SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass man seine wahre Liebe im echten Leben trifft und dass sich zum Beispiel aus einer Freundschaft mehr entwickeln kann, weil schon mal eine gemeinsame Basis vorhanden ist, auf der man aufbauen kann. Dating-Apps sind deshalb nichts für mich. Eigentlich. Das Konzept der Dating-App SoulMe – den Seelenverwandten statt einen schnellen Flirt finden – hat mich dann aber doch ein wenig neugierig gemacht.

Von Freundschaft zum Start-up

Die Freunde Florian, Johannes und Luca, die sich ursprünglich mal in einem Fitnessstudio kennengelernt haben, haben die App ins Leben gerufen. Inzwischen gehören noch zwei weitere Jungs zum Team von SoulMe. Die Idee, eine Dating-App zu entwickeln, entstand schlicht und ergreifend aus Eigenbedarf: „Wir hatten uns im Sommer 2016 getroffen, um „krampfhaft“ irgendeine – damals noch andere – Idee zu entwickeln, allerdings hatten wir es immer wieder über die oberflächliche Online-Dating-Schiene. Florian kam gerade aus einer langjährigen Beziehung und fand es im ersten Moment schwierig und ungewohnt, wieder Anschluss zu finden. Selbst mit seinen besten Kumpels konnte er nicht so richtig darüber reden, weil keiner wirklich verstanden hat, wie er sich dabei fühlt. So langsam kam also die Idee, ein Konzept zu entwickeln, das einem ermöglichen kann, Leute mit gleichen Interessensgruppen und/oder Charaktereigenschaften zu finden.“ Die Jungs haben dann noch verschiedene Dating-Apps getestet und festgestellt, dass sich ihrer Meinung nach das Meiste nur auf der Oberfläche abspielt. Deshalb wollten sie einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten. „Ab einem gewissen Zeitpunkt ist man auch in einem Alter, in dem eine tiefe, innige Beziehung das Ziel ist; das ist auf oberflächlichen Kontaktbörsen zwar auch machbar, jedoch sehr schwierig zu finden. Genau deshalb haben wir also auch SoulMe entwickelt, um eine tolle Alternative zu bieten“, sagen die Entwickler. Obwohl sie bei ihrem Start-up mit Patrick nur einen Programmierer im Team haben und die Wort- und Bildmarke erst kreieren mussten, hat es dennoch von der Idee bis zum Release der momentanen Version nur etwa sechs Monate gedauert. Florian, Johannes und Luca sehen ihre Dating-App allerdings vielmehr als generelle Kennenlern- und Freundes-App: „Wir wollen wirklich ALLEN Menschen ermöglichen, online Leute kennenzulernen, egal, ob Schüler, Student, Erwachsener mit Kind, verheiratete Person oder Senior.“

Was eine Dating-App so alles wissen will

Also gut, es kann nie schaden, neue Leute kennenzulernen und man weiß ja nie, ob sich nicht vielleicht doch mehr daraus ergibt. Gesagt, getan! Nach dem kostenlosen Download melde ich mich mit Benutzernamen, E-Mail und Passwort bei SoulMe an.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Originell: Jedes Mal ein neues Zitat beim Start von SoulMe (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Zuvor wurde ich auf dem Startbildschirm mit originellen Zitaten wie „Wer in der Zukunft blättern will, muss in der Vergangenheit lesen“ und „Ich komme eigentlich nie zu spät, die anderen haben es bloß immer so eilig“ begrüßt – eine lustige Idee, die das ganze Thema „Partnersuche“ gleich ein wenig auflockert! Mein Geburtsdatum, mein Geschlecht und meinen Wohnort will die App ebenfalls von mir wissen. Aus einer Liste kann ich meinen Berufsstand und meinen Beziehungsstatus auswählen, muss ich aber nicht. Ich habe kein Problem damit, „Studentin“ und „Single“ anzugeben. Ein Profilbild stelle ich jedoch erst mal nicht ein, da ich zuerst sehen möchte, wer so auf SoulMe unterwegs ist, bevor ich mich auch optisch zu erkennen gebe.

Mit Charaktereigenschaften einen Schritt näher zum Ziel

Nach den erforderlichen Angaben komme ich endlich zu den spannenden und vermutlich einzigartigen Optionen der App, nämlich zur sogenannten „Soulerstellung“. Dazu fordert mich SoulMe auf, aus Listen acht positive, vier ambivalente und vier negative Eigenschaften auszuwählen, die mich einzigartig machen.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Noch recht leicht: Die Auswahl der positiven Charaktereigenschaften (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Es fällt mir recht leicht, bei 31 positiven Eigenschaften, die zur Wahl stehen, acht, die zu mir passen, herauszupicken. Da kann ich mir dann so etwas wie „kreativ“, „romantisch“, „familiär“, „zuverlässig“, „gewissenhaft“ und „kommunikativ“ aussuchen. Zur Angabe von vier ambivalenten Eigenschaften aus insgesamt 22 möglichen kann ich mich auch noch entschließen. Dazu gehören dann Dinge wie „emotional“ und „sensibel“. Es fällt mir jedoch echt schwer, vier negative Eigenschaften von mir aus den 28 Vorgaben zu selektieren. Vieles davon sehe ich tatsächlich wirklich nicht bei mir. Ich hätte keine Schwierigkeit damit, so etwas wie „unpünktlich“ (ja, das bin ich leider wirklich manchmal, auch wenn daran zumindest bei 50% der öffentliche Nahverkehr schuld ist) anzugeben. Das fehlt jedoch komplett in der Auflistung. Stattdessen ringe ich mich notgedrungen dazu durch, „stur“ und „launisch“ in die engere Auswahl zu nehmen. Die Gründer von SoulMe haben mir im Vorfeld verraten, wieso man überhaupt Negatives von sich preisgeben muss: „Da wir einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten, sollen die User auf jeden Fall Charakter zeigen. Damit wollen wir uns von der Oberflächlichkeit verabschieden. Da wir nicht wollen, dass sich jeder nur von seiner besten Seite präsentiert – denn: nobody’s perfect –, haben wir uns das überlegt.“ Ich mache weiter: Nach den Charaktereigenschaften habe ich die Möglichkeit, mir drei Interessen aus 17 verfügbaren herauszusuchen, die zu mir passen. Ganz klar: „Musik“, „Fotografieren“ und „Reisen“. Das war jetzt nicht so schwer. Für die Charaktereigenschaften und Interessen haben die Gründer der App im Internet verschiedene Listen durchgesehen und aus über 1.600 möglichen eine Auswahl getroffen, mit der sich jeder grob beschreiben kann.

