Janet Jackson ist „unbreakable“

Unbreakable“ ist die siebte Welttournee von Sängerin Janet Jackson, mit dem die jüngere Schwester von King of Pop“ Michael Jackson ihr gleichnahmiges, elftes Studioalbum promotet.

Bereits im August 2014 bestätigte Produzent Ian Cross die Arbeit und die geplante Welttour für 2015 und 2016. Cross arbeitete an den letzten drei Alben mit und bestätigte zuerst dem Barfoot Sound Magazine“ die Arbeit in den Studios in Katar, Paris und dem mittleren Osten.

Janet tourt nun seit dem 31. August 2015 durch die Vereinigten Staaten und kommt für vier Konzerte im April 2016 auch nach Deutschland. Hier wird sie ihr Set über 23 Songs in Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Berlin performen. Darunter finden sich einige ältere Klassiker wie Scream“, Rhythm Nation“ und If“.

Die bisherigen Kritiken ihrer Konzerte, unter anderem in der The New York Times“ und dem E!“ Magazine sind sehr gut. Janet kann definitiv an frühere Erfolge anknüpfen und bringt dennoch frischen Wind in ihre alten Werke, wie mit Burn it up“, einem Song, den sie mit Missy Disdemeanor Elliot aufnahm, die ebenfalls in diesem Jahr ein erfolgreiches Comeback feiert.

Bis zum 29. Juni 2016 gibt sie insgesamt 111 Konzerte; 88 in Nordamerika, drei in Asien und 20 in Europa. Tickets für die Shows in Deutschland bekommt ihr hier.

Vorschau: Am 9. Januar 2016 erwartet euch ein Gastbeitrag.

Das Wunderkind kommt nach Deutschland

„Der Tag ist mein Feind“ (im Original: „The day is my enemy“): Mit diesem Album gehen die drei Jungs von The Prodigy nun im Herbst auf Welttour und geben auch in Deutschland vier Konzerte.

Bekannt wurde die englische Band in den 1990ern mit Ohrwürmern wie „Out of space“, „No good (start the dance)“ und „Poison“. In Deutschland erlangten sie ihren Durchbruch mit den durchaus partytauglichen Tracks wie „Firestarter“ und „Breathe“.

Die Band besteht aus den Mitgliedern Liam Howlett, Keith Flint und Maxim und wurde nach dem Synthesizer Moog Prodigy benannt. The Prodigy übersetzt heißt „Wunder“, beziehungsweise „Wunderkind“. Und bei ihrem einzigartigen Stil kann alle Mal von einem Wunder gesprochen werden.

Keine Band vor oder nach ihnen vereint Breakbeats, Acid House und Techno so gut zusammen und fügt Drum und Bass und Jungle hinzu.  Aktuell mischen sie auch Big Beat und Trip Hop, sowie Alternative und Punk in ihre unvergleichbare Musik.

„The day is my enemy“ ist das bereits sechste Studioalbum der Jungs und erschien am 27. März 2015.

 Am 07. Oktober 2015 beginnen sie ihre Welttour auf dem UKA Festival in Norwegen und touren sich durch Russland, Finnland, Schweden und Dänemark, bis sie am 06. November 2015 dann Deutschland erreichen. Hier starten sie in Oberhausen und treten noch in Hamburg, München und Frankfurt am Main auf.

Karten für die Shows gibt es beim Ticketverkäufer deines Vertrauens oder hier.

Vorschau: Am nächsten Samstag gibt es passend 25 Songs zum Tag der Deutschen Einheit.

Gregor Jonas – Musiker aus Leidenschaft

Schon im Alter von fünf Jahren sauste der inzwischen 29-jährige Gregor Jonas, der ursprünglich aus dem hessischen Friedberg stammt, laut singend die Ski-Pisten hinunter. Nachdem er zuvor sechs Jahre lang Schlagzeugunterricht hatte, schnappte er sich im Alter von 16 Jahren die Gitarre seiner Schwester und brachte sich selbst das Spielen bei. Seitdem schreibt Gregor auch eigene Songs. Präsenz im Fernsehen erlangte er durch seine Teilnahme an der letzten Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“, bei der er es in die Blind Auditions schaffte. Mit einem abgeschlossenen Architekturstudium in der Tasche widmete sich Gregor im letzten halben Jahr vor allem der Straßenmusik und brachte im April diesen Jahres seine erste EP heraus.

Die Gitarre immer mit dabei: Sänger Gregor Jonas (Foto: S. Holitzner)

Die Gitarre immer mit dabei: Sänger Gregor Jonas (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Wie würdest du selbst deine Musik beschreiben?

Gregor: Ich schreibe Musik über die Gegebenheiten, die mich definieren und beschäftigen. Englischsprachige Alternative-Songs, in denen Gitarre und Stimme gleichermaßen Raum finden sollen. Oft steht hierbei die Wechselbeziehung von Euphorie und Melancholie im Fokus der Texte und musikalischen Klangfärbung.

Face2Face: Du schreibst alle deine Songs selbst. Was inspiriert dich dazu?

Gregor: Alles und nichts. Manche Ideen entstehen aus Geschichten, die ich erlebe oder erzählt bekomme, durch Menschen, die ich treffe, oder Erfahrungen, die ich auf Tour mache. Andere Songs entstehen unwillkürlich von selbst.

Face2Face: Wie kamst du auf die Idee, Straßenmusik zu machen?

Gregor: Zur Straßenmusik kam ich, weil ich mich nicht direkt getraut habe, mich auch alleine auf Bühnen zu stellen. Ich fand es vermessen, Konzerte mit meinen eigenen Songs zu organisieren und den potenziellen Zuhörern zu vermitteln, dass die Sachen so gut sind, dass sie sie hören wollen. Auf der Straße bekommt man ein direktes Feedback. Passanten gehen entweder vorbei oder sie bleiben stehen. Die offensten unter ihnen sagen dir direkt, ob das, was du machst, schrecklich klingt, oder eben nicht. Diese gnadenlose Kritik hat mich zu Beginn gereizt. Die schönen Eindrücke der letzten Jahre lassen mich weitermachen.

Face2Face: Durch die Straßenmusik bist du schon viel durch Deutschland gereist und hast einige Städte gesehen. Wo spielst du am liebsten und warum?

