(Vegane) Ernährung in der Schwangerschaft — was meinen die Experten?

Ich ernähre mich selbst seit ca. zwei Jahren vegan. Vorher habe ich ungefährer vier Jahre vegetarisch gelebt. Häufig wird mir die Frage gestellt, wie ich denn später meine Kinder ernähren möchte. Obwohl der Kinderwunsch bei meinen zarten einundzwanzig Jahren noch wenig präsent ist, hat mich diese Frage zum Nachdenken angeregt. Eng damit zusammen hängt natürlich auch die Frage, wie eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft aussieht.

Die unterschiedlichsten Ernährungs-Mythen

Passend zu unserem Monatsthema „Ernährung in der Schwangerschaft“ habe ich zwei Ärzte interviewt und wollte von ihnen wissen, wie sie zu einer veganen Lebensweise bei werdenden Mütter stehen.
Bei der „richtigen“ Ernährungsweise gehen die Meinungen ja stark auseinander. Manche Ärzte oder Ernährungsexperten befürworten eine omnivore (omnis „alles“), andere eine vegetarische und wieder andere eine vegane Ernährung. Andere Experten schwören auf Rohkost oder Low Carb.

Der vegane Lebensstil


Menschen, die sich vegan ernähren, meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Dazu gehören Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Honig. Diese Lebensweise hat häufig ethische Gründe, kann aber auch durch den Umweltfaktor oder die eigene Gesundheit geprägt sein. Zwei Experten legen im Folgenden ihr Ideal einer ausgewogenen Ernährungsweise dar und verdeutlichen dies vor allem im Hinblick auf eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft.

Die traditionelle chinesische Medizin und die 5-Elemente-Ernährung


Dr. Henryk Kuhlemanns Fachgebiet ist die traditionelle chinesische Medizin, kurz TCM. Er bildet seit zwanzig Jahren Ärzte aus und ist nebenbei auch in der Hebammenausbildung für Akupunktur / TCM tätig. In seiner Arbeit nimmt die Ernährungsberatung einen hohen Stellenwert ein.


Ein Schwerpunkt der TCM ist die 5-Elemente-Ernährung. Dabei wird die Lebensenergie, also das Qi, durch die Nahrung gewonnen. Die chinesische Medizin bezeichnet das Verdauungssystem als Milz, wobei auch der Magen und die Bauchspeicheldrüse dazugehören. Aufgabe der Milz ist es, die Energie aus der Nahrung aufzunehmen und umzuwandeln.

Das Yin und Yang der Lebensmittel

Eines der wesentlichen Konzepte neben dem Qi ist das von Yin und Yang, welches in der TCM eine entscheidende Rolle spielt. Yin steht hierbei für Kälte, Nacht und Ruhe, wohingegen Yang Hitze, Sonne, Aktivität und Bewegung beinhaltet. Die Lebensmittel werden in energetisch wärmende und energetisch kühlende Nahrungsmittel eingeteilt und sollten an die Jahreszeit, aber vor allem auch an die eigenen Konstitution angepasst werden. 

Hinzu kommen die fünf Geschmäcker süß, scharf, salzig, sauer und bitter, in die die Lebensmittel eingeteilt werden. Unter süße Nahrungsmittel fallen beispielsweise Reis Kartoffeln, Rind und Ananas. Als bittere Lebensmittel werden unter anderem Spargel, Basilikum, Kaffee und Kakao verstanden. Diese fünf Geschmäcker werden zudem mit ihrer unterstützenden Wirkung jeweils einem Organsystem innerhalb der 5 Elemente zugeteilt. So beeinflusst der saure Geschmack die Leber und Gallenblase, die Schärfe die Lunge und den Dickdarm und stärkt zudem das Immunsystem.


Die TCM bevorzugt keine explizite Ernährungsweise, wie eine vegetarische oder vegane Ernährung. Wichtig ist, dass Menschen, die häufig frieren, energetisch warme Speisen zu sich nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Ingwer, Fenchel, aber auch Hühnerfleisch. Und umgekehrt sollten Menschen, denen ständig warm ist, eher zu kühlenden Lebensmitteln greifen, angepasst an die aktuelle Jahreszeit. Kalte Nahrungsmittel sind beispielsweise Rohkost, Milchprodukte sowie Schweinefleisch.