Per Knopfdruck zum passenden Soul

Für mein Profil muss ich mich dann nochmal für zwei positive Eigenschaften sowie eine ambivalente und eine negative Eigenschaft entscheiden, die dort auftauchen sollen. Auch, dass ich nur Männer angezeigt bekommen möchte, kann ich dort einstellen. Über einen Schieberegler kann ich jetzt bestimmen, zu wie viel Prozent meine Souls mit mir, also meinen gemachten Angaben zu Charakter und Hobbys, übereinstimmen sollen. Souls sind alle Nutzer, die sich bei der App angemeldet haben und zu einem potentiellen Freund werden können. „Unser Konzept war von Anfang an darauf ausgelegt, dass man mit der App Gleichgesinnte, Gleichdenkende und Gleichfühlende finden kann, echte Seelenverwandte, also SoulMates. Da wir allerdings unser eigenes „Wort“ kreieren und den Namen auch etwas abkürzen wollten, haben wir uns für „SoulMe“ entschieden. In der App erstellt jeder Nutzer später seinen individuellen Soul, weswegen wir auch hier das „SoulMe“ mit „text me“ oder „message me“ assoziieren wollen“, sagen die Gründer über die Auswahl des Namens für die App. Von der Grundidee bin ich begeistert. Mal gucken, wer mir jetzt so angezeigt wird, wenn ich auswähle, dass meine Souls zu 50% mit mir übereinstimmen sollen. Klar, es hat auch was, völlig unterschiedliche Eigenschaften und Interessen zu haben, aber für eine erste Kontaktaufnahme schadet es sicher nicht, wenn man doch bei manchen Sachen auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Der Algorithmus des automatisierten Matchings sucht mir nun alle Souls heraus, die mindestens die Hälfte aller eingegebenen Eigenschaften mit mir gemeinsam haben.

Finde deinen Prinzen (oder auch nicht)

Unter dem Menüpunkt „Generals“ kann ich danach festlegen, aus welchem Umkreis meine potentiellen Souls kommen sollen. Ich könnte das auch auf ganz Deutschland ausweiten, entschließe mich aber dazu, die Suche erst mal auf 50 Kilometer Umkreis zu beschränken. Nun werden mir nach und nach rund 40 Männer, manche mit Profilbild, manche ohne, präsentiert. Bei jedem sehe ich neben Alter und Wohnort auch die Entfernung zu meinem Wohnort, die drei Interessen und die insgesamt vier für das Profil ausgewählten Charaktereigenschaften. Mindestens 15 der Männer meiner Suchergebnisse sind über 40 und mindestens 15 weitere unter 20 Jahre alt. Blöd, dass ich so gar nicht nach Alter filtern kann.

SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Geplant für 2018: Anhand von vier Emojis sollen sich Nutzer gegenseitig bemerkbar machen können (Foto: SoulMe)

Das soll sich zum Glück im Frühjahr 2018 mit dem geplanten Update von SoulMe mit komplettem Redesign und neuen Features ändern. Dann sind zum Beispiel noch viele neue Eigenschaften und Interessen geplant, die das SoulMe-Team durch das für sie wichtige Feedback von Nutzern aufgegriffen hat. Auch wenn die Idee hinter SoulMe ist, Menschen mit ähnlichen Interessen und Charaktereigenschaften anzuschreiben, wandert der erste Blick trotzdem auf das Foto der einzelnen Nutzer. Das mag jetzt vielleicht oberflächlich klingen, aber ich möchte niemanden kontaktieren, der allein schon vom Foto her aussieht, als er sei einem Gruselkabinett entsprungen oder in einen Jungbrunnen gefallen. Auch alle ohne Profilbild fallen daher für mich raus. Von den wenigen verbleibenden Suchergebnissen schreibe ich einen 24-Jährigen und einen 26-Jährigen an, die beide wirklich sympathisch aussehen. Beide haben bei ihren Interessen ebenfalls „Reisen“ und „Fotografieren“ vermerkt. Das ist jetzt drei Wochen her. Noch heute warte ich auf ihre Antwort. Es ist, finde ich, ein Ding der Höflichkeit, wenigstens mal zu antworten, dass man kein Interesse hat oder vorher erst wissen möchte, wer sich optisch hinter einem Profil verbirgt. Aber selbst das war den werten Herren scheinbar zu viel. Auch sonst hat mich niemand von sich aus über die App kontaktiert.

Man muss es wirklich wollen

Das Konzept hinter SoulMe ist meiner Meinung nach wirklich durchdacht und gut gemacht. Doch das bringt mir leider alles nichts, wenn es an geeigneten Souls mangelt. Vielleicht probiere ich nochmal, die Suche deutschlandweit und ohne große Profilübereinstimmung auszuweiten. Vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll oder habe am falschen Ort gesucht. Ich habe jedoch wieder einmal festgestellt, dass ich Menschen einfach lieber im echten Leben kennenlerne und anspreche, als mich auf einen digitalen Kuppler zu verlassen. Der Versuch, eine App wie SoulMe auszuprobieren, schadet sicher nicht. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob das der geeignete Weg ist, um nette Bekanntschaften zu machen oder den Partner fürs Leben zu finden.

Do-It-Yourself-Projekt: Fotos als Holzprint

Porträts, Panoramen oder Momentaufnahmen – im Nu lassen sich durch die Linse flüchtige Augenblicke dauerhaft auf Fotos festhalten. So kreativ, wie man dabei mit der Kamera umgeht, lässt sich ebenso mit dem Motiv verfahren: ob nun im Album verwahrt, auf Leinwand gemalt oder als Seife getarnt. Selbst bei der Reproduktion bieten sich außergewöhnliche Möglichkeiten, die Bilder zu verewigen. Daher verrät die Tipps&Tricks-Redaktion, wie sich Fotos ganz einfach als Holzprint auf unterschiedlichste Materialien übertragen lassen.

