Fruchtig-frische Sommertörtchen

Auch im Sommer möchte man neben Eis, Frozen Yogurt, und kühlen Getränken nicht auf kalte Kuchen verzichten. Bei Sommertörtchen mit frischen Beeren und Früchten begibt sich dabei der Gaumen auf einen tropischen Urlaub der besonderen Art: Mit Bananasplit- und Fürst Pückler Art-Törtchen gibt es die beliebten Eissorten als Gebäck zu verspeisen. Als Ombre-Kuchen landet der beliebte Haarmoden-Trend auch auf den Desserttellern. Tiramisu als Klassiker schlechthin bietet wiederum in abgewandelter Form einen fruchtigen Frische-Kick. Da bleibt der Zunge mit den Sommertörtchen nur noch eine gute Reise zu wünschen.

Zutaten und Materialien für ein Sommertörtchen Fürst Pückler Art Törtchen:

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Erdbeersaft-, Konfitüre oder frische Erdbeeren
  • etwas Kakao oder geschmolzene Schokolade
  • Vanille-Aroma oder eine frische Vanilleschote
  • Schüsseln, ein Löffel, ein Schneebesen, ein Nudelholz, ein Tortenring, ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Torte Fürst Pückler Art:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die weiße Vanille-Schicht etwas Vanille oder Vanille-Aroma hinzufügen. Die rosa Erdbeerschicht entsteht wiederum aus Hinzufügen von frischen Erdbeeren oder Erdbeersaft, die braune Schokolade wiederum durch das Einfärben mit Kakao oder geschmolzener Schokolade.

3. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

4. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Erdbeeren, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Ombre-Sommertörtchen:

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Butterkekse
  • 15 Gramm Butter
  • etwas geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • Schüsseln, ein Schneebesen und ein Topf
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Ombre-Törtchens:

1. Für den Boden werden zunächst die Butterkekse fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne, die Schokolade wiederum über ein Wasserbad zum Schmelzen gebracht und alles gut miteinander vermischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank auskühlen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die helle Rosa-Schicht etwas Himbeersaft oder frische Himbeeren hinzufügen, die dunkleren Schichten wiederum mit mehr Himbeersaft einfärben. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Himbeeren garnieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Sommertiramisu:

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Löffelbiskuit
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • zwei Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Mascarpone
  • 50 Gramm saure Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • ein Tortenring, ein Löffel und ein Schneebesen
  • Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Sommertiramisus:

1. Für die Füllung Mascarpone, saure Sahne, Zucker und etwas Himbeersaft sowie frische Himbeeren in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig aufschlagen. Wer mag, kann den Geschmack mit etwas Zitronen-Abrieb oder -Saft verfeinern.

2. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Mascarpone-Creme verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Für den Boden zunächst 25 Gramm der Löffelbiskuite in Himbeersaft tränken und auf dem Tortenboden verteilen. Anschließend frische Himbeeren darauf verteilen und mit der Hälfte des Belags bestreichen. Den Vorgang mit den übrigen Biskuiten, Beeren und der übriggebliebenen Creme wiederholen und abschließend mit frischen Himbeeren oder etwas Kakao verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Bananasplit-Sommertörtchen:

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Bananenjoghurt
  • 25 Gramm geraspelte Schokolade
  • frische Bananen
  • Schüsseln und ein Schneebesen
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Bananasplit-Torte:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen. Wer mag, kann dünne Bananenscheiben auf dem Waffelboden verteilen.

2. Für den Belag den Bananenjoghurt zusammen mit der geraspelten Schokolade in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Bananen, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

„Sommer in aller Munde“ – Bananen-Schoko-Milchshake, Mango Lassi und Co.

Der Sommer schmeckt nach leichter Kost und erfrischenden Früchten, nach kaltem Eis und Sorbets, aber auch nach Eiskaffees, Milchshakes und fruchtigen Smoothies. Die hohen Außentemperaturen verlocken dazu, sich mit kalten Speisen und Getränken Abkühlung zu verschaffen. Dabei wird jedoch meist auf Fertigprodukte aus dem Handel zurückgegriffen, obwohl die Zubereitung sehr viel einfacher und schneller ist als gedacht. Daher verraten wir euch heute ein Rezept für fruchtige Bananen-Schoko-Milchshakes und exotische Mango Lassis, die euch garantiert nicht zum Schwitzen bringen und euch den Sommer auf die Zunge zaubern.

