Jamaram – von München nach Kolumbien

Seit 2000 bereichern Jamaram aus München die Musikszene mit ihrem Mix aus Reggae, Dub, Ska, Latin und Hiphop. Was für viele deutsche Musiker sicher ein großer Traum wäre, hat sich die achtköpfige Band bereits zweimal erfüllt: Konzerte in Südamerika zu spielen. 2010 waren sie gemeinsam in Brasilien und 2017 in Kolumbien unterwegs. Dort haben Jamaram nebenbei auch noch ein Musikvideo für einen ihrer Songs gedreht. Wir haben mit Keyboarder und Sänger Lionel Wharton über ihre Tourerlebnisse in Kolumbien gesprochen.

Face2Face: Ihr wart im Februar 2017 auf Tour in Kolumbien. Wie kam es dazu?

Lionel: Unser Drummer Murxen ist mit Anita Thirkettle zur Schule gegangen. Sie ist mittlerweile die Direktorin der Casa Cultural Colombo Alemana in Cartagena/Kolumbien. Seit Jahren gab es den Traum, zusammen eine Tour in Kolumbien zu realisieren. Aufgrund der Tatsache, dass uns vom Goethe-Institut, der Landeshauptstadt München und dem Kulturfonds Oberbayern Fördergelder zugesprochen wurden, konnte die Reise im Frühjahr 2017 nach mehr als einem Jahr Vorarbeit endlich stattfinden. Ausgerechnet Murxen, der den Stein ursprünglich vor vielen Jahren durch seinen Traum, in Südamerika touren zu wollen, ins Rollen gebracht hat, konnte zu dem Zeitraum nicht mitreisen. An seiner Stelle flog Uwe Breunig mit uns mit – eine würdige Vertretung.

Face2Face: In wie vielen verschiedenen Städten habt ihr dort gespielt?

Jamaram – von München nach Kolumbien
Vorfreude auf die Konzerte in Kolumbien: Gastmusiker Carlos Segura sowie Sam und Lionel von Jamaram (Foto: Jamaram)

Lionel: Wir hatten das Glück, alle großen Städte des wunderschönen Landes bereisen und bespielen zu dürfen. Einige von uns sind zwei Wochen früher angereist und konnten richtig eintauchen in die Kultur und Schönheit des Landes. Mit der Band spielten wir in Cali, Cartagena, Medellín, Barranquilla und Bogotá.

Face2Face: Welcher Ort hat dir am besten gefallen?

Lionel: Schwierige Frage! Die Städte Kolumbiens sind so unterschiedlich. Aber Cali war vermutlich meine Lieblingsstadt. Leider hatten wir dort nur zwei Tage Zeit. Da es unsere erste Station war und wir quasi vom Flieger auf die Bühne gesprungen sind, musste ich erstmal meinen Jetlag überwinden. Also konnte ich es nicht so genießen wie ich es gerne getan hätte.

Face2Face: Was ist der größte kulturelle Unterschied zwischen Deutschland und Kolumbien?

Lionel: Ich würde sagen die Kolumbianer sind begeisterungsfähiger. Wir Deutschen sind etwas nüchterner. Und sie können alle besser tanzen als wir.

Face2Face: Habt ihr dort eine eigene Fanbase?

Lionel: Aufgrund unserer zahlreichen Auftritte denke ich mittlerweile schon, dass wir eine breitgefächerte Fanbase gewonnen haben. Das merkt man auch auf unseren Social Media-Kanälen. Da kommen sehr viele Kommentare und Likes aus Südamerika und insbesondere aus Kolumbien.

Face2Face: Was unterscheidet die südamerikanischen Konzertbesucher von den europäischen?

Jamaram – von München nach Kolumbien
Gute Stimmung: Jamaram bei einem ihrer Konzerte in Kolumbien (Foto: Jamaram)

Lionel: Sie haben auf ganz andere Elemente unserer Show reagiert. Beim Salsa-Teil, der in Deutschland manchmal nicht ganz so abgefeiert wird, hat plötzlich der ganze Saal gejubelt und getanzt. In Cali kam spontan ein junges Paar auf die Bühne zum Tanzen – das sah so bezaubernd aus. Das kann man in unserem Reisefilm „Jamalombia“ sehen.

