Der BVB schlägt zurück

Der FC Bayern München schwächt gezielt die Konkurrenz, indem er  ihr die besten Spieler für viel Geld weg kauft und dann bei sich auf der Bank versauern lässt. So lautet zumindest eine oft genannte Anschuldigung Fußball-Deutschlands an den Bundesliga-Rekordmeister. Nach den Abgängen von Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels (wer hätte es gedacht? – alle zum FC Bayern München), in den vergangenen Jahren, hat die Borussia aus Dortmund nun genug davon, immer ihre besten Spieler zu verlieren. Der BVB schlägt jetzt zurück. Mit der gleichen Marschroute wie die Bayern – sprich die Konkurrenz durch gezielte Transfers schwächen – möchte der deutsche Vizemeister den Abstand zum Rekordmeister aus München wieder ein wenig reduzieren. Und wer bietet sich bei diesem Vorhaben der Schwächung besser als Opfer an als der FCB himself?

Flexibel auf der Auswechselbank

Das dachten sich wohl auch die BVB-Verantwortlichen und suchten fieberhaft nach einem Spieler, den sie sich vom Rekordmeister unter den Nagel reißen konnten. Das Ergebnis: Der auf der Auswechselbank flexibel einsetzbare Sebastian Rode sollte es sein. Bei denen im hohen Bogen herausgeschmissenen BVB-Millionen – laut Face2Face-Informationen soll die Ablösesumme zwischen 15 und 18 Millionen liegen,  konnte weder  der machtlos wirkende FC Bayern, noch  Rode  dem Werben der Dortmunder widerstehen und gaben am vergangenen Montag schließlich nach. „Wie du mir, so ich dir“, lachte sich das Dortmunder Triumvirat, bestehend aus BVB-Trainer Thomas Tuchel, Sportdirekter Michael Zorc und Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke, wie kleine Schuljungen im Kreis stehend ins Fäustchen.

„So ist nun mal das Geschäft“

„Mit Sebastian Rode verlieren wir einen Spieler, der auf der Ersatzbank sowohl auf den Außen, als auch in der Mitte sitzen konnte. Aber was soll man machen, so ist nun mal das Geschäft“, sagte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit knirschenden Zähnen, während er gerade am deutschen Zoll ordnungsgemäß seine importierte Rolex anmeldete. Auch der designierte Bayern-Präsident, Uli Hoeneß, war sichtlich angefressen: „Ich habe in den vergangenen 18 Monaten gelernt, was es heißt richtig zu sitzen und der Sebastian konnte dies bei uns wie kaum ein anderer“, schnaubte er. Rode freute sich dagegen schon auf „das Abenteuer bei meinem Lieblingsverein seit Kindertagen“ und gönnte sich nach seiner offiziellen Vorstellung erwartungsgemäß noch einen Abstecher an seine Lieblingsstelle – die Ersatzbank. „Durch meine vielen Auswärtsfahrten mit den Bayern habe ich national und international schon sehr viele Ersatzbänke kennengelernt, aber die Dortmunder ist mir in besonders guter Erinnerung geblieben“, lächelte er verträumt, bevor er sich zärtlich, sanft auf eben jene niederlies.

Ungewohnte Position

Weniger Grund zur Freude werden bei Rode aber wohl die Dortmunder Planungen mit seiner Person auslösen. Tuchel und Co. möchten den 25-Jährigen laut mehreren, übereinstimmenden Gerüchten auf einer für ihn in den letzten Jahren ungewohnt gewordenen Position einsetzen: Dem grünen Rasen. Fraglich, ob sich der ehemalige FCB-Star so einfach beugen wird und sein Glück auf dem Spielfeld des Westfalenstadions findet. Eine Kampfansage gegen die gemauschelten Planungen wollte Rode, der in der abgelaufenen Bundesligasaison wettbewerbsübergreifend gerade einmal 583 Minuten bei 17 Einsätzen auf dem Rasen ablieferte, aber noch nicht loslassen: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim BVB. Wo diese genau stattfindet, wird die Zukunft zeigen“, gab er sich diplomatisch.

Abschiedsgruß aus Evian-les-Bains

Aus dem französischen Kurort Evian-les-Bains, bei dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft derzeit ihr Trainingslager für die anstehende Europameisterschaft abhält, twitterte Nationalspieler und jetziger Ex-Bayern-Kollege, Mario Götze, einen Abschiedsgruß: „Mach es gut Sebastian. Du wirst mir in München sehr fehlen. Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt, wenn du links oder rechts neben mir auf der Bank platzgenommen hast! #Ersatzbankbrüder, #WieeinStrich, #Benchbuddys.“   Doch dieser Tweet muss nicht zwingend lebe wohl heißen. Die BVB-Verantwortlichen treiben ihre Planungen unbeirrt  weiter mächtig an und sollen bereits den nächsten FCB-Ergänzungsspieler auf dem Radar haben. Genau: Mario Götze.