Drama-Banana: Bananen-Schoko-Milchshake „Bananensplit“

Schoko-Banane im Glas: Bananen-Schoko-Milchshake (Foto: Onat)

Schoko-Banane im Glas: Bananen-Schoko-Milchshake (Foto: Onat)


Zutaten für zwei Personen:

  • zwei Bananen
  • 400 ml kalte Milch
  • drei Esslöffel Kakaopulver
  • zwei Esslöffel Zucker oder Eis (Schokolade oder Vanille)

Zubereitung:

1. Die Bananen schälen und in grobe Stücke schneiden.

2. Zusammen mit der Milch, dem Kakao und dem Zucker die Bananen in einen Mixer geben, fein pürieren und gleich genießen.

3. Wer mag, kann den Zucker auch mit zwei Esslöffeln Schokoladen- oder Vanilleeis ersetzen. So wird der Milchshake cremiger.

Mango-Tango: Das indische Joghurtgetränk „Mango Lassi“

Exotisch: Das indische Joghurtgetränk Mango Lassi (© Michaela Schmidt-Meier / pixelio.de

Exotisch: Das indische Joghurtgetränk Mango Lassi (© Michaela Schmidt-Meier / pixelio.de

Zutaten für zwei Personen:

  • zwei frische Mangos oder 200 g Mangos aus der Dose
  • 400 g Joghurt
  • zwei Esslöffel Zucker
  • Zimt, Gewürznelken und Kardamom
  • Eiswürfel
  • gegebenenfalls etwas Milch oder Wasser

Zubereitung:

1. Die Mangos schälen, entkernen und anschließend in kleine Würfel schneiden.

2. Die Mangos mit dem Joghurt, dem Zucker und den Eiswürfeln in einen Mixer geben und fein pürieren.

3. Nur noch mit den Gewürzen abschmecken, gegebenenfalls mit etwas Milch oder Wasser verdünnen und eiskalt servieren.

Cream-Team: Die Kombination als Bananen-Mango-Milchshake

Fruchtig-frisch: Bananen-Mango-Milchshake (© gänseblümchen / pixelio.de

Fruchtig-frisch: Bananen-Mango-Milchshake (© gänseblümchen / pixelio.de

Zutaten für zwei Personen:

  • zwei Mangos
  • zwei Bananen
  • 400 ml Milch
  • 400 g Vanille-Joghurt
  • Eiswürfel

Zubereitung:

1. Die Mangos schälen, entsteinen und in Scheiben schneiden.

2. Ebenfalls die Bananen schälen und in Stücke schneiden.

3. Die Mangos mit den Bananen, der Milch, den Eiswürfeln und dem Vanille-Joghurt in einen Mixer geben, fein pürieren und direkt verköstigen.

Tipps:

  • Wer keinen Mixer haben sollte, kann es zur Not auch mit einem Handrührgerät versuchen. Allerdings werden dann stückigere Reste im Getränk zurückbleiben.
  • Für dauerhafte Abkühlung sollte man im Sommer übrigens auf Getränke mit Raumtemperatur zurückgreifen. Andernfalls muss der Körper nämlich die Wärmeunterschiede ausgleichen und gerät dadurch zusätzlich ins Schwitzen.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, ob der Gel-Lack „Shelllac“ wirklich hält was er verspricht.

Mein kleiner Garten

Frühlingshaft. Eine schöne Blumenwiese sorgt für eine tolle Atmosphäre im Garten (Foto: Obermann)

Frühlingshaft. Eine schöne Blumenwiese sorgt für eine tolle Atmosphäre im Garten (Foto: Obermann)

Ein Heim ohne Garten wäre für mich nur ein halbes. Aber ich will gleich Entwarnung geben. Ich bin keine von denen, die stundenlang mit der Nagelschere den Rasen trimmen und jedes Kräutlein, das abseits anfängt zu wachsen sofort ausreist. Mit Mühe und Not schaffe ich es zwischen Studium, Arbeit und Kindern die alten Sonnenblumen rauszumachen und Büschel von Löwenzahn, die meine Erdbeeren einengen, zumindest oberflächlich auszureißen. Und doch gehört ein kleiner Garten für mich zum perfekten Heim dazu.

