SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass man seine wahre Liebe im echten Leben trifft und dass sich zum Beispiel aus einer Freundschaft mehr entwickeln kann, weil schon mal eine gemeinsame Basis vorhanden ist, auf der man aufbauen kann. Dating-Apps sind deshalb nichts für mich. Eigentlich. Das Konzept der Dating-App SoulMe – den Seelenverwandten statt einen schnellen Flirt finden – hat mich dann aber doch ein wenig neugierig gemacht.

Von Freundschaft zum Start-up

Die Freunde Florian, Johannes und Luca, die sich ursprünglich mal in einem Fitnessstudio kennengelernt haben, haben die App ins Leben gerufen. Inzwischen gehören noch zwei weitere Jungs zum Team von SoulMe. Die Idee, eine Dating-App zu entwickeln, entstand schlicht und ergreifend aus Eigenbedarf: „Wir hatten uns im Sommer 2016 getroffen, um „krampfhaft“ irgendeine – damals noch andere – Idee zu entwickeln, allerdings hatten wir es immer wieder über die oberflächliche Online-Dating-Schiene. Florian kam gerade aus einer langjährigen Beziehung und fand es im ersten Moment schwierig und ungewohnt, wieder Anschluss zu finden. Selbst mit seinen besten Kumpels konnte er nicht so richtig darüber reden, weil keiner wirklich verstanden hat, wie er sich dabei fühlt. So langsam kam also die Idee, ein Konzept zu entwickeln, das einem ermöglichen kann, Leute mit gleichen Interessensgruppen und/oder Charaktereigenschaften zu finden.“ Die Jungs haben dann noch verschiedene Dating-Apps getestet und festgestellt, dass sich ihrer Meinung nach das Meiste nur auf der Oberfläche abspielt. Deshalb wollten sie einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten. „Ab einem gewissen Zeitpunkt ist man auch in einem Alter, in dem eine tiefe, innige Beziehung das Ziel ist; das ist auf oberflächlichen Kontaktbörsen zwar auch machbar, jedoch sehr schwierig zu finden. Genau deshalb haben wir also auch SoulMe entwickelt, um eine tolle Alternative zu bieten“, sagen die Entwickler. Obwohl sie bei ihrem Start-up mit Patrick nur einen Programmierer im Team haben und die Wort- und Bildmarke erst kreieren mussten, hat es dennoch von der Idee bis zum Release der momentanen Version nur etwa sechs Monate gedauert. Florian, Johannes und Luca sehen ihre Dating-App allerdings vielmehr als generelle Kennenlern- und Freundes-App: „Wir wollen wirklich ALLEN Menschen ermöglichen, online Leute kennenzulernen, egal, ob Schüler, Student, Erwachsener mit Kind, verheiratete Person oder Senior.“

Was eine Dating-App so alles wissen will

Also gut, es kann nie schaden, neue Leute kennenzulernen und man weiß ja nie, ob sich nicht vielleicht doch mehr daraus ergibt. Gesagt, getan! Nach dem kostenlosen Download melde ich mich mit Benutzernamen, E-Mail und Passwort bei SoulMe an.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Originell: Jedes Mal ein neues Zitat beim Start von SoulMe (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Zuvor wurde ich auf dem Startbildschirm mit originellen Zitaten wie „Wer in der Zukunft blättern will, muss in der Vergangenheit lesen“ und „Ich komme eigentlich nie zu spät, die anderen haben es bloß immer so eilig“ begrüßt – eine lustige Idee, die das ganze Thema „Partnersuche“ gleich ein wenig auflockert! Mein Geburtsdatum, mein Geschlecht und meinen Wohnort will die App ebenfalls von mir wissen. Aus einer Liste kann ich meinen Berufsstand und meinen Beziehungsstatus auswählen, muss ich aber nicht. Ich habe kein Problem damit, „Studentin“ und „Single“ anzugeben. Ein Profilbild stelle ich jedoch erst mal nicht ein, da ich zuerst sehen möchte, wer so auf SoulMe unterwegs ist, bevor ich mich auch optisch zu erkennen gebe.

