Zeitmanagement, Teil 1: Der frühe Vogel kann mich mal!

Abnehmen – aber an den richtigen Stellen. Was für eine gelungene Diät gilt, gilt fürs Zeitsparen ebenso. Ob ihr euch ein Butterbrot schmiert oder die Klamotten für die Arbeit raussucht – alles kostet Zeit. Aber wäre es nicht traumhaft, sich die Zeit für die alltäglichen Handgriffe dann zu nehmen, wenn es gerade gut passt, anstatt in den Momenten, in denen sie häufig ganz „unerwartet“ anfallen: direkt nach dem Aufstehen, in Eile zwischen Tür und Angel, nach einem stressigen Arbeitstag, an dem man eigentlich nur eines will: Schnell aufs Sofa.

Wir zeigen euch wie ihr eure Zeit optimal ausnutzen könnt!

Mealprep: Wer sein Vesper für Uni der Arbeit frühzeitig richtet, kann morgens länger schlafen (Foto: T. Gartner)

Mealprep: Wer sein Vesper für Uni oder Arbeit vorbereitet, kann morgens länger schlafen (Foto: T. Gartner)

Total verpennt schlurfe ich in die Küche. Das Licht blendet total und mir ist kalt. Sechs Uhr früh verkündet die Uhr. Draußen ist es noch dunkel. In einer halben Stunde muss ich los zum Bahnhof – die Arbeit ruft. Schnell was zu essen richten und dann anziehen, denke ich mir. Aber leider ist außer einem trockenen Brötchen und einer braunen Banane nichts da. Verdammt, dann halt doch zum Bäcker…

Wer keine Lust hat in aller Herrgottsfrühe in dieselbe Situation zu kommen, der kann mit etwas cleverem Zeitmanagement einen gesunden Snack für Arbeit oder Uni zaubern. Das Schlüsselwort hier lautet „mealprep“ – Instagram-Deutsch für vorbereitetes Essen. Von Salat, über Falafel bis hin zu Joghurt – Inspiration für gesunde Snacks, die ihr am Tag vorher oder aber sogar schon sonntags für die Woche vorbereiten könnt, findet ihr in unserer Snack-Serie:

Was ihr davon habt? Ein paar Minuten mehr Schlaf am Morgen und natürlich einen guten, stressfreien Start in den Tag mit der Aussicht auf einen leckeren und gesunden Snack.

Vorschau: Advents- und Weihnachtstipps gibt´s nächste Woche hier in der Tipps&Tricks-Rubrik.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 6: Roll it

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Beim letzten Mal ging es an dieser Stelle um fruchtige Shakes. Heute gibt es wieder was zu Beißen.

Pancakes zum Frühstück – wer kann dazu schon nein sagen? Ihr auch nicht? Dann kann´s ja losgehen!

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Ihr braucht (für 2-3 Pfannkuchen):

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz

Das ist erst einmal das einfache Grundrezept für den Teig. Wer bereits hier nicht auf sein Lieblingsobst verzichten möchte, kann es einfach pürieren und zur Teigmasse dazugeben. Ob Banane, Himbeeren oder Mango – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für den Teig braucht ihr keinen Extrazucker – das beigemischte Obst beziehungsweise die Füllung geben ausreichend Süße, sodass ihr ein wenig Zucker einsparen könnt.

Ihr braucht (für die Füllung):

  • Obst eurer Wahl

Und so geht´s:
1. Mit einem Rührgerät zuerst das Ei verquirlen. Eier enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie Kalzium und Eisen, vor allem viel Eiweiß, das vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Ihr wollt wissen woher euer Ei kommt und vor allem wie die Hühner gehalten werden? Dann findet ihr HIER hilfreiche Tipps und Links zum nachhaltigen Lebensmittelkonsum. Gebt nun die übrigen Zutaten hinzu und verrührt das Ganze zu einem Teig. Je nachdem wie dünn ihr eure Pfannkuchen wollt, könnt ihr entweder mehr Milch (dünner) oder weniger Milch (dicker) hinzugeben.

2. In einer beschichtete Pfanne etwas Öl oder Butter erwärmen.

3. Nun den Teig in die Pfanne geben und den Pfannkuchen ausbacken. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, kann er mit einem Kunststoffspatel (Metall zerkratzt die Beschichtung der Pfanne) gewendet werden.