Vielleicht liegt es daran, dass ich schon so aufgewachsen bin. Meine Mutter schickte mich des Öfteren hinaus in unsere kleinen Beete (viel war es wirklich nicht) mit dem Auftrag dieses oder jenes Gewürzkraut mit hineinzubringen. Nach zehn Minuten wagte ich mich wieder in die Küche wagte – mit leeren Händen – und fragte zerknirscht, wie denn Liebstöckel aussehe oder ob das, was ich gefunden hatte, auch wirklich Oregano war. Das ist auch wirklich nicht immer so leicht. Erst kürzlich haben sowohl meine Mutter als auch ich, den Kerbel aus meinem Garten für Petersilie gehalten. Kann passieren, geschmeckt hat es trotzdem.

Reift heran: die grüne Tomate wird bald in der Sonne rot (Foto: Obermann)

Reift heran: die grüne Tomate wird bald in der Sonne rot (Foto: Obermann)

Frische Gartenkräuter sind für mich schon beinahe essentiell. Besonders im Sommer, wenn es fast jeden Tag Salat gibt. Keine Gewürzmischung bringt die Aromen hervor, wie frisch geschnittene Kräuter, und ich kann sie bequem nach meinem Geschmack mischen. Oder selbst eingelegtes Grillfleisch, marinierter Schafskäse, würziges Brot, alles bekommt mit frischen Kräutern eben genau das: Frische.

Genauso wichtig aber sind mir Obst und Gemüse. Viel braucht es da nicht, sodass ich glücklich werde. Ein paar Salatpflanzen, von denen ich meine Blätter nach Gebrauch abzupfen kann, Kohlrabi für die Kinder, Tomaten, die in der Sonne süß geworden sind. Und erst die Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren: ein Traum für Kinder und alle, die Obst mögen. Die reifen Früchte einfach abzupfen und aus Mangel an Spritzmittel können sie einfach so in den Mund gestopft werden, noch warm von der Sonne. Frischer geht es nicht mehr. Und wer so etwas mal probiert hat, weiß, leckerer geht es auch nicht.

Wenn mein Ertrag zum Naschen reicht, ist mir das schon genug. Ich will ja keine Früchte auf dem Markt verkaufen und zum Marmeladekochen kauf ich schon mal etwas dazu oder ernte eben noch bei meinen Großmüttern, die beide große und volle Gärten haben. Aber ich arbeite etwas in und mit der Natur und bekomme tatsächlich etwas zurück. Selbst die blühenden Blumen meiner Frühlingswiese erfüllen mich mit tiefer Zufriedenheit, denn wegen mir sind diese Blumen dort und strahlen in die Welt hinaus. Schön ist auch, dass meine Kinder lernen, dass unser Essen von der Erde kommt, dass es nicht vom Himmel fällt oder im Supermarkt in den Regalen wächst, sondern dass Arbeit dahinter steckt, Geduld und Zeit. Aber auch, wie wetterabhängig die Pflanzen sind, wie ein Sturm die Hälfte der noch unreifen Früchte abschlagen kann, oder Schnecken die Salatblätter zerfressen.

Junger Hüpfer? Durch den Garten können auch Große immer noch etwas lernen (Foto: Obermann)

Junger Hüpfer? Durch den Garten können auch Große immer noch etwas lernen (Foto: Obermann)

Warum ist mir das so wichtig? Das ist einfach erklärt. Wir sind billige Preise gewohnt, wir wollen keinen Euro für einen Kopfsalat bezahlen, kaufen billigere Erdbeeren in billigeren Geschäften, statt im Gemüsegeschäft nebenan, wo das Ganze eben etwas teurer ist. Und ich bin da skeptisch. Wenn so viel Arbeit dahinter steckt, dann ist die Sache auch ihr Geld wert. Eigentlich bezahle ich lieber ein bisschen mehr und weiß, woher mein Gemüse kommt, weiß, dass die Arbeiter auch tatsächlich mehr als einen Hungerlohn bekommen. Bei der aktuellen Diskussion um Mindestlohn wird klar, dass vieles nicht so billig bleiben kann, wie es noch ist, dass wir aber eigentlich auch kein Recht haben, das zu verlangen, wenn dabei die Arbeiter und Bauern auf der Strecke bleiben.

Aus meinem kleinen Garten kann ich somit immer noch viel lernen und meine Kinder ebenso. An einem sonnigen Tag kann ich einmal richtig arbeiten und mich am nächsten auf die Wiese legen und einfach nur freuen, dass dieses kleine Stückchen Natur sozusagen auf meinem Mist gewachsen ist. Und das finde ich einfach nur schön.