Mit Charaktereigenschaften einen Schritt näher zum Ziel

Nach den erforderlichen Angaben komme ich endlich zu den spannenden und vermutlich einzigartigen Optionen der App, nämlich zur sogenannten „Soulerstellung“. Dazu fordert mich SoulMe auf, aus Listen acht positive, vier ambivalente und vier negative Eigenschaften auszuwählen, die mich einzigartig machen.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Noch recht leicht: Die Auswahl der positiven Charaktereigenschaften (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Es fällt mir recht leicht, bei 31 positiven Eigenschaften, die zur Wahl stehen, acht, die zu mir passen, herauszupicken. Da kann ich mir dann so etwas wie „kreativ“, „romantisch“, „familiär“, „zuverlässig“, „gewissenhaft“ und „kommunikativ“ aussuchen. Zur Angabe von vier ambivalenten Eigenschaften aus insgesamt 22 möglichen kann ich mich auch noch entschließen. Dazu gehören dann Dinge wie „emotional“ und „sensibel“. Es fällt mir jedoch echt schwer, vier negative Eigenschaften von mir aus den 28 Vorgaben zu selektieren. Vieles davon sehe ich tatsächlich wirklich nicht bei mir. Ich hätte keine Schwierigkeit damit, so etwas wie „unpünktlich“ (ja, das bin ich leider wirklich manchmal, auch wenn daran zumindest bei 50% der öffentliche Nahverkehr schuld ist) anzugeben. Das fehlt jedoch komplett in der Auflistung. Stattdessen ringe ich mich notgedrungen dazu durch, „stur“ und „launisch“ in die engere Auswahl zu nehmen. Die Gründer von SoulMe haben mir im Vorfeld verraten, wieso man überhaupt Negatives von sich preisgeben muss: „Da wir einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten, sollen die User auf jeden Fall Charakter zeigen. Damit wollen wir uns von der Oberflächlichkeit verabschieden. Da wir nicht wollen, dass sich jeder nur von seiner besten Seite präsentiert – denn: nobody’s perfect –, haben wir uns das überlegt.“ Ich mache weiter: Nach den Charaktereigenschaften habe ich die Möglichkeit, mir drei Interessen aus 17 verfügbaren herauszusuchen, die zu mir passen. Ganz klar: „Musik“, „Fotografieren“ und „Reisen“. Das war jetzt nicht so schwer. Für die Charaktereigenschaften und Interessen haben die Gründer der App im Internet verschiedene Listen durchgesehen und aus über 1.600 möglichen eine Auswahl getroffen, mit der sich jeder grob beschreiben kann.

Per Knopfdruck zum passenden Soul

Für mein Profil muss ich mich dann nochmal für zwei positive Eigenschaften sowie eine ambivalente und eine negative Eigenschaft entscheiden, die dort auftauchen sollen. Auch, dass ich nur Männer angezeigt bekommen möchte, kann ich dort einstellen. Über einen Schieberegler kann ich jetzt bestimmen, zu wie viel Prozent meine Souls mit mir, also meinen gemachten Angaben zu Charakter und Hobbys, übereinstimmen sollen. Souls sind alle Nutzer, die sich bei der App angemeldet haben und zu einem potentiellen Freund werden können. „Unser Konzept war von Anfang an darauf ausgelegt, dass man mit der App Gleichgesinnte, Gleichdenkende und Gleichfühlende finden kann, echte Seelenverwandte, also SoulMates. Da wir allerdings unser eigenes „Wort“ kreieren und den Namen auch etwas abkürzen wollten, haben wir uns für „SoulMe“ entschieden. In der App erstellt jeder Nutzer später seinen individuellen Soul, weswegen wir auch hier das „SoulMe“ mit „text me“ oder „message me“ assoziieren wollen“, sagen die Gründer über die Auswahl des Namens für die App. Von der Grundidee bin ich begeistert. Mal gucken, wer mir jetzt so angezeigt wird, wenn ich auswähle, dass meine Souls zu 50% mit mir übereinstimmen sollen. Klar, es hat auch was, völlig unterschiedliche Eigenschaften und Interessen zu haben, aber für eine erste Kontaktaufnahme schadet es sicher nicht, wenn man doch bei manchen Sachen auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Der Algorithmus des automatisierten Matchings sucht mir nun alle Souls heraus, die mindestens die Hälfte aller eingegebenen Eigenschaften mit mir gemeinsam haben.