Mit Spaß bei der Sache: Sänger Gregor Jonas beim Straßenkonzert in Wiesbaden (Foto:   S. Holitzner)

Mit Spaß bei der Sache: Sänger Gregor Jonas beim Straßenkonzert in Wiesbaden  (Foto:         S. Holitzner)

Gregor: Das stimmt allerdings. Es gibt auch tatsächlich einige Städte, wie beispielsweise Hamburg, Wiesbaden, Cottbus oder Kiel, in denen ich besonders gerne spiele. Auf jeden Fall hängt es von den Menschen ab. Offene Ohren sind die größte Belohnung.

Face2Face: Welche Erfahrungen nimmst du aus deiner Teilnahme an der Castingshow „The Voice of Germany“ im letzten Jahr mit?

Gregor: Obwohl ich vor meiner, eher durch Spaß als durch Erfolgserwartungen motivierten Teilnahme bei „The Voice of Germany“ alles andere als ein Casting-Show-Enthusiast war, kann ich rückblickend ein durchweg positives Resümee abgeben. Es war eine tolle Erfahrung mit großartigen Menschen auf Seiten der Organisation und Teilnehmer und ich bin sehr froh, diese Zeit durchlebt zu haben.

Face2Face: Wer sind deine musikalischen Vorbilder und mit wem würdest du gerne ein Duett singen?

Gregor: Ich glaube, dass meine Musik stark durch Bands wie Rise Against, City and Colour, Hot Water Music, aber auch Exoten wie Dream Theater oder Say Anything geprägt wurde. Ein Duett? Gute Frage… Ina Müller?! Vielleicht wirklich einfach mit Dallas Green (City and Colour/Alexisonfire) oder Hayley Williams (Paramore). Zwei wirklich fantastische Stimmfarben!

Face2Face: Am 1. April ist deine erste EP „Home“ erschienen. Darauf zu finden sind fünf Songs. Unter welchem Aspekt hast du die Songauswahl getroffen und wie lange hat es gedauert, bis du die fertige EP in den Händen gehalten hast?

Gregor: Die EP entstand aus dem Wunsch, den Zuhörern bei Konzerten oder auf der Straße etwas mitgeben zu können, wenn sie mich darauf ansprechen. Die Zusammenstellung der Songs kann als Momentaufnahme meines musikalischen Schaffens gesehen werden. Ich wollte ein möglichst breites Spektrum präsentieren. An der Scheibe habe ich zusammen mit Moritz Herrmann von Breadmaker Records viele Monate gearbeitet und es macht mich wirklich stolz, dass sie nun tatsächlich fertig und darüber hinaus noch so schön geworden ist, sowohl graphisch, als auch akustisch.

Face2Face: Was war dein schönstes musikalisches Erlebnis bisher?

Gregor: Da gibt es zu viele, als dass ich hier sicher sagen könnte, das eine Ereignis steht besonders über allen. Alleine schon, wenn mir Menschen, die eigentlich in Fußgängerzonen unterwegs sind, weil sie etwas vor haben, ihre Aufmerksamkeit schenken, finde ich das nach wie vor sehr schön. Manche bleiben sogar für mehrere Songs bei mir und lassen alles andere warten, nur um mir weiter zuzuhören. Ein tolles Gefühl!

Face2Face: Du hast in Weimar und Cottbus Architektur studiert und bist jetzt vor kurzem nach Kiel gezogen, um als Architekt zu arbeiten. Was würdest du gerne einmal entwerfen?

Gregor: Ein kleines Theater, das wäre mal was. Einen schönen Raum für Kunst, für Licht, Klang und Raum selbst. Darauf hätte ich große Lust.

Face2Face: Wie vereinst du deine beiden Berufe – Architekt und Musiker?

Gregor: Natürlich habe ich jetzt, da ich nach einer Auszeit als Berufsmusiker zur Architektur zurückgekehrt bin, etwas weniger Zeit für die Musik selbst. Ich werde aber sicher nicht aufhören, Musik zu machen und auf die Bühne zu bringen. Denn gerade diese Kombination, der Kontrast und der Ausgleich, den ich durch Architektur und Musik bekomme, ist es, was mir Spaß macht.

Face2Face: Was ist für dieses Jahr noch alles geplant?

Gregor: Jetzt, wo ich hier oben im Norden wohne, gibt es ganz neue Straßen und Bühnen zu erobern! Ich werde in den kommenden Wochen versuchen, ein paar neue Konzerte zu buchen und die Idee weiter voranzutreiben. Die ersten bestätigten – zugegeben nicht unbedingt im Norden Deutschlands gelegenen – Konzerte sind am 16. Juli im Kulturpark Wiesbaden und am 18. Juli beim Sparkling Vibes in Bad Nauheim. Ich freue mich schon sehr darauf, endlich wieder vor Publikum spielen zu können.

Mehr Infos zu Gregor Jonas gibt es auf seiner Facebookseite. Musikalische Kostproben findet man auf seinem Youtube-Kanal

Vorschau: Nächste Woche erscheint der zweite Teil der Reihe  „Artists to watch“.

Die Reiter-Elite zu Gast in Hamburg

Das große Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek bei Hamburg wurde vom 13. bis zum 17.Mai wieder einmal zum Treffpunkt der Reitsport-Elite. Ausgestattet mit einem Spitzenteilnehmerfeld aus 23 Nationen und ihrem einzigartigen Flair zog die Traditionsveranstaltung über 84.000 Zuschauer in die Hansestadt. Auch Face2Face-Reporterin Vanessa hat dem Kult-Turnier einmal einen Besuch abgestattet, um aus erster Hand von diesem besonderen Event zu berichten.

Schon vor Beginn der Veranstaltung konnte man sich aufgrund des großartigen Teilnehmerfeldes auf ein spannendes und hochkarätiges Wochenende freuen: Neben deutschen Springgrößen wie Ludger Beerbaum oder Marcus Ehning und den Championatskaderreitern Christian Ahlmann, Marco Kutscher und dem dreimaligen Derbysieger Andre Thieme aus Plau kann sich auch das internationale Starterfeld sehen lassen. Unter anderem ging Scott Brash, Mannschafts-Olympiasieger und Weltranglistenerster, für Großbritannien an den Start, Rolf-Göran Bengtsson ritt als absoluter Spitzenreiter für Schweden und Kent Farrington (4. Platz auf der Weltrangliste) für die USA.