Benötigte Materialien:

Do-It-Yourself-Projekt: Fotos als Holzprint

Kinderleicht: Mit nur wenigen Mitteln lassen sich Fotos auf Holz übertragen (Foto: Onat)

  • Holz – alternativ glatte und helle Unterlagen, Größe und Breite spielen dabei keine Rolle
  • Photo Patch Transfermedium aus dem Kreativ-, Hobby- oder Bastel-Bedarf
  • Laser- oder Tintenstrahl-Drucker – alternativ ein horizontal gespiegelt ausgedrucktes Motiv
  • ein Schwamm
  • Wasser

Vorgehen:

  1. Das gewünschte Motiv mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker horizontal gespiegelt ausdrucken. Die Spiegelung lässt sich mit wenigen Klicks in Bildbearbeitungsprogrammen sowie bei Windows Paint bewerkstelligen.
  1. Den fett- und staubfreien Untergrund mit einem Schwamm reichlich mit dem Transfermedium Photo Patch bestreichen. Als Material eignen sich dabei vor allem helle und glatte Oberflächen wie Holz, Glas, Keramik oder Stoff.
  1. Auch das ausgedruckte Bild mit einem Schwamm mit genügend Photo Patch versehen.
  1. Zügig beide Teile aufeinanderlegen, fest andrücken und glattstreichen.
  1. Das Photo Patch anschließend für mindestens eineinhalb Stunden – bestenfalls mehrere Stunden, beispielsweise über Nacht – trocknen lassen.

    Do-It-Yourself-Projekt: Fotos als Holzprint

    Dekorativ: Fotos als Holzprint (Foto: Onat)

  1. Nun mit einem angefeuchteten Schwamm das Papier vorsichtig abrubbeln. Dabei sollten das Motiv und der Schwamm stetig mit Wasser benetzt werden, damit sich lediglich die obere Papierschicht auflöst.
  1. Zum Schluss den Holzprint trocknen lassen und mit einer weiteren Schicht Photo Patch – mit dem Schwamm aufgetragen – wasserfest versiegeln.

Vorschau: Am Sonntag, den 9. April, bietet die Tipps&Tricks-Redaktion Starthilfe für alle, die auf eine vegane Ernährung umstellen möchten.

Do-It-Yourself-Projekt: Dufte Motive mit Foto-Seife

Fotos versprühen einen besonderen Zauber: Sie lassen vergangene Zeiten wieder lebendig werden, konservieren und archivieren die Vergangenheit – ganz gleich, ob es sich um Urlaubsbilder, bedeutungsgeladene Momentaufnahmen oder spontane Schnappschüsse handelt. Dabei lassen sich die abgelichteten Erinnerungen in Form von Foto-Seife nicht nur kreativ, sondern buchstäblich „hautnah“ miterleben. Der Gang ins Badezimmer wird so zum Besuch einer ganz besonderen Galerie, die sich mit allen Sinnen erfassen lässt.

Benötigte Materialien:

Waschecht: Foto-Seife (Foto: Onat)

Waschecht: Foto-Seife (Foto: Onat)

  • transparente Rohseife – im Bastelladen erhältlich
  • Duftöl oder Parfüm
  • Fotos auf Fotopapier oder Bilder auf transparenter Folie
  • Silikonformen oder aufgeschnittene Tetrapaks und Plastikbecher
  • Wasser zum Kochen
  • ein Topf, eine Schüssel, ein Messer und ein Schneebesen

Vorgehen:

1. Für die Foto-Seife die transparente Rohseife – je nach benötigter Menge – mit einem Messer würfeln und in eine Schüssel geben. Wasser in einen Topf geben und auf mittlerer Hitze erwärmen. Die Schüssel darauflegen und die Seife über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen.

2. Wenn die Seife flüssig geworden ist, nach Belieben Duftöl oder Parfüm für den Geruch hinzufügen und mit einem Schneebesen verrühren. Wer etwas Farbe mit ins Spiel bringen möchte, kann auch Lebensmittelfarbe hinzufügen. Zu großzügig sollte man mit der Dosierung jedoch nicht sein, da die Motive sonst nicht gut zu erkennen sind.

3. Die Flüssigkeit nun zur Hälfte in die Silikonformen beziehungsweise in die Tetrapaks oder Plastikbecher gießen und aushärten lassen. Während sich Tetrapaks für eckige Seifen eignen, erhält man durch Plastikbecher runde Formen. Der Härte-Vorgang wiederum lässt sich im Kühlschrank beschleunigen.

4. Wenn die Seife fester geworden ist, das Foto oder die bedruckte Folie darauf platzieren. Die übrige Seife erneut über dem Wasserbad schmelzen und in die Form gießen. Nur noch alles an der Luft oder im Kühlschrank abkühlen lassen und die fertige Foto-Seife vorsichtig aus der Form lösen.

Tipp: Auch getrocknete Blätter, Blüten, Kaffeebohnen und Zitrusfrüchte-Scheiben lassen sich – in Seife gegossen – waschecht verewigen.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Erfahrungsbericht zur Saftkur im Selbsttest.

Die „world of imaging“- Eintauchen in das Reich der Fotografie auf der „Photokina“ in Köln

Alle zwei Jahre wird das Messegelände in Köln zum internationalen Hotspot rund um
das Bild und bringt Industrie, Handel, professionelle Anwender und fotobegeiste rte Endverbraucher an einen Ort: Auf die „Photokina“. Als  Leitmesse in der „world of imaging“ bestimmt sie die Branche maßgeblich mit und bezeichnet sich nicht
ohne Grund im Schlussbericht der diesjährigen Ausstellung als „Messe mit Signalwirkung“. Welche innovativen Entwicklungen und Neuvorstellungen uns im Bereich der Fotografie demnächst erwarten können, hat si
ch Face2Face einmal genauer angeschaut.

10710255_813852728677466_994066977162624247_o

Versucht sich von der Konkurrenz abzuheben: der japanische Kamerahersteller Canon (Foto:Betz)

Ob Profi-Ausrüstung für die wertvolle Spiegelreflexkamera, Informationen über die neuesten technischen Entwicklungen im Bereich des Fotoprints oder die Vorstellung der Highlights in der Action-Cam-Szene.  In elf Hallen mit insgesamt über 1000 Ausstellern wird auf der „Photokina“ für jeden etwas geboten.

Bei einem so breiten Angebot an Möglichkeiten, bleibt nichts anderes übrig, als sich schon vorab einen kurzen Überblick über die anwesenden Unternehmen und das Programm zu verschaffen. Dank der übersichtlichen Internetseite und der App für das mobile Endgerät kein Problem! Ein Blick auf die Kategorie „Events“ verrät mir schon, dass ich mich unbedingt in der „photokina action zone“ näher umsehen möchte und außerdem interessiert an dem 3D-Drucker, der 360°- Fotografie und analogen Kameras bin. Des Weiteren laden die „Haifische“ Canon und Nikon mit ihren beeindruckend aufgebauten Ausstellungsflächen zum Ausprobieren der vielen verschiedenen Kameras ein.