Anmerkung der Redaktion: Für alle, die der Satire noch nicht auf die Schliche gekommen sind, sei an dieser Stelle gesagt: Alles nur Spaß. Die Zitate und dargestellten Aktionen sind rein fiktiv und dienen schlicht und ergreifend der Unterhaltung.

Vorschau:  Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro befindet sich kurz vor den olympischen Spielen in einer misslichen Lage. Das Gebiet, in dem die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, gleicht eher einem Tümpel, darüber hinaus greift auch das Zika Virus immer weiter um sich. Die neuesten Entwicklungen erfahrt ihr nächste Woche hier.

 

 

Bayer Leverkusen und Bayern München machen den Anfang

Erstmals seit Einführung der UEFA Fußball-Champions League stehen mit Bayer Leverkusen, dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 vier deutsche Mannschaften im Achtelfinale. 

Während Schalke (gegen Real Madrid) und Borussia Dortmund (gegen St. Petersburg) erst nächste Woche eingreifen, sind oder waren Bayer Leverkusen und Bayern München bereits früher gefordert. Den Anfang machten dabei die Leverkusener. Die Werkself empfing gestern Abend den französischen Meister Paris St. Germain. Was folgte, war eine Lehrstunde: Mit der klaren 0:4 (0:3)-Hinspielniederlage sind schon nach 90 Minuten alle Chancen auf das Viertelfinale verspielt. Blaise Matuidi (3.); Ibrahimovic (39./Foulelfmeter und 42.) und Yohan Cabaye (88.) erzielten vor 29.412 Zuschauer die Tore für PSG. „Wir haben mutlos und ängstlich gespielt, warum würde ich auch gerne wissen. Das war gerade in der ersten Halbzeit ein ganz schlechtes Spiel von uns“, war Leverkusen-Verteidiger Ömer Toprak nach dem Schlusspfiff sichtlich geknickt. Dabei standen die Vorzeichen bereits vor der Begegnung alles andere als gut. Nach dem überraschenden Ausscheiden im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, musste sich Leverkusen auch im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 mit 1:2 geschlagen geben. Die hohe Heimniederlage gegen Paris ist das Sahnehäuptchen einer Horror-Woche für den momentanen Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. 

Mit dem FC Bayern München greift heute die wohl aktuell beste Fußballmannschaft der Welt in das Champions League-Achtelfinale ein. Das Los bescherte dem FCB den FC Arsenal London – die mit fünf (!) deutschen Nationalspielern (drei Herren und zwei Junioren) wohl deutscheste Mannschaft in der Premiere League. Arsenals Mittelfeldregisseur Mesut Özil drückte im Vorfeld seinen größten Respekt gegenüber den Bayern aus, wusste aber auch Superkräfte an seiner Seite. „Am Mittwochabend treten wir gegen die offiziell beste Mannschaft der Welt an. Die gute Nachricht: Hulk, Superman und Rambo sind an unserer Seite“, schrieb der 25-Jährige auf Facebook. Dazu postete Özil ein Foto, das ihn als Comic-Held Supermann zeigt, flankiert wird er darauf von seinen Mannschaftskollegen Lukas Podolski und Bacary Sagna – ebenfalls im Kostüm eines Superhelden. Münchens Kapitän Philipp Lahm analysierte im Kicker dagegen die Schwächen des heutigen Gegners: „Der FC Arsenal hat seine große Stärke in der Offensive. Gegen starke Gegner kassieren sie dann aber Tore“, erklärte Lahm. 

Neben den schon seit längerer Zeit angeschlagenen Franck Ribéry (Bluterguss am Gesäß), wird dem deutschen Rekordmeister auch Xherdan Shaqiri gegen die Gunners nicht zur Verfügung stehen. Der Mittelfeldspieler, der am vergangenen Bundesligaspieltag den SC Freiburg praktisch im Alleingang aus der Allianz-Arena schoss, fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Bei den Bayern sollten angesichts ihres mit Superstars gefüllten Kaders, das Erreichen des Viertelfinales aber weiterhin im Bereich des Möglichen liegen…

Vorschau: Am 05.03.2014 erscheint eine Vorschau über das Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Chile in Stuttgart.

Alle deutschen Teams im Achtelfinale – Bayern-Siegserie gerissen

Nach einer glänzenden Serie von  fünf Spielen und fünf Siegen in Folge, ist die Siegesserie des FC Bayern München gerissen. Gegen Manchester City verspielte das Team um Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm im letzten Vorrundenspiel der UEFA Champions League einen 2:0-Vorsprung vor heimischem Publikum.