Auch das Dressurfeld war noch nie so international aufgestellt: Aus 12 Nationen reisten die Teilnehmer des 57. Deutschen Dressur-Derbys an, allen voran der Derbysieger des Jahres 2012, Reitmeister Hubertus Schmidt aus Borchen und die jüngste Derbysiegerin aller Zeiten, Kathleen Keller aus Luhmühlen.

Insgesamt zog es die Reiterinnen und Reiter aus 34 Nationen, darunter auch solch exotischen Länder wie Bermuda oder der Sudan, zum Deutschen Spring- und Dressur-Derby, welches inzwischen ein rekordverdächtiges Gesamtpreisgeld von 905.000 Euro erreicht hat. Rund 500 Pferde wurden in dieser Zeit auf dem Turniergelände untergebracht und gingen in 38 Prüfungen an den Start, darunter unter anderem die 2. Etappe er DKB-RidersTour und die 5. Etappe der Global Champions Tour. Die Zahlen sprechen für sich: Das internationale Reitsportereignis der Hansestadt sorgt für ein außergewöhnliches Maß an Aufmerksamkeit und sorgt für eine unvergleichliche Atmosphäre und große Begeisterung auf den Zuschauerrängen wie auch unter den Reitern.

Den Abschluss dieses atemberaubenden Wochenendes lieferte das alljährliche Highlight: Das 86.Spring-Derby. Der seit 1920 unveränderte Parcours mit den besonderen Hindernissen wie dem „Großen Wall“, „Pulvermanns Grab“ oder den Holsteiner Wegesprüngen gilt als einer der längsten und schwierigsten weltweit. Während die Pferde den steilen Wall hinuntersteigen, um anschließend das rund 1.60 hohe Hindernis mit einem Abstand von gerade mal einem Galoppsprung zu überwinden, ist die Spannung im gesamten Stadion geradezu spürbar. Die Tücken und Herausforderungen dieses besonderen Parcours zeigten sich auch am Ergebnis: Von 30 Startern konnte am Ende nur ein einziges Paar über die gesamten Hindernisse fehlerfrei bleiben und sicherte sich somit den direkten Sieg. Christian Glienewinkel startete mit seinem Pferd Professional Aircare das erste Mal im Spring-Derby und kann es kurz nach dem Springen immer noch nicht richtig fassen: „Mein Telefon steht seit meinem Ritt nicht mehr still. Für mich ist das selbst gerade noch so unwirklich, ich freue mich einfach rießig“, so der bis frischgebackene Derbysieger in der anschließenden Pressekonferenz.

Auch die Amazone Janne-Friederike Meyer hatte allen Grund zur Freude: Aufgrund ihrer durchweg positiven Leistung der letzten Tage und ihrem 4. Platz im Spring-Derby mit Cellagon Anna konnte sie sich die Führung in der DKB-Riders Tour sichern, die am Wiesbadener Pfingstturnier in die nächste Runde ging.

Alles in allem dürfen sich aber alle Teilnehmer des schwierigsten Springens der Welt freuen, denn bei dieser einzigartigen Prüfung und der ganz besonderen Atmosphäre, die der einmaligen Stimmung des Publikums geschuldet ist, gilt tatsächlich einmal der Grundsatz: Dabei sein ist alles! Auch bei über 20 Fehlern wurde noch für jedes einzelne Paar heftig applaudiert und auch die Reiter machten den Eindruck, dass sie trotz eines weniger guten Ergebnisses zufrieden mit ihrer Leistung waren. Besonders solche Prüfungen wie das Speed-Derby oder auch die Freiheits-Dressur, die in der Pause des Derbys gezeigt wurde, machen das Hamburger Turnier zu einem Erlebnis für die gesamte Familie, ob nun Pferdefreund oder nicht!
Wer nächstes Jahr ebenfalls Teil dieser Traditionsveranstaltung sein möchte, sollte sich den 04.-08.Mai vormerken. Bei mir ist er jedenfalls schon im Kalender notiert!

Vier Schwestern und der Kampf um den ESC

Spätestens seit Lenas „Satellite“ sind auch wir in Deutschland alle ein bisschen Eurovision Songcontest (ESC). Bereits seit über 50 Jahren ist dieser Wettbewerb eines der Highlights der europäischen Musikwelt. Ob Newcomer wie die Siegerin des letzten Jahres, Conchita Wurst, oder alt eingesessene Künstler, wie das schwedische Quartett ABBA – der ESC war und ist schon immer ein anziehendes Ereignis.

Spannend für die deutsche Musikwelt ist der Vorentscheid für die Auswahl des diesjährigen deutschen Vertreters. Seit einigen Jahren haben dabei nicht nur die großen Stars des Business die Möglichkeit für Deutschland anzutreten, auch Newcomer bekommen die Chance im Clubkonzert eine begehrte Wildcard zu ergattern. Am 19. Februar ist es in Hamburg wieder so weit, der Kampf um die Wildcard zum Vorentscheid wird eröffnet. Zehn junge Künstler und Bands werden an diesem Abend gegeneinander antreten, um ihrem Traum von einer Teilnahme am ESC ein Stückchen näher zu kommen. Mit dabei ist auch die Wiesbadener Band „Ason“ und genau mit ihnen waren wir für euch im Interview.

Vorab: Ason, das sind Dorotea (20), Lillie (18), Joella (16) und Mickelina (12). Musik steckt den vier Schwestern im Blut. Das Singen hat ihnen ihre schwedische Mutter, die Sängerin ist, mit auf den Weg gegeben. Ihr Gefühl für Rhythmus haben die Wiesbadenerinnen vom Vater, der Schlagzeuger ist. Neben Schlagzeug spielen die jungen Musikerinnen auch Klavier, Gitarre und Bass. Ihr Song für den ESC heißt „Hey You“ und erzählt die Geschichte von einem Wiedersehen und von gemeinsamen Erinnerungen zweier Personen. Ihre Musik bezeichnen die vier Künstlerinnen generell mit den Worten „New. Free. Sound“.

