Beyoncé: 14 Songs, 17 Musikvideos

Genau zehn Jahre nach ihrem Debütalbum „Dangerously in love“ als Solokünstlerin, lässt Beyoncé am Freitag, 13. Dezember eine Bombe platzen und veröffentlich nach „Bday“, „I am.. Sasha Fierce“ und „4“ mit „Beyoncé“ ihr fünftes Studioalbum ohne jegliches Marketing, ohne frühzeitige Veröffentlichungen ihrer Arbeit und ohne Gerüchte über ein kommendes Album.

Nach einem 13-minütigen Auftritt während der SuperBowl-Halbzeit im Februar, einer „Mrs. Carter“-Welttour, welche weltweit ausverkauft war, einer erfolgreichenBikini-Kampagne für das schwedische Modehaus H&Mund diversen Gerüchten zu einer erneuten Schwangerschaft und einer Trennung auf Zeit zu Rap-Mogul und Ehemann Jay-Z schien der Terminkalender der 32-jährigen RnB-Sängerin Beyoncé für das Jahr 2013 komplett ausgeschöpft.

Doch nicht für Beyoncé Giselle Knowles. Gegen Ende des Jahres überraschte die ehemaliger Frontsängerin der RnB-Gruppe Destiny’s Child ohne jegliche Vorwarnung mit ihrem fünften Studioalbum „Beyoncé“die Welt.

Soziale Netzwerke wie facebook, twitter und instagram schienen mit dem Release ihres Albums fast zusammen zu brechen. Damit hatte nun niemand mehr in 2013 gerechnet. Popstars wie Katy Perry, Rihanna und Demi Levato freuen sich twitterend wie kleine Schulmädchen über das neue Album der „QueenB“.

Das Album spiegelt eine sehr persönliche Seite der Sängerin wider und trägt deshalb ihren Vornamen „Beyoncé“. Es beinhaltet einen Song über ihre Tochter Blue Ivy, auf dem die fast Zweijährige gefeatured ist. Weiter scheint Beyoncé mit dem Song „Heaven“ ihre Fehlgeburt zu verarbeiten, die sie vor der Schwangerschaft mit Blue Ivy erlitt. Nach fünf Monaten hörte das Herz des Ungeborenen auf zu schlagen und so hört auch der herzschlagähnliche Beat in „Heaven“ urplötzlich auf.

Als wären 14 komplett neue Songs nicht genug, präsentiert die 14-fache Grammy-Gewinnerin 17 Musikvideos mit ihrem Release im Dezember. Es handelt sich um aufwendige Musikclip, die auf der ganzen Welt gedreht wurden und viele privaten Einblicke in das Leben der RnB-Sängerin geben.

Während sie über die letzten Monate regelmäßig Bilder aus allen Ecken der Welt wie Paris und Rio de Janeiropostet, konnte niemand ahnen, dass die Diva sich beim Dreh ihrer Videoclips befindet. Während sie also quer über alle sieben Kontinente tourte, nahm sie soscheinbar ganz nebenbei ihre Musikvideos auf.

Für „Beyoncé“ hat sich die Schauspielerin, Designerin und Mutter tatkräftige Unterstützung von Drake, Frank Ocean und nicht zuletzt Ehemann Jay-Z geholt.

Nach „crazy in love“ und „dangerously in love“ (beides Titel aus ihrem Debütalbum vor zehn Jahren) scheint die Sängerin nun „drunk in love”. Die Texte für „Beyoncé“ sind ungewohnt sexy und provozierend und selten haben so viele Songs einen so genannten „Parental Advisory – Explicit Content-Hinweis“, also einen Aufkleber, mit dem Tonträgerunternehmen in den Vereinigten Staaten Musik-Veröffentlichungen kennzeichnen, die aufgrund anstößiger Texte als ungeeignet für Minderjährige empfunden werden,bekommen

Und nur Beyoncé scheint in der Lage in einem Song, wie in „***flawless“ den Rest ihrer zweifelhaften Konkurrenz zum Niederknien aufzufordern, um sie nach einer feministischen Rede von Chimamanda NgoziAdichie daran zu erinnern wie wertvoll und makellos Frauen sind.

Das Album deckt alle Genre an Gefühlen ab und reflektiert eine selbstbewusste Frau, die nach fast zwei Dekaden im Musikbusiness endlich den Mut gefunden hat, ihren Fans zu zeigen, wer sie ist und wie sie fühlt.