Finde deinen Prinzen (oder auch nicht)

Unter dem Menüpunkt „Generals“ kann ich danach festlegen, aus welchem Umkreis meine potentiellen Souls kommen sollen. Ich könnte das auch auf ganz Deutschland ausweiten, entschließe mich aber dazu, die Suche erst mal auf 50 Kilometer Umkreis zu beschränken. Nun werden mir nach und nach rund 40 Männer, manche mit Profilbild, manche ohne, präsentiert. Bei jedem sehe ich neben Alter und Wohnort auch die Entfernung zu meinem Wohnort, die drei Interessen und die insgesamt vier für das Profil ausgewählten Charaktereigenschaften. Mindestens 15 der Männer meiner Suchergebnisse sind über 40 und mindestens 15 weitere unter 20 Jahre alt. Blöd, dass ich so gar nicht nach Alter filtern kann.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Geplant für 2018: Anhand von vier Emojis sollen sich Nutzer gegenseitig bemerkbar machen können (Foto: SoulMe)

Das soll sich zum Glück im Frühjahr 2018 mit dem geplanten Update von SoulMe mit komplettem Redesign und neuen Features ändern. Dann sind zum Beispiel noch viele neue Eigenschaften und Interessen geplant, die das SoulMe-Team durch das für sie wichtige Feedback von Nutzern aufgegriffen hat. Auch wenn die Idee hinter SoulMe ist, Menschen mit ähnlichen Interessen und Charaktereigenschaften anzuschreiben, wandert der erste Blick trotzdem auf das Foto der einzelnen Nutzer. Das mag jetzt vielleicht oberflächlich klingen, aber ich möchte niemanden kontaktieren, der allein schon vom Foto her aussieht, als er sei einem Gruselkabinett entsprungen oder in einen Jungbrunnen gefallen. Auch alle ohne Profilbild fallen daher für mich raus. Von den wenigen verbleibenden Suchergebnissen schreibe ich einen 24-Jährigen und einen 26-Jährigen an, die beide wirklich sympathisch aussehen. Beide haben bei ihren Interessen ebenfalls „Reisen“ und „Fotografieren“ vermerkt. Das ist jetzt drei Wochen her. Noch heute warte ich auf ihre Antwort. Es ist, finde ich, ein Ding der Höflichkeit, wenigstens mal zu antworten, dass man kein Interesse hat oder vorher erst wissen möchte, wer sich optisch hinter einem Profil verbirgt. Aber selbst das war den werten Herren scheinbar zu viel. Auch sonst hat mich niemand von sich aus über die App kontaktiert.

Man muss es wirklich wollen

Das Konzept hinter SoulMe ist meiner Meinung nach wirklich durchdacht und gut gemacht. Doch das bringt mir leider alles nichts, wenn es an geeigneten Souls mangelt. Vielleicht probiere ich nochmal, die Suche deutschlandweit und ohne große Profilübereinstimmung auszuweiten. Vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll oder habe am falschen Ort gesucht. Ich habe jedoch wieder einmal festgestellt, dass ich Menschen einfach lieber im echten Leben kennenlerne und anspreche, als mich auf einen digitalen Kuppler zu verlassen. Der Versuch, eine App wie SoulMe auszuprobieren, schadet sicher nicht. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob das der geeignete Weg ist, um nette Bekanntschaften zu machen oder den Partner fürs Leben zu finden.