Face2Face: Mit welchen Erwartungen seid ihr nach Kolumbien gefahren?

Lionel: Wir haben uns gewünscht, vor vielen Leuten zu spielen und mit vielen Musikern zu arbeiten und all das ist in Erfüllung gegangen.

Face2Face: Ihr habt das Video zu eurem Song „Easy life“ auch in Kolumbien gedreht. Wieso habt ihr euch dafür entschieden?

Jamaram – von München nach Kolumbien
Herausforderung: der Videodreh zum Song „Easy life“ in Kolumbien (Foto: Jamaram)

Lionel: Der Song geht darum, dass man keine Abkürzung nehmen soll, um zu Reichtum zu kommen; beispielsweise mit Drogenhandel. Es ist zwar klischeehaft, aber wir dachten uns, es gibt kein besseres Land dafür als Kolumbien. Und wenn man schon in so einem perfekten Setting ist, dreht sich ein Musikvideo fast von selbst. Es war nicht ganz ungefährlich in dem Viertel von Cali, wo wir gedreht haben. Da wir aber mit einer Gruppe Einheimischer unterwegs waren, waren wir bestens beschützt.

Face2Face: Wie groß ist die musikalische Vielfalt in Kolumbien?

Lionel: Riesig natürlich. Allein der Unterschied zwischen den Musikstilen der Karibik und der Pazifik-Küste ist gewaltig. Wir haben bloß einen kleinen Einblick erhalten, aber der ließ schon erahnen, dass es mindestens dreihundert verschiedene Rhythmen und Stile gibt.

Face2Face: Habt ihr auch mit kolumbianischen Musikern vor Ort zusammengearbeitet?

Lionel: Natürlich! Die lokale Musik(er)szene zu erleben liegt uns auf unseren Auslandsreisen neben den eigenen Konzerten am meisten am Herzen. Wir trafen zum Beispiel Charles King an der Karibikküste. Er wird auch „El Rey de la Champeta“ genannt. Er hat diese Musik, die derzeit in Südamerika sehr populär ist, quasi erfunden. Mit Zarysamba verbindet uns mittlerweile eine enge Freundschaft. Sie war schon mit uns in Deutschland auf Tour seither und es gibt ein paar Songs, die wir mit ihr im Studio aufgenommen haben. Die schlummern noch in der Schublade, bis der richtige Zeitpunkt da ist, um sie zu veröffentlichen.

Face2Face:Welche Erfahrungen nimmst du aus Kolumbien mit?

Lionel: Salsa ist die geilste Musik der Welt. Wir haben eine Musikrichtung namens Champeta kennengelernt und erfahren, dass die Musikwelt da draußen unendlich ist.

Face2Face: Was war dein schönstes Erlebnis in Kolumbien?

Lionel: Lulo-Saft. Das ist eine Frucht, die ich dort kennengelernt habe. Der Saft einer frisch gepressten Lulo mit Zucker und Crushed Ice ist ein Hochgenuss. Da die Frucht sehr schnell schlecht wird, sobald sie geerntet wurde, schaffen es diese Früchte nicht über den Atlantik. Daher kennt man sie bei uns gar nicht.

Face2Face: Und was war weniger schön?

Lionel: Uns wurde eingetrichtert, dass möglicherweise Drinks, die uns angeboten werden, KO-Tropfen enthalten können. Eines Abends auf einer Champeta-Party wurde mir ein Drink angeboten. Ich wollte nicht unhölfllich sein und nahm an. Also habe ich angestoßen und dachte, ich könnte heimlich den Drink verschütten. Leider habe ich der Dame das Getränk auf die Füße geschüttet. Sie war sehr aufgebracht und ich konnte mein Verhalten in schlechtem Spanisch und bei der lauten Musik einfach nicht erklären. Sie lief sofort zum Türsteher und sprach mit ihm. Beide schauten mich böse an und ich rannte zur Bar und kaufte den beiden ein überteuertes Bier. Wir haben angestoßen und alles war vergessen. Was aber fast noch dramatischer war: Koko, unsere Tourmanagerin, hat in Bogotá mit den letzten Pesos ein Glas Lulo-Marmelade für mich gekauft, weil sie wusste, wie sehr ich auf diese Frucht abfahre. Obwohl es ein Duty-Free-Einkauf am Flughafen nach der Sicherheits-Kontrolle war und die Marmelade extra in einer versiegelten Duty-Free-Tasche transportiert wurde, wurde sie uns in London beim Umsteigen abgenommen.