Musikalisch: Musik liegt den vier Schwestern in den Genen. (Foto: Ason/ Jonathan Gaubatz)

Musikalisch: Musik liegt den vier Schwestern in den Genen. (Foto: Ason/ Jonathan Gaubatz)

Face2Face: „Eure Band heißt Ason. Was bedeutet der Bandname?“

Ason: „Der Name Ason ist eine Abkürzung von unserem Nachnamen Andersson. In   Schweden gibt es viele ähnliche Namen wie Eriksson, Svensson, Pettersson oder eben auch Andersson. Manche Schweden schreiben dann ihren Nachnamen einfach verkürzt auf. Man nimmt den ersten Buchstaben ein Semikolon und dann „son“. Bei uns wäre das dann zum Beispiel A:son. Wir haben jedoch beschlossen das Semikolon einfach wegzulassen.“

Face2Face: „Seit wann macht ihr Musik und wie habt ihr die Liebe zur Musik entwickelt?“

Ason: „Gefühlt: schon immer. Wir sind einfach mit Musik aufgewachsen. Das geht wahrscheinlich nicht anders mit so musikalischen Eltern. Wir haben schon als kleine Kinder gesungen und getanzt. Musik war und ist schon immer Teil unseres Lebens. Mit richtigem Musikunterricht haben wir mit circa sechs Jahren angefangen. Als Ason machen wir jetzt seit etwa eineinhalb Jahren Musik.“

Dorotea: Vor allem kommt die Liebe zur Musik auch vom Hören und Erleben. Ich war schon sehr früh bei den Auftritten meines Vaters dabei und durfte Musik live erleben. Schön ist es, wenn man sieht was Musik bei Menschen auslöst. Wenn man anfängt Musik mit dem Herzen zu fühlen und vor allem zu verstehen, dann kommt alles andere von allein.

Face2Face: „Habt ihr musikalische Vorbilder? Und gibt es Künstler, mit denen ihr gerne zusammenarbeiten würdet?“

Ason: „ Musikalische Vorbilder sind für uns Künstler wie Ed Sheeran, Goythe, The Script, U2, Peter Gabriel, Peter Fox, Sting und noch so einige andere. Und nicht zu vergessen natürlich auch unser Papa. Natürlich würden wir gerne mit unseren musikalischen Vorbildern mal gerne zusammenarbeiten, auch Andreas Bourani, George Ezra, Darwin Deez, Robyn, Kiefer Sutherland, Benedict Cumberbatch oder Martin Freemann würden auf so einer Liste ganz oben stehen.“

Face2Face: „Wie beschreibt ihr eure Musik jemandem, der noch nichts von euch gehört hat?“

Ason: „ Das was wir mit unserer Musik vor allem erreichen wollen, ist das wir etwas in anderen auslösen. Deshalb ist die Musik so wie wir sind – einfach bunt.“

Face2Face: „Für euch steht nun ein ganz besonderes Konzert an. Im Clubkonzert kämpft ihr um eine Wildcard für den ESC Vorentscheid? Wie kam es dazu und vor allem was fühlt ihr dabei?“

Ason: „Wir haben noch am Tag des Anmeldeschlusses unser Video eingereicht. Einige Tage später wurden wir angerufen, mit der Nachricht, dass wir dabei sind Es war ziemlich überraschend. Im Moment sind wir sehr gespannt, denn diese Zeit ist besonders aufregend aber gleichzeitig total schön. Jetzt heißt es erst einmal proben, proben, proben. Aber die Freude auf die nächste Zeit überwiegt.“

Face2Face: „Zu guter Letzt die Frage: wann und wo können wir euch hören? Wann kommt euer Album raus?“

Ason: „Also erst einmal dürft ihr natürlich am 19.Februar um 22 Uhr im Norddeutschen Rundfunk (NDR) mit uns mit fiebern und für uns Voten. Das Album werdet ihr dann hoffentlich bald in den Händen halten. Für dieses Jahr stehen schon einige Termine an. Die findet ihr übrigens immer ganz aktuell auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.de/asonband.“

Die Face2Face-Musikredaktion wünscht Ason viel Erfolg beim Kampf um die Wildcard. Auch wenn die Band mit einem kleinen Wermutstropfen in den Ring steigt. Das Mindestalter beim ESC liegt für Teilnehmer bei 16 Jahren. Mickelina, die erst zwölf Jahre alt ist, wird nicht live auf der Bühne stehen können, sondern legendlich beim Auftritt eingeblendet werden.

Pulsierendes Hamburg – Metropole an der Elbe

Vieles zu entdecken: Speicherstadt (Foto: Wahlig)

Vieles zu entdecken: Speicherstadt (Foto: Wahlig)

Moin Moin! Heute entführt euch die Reise-Redaktion in den Norden Deutschlands, nämlich nach Hamburg. Hier gibt es nicht nur guten Fisch, sondern auch viele Sehenswürdigkeiten und versteckte Plätze zu entdecken.
Für den Anfang empfehlen wir euch die „Hamburg Card“, die es schon ab 15,50 Euro gibt. Hiermit gibt es freie Fahrt mit dem Bus, der Bahn und auch auf Hafenfähren, sowie bis zu 50 Prozent Rabatt auf über 130 touristische Angebote. Angefangen vom Museum bis zu den Musicals. Zu kaufen gibt es diese an allen Tourist Informationen, Fahrkartenautomaten, in Hotels und im Internet als Online- und Handyticket.
Für Frühaufsteher empfiehlt sich der Fischmarkt. Von April bis Oktober lockt er jeden Sonntag tausende Besucher an die Elbe. Egal ob Obst, Fisch, Tropenblumen, Kleidung oder Gockel. Auf der Freifläche am Hafenbecken der Elbe ist für jeden Geschmack etwas dabei. In der Markthalle wird zudem schon am frühen Morgen zu Live-Musik getanzt. Ein Frühstück in Form eines Fischbrötchens ist hier ein Muss!
Ein Erlebnis ist ein Rundgang in St. Pauli, der mehrmals in der Woche unter dem Motto „St. Pauli- Quickie – in 66 Minuten über die heiße Meile“ angeboten wird. Geboten wird hierbei ein knackiges Programm mit Kietzatmosphäre und wichtige Fakten und Hintergründe zum berühmten Rotlichtviertel, den Club- und Kneipenstraßen und den Schauplätzen der Beatels. Der Rundgang ist allerdings nur etwas für hartgesottene, da es zwischendurch auch mal einen „Kurzen“ gibt. Im Anschluss kann die Reeperbahn besucht werden. Hier kommt es auch nicht selten vor, dass man mal auf der Straße Udo Lindenberg trifft.