Lustig oder zukunftsweisend – Gadgets unter der Lupe

Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Valentinstag – alle paar Wochen sehen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, Geschenke für mehr oder weniger nahestehende Personen auszuwählen. Und die Präsente sollen oft vor allem eines sein: originell. Gutscheine, Parfum und Blumen waren einmal – heute darf es gerne etwas ausgefallener sein. Face2Face hat für euch einige lustige und zukunftsweisende Gadgets (Anm. d. Red.: frei aus dem Englischen übersetzt bedeutet Gadget technische Spielerei oder auch Schnickschnack) in den Weiten des World Wide Web aufgespürt, bei denen der Beschenkte garantiert Augen machen wird.

Wie wäre es zum Beispiel mit Flip-Flops aus Gras? Für knapp 30 Euro kann man sich die Badelatschen aus Kunstrasen online bestellen – und das Gefühl, über eine taufrische Wiese zu spazieren, gleich mit.

Das perfekte Geschenke? Ein Rasierer im Scheckkartenformat (Grafik: Pascal Werth)

Das perfekte Geschenk? Ein Rasierer im Scheckkartenformat (Grafik: Pascal Werth)

Für praktisch veranlagte Geburtstagskinder und Co. bietet sich der Carzor Rasierer im Scheckkartenformat an. Ob auf Reisen oder bei spontanen Veranstaltungen, bei denen keine Zeit mehr für eine ausgiebige Rasur bleibt – mit einer Dicke von drei Millimetern und einem Gewicht von 30 Gramm ähnelt der Carzor einer herkömmlichen Kreditkarte und findet Platz in jeder Geldbörse. Knapp zehn Euro kostet das nützliche Gadget beispielsweise bei geheimshop.de.

Stundenlanges Arbeiten am Laptop erträglicher gestalten? Hierbei helfen diverse USB-Gadgets. Von Lampen und Tischventilatoren bis hin zu Tassenwärmern und Staubsaugern – es scheint so gut wie jedes Helferlein mit USB-Anschluss zu geben. Besonders für die Damen der Schöpfung, die ja des Öfteren über kalte Füße klagen, gibt es aber ein ganz besonderes USB-Gadget: Beheizbare Plüsch-Pantoffeln. Der Winter kann kommen!

Und zu guter Letzt noch ein Blick in die Zukunft: Strom to go – ein Traum wird wahr! Und zwar mit dem sogenannten Window Socket. Das bis dato nur als Konzept existierende Gadget der Designer Kyuho Song und Boa Oh sieht aus wie eine Steckdose, wird an eine Fensterscheibe geklebt und sorgt durch die Kraft der Sonne für sauberen Strom. Der Nachteil: Bis der Akku vollständig geladen ist, vergehen fünf bis acht Stunden. Doch vielleicht wird mit ein wenig Arbeit aus dem Konzept in den nächsten Monaten und Jahren das Trend-Gadget schlechthin.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch Teil 4 der Geschwister-Serie: Wie ein Ei dem anderen.

Von der Idee zum Artikel

Täglich erscheinen auf Face2Face Artikel zu den unterschiedlichsten Themen. Wo aber kommen diese Texte her? Wie entstehen sie? Und vor allem: Was unterscheidet einen Face2Face-Artikel von einem Blogeintrag? Wir möchten unsere Arbeitsweise für euch offenlegen und so Transparenz schaffen.