Dabei war nach 12 Minuten eigentlich schon alles klar. Thomas Müller und Mario Götze hatten mit zwei schnellen Toren das heimische Publikum sicher wirken lassen. Doch durch Nachlässigkeiten im Spielablauf handelten sich die Bayern drei Tore ein. Das erste wurde noch als verschmerzbar hingenommen. Der Foulelfmeter, der zum zweiten Tor führte, war jedoch nicht unbedingt einer eindeutigen Situation geschuldet. Doch für den dritten Gegentreffer gab es keine Entschuldigung: Durch einen schweren Abwehrfehler von Jérome Boateng konnte Milner einnetzen.

Durch einen weiteren Treffer hätte Manchester City die Führung in der Gruppe übernehmen können, das 2:3 langte dem FC Bayern jedoch, um als Gruppensieger in die K.O.-Runde einzuziehen. Der FC Bayer Leverkusen machte durch einen 0:1-Sieg gegen Real Sociedad den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt. In einer schwachen Partie schafft es Toprak, nach einem Eckball, den Ball ins Tor zu befördern. Die Mannschaft von Leverkusen hatte sich gegen das Team aus San Sebastian in der zweiten Halbzeit noch fünf weitere große Torchancen erarbeiten können, scheiterte aber an der eigenen Ungenauigkeit.

Die BVB-Flagge weht wieder hoch: Die Borussen schafften wie Leverkusen, Schalke und Bayern den Einzug ins Achtelfinale (Foto: Erich Westendarp / pixelio.de)

Die BVB-Flagge weht wieder hoch: Die Borussen schafften wie Leverkusen, Schalke und Bayern den Einzug ins Achtelfinale (Foto: Erich Westendarp / pixelio.de)

Am letzten Spieltag der Gruppenphase schafften es auch die anderen deutschen Teams, ins Achtelfinale einzuziehen. Der FC Schalke besiegte den FC Basel klar mit 2:0. Borussia Dortmund lieferte sich ein spannendes Duell gegen das Gegnerteam aus Marseille. Nach einem klaren Hinspiel, das 3:0 für den BVB ausgegangen war, taten sich die Borussen schwer, ein ähnlich hohes Ergebnis einzuspielen.

Marseille, die bisher in der Champions League Saison noch ohne Sieg geblieben waren, versuchten alles, um sich nicht völlig glanzlos zu verabschieden. Nach einem sehr frühen Tor von BVB-Stürmer Robert Lewandowski (4. Minute) patzte Borussen-Torwart Roman Weidenfeller nur zehn Minuten später und Diawara köpfte zum 1:1. Mit diesem Ergebnis wäre Dortmund beim gleichzeitigen Unentschieden von Neapel gegen Arsenal London immer noch sicher weiter gewesen. In der 73. Minute machte dort allerdings Gonzalo Higuain das 1:0 für Neapel – damit war der BVB für schreckliche 13 Minuten raus aus der Champions League. Als Finalteilnehmer des Vorjahrs besonders bitter. Doch in der 86. Minute erlöste Kevin Großkreutz das Dortmunder Team und zimmerte den Ball zum 2:1 ins Netz von Marseille-Keeper Mandanda.

Die Auslosung, welche Teams im Achtelfinale aufeinander treffen, findet am Montag, 16.12. statt.

Bayern wird Meister – Augsburg und Braunschweig steigen ab

„Prognosen sind äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“, lautet eine weit verbreitete Weisheit. Dies gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Zwei Tage vor der Saisoneröffnung zwischen dem amtierenden Triple-Sieger FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach, lehnt sich Face2Face ganz weit aus dem Fenster und gibt eine Prognose für die kommende Spielzeit 2013/2014 ab.                                                   

1. FC Bayern München. Der Guardiola-Hype ist allgegenwärtig. Der wohl momentan beste Trainer der Welt hat zwei schwere Aufgaben zu lösen: Erstens muss er die richtigen Spieler finden, die zu seinem System passen und zweitens muss er die ganzen Stars, die sich mit der Bank begnügen müssen, bei Laune halten. Die Meisterschaft wird in dieser Saison trotzdem eingefahren – wenn auch nicht so deutlich wie in der vergangenen Spielzeit.

2. Borussia Dortmund. Die Borussen werden auch in dieser Saison der ärgste Bayern-Verfolger sein. In der Offensive wird das Kollektiv den Wechsel von Superstar Mario Götze kompensieren können. Die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitarian versprechen großes Potenzial. Lediglich die Abwehr könnte mit dem langen Ausfall von Lukas Piszczek Probleme bekommen. Am Ende springt eine verdiente Vizemeisterschaft für die Borussia heraus.

3. Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself giert laut Torjäger Stefan Kießling seit der letzten Saison nach mehr. Leverkusen verfügt mit Leno (Tor), Toprak (Abwehr), Rolfes, Bender (Mittelfeld) und Kießling (Sturm) über eine starke Achse. Doch was passiert, wenn Torgarant Kießling ausfällt? Sollte die Offensive verletzungsfrei bleiben und auch Leverkusen-Trainer Sami Hyypiä seine Unerfahrenheit durch seine anderen Fähigkeiten ausgleichen können, qualifiziert sich die Bayer-Elf auch in der nächsten Saison direkt für die Champions-League.

4. FC Schalke 04. Die Königsblauen haben mit Leon Goretzka und Christian Clemens hochtalentierte Jungspieler erhalten, die bei Normalverlauf eine große Entwicklung vor sich haben. Auch der von Mainz gekommene Stürmer Adam Szalai sorgt für zusätzlichen frischen Wind in der Offensive. Bleibt die Torhüterposition stabil und das Umfeld auch bei schwierigen Situationen ruhig, wird Schalke seine Vorjahresplatzierung wiederholen.

5. VfB Stuttgart. Die Schwaben sind breiter aufgestellt und haben mit Leitner, Schwaab, Rausch und Abdellaoue deutlich an Qualität gewonnen. Bleibt der VfB von größeren Verletzungen verschont, kann er diesmal die Dreifachbelastung besser kompensieren und wird in der Liga auf einen Europa-League-Platz springen.

6. VfL Wolfsburg. Ruhe und Kontinuität hat sich der VW-Klub auf die Fahne geschrieben. So etwas wie Aufbruchstimmung ist im Umfeld des VfL zu spüren. Eine Vorbereitung ohne Radikalumbruch wird der Hecking-Elf sichtlich guttun. Für einen Europa-League-Platz müssen sich die Wolfsburger aber dennoch ziemlich strecken. 

7. Borussia Mönchengladbach. Der Vorjahrestabellenachte hat für die Offensive ordentlich investiert. Für Max Kruse und Raffael gaben die Fohlen 7,5 Millionen Euro aus. Gelingt es Borussia-Trainer Lucien Favre, seine Elf im Spielaufbau und im Umschaltspiel zu verbessern, schafft es Mönchengladbach auf den siebten Platz – wenn nicht, springt eine Platzierung zwischen acht und zehn heraus.

8. Hamburger Sportverein. Der HSV hat den Anspruch und das Potenzial, dauerhaft international vertreten zu sein. Durch die Neuzugänge steckt Potenzial im Team, auch wenn ein richtiger Goalgetter neben Artjoms Rudnevs momentan noch fehlt. Sollte er nicht gefunden werden, wird es schwer für die Hamburger. Für mehr als den achten Platz wird es nicht reichen.  

9. TSG Hoffenheim. Die Fast-Absteiger aus dem Kraichgau erleben unter Markus Gisdol ihre beste Bundesligasaison. Der neunte Platz wird der verdiente Lohn sein. Aber auch nur, wenn die Spieler bis an ihre Leistungsgrenze gehen und nicht wieder durch Divenhaftigkeit glänzen. Ein Schuss nach hinten ist bei diesem Verein nie ausgeschlossen. 

10. Hannover 96.  Die Hannoveraner schielen mit mindestens einem Auge nach Europa. Mit den Offensivkräften Mame Diouf, Leonardo Bittencourt, Jan Schlaudraff und Didier Ya Konan sollte das möglich sein. Die größte Schwachstelle bleibt aber die Abwehr. Ob Verteidiger-Neuzugang Salif Sané genügend Abhilfe leisten kann, bleibt abzuwarten. Bekommt Hannover die enorme Gegentorflut in den Griff, können sie auch ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitreden. Wenn nicht bleibt der zehnte Tabellenplatz. 

11. Eintracht Frankfurt. Der Überraschungsaufsteiger der vergangenen Saison wird an     der Dreifachbelastung zu knabbern haben. Der Kader wurde breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison. Dennoch suchen die Verantwortlichen vor allem auf der Stürmerposition noch händeringend nach Verstärkung. Abstiegssorgen wird die SGE, trotz Umstellungsproblemen, keine haben. 

12. SV Werder Bremen. Quo vadis, Werder Bremen? In der ersten Saison nach Thomas Schaaf weiß keiner so recht, wo der SVW vor dieser Spielzeit steht. Die Diven Marko Arnautovic und Eljoro Elia müssen sich wieder in die Mannschaft integrieren und deren Vertrauen zurückgewinnen. Sturmspitze Nils Petersen braucht dringend Konkurrenz im Sturm. Auch wenn die Mannschaft von der Weser nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird: Für eine Platzierung über dem zehnten Tabellenplatz wird es nicht reichen. 