Die Hauptkirche Sankt Michaelis, auch „Michel“ genannt ist die bekannteste Kirche Hamburgs und Wahrzeichen der Hansestadt. Schon für die einlaufenden Schiffe ist sie vom Hafen aus sichtbar. Sie kann in Verbindung mit der Innenstadt besichtigt werden.
Die Elbphilharmonie in Hamburg, von den Hamburgern liebevoll Elphi genannt, wird seit dem Frühjahr 2007 erbaut. Hier soll ein Hotel, Eigentumswohnungen und ein großer Konzertsaal entstehen. Zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau wird ein in 37 Metern Höhe öffentlich zugänglicher Platz (die Plaza) entstehen. Nach langer Planung und noch längerem Bau, sowie einigen Schwierigkeiten soll die Fertigstellung nun im Oktober 2016 erfolgen. Aber auch jetzt schon lohnt sich eine Besichtigung, da der futuristische Bau dem Hafen eine besondere Moderne verleiht.

Neuheit in Hamburg: Elbphilharmonie (Foto:Wahlig)

Neuheit in Hamburg: Elbphilharmonie (Foto:Wahlig)

Die Speicherstadt gilt als eines der größten historischen Lagerhauskomplexe der Welt. Auf einer Fläche von mehr als zwei Kilometern befinden sich aufwändig und malerisch gestaltete Speicherblöcke. Von der ursprünglichen Nutzung eines Lagerraumes kann heute nicht mehr die Rede sein. Denn die „Stadt in der Stadt“ bietet unterschiedlichste Attraktionen, Ausstellungen und Museen. So etwa die größte Modelleisenbahnanlage der Welt und das Hamburg Dungeon, in dem Schauspieler in einer Kombination aus Gruselkabinett und Show die Geschichte von Hamburg darstellen. Sehenswert ist zudem das Gewürzmuseum. Hier gibt es über 50 Gewürze aus den unterschiedlichsten Ländern zum riechen, probieren und anfassen.
Bei schönem Wetter sind Schiffstouren durch den Hafen Hamburgs oder entspannende Nachmittage an Außen-und Binnenalster eine schöne Abwechslung nach Besichtigung der Stadt.
Wer noch nicht genug hat kann die Stadt auch mit den „City Cycles“ weiter erkunden. So können Stadtrundfahrten per Fahrrad gemacht werden, die eine aktive Alternative zu Bustouren bieten. Hierbei kann die Stadt ganz entspannt mit einem Guide, der interessante Hintergründe und gerne auch Tipps gibt, erkundet werden. Zwischendurch kann bei kleinen Snack-und Getränkepausen entspannt werden.
Für ein schönes Abendessen empfiehlt sich das „Parlament“ im Rathaus. Hier kann man köstlichen Fisch mit einem guten Glas Weißwein in gediegener und gemütlicher Atmosphäre genießen.

Schöne Aussicht von der Elbe: Michel und Hafen (Foto: Wahlig)

Schöne Aussicht von der Elbe: Michel und Hafen (Foto: Wahlig)

Ein Highligt sind die Musicals, die in Hamburg gezeigt werden. Neben „Disneys König der Löwen“, mit seinen atemberaubenden Masken, Requisiten, Kostümen und der unvergesslichen Musik wird die Faszination Afrikas schon seit Jahren erfolgreich im Stage Theater am Hafen aufgeführt. Aber auch „Das Phantom der Oper“ und „Rocky-Liebe siegt“ sind unter anderem mit seiner dramatischen Geschichte zu sehen. Mein Tipp: Wer im November 2014 in Hamburg ist, sollte das neue Stage Theater an der Elbe besuchen. Hier feiert „Das Wunder von Bern“ passend im Jahr der Weltmeisterschafft seine Weltpremiere. Die Karten sind zwar recht teuer, aber man sollte sich abends ein Besuch in einem der Musicals gönnen. Und mi der  Hamburg Card hat erhält man sogar eine vergünstigte Karte.

Hamburg hat noch viel mehr zu bieten. Entdeckt es selbst und plant doch euren nächsten Kurztrip nach Hamburg.

Vorschau: Am Dienstag, 24. Juni berichtet die Reise-Redaktionvon Amsterdam.

Partytipps zu Silvester

Das Jahr 2013 geht zu Ende und das bevorstehende Jahr sollte am liebsten mit einem Knall beginnen. Gute Vorsätze, neue Ziele und Wünsche lassen sich doch besser durchsetzen, nachdem man ordentlich ins neue Jahr gerutscht ist.

Wird auch dieses Jahr nicht fehlen: Feuerwerkskörper am Himmel (Foto: face2face)

Wird auch dieses Jahr nicht fehlen: Feuerwerkskörper am Himmel (Foto: face2face)

Die Face2Face-Musikredaktion hat für den Abend aller Abende ein paar Tipps für Wiesbaden, Köln und Hamburg parat:

Wiesbaden

Prinzipiell ist das Kurhaus immer eine große Sache in Wiesbaden mit Outdoor-Feuerwerk und so. Infos dazu gibt´s HIER.

Clubtechnisch gibt es in Wiesbaden das Park Café. Weitere Infos findet ihr HIER.

Mehr Infos zum Cubique in der Taunusstraße gibt´s HIER.

Köln

Ein Trip durch Kölns Nachtleben mit passendem Feuerwerk am Rhein und nach dem großen Knall zieht man im In-Viertel Ehrenfeld von Party zu Party, ganz im Zeichen der Spontanität.

Doch wer eine genauere Partyclubempfehlung braucht, der sollte auf jeden Fall in den Club Bootshaus gehen und zu den fabelhaften Klängen vom DJ Duo Moonbootica tanzen bis die Füße bluten.  Wollt ihr dazu mehr wissen, dann klickt auf das HIER.