Ernährung — eine individuelle Betrachtungsweise

Laut Kuhlemann kann eine effektive Ernährungsweise nicht allgemein betrachtet werden, „wie es die westliche Medizin häufig tut und alle Menschen über einen Kamm schert“. Hier leben viele Menschen, nach Auffassung des Arztes, zu sehr die Yang-Seite aus, wobei Yin häufig viel zu kurz kommt. Bei jedem Menschen müssen die Umstände individuell betrachtet und die Bedürfnisse dementsprechend angepasst werden.

Allgemein rät der Arzt schwangeren Frauen von Gluten, zu viel Zucker und Lactose ab und empfiehlt hingegen Getreide wie Hirse, Quinoa oder Amaranth. Zudem sollten Gemüse in gekochter Form, Trockenfrüchte und Nüsse auf dem Speiseplan stehen. Dazu nur eine geringe Menge an Fleisch und Fisch, wenn es sich um keine vegetarische oder vegane Ernährung handelt. Rohkost sieht der Experte eher als schwierig an.

Eine vegane Ernährung, sei es allgemein oder eben während der Schwangerschaft, befürwortet Kuhlemann generell nicht, da diese „zu einseitig und vor allem zu Yin-lastig“ sei. Der Arzt betont die Abhängigkeit vom Konstitutionstyp. Denn ein hitzeanfälliger Mensch habe nicht die gleichen Bedürfnisse wie ein lethargischer, schnell frierender Typ. Zudem ist die Stärkung der Milz, also des Verdauungssystems, und damit verbunden eine positive Umwandlung der aufgenommenen Energie, für ihn grundlegend für eine gesunde Lebensweise.

(Vegane) Ernährung in der Schwangerschaft — was meinen die Experten?
Was meinen die Experten zu einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft? (Bild:Bokskapet, pixabay.com)

Vegane Ernährung unter ärztlicher Begleitung

Dr. med. Brigitte Karner vom Zentrum für ganzheitliche Medizin Freiburg ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilärztin und Ernährungsmedizinerin.
Ihre Doktorarbeit hat sie über vegetarische Ernährungsformen im Vergleich geschrieben und dabei insbesondere die Frage nach Eiweiß, Vitamin B12 und Eisenmangel bei veganer Ernährung untersucht. Zudem begleitet die Ernährungsmedizinerin viele Vegetarier und hat gemeinsam mit drei anderen Autorinnen ein Buch geschrieben, in dem ein ganzes Kapitel der Ernährung in der Schwangerschaft gewidmet ist („Der Keto Kompass“).


Eine vegane Ernährung während der Schwangerschaft hält die Expertin für problematisch. Wichtig sei, dass regelmäßige Laborkontrollen erfolgen und die Schwangerschaft durch einen in der Ernährungsmedizin erfahrenen Arzt begleitet wird. Ihrer Ansicht nach können erhebliche Mangelerscheinungen bei dieser Art der Ernährung auftreten. Insbesondere durch einen Mangel an Eiweiß, Eisen und Vitamin B12. Dies sei heutzutage vielen Veganern bekannt, doch was nur wenige wüssten, sei die meist unzureichende Zufuhr an Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Selen und Kalzium. Danach sollte gezielt geschaut werden. Zudem ernähren sich Veganer laut der Ärztin oft zu kohlenhydratreich und nehmen hingegen zu wenig hochwertige Fettsäuren zu sich. Insbesondere in der Schwangerschaft würden dadurch die für die gesunde Gehirnentwicklung des Fötus notwendige Ketonkörper fehlen und es könne durch die zu hohe Kohlenhydratzufuhr leicht zu Blutzuckerschwankungen kommen. Zudem sollten die werdenden Mütter auf „Analog-Lebensmittel“, also auf Ersatzprodukte für Fleisch, Wurst und Milchprodukte, verzichten, „da diese häufig sehr große Mengen an Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Konservierungsstoffen, Aromen und Farbstoffen enthalten“, so Karner. Stattdessen sollten Veganer alternative Käsesorten wählen, die durch Fermentation und Reifung produziert werden, zum Beispiel aus Cashews ohne Hilfs- und Geschmacksstoffe. Die Expertin erklärt, dass unsere genetische Ausstattung nicht an die Chemie in Nahrungsmitteln gewohnt sei und es deshalb zu Störungen der Immunregulation und des Mikrobioms des Darms kommen könnte. 

