Vom Fernsehen auf die Festivalbühne – Wiesbaden feiert deutsche Fernsehkrimis

Krimis sind nicht nur im Buchformat ein beliebtes Genre. Verschiedene deutsche Fernsehkrimis, wie zum Beispiel „Ein Fall für zwei“, „Der Kriminalist“, „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“, locken von Freitag bis Sonntag Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme. In Wiesbaden gibt es ein eigenes Festival dafür und das findet vom 12. bis zum 17. März 2019 schon zum 15. Mal statt. Das Deutsche FernsehKrimi-Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden und wird vom Hessischen Rundfunk und der HessenFilm und Medien GmbH unterstützt. Im Rahmen des Festivals wird jedes Jahr auch der Deutsche FernsehKrimi-Preis verliehen. Sender und Produktionsfirmen können dafür noch bis Anfang November ihre aktuellen deutschen Krimiproduktionen einreichen. Die zehn besten Krimis werden dann nächstes Jahr auf dem Festival gezeigt. Abgesehen von den verschiedenen Krimis, die dort präsentiert werden, gibt es noch einen Fernsehkrimi-Drehbuchwettbewerb für Nachwuchsautoren sowie Diskussionen, Gespräche und Lesungen mit Filmschaffenden.

Vom Fernsehen auf die Festivalbühne – Wiesbaden feiert deutsche Fernsehkrimis

Verantwortlich für das Deutsche FernsehKrimi-Festival: Leiterin Cathrin Ehrlich (Foto: Barbara Dietl)

Wir haben mit Leiterin Cathrin Ehrlich über deutsche Fernsehkrimis und das Deutsche FernsehKrimi-Festival gesprochen.

Face2Face: Wie kam es zur Gründung des Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden?

Ehrlich: Man hat mir erzählt, dass Liane Jessen (Fernsehfilmchefin des Hessischen Rundfunks), ihr damaliger Mann und die damalige Kulturdezernentin aus Wiesbaden, Rita Thies, diese schöne Idee bei einem oder auch zwei Gläschen Wein entwickelt haben.

Face2Face: Wieso wurde Wiesbaden als Veranstaltungsort ausgewählt?

Ehrlich: Rita Thies hat an der Idee festgehalten und ermöglicht, dass das Festival in Wiesbaden Fuß fassen konnte.

Face2Face: An welchen Orten im Rhein-Main-Gebiet werden die meisten Fernsehkrimis gedreht?

Ehrlich: Ich denke in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach.

Face2Face: Was ist das Besondere an deutschen Fernsehkrimis, dass es dafür ein eigenes Festival gibt?

Ehrlich: Die hohe Qualität, was z. B. Drehbuch, Regie, Kamera und DarstellerInnen betrifft.

Face2Face: Welche Themen sind derzeit in deutschen Fernsehkrimis am beliebtesten bei Filmemachern?

Ehrlich: Das wechselt natürlich ständig. Im letzten Jahr war das Thema Kindesmissbrauch und Kindesentführung sehr „beliebt“, aber auch die Themen Banden- und Cyberkriminalität und Fälle von rechtsextremem Terror waren häufig zu finden.

Face2Face: Was zeichnet das Deutsche FernsehKrimi-Festival aus?

Ehrlich: Es gibt sehr sehr viele Fernsehkrimis im deutschsprachigen Fernsehen, zu viele. Das Deutsche FernsehKrimi-Festival widmet sich dem anspruchs- und qualitätsvollen Fernsehkrimi.

Face2Face: Wofür sind Sie als Leiterin des FernsehKrimi-Festivals zuständig?

Ehrlich: Tja, eigentlich für alles: die Teamzusammenstellung, das Programm, die Gäste, die Finanzierung, Presse und Marketing und organisatorische Dinge wie Catering, Reisen und Hotel. Glücklicherweise habe ich ein wundervolles Team und dies schon seit Jahren. Es nimmt mir inzwischen die meiste Arbeit ab, hat großartige eigene Ideen und immer eine große Portion Humor, was mir sehr wichtig ist.

Face2Face: Auf dem Festival wird jährlich der Deutsche FernsehKrimi-Preis verliehen. Welche Fernsehkrimis haben eine Chance auf den Preis bzw. nach welchen Kriterien wird ausgewählt?

Ehrlich: Auch hier wird nach Qualität und Anspruch gesucht. Und wenn eine Produktion etwas Neues, Experimentelles wagt. Pro Jahr gibt es in etwa 60 Einreichungen dafür.

Face2Face: Wer sitzt in der Jury, die über die Vergabe des Preises entscheidet?

Ehrlich: Ich versuche immer eine heterogene Gruppe aus „Fachleuten“, wie SchaupielerInnen, RegisseurInnen, AutorInnen etc., aus der Branche zusammenzusetzen. Gerne fragen wir auch ehemalige PreisträgerInnen an. Dann suchen wir aber auch „Branchenfremde“. Diesmal wird zum Beispiel ein Strafverteidiger aus Frankfurt dabei sein. Fest gesetzt ist die oder der Krimistipendiat(in) der Stadt Wiesbaden. Das war beim letzten Mal Volker Kutscher und ist jetzt Zoë Beck.