Hamburg

Hamburg hat wahrlich einiges zu bieten, doch je größer die Stadt, desto schwieriger die Auswahl. Da ist es am besten sich die besten Freunde einzuladen, erst einmal in Ruhe daheim anzustoßen und sich vor Mitternacht eine schöne Location zu suchen. Nach dem Feuerwerk gibt es für jeden etwas, doch unsere Empfehlung ist die „Ganz oder Kranich – Silvesterräve“-Party in der Prinzenbar im berühmten Club Docks auf dem Kiez. HIER gibt´s die Infos zur Party.

Wo ihr auch hingehen solltet, die Musikredaktion wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Warum ein Polizist ein Diadem trägt: Highlights vom schönsten Tag des Lebens

Marzipanfiguren

Vanessa und Andreas: geben auch aus Marzipan eine gute Figur ab (Foto: H. Podstatny)

Zufriedenheit, Freude und Erleichterung sprechen aus den Gesichtern der Braut und des Bräutigams. Begleitet von der klassischen Hochzeitsmeldodie schreiten die frisch Vermählten durch ein Meer von Seifenblasen – Familie und Freunde beglückwünschen die beiden am schönsten Tag ihres Lebens. Am 20. Juli gaben sich Vanessa (28) und Andreas (30) das Jawort. Welche Highlights sie an ihrem Junggesellenabschied und am Hochzeitstag erleben durften, ließ das Brautpaar Face2Face wissen.

„Es bleibt ein unvergesslicher Tag“, erzählt Vanessa von ihrem Junggesellenabschied. Bevor es losgehen konnte, gab es zur Stärkung erstmal Pizza und Sekt bei der Schwester. Gewappnet mit einem Bollerwagen voller Sekt, Süßigkeiten und allerlei Kram zum Verkaufen gingen die zwölf Mädels dann durch Mannheims Straßen. Absolutes Highlight für die 28-Jährige: „Ich musste bei einem Polizeirevier klingeln und mein Diadem mit der Mütze eines Polizisten tauschen.“ Gut gelaunt nahm der Polizist das Diadem entgegen und ließ den Spaß über sich ergehen – sicher nicht nur für die Junggesellin ein einzigartiges Erlebnis.

Während die zukünftige Braut mit fremden Männern Cha-Cha-Cha und Discofox tanzte, vergnügte sich Andreas in Hamburg mit seinen Kumpels in einem Stripclub. Was es da alles zu sehen gab? „Kein Kommentar“, so der Heiratswillige und bewahrt die Erinnerungen für sich. Das Grinsen kann er sich dabei nicht verkneifen.

Die Junggesellinnenkasse wurde währenddessen kräftig gefüttert: „Mit dem verdienten Geld durch den Verkauf von Kondomen, Schnaps und Bier haben wir unseren Abend finanziert und konnten in einem Club abfeiern.“ Dass die beiden sich den Spaß gegenseitig gegönnt haben und einander vertrauen, wurde im Weinheimer Standesamt ersichtlich: aufgeregte Gemüter, gemeinsam händehaltend und wartend, bis sie endlich Ja zueinander sagen durften. Geküsst wurde die Braut nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals – natürlich nur vom frisch gebackenen Ehemann.

Junggesellenabschied

Think pink: als Junggesellentruppe unverkennbar (Foto: privat)

Beim Brautkleid handelte es sich ebenfalls um ein Highlight: „Jede Frau möchte sich einmal im Leben wie eine richtige Prinzessin fühlen – da eignet sich am Besten das klassische Kleid in Weiß“, so die Getraute. Zur Schau wird es spätestens beim Hochzeitstanz gestellt, für den die beiden sogar einen Tanzkurs belegten. Auf den Hochzeitsfotos wird das Schmuckstück schließlich verewigt: Mann und Frau umgeben von Natur und glücklich vereint – die zuvor angesteckten Ringe schimmern glänzend in der Sonne.

bollerwagen

Perfekt gewappnet: ein Bollerwagen mit Verpflegung (Foto: privat)

Und welche Höhepunkte machten die Hochzeitsfeier zu einem unvergesslichen Tag? „Die vielen Spiele und die Überraschungen meiner Brüder“, erzählt Andreas. Da kann die Braut nur beipflichten: „Unsere Gäste haben jede Menge Spiele vorbereitet. Darunter das traditionelle Schuhspiel, das echt witzig war.“ (Anm. d. Red.: das Brautpaar wird getestet, wie gut es sich gegenseitig kennt. Hierbei beantwortet das Ehepaar die Fragen, die es selbst betrifft, indem sie einen Schuh von sich oder des Partners in die Höhe heben, ohne einander zu sehen. Je öfter sie den gleichen Schuh in die Höhe heben, desto besser kennen sie sich). Freunde und Familie konnten sich vor Lachen kaum halten bei Fragen wie „Welche Familie ist die Verücktere, die der Braut oder die des Bräutigams?“ – hier waren sie sich wohl noch uneinig, denn beide hoben den Schuh der angeheirateten Verwandtschaft nach oben.

Aber nicht nur die Spiele waren ein Volltreffer: „Alle mussten lachen, als die Herzluftballons in die Höhe gestiegen sind und sich in den Bäumen verfangen haben“, erinnert sich Vanessa schmunzelnd. Viel Spaß hatten auch die Gäste, die die Herzballons aufgeblasen haben, denn das Helium landete nicht nur in den Luftballons. Jeder weiß, wie sich die Stimme anhört, wenn man das Edelgas einatmet – immer ein Knaller auf einer Hochzeit!

Luftballons

Herzluftballons: ein schöner Brauch auf Hochzeiten (Foto: H. Podstatny)

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wer hat denn den Antrag gemacht? „Ich“, sagt die Braut ganz selbstverständlich, „in der heutigen Zeit der Gleichstellung von Mann und Frau ist das völlig angebracht.“ Auch die Braut ist manchmal schweigsam: „Wie ich den Antrag allerdings gemacht habe, bleibt mein Geheimnis.“ Da hat sich aber jemand „getraut“.