Vorschau: Sascha erklärt hier nächste Woche, warum das Gedächtnis in den unpassensten Momenten versagt und wir vergesslich werden.

Dankt der Ernte

Am ersten Sonntag im Oktober ist das Erntedankfest. Dieses Jahr wird das  der 06.10. sein. Ein Fest, das immer mehr in Vergessenheit gerät, immer mehr verdrängt wird und nur teilweise mit dem amerikanisch-populären Thanksgiving überein kommt. Immerhin ist der bei uns christliche Feiertag zum Dank für die eingebrachte Ernte dort ein Erinnerungsfest an die Pilgerväter. Doch was feiern wir an Erntedank?

Erntereif: die Früchte im eigenen Garten (Foto: C. Gartner)

Erntereif: die Früchte im eigenen Garten (Foto: C. Gartner)

Klar, denkt ihr, wir danken für die Ernte. Und schon da müssen die meisten schmunzeln. Ernte? Wer von uns erntet denn noch? Gut, meine drei Tomatenstöcke werfen mit Früchten nur so um sich, aber davon kann ich doch keine Familie ernähren, wie es die Erne früher musste. Die Ernte, das war das Großereignis. Ihr haben wir zu verdanken, dass die Sommerferien so lang sind, mussten die Kinder doch beim Abernten mitanpacken. Es ging da nie um Sommer, Sonne, Stau, vielmehr um das nackte Überleben, denn ohne die Feldfrüchte hatten die Familien nicht nur nichts zu essen, sondern auch kein Geld, um sich welches zu kaufen.

Was für uns selbstverständlich ist, war noch für unsere Großeltern undenkbar. Einfach alles im Laden kaufen? Woher das Geld nehmen? Und wieso auch, wenn man doch beinahe alles im Garten oder auf dem Feld anbauen kann. Doch unsere Gärten werden zu Steinlandschaften ohne Grün, die Felder liegen brach. Was früher Überleben sicherte, reicht heute nur noch wenigen. Bauern sind heute Großbauern, die für den breiten Markt anbauen, nicht für den Stand auf dem Dorfplatz. Und auch sie müssen immer mehr haushalten. Denn keiner will für eine Zwiebel einen Euro zahlen, selbst wenn sie durch ganz Deutschland gefahren werden musste. Was dem sogenannten Agrarökonom bleibt, ist mehr als hart verdient. Ich jedenfalls bin froh, dass es Menschen gibt, die täglich ihre Felder bestellen, die Erntehelfer aus dem Ausland engagieren, weil sich manche deutschen Arbeitslosen zu gut dafür sind, die ihre kostbaren Erzeugnisse viel zu billig an den Großhändler abgeben, weil ihnen keine andere Wahl bleibt. Die all dies ertragen, ertragen müssen, und dennoch Felder bestellen, ernten können. Ihnen können wir an Erntedank danken.

Mehr als nur Dank wert: Frisches Gemüse (Foto: T. Gartner)

Mehr als nur Dank wert: Frisches Gemüse (Foto: T. Gartner)

Dabei gebe ich zu, ich kaufe mein Gemüse und Obst lieber beim Kleinhändler um die Ecke, der regionale Früchte verkauft, die nicht um die halbe Welt geschifft wurden. Wenn ich es mir leisten kann, hole ich dort Salat und Kartoffeln, den Apfel für die Kindergartentasche meines Sohnes. Ja, es kostet mehr und vielleicht kaufe ich dort auch mal weniger. Doch ich achte auch mehr darauf, dass es auch gegessen wird, gehe sorgsamer damit um, als mit dem 50- Cent-Apfel vom Discounter. Dankbar für die Ernte sein heißt eben nicht nur an einem Sonntag im Jahr mal an die Landwirtschaft denken, sondern das ganze Jahr über. Lange Transportwege schaden der Umwelt, die Umwelt ernährt uns eben mithilfe  der Ernte. Jedes Brot, das wir essen, jeder Schluck Saft, jedes Salatblatt auf einem Burger, alles hängt doch davon ab, dass die Felder anständig bestellt werden. Wir legen Wert auf schadstoffarme Landwirtschaft, kaufen Bio, protestieren gegen Massentierhaltung.