10636188_813856965343709_5865384198399061722_n

Lädt den Besucher zu ein bisschen „Fotospaß“ ein: Das „Mirror House“ (Foto: Betz)

Da sich Canon in einer der ersten Hallen befindet, starte ich meine Erkundungstour durch die „world of imaging“ bei dem japanischen Unternehmen. Entsprechend ihrer Marktstellung wird dem Besucher auch einiges geboten: Neben unzähligen Kameras, von kompakter Digitalkamera bis hochauflösender DSLR, werden auf der Bühne verschiedene Vorträge und Live-Shootings mit Erklärungen vorgestellt. Außerdem laden die Stationen „Mirror House“ und „Be A Gladiator“ den Besucher zu ein bisschen „Fotospaß“ ein, indem sie durch eine Spiegeltechnik so aussehen, als würden sie eine Hauswand hochklettern könnten (siehe Foto) oder ihr Gesicht auf den Körper eines Gladiators gesetzt wird.

Während sich die nächsten beiden Hallen hauptsächlich mit Equipment für den Berufsfotografen beschäftigen, steht Halle 4 ganz unter dem Motto „Produkte für den Endverbraucher“. Hier treffe ich auf die Firma „mysocialdiary“, die Fotobücher aus Facebook-Chroniken erstellt, kann mir kostenlos eine Handyhülle von „MeinDesign“ erstellen lassen und bekomme ein frischgedrucktes Foto, auf dem ich mit einer täuschend echten Version der „Queen“ zu sehen bin.  Des Weiteren begeistern mich die Angebote der Polaroid- und analogen Kameras, die wieder schwer im Trend sind.

10633792_813852642010808_5001950044619171601_o

Sind wieder „voll angesagt“: analoge Kameras (Foto:Betz)

Nachdem ich diese Halle verlassen habe, ist auch schon so viel Zeit vergangen, dass ich es nur noch in die „photokina action zone“ schaffe, um mich von den neuen Techniken der Action-Cams überzeugen zu lassen. Hier bekommt man die Möglichkeit, die Kameras wortwörtlich „in action“ zu testen: Fotos schießen während man in einer Kugel sitzt, die in die Luft geschossen wird oder Aufnahmen während des Bullriding– die „Photokina“ macht’s möglich!

Für den 3D-Drucker und die 360°- Kameras hat meine Zeit nach den vielen Eindrücken leider nicht mehr gereicht – das macht aber nichts, sondern ist nur ein Grund mehr, vom 20.-25. September 2016 wieder nach Köln zu kommen!

Vorschau: Nächste Woche erscheint hier ein Bericht über Jace Rashid – Schauspieler, Model, Multitalent.

Kleiderständer?! – Selbstversuch Fotomodel

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

„Entweder du wirst mal Journalistin oder aber Model“ – das sagte einmal ein Kumpel zu mir. Obwohl ich mich durchaus geschmeichelt fühlte, war meine Antwort darauf: „Ich und modeln? Wohl eher nicht.“ Der Gedanke daran, einmal als Journalistin zu arbeiten, ließ mich so schnell allerdings nicht wieder los…

Dass mir dieses Gespräch ausgerechnet jetzt in den Kopf kommt, wo ich vor einem beleuchteten Spiegel sitze und mich für das anschließende Fotoshooting frisieren und schminken lasse, ist kein Wunder. Denn heute starte ich meinen Selbstversuch Fotomodel.

Kleiderständer spielen, nichtssagend in die Gegend grinsen, fürs Rumstehen bezahlt werden – es gibt so einiges an Vorurteilen über Models und genau diesen Vorurteilen werde ich heute auf den Grund gehen. An meiner Seite: Visagistin Natascha Pfeifer alias Zauberpinselchen und Fotograf Holger Thomas. Beide keine Unbekannten für mich – schließlich zauberte mir Natascha im Selbstversuch Bodypainting bereits eine eindrucksvolle Schildkröte auf den Rücken und Holger hielt das fotografisch fest.

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testet Face2Face-Chefredakteurin Tatjana heute (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testete Face2Face-Chefredakteurin Tatjana für euch (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Heute allerdings soll ich ein bisschen mehr machen, als mich anmalen zu lassen und möglichst mit dem Rücken zur Kamera zu stehen. Heute soll ich das Model mimen und befürchte – wie sich später herausstellen soll, zu Recht – dass es mit ein bisschen Gegrinse nicht getan ist.

Während mir Natascha für den Beachlook die Haare zu zwei lockeren Zöpfen flicht und Muschelketten hineinbindet, möchte ich von Holger wissen, wie eine Frau sein muss, um sich als Model zu eignen. „Nach mehrjähriger Erfahrung sind mir primär Zuverlässigkeit und Verantwortung wichtig“, erklärt der 48-Jährige, „bezüglich des Aussehens muss ich sagen, dass meiner Meinung nach ein guter Fotograf aus jeder Person etwas ausschöpfen können sollte. Die Kunst besteht darin, aus jedem etwas heraus zu kitzeln, sodass man das Besondere in ihm erkennt.“ Damit lastet die Verantwortung für das Gelingen des Shootings wenigstens nicht mehr zu 100 Prozent auf meinen Schultern, denke ich mir und lehne mich entspannt zurück, während mir Natascha das Gesicht abpudert.