Power-Pflanzen: Algen und Avocados


Karner empfiehlt schwangeren Frauen, die sich vegan ernähren, die Menge an grünem Gemüse zu erhöhen. Um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren auszugleichen, reiche die Quelle aus Leinöl definitiv nicht aus, daher seien Supplemente mit Braunalgen, welche ein enormes Potenzial haben und viele bedeutende Mikronährstoffe beinhalten, geeignet. „Diese gibt es speziell für Veganer“. Die Ärztin legt besonderen Wert auf die ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft, da diese wie schon beschrieben maßgeblich an der Gehirnreife des ungeborenen Kindes beteiligt seien. Der höhere Bedarf an Magnesium und anderen Mineralien in der Schwangerschaft könne hervorragend durch Samen und Saaten ausgeglichen werden. Insbesondere durch Kürbiskerne, welche einen hohen Eisengehalt aufweisen, und Sesam, das sehr kalzium- und magnesiumhaltig sei. „Gute Quellen für sekundäre Pflanzenstoffe sind Beeren, Kurkuma und Wildkräuter“, erklärt Karner. Eiweißkombinationen könnten aus Hülsenfrüchten und Getreide wie Quinoa und Amaranth gewonnen werden. Aber auch Soja, Hanf und Lupinenprotein sollten den Speiseplan ergänzen. Laut der Expertin gelten Avocados in der Schwangerschaft als Allrounder, nach dem Motto „One avocado a day keeps the doctor away.“

Nach Aussagen von Karner ist eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft prinzipiell möglich, jedoch betont die Ärztin, dass dies nach ihrer Empfehlung nur mit ärztlicher Begleitung durchgeführt werden sollte.

Kommentar der Autorin

Die Ansprechpartner für diesen Artikel habe ich durch Recherche im Internet gefunden. Wie bei all unseren Artikeln legen die darin befragten Personen ihre subjektive Meinung dar, die nicht zwingend von der Redaktion geteilt wird. Wir möchten, dass ihr euch selbst eine Meinung bildet. Im speziellen Fall empfehle ich daher weitere Meinungen von Experten einzuholen.  Was für euch und euer ungeborenes Kind die richtige Ernährung ist, entscheidet nur ihr. 

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 1

Eines der beliebten Heißgetränke mit etwa 3000 verschiedenen Sorten ist der Tee. Dieser stammt hauptsächlich von der Pflanze Camellia ab. Darüber hinaus werden die zahlreichen Teesorten auch von verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, wie z. B.: aus Blättern, Rinde, Knospen, Blüten, Wurzeln oder Stängeln. Auch Kräuter- und Früchteaufgüsse werden als Tee bezeichnet. Einige davon haben auch eine heilende Wirkung und werden je nachdem für verschiedene Zwecke angewendet. Diese stellen euch Face2Face im Folgenden vor:

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

1. Schwarztee:
Dieser Tee wird häufig bei leichtem Durchfall oder Magenbeschwerden angewandt, da er eine hemmende Wirkung auf verschiedene Durchfallerreger hat. Bei übermäßigem Genuss kann er allerdings auch Magenbeschwerden verursachen. Auch senkt der Schwarztee den Blutdruck, wirkt beruhigend auf die Nerven und fördert die Konzentration. Vor allem aber, wird ihm eine vorbeugende Wirkung gegen Karies und Knochenschwund zugesprochen, die sich auf den hohen Fluoridgehalt stützen. Allerdings kann Schwarztee die Eisenaufnahme behindern und zu Eisenmangel führen oder die bestehende Blutarmut verschlimmern.