Face2Face: 2010 habt ihr schon mal in Südamerika gespielt, nämlich in Brasilien. Inwiefern ähneln sich die beiden Länder kulturell?

Lionel: Brasilien und Kolumbien sind zwei vollkommen verschiedene Kulturen. Das Einzige, was sie gemeinsam haben, ist besseres Wetter als Deutschland und fantastische Musik.

Face2Face: Welches der beiden Länder hat dir besser gefallen?

Lionel: Beide Länder sind auf ihre Art großartig und beide bieten eine riesige musikalische, kulturelle und kulinarische Vielfalt. Wegen mir können wir gerne zuerst nochmal nach Brasilien reisen, aber bloß, weil das schon länger her ist, dass wir dort waren. Die anderen Jungs von der Band wollen sicher alle erst mal wieder nach Kolumbien, weil sie gerade alle Spanisch lernen.

Bevor es mit ihrem neuen Album „To the moon and the sun“, das im März erscheint, vielleicht irgendwann in Südamerika noch einmal auf Tour geht, werden Jamaram in diesem Jahr vor allem in Deutschland Konzerte spielen. Termine und mehr Infos gibt es auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite.

Mit Musik gegen die ganze Welt rebellieren

Mit Musik gegen die ganze Welt rebellieren

Ein Künstler mit dem Drang nach Veränderung: Rustler erschafft Welten.(Foto: NMDK Design und Darko Arts )

„Unterm Strich gibt es auf dieser Welt nur zwei Arten von Menschen. Du hast die Schwätzer und die Macher. Die meisten sind bloß Schwätzer, die können nichts als labern. Aber wenn alles gesagt ist, dann sind es die Macher, die diese Welt verändern. Und wenn sie das tun, verändern sie auch uns.“

Diese Worte stammen vom Tape eines Künstlers aus dem beschaulichen Stuttgart. Es ist die Einleitung in eine durch Musik geschaffene, eigene Welt, die einem die Augen öffnet und in einem satirischen Abschlussdialog endet.

Der Name des Künstlers ist Rustler und nach zwei Jahren harter Arbeit hat er seine Offenbarung herausgebracht. „Das Neuste Testament“ heißt sein Werk.

„Ich will damit ausdrücken, dass eine neue Ära angebrochen ist! Eine Ära, die uns Menschen immer weniger Mensch bleiben lässt, stattdessen darauf abzielt uns im stressüberfluteten Alltag immer mehr wie Maschinen funktionieren zu lassen und sich der Umgebung anzupassen“, erzählt Rustler im Face2Face-Interview, als nach dem Titel gefragt wurde.

„Das Neueste Testament“ ist ein Tape mit einer Länge von 28 Minuten. Es ist ein Stück, das man im gesamten Paket hören und auf sich wirken lassen muss. Uns erwartet kein klassisches HipHop/ Rap Album. Es geht nicht um Sex, Gras und Geld. Die Texte sind sozialkritisch und sprechen sich gegen die Machthaber dieser Welt aus. Unterstrichen werden die Texte von Filmsnippets (Anm. d. Red: Filmsnippets sind Audioausschnitte aus Filme die viele Musiker benutzen um entweder einen roten Faden herzustellen oder um ihre Musik zu untermalen). Rustler beanstandet, dass die Menschen unterdrückt werden, in ihrem Tun, in ihrem Sein. Der Druck auf die Menschen steigt, die ständige Erreichbarkeit macht die Humanität untereinander kaputt.