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

"Beruflich habe ich das ganze Jahr über Kinderfasching": das sagt Tänzerin "Kimstyle" über sich (Foto: digitaldeezign.com)

Das Dröhnen der Bässe erfüllt die von blitzenden Lichtern erfüllte Diskothek, die Menge tanzt und kreischt ausgelassen – bei einer Partynacht wie dieser dürfen sie selbstverständlich nicht fehlen: Gogo-Tänzerinnen. „Kimstyle“ ist eine von ihnen. Am Wochenende verwandelt sich die 28-Jährige regelmäßig von der zurückhaltenden Bürokraft in eine aufreizende Tänzerin und heizt dem Publikum so richtig ein.

„Es war einmal vor langer, langer Zeit“, erzählt „Kimstyle“ lächelnd, „da wurde ich in meiner damalige Stammdisco von einem Freund angesprochen, der wiederrum von einem Bekannten von sich geschickt wurde, um mich zu fragen, ob ich Gogo tanzen will. Ich habe mich nicht gleich gemeldet, weil ich unsicher war. Erst Wochen später hat mich dieser Bekannte noch einmal in der Disco angesprochen und nach ein bisschen Bedenkzeit hat sich das dann ergeben.“

Obwohl sie bereits mehrere größere Auftritte absolviert hat – unter anderem als Background-Tänzerin bei „The Dome“ und bei „Willkommen bei Mario Barth“ –, arbeite sie unter der Woche als „Teilzeit-Büromaus“, wie sie selbst sagt.

Ihr Freunde, so die Tänzerin, ständen immer hinter ihr. „Meine Familie – was soll ich sagen – die würde mich lieber nur im Büro sehen“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Als Gogo-Tänzerin stoße man häufig auf Abweisung. „So ist das Business und ich bin mir darüber im Klaren, dass die meisten nicht meinen Charakter sehen… Aber hey: It`s Showtime und meist sind die Leute dann positiv überrascht, wenn sie merken, dass ich wirklich tanzen kann“, erklärt Kimstyle, „ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen. Nichts ist schöner, als wenn Frauen würdigen, was du machst.“

Ihr Körper ist ihr Kapital – aber wie hält man so ein Wunderwerk der Natur in Stand – und: ist überhaupt alles Natur? „Ich stehe zu dem, was ich mir vom Schönheitschirurgen habe machen lassen. Sagen wir es so: Meine Brüste und ich haben nicht dasselbe Geburtsjahr“, gesteht die Tänzerin grinsend, „essen ist mein Hobby und sonst bin ich faules Stück… Jede Treppe ist zu viel und im Fitness-Studio bin ich eine Karteileiche. Ich tanze halt jedes Wochenende und gebe dort richtig Gas – das ist mein Work out.“

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

Kann auch seriös: Teilzeit-Bürokraft "Kimstyle" (Foto: digitaldeezign.com)

Aktuell ist „Kimstyle“ jeden zweiten Freitag im Monat auf dem „Gays and friends in heaven“-Event und einmal im Monat im Mannheimer Club „Ritzz“ zu bestaunen. „Fasching ist in Planung und ein paar Shootings sind auch schon in Aussicht“, ergänzt sie. Was ihre privaten Pläne angehe, wolle sie sich jedoch nicht äußern.

Der Grund weshalb „Kimstyle“ ihr Privatleben unter Verschluss hält und wir sie auch innerhalb dieses Interviews nur bei ihrem Künstlernamen nennen, ist der, dass sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat. „Einmal ist mir ein Mann vom Job bis nach Hause nachgelaufen. Er ist mir sogar bis ins Treppenhaus gefolgt und eine Woche später stand er dann wieder vor meiner Tür“, erzählt sie.

Auf Anmachen während Auftritten reagiere sie meist der Situation entsprechend: „Wenn der Typ nett und charmant ist, bin ich ebenfalls nett und höflich, ist er aber plump oder unhöflich, ignoriere ich es einfach – im Endeffekt ein nett verpackter Korb mit Schleifchen.“ Viele Menschen würden einfach nicht begreifen, dass sie während ihres Jobs als Gogo eine Art Schauspiel betreibe, sagt die junge Frau. „Das ist alles mehr Schein als Sein“, fügt sie an, „privat trage ich am liebsten meine Mickey Mouse-Hausschuhe und meinen „Victoria´s Secret“-Jogginganzug – Hauptsache bequem!“ Beruflich habe sie das ganze Jahr über Kinderfasching – „je verrückter und bunter, umso besser!“ Makeup aufzulegen sei ihr Weg in eine andere Rolle zu schlüpfen, ganz gleich ob sie nun gute oder schlechte Laune habe, so die Tänzerin.

Kontakt „Kimstyle“:
http://www.facebook.com/#!/Kimstyle.de
http://www.kim-style.com/


Vorschau:
Am Dienstag, 24. Januar, erwartet euch im Panorama ein exklusives Interview mit „heute-journal“-Moderator Claus Kleber.