Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Die Hände sind die meist beanspruchte Körperpartie des Menschen. Durch Feuchtigkeit, Chemikalien wie zum Beispiel Reinigungsmittel, UV- Strahlen und Schmutz werden unsere Hände in alltäglichen Situationen stark in Anspruch genommen. Besonders in der kalten Jahreszeit müssen diese daher gepflegt und geschützt werden. Vor allem das Erscheinungsbild der Nägel sollte nicht vernachlässigt werden.

 Daher erkläre ich euch heute Schritt für Schritt wie einfach und effektiv eine Maniküre nachzumachen ist. Alle dazu benötigten Arbeitsmittel sind in der Drogerie zu erstehen. Ihr braucht: Eine grobe und eine feine Feile, Nagellackentferner, Nagelhautentferner, Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen, Polierfeile, Korrektur-Stift, Unterlack, Nagellack in beliebiger Farbe und Überlack.

Schritt 1: Zuerst den Naturnagel mit einer groben Feile in die gewünschte Länge in Form feilen.

Schritt 2: Die Hände in einem Nagelbad – dieses besteht aus warmen Wasser und einem Tropfen Seife – wenige Minuten einweichen lassen. Dann die Hände abtrocknen und mit einem Wattestäbchen den Nagelhautentferner auf die Nagelhaut auftragen. Nach zweiminütiger Einwirkzeit die Nagelhaut mit einem Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen VORSICHTIG zurückschieben. Der überstehenden Rand wird dadurch gelöst und kann mit einem Tuch entfernt werden.

Schritt 3: Die Naturnägel mit einem Nagellackentferner entfetten und mit einer feineren Feile nochmals nachfeilen. Anschließend mit der Polierfeile die Nägel polieren. Der Nagel wird so ebenmäßiger und ein natürlicher Glanz entsteht.

Schritt 4: Zum Abschluss mit dem Unterlack den Nagel beschichten. Der Nagellack wird in zwei dünnen Schichten aufgetragen – kleine Fehler können mit einem Korrektur-Stift behoben werden. Beim Auftragen des Überlackes sollte darauf geachtet werden, die Seiten und Spitzen zu überziehen, denn das sind die Bereiche, an denen der Nagellack zuerst abblättert.

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Hünsch anzusehen: French Nails mit kleinem Highlight auf dem Ringfinger (Foto: T. Gartner)

Wem selbst-lackierte Nägel nicht gelingen oder wer schlichtweg zu faul ist, kann natürlich auch in ein professionelles Nagelstudio gehen. Tatjana hat nachgefragt bei Franzi, die sich alle drei bis vier Wochen ihre Nägel vom Profi machen lässt:

 „Ich habe immer weiße Spitzen, also French-Nails und meistens auf dem Ringfinger noch ein Muster. Da vertrau ich aber meiner Nagel-Designerin voll und ganz und lass mich überraschen“, erzählt die 23-jährige. 36 Euro kostet der Spaß, den sich die Studentin und nebenberufliche Jeans-Verkäuferin etwa einmal im Monat gönnt. Das erste Mal sei sie mit 17 Jahren im Nagelstudio gewesen. „Meine Mutter hat mich damals drauf gebracht und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen“, sagt sie. Selbstlackieren kommt für sie nicht in Frage. „An mir selbst mag ich es gar nicht, wenn die Nägel selbst lackiert sind. Ich finde es kommt dabei sehr auf die Nagelform und auch die Farbe des Lacks an. Nicht alles steht jedem“, argumentiert Franzi. Ob sie mit ihren Nägeln im Trend liege, sei ihr egal: „Ich ziehe das an, was mit gefällt und style mich so, dass ich mich wohl fühle – so wie mit meinen Nägeln.“

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Zufrieden mit ihren Fingernägeln: Interviewpartnerin Franzi (Foto: T. Gartner)

 Errechnet man aus den sieben Jahre monatlicher Nagelstudio-Besuche und den jeweils 36 Euro die Summe, kommt man auf etwa 3 000 Euro. Eine schier unfassbare Zahl für ein Stück Perfektion. Für diejenigen, denen es gefällt, so wie Franzi, wohl ein notweniges Übel.

 Schöne Nägel ohne viel Geld auszugeben – wer sich das wünscht, sollte es einfach mal mit Ramonas Schritt-für-Schritt-Anleitung versuchen. Probieren geht ja bekanntlich über studieren.

Vorschau: Nächste Woche gibt´s mal wieder ein kleines Video. Diesmal erklärt euch Tatjana wie man im Handumdrehen eine hübsche Hochsteckfrisur zaubern kann.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem ehemaligen Redaktionsmitglied Ramona Wittmann.