Vom Fernsehen auf die Festivalbühne – Wiesbaden feiert deutsche Fernsehkrimis

Keine einfache Aufgabe: die fünfköpfige Jury, die 2018 über die Vergabe des Deutschen FernsehKrimi-Preises entschieden hat, v.l.n.r. Hanna Doose, Dennenesch Zoudé, Alexander Schubert, [Moderatorin Bärbel Schäfer], Roswitha Ester und Volker Kutscher (Foto: Martin Ohnesorge)

Face2Face: Welche Fernsehkrimis haben 2018 gewonnen?

Ehrlich: In der Jury waren Regisseurin und Drehbuchautorin Hanna Doose, Produzentin Roswitha Ester, Schriftsteller Volker Kutscher, Schauspieler Alexander Schubert und Schauspielerin Dennenesch Zoudé. Sie haben über die Preisvergabe entschieden. Den Hauptpreis hat „Tatort: Stau“ (SWR) von Dietrich Brüggemann (Regie, Buch) und Daniel Bickermann (Buch) gewonnen. Außerdem gab es Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen: Petra Schmidt-Schaller wurde als beste Darstellerin für „Keine zweite Chance“ (Sat.1), Heino Ferch als bester Darsteller für „Ein Kind wird gesucht“ (ZDF/Arte) und Hans-Christian Schmid für die Gesamtleistung (Regie, Buch, Produktion) in „Das Verschwinden“ (BR/ARD Degeto/NDR/SWR) ausgezeichnet. Der Publikumspreis ging an „Ein Kind wird gesucht“.

Vom Fernsehen auf die Festivalbühne – Wiesbaden feiert deutsche Fernsehkrimis

Strahlende Gesichter: die Preisträger des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2018 (Foto: Martin Ohnesorge)

Face2Face: 2019 wird außerdem zum dritten Mal Deutschlands spannendster Fernsehkrimi- Drehbuchnachwuchs gesucht. Was hat es damit im Detail auf sich?

Ehrlich: Wir suchen unverfilmte Krimi-Drehbuchstoffe talentierter und kreativer Nachwuchs-Drehbuchautorinnen und -Drehbuchautoren, die ideenreich unterhalten, fesseln und mitfiebern lassen. Eine fachkundige Jury wählt aus allen Einreichungen vier vielversprechende Vorschläge aus, die dem Publikum während der Festivalwoche im Rahmen einer Lesung vorgestellt werden. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird bei der Preisverleihung des Festivals bekannt gegeben und erhält die Chance, unter professioneller Betreuung den Drehbuchstoff vom Exposé bis zum Treatment weiterzuentwickeln und vor Fachpublikum zu pitchen.

Face2Face: Wieso kam es 2017 zu dem Entschluss, erstmals einen Drehbuchwettbewerb für Nachwuchsautoren zu veranstalten?

Ehrlich: Ich hatte diese Idee. Drehbuchautoren fristen häufig ein Schattendasein. Es gab sogar Preisverleihungen, bei denen sie gar nicht eingeladen waren. Dabei ist das Drehbuch doch das Wichtigste für einen guten Film bzw. guten Krimi. Wir wollen deswegen die Drehbuchautoren hervorheben und junge Menschen fördern. Ich habe die Idee vor vier Jahren bei Herrn Mendig von der HessenFilm und Medien GmbH vorgetragen und er hat uns sofort seine Unterstützung zugesagt.

Vom Fernsehen auf die Festivalbühne – Wiesbaden feiert deutsche Fernsehkrimis

Vertieft in ein Nachwuchskrimi-Drehbuch: Synchronsprecher und Schauspieler Max Felder bei der Lesung auf dem Deutschen FernsehKrimi-Festival 2018 (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: 2018 wurden die vier vielversprechendsten Nachwuchskrimi-Drehbücher dem Publikum während der Festivalwoche im Rahmen einer Live-Lesung von Synchronsprecher und Schauspieler Max Felder vorgestellt. Wie und nach welchen Kriterien wählen Sie aus, wer diese Live-Lesung machen darf?

Ehrlich: Auch hier entscheiden wir gemeinsam. Max Felder hatten wir ausgesucht, weil er als Schauspieler und Synchronsprecher einfach sehr gut vortragen kann und er vielen bekannt ist.

Face2Face: Was waren die Highlights des Deutschen FernsehKrimi-Festivals der letzten drei Jahre?

Ehrlich: Das sind immer wieder unsere Filmgäste und die Gespräche mit ihnen. Wir konnten zum Beispiel Ulrich Tukur, Senta Berger, Hannelore Hoger, Heino Ferch oder Desirée Nosbusch beim Festival begrüßen. Das war jedes Mal ein Highlight.

Face2Face: Welche Veranstaltungen sind bereits jetzt für das Deutsche FernsehKrimi-Festival 2019 geplant?

Ehrlich: Wir werden wieder zehn spannende, tolle Krimis zeigen und prominente und interessante Filmgäste zu Gast haben. Außerdem gibt es einen Serien- und einen Dokutag und wir planen eine größere Ausstellung.

Face2Face: Ist schon bekannt, welche Schauspielerinnen und Schauspieler 2019 vor Ort sein werden?