Von der Idee zum Artikel

Steht am Anfang jedes Artikels: Eine Idee (© Benjamin Thorn / pixelio.de)

Am Anfang jedes Artikels steht eine Idee. Diese Idee ist zu Anfang vielleicht nur ein Geistesblitz – ein Thema, das den Autor selbst bewegt. Vielleicht ist er fasziniert von einer Person oder einem Ereignis. Möglicherweise macht ihn aber auch etwas wütend oder traurig. Mit „Autor“ ist in dem Fall einer der knapp 40 Journalisten gemeint, die auf ehrenamtlicher Basis für Face2Face tätig sind. Kein Mitarbeiter ist über 30 Jahre alt, so haben sie die Möglichkeit, sich optimal in die Face2Face-Zielgruppe – junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren – hineinzuversetzen, ihre Vorlieben, Sehnsüchte und Probleme zu erkennen und authentisch zu beschreiben.

In Teamarbeit werden dann die Themen in der jeweiligen Redaktion abgesprochen und eingeplant. Die sorgfältige Planung der Veröffentlichungen macht es uns möglich, euch bereits eine Woche vorher über das Thema des anstehenden Artikels zu informieren und Abwechslung zwischen Textsorten und Themen zu schaffen.

Ist die Idee im Kopf des Autors und durch den Dialog in der jeweiligen Redaktion zu einem konkreten Plan herangereift, geht es an die Recherche. Hierfür werden je nach Thema Veranstaltungen besucht, Personen kontaktiert und zum Interview gebeten sowie Informationen aus den Medien durchforstet. Im Gegensatz zu größeren und bekannteren Online-Magazinen beziehen und veröffentlichen wir keine ausformulierten Texte von Nachrichtenagenturen. Unsere Artikel sind individuell und dementsprechend nur auf unserer Website in genau diesem Wortlaut zu finden.

Wie aber kommen wir als noch recht unbekanntes Online-Magazin an so prominente Interviewpartner wie taff-Moderator Daniel Aminati, Schauspieler Matthias Schweighöfer oder Erotikmodel Micaela Schäfer? Die Antwort lautet: Professionelles Auftreten, Hartnäckigkeit und natürlich auch eine Prise Glück. Wer zum Beispiel das „Vergnügen“ hat, während eines Interviewdrehs im Rahmen eines Praktikums den Regenschirm über „kicker“-Herausgeber Rainer Holzschuh zu halten, kann recht sicher sein, dass er dem Herrn doch wenigstens insoweit im Gedächtnis bleibt, als dass dieser die Interviewanfrage ein paar Tage später bejaht.

Von der Idee zum Artikel

Das Handwerkszeug eines Journalisten: Stifte und Papier (© Lupo / pixelio.de)

Sind alle für den Artikel notwendigen Informationen gesammelt, geht es ans Schreiben. Es wird getippt, gebrainstormt, gestrichen, nochmal alles umgeworfen, neu formuliert, bis am Ende der fertige Artikel dabei herauskommt. Bevor er jedoch mit schönen Bildern illustriert auf Face2Face erscheint, wird er von einem unserer Lektoren korrigiert. Rechtschreibung, Grammatik, Formulierungen und Logik werden dabei beachtet, um so eine möglichst fehlerfreie Veröffentlichung zu garantieren. Die hohe Artikelqualität wie auch die Zuverlässigkeit der Erscheinung – täglich um 12 Uhr geht mindestens ein Artikel online – unterscheidet Face2Face von diversen Blogs im Internet. Auf der anderen Seite haben die oftmals sehr persönlich gehaltenen Internet-Tagebücher aber auch Vorbildfunktion für den einen oder anderen Artikel auf Face2Face. Mit redaktionsinternen Umfragen und subjektiven Darstellungsformen wie Kommentaren oder Kolumnen folgt die Redaktion dem Trend, den die Blogger setzen.

Und nun? Es ist Punkt 12 Uhr. Ein Artikel erscheint. Heute ist es ein Beitrag über die Arbeitsweise der Face2Face-Mitarbeiter und die Entstehung eines Artikels. Und für morgen hat das Redaktionsteam wieder Texte vorbereitet, sorgfältig recherchiert und eine Idee zu Papier gebracht, um euch, liebe Leser, zu informieren und zu unterhalten.