2. Grüner Tee:
In Asien gilt der grüne Tee als Heilmittel, da er Herz-und Kreislaufprobleme sowie Krebs vorbeugt. Auch er soll Karies verhindern.

3. Kamillentee:
Das Allheilmittel bei Erkältungen und Entzündungen. Kamillentee ist gut für den Magen-Darmtrakt, da er diesen beruhigt. Außerdem wird er bei Erkältungen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen.

4. Weißer Tee:
Wer seinen Stoffwechsel anregen und der Hautalterung entgegenwirken möchte, sollte es mit dem weißen Tee versuchen. Schließlich wirkt er sich dabei positiv aus und ist zudem ein entzündungshemmender Tee, welcher zusätzlich das Immunsystem stärkt, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt.

5. Oolong Tee:
Dieser Tee wird gerne zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Vor allem aber senkt der Oolong Tee den Blutzuckerspiegel und schützt vor Bluthochdruck.

6. Rooibos Tee:
Als einer der gesündesten Tees gilt der Rotbuschtee (Rooibos Tee). Seine Wirkungen auf die Gesundheit reichen von entzündungshemmend, krampflösend bis hin zu blutdrucksenkend. Der Rotbuschtee ist gut bei Magen-Darmbeschwerden, Nervosität und Schlafproblemen.

7. Fencheltee:

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)


Wer häufig unter Husten leidet, der sollte öfters Fencheltee trinken. Dieser ist schleimlösend und hilft bei Erkältungen und Husten. Darüber hinaus beruhigt er den Magen und wer Fenchel-Anistee trinkt, leidet weniger häufig unter Blähungen.

In diesem Sinne wünscht die TIPPS&TRICKS Redaktion euch frohe und gesunde Osterfeiertage!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr wie man erfolgreich auf Schnäppchenjagd geht.

Auberginen-Tomaten-Stapel

In nahezu jedem großen russischen Familien- oder Festmahl werden die Auberginen-Tomaten-Stapel auf dem Tisch serviert. Hierbei handelt es sich um eine kalte Vorspeise, welche meistens mit dem Hauptgang gegessen wird.
Die Zubereitung ist einfach und schnell – doch das Ergebnis ist sehr delikat!

Zutaten:

  • 2 Auberginen
  • 3-4 mittelgroße Tomaten (entweder Strauch- oder Fleischtomaten)
  • 4-6 Esslöffel Mayonnaise (alternativ Miracel Wip)
  • 1-2 Knoblauchzehe/n
  • etwas Öl (z.B. Mazola-Öl)
  • Salz und Pfeffer

Materialien:

  • 1 Messer
  • 1 mittelgroße Pfanne
  • 1 Ess- und Teelöffel
  • 2 Teller (jeweils für die Auberginen und die Tomaten)
  • 1 kleine Schale
  • Knoblauchpresse
  • Küchenpapier oder Servietten

Zubereitung:

1. Zu Beginn werden die gewaschenen Auberginen in etwa 5-7 mm dicke Scheiben geschnitten. Nun werden sie in heißem Öl von beiden Seiten angebraten bis sie weich sind und eine hellbraune Farbe angenommen haben. Dabei sollte man darauf achten, dass die Scheiben nicht aufeinander liegen.
Die fertig gebratenen Auberginenscheiben salzen und auf ein Küchenpapier legen, damit sie nicht all zu fettig sind.

2. Anschließend die Tomaten ebenfalls in Scheiben schneiden und die Knoblauchzehen pressen.

3. Unter Beigabe von Salz und Pfeffer wird die Mayonnaise mit den gepressten Knoblauchzehen vermengt.

Türmchen: Die fertigen kleinen Auberginen-Tomaten-Stapel (Foto: Sharifi)

Türmchen: Die fertigen kleinen Auberginen-Tomaten-Stapel (Foto: Sharifi)

4. Nun