Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 2

Jeder von uns hat mindestens einmal in seinem Leben über folgende Umstände geklagt: Stress, Ma­gen-Darm- und Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder auch Schlafprobleme. Beschwerden, de­nen wir am liebsten entgegenwirken wollen und deswegen meistens gleich zu Medikamenten grei­fen. Allerdings gibt es einige sehr wirkungsvolle und leckere Teesorten, die in solchen Fällen einge­setzt werden können. Face2Face stellt euch einen weiteren Teil der verschiedenen, gesunden Tees vor:

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

1. Baldrian Tee
Die Pflanze gilt in der Medizin als leichtes Beruhigungs- und Schlafmittel. Daher wirkt sich der Tee ebenfalls schlaffördernd und beruhigend aus. Häufig wird er auch gegen innere Un­ruhe, Nervosität und Angst getrunken. Schließlich ist Baldrian stimmungsaufhellend und er­zeugt einen Ausgleich für das Nervensystem. Daher wird dieser Tee auch Schlaf- und Ner­ventee genannt.
Wer unter enormer Prüfungsangst leidet, dem wird empfohlen Baldrian mehrere Tage vorher schon zu trinken, da es die Angst etwas mindert.

2. Hagebutten Tee
Dieser Tee ist eine wahre Vitaminbombe, vor allem besitzt er sehr viel Vitamin C. Aus die­sem Grund empfiehlt es sich diesen vorbeugend zu trinken, um die natürlichen Abwehrkräf­te zu unterstützen. Der Hagebutte wird eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen, welche auch bei Magen-Darm-Problemen hilft. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Tee förderlich. Da der Tee eine Normalisierung der Darmtätigkeit wieder herstellt, wird er sowohl bei Verstopfungen als auch bei Durchfall gerne getrunken.

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

3. Johanniskraut Tee
Seit mehr als 2000 Jahren gilt diese Pflanze als eine sehr wirksame und entzündungshem­mende Heilpflanze. Sie kann bei Menschen und Tieren angewandt werden. Eine äußerliche als auch innerliche Behandlung ist möglich, wie zum Beispiel zur Wundheilung durch äu­ßerliche Anwendung.
Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen und wirkt besonders bei mehrwöchigem oder monatlichem Gebrauch. Außerdem hilft Johanniskrauttee gegen Ver­stimmungszustände, Ängste, innere Unruhe, Nervosität und Verdauungsproblemen. Da die Pflanze nicht mit allen Medikamenten kompatibel ist, sollte vorher eine Absicherung bei ei­nem Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Darüber hinaus wird von einer Verwendung bei Kindern unter zwölf Jahren abgeraten, ebenso bei Schwangeren oder Stillenden. Grund hier­für ist die unzureichende Untersuchung der Wirkungen, auf die oben zutreffenden Personen­kreise.

4. Malvenblätter Tee
Die Malvenblätter führen eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum herbei. Ebenso ist der Tee gut für den Magen-Darmtrakt, gegen Reizhusten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen.

5. Melissen Tee
Die Melisse wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden verwen­det. Allerdings kann diese Pflanze weit aus mehr, wie zum Beispiel Herz und Nerven beru­higen und damit Herzrasen und -klopfen vermindern. Darüber hinaus ist die Melisse gut für das Wohlbefinden und kann bei regelmäßiger Einnahme depressive Zustände mildern. Auch kann durch das Trinken erhöhter Blutdruck gesenkt, Leber- und Gallenleiden vermindert und das Immunsystem gestärkt werden.

6. Pfefferminz Tee
Der Pfefferminze wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben und sie ist gegen viele Be­schwerden hilfreich. Der Tee wirkt sich krampflösend bei Magen-Darm- und Menstruations­problemen aus. Häufig wird Pfefferminztee auch bei einem verdorbenem Magen getrunken, da der Tee einen beruhigenden Effekt hat. Außerdem tötet die Pfefferminze Keime im Mun­d- und Rachenraum, weswegen sie auch gerne bei Halsschmerzen und – kratzen eingesetzt wird. Die Pflanze hat einen positiven Effekt bei Husten, da sie sich schleimlösend auswirkt und die Atemwege befreit. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Pfefferminz­tee gut, denn der Schmerz wird gelindert. Weiterhin wird der Tee bei Übelkeit, Brechreiz und zur Appetitförderung eingesetzt.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Face2Face ein kreatives Geldgeschenk.