Mehr über die Entstehung von Face2Face und das Konzept lest ihr HIER.

Vorschau: Und nächste Woche im Panorama: Vorlesungen für alle und zum Nulltarif – wie das Internet die Bildung revolutioniert.

 

Inspiration: Sommerliche Flechtfrisur

Auch wenn das Wetter momentan noch nicht so ganz mitspielen will, präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion heute eine Videoanleitung, wie man eine sommerliche Flechtfrisur ganz einfach nachstylt.

Was ihr für die Frisur benötigt:

• Zwei Haargummis

• Mehrere Haarnadeln

• Einen Kamm

 Hier geht´s zum VIDEO

Ab Mitte nächster Woche wird das Wetter zumindest in der Metropolregion Rhein-Neckar sommerlicher. Vielleicht ist dann die richtige Zeit gekommen, die Frisur einmal auszuprobieren. Viel Spaß!

Vorschau: Nächsten Sonntag geht´s haarig weiter: Im zweiten Teil der Serie „Ich hab die Haare schön“ dreht sich alles um die „Dauerwelle des Grauens“.

Am Aschermittwoch schließt sich der Kreis…

Was haben wir getanzt, gelacht, gefeiert und uns lauthals mit voller Inbrunst „Helau“ sowie „Alaaf“ zugerufen. Die Stimmung war ausgelassen, elektrisierend und mitreißend. Kaum einer konnte sich – wenn man einmal im Faschingstrubel drin war – dem Ganzen entziehen. Wir sind in die unterschiedlichsten Rollen geschlüpft und konnten einmal so ganz anders sein, als wir es sind. Sozusagen ein überdimensionales Rollenspiel – das allerdings die Menschheit spaltet. Es gibt solche, für die es nichts Schöneres als Fasching gibt, und diejenigen, die an Aschermittwoch erleichtert aufatmen, weil diese absurde Maskerade und überzogene Fröhlichkeit endlich ein Ende hat.

 Der Aschermittwoch ist der Tag, der das Ende der 5. Jahreszeit einläutet, und an dem uns die Realität wieder hat. Und nicht nur das! Jetzt beginnt auch die 40-tägige Fastenzeit bei den Christen (eigentlich 46 Tage, aber die Sonntage sind ausgenommen, da an ihnen die Auferstehung Christi gefeiert wird). Auch andere Religionen haben Fastenzeiten, diese unterscheiden sich aber zeitlich gesehen von der christlichen Fastenzeit.

 Nachdem wir also ausgelassen gefeiert und in Lebensfreude geschwelgt haben, können wir nun die Fastenzeit dafür nutzen, bewusst Verzicht zu üben. Auch hier finden wir wieder das Phänomen der Gesellschaftsspaltung. Die eine Partei findet Fasten sinnvoll und hält das auch tapfer durch, die andere Partei finden die Idee zwar gut, halten aber nicht 40 Tage durch, und dann gibt es noch diejenigen, die der ganzen Sache eher skeptisch gegenüberstehen.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen in diesen Tagen lautet: Fasten – für was denn? Tja, diesen zweifelnden Kandidaten möchte ich mit dem folgendem „Fastenprojekt“ antworten: Das sogenannte „Autofasten“! Das Prinzip ist ein ganz Einfaches: Das Auto so oft es irgendwie möglich ist, stehen lassen. Eine gemeinsame Idee der Bistümer Speyer, Trier und Mainz, des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Aachen, der Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz sowie dem Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg; das Ganze wird politisch unterstützt.

Meiner Meinung nach ein sehr guter Einfall, weil wir gleich auf zwei Aspekte aufmerksam gemacht werden: Einmal, dass wir oft dazu neigen, schnell mal ins Auto zu springen und kurze Strecken damit zurückzulegen, anstatt die Alternativen (zum Beispiel das Fahrrad oder den Bus) auch nur in Betracht zu ziehen. Und gerade jetzt, wo die Benzinpreise schwindelerregende Höhen erreichen, lohnt es sich, darüber zweimal nachzudenken.