13. Hertha Berlin. Der souveräne Zweitliga-Meister wurde punktuell verstärkt. Auch die Eingespieltheit könnte ein großes Plus werden. Schaffen es die Leistungsträger, auch eine Etage höher ihre Spitzenform kontinuierlich abzurufen, ist auch eine höhere Platzierung drin. Für den Klassenerhalt reicht es allemal.

14. FSV Mainz 05.  FSV-Trainer Tuchel und Co leisteten in den vergangenen Bundesligajahren ansehnliche Arbeit. Den Abgang von Szalai und Ivanschitz können die 05er aber nicht gleichwertig kompensieren. Die Erfahrung und die große Verschworenheit der Truppe hält die Mainzer in der Liga.

15. 1. FC Nürnberg. Die Verpflichtungen von Daniel Ginczek und Josip Drmic können die Offensive des „Clubs“ beleben. Doch die Abgänge von Simons und Klose hinterlassen vor allem in der Hierarchie eine große Lücke. Der Gang in die Relegation kann gerade noch vermieden werden.

16. SC Freiburg. Never change a winning team. Doch die direkte Qualifikation für die Europa League ist für den Sportclub Fluch und Segen zugleich. Den Breisgauern wurden durch den Erfolg gleich fünf Stammspieler weggekauft. Ob die Neuzugänge diese ersetzen können, ist fraglich. Dieser Umbruch könnte am Ende zu groß sein. Ein schwerer Saisonstart – fast unvermeidlich. Der Gang in die Relegation ist das bittere Bonbon am Ende des Regenbogens.

17. FC Augsburg. Zwei Mal konnte sich der FCA dank einer starken Rückrunde sensationell in der Liga halten. Doch im dritten Jahr in Folge wird es für die sympathische Truppe um Trainer Markus Weinzierl für den Ligaverbleib nicht reichen. Zu begrenzt sind die Alternativen hinter Sturmspitze Sascha Mölders, zu niedrig die Qualität der Mannschaft.

18. Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger wird sich nach einem Jahr in der Bundesliga direkt wieder verabschieden. Die Mannschaft ist zwar ein eingeschworener wie eingespielter Haufen, doch die große Unerfahrenheit der Spieler bricht der Eintracht letztlich das Genick. Greuther Fürth lässt grüßen.

Vorschau: Am 21.08. erscheint der dritte Teil unserer Outdoor-Serie.

Mit Dirigent Ribéry zum Triple?

Frank Ribéry gab mit dem Megafon den Takt vor, FCB-Trainer Jupp Heynkes wagte immerhin ein kleines Tänzchen und der Brasilianer Dante rannte wie von der Tarantel gestochen mit einer Meisterschale aus Pappe über den Frankfurter Rasen.

Der FC Bayern München feierte frühzeitig die Deutsche Meisterschaft. Bereits nach 14 Spieltagen waren sie Herbstmeister, genau 14 Spieltage später setzten sich die Bayern die Krone auf – so früh, wie noch kein anderer Verein in der 50-jährigen Bundesligageschichte. Die Erleichterung war den Verantwortlichen deutlich anzusehen. Zwar war der Titelgewinn in dieser Saison nur eine Frage nach dem genauen Spieltag, doch der Gewinn der Schale stand für viel mehr, als die 23. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Der deutsche Rekordmeister hat sich nach zwei titellosen Jahren gegen seinen direkten Konkurrenten Borussia Dortmund durchgesetzt. So konnte sich auch FCB-Präsident Ulli Hoeneß einen Seitenhieb gegen den entthronten Meister nicht verkneifen: „Unsere Antwort war eindeutig. Damit muss Dortmund leben“, sagte der Bayern-Boss.

Jeder, der die Verantwortlichen rund um Hoeneß kennt weiß aber, dass die Meisterschaft erst der Anfang gewesen sein soll. Die Münchner verfolgen in dieser Spielzeit nur ein Saisonziel: Das Triple. Die drei zweiten Plätze aus der vergangenen Saison steckte bei den Bayern noch lange in den Köpfen. Gleichzeitig nutzte der FCB diese Rückschläge aber auch, um aus ihnen die richtigen Schlüsse und eine riesige Motivation zu ziehen. Mit einem in der Breite klar verbesserten Kader – rückblickend zeigt der 40 Millionen Euro-Transfer von Javier Martinez, wie nervös man eigentlich vor der Punkterunde an der Säbener Straße war – steuert die Mannschaft Richtung Triple. „Wir haben erst die erste Etappe erfolgreich abgeschlossen. Jetzt wollen wir unsere Arbeit zu Ende bringen. Ich traue der Mannschaft alles zu“, unterstrich Heynkes den Anspruch und das Selbstverständnis der Münchner.