4. Lasst die Pfannkuchen anschließend ein wenig auskühlen, sonst „schwitzen“ sie in euer Vesperdose und werden schlabbrig.

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

5. Jetzt könnt ihr die Pfannkuchen mit dem Obst eurer Wahl belegen oder/ und mit Marmelade bestreichen. Die Lieblingsvariante der Tipps&Tricks-Redaktion ist übrigens ein Bananen-Pancake mit frischer Erdbeernote. Dazu einfach eine Banane pürieren und in den Teig geben. Den fertigen Pfannkuchen dünn mit Erdbeermarmelade bestreichen und Bananenstücke darauf verteilen. Erdbeeren enthalten Eisen und Vitamin C. Außerdem binden sie krebserregende Stoffe und machen diese unschädlich. Die Banane sättigt aufgrund der vielen enthaltenen Kohlenhydrate nicht nur optimal, sondern liefert auch jede Menge wertvolles Magnesium, das zum Aufbau von Muskel-, Nerven- und Knochenzellen eingesetzt wird.

6. Rollt die Pfannkuchen und legt sie in eine niedrige, längliche Box so dicht aneinander, dass sie nicht aufgehen, sonst gibt es vermutlich eine ziemliche Sauerei. Wer in seine Vesperdose noch etwas anderes packen will oder keine passende hat, kann die gerollten Pfannkuchen in Alufolie einschlagen.

Die Tipps & Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes
Teil 5: Obst mal anders

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Gülcin Tipps für leckere Milkshakes und Lassies.

Food Fighter Michael Schieferstein im Interview

Michael Schieferstein ist Gründer der sogenannten „Food Fighters“, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen. Aktuell leiten die FoodFighters (auch auf Facebook) ein Schulprojekt namens „ABC der Lebensmittel-Wertschätzung“.Face2Face konnte Herrn Schieferstein zu einem Interview gewinnen:

Face2Face: Hallo Herr Schieferstein. Vielen Dank, dass sie sich Zeit genommen haben. Erzählen sie uns doch von ihrem Werdegang.

Food Fighter bei der Arbeit: Michael Schieferstein posiert (Foto: Food Fighters)

Food Fighter bei der Arbeit: Michael Schieferstein posiert (Foto: Food Fighters)

Schieferstein: Alles begann vor ca. 31 Jahren, als ich eine Ausbildung zum Koch – die Ausbildung zum Küchenmeister folgte – in einem der Toprestaurants im Rheingau absolvierte.
Da ich schon immer an allem Neuen interessiert war und Neues ohne große Mühe erlerne, habe ich mich schnell weiterentwickelt und war europaweit in der Spitzengastronomie tätig. Was ich schon in jungen Jahren über Hunger, Not und Elend in der Welt mitbekam, hat mich für mein ganzes Leben geprägt.

Deswegen kämpfe ich gegen die unvorstellbare Lebensmittelverschwendung und die längst schon übliche Lebensmittelvernichtung. Zu klein, zu groß, nicht der Norm entsprechend – so verbleibt beispielsweise etwa 50 Prozent der Ernte auf dem Acker. In den Bilanzen der Supermärkte wird Ware abgeschrieben, weil sich der Kunde nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum richtet und die Ware nicht mehr kauft.

Außerdem setze ich mich seit mehr als 20 Jahren für viele soziale Projekte ein und ich verfolge das Ziel, den Umgang mit Lebensmitteln (Mittel zum Leben) wieder Wert zu schätzen. Dazu gehören auch die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und die Findung neuer Strukturen oder Ressourcen, um die Regionalität wieder zu fördern und anzukurbeln und Lösungen zu vermitteln.

Face2Face: Was war eines der schlimmsten Beispiele in Sachen Lebensmittelverschwendung, die Sie gesehen haben?