 Der zweite Aspekt bezieht sich auf unser Klima. Immer mehr Autos fahren auf den Straßen entlang – mehr Autos bedeuten mehr Kohlendioxid, das schädlich für unser Klima ist. Um dies an einem konkreten Beispiel aufzuzeigen: In Deutschland kommen auf 82 Millionen Einwohner 43 Millionen Fahrzeuge, die laut Umweltbundesamt 1/5 der CO2-Emissionen ausmacht. Und habt ihr gewusst, dass wir mit jedem verbrauchten Liter Benzin 2,3 kg Kohlendioxid in die Luft blasen? (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,451440,00.html).

 Natürlich wurde auf dieses Problem reagiert: mit der Produktion CO2 armer Autos, aber noch nicht alle Autohersteller können ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis aufweisen. Oder die nun neueste „Politikpleite“: Die Einführung des neuen Kraftstoffs E10, das laut Experten für die Motoren schädlich sein kann und in Deutschland auf Ablehnung stößt.

Autofasten ist durchaus eine Überlegung wert, weil wir bewusst Verzicht üben und uns dadurch  Gedanken über unsere Mobilität (die wir vielleicht manchmal zu selbstverständlich nehmen) machen. Welche anderen Möglichkeiten haben wir zu der Party am Wochenende zu kommen? Können wir eine Fahrgemeinschaft organisieren oder sogar mit der Bahn hinkommen (vorausgesetzt sie fährt)?

Denn eines sollten wir nicht vergessen: Wenn sich die Erde immer weiter aufheizt, betrifft das uns alle! Wer sich weiter informieren möchte, sei diese Internetseite ans Herz gelegt: http://www.autofasten.de/

 Ich kann euch bereits murmeln hören: Und was ist nach diesen 46 Tagen Fasten? Danach geht doch alles wieder seinen Weg. Jeder fährt wieder mit seinem Auto so oft er will und wohin er will. Das mag auf den ersten Blick stimmen. Aber es liegt immer auch an einem selbst. Was habe ich in der Zeit des Fasten gelernt? Wo liegen meine Grenzen? Kann ich das wirklich umsetzen, was ich mir vorgenommen habe, und dies nach der Fastenzeit in meinen Alltag integrieren? Ich denke, dass man die Fastenzeit eher als Anstoß zu einem Umdenken nutzen und verstehen sollte, als dass man es gleich von Anfang an ablehnt und mit negativen Gefühlen oder Gedanken verbindet. Fasten kann etwas Positives sein!

 Und wenn dann noch ein bisschen Lebensfreude und Humor, die man aus den Faschingstagen mitgenommen hat, in die Fastenzeit miteinfließt, kann auch dieser Zeit durchaus etwas Gutes abgewonnen werden.

 In diesem Sinne: Wagen wir doch einfach mal einen Versuch und fasten – oder um es mit den Worten von Hermann Hesse zu sagen: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

 Eure Lea

Vorschau: Nächste Woche schreibt Eva von ihren Beobachtungen zu den ersten Frühlingsgefühlen dieser und jener Art.

Weihnachten steht vor der Tür! – Kreative Geschenkideen

Weihnachten steht vor der Tür! – Kreative Geschenkideen

Jeden Tag eine kleine Überraschung: Der selbstgemachte Adventskalender (© Uwe Wagschal / pixelio.de)

Wer kennt das nicht? Ein besonderer Anlass – in diesem Fall Weihnachten – steht vor der Tür und man hat nicht den leisesten Schimmer wie man seine Liebsten bestmöglich beschenken kann. Persönlich sollte es sein, kein 0-8-15-„mir-ist-nix-Besseres-eingefallen“-Kram. Deshalb hier meine drei besten kreativen Geschenkideen für jeden Geldbeutel und für jedes Zeitfenster (es soll ja Leute geben, denen erst am Morgen des 24. auffällt, dass sie das ein oder andere Geschenk vergessen habe, nicht wahr?):