Kein Wunder also, dass die Feierlichkeiten am vergangenen Samstag recht überschaubar ausfielen. „Mittwoch ist zu wichtig“, gab Ribéry zu Protokoll und spielte damit auf das heutige Champions League Viertelfinalrückspiel bei Juventus Turin an. Heute Turin, nächste Woche DFB-Pokal Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg. Wochen der Wahrheit, in denen der Grundstein für das Triple und das Vergessen für die Champions League-Finalniederlage gegen den FC Chelsea gelegt werden kann.

Um den Kopf für diese richtungweisenden Wochen frei zu bekommen, gab Heynkes seinen Schützlingen einen Tag frei. Die Superstars Ribéry und Arjen Robben dachten erst gar nicht ans Ausruhen und absolvierten eine kurze Sprinteinheit. Dante erklärt das wie folgt: „Es gibt keinen Spieler, der jetzt schon zufrieden ist.“

Der Fokus auf den Erfolg ist beim FC Bayern München ungebrochen. Sollte die Mannschaft es schaffen in den entscheidenden Momenten bis an ihre Leistungsgrenze zu gehen, ist ihr durchaus der Gewinn aller drei Titel zu zutrauen. Und wer weiß, vielleicht gibt Dirigent Frank Ribéry am Samstag, dem 25. Mai, auf dem Rasen des Wembley-Stadion, dem Ort des diesjährigen Champions League-Finale, wieder den Takt nach einem Titelgewinn vor…

Vorschau: Nächste Woche erscheint ein Artikel über die Faszination des Triathlon auf Englisch.

Enger Kampf ums Halbfinalticket

Heute erwartet Fußballdeutschland ein echter Pokalhochgenuss! Wenn um 20:30 Uhr der FC Bayern München den deutschen Meister Borussia Dortmund in der heimischen Allianz Arena empfängt, werden Millionen von Fußballbegeisterten vor den Fernsehgeräten platz nehmen. Das letztjährige DFB-Pokalfinale findet in dieser Saison bereits im Viertelfinale statt. Face2Face macht wenige Stunden vor dem Anpfiff eine Analyse, wer beim Kampf um das Halbfinalticket die Nase vorne hat.

Die Abwehr: Bayern München stellt mit gerade einmal acht Gegentoren den besten Defensivverbund Europas. Mit dem Brasilianer Dante bekamen die Münchner einen echten Stabilisator in die Mannschaft. Selbst den Ausfall von Nationalverteidiger Holger Badstuber konnte die Abwehrreihe problemlos kompensieren. Ein Gegentor gegen diese „Mauer“ zu schießen ist schwierig, bei einem engen Spielgeschehen fast unmöglich.

Die Dortmunder haben im Gegensatz zur vergangenen Saison etwas Probleme in der Defensive. 23 Spieltagen stehen 27 Gegentore gegenüber. Zum Vergleich: Nach den gesamten 34 Spieltagen der vergangen Saison musste der BVB nur 25 Gegentore hinnehmen. Dennoch stellt die Borussia mit Marcel Schmelzer, Mats Hummels, Neven Subotic und Lukas Piszeck viel Qualität und die drittbeste Abwehrreihe der Bundesliga auf den Platz.
Vorteil: Bayern München

Das Mittelfeld: Beim FCB drängen sich mit Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos, Frank Ribéry und Arjen Robben nur so die Superstars im Mittelfeld. Klar, dass es da auch mal zu unzufriedenen Gesichtern kommt. Zuletzt beim Holländer Robben zu sehen, der sich über sein andauerndes Reservistendasein beschwerte. Beim Pokalknaller wird der Flügelflitzer aber wieder von Beginn an auf dem Platz stehen. Er ersetzt den gesperrten Ribéry.

Beim deutschen Meister muss sich das Traumduo Mario Götze/Marco Reus sicher nicht vor der bayrischen Flügelzange Ribéry/Robben verstecken. Auch der Pole Jakub Blaszczykowski hat schon mehrmals bewiesen, dass er das Zünglein an der Wage sein kann. Mit Ilkay Gündogan, Sebastian Kehl, Sven Bender, Moritz Leitner und Rückkehrer Nuri Sahin besitz der BVB ein Überangebot an hochkarätigen Spielern auf der sogenannten Sechserposition, bei dem jeder, jeden nahezu gleichwertig ersetzen kann.
Vorteil: Unentschieden 

Der Sturm: Mario Gomez, Mario Mandzukic, Claudio Pizzaro – Namen, die das Herz eines Fußballbegeisterten höher schlagen lassen. Der FCB verfügt im Angriff über drei hervorragende Angreifer. Mandzukic führt zusammen mit dem Leverkusener Stefan Kießling die Torschützenliste an. Nationalspieler Gomez scheint ohnehin eine Torgarantie gepachtet zu haben und auch der Peruaner Pizarro ist immer für einen Treffer gut. Egal wer aus diesem Trio spielt: Bayern ist im Sturm immer Top besetzt.