Schieferstein: Eigentlich ist „schlimmste“ und „Lebensmittelverschwendung“ ein Oxymoron. Jede Verschwendung von Mitteln die zum Leben da sind, also Lebensmittel ist schlimm. Dabei meine ich nicht unbedingt mal eine Scheibe Brot im Haushalt, wobei man selbst daraus noch was machen kann. Aber zurück zur Frage. Es ist ein alltäglicher Wahnsinn, denn 25 Millionen Tonnen werden etwa Jahr für Jahr an Lebensmitteln verschwendet. Gesehen habe ich diesbezüglich schon Vieles und vielleicht ist ein Bild aus dem letzten Winter, ein Feld mit etwa fünf Tonnen Rotkohl, welches untergepflügt wurde, da das Biogemüse nicht völlig makellos war, eines der Schlimmeren. Dagegen konnten wir beim gleichen Bauern noch 1,5 Tonnen tollste Biokürbisse retten und gegen eine symbolische Spende verteilen, die wir dann wieder gespendet haben. Die Biokürbisse waren für den Biohandel übrigens zu klein.

Face2Face: Gibt es noch andere Bereiche, außer Lebensmittel, in denen ihnen die Wegwerfgesellschaft zuwider ist?

Schieferstein: Es wird einfach viel zu viel weggeworfen! Da kann sich jeder mal selbst an die eigene Nase fassen und sich  fragen, ob er oder sie den Müll wirklich richtig trennt. Was aber besonders schlimm ist, ist das gedankenlose Wegwerfen von Müll in die Natur. Wenn alleine jährlich 20.000 Tonnen Müll – 70 % davon Plastik! – in der Nordsee landen, dann stinkt mir das gewaltig.

Face2Face:Was sagen sie dazu, dass Menschen in unserem Land verurteilt werden, wenn sie diese Lebensmittel aus Mülleimern von Supermärkten nehmen?

Das aktuelle Logo der Food Fighters (Foto: Food Fighters)

Das aktuelle Logo der Food Fighters (Foto: Food Fighters)

Schieferstein: Nun, der Gesetzgeber hat die Maßnahmen verschärft. Zum einen ist es wohl offensichtlich jemandem ein Dorn im Auge – von wem auch immer – dass diese Verschwendung gesehen wird und medial ausgebreitet. Dies will man vielleicht unterbinden. Es kommt zur Anzeige, die Gerichte reagieren entsprechend. Zum anderen haben die Supermärkte aufgerüstet. Wo man einst direkt an die Mülltonnen gelangte, da findet man heute häufig Zäune. Werden diese beschädigt oder man überwindet sie, dann ist das leider Hausfriedensbruch. Und die Supermärkte machen hier nur gerne von Anzeigen Gebrauch. Alles sehr paradox, der eine wirft massenhaft weg, ein anderer der es nimmt, wird dafür bestraft. Ein sehr unbefriedigender Zustand, aber das Recht ist leider nicht auf der Seite derjenigen, die containern. Es sei denn er oder sie steht einem verständigen Richter gegenüber.

 

Face2Face: Sie klären viele Menschen auf, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern, doch ist es nicht so, dass die Lebensmittelindustrie und die Supermärkte viel mehr Lebensmittel, die noch gut sind wegwerfen (müssen)? Was tun sie in diesen Bereichen außerhalb der Privat-Haushalte, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern?

Schieferstein: Wegwerfen müssen die Menschen überhaupt nichts. Die Lebensmittelindustrie hat nach und nach das MHD herabgesetzt oder die Supermärkte verkaufen nur noch in Ausnahmefällen reduzierte Artikel, die kurz vor dem MHD sind. Oder nimmt man den Artikel Nudeln oder gar Salz. Solche Lebensmittel benötigen gar kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Im Zweifelsfall werfen wir aber das gute Lebensmittel weg. Oder, meist schon der Supermarkt. Das nächste ist die Bevorratung gerade im Supermarkt. Da werden Fleischmengen gebunkert, die man gar nicht verkaufen kann, nur damit nichts ausgeht. Ergebnis: 40 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet, die Hälfte davon landet aber im (Supermarkt-)Müll.

Ich kläre über so etwas auf und spreche gezielt die Supermarktketten an, um Lösungen zu finden, diesen Blödsinn zu unterbinden. Meist stoße ich im Handel mit sowas allerdings auf taube Ohren.

Der Müll beginnt aber, wie oben erwähnt, bereits auf dem Acker. So werden etwa 50 Prozent von allem Gemüse, aber auch Obst bereits auf dem Acker vernichtet. Zu klein, ja selbst zu groß oder nicht der Norm entsprechend heißt auch „weg damit!“. Auch darüber kläre ich – neben anderen FoodFightern – deutschlandweit auf. Unsere Kollegin in Dresden zum Beispiel hatte erst unlängst einen Infostand auf einem Stadtfest an dem sie hunderte Gurken verteilte. Da war auch mal eine krumme dabei, aber alles war frisch geerntet, trotzdem alles für den Müll. Die Leute sind dann immer wieder erstaunt. Schön ist, dass ich auch regelmäßig Anfragen von entsetzten Konsumenten erhalte, die uns im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung ganz aktiv helfen wollen.

Face2Face: In Frankreich gab es eine Aktion für solch häßliches Gemüse.
Wann könnten wir mit solchen Aktionen auch in Deutschland rechnen?

Schieferstein: Mit dem Supermarkt in Frankreich ist meiner Meinung nach nur eine Werbeaktion der Supermärkte. Das ist ein kurzer Trend und wird dann wieder verschwunden sein. In Deutschland wird sich erst was ändern, wenn die Regierung und die EU handeln. Die Industrie und der Handel  sind nur auf Profit aus, deswegen wird sich erst etwas ändern, wenn es zu spät ist und unsere Nahrungssicherheit nicht mehr zu 100% gesichert ist. Meine Initiative und ich zeigen dies schon seit Jahren bei öffentlichen Kochaktionen und Aufklärung in der Öffentlichkeit, wie z.B. bei unserer am 17. September 2014 in Wiesbaden stattfindenen Kochshow zum „3. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit direkt vorm Landtag.

Seid ihr hungrig? Kelis* serviert „Food“

Kelis*, mit bürgerlichem Namen Kelis Rogers, veröffentlicht mit „Friday Fish Fry“ den bereits dritten Song ihres aktuellen Studioalbums „Food“. Vier Jahre nach ihrem letzten Album „Flesh Tone“ aus dem Jahre 2010 erschien das neue Werk im Februar diesen Jahres.

„Food“ wird von ihrem vier-jährigen Sohn Knight Jones, der auf dem Track „Breakfast“ mit „Hey guys! Are you hungry? My mom made Food!“ fragt, was übersetzt soviel wie: „Hey Leute, seid ihr hungrig? Meine Mama hat Essen gemacht!“ bedeutet. Buchstäblich. Denn die 34-jährige tourte in einem kleinen Van durch die Staaten und promotete ihr Album aus einem Imbisswagen, der ihre Musik spielt. Neben Mini Burgern, Pommes Frites und Spare Ribs mit selbstkreierten Saucen war es Kelis* höchstpersönlich, die für zufriedene Kunden sorgte, indem sie die Speisen selbst servierte.

Zu ihrer gewohnten Mischung aus RnB, Neo Soul, House und Alternative Hip Hop, kommen Richtungen wie Electronic Dance und Dance Pop dazu. Songs wie „Jerk Rips“ und „Rumble“, in dem sie die Scheidung von Rapper Nasir Jones, besser als Nas bekannt, verarbeitet, veröffentlichte sie bereits im Februar und April. Ihr Track „Cobbler“ ist ein der ultimative Dance Floor Song, den Billboard (Anm. d. Red.: Fach- und Branchenblatt für Musik und Entertainment in den USA)bereits als „Bobbi-Brown-esque-Funk“-Workout betitelte.

Ihre Leidenschaft für das Kochen entdeckte Kelis* vor einigen Jahren, als sie sich 2006 als Saucier, als Saucenkoch, in der Le Courdon Bleu culinary School ausbilden ließ. In dieser Zeit schrieb sie sogar ein Kochbuch, welches zusammen mit einer Saucen-Linie, auf dem Las Vegas Food und Wine Festival im April vorgestellt wurde. All das, führte dazu, dass Kelis* ihrer Liebe zum Essen und Kochen ein ganzes Album widmete.

Im August kommt die Ex-Frau von Rapper Nas, mit dem sie den gemeinsamen Sohn Knight hat, auf Europa Tour auch nach Deutschland.

Hierzu gibt es Termine in Frankfurt, Köln und Berlin. Tickets gibt es unter www.eventim.de/kelis.

Vorschau: Am Samstag, dem 02. August, gibt es es einen Bericht über den Festivalsommer und seinen Festivaltypen.