Und doch scheint das alles zu wenig für die Ernte, für unsere Nahrung, für den Dank an die Natur, die wir tagtäglich zerstören. Will man in unserer Stadt ein neues Haus bauen, schreibt die Stadt vor, dass ein einheimischer Baum im Garten gepflanzt wird. Mein Mann meint dazu, er pflanzt auf jeden Fall mehr. Ich meine, wir sollten alle mehr pflanzen. Bäume, Sträucher, Früchte. Von einer Rasenfläche wird keiner satt. Und wer kein komplettes Feld umpflügen muss, sondern nur ein paar Salatköpfe oder Tomaten abmachen will, muss sich auch nicht stundenlang in den Garten stellen und um seine Freizeit bangen (die aber an der frischen Luft gar nicht mal schlecht verbracht wäre). Er könnte auch am ersten Sonntag im Oktober wirklich dankbar sein, dafür, dass die Früchte rot und saftig waren, der Salat frei von Schnecken, die Äpfel am einheimischen Baum ohne Würmer. Er könnte Erntedank feiern und wissen, warum. Was wäre mehr bio? Was wäre ökologischer? Und er würde wissen, dass gute Landwirtschaft eben seinen Preis hat und darum auch auf dem Dorfplatz oder im Gemüseladen um die Ecke einkaufen.

Mehr zum Thema Umwelt lest ihr in unserer Tier&Umwelt-Rubrik.

Vorschau: Nächste Woche erklärt Alexandra euch an dieser Stelle die Abwechslung des Alleinseins.

Weil selbstgemacht einfach besser schmeckt: Cupcakes mit cremigem Deko-Häubchen

Spätestens seit die neue Erfolgsserie 2 broke girls bei uns an den Start gegangen ist, kennt man auch in Deutschland die köstlichen Leckereien. Cupcakes – zu Deutsch: Tassenkuchen – ist der neue Backtrend aus den Staaten. Die Muffin-ähnlichen Süßwaren sind auf Festen der absolute Renner. Und das aus gutem Grund. Denn was einen Cupcake von einem herkömmlichen Muffin unterscheidet ist das cremige Deko-Häubchen obenauf. Im Original „Frosting“ genannt, bietet es eine Vielfalt von geschmacklichen und farbigen Variationen und ermöglicht so die individuelle Gestaltung der Naschereien. Und das Beste daran: Mit einem einfachen Grundrezept lassen sich – durch kleine Änderungen – eine Fülle verschiedener Geschmäcker kreieren. So ist für jeden etwas dabei und das Rezept wird nicht langweilig.

Zutaten

Teig

  • 100g Butter
  • 150g Zucker
  • 75g Kakaopulver
  • 2 Eier
  • 130ml Milch
  • 100g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • Messerspitze Salz

Frosting

  • 125g Butter oder 200g Mascarpone oder 200g Frischkäse
  • 200g Puderzucker
  • Zitronensaft

Zubereitung

1. In einer Schüssel die sehr weiche Butter mit dem Zucker und dem Kakaopulver verrühren. Zu der cremigen Masse zwei Eier dazugeben und mit etwa 130ml Milch vermischen bis sich alles zu einem emulgierten Teig verbunden hat. In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Vanilleextrakt mischen und unter ständigem Rühren langsam in die erste Schüssel geben.

2. Die Förmchen mit dem fertigen Teig bis zur Hälfte befüllen. Der Teig geht im Ofen noch auf und da man dem Cupcake im Anschluss noch eine Frosting-Haube aufsetzen möchte, ist eine gerade Oberfläche wünschenswert. Unbedingt sollte auch darauf geachtet werden, dass man die Papierförmchen mit einem Muffinblech stabilisiert. Wird keines benutzt, riskiert man ein Backofen-Teig-Dilemma, denn die Papierform allein reicht nicht aus, um den flüssigen Teil in Position zu halten.

3. Während der Teig bei 160 Grad Umluft 15 bis 20 Minuten fertig backt, – die Backzeit variiert je nach Förmchengröße – kann das Frosting für das Deko-Häubchen vorbereitet werden. Hier kommt ein simples Grundrezept zum Einsatz, welches nach Belieben verfeinert werden kann. Hierzu braucht man 125g weiche Butter, – wahlweise auch Frischkäse oder Mascarpone –, 200g Puderzucker und etwas Zitronensaft. Alles zu einer weichen aber stabilen Creme verrühren und nach Belieben mit allerlei Leckereien verfeinern. So können Früchte oder Fruchtsirup dem Frosting die ganz persönliche Note geben, aber auch geröstete Nüsse oder fertige Süßigkeiten, wie Schokoriegel oder Gummibärchen, lösen köstliche Geschmacksexplosionen im Mund aus.