Auch Dortmund hat mit Robert Lewandowski eine Granate im Angriff zu verzeichnen. Kein Wunder, dass sich schon seit Wochen hartnäckige Gerüchte um ein Münchner Werben für den Polen halten. Doch hinter dem Torjäger ist mit Julian Schieber nicht die gleiche Qualität vorhanden, wie beim FC Bayern. Glück für die Borussia, dass auch ein Götze oder Reus diese Position erfolgreich ausführen können.
Vorteil: Unentschieden

Die Bank: Die Münchener haben aus den vergangenen beiden Jahren, und vor allem aus dem Champions League-Finale, gelernt und in dieser Saison ihre Bank deutlich aufgebessert. Wer es sich leisten kann einen Spieler vom  Format eines Robben oder Gomez auf die Bank zu setzen, der hat alles, nur keine schwachen Alternativen. Auch die Reservisten im Mittelfeld oder der Abwehr hätten bei anderen Bundesligisten einen Stammplatz sicher.

Bis auf die starken Ersatzspieler im Mittelfeld, ist beim BVB ein Qualitätsabfall auf der Bank zu verzeichnen. Sollte etwa ein Außenverteidiger oder Lewandowksi mal ausfallen, steht kein gleichwertiger Ersatz parat und Trainer Jürgen Klopp wäre zum Experimentieren gezwungen.
Vorteil: Bayern München

Fazit: Von der Papierform her geht der FC Bayern München als Favorit in die Begegnung. Wer zu Hause spielt und die Liga mit 17 Punkten Vorsprung anführt, kann sich dagegen auch kaum erwehren. Allerdings ist die Borussia aus Dortmund der Angstgegner der Münchener. Dass die Schwarz-Gelben in der Allianz Arena bestehen können, haben sie in den letzten Auftritten dort eindrucksvoll bewiesen. Somit wird dieses Pokal-Viertelfinale eine ganz enge Kiste, bei der Nuancen den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer ausmachen können. Auch eine Entscheidung durch Elfmeterschießen ist durchaus zu erwarten.

Vorschau:  Nächste Woche erscheint ein Nachbericht über die nordische Ski-WM in Italien.

Bayern München und sonst nichts…?!

„Absolutes Gipfeltreffen“, „Duell der Giganten“, „Das Beste, was der deutsche Fußball zu bieten hat“. Das Fußball-Spitzenspiel zwischen dem Rekordmeister Bayern München und dem aktuellen Meister Borussia Dortmund wurde im medialen Vorfeld lang und inbrünstig angekündigt. Die Begegnung hat sich nach dem Gezeigten das Prädikat „gut“ verdient. Stark, wie der Bayern-Profi Toni Kroos die Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic wie Schuljungen aussehen ließ und aus gut sechzehn Meter eiskalt verwandelte. Bemerkenswert, wie der BVB-Youngstar Mario Götze den Ball – sträflich alleingelassen – in die Maschen drosch. Der Matchwinner war aber nicht einer der beiden Nationalspieler, sondern der überragend haltende Roman Weidenfeller. Der wohl beste Nicht-Nationaltorwart der Welt brachte die Bajuwaren mit Weltklasseparaden schier zur Verzweiflung.

Das war zwar alles schön anzuschauen, doch der gemeine Fußballfan war nach diesem „Duell der Giganten“ genauso schlau wie vorher. Der FC Bayern hat weiterhin elf Punkte Vorsprung auf die Borussia aus Dortmund und führt die Liga souverän an – wenn nicht sogar vor. 38 Punkte nach fünfzehn Spieltagen und ein Torverhältnis von 41:6-Toren sprechen für sich. Also nur der FC Bayern München und sonst nichts?!

Stellt sich nun Langeweile im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ein?! Noch nie war eine Mannschaft, wie die Bayern, so früh Herbstmeister. Aber auch noch nie war eine Spielrunde nach 15 Partien entschieden. Will heißen: Die Meisterschaft ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift.

Fakt ist, die Bayern sind – auch Dank den Dortmundern – breiter aufgestellt. Die Schmach aus den vergangenen zwei Jahren, in denen der BVB eine Siegesfeier nach der anderen zelebrierte und die Münchener titellos zuschauen mussten, wollten die Verantwortlichen des FCB nicht länger ertragen. Die gut gefüllte Geldschatulle wurde geöffnet und für 75 Millionen Euro Neuzugänge eingekauft. Die Bayern-Bank, die in der Vergangenheit etwas Schwächelte, ist wieder Randvoll mit Qualität gefüllt. Bitterste Pille für den Spitzenreiter ist momentan der Kreuzbandriss von Innenverteidiger Holger Badstuber. Sechs Monate Pause – mindestens. Gleichzeitig aber auch die Hoffnung der Konkurrenz, dass der FCB an dieser Pille in Zukunft noch etwas zu knabbern hat.