Ehrlich: Bisher nicht, da die Filme für den Wettbewerb noch nicht ausgewählt wurden, weil die Jurysitzung erst Mitte Dezember ist, und auch die JurorInnen noch nicht zugesagt haben.

Face2Face: Was kostet der Eintritt für die Veranstaltungen 2019?


Ehrlich: Zwischen 7 und 9 Euro. Eventuell wird es im nächsten Jahr einen Festivalpass geben.

Face2Face: Haben Sie selbst einen Lieblingsfernsehkrimi?

Ehrlich: Ich finde immer wieder einen neuen Liebling. Ich mag eher kleine, kluge Krimi- Geschichten mit überraschenden Wendungen. Ich mag eher nicht, wenn zu viel Brutalität gezeigt wird.

Mehr Infos zum Deutschen FernsehKrimi-Festival gibt es auf der Homepage oder der Facebookseite der Veranstaltung.

Stadt.Land.Bass – Elektro-Festival mit Beach-Flair

Bei schönem Wetter Elektro-Musik - das Stadt.Land.Bass-Festival (Foto: L.Holfelder)

Bei schönem Wetter Elektro-Musik – das Stadt.Land.Bass-Festival (Foto: L.Holfelder)

Sonne, hohe Temperaturen, gute Musik und ausgelassene Stimmung – das sind die perfekten Faktoren für einen schönen Sommertag. Das alles kam beim diesjährigen Stadt.Land.Bass zusammen. Das Festival mit Elektro-Musik brachte tausende Menschen am vergangenen Samstag nach Babenhausen in Hessen.

Festival am See

Das Festival-Gelände lag direkt an einem See, in dem sich ein paar Wagemutige abkühlten, während andere Besucher die verschiedenen Bühnenplätze bevölkerten. Neben einem großen Zirkuszelt, das neben einer kleinen Bühne für die DJs genügend Platz zum Tanzen ermöglichte, gab es eine Bühne direkt auf dem Festivalplatz. Eine dritte Bühne, die etwas abgelegen war, bot genug Schatten um die Musik zu genießen.

Im Schatten Musik genießen

Bei Temperaturen von mehr als 25 Grad, die sich in der Mittagssonne fast wie 35 Grad anfühlten, waren alle glücklich, die einen Schattenplatz zum Ausruhen ergattern konnten. Viele hatten Picknick-Decken im Gepäck, um mit Freunden zusammen zu sitzen und die Musik, die von unterschiedlichen Bühnen herüber schallte, zu genießen.

Shuffeln muss man können

Gerade bei Elektro-Musik hat sich in den letzten Jahren ein besonderer Tanzstil durchgesetzt: das „Shuffeln“.  Dabei werden verschiedene Schritte kombiniert, bei denen vor allem die Füße über den Boden „geschliffen“ und mit Hüpf-Schritten kombiniert werden. Die beste Vorraussetzung zum Shuffeln boten die Mainacts Kollektiv Turmstraße, Bebetta und Sascha Braemer.

Kleine Besserungen wünschenswert

Im Großen und Ganzen kam das Festival sehr gut bei den Besuchern an und war ein großer Erfolg. Jedoch gibt es auch einige Dinge, die in Zukunft anders gelöst werden sollten. So waren zu wenige Toiletten vorhanden. Zu Beginn des Festivals gab es noch einen Toiletten-Wagen, der wurde jedoch geschlossen und wenige Dixie-Klos mussten für alle Festivalbesucher ausreichen. Auch die Getränkekosten waren unverhältnismäßig hoch. Eine Wasserflasche kostete beispielsweise sechs Euro. Und auch die Verkehrsanbindung ist verbesserungswürdig, so gab es zwar einen Shuttle, jedoch keine Informationen wann und wo dieser fährt.

 

Vorschau: Nächste Woche berichtet Face2Face über das Buch des Ryan.

AirPley! Festival – Sounds am Badesee

Das Wetter meinte es gut mit den Besuchern des AirPley! Festivals am letzten Samstag am Bensheimer Badesee. Trotz weniger Wolken schien den ganzen Tag über die Sonne und es fiel kein einziger Regentropfen. Passend zur tropischen Location war das Motto „Sommer. See. Sand. Sound.“

Sicherheit steht an erster Stelle

Bereits um 11 Uhr begann das Open-Air-Festival. An den Einlasskontrollen wurde äußert sorgfältig darauf geachtet, dass keine gefährlichen Gegenstände auf das Gelände gelangten. Zusätzlich sorgten Securities für die Sicherheit rund um den Badesee.

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Ein musikalisches Treffen internationaler und lokaler DJs

Von Deephouse über Techhouse bis hin zu Techno war alles an Musikstilen vertreten. Vor allem die weiblichen DJanes hatten an diesem Tag das Zepter in der Hand: von Bebetta über Hanna Hansen bis hin zu Anna Reusch waren top Stars der elektronischen Musikszene vertreten. Aber auch lokale Größen, wie Niklas Becker, Omnikid und DA FUNK heizten den Festival-Besuchern ordentlich ein.