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als es dann allerdings wirklich losgeht, kann ich meine Nervosität kaum noch verstecken. Und das Schlimmste: Man sieht sie mir auf den Fotos auch deutlich an: Verkniffener Mund, unsicherer Blick. Nach fast jedem Schuss zeigt mir Holger das Ergebnis und wir besprechen gemeinsam, was uns gefällt und was ich besser machen kann. So viel Feedback zu bekommen ist schon einmal hilfreich. Auch das, wovor ich mich am meisten gefürchtet habe, – die „mach einfach mal irgendwas! Begeistere uns!“-Aufforderung á la Germanys next Topmodel – bleibt aus. Stattdessen zeigt mir Holger, der hauptberuflich als Instandhaltungsplaner arbeitet, anschaulich, wie ich posieren soll – und das sorgt nicht nur für ein Sicherheitsgefühl bei mir, sondern auch für den einen oder anderen Lacher. Sein großes Engagement beruht auf der Bedeutung, die das Fotografieren für ihn hat: „Für mich ist es Lebensinhalt und Bestätigung; aber vordergründig das Kennenlernen der Menschen, die Rückmeldung der Menschen, die ich fotografiere. Wenn ein Shooting gelingt, sehe ich Freude und Glück in ihren Augen.“

Und genau diese Freude empfinde ich nach den ersten paar Fotos auch. Mit jedem Outfit schlüpfe ich gleichzeitig auch in eine andere Rolle, fühle mich anders und bewege mich anders. Aber Spaß ist nicht das einzige, das ich mit fortschreitender Zeit spüre: In unbequemen Posen entspannt aussehen, möglichst wenig blinzeln, konzentriert sein – jetzt kann ich zumindest teilweise nachvollziehen, weshalb einige Models „für ein bisschen rumstehen und gut aussehen“ so gut bezahlt werden.

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als ich Natascha und Holger gegen 20.30 Uhr das letzte Outfit – ursprünglich sollten Lederleggings und hohe Hacken eine Art Rock-Outfit-light darstellen – präsentiere, habe die beiden eine Idee, die mich zuerst ein wenig aus dem Konzept bringt. Doch sei es nun dem Anflug von Müdigkeit oder meiner aufkeimenden Experimentierfreudigkeit geschuldet, ich ziehe mit. Und erschrecke mich eine gute halbe Stunde später vor mir selbst: Bauchnabellange, schwarze Locken mit knallroten Strähnchen, dunkel geschminkte Augen und eine schwarze Corsage machen aus meinem Rock-Outfit-light ein Horror-Outfit-deluxe. Wie passend, dass Natascha in ihrem Fundus noch einen Totenkopf findet, mit dem ich dann posieren darf…

Nach den schwarz-roten Haarteilen ist dann natürlich auch noch eine blonde Barockperücke dran und ich mache erstmalig Bekanntschaft mit aufklebbaren Wimpern, die zwar grandios aussehen, es mir aber schier unmöglich machen, die Augen offen zu halten. Wie schaffen es die Mädels, die sowas täglich tragen, nur nicht dauerhaft mit Schlafzimmerblick in die Welt hinaus zu schauen?

Kurz nach 22 Uhr ist dann alles im Kasten: Sechs verschiedene Looks, drei verschiedene Haarfarben, zwei durchgeknallte Künstler und eine erschöpfte, aber glückliche Journalistin.

Ungewohnter Anblick: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Ungewohnter Anblick: Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie habe ich mich nun aber bei meinem ersten professionellen Fotoshooting angestellt, lieber Holger? „Um ehrlich zu sein, war es mit dir wirklich sehr leicht. Es hat schlicht und ergreifend gepasst und sehr viel Spaß gemacht.“ Na, wenn das mal nicht ein gelungener Abschluss für einen spannenden Selbstversuch ist…

Mein Fazit: Modeln ist alles andere als Kleiderständer spielen, es erfordert Disziplin und Konzentration – aber vor allem macht es riesigen Spaß!

Kontakt:
Fotoshooting Mannheim – Holger Thomas Photographie
0160 95012649
Foto-H.Thomas@directbox.com

Vorschau: Nächsten Dienstag erfahrt ihr im Panorama wo sich der reisende Koffer der Viva con Agua-Organisation gerade befindet und welche Ziele noch vor ihm liegen.

 

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Wilde Löwen, blutrünstige Vampire, farbenfrohe Schmetterlinge – es gibt nichts, was Natascha Pfeifer alias „Zauberpinselchen“ nicht zeichnen kann. Das Besondere: Sie malt nicht auf Papier, sondern auf menschlicher Haut. Und heute bin ich ihr „Opfer“.

Eine Wasserschildkröte auf dem Rücken soll es werden. Ich bin zugegebenermaßen ein wenig nervös – schließlich lässt man nicht jeden Tag eine nahezu fremde Person so nahe an sich heran. Außerdem habe ich mit Ausnahme von Lidschatten bisher recht wenig mit Farben auf meiner Haut experimentiert. Doch die anfängliche Aufregung wird mir schnell genommen – um genau zu sein in dem Moment als sich die Tür öffnet und mir ein winziges Hündchen entgegenspringt.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Hier ist ein Profi am Werk: Das Schildkröten-Bodypainting  der Face2Face-Chefredakteurin entsteht (Foto: Holger Thomas)

„Hallo“, begrüßt mich die Frau in der Tür in einem zwanglosen Ton, „das ist Maya, unser Security, und ich bin Natascha.“ Nachdem ich mich ebenfalls vorgestellt habe, zeigt mir Natascha ihren Fundus. In einem kleinen Raum im Anschluss an das Fotostudio ihres Studiopartners Holger Thomas, den ich später an diesem Tag noch kennenlernen sollte, reihen sich Perücken in den verschiedensten Formen und Farben – von der strubbeligen, roten Turmfrisur bis hin zum platinblonden Bob ist alles dabei –, Feder-Kopfschmuck und aus Schaumstoff gefertigte, lebensecht wirkende Tier-Requisiten aneinander.

„Wie du siehst, bin ich auf alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt die 42-Jährige lächelnd, „aber nun zu dir! Legen wir los!“ Und schon sitze ich auf einem Stuhl und Natascha beginnt mit dem Painting. Ein wenig seltsam ist es schon, wenn einem plötzlich jemand mit tupfenden Bewegungen ein Türkis-Blau auf den Rücken aufträgt. Das soll das Meer darstellen, in dem später einmal eine Schildkröte herumschwimmen soll.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Möchte immer mit von der Partie sein: Hündin Maya liebt es fotografiert zu werden (Foto: Holger Thomas)

Aber ich fühle mich dennoch gut aufgehoben: Nicht nur, weil meine Aufregung vor dem Neuen durch die offene und freundliche Art der Face- und Bodypainterin sofort verfliegt, sondern auch weil sie bereits eine renommierte Künstlerin in der Bodypainting-Szene Mannheims ist. 2009 begann die ausgebildete Kosmetikerin und Nageldesignerin mit Kinderschminken. „Mich juckte es damals schon in den Fingern mal ein Bodypainting zu machen und als sich dann mein bester Freund Marco als Model anbot, haben wir direkt losgelegt“, erzählt sie. Ein kleiner, blauer Pfeilgiftfrosch läutete den Beginn von Nataschas Bodypainting-Laufbahn ein. Kurz darauf bemalte sie Marco für den Mannheimer Christopher Street Day zur Hälfte als Engel, zur anderen Hälfte als Teufel. „Er ist aufgefallen und stand im Mittelpunk – genauso wie er es sich gewünscht hat“, berichtet Natascha, „und ich bin heute noch glücklich, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen konnte. Es war unvergesslich.“