Weil selbstgemacht einfach besser schmeckt: Cupcakes mit cremigem Deko-Häubchen

Lecker: selbstgemachte Schokocupcakes (Foto © Dumat / PIXELIO)

4. Zum Schluss bekommt der abgekühlte Cupcake sein Häubchen aufgesetzt – am besten mit einer Backspritze – und das Dekorieren kann beginnen. Kreative Köpfe können beim Verzieren der Cupcakes ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Denn den Spruch „weniger ist mehr“ gibt es beim Cupcakes-backen nicht!

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr in der Tipps&Tricks-Rubrik wie man Küchenelektrogeräte richtig in Schuss hält.

Do-it-yourself-Projekt: Früchte trocknen

Man kennt sie aus dem Supermarkt, Müslis, Studentenfutter und Co.: Trockenfrüchte. Sie eignen sich hervorragend als schnelle Energielieferanten, versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Do-it-yourself-Projekt: Früchte trocknen

Leckere Energiespender: Orangenscheiben und Sternanis (© Rike, pixelio.de)

Außerdem wird dem getrockneten Obst nachgesagt, dass es die Konzentrationsfähigkeit steigern kann.
Ursprünglich war das Trocknen von Früchten die einzige Möglichkeit, diese bis zum Winter haltbar zu machen, heute kennen wir die damit verbundenen Vorteile und machen sie uns zu Nutze. Oft sind die Produkte im Supermarkt allerdings mit Schwefel und anderen Chemikalien versetzt, die dafür sorgen, dass die Früchte länger genießbar sind. Doch wenn man weiß wie, kann man mit relativ wenig Aufwand selbst Früchte trocknen.

Es eignen sich beinahe alle Obstsorten zum Trocknen:  Äpfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschgen, Rosinen, Kiwis, Pfirsiche, Aprikosen und einige rote Beeren wie Cranberries, Kirschen und Erdbeeren.  Wer es exotischer mag, kann auch Datteln, Feigen, Bananen, Papayas, Ananas oder Mangos trocknen. Und so geht’s:

 Materialien und Zutaten:

  • frisches, reifes Obst
  • Backofen (Heißluft)
  • Backofenroste
  • Thermometer
  • Messer
  • Kerngehäuseentferner
  • Zitronensaft
  • Holzlöffel

Zubereitung:

1) Zunächst sollte mit dem Thermometer überprüft werden, ob der Backofen die Hitze bei 40 – 50°C konstant halten kann.

2) Das Obst entkernen und in Schnitze oder Ringe schneiden. Diese sollten zwischen 0,5 – 1 cm dick sein. Das Entfernen der Schale ist nicht notwendig, kann aber bei Bedarf erfolgen, da man die Schale nur schwer kauen kann.
Tipp: Das Messer zuvor in etwas Zitronensaft tränken, bei hellhäutigem Obst sorgt das für den Erhalt der Farbe.

 3) Die Obststücke so auf dem Rost präparieren, dass sie sich nicht berühren – so kann die Luft besser zirkulieren.

Do-it-yourself-Projekt: Früchte trocknen

Das Ergebnis lässt sich sehen: Trockenfrüchte ohne Konservierungsstoffe aus dem eigenen Backofen (© W.R. Wagner, pixelio.de)

 4) Anschließend das Obst zwischen vier und sechs Stunden „schwitzen“ lassen. Hierbei kommt der Holzlöffel zum Einsatz, den man dafür verwenden kann, den Backofen leicht offen zu halten, damit die feuchte Luft entweichen kann. Das kommt darauf an, wie gut die feuchte Luft aus dem Backofen entweichen kann. Bei einigen ist kein Holzlöffel nötig, bei anderen sollte er mindestens die halbe Backzeit benutzt werden. Der Prozess des Trocknens entzieht dem Obst hauptsächlich das Wasser, bis es höchstens noch zu 20% aus Wasser besteht.

Tipp: Am besten erkennt man, ob die Fürchte fertig sind, wenn man sie eine ledrige Konsistenz  aufweisen und beim Aufschneiden kein saftiges Fleisch zu sehen ist und auch kein Wasser mehr austritt.

5) Das Trockenobst abkühlen lassen und möglichst Luftdicht verpacken, so ist es durchaus ein Jahr haltbar, wenn es nicht vorher aufgegessen wird. Denn die leckeren Trockenfrüchte haben hohes Suchtpotential!

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle Teil 8 der Traumberufsserie, der Beruf des Astronom.