Im Interview mit Face2Face sagt er unter anderem dazu: „Demnach haben sich auch die wirtschaftlichen Verhältnisse verstärkt verändert und in unflexible Abhängigkeiten zugespitzt. Diese Änderungsprozesse wirken sich damit mehr oder weniger direkt auf unsere Meinungsfreiheit aus. Sei es dem Leistungsdruck geschuldet oder durch den Abbau des Datenschutzes etc. Aber nicht nur Verbote, sondern vor allem falsch vorgelebte Moral- und Wertevorstellungen führen u.a. auch dazu, dass die mediale Verblendung für Regierungen einfach zu gestalten ist, indem man wichtige Informationen bewusst vorenthält oder irreführend in die Öffentlichkeit trägt.“

Das Tape regt einen dazu an sich etwas bewusster mit diesen Situationen auseinander zu setzen. Es zeigt einem eine Lösungsmöglichkeit, einen Weg zu rebellieren, aufzustehen und zu protestieren. Die Musik besteht nicht nur aus typischen HipHop- Beats, sondern auch aus elektronischen Einflüssen – so hört man die Dramatik untermalende Dubsteptöne und auch etwas härteres Drum and Bass ist kurz zu vernehmen. „Das Neueste Testament“ ist ein Kunstwerk in sich.

Und Rustler ist ein Künstler, der die Augen der Menschen mit seinen Texten und seiner Musik öffnen möchte. Am besten beschreibt er das aber immer noch selbst: „So wie auch das Alte oder das Neue Testament einen vergangenen Zeitgeist anprangern und gleichzeitig einen Neuen auszurufen anstrebten, so soll auch dieses Tape dazu beitragen die Menschen offener für unsere aktuellen und täglich präsenten globalen Geschehnisse zu machen und für ein Umdenken zu sensibilisieren. Ich weiß, dass ich allein nur den sterbenden Schwan spielen kann, aber vielleicht kann ich dazu beitragen etwas ins Rollen zu bringen. Vor allem will ich zeigen, dass jeder die Möglichkeit besitzt etwas zu sagen – er muss es nur auch tun.“.

Am besten ihr überzeugt euch selbst von dem genialen Werk des Künstlers. Das Tape „Das Neueste Testament“ findet ihr auf der Künstlerseite auf Facebook.

Vorschau: Und nächste Woche findet ihr an dieser Stelle einen ausgiebigen Bericht über die Elektroszene in Hamburg.

Eine Hommage an die Kunst des Sampelns – das Phänomen Wax Tailor

Vier Studioalben, zahlreiche EPs und über 400 Konzerte in mehr als 50 Ländern zählt das stolze Werk des französischen Künstlers Wax Tailor. Und eigentlich noch viel mehr. Denn das Soloprojekt des Parisers, gibt mit immer wechselnder, internationaler Gastkünstler-Crew und einer einzigartigen Kunst des Sampelns längst nicht mehr nur den Ton in der Post-Hip-Hop und Downtempo-Szene an, sondern schreibt mittlerweile selbst Musikgeschichte.

Eine Hommage an die Kunst des Sampelns – das Phänomen Wax Tailor

Der französische DJ Wax Tailor: Der Herr des Sampelns (Foto: A. Boss)

Bereits Anfang der Neunzigerjahre erregt Jean-Christophe Le Saoûts alias Wax Tailor als Radiomoderator mit seiner Sendung Droit de Cite Aufmerksamkeit.  Inspiriert von der französischen Rap-Szene gründet er 1990 seine eigene Band La Formale und acht Jahre später sein eigenes Label Lab’Oratoire. Neben der Musik von La Formule verlegt der junge Franzose auch Breakbeat-Compilations und entwickelt seinen eigenen Sound, der den Arbeiten von DJ Shadow, RJD2 oder Portishead ähnelt. In einem Remix von Breathing Under Water, einem gemeinsamen Track der Band Looptroop und La Formale, tritt 2001 zum ersten Mal die Figur des Wax Tailor in Erscheinung. Le Saoûts Bühnenname ist geboren. 2004 erscheint die EP Lost the Way, die Großes erahnen lässt, und 2005 schließlich das Debut-Album Tales of the Forgotten Melodies, das Hip-Hop und Downtempo ebenso wie Samples aus verschiedenen Filmen vereint. Ein Jahr später wird das Album auch in den USA veröffentlicht und Wax Tailor beginnt erste Gigs in Übersee zu spielen.