Einige ihrer Werke wurden bereits im „Illusion“, einem Fachmagazin für Bodypainter mit einer weltweiten Auflage, veröffentlicht, erzählt sie. „Im TV hat man schon einiges von uns – mir, meinen Models und Fotografen – gesehen und auch in der Zeitung waren wir schon. Das ist für mich eine große Ehre!“, so die 42-Jährige stolz.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Ist begeistert von ihrem Bodypainting: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner (Foto: Holger Thomas)

Und auch ich werde immer stolzer je detailreicher das Bild auf meinem Rücken wird. Nach zwei Stunden tummeln sich dank Nataschas filigraner Pinselkunst unterschiedliche Brauntöne auf dem Panzer meiner Schildkröte, ihr Auge bekommt ein dunkles Smaragdgrün. Den Feinschliff erledigt die Face- und Bodypainterin mit einer Airbrushpistole. Schwarze und weiße Schattierungen lassen die Schildkröte dreidimensional erscheinen. „Und? Gefällt sie dir?“, fragt mich Natascha neugierig als ich mich sprachlos im Spiegel betrachte. „Ja, ist richtig toll geworden“ – mehr bringe ich in diesem Moment nicht heraus. Die Wahrheit ist: Ich hätte niemals erwartet, dass es so großartige werden würde – mein erstes Bodypainting. Dafür hat sich das dreistündige Stillsitzen eindeutig gelohnt!

Jetzt muss das Kunstwerk aber natürlich auch noch für die Ewigkeit festgehalten werden. Dafür zuständig ist der bereits erwähnte Fotograf Holger Thomas. Er ist seit 25 Jahren als Fotograf tätig und teilt sich das Studio mit Natascha. Ähnlich wie sie macht er einen sehr umgänglichen und unkomplizierten Eindruck. Zu meiner großen Erleichterung erklärt er mir auch ganz genau und sehr geduldig wie ich mich hinstellen und gucken soll – schließlich sollen die Face2Face-Leser ja nur meine Schokoladenseite zu sehen bekommen…

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Vergängliche Kunst: Zweimal wischen und schon ist das Bodypainting verschwunden (Foto: Holger Thomas)

Obwohl sich der gefürchtete Schlafzimmerblick durch das ungewohnte Blitzlichtgewitter nicht bei jedem Schuss vermeiden lässt, ist die Ausbeute am Ende doch mehr als zufriedenstellend, wie ihr, liebe Leser, hoffentlich bestätigen könnt. Spaß hat das Shooting in jedem Fall gemacht, vor allem weil die kleine Chihuahua-Hündin Maya noch lieber mit Amateur-Models wie mir fotografiert wird als sich von ihrer Besitzerin mit Leckerlies bestechen zu lassen.

Am Ende eines spannenden und lustigen Nachmittags genügt ein zweimaliges Wischen mit einem nassen Tuch und die in stundenlanger Feinarbeit gezeichnete Schildkröte gehört der Vergangenheit an. Bodypainting ist eben vergängliche Kunst…

Das letzte Wort soll jedoch die Face- und Bodypainterin selbst haben: „Bodypainting ist eine so  facettenreiche Kunst und es gibt so viele, tolle Künstler in diesem Bereich. Jeder Bodypainter legt Herzblut in seine Werke und daher ist jedes Kunstwerk schön – ob es gefällt liegt alleine im  Auge des Betrachters.“

Kontakt:
Natascha Pfeifer – professionelles Face- und Bodypainting
Casterfeldstraße 48
Telefon: 0621 / 8191928
Homepage: www.zauberpinselchen.de
E-Mail: info@zauberpinselchen.de

Holger Thomas – Photografie
Casterfeldstraße 48
Telefon: 016095012649
Homepage: www.fotoshooting-mannheim.de
E-Mail: foto-h.thomas@directbox.com

Vorschau: Am Dienstag, 4. September, nimmt die Panorama-Redaktion für euch ein neues Datingportal unter die Lupe. Dort können sich Frauen ihren Traummann ershoppen.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Ljubas aktuelles Lieblingfoto: Lisa-Marie (Foto: Gonchar)

Mit ihren großen, dunklen Augen, einem Blick, der intensiver nicht sein könnte, blickt Lisa-Marie in die Kamera. Ihr heller Körper wird umschmeichelt von einem zart-violetten Seidentuch. Auf dem natürlich-braunen Haar liegt ein sommerlicher Glanz. Ein schönes Mädchen wie Lisa-Marie ist die eine, unbestreitbar wichtige Zutat für ein gelungenes Foto – den übrigen Part übernimmt Ljuba Gonchar, Kulturantrophologie-Studentin und Hobbyfotografin. Mit Face2Face sprach die 23-Jährige über ihre Leidenschaft fürs Fotografieren, ihre liebsten Shooting-Orte und vieles mehr.

Face2Face: Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ljuba: Alles fing damit an, dass ich selbst bei einem Bekannten als Model vor der Kamera stand. Ich war unglaublich fasziniert von den damals entstandenen Bildern und dem gesamten Prozess. Außerdem habe ich mir zum ersten Mal selbst auf Bildern gefallen. Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich selbst etwas Kreatives machen wollte. Da ich weder besonders gut zeichnen, noch malen kann, habe ich angefangen mit einer ganz einfachen Digicam Selbstportraits von mir zu machen und mit simplen Programmen Filter drüber laufen zu lassen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass eine einfache Kamera nicht mehr ausreicht und dass es viel spannender ist, andere Menschen zu fotografieren. Bis ich endlich das Geld für das nötigste Equipment zusammengespart hatte, sind knapp zwei Jahre vergangen.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Gut getroffen: Annabelle (Foto: Gonchar)

Face2Face: Welche Programme verwendest du zum Bearbeiten der Bilder? Gibt es welche, mit denen du schlechte Erfahrungen gemacht hast? Welche kannst du weiterempfehlen?
Ljuba: Angefangen hatte ich mit „Photoshop“ und habe zunächst nur Bahnhof verstanden. Dann habe ich mir „Gimp“ installiert. „Gimp“ ist ein kostenloses und freies Bildbearbeitungsprogramm. Selbstverständlich hat es nicht ansatzweise die Funktionen, die „Photoshop“ mit sich bringt, aber für eine Freeware (Anm. d. Red.: eine Freeware ist ein vom Urheber kostenlos zur Verfügung gestelltes Programm) ist „Gimp“ in meinen Augen eine ziemlich gute Alternative zu einem teuren Programm. Außerdem habe ich mir diverse Tutorials dazu im Internet gesucht und Fotografen aus meinem Freundeskreis ausgefragt. So ähnlich habe ich es auch mit „Lightroom“ gemacht. „Lightroom“ ist das Hauptprogramm, das ich zum Bearbeiten meiner Bilder verwende und ich kann es jedem wärmstens empfehlen. Als Student bekommt man sogar eine vergünstigte Version.