Entspannung pur am Badesee

Einige Besucher saßen auf Decken rund um die Bühne, alle sahen sie super entspannt aus. Neben gemütlichen Strandkörben, in denen ebenfalls einige Besucher bequem den musikalischen Klängen lauschten, gönnten sich andere in dem sauberen Badesee eine Abkühlung. Besonders der breite Steg lud zum Sitzen ein.

Natürlich kam aber auch die Bewegung nicht zu kurz: Vor der Bühne tanzten die Besucher ausgelassen Und auch ein Volleyball-Feld war nicht weit.

Das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz

Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Neben kühlen Getränken stärkten sich die Besucher bei leckeren Feuerwürsten und Pommes für weitere Tanzeinlagen.

Und wem das nicht genug war, der konnte den Chill-Out am See bis 1 Uhr genießen und anschließend an der Afterhour im Club Fantasy-Night teilnehmen.

Zusammengefasst war das AirPley! ein ausgelassenes Open-Air-Festival mit entspannten Sitzmöglichkeiten und guter elektronischer Musik zum kleinen Preis (9,80 Euro im Vorverkauf!). Wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

Vorschau: Sommerzeit ist festivalzeit – nächste Woche berichten wir vom Stadt.Land.Bass.-Festival.

Wieso nicht mal ein Schlagerfestival – Das La Ola Mannheim

Die Festival-Saison läuft bereits auf Hochtouren und ihr könnt euch vor Rock- und Elektroveranstaltungen kaum noch retten? Seit letztem Jahr gibt es auf dem Maimarktgelände in Mannheim auch etwas für Schlager-Begeisterte. Das La Ola Mannheim feiert am Samstag, 9. Juli mit mehr als zehn Schlager – und Popgrößen zum zweiten Mal unter freiem Himmel die Musik und den Sommer. Die Wetterprognose bietet hierbei beste Aussichten!

Das Line-Up ist vielversprechend

Das La Ola Mannheim (Foto: media.one GmbH)

Das La Ola Mannheim (Foto: media.one GmbH)

Das selbsternannte Sommerfestival hat für die Liebhaber des Schlagers einiges zu bieten: Um 14 Uhr beginnt die Schlagermafia das Festival. Es geht weiter mit Almklausi, der unter anderem seinen Hit „Schwarze Natascha“ performt. Markus gibt seinen Ohrwurm „Gib Gas, ich will Spaß“ zum Besten. Gegen 18 Uhr betritt der GZSZ-Star Jörn Schlönvoigt die Bühne und lässt die Frauenherzen höher schlagen.

Ein Abend voller bekannter Hits

Nachdem die Mittagshitze mit Gute-Laune-Hits zum Mitsingen durchgefeiert wird, ist zum Abend hin nicht weniger amüsantes Programm zu erwarten: Jürgen Milski bietet unter anderem seinen Hit „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“ dar. Danach folgen die Schlager-Ikonen Oli P. und Mickie Krause, die ihre bekannten Ohrwürmer ausgiebig mit den Fans feiern.

Der König kommt zum Schluss

Den krönenden Abschluss des 10-stündigen Festivals bietet der selbsternannte König von Mallorca Jürgen Drews mit altbekannten Liedern wie „Ein Bett im Kornfeld“. Das Programm ist mitreißend und bietet durch die bekannten Songs ein hohes Mitsing-Potential.

Der Ticketverkauf ist bereits gestartet

Wem dieses Aufgebot noch nicht genug ist, kann das VIP-Ticket buchen: Mit diesem Ticket erleben Fans das Sommerfestival im gläsernen Pavillon hautnah mit den Stars. Zudem haben sie Zugang zum kompletten Buffet und zu exklusiven Bars mit einer riesigen Auswahl an Getränken. Tickets gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen bereits ab 12,90€ zzgl. Gebühren. Für die Kurzentschlossenen gibt es die Tageskasse auf dem Maimarktgelände, die ab 13 Uhr geöffnet ist. Ihr könnt euch also auf den Schlager-Sommer in Mannheim.

Vorschau Nächste Woche berichtet Face2Face über die diesjährigen EM-Hits.

Fünf Tipps für einen unvergesslichen Festivalsommer

Nachdem wir vor einigen Jahren bereits in dieser Festival-Packliste einige der Dinge aufgelistet haben, welche auf einem Festival nicht fehlen dürfen, hat Face2Face hier noch ein mal fünf weitere Tipps für einen unvergesslichen Festival-Sommer, der nicht von nervenden Kleinigkeiten, wie fehlender Ausrüstung oder unpassender Kleidung, getrübt wird.

1. Zweckmäßige Kleidung! Egal, was euch die Instagram- Welt mit ihren durchgestylten Coachella-Hashtags weismachen will, bodenlange Häkel-Mäntel oder offene Birkenstocks sehen vielleicht hip und trendy aus, gehören aber definitiv nicht auf ein Festival!  (Carolin Kebekus ist in diesem Video übrigens der gleichen Meinung.) Stattdessen gilt: Zweckmäßigkeit geht ausnahmsweise mal vor! Regencape, wasserdichtes und festes Schuhwerk (auch Gummistiefel!) und die warme Fleecejacke gehören daher auf jeden Fall mit ins Gepäck. Dann macht euch auch der Dauerregen vor der Bühne auch nichts mehr aus. Und in diesem Artikel erfahrt ihr, wie man Zweckmäßigkeit und Style sogar verbinden kann.