Vorschau: Im nächsten Panorama-Artikel erfahrt ihr, ob die Qmilk – eine neuartige Milchfaser, bestehend aus dem Milcheiweiß Kasein, welches die Produktion von antibakterieller und teperaturregulierender Kleidung ermöglicht – eine massentaugliche Alternative darstellt.

Backstage mit ZSK

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Wahnsinnsstimmung: ZSK rocken die Markthalle ! (Foto: Güngör)

Vergangenen Freitag, 13. September war die Punkband ZSK aus Berlin in der Hamburger Markthalle zu Besuch. Mit dabei hatten sie die Stuttgarter Band Heisskalt und die Band Jukes aus Warburg. Face2Face hat sich für euch an ZSK gehängt und ist mit ihnen Backstage gewesen.

Es ist gegen 20 Uhr, als die letzten Fans eintreffen. Das Bier wird schnell noch ausgetrunken, die Sonne geht langsam unter und die frische Brise Hamburgs fliegt durch die Luft. Alles bewegt sich in das innere der Markthalle, eine für 1.000 Besucher konzipierte Konzert-Location, die an diesem Abend noch abgerissen werden wird, aber dazu später mehr.

Wenn man nur als Fan und Zuschauer auf ein Konzert geht, stellt man sich die verrücktesten Sachen vor, die im Backstage-Bereich einer jeden Veranstaltung passieren. Rockstars und Groupies, Drogen und laute Musik, Menschen, die mit Essen werfen, und viele weitere verrückte Dinge. Betritt man die „heiligen Hallen“ sieht es natürlich ganz anders aus. Viele Musiker verteilt auf ihre Garderoben. Vor der Tür stehen zwei und rauchen ihre Zigarette. Musikinstrumente und Klamotten überall und mindestens einer, der versucht zu schlafen. Dieser einer war im Falle dieses Abends der Schlagzeuger der Band ZSK: Matthias.

Im Interview sagte die Band auf die Frage, was sie an und in Hamburg so schätzen: „Wir lieben die Flora, wir lieben die breite subkulturelle Szene und wir sind jedes Mal wieder beeindruckt, wie die Hamburger mit großen Naziaufmärschen umgehen. In kaum einer anderen Stadt knallt es bei sowas immer so heftig, dass die Aufmärsche meist verhindert werden können.“

Die Zuneigung für die Stadt ist groß, gerade vielleicht auch weil das Management der Band, Hamburg Records, hier ansässig ist und der Manager selbstredend an diesem Abend dabei war, auch um mit seinen Freunden, Schützlingen und Kollegen seinen Geburtstag zu feiern. Welch ein freudiger Anlass für einen fantastischen Abend.

Gegen 21 Uhr beginnt die erste Vorband Jukes. Während man sich noch nett mit dem Lichttechniker der Band ZSK unterhält und sich langsam auch mit den anderen Bands gutstellt, dröhnt die Musik in den Backstage-Bereich hinein. Das Interesse ist definitiv geweckt und der ein oder andere hinter den Kulissen lugt kurz aus der Tür heraus, um zu sehen, was da draußen passiert. Die Musik ist gut, passt zur Band und macht Stimmung, doch das Hamburger Publikum ist bekanntlich das schwierigste in Deutschland und so sitzen die Zuschauer, wo sie einen Platz zum Sitzen finden und hören der Musik einfach nur zu.

Eine halbe Stunde später ist die Band auch schon fertig und kommt mit Freude im Gesicht nach hinten, sie umarmen und beglückwünschen sich und das erste Eis zwischen den Bands ist definitiv gebrochen. Währenddessen bereiten sich ZSK immer noch vor. Sie erzählen von Ereignissen auf der Tour, trinken ihr Bier, Stimmen ihre Gitarren, den Bass und ziehen sich gefühlte achtmal um.

Genauso steht es um die Band Heisskalt, die nach einer kurzen Umbaupause als nächstes auf die Bühne geht. Das Publikum bleibt immer noch kritisch, doch von Song zu Song lockern sie immer mehr auf und fangen sogar an ein wenig zu tanzen, was für Hamburger Verhältnisse ein voller Erfolg ist. „Wir haben sie verehrt, de Band ZSK und hätte uns mit 16 Jahren mal einer gesagt, dass wir für sie als Vorband spielen dürfen, hätten wir der Person ganz laut FUCK YOU entgegengerufen, denn wir hätten es nicht geglaubt und jetzt sowas. Wahnsinn vielen Dank!“, sagt der Sänger enthusiastisch auf der Bühne. Das erfreut auch das Fanherz, das auch in der Face2Face-Musikredaktion ein kleinwenig für ZSK schlägt.

Wieder eine Umbaupause, wieder kommt die Band in den bis vor kurzem noch mystischen Backstage-Bereich, wieder gratulieren sich alle und wirken glücklich. Einige gehen erst einmal eine rauchen, andere trinken genüsslich ihr Bier und unterhalten sich ganz angeregt. Die Bands geben sich untereinander Tipps und Tricks, essen und trinken gemeinsam. ZSK sind währenddessen in ihrer Garderobe. Joshi, der Sänger der Band, bereitet sich stimmlich auf den Abend vor und der Manager schickt uns noch einmal kurz raus damit sich die Band sammeln kann.

„Wenn man auf der Bühne steht, muss man 150 Prozent da sein. Da darf es keine halben Sachen geben. Alles andere ist dann egal. Ob du gerade krank bist, Bein verstaucht oder ähnliches. Alles um einen herum löst sich in Luft auf, es geht nur noch um dich, das Publikum und die Musik. Ich liebe diesen Moment“, erzählt Joshi nach seinem Auftritt.

Als Ritual hat sich die Band vor ihren Auftritten angewöhnt Schnaps zu trinken und dazu wird auch die Musikredaktion herzlich eingeladen.

ZSK gehen endlich auf die Bühne. Die Hamburger sind wach und voller Elan und bereit ihre Fäuste gegen Nazis und für die Band ZSK zu erheben. Alle tanzen sie Pogo, gehen einfach auf die Bühne, denn die Nähe zu den Fans ist der Band besonders wichtig. Das Publikum ist gemischt. Von 13 bis 40 Jahren ist alles dabei, doch es sind die jungen Hüpfer, die auf die Bühne gehen, um einen Hechtsprung ins Publikum zu absolvieren um Stage zu diven. Es sieht überragend aus, die Musik ist laut und schnell, einfach Punk. Die Botschaften sind sowieso eindeutig und alle singen laut mit.