Face2Face: Hast du ein Lieblingsfoto? Und wenn ja, was gefällt dir daran besonders gut?
Ljuba: Das ist eine unglaublich schwierige Frage! Mein Lieblingsfoto ändert sich ständig von Shooting zu Shooting. Somit ist immer das neueste Bild mein liebstes, sonst würde ich es wohl weder bearbeiten, noch veröffentlichen wollen. Da mein letztes Shooting mit Lisa-Marie war, ist dieses Bild hier mein aktueller Liebling. Ich mag an diesem Bild insbesondere Lisas Natürlichkeit und ihre Sommersprossen.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Macht auch als Model eine gute Figur: Hobby-Fotografin Ljuba Gonchar (Foto: Magdans)

Face2Face: Was bedeutet das Fotografieren für dich?
Ljuba: Ganz banal? Alles. Irgendwie verstehe ich das als ein Stück Freiheit. Ich kann ständig neue Sachen ausprobieren und immer mehr dazu lernen. Außerdem trifft man so auf viele, sehr interessante und tolle Menschen, die ich ohne die Fotografie gar nicht kennen würde. Ich glaube, jeder der fotografiert, fängt irgendwann an, alltägliche Dinge ganz anders wahrzunehmen. Man hat irgendwie einen detaillierten Blick für seine Umwelt bekommen, erfreut sich sprichwörtlich an kleinen Dingen und versucht dann, sie fest zu halten. Ganz ehrlich habe ich lange Zeit nach etwas gesucht, dass mich absolut interessiert, erfüllt und meine Zeit raubt. Daraus ist dann die Leidenschaft zur Fotografie entstanden.

Face2Face: Wo fotografierst du am liebsten? Und wieso gerade dort?
Ljuba: Am liebsten fotografiere ich draußen in der Natur. Zunächst finde ich es immer spannend, ein schönes Plätzchen zu suchen. Am besten eins, das nicht an einer stark befahrenen Straße oder direkt im Wohngebiet liegt, um eine ruhige und entspannte Atmosphäre ohne unnötige Beobachter zu haben. Durch die Suche habe ich schon Plätze entdeckt, die mir ohne die Fotografie gar nicht aufgefallen wären. So etwas meinte ich vorhin mit dem detaillierten Blick. Außerdem fotografiere ich gern draußen, weil man einerseits so schön mit dem Licht spielen kann, was manchmal eine große Herausforderung ist und weil man gefühlt viel mehr Möglichkeiten hat, als in einem Raum. In geschlossenen Räumen fotografiere ich jedoch auch gerne, nur muss der Raum groß und vor allem hell sein, da ich keinen Blitz, sondern stets das vorhandene Licht nutze und nutzen will.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Die Liebe zur Fotografie: Model Julia drückt sie bildlich aus (Foto: Gonchar)

Face2Face: Was möchtest du mit deiner Fotografie erreichen? Was sind deine Zukunftspläne?
Ljuba: Ich will mich weiterentwickeln. Dazu muss ich gefühlt noch eine Tonne Tutorials schauen, viel, viel, viel mehr fotografieren und mir noch so einiges an Equipment zulegen. Außerdem bastele ich momentan noch an meinem Blog, der hoffentlich irgendwann bald fertig sein wird. Davon abgesehen denke ich, dass schon sehr viel erreicht ist, wenn sich die Menschen auf meinen Bilder selbst gefallen. Das ist das größte Kompliment und eines der wichtigsten Dauerziele weiterhin.

Info:
Für ihre persönlichen Projekte und die Erweiterung ihres Portfolios ist Ljuba immer auf der Suche nach neuen, faszinierenden Gesichtern. „Man muss weder perfekte Maße noch die ideale Modelgröße haben“, sagt sie, „bewerbt euch einfach mit ein paar Bildern – Portrait und Ganzkörperaufnahmen – bei mir per E-Mail.“ Die Bilder sollten möglichst natürlich gehalten sein, ohne übermäßiges Makeup.

Kontakt:
E-Mail: Ljuba.gonchar@googlemail.com
Homepage (im Aufbau): ljubagonchar.blogspot.de

Vorschau: Am Dienstag, 3. Juli, erwartet euch hier ein Interview mit Sternekoch Frank Buchholz.

„Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden“

Erotikmodel Micaela Schäfer im Interview: „Ich ficke auch nicht anders!“

Sie hat ihren Realschulabschluss auf einem Gymnasium gemacht, danach eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin abgeschlossen und wollte eigentlich ihr Abitur nachholen, um anschließend Pharmazie zu studieren – doch dann kam alles ganz anders: Micaela Schäfer – ihres Zeichens Model, TV-Sternchen und neuerdings auch Schlager-Sängerin – wird wohl kaum jemandem wegen ihres medizinischen Wissens in Erinnerung bleiben. Mit Face2Face sprach die 24-Jährige unter anderem über den Unterschied zwischen sexy und billig, über das Gerücht sie habe einen Porno gedreht und über ihre Zukunft als Sängerin.

„Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden“

Mit erotischen Fotos, TV-Auftritten und Musik erfolgreich: Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Sie waren bereits in diversen TV-Formaten zu sehen, unter anderem bei „Germanys Next Topmodel“ und „Big Brother“. Würden Sie sagen, Sie sind kamerafixiert?
Schäfer: Es ist mein Job kamerafixiert zu sein – und den mache ich auch sehr gut. Ein Bäcker konzentriert sich auf seine Backwaren, ein Pianist auf die Noten und so weiter…und ich konzentriere mich eben auf die Kamera. (lächelt)

Face2Face: Erst vor Kurzem sind Sie bei der Castingshow „Das Supertalent“ als strippender, schwarzer Schwan aufgetreten. Wie haben Sie sich beim Auftritt gefühlt und empfanden Sie die Kritik der Jury als gerechtfertigt?
Schäfer: Ich habe das gemacht, was mein Job ist: entertained. Ich finde, man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen und einfach Spaß im Leben haben. Natürlich ist singen nicht meine Stärke, aber der Gesamtauftritt hat ein großes Medienecho hervorgerufen und ich habe positive Resonanz bekommen. Supertalent ist eine Show, die die Leute unterhalten soll – und das habe ich gemacht.

Face2Face: Sie haben in letzter Zeit viele erotische Fotos gemacht – es gibt sogar einen Kalender mit sexy Aufnahmen von Ihnen zu kaufen. Hartnäckig hält sich das Gerücht Sie hätten bereits einen Porno gedreht. Wie stehen Sie zu Aussagen wie dieser? Und käme es für Sie jemals infrage tatsächlich einen Erotikfilm zu drehen?
Schäfer: Das Gerücht mit dem Porno ist Quatsch. Wenn es einen gäbe, hätte man diesen doch schon längst veröffentlicht. Ich finde es sehr unfair, dass Leute einem so etwas unterstellen, nur weil man erotische Fotos macht. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Es gibt genug andere Frauen die Pornos drehen – da muss ich nicht noch dazu kommen. Ich ficke auch nicht anders!

Face2Face: Wo ist für Sie der Unterschied zwischen sexy und billig?
Schäfer: Den Unterscheid prägen auch Charakter, Einstellung und Ausstrahlung. Weniger ist manchmal mehr. Ich zeige entweder Bein, Po oder Busen und achte immer auf einen lasziven Gesichtsausdruck. Sexy ist man oder auch nicht. Sexy sind für mich zum Beispiel Stars wie Jessica Alba oder Scarlett Johannsen.

Face2Face: Am Sonntag, 2. Oktober endete die Erotikmesse „Venus“ in Berlin. Sie waren das Gesicht der Veranstaltung. Welches Resümee ziehen Sie?
Schäfer: Die Messe war wirklich das Highlight für mich in diesem Jahr. Das Spektrum Erotik und Lifestyle ist so vielfältig. Ich selbst habe viel eingekauft – was verrate ich natürlich nicht…

Face2Face: Sie haben bereits einige Schönheitsoperationen durchführen lassen. Bereuen Sie eine davon?
Schäfer: Ich bereue keine einzige. Ich habe jetzt große Brüste und eine Stupsnase. Ich fühle mich pudelwohl damit und stehe auch dazu.

Face2Face: Sie waren zusammen mit dem im Januar diesen Jahres verstorbenen Pornosternchen „Sexy Cora“ im „Big Brother“-Haus. Was hielten Sie von ihr?
Schäfer: Ich habe Cora nie richtig kennengelernt, da ich das Haus nach zwei Wochen freiwillig verlassen habe und Cora im armen und ich im Luxus-Bereich war. Sie hat auf mich jedoch einen sehr lieben und zurückhaltenden Eindruck gemacht. Ich kann mich noch gut an ihren Auftritt letztes Jahr beim „Venus“-Award erinnern, als sie einen Preis entgegengenommen hat. Sie sah bezaubernd aus und hat auf mich den Eindruck des kleinen, schüchternen Mädchens gemacht. Ich hätte sie gerne besser kennengelernt.

„Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden“

Auf der Suche nach einem Mann mit Humor: TV-Sternchen Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Haben Sie einen festen Freund?
Schäfer: Ich bin seit über drei Jahren Single. Manchmal glücklich, manchmal auch nicht. Es ist heutzutage nicht mehr einfach einen aufrichtigen Partner zu finden. Die Beständigkeit fehlt, wie ich finde. Ich mag Männer mit Humor und solche, die wissen wie man eine Frau überrascht.

Face2Face: Würden Sie sagen, dass Sie ein gutes Vorbild für junge Mädchen sind? Und gibt es auch für Sie jemanden, den Sie als Ihr großes Vorbild bezeichnen würden?
Schäfer: Ich habe niemanden zum Vorbild. Ich selbst bin sicherlich ein gutes Vorbild für Mädchen, die auch in das Erotikbusiness einsteigen wollen und Klasse haben.

Face2Face: Oben-ohne-DJane und Schlagersängerin – welchen Stellenwert hat Musik in Ihrem Leben?
Schäfer: Ich liebe Musik und ich möchte mich auch nicht festlegen. Das Auflegen als Djane „La Mica“ macht mir großen Spaß und es sind auch Singleauskopplungen geplant. Zum Ballermann werde ich im nächsten Jahr gehen. Mal sehen, wie ich dort ankomme. Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden.

Face2Face: Welche drei Dinge bedeuten Ihnen in Ihrem Leben am meisten? Und wieso gerade diese?
Schäfer: Meine Familie, meine Bodenständigkeit und mein Meerschweinchen . Auf diese drei Dinge bin ich sehr stolz und hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleiben.

Face2Face: Welches sind Ihre nächsten Projekte und Ziele für die Zukunft?
Schäfer: Ich möchte als Djane „La Mica“ weiterhin die Clubs unsicher machen und als Erotikmodel noch mehr Erfolge feiern dürfen – vielleicht auch eine Erotiksendung moderieren und eine eigene Dessous Kollektion herausbringen.

Face2Face: Sie waren auch beim „Galileo Glücksreport“ zu sehen. Würden Sie sagen, dass Sie seit Ihrer Teilnahme daran glücklicher sind?
Schäfer: Die Teilnahme hat mir wirklich sehr geholfen. Ich freue mich über alles Positive und ignoriere das Negative. Ich setze mich jetzt auch mehr durch – das habe ich früher nicht gemacht. Es wollen immer zu viele Leute über einen entscheiden – ich entscheide nun wie es weitergeht und das macht mich selbstsicherer und glücklicher.

Kontakt:
www.micaelaschaefer.de

Vorschau: Im Panorama gibt es am Dienstag, 8. November erstmalig das Rätsel des Monats, sowie am Dienstag, 15. November das Portrait eines jungen Mannes, der an einer schweren Erbkrankheit leidet, die bereits dazu führte, dass ihm eine Lunge transplantiert werden musste.