Hoffnungen, an die sich vor allem der Deutsche Meister verzweifelt klammert. Die Dortmunder waren bislang nur in der Champions League wirklich meisterlich. Dort führten sie aber niemand geringeren als Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam Phasenweise vor – Chapeau! Doch die Konstanz im Bundesligaalltag fehlt! Unentschieden gegen die Aufsteiger aus Düsseldorf und Frankfurt schmerzen und werden unter anderem am Ende die Punkte sein, die zur Titelverteidigung fehlen. Der Meister kratzt mit seinem Kräfteverschleiß am Limit.

Während Dortmund Stück für Stück etwas den Anschluss verloren hat, schlich sich quasi aus dem Nichts eine andere Mannschaft an die Bayern heran: Bayer Leverkusen. Die Mannschaft des Trainerduos Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski ist die Überraschungstruppe der Spitzenteams und liegt mit „nur“ acht Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz. Geschlossene Mannschaftsleistungen und ein effizientes Spielsystem sind der Schlüssel des momentanen Erfolges. Doch reicht dies, um dem FC Bayern noch in die Meisterschaftssuppe zu spucken?! Man wird sehen. Fußballromantiker vor!

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr mehr über die Liebesbeziehungen unter Sportlern und warum es eigentlich so viele davon gibt.

Die Zeit, in der Helden geboren werden

„Was für eine Gruppe!“, werden nicht wenige aufmerksame Fußballfans bei der Auslosung zur Champions League-Gruppenphase in Monte Carlo gedacht haben. Der deutsche Meister Borussia Dortmund bekam mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam echte Schwergewichte zugeteilt. Das ist hart!

BVB-Trainer Jürgen Klopp nahm die Nachricht von der Hammergruppe eher gelassen hin: „Wir haben nicht das Gefühl, mit ihnen konkurrieren zu müssen im Sinne, wer ist schöner, wer ist größer, wer ist teurer? Sondern wir wollen an diesem Tag ihr unangenehmster Gegner sein.“

Geschäftführer Hans-Joachim Watzke gab sich euphorisch: „In einer solchen Gruppe werden Helden geboren.“ Vor allem die Fans in gelb-schwarz hoffen, dass diese Worte auch wirklich wahr werden. Nachdem die Westfalen vor einem Jahr als Gruppenschlusslicht sang- und klanglos ausgeschieden sind, wird es nun Zeit für den Doublegewinner nicht nur in der Liga, sondern auch international auf sich aufmerksam zu machen.

Beim Revier-Nachbar Schalke 04 kommt es zum Wiedersehen mit „Prinz Poldi“. Die „Knappen“ bekommen es mit dem FC Arsenal London, dem Klub der deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski, sowie dem grieschichen Meister Olympiakos Piräus zu  tu. Außerdem wurde den Königsblauen noch Frankreichs Überraschungsmeister SC Montpellier zugelost.

Schalke-Trainer Huub Stevens sah in der Auslosung gute Chancen auf ein Weiterkommen: „In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den grieschichen Meister. Dazu kommt Arsenal, eine absolute Topmannschaft, gegen die wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben.“

Der FC Bayern München, der in Lostopf eins gesetzt war, bekam die vergleichsweise leichteste Gruppe zugelost. Mit Gegner wie dem FC Valencia, gegen den der FCB das Champions League-Finale 2001 gewonnen hatte, dem OSC Lille, so wie BATE Borissow aus Weißrussland, sollte das Erreichen des Achtelfinales reine Formsache sein.

Die Bayern-Verantwortlichen sehen das ähnlich. „Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde und zwar als Erster“, bezog der neue starke Mann der Münchner, Matthias Sammer, klar Stellung.

Doch egal ob Hammergruppe oder machbare Arbeitssiege – fest steht, dass für alle deutschen Vertreter Fußball-Festtage und Millionen-Einnahmen vor der Tür stehen. Jeder Teilnehmer hat bereits das erhöhte Startgeld von 8,6 Millionen Euro (Vorjahr: 7,2 Mio.) sicher. Dazu kommen die Leistungsprämien: 500 000 Euro (Vorjahr 400 000) für ein Unentschieden und eine Millionen Euro (Vorjahr 800 000) für einen Sieg. Die Zeit der Helden kann beginnen. 

Quelle O-Töne: Sport1 

Vorschau:  Nächste Woche erscheint ein Artikel zum WM-Start der Freiwasserschwimmer/innen.