Den endgültigen Durchbruch schafft der Pariser allerdings erst mit dem Nachfolger Hope & Sorrow. 2008 wird der Song Seize the Day zum zentralen Stück des Soundtracks für den Erfolgsstreifen So ist Paris von Cedric Klapish. Facettenreich bis zum Äußersten bewegt sich Wax Tailors Musik zwischen verschiedenen Genres wie Soul, Funk, Jazz und unterschiedlichsten Methoden des Samplings. Man ahnt: Wax Tailor hat sein eigenes kleines Genre in der Musik-Szene etabliert – eine Art Vintage-Hip-Hop-Style, immer mit der Devise: Scratchen was das Zeug hält.

Auch sein drittes Album In The Mood For Live ist ein voller Erfolg. Das mittlerweile international bekannte Phänomen Wax Tailor, das nun längst nicht mehr nur den Franzosen den Kopf verdreht, beginnt um die Welt zu touren. In den nächsten zwei Jahren spielt der Künstler über 200 Gigs in 50 Ländern, unter anderem in Begleitung eines Symphonie-Orchesters.

Eine Hommage an die Kunst des Sampelns – das Phänomen Wax Tailor

Cinematisches Universum mit jeder Menge Beat und Atmosphäre: Wax Tailors Dusty Rainbow from the Dark (Foto: A. Boss)

Wax Tailors viertes Studioalbum Dusty Rainbow from the Dark (2012) führt ihn zurück zu seinen Wurzeln: das Sampeln und Soundtüfteln. Wie besonders sein vierter Album ist, wird klar, sobald die Kopfhörer aufgesetzt sind und man auf die Play-Taste gedrückt hat. Denn auf einem meist zurückhaltenden Hip-Hop-Beat begibt sich der Franzose in ein Universum aus Sampels, Scratches und üppiger Orchestrierung, getragen von der fast überirdisch klingenden Stimme von Gastvokalistin Charlotte Savary.
Seine volle Entfaltung findet das Album allerdings nur live in concert. Denn unterstützt von thematisch passenden Kurzfilmen präsentiert sich Dusty Rainbow from the Dark in erster Linie als cinematisches Konzeptalbum, in dem Wax Tailor nicht nur sein Talent als DJ und Songwriter, sondern auch als Regisseur beweist. Das Album schickt uns deshalb nicht nur auf eine Reise von psychedelischem Trip-Hop bis hin zu barockem Hip-Hop, sondern ist vor allem ein Appell an die eskapistische Macht von Film und Musik.

Somit bildet Wax Tailors Dusty Rainbow from the Dark ein musikalisches Mosaik der Superlative, das den Sample-Meister und seine Crew in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt und dennoch Treue zu seinem einzigartigen Musikstil beweist. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Phänomen Wax Tailor auch in Deutschland die Musik-Szene derart aufmischt. Dann heißt es: Karten reservieren und zwar schnell!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier ein Bandportrait des Sängers José Feliciano.

Beatboxer „Fii“ auf Promotour in Mannheim

Beatboxer „Fii“ auf Promotour in Mannheim

Mit voller Leidenschaft dabei: Beatboxer "Fii" im Fitzgeralds Irish Pub in Mannheim(Foto:"Evergreen Entertainment")

Er kommt aus Österreich, ist Beatboxer und begeisterte mit seiner Kunst bereits in Shows wie „X-Factor“ und „Supertalent“ das Publikum: „Fii“. Zur Zeit ist er mit „Evergreen Entertainment“ in Mannheim unterwegs, um sein aktuelles Album „VoxBox“ zu promoten.