Auf die Frage, warum sie sich dazu entschlossen haben, ihre Vorbildfunktion zu nutzen und ob sie bereits Erfolge mit ihren Botschaften verbuchen konnten, sagt die Band Folgendes:

„Das kann man natürlich schlecht messen. Aber wir wissen schon, dass viele unserer Fans sich politisch engagieren, Sticker kleben, zu Demos gehen usw. Wir treffen auch oft ZSK-Fans bei Protesten gegen Naziaufmärsche oder halt beim Castortransport. Die sind dann immer ganz überrascht und sagen: ʽIch macht das also echt, worüber ihr in euren Texten singt?ʼ“

Zwei Stunden gibt die Band richtig Gas und hinterlässt schwitzende und zufriedene Menschen im Publikum . Der Backstage-Bereich muss nach dem Konzert natürlich frei von Schaulustigen sein, denn die Band soll sich erst einmal kurz entspannen, sich umziehen und dann ergibt sich die weitere Abendplanung.

„Manchmal geht es recht schnell ins Bett, manchmal trinken wir bis um fünf Uhr morgens und schlafen im Bus auf dem Weg zur nächsten Show“, erzählt Joshi im Interview. An diesem Abend geht der Großteil der Band ins Hotel und schläft, während der Rest noch weiter über den Hamburger Kiez in die Dunkelheit zieht und feiert.

 

Vorschau: In zwei Wochen findet ihr in der Musikrubrik eine Review zum Konzert von Bonobo.

Zurück zum Ursprung – Mein Besuch auf dem Toten Hosen Konzert

Am Donnerstag, 29. August waren Die Toten Hosen für ein Open Air Konzert auf der Trabrennbahn in Barenfeld in Hamburg und ich war für euch live dabei.

Einer der letzten Sonnentage in diesem Sommer fand auf der Trabrennbahn in Barenfeld statt. Gefühlt tausend Menschen verschiedener Altersstufen pilgerten dort hin, um eine der erfolgreichsten Rockbands Deutschlands zu feiern. Es war kurz vor 18 Uhr, der Staub wurde durch die vielen Besucher aufgewirbelt und bildet einen dünnen Nebel in der Luft. Es war warm und mit einer frischen Prise wirkte es nahezu harmonisch auf dem Konzertgelände. Eine riesige Bühne wurde für die Supportbands und die vielen Menschen an diesem Donnerstag Abend errichtet.

Pünktlich um 18 Uhr kamen ZSK, eine Punkband aus Berlin, auf die Bühne, um den Massen mit politischen Texten und lauter Gitarrenmusik einzuheizen. Zwei Meter vor der Bühne, mit all den jungen und alten Punk-Musikliebhabern um einen herum, fühlte man sich in seine frühste Jugend zurückversetzt, als man selbst noch ungezähmt war und Punk das Einzige war, woran man glaubte. Alle tanzten, einige sangen mit und es bildeten sich mehrere Pogokreise in der Menge. Von Song zu Song verloren sich die Fans mehr in der Musik – 30 Minuten um eine ganze Meute aufzuwecken und dazu zu animieren lauthals mitzusingen und die Meinung zu teilen.

„Unsere Faust gegen Nazis. Unsre Hand für die, die mit uns kommen, denn wir gehen diesen Weg nicht alleine. Es gibt nichts, was uns aufhalten kann!“, schallte es zum Schluss aus dem Publikum.

Die gute Laune breitete sich regelrecht aus, als ZSK schlussendlich von der Bühne musste, um die nächste Vorband willkommen zu heißen.

Die Umbaupause nutzten alle, um sich mit Getränken einzudecken und nochmal schnell auf der Dixitoilette zu verschwinden. Alles in allem wirkte der Abend nicht wie ein durchschnittliches Konzert, sondern eher wie ein kleines Festival, man könnte auch behaupten wie ein großes Familientreffen.

Zum Anklang in die zweite Runde lud die Oi- und Punkband Broilers vor die Bühne. Es ging los und alle bewegten sich zum Klang des Saxophons und zur melodischen und doch harten Stimme des Frontsängers Sammy Amara. Die Euphorie machte sich in den Gesichtern der Besucher deutlich bemerkbar. Alle lächelten freudig zur Bühne, um den Künstlern darauf zu signalisieren, dass sie das, was sie machten, gut taten.

Nach einer Stunde völliger Ekstase verließen die Broilers die Bühne, um Platz zu machen für die Headliner des Abends – Die Toten Hosen.

Die Bühne wurde großzügig hergerichtet mit einem aufwendigen Bühnenbild und ausgearbeiteter Bühnenbeleuchtung. Alles in allem dauerte die Umbaupause eine gute halbe Stunde, bis dann schließlich die Meister selbst auf die Bühne kamen.

Die Menge wirkte als wäre sie nach dem Umbau gewachsen, doch das war nur der äußere Eindruck, denn natürlich sind nicht mehr Menschen dazugekommen, sie sind nur alle versammelt vor die große Bühne getreten, um sich das Spektakel anzusehen.

Seit über 20 Jahren sind die Toten Hosen bereits auf der Bühne und dennoch oder vielleicht gerade deswegen, haben sie keine Energiereserve eingebüßt. Die Show ist fantastisch und reißt alle mit. Jeder bekannte Song, von „Eisgekühlter Bommelunder“ bis hin zu „Hier kommt Alex“, wurde gespielt und im Chor von den vielen Bewunderern mitgesungen.

Zwei Stunden gaben sich die Toten Hosen die Ehre und verursachten tiefste Zufriedenheit und Glücksseligkeit bei den Menschen.

„Ich hab die Toten Hosen schon so oft live gesehen und bisher wurde ich nie, nicht einmal ein bisschen, enttäuscht!“, sagte ein Besucher nach dem Konzert zu mir.

Vorschau: Und kommenden Samstag findet ihr an dieser Stelle eine Review zum neuen John Meyer Album.