Kräuterkunde 2: Grippe adé

Kräuterkunde 2: Grippe adé

Retter in der Not: Die Hagebutte (© Karl Dichtler / pixelio.de)

Winterzeit ist Erkältungs- und Grippezeit. Aber wer hat schon gerne unerträgliche Kopf- und Halsschmerzen, Schnupfen und was sonst noch dazugehört? Deshalb möchte ich euch heute mit einem der angenehmsten – im Sinne von wohlschmeckendsten – Vitamin-C-Lieferanten bekannt machen. Es handelt sich nämlich um die Hagebutte, die ich euch im Folgenden in drei Verwendungsarten vorstellen möchte.

Erstens: Wie sie wahrscheinlich die meisten von euch kenne, gibt es die Hagebutte in Form von Marmelade im Supermarkt zu kaufen. Kostet kaum mehr als drei Euro, erfüllt aber absolut ihren Zweck: Denn ein Löffel Hagebuttenmus deckt bereits den Vitamin-C-Tagesbedarf eines Erwachsenen. Und sind wir doch mal ehrlich: Selbst wenn das Zeug abscheulich schmecken würde – für so eine Wirkung lohnt es sich. Natürlich ist es umso zufriedenstellender die Hagebuttenmarmelade selbst herzustellen. Aber Achtung: Hierfür ist viel Zeit und Aufwand von Nöten, denn nach dem Sammeln der roten Früchte muss erst einmal jede einzeln (und die Dinger sind nicht besonders groß) von Hand ihrer Kerne entledigt werden. Wer sich trotzdem dran wagen will: Nur zu! Im Internet gibt´s jede Menge Rezepte, wie beispielsweise dieses hier bei Chefkoch.de

Zweitens: Natürlich kann man die Hagebutte auch als Tee zu sich nehmen. Und lasst euch von einer prädestinierten Kaba-Trinkerin sagen: Hagebuttentee ist wirklich gut. Ehrlichgesagt ist es sogar der einzige Tee, den ich regelmäßig trinke. Als Süßungsmittel empfiehlt sich bei Grippe und Co. auf jeden Fall Honig. Solange er kalt geschlagen wurde (steht meistens irgendwo drauf) enthält er viele Enzyme, die das Immunsystem zusätzlich stärken. Nochmal zurück zur Hagebutte: Die enthält neben Vitamin C auch noch die sogenannten Flavonoide, denen unter anderem eine antivirale Wirkung nachgewiesen werden konnte, sowie Eisen. Der ein oder andere wird sich erinnern: das ist das, was Vegetarier angeblich immer zu wenig haben, da es hauptsächlich in Fleisch enthalten ist. Eisenmangel kann zu Sauerstoffarmut im Blut führen. Vor allem als Vegetarier öfters mal einen Hagebuttentee zu trinken, kann sich also auszahlen.

Drittens: Wer dem vorher beschriebenen bisher noch nichts abgewinnen konnte, der ist wahrscheinlich scharf auf eine noch süßere Lösung. Und die habe ich als personifizierte Naschkatze selbstverständlich parat. Kinderpunsch heißt das Zauberwort, schmeckt unbeschreiblich gut und vor allem so richtig weihnachtlich. Für eine bis zwei große Kannen braucht ihr: 1 Liter Wasser, 1 Liter Traubensaft, 1 Beutel Glühfix und – wer hätte es gedacht – zwei Beutel Hagebuttentee. Das Ganze kommt in einen großen Topf auf die heiße Herdplatte und wir dort etwa zehn Minuten erhitzt (kochen muss es allerdings nicht). Nach diesen zehn Minuten die Teebeutel rausnehmen, den Punsch in Termoskannen abfüllen und heiß genießen! Für die halbe Menge nur jeweils einen halben Liter Wasser und Traubensaft verwenden, die restlichen Angaben beibehalten. Gute Besserung!

 In der nächsten Woche verrate ich euch wie man seine Haut mit ein paar kleinen Hausmittelchen rein und schön bekommt!