Erstens: Der Adventskalender. Und nein – ich spreche nicht von einem 1,50Euro-Schoko-Teil. Dieses Geschenk ist nur etwas für ganz Fleißige, denn man muss rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen! Für jeden Tag im Advent soll der Beschenkte nämlich eine Kleinigkeit auspacken dürfen. Deshalb: Ganz genau zuhören, was er/sie gebrauchen könnte. Hier ein paar Anregungen: Kosmetikartikel benötigt zumindest frau immer (ist vielleicht der Lieblingsnagellack oder das Puder demnächst leer? – Einfach mal einen Blick riskieren!), aber auch die Herren der Schöpfung brauchen regelmäßig neue Rasierklingen, Duschgel oder eine Gesichtscreme. Auch immer gut: Kleine Snacks für zwischendurch. Vielleicht steht er/sie ja auf eine besondere Sorte Schokolade?! Auch Gutscheine für Massagen oder ein selbstgekochtes Essen kommen immer gut an. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt!Am Schluss kann man einen alten Schuhkarton oder ähnliches nehmen, diesen mit Geschenkpapier einwickeln und als Behältnis für die verpackten und nummerierten Geschenkchen nehmen. Um den Geldbeutel zu schonen, kann es sich lohnen vorher mit dem Zu-beschenkenden abzusprechen, dass das tatsächliche Weihnachtsgeschenk dann etwas kleiner ausfällt. Bei so viel Aufwand und Kreativität wird er/sie einem das bestimmt nicht übelnehmen!

Zweitens: Nochmal ein Kalender. Diesmal nicht nur für den Advent, sondern für´s ganze Jahr. Macht etwas weniger Arbeit als Geschenkidee1, kommt aber garantiert ebenso gut an! Zu kaufen gibt´s das „Rohgerüst“, sprich den leeren Kalender, in vielen Schreibwarenläden. Gut ist es, wenn keine Wochentage dabei stehen, dann kann man ihn nämlich immer benutzen und muss ihn nicht nach einem Jahr aussortieren. Jetzt kommt die Kreativität ins Spiel: Für jeden Monat muss etwas Passendes her. Ein paar kleine Tipps: Fotos von dir und ihm/ihr, ein schönes Gedicht oder eine hübsche Postkarte. Auch cool: Ein „Erpresserbrief“, also eine Botschaft, die aus lauter unterschiedlichen Buchstaben geklebt ist. Fertig!

Drittens: Ein Bild mit Rahmen. Klingt einfallslos und langweilig, ist es aber nicht. Denn in den Rahmen hinein kommt ja nicht irgendein Bild… Als erstes überlegt man sich eine Botschaft, zum Beispiel ganz klassisch „Ich hab dich lieb“. Jedes Wort dieser Botschaft wird dann groß auf jeweils ein Stück Papier geschrieben und dann geht´s auf zur nächsten Fotokabinen (die gibt es in jedem halbwegs großen Bahnhof). Dort gibt es meist die Funktion vier Fotos hintereinander zu machen. Zumindest als ich das vor längerem mal gemacht habe, konnte man jedes der vier Foto außerdem zwei- bis dreimal ausprobieren. Jetzt für jedes Foto ein anderes Schild hochhalten (in der richtigen Reihenfolge, versteht sich), ausdrucken und schon hat man eine Liebeserklärung deluxe. Eine raffinierte Idee, die wenig Zeit, Aufwand und Geld (Foto: ca. 5 Euro, Rahmen: ca. 3 Euro) kostet!

Vorschau: Nächsten Samstag gibt´s zum ersten Mal etwas zum Thema Sport oder nennen wir es lieber „sportliche Übungen“: Drei Übungen für den perfekten Knackpopo– interessant für Männlein und Weiblein!