Angefangen hat „Fii“ als Sänger im Chor und durchwanderte, wie jeder Musikbegeisterte und Musiker, verschiedene Phasen bis er beim Beatboxen ankam. Metal hat er gemacht, HipHop und Industrial Techno, doch das „Einfache“ hat ihn dann am Ende gereizt. Mit seinem Loopgerät* ( Ein Loopgerät ist ein Gerät, mit dem man mehrere Tonspuren live aufnehmen und abspeichern kann, um sie dann gleichzeitig abzuspielen. So entsteht ein Beat) macht er seine Musik komplett live. Er ist sein eigener Manager, betreibt selbstständig sein Plattenlabel und bis vor kurzem war er auch sein eigener Booker. Mit diesem „Do-it-Yourself“-Prinzip ist er sehr erfolgreich: Monatelange Touren und der Zuspruch der Öffentlichkeit, wie dem österreichischen Fernsehen, dem Musikpreis, „ X-Factor“ und „Supertalent“, sind der eindeutige Beweis.

„Fii“ selbst ist ein sehr bodenständiger Mann, sehr zurückhaltend, nett und bescheiden, dabei sehr kompetent und er weiß, was er will. Eine gute Eigenschaft in diesem Business und der Zuspruch der Fans zeigt auch, dass das der richtige Weg für ihn ist.

„Ich möchte die Zuhörer zur ursprünglichen Musik führen. Am Anfang sind sie alle noch auf die Texte fixiert und dann bringe ich sie wieder langsam zum Beat und zum Beatboxen und es kommt einfach gut an.“ erzählt er im Interview. Das hat man auch an der „Kurpfalz Realschule und Gymnasium“ in Mannheim gemerkt. Am Donnerstag 9. Februar waren 80 Schüler verschiedenen Alters da und haben gespannt den Worten von „Fii“ gelauscht. Er beantwortete Fragen und brachte den jungen Menschen einige Tricks und Übungen bei. „Fii“ sagte im Nachhinein: „Es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe das schon öfter gemacht, aber dann auch immer nur klassenweise, so viele Schüler hatte ich noch nie, aber sie haben alle interessiert mitgemacht und das fand ich gut.“ Man erwartet doch bei so vielen Jugendlichen auf einem Fleck Unruhe, doch die Musik war faszinierend und begeisterte. Die nächste Station an diesem Tag ist der Irish Pub „Fitzgeralds“ in U5 in Mannheim. Ein kleines, sehr gemütliches Pub, mit lockeren Geschäftsführern und allgemein sehr ausgelassener Stimmung.

„Ich trete die meiste Zeit in Pubs, Clubs und großen Diskotheken auf, da kommt meine Musik sehr gut an, weil die Menschen es einfach schätzen, wenn jemand Stimmung macht. Aber mein großer Traum ist es einmal auf einem großen Festival zu spielen“, sagt „Fii“ im Interview mit einem gewissen Strahlen in seinen Augen. Doch egal ob nun Großraumdisko, Fernsehen, Pub oder Festival, die Musik von „Fii“ ist großartig. Die Texte, die Beats und die allgemeine Stimmung und Vielfältigkeit zeigen alles in allem wie offen ein Musiker sein kann und wie man sich gekonnt aus einer Schublade in die Herzen der Musikfans beatboxt. Zu seinen weiteren Plänen sagt „Fii“: „Zurzeit arbeite ich an meinem neuen Album, einige Songs sind schon fertig, andere noch am entstehen. Das ist bei mir immer ein langer Prozess, was daran liegt, dass ich ein Perfektionist bin. Ansonsten wünsche ich mir für 2012 und allgemein die Zukunft, dass es noch besser für mich laufen wird und dass ich die Leute mit meiner Musik begeistern kann.“

Aktuelle Gewinnspiele:
Das „Kraftclub“-Gewinnspiel, bei dem ihr zwei Autogrammkarten gewinnen könnt, wird bis Mittwoch, 28. März verlängert. HIER gibt´s die Infos.
Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Vorschau: Und kommenden Samstag gibt’s an dieser Stelle ein Interview mit dem Schlagerstar „Laura Wilde“.