Southside Festival 2015 Copyright (c) Matthias Rhomberg www.rhomberg.cc

Southside Festival 2015
Copyright (c) Matthias Rhomberg www.rhomberg.cc

2. Stabile Camping-Ausrüstung! Ein weiterer wichtiger Punkt auf einem Festival: Man schläft dort üblicherweise in einem Zelt! Es ist zwar nicht immer das Eigene, aber dennoch ist man sehr froh darüber, wenn dieses stabil und wasserdicht ist. Daher unbedingt genügend Heringe mitnehmen und sich lieber ein bisschen mehr Zeit zum ordnungsgemäßen Aufbauen nehmen. Dann muss man während strömendem Regen nicht panisch um das Zelt hechten, um alles provisorisch zu befestigen. Gleiches gilt für Pavillons, Campingstühle und co.: Es muss nicht das Teuerste sein, aber Stabilität wäre schon wichtig- ein Festival ist immerhin eine Großbelastung, wie diese Bildergalerie kreativer Notlösungen beweist.

3. Weniger ist manchmal mehr! Auch wenn funktionale Kleidung und Ausrüstung wichtig sind, sollte man sich auf einige, wichtige Teile beschränken. Fünf paar Schuhe und zehn Oberteile kosten viel Platz und sind sehr schwer. Bedenke: Alles, was du mitbringst, musst du im Zweifelsfall mehrere Kilometer zum Campingplatz schleppen. Gleiches gilt für Einkäufe: Viele Festivals haben inzwischen einen sehr gut sortierten Supermarkt, die große Schlepperei von zehn Ravioli-Dosen kann man sich daher meistens sparen.

4. Lade die Akkus! Ein weiterer wichtiger Punkt, den man auf einem Festival beachten muss: Es gibt in der Regel keinen Strom. Solltest du also zu Denjenigen gehören, die das Wochenende über nicht auf ihr Handy verzichten wollen: Investiere lieber im Vornherein in eine ordentliche Power-Bank, statt dich mit hundert anderen in die Schlange von einer einzigen Mehrfachsteckdose zu stellen. Die Zeit kann man auf einem Festival definitiv besser investieren! Inzwischen gibt es auch hier meist Anbieter, wie beispielsweise Volt, die dir jeden Tag eine geladene Powerbank gegen einen gewissen Betrag zu Verfügung stellen. Einfach mal auf der Festival-Homepage nachschauen! Ein weiterer kleiner Tipp: Inzwischen gibt es einfache Smartphones schon für unter 80€, wie beispielsweise das Huawei Y3 für 70 Euro, die verbrauen in der Regel weniger Akku und die Katastrophe hält sich in Grenzen, wenn sie im Festival-Tummel verloren oder kaputt gehen.

Southside Festival 2015  Copyright (c) Matthias Rhomberg  http://fb.com/matthias.rhomberg  http://rhomberg.cc

Southside Festival 2015
Copyright (c) Matthias Rhomberg
http://fb.com/matthias.rhomberg
http://rhomberg.cc

5. Eine Stimmungs-Macher Playlist! Auch wenn es meist keinen Strom gibt, so sind die meisten Festivalisten dennoch sehr kreativ, wenn es darum geht, auch auf dem Campingplatz für die richtige musikalische Untermalung zu sorgen. Solltet ihr euch also an Punkt Vier gehalten haben, und beispielsweise eine geladene Musikbox am Start habt, darf natürlich die Festival-Playlist nicht fehlen! Doch auch schon für die Hinfahrt ist eine gut gemischte Liste, die euch schon auf eure Lieblingsbands einstimmt, ein Garant für gute Stimmung. Vorfreude ist denn ja bekanntlich die schönste Freude! Also schnell noch eure Lieblingslieder zusammenschmeißen, und es kann losgehen!

World Club Dome 2016 – Stimmungsbarometer

Am ersten Juni-Wochenende öffnete der größte Club der Welt zum vierten Mal seine Toren. Gemeint ist der „World Club Dome“, der in der Frankfurter Commerzbank Arena Tausende von feierlaunigen Menschen begrüßte. Face2Face hat mit ein paar Besuchern gesprochen.

Warten auf den World Club Dome 2016 - vor dem Einlass treffen wir Mona, Vanessa und Isabell (Foto: L. Holfelder)

Warten auf den World Club Dome 2016 – vor dem Einlass treffen wir Mona, Vanessa und Isabell (v. links) (Foto: L. Holfelder)

3 Tage Frontstage

Direkt am Eingang treffen wir Vanessa (21), Isabell (19) und Mona (20), die das ganze Wochenende auf dem World Club Dome seien werden, also ein 3-Tages-Ticket besitzen. Alle kommen ursprünglich aus Hannover, Isabell studiert aber in Frankfurt. Da der Einlass noch nicht begonnen hat, sitzen alle gemütlich auf dem Boden. Direkt fallen die Frontstage-Armbänder auf und die drei erzählen, dass man dort mehr mitbekommt. „Man sieht den DJ viel besser und das macht schon mehr Laune“. Auf die Frage, welche denn die Lieblings-DJs wären, kommt direkt die Antwort: Hardwell, Steve Aoki und Armin van Buuren. Wichtige Festival-Tipps von Isabell, Vanessa und Mona sind „Wechselklamotten mitbringen und früh genug da sein, damit man nicht in die Menschenmassen kommt“.

