen mehrere Kinder beschenkt werden – dass aber alle auf einmal beschenkt werden und mit dem Auspacken beschäftigt sind, ist quasi Neuland für mich.“ Aber auch auf die harmonische Atmosphäre, wenn alle zusammen Lieder singen und die Weihnachtsgeschichte vorlesen, sei sie sehr gespannt.

 Vorschau: Nächste Woche Dienstag wird im Panorama auf das neue Jahr angestoßen. Von uns gibt es fünf Tipps, um Desaster an Silvester zu vermeiden. Wie Gülcins allererstes Weihnachtsfest war, lest ihr dann am Dienstag, 07. Januar an gewohnter Stelle.

Lustig oder zukunftsweisend – Gadgets unter der Lupe

Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Valentinstag – alle paar Wochen sehen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, Geschenke für mehr oder weniger nahestehende Personen auszuwählen. Und die Präsente sollen oft vor allem eines sein: originell. Gutscheine, Parfum und Blumen waren einmal – heute darf es gerne etwas ausgefallener sein. Face2Face hat für euch einige lustige und zukunftsweisende Gadgets (Anm. d. Red.: frei aus dem Englischen übersetzt bedeutet Gadget technische Spielerei oder auch Schnickschnack) in den Weiten des World Wide Web aufgespürt, bei denen der Beschenkte garantiert Augen machen wird.

Wie wäre es zum Beispiel mit Flip-Flops aus Gras? Für knapp 30 Euro kann man sich die Badelatschen aus Kunstrasen online bestellen – und das Gefühl, über eine taufrische Wiese zu spazieren, gleich mit.

Das perfekte Geschenke? Ein Rasierer im Scheckkartenformat (Grafik: Pascal Werth)

Das perfekte Geschenk? Ein Rasierer im Scheckkartenformat (Grafik: Pascal Werth)

Für praktisch veranlagte Geburtstagskinder und Co. bietet sich der Carzor Rasierer im Scheckkartenformat an. Ob auf Reisen oder bei spontanen Veranstaltungen, bei denen keine Zeit mehr für eine ausgiebige Rasur bleibt – mit einer Dicke von drei Millimetern und einem Gewicht von 30 Gramm ähnelt der Carzor einer herkömmlichen Kreditkarte und findet Platz in jeder Geldbörse. Knapp zehn Euro kostet das nützliche Gadget beispielsweise bei geheimshop.de.

Stundenlanges Arbeiten am Laptop erträglicher gestalten? Hierbei helfen diverse USB-Gadgets. Von Lampen und Tischventilatoren bis hin zu Tassenwärmern und Staubsaugern – es scheint so gut wie jedes Helferlein mit USB-Anschluss zu geben. Besonders für die Damen der Schöpfung, die ja des Öfteren über kalte Füße klagen, gibt es aber ein ganz besonderes USB-Gadget: Beheizbare Plüsch-Pantoffeln. Der Winter kann kommen!

Und zu guter Letzt noch ein Blick in die Zukunft: Strom to go – ein Traum wird wahr! Und zwar mit dem sogenannten Window Socket. Das bis dato nur als Konzept existierende Gadget der Designer Kyuho Song und Boa Oh sieht aus wie eine Steckdose, wird an eine Fensterscheibe geklebt und sorgt durch die Kraft der Sonne für sauberen Strom. Der Nachteil: Bis der Akku vollständig geladen ist, vergehen fünf bis acht Stunden. Doch vielleicht wird mit ein wenig Arbeit aus dem Konzept in den nächsten Monaten und Jahren das Trend-Gadget schlechthin.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch Teil 4 der Geschwister-Serie: Wie ein Ei dem anderen.

Wie findest du deinen eigenen Stil?

Stil

Stilgefühl: Der eigene Stil hat keine Regeln – erlaubt ist alles, was Spaß macht.
(Foto: Ilona Schneider)

Du läufst auf der Straße und siehst Menschen mit ganz unterschiedlichem Stil. Eine Dame, elegant und schick in einem Bleistiftrock mit luftiger Bluse. Ein Mädchen im sportlichen Look mit Denim-Jeans, Sneakers und weißem Tank Top. Oder einfach in einem romantischem Outfit mit Maxikleid und flachen Sandaletten. Doch ist der Stil dieser Menschen nun elegant schick, sportlich oder romantisch? NEIN!

Es ist wichtig, sich bei der Definition eines Looks, vor allem bei seinem eigenen, sich nicht selbst in eine Schublade zu stecken. Willst du denn nur in der Schublade glamourös und schick feststecken? Unsere Persönlichkeit hat so viele Facetten, die wir mittels unserer Kleidung ausleben können, dass diese unmöglich nur einem einzigen Stil zugeordnet werden können. Es macht also wenig Sinn, seinen persönlichen Stil lediglich in eine bestimmte Schublade zu stecken und strikt an diese zu halten. Stattdessen kann man seinen Stil mit einer großen Fotocollage vergleichen, in der man viele Dinge anbringen, kombinieren und so etwas Wunderschönes kreieren kann. Unser Stil ist also alles, was uns glücklich macht und die Person ausdrückt und verkörpert, die wir sind.

Wie kannst du deinen Stil also weiterentwickeln und ständig neu entdecken?

Lass dich inspirieren: Inspiration lässt sich überall finden. Ob Modezeitschriften, Fashion-Blogs oder auch Menschen, die du täglich auf der Straße triffst – wir werden permanent mit spannenden Looks konfrontiert. Dabei können Dinge die dir vor zwei Jahren noch nicht gefallen haben, dich heute inspirieren. Du musst lediglich die Augen offen halten.

Führe ein Fashion-Tagebuch: Du kannst einen Fashion-Blog eröffnen oder auch einfach nur deine Looks abfotografieren und in deiner Smartphone-Galerie sammeln, falls du nicht alles online stellen willst. Das Schöne an einem Fashion-Tagebuch ist nämlich, dass du deinen Stil dokumentieren und deine eigene Entwicklung beobachten kannst. Es macht wirklich Spaß jeden Tag ein Outfit festzuhalten und sich später davon inspirieren zu lassen, es mit anderen Teilen anzupassen und deinen Stil wieder neu zu kreieren.

Frage nach: Um deinen eigenen Stil zu erfinden und zu verhindern, dass du dich durch einen einzigen Stil definierst, kannst du dir immer einfache Fragen stellen, wie: Wenn ich ein Paar Schuhe wäre, welches wäre ich? Beispielsweise eine rote Sandale mit Absatz von ASOS. Dann ist die Frage nach dem Stil leicht beantwortet mit farbenfroh, elegant und feminin. Wenn du eine Halskette wärst, welche wärst du? Eine Statement Kette oder eher eine schmale Halskette mit Anhänger? Mit diesen simplen Fragen kann man immer schnell herausfinden wie der eigene Stil gerade aussieht.

Mit all diesen Tipps erreicht man also, dass der eigene Stil sich ständig weiterentwickelt und man sich selbst verwirklichen kann. Stil und Fashion sollte etwas sein, das einen nicht begrenzt oder Druck ausübt, sondern Spaß bringt und glücklich macht. Wenn du gut angezogen bist und dich wohl in deinen Klamotten fühlst, dann strahlst du vor allem Selbstbewusstsein aus. Also Ladies legt eure persönlichen Lieblingsklamotten an und lasst uns die Welt regieren, denn mit dem Selbstvertrauen und der Power von unserem eigenen Stil gibt es nichts was wir nicht tun können.

Vorschau: Nächste Woche zeigen wir euch die No-Gos des Sommers.

Du bist das Fernsehen!

Youtube. Frei übersetzt: Du bist das Fernsehen! Hier ist der Name Programm. Gab es früher nur Musikvideos und zusammengeschnittene Pannenvideos zu sehen, gibt es heutzutage kein Thema, das nicht auf youtube hochgeladen wird. Besonders beliebt sind Do-it-yourself-Videos, Vlogs, Mode- und Beautyvideos und vor allem Coversongs. Menschen aus aller Welt trällern ihr Lieblingslied vor und verleihen dem Song eine ganz persönliche Note. Und der ein oder andere hat genau so seine internationale Karriere begonnen.

Superstars wie Justin Bieber, Lana Del Rey und nicht zuletzt PSY haben ihre ersten Fans auf youtube gefunden. Bei den unzähligen Klicks bei youtube – PSY (koreanischer Popsänger) hatte es mit dem Ohrwurm des Jahres 2012 „Gangnam Style“ auf 1 Milliarde und damit ins Guinness Buch geschafft – bleibt es natürlich nicht. Es folgen Plattenverträge und internationale Karrieren. Potenzielle Stars von morgen werden heutzutage gezielt auf youtube gesucht. So wurde Justin Bieber (kanadischer Popstar) im zarten Alter von 14 Jahre von Musikproduzenten entdeckt und feiert seitdem unglaubliche Erfolge.

Die US-amerikanische Popsängerin Lana del Ray reiste jahrelang als Nachtclubsängerin durch die Staaten, bevor ihr selbstgeschnittenes Video „Video Games“ Rekordzahlen erreichte. Hatte sie als Tochter reicher Eltern in New Yorker Clubs nur mäßig Erfolg, wird sie als Entdeckung des vergangenen Jahres gehandelt. Inzwischen modelte sie für Karl Lagerfeld, launchte eine Modekollektion mit dem schwedischen Modehaus H&M und schreibt jetzt erfolgreich Filmmusik.

Und auch die ganz Großen Stars suchen Inspiration und noch nicht entdeckte Talente im neuen Fernsehen. So kopierte keine geringere als Beyoncé Knowles (US-amerikanische R’n’B-Sängerin) eine afrikanische Tanzgruppe für ihr Video „Who run the world (Girls)“ und ließ die Tänzer zum Choreographieren extra in die Staaten einfliegen. „Les Twins“, tanzende Zwillinge aus Frankreich nahm die Dame gleich mit auf ihre Tour im Jahr 2011, nachdem die beiden auf youtube wie eine Bombe einschlugen.

Die wenigsten Youtuber setzen sich einfach vor ihre Kamera und singen einfach los. Vielmehr wird mit professionellem Licht, perfekt sitzenden Songtexten und kreativen Ideen versucht, aus der Masse herauszustechen und die Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich ist youtube das neue Fernsehen!

Vorschau: Nächsten Samstag lest ihr an dieser Stelle etwas über die Arbeit bei Hamburg Records.

Inspiration: Sommerliche Flechtfrisur

Auch wenn das Wetter momentan noch nicht so ganz mitspielen will, präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion heute eine Videoanleitung, wie man eine sommerliche Flechtfrisur ganz einfach nachstylt.

Was ihr für die Frisur benötigt:

• Zwei Haargummis

• Mehrere Haarnadeln

• Einen Kamm

 Hier geht´s zum VIDEO

Ab Mitte nächster Woche wird das Wetter zumindest in der Metropolregion Rhein-Neckar sommerlicher. Vielleicht ist dann die richtige Zeit gekommen, die Frisur einmal auszuprobieren. Viel Spaß!

Vorschau: Nächsten Sonntag geht´s haarig weiter: Im zweiten Teil der Serie „Ich hab die Haare schön“ dreht sich alles um die „Dauerwelle des Grauens“.