Von Kuchen und Pogen

Zwei Tage später, sonntags, treffen wir Vanessa, Isabell und Mona wieder. Diesmal sitzen sie vor dem Sommersby-Zelt auf dem großen Rasen und genießen die sommerlichen Temperaturen, während im Hintergrund harte Elektro- und Technosounds von der Deep House Bühne herüberschallen. Die besten Auftritte waren nach der Meinung der drei bis jetzt bei Steve Aoki und Armin van Buuren. „Gecaked“, also von Steve Aoki mit Kuchen abgeworfen, wurden sie allerdings nicht. Wenigstens haben sie jemanden gesehen, der Torte abbekommen hat. Auch Dimitri Vegas & Like Mike und Robin Schulz fanden die drei gut, wobei Robin Schulz viel zu kurz gespielt hat. Da alle ein Schließfach gemietet haben, gibt es zumindest keine Probleme, in der Menge schwer bepackt zu stehen. Und gerade wenn im Frontstage-Bereich angefangen wird zu pogen, also die Menschen aufeinander zu rennen und wild miteinander tanzen, dann ist es doch am besten, alles was man hat festzuhalten und zu hoffen, dass man nicht in die Menge mit reingezogen wird. Doch trotzdem sind die drei sich sicher, dass sie nächstes Jahr wieder kommen, dann auch wieder Frontstage. Aber einen Verbesserungsvorschlag haben sie: günstigeres Trinkwasser.

Als Promoter viel unterwegs

Während wir auf dem Rasenplatz sitzen, sprechen wir auch mit Moritz (23) und Nico (20). Beide arbeiten als Promoter auf dem Festival, haben aber die Chance gehabt, sich Don Diablo komplett anzuschauen, was sie „richtig cool“ fanden. Auch die anderen Besucher des Festivals beschreiben sie positiv, „ziemlich chillige Leute“, die Spaß haben und gut drauf sind. Zwar sind „nicht alle unser Geschmack, aber mit jedem kann man feiern“, so Moritz.

Die Deep House Bühne vor der Commerzbank Arena war dieses Jahr neu (Foto: L. Holfelder)

Die Deep House Bühne vor der Commerzbank Arena war dieses Jahr neu (Foto: L. Holfelder)

Spontane Tagestickets

Am Abend treten die großen und bekannteren Acts auf und wir sprechen mit Anika (19) und Kristina, (18), die extra für Martin Garrix und Hardwell zwei Stunden gefahren sind. „Aber das war es voll wert“, sagt Anika und erzählt, dass sie die Tickets erst wenige Tage vorher im Internet gekauft haben. Beide sind zum ersten Mal da, sind sich aber sicher, dass sie nächstes Jahr wieder kommen, dann auch drei Tage lang, um das gesamte Festival erleben zu können. Und auch von dem Gesamteindruck sind sie begeistert. „Gar nichts Negatives“ sei ihnen passiert, im Gegenteil, die Leute seien fröhlich und nett, „die House Bühne ist überragend“, so Anika.

Vorschau: Nächste Woche berichtet Face2Face über das Beatles Museum in den Niederlanden.

Ausblicke auf den Festivalsommer – Preview der Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“

Weihnachten und Silvester liegen inzwischen hinter uns und mit dem grauen, regnerischen Wetter hat nun vielleicht schon bei dem ein oder anderen der Winterblues eingesetzt. Doch während wir aktuell noch in den dicken Wollpullis und einer kleinen Winterdepression stecken, lohnt sich jetzt schon ein Blick auf den kommenden Festivalsommer mit einem Preview der Highlights „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ vom 03.-05. Juni 2016 – denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Dieses Jahr konnten die Veranstalter die Bands „Red Hot Chili Peppers“, „Black Sabbath“, „Volbeat“ und „Tenacious D“ als Headliner für „Rock im Park“ und „Rock am Ring“ begeistern. Besonders die Zusage des Rock-Duos Kyle Gass und Jack Black wird ihre Fans freuen – denn Tenacious D spielen die einzigen Festivalauftritte 2016 in Deutschland bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ und machen diesen Headliner damit besonders interessant!

medium_c0e288c3558197aca3ac58b2e1281fed

Locken jedes Jahr tausende Besucher an: Die Bands auf den Bühnen der Festivalzwillinge. (Bild: http://www.rock-am-ring.com/media)

Doch auch abseits der be-kanntesten Bands haben die „Festival-Zwillinge“ dieses Jahr einiges zu bieten: Nachdem sich in den letzten Jahren immer mehr Musikstile hinzugesellt haben, steht dieses Jahr der „Rock“ auf dem Ring und im Park mit den Bands „Amon Amarth“, „Billy Talent“, „Bring Me The Horizon“, „Bullet For My Valentine“, „Disturbed“ oder auch „Heaven Shall Burn“, „Korn“ und „Panic! At The Disco“ wieder mehr im Vorder-grund. Dennoch bleibt das Gesamt-programm vielschichtig und abwechslungsreich – sodass so gut wie jeder Festival-Freund in Nürnberg oder Mendig auf seine Kosten kommen sollte. Für die richtige Mischung und die fetten Beats sorgen dabei unter anderem „Alligatoah“, „Fettes Brot“, „Frittenbude“ und „SDP“.

Bands wie „The 1975“, „Biffy Clyro“ und „Of Mice and Men“ runden das vielschichtige Gesamtprogramm ab. Außerdem gibt es noch zahlreiche weitere interessante Bands zu entdecken, das gesamte Line-Up könnt ihr euch hier nochmal anschauen.

Die Zusammenstellung der verschiedenen Bands und Künstler scheint mit dem besten Vorverkaufsstart seit Beginn der Festivals und bereits über 110.000 verkauften Tickets zu überzeugen. Sollte das auch bei euch der Fall sein, seid also lieber schnell – aktuell sind die Karten noch in der 2. Preisstufe für 195 € zu bekommen. Face2Face wird selbstverständlich ebenfalls vor Ort sein und anschließend über eines der Highlights des diesjährigen Festivalsommers berichten.

Zum ersten Mal in Europa: Das Lollapalooza Festival in Berlin

Eine grandiose Premiere feierte am vergangenen Wochenende das Lollapalooza-Festival in Berlin und bot damit einen super Abschluss für die Festivalsaison. Mit dabei waren große Künstler wie Macklemore & Ryan Lewis, Sam Smith, Bastille, Seeed, Muse und viele mehr.

Farbenfroh und viel zu Entdecken - das Lollapalooza-Festival (Foto: L. Holfelder)

Farbenfroh und viel zu Entdecken – das Lollapalooza-Festival (Foto: L. Holfelder)

Das Lollapalooza Festival hat eine lange Tradition in Amerika und auch in vielen anderen Ländern auf der Welt. Doch nach Europa hat es die Veranstalter bisher noch nicht verschlagen. Das hat sich jetzt geändert: Mit dem stillgelegten Flughafen Tempelhof fanden die Veranstalter am 12. und 13. September die perfekte Location für das weltweit verbreitete Festival.

Das außergewöhnliche Festival-Gelände bot viel Platz für die mehr als 50.000 Besucher pro Tag, die neben vier Bühnen auch dutzende Essens- und Merchandisingstände erkundeten. Für die kleinen Besucher gab es ein extra angelegtes Kinderparadies, in dem die Kinder nicht nur spielen, sondern auch Skateboard-Tricks lernen konnten. Auch für die Kreativen wurde gesorgt: Ein Stand bot die Möglichkeit, sich seinen eigenen Festival-Beutel zu gestalten, ein anderer lud dazu ein, sein altes T-Shirt mit neuen Prints zu bedrucken.

In jeder Ecke des Festivalgeländes gab es etwas zu erkunden, so luden „Der Grüne Kiez“, eine Oase aus verschiedenen Pflanzen und Öko-Ständen, und der „Lolla Fun Fair“, ein jahrmarktähnlicher Platz, tagsüber zum entspannten Abhängen ein.

Die Mainstage 2 war direkt vor dem alten Hangar aufgebaut (Foto: L. Holfelder)

Die Mainstage 2 war direkt vor dem alten Hangar aufgebaut (Foto: L. Holfelder)

Die ersten Künstler traten bereits ab 12 Uhr auf, doch die wirklich bekannten Künstler betraten erst gegen Abend die Bühne. Dabei konnte man zwischen vier verschiedenen Bühnen wählen. Auf der „Mainstage 1“ und „Mainstage 2“ spielten dabei die bekannten Bands, wie Deichkind, James Bay, Bastille, Seeed und Sam Smith. Die Schlussacts der jeweiligen Abende waren Macklemore & Ryan Lewis sowie Muse. Auf der Bühne „Perry’s“ legten unter anderem die DJs Kygo und Felix Jaehn auf. Auf der „Alternative Stage“ traten Bands auf, die der breiten Masse meist nur durch wenige Titel bekannt sind, so zum Beispiel Chvrches, Clean Bandit und MS MR.

Um immer aktuell informiert zu sein, konnte man sich auf sein Smartphone die Lollapalooza-App runterladen. Neben verschiedenen Informationen konnte man sich auch seinen eigenen Spielplan zusammen stellen. Und auch das Bezahlen wurde fortschrittlich gelöst: statt Bargeld erhielt jeder Besucher ein Armband mit einem Chip, auf den Geld geladen wurde. So musste man nur den Chip an ein Lesegerät halten um seine Speisen oder anderen Errungenschaften zu bezahlen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Festival ein voller Erfolg war, inklusive der einen oder anderen organisatorischen Panne. Zum Beispiel waren am ersten Festivaltag nicht genug Toiletten vorhanden. Das Problem lösten die Veranstalter für den nächsten Tag aber direkt. Und auch die eigentlich so zahlreichen Essenstände schienen nicht dem Ansturm der vielen Festival-Besucher standzuhalten.

Für alle Lollapalooza-Fans, die dieses Jahr bereits teilgenommen haben oder nun daran interessiert sind: Die Veranstalter haben bereits bestätigt, dass nächstes Jahr am 10. und 11. September erneut das Festival in Berlin ausgetragen wird.

Kunst und Kultur auf dem Fusion Festival 2015

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz in der 500-Seelen Gemeinde Lärz bricht die Dämmerung herein. Erst jetzt werden sich die 60.000 Besucher, die jedes Jahr in die mecklenburgische Provinz pilgern, der Vielzahl von Kunstinstallationen gewahr, die ihr volles Potential erst mit Einbruch der Dunkelheit entfalten.

11739641_10204454699863794_524002964_n

Das Fusion Festival: Die Eintrittskarte zu Elektronischer Musik, Kunst und Kultur (Foto: Privat)

Zum 18. Male jährte sich Ende Juni dieses Jahres nun die Fusion – ein Musikfestival, das vor allem die Herzen elektronischer Musikliebhaber höher schlagen lässt. Während man auf anderen Musikfestivals den Tag auf den Zeltplätzen verbringt und sich die Zeit mit exzessiven Alkoholkonsum und stupiden Trinkspielen vertreibt, so bietet die Fusion ein attraktives Rundumprogramm. Denn was die wenigsten Nicht-Fusionisten wissen ist, dass das Festival auch ein vielseitiges Kulturprogramm für die Besucher bereithält.

Während eine Kreidetafel vor einem zum Theater umgebauten Flugzeughangar die nächste Vorstellung verkündet, läuft im Kinohangar ein Filmklassiker. Nur ein paar Meter weiter finden Vorträge und Lesungen statt, die sich mit solidarischen Wohnprojekten oder Blogschreibern aus Berlin beschäftigen. Die Fülle an Angeboten ist erstaunlich und so ausgeprägt, dass eine Entscheidung schwer fällt. Jedoch ist man nicht bei allen Programmpunkten passiver Zuschauer. Im Workshop-Hangar kann sich an Graffiti oder Siebdruck versucht werden; an anderer Stelle lernt man tagsüber mit Feuer zu jonglieren und kann das Gelernte bei Nacht zur Schau stellen.

Doch dem nicht genug, finden sich überall auf dem Festivalgelände Kunstinstallationen. Ob feuerspeiende Drachen, riesige, sich bewegende Knospen, die an mit Spitzenstoff bespannten Bäumen hängen oder Dampfmaschinen in den skurrilsten Formen.

Auch die Spielstätten, Essensstände und Chill-Out-Areas sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Kurzum: Das ganze Festival ist ein einziges Kunstwerk, das sich auf Bildern nicht festhalten lässt. Die Fusion ist ein Spielplatz für Erwachsene, die zu Unrecht auf Drogenkonsum reduziert wird, während es dort so viel mehr zu entdecken gibt.

Erstmalig in Europa: Das Lollapalooza Festival in Berlin

Wenn man morgens aus dem Haus geht wird einem klar: der Sommer ist endlich da und mit ihm die Festival-Saison. Und auch wenn es noch eine kleine Weile hin ist, kommt hier ein Grund, warum man sich auf den September freuen sollte: Das Lollapalooza-Festival in Berlin am 12. und 13. September.

Das Festival findet zum ersten Mal in Deutschland statt und dann direkt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Damit reiht sich Deutschland in die Liste der Lollapalooza-Länder ein: In Argentinien, Chile, Brasilien und den USA begeisterte das Festival bereits tausende Menschen.

Bei Festivals sind die Hände wichtig: zum Hochreißen und Mittanzen (Foto: L. Holfelder)

Bei Festivals sind die Hände wichtig: zum Hochreißen und Mittanzen (Foto: L. Holfelder)

Was bietet das Festival? An den zwei Tagen wartet eine bunte Mischung aus Künstlern darauf für ihre Fans zu spielen. Mit dabei sind unter anderem: Sam Smith, Bastille, Macklemore & Ryan Lewis, Martin Garrix und auch Seeed.

Neben der Musik gibt es viele Essensmöglichkeiten sowie Stände die zum Stöbern einladen. Neben Mode werden die typischen Festival-Gadgets verkauft. Im Vordergrund steht dabei das Thema Nachhaltigkeit.

Für das Festival, das samstags und sonntags stattfindet, gibt es verschiedene Tickets zur Auswahl. So kann man zwischen einem Zwei-Tages-Ticket für 199 Euro oder jeweils einem Ein-Tages-Ticket für 69 Euro wählen.

Das Festival verspricht Freude, gute Laune und gute Musik. Es lohnt sich auf jeden Fall einmal die offizielle Seite zu besuchen, um mehr Informationen zu erhalten.

Gegründet wurde das Lollapalooza-Festival bereits 1991 und war bis 1998 auch sehr erfolgreich. Danach schwächte der Erfolg ab und erst 2005 konnte die Idee erneut umgesetzt werden. Zunächst in Chicago, USA, ansässig, zog es den Veranstalter ab 2011 auch in andere Länder. Mit Berlin findet in diesem Jahr das erste Mal Lollapalooza auch in Europa seinen Platz.

Im September folgt dann ein ausführlicher Bericht über das Festival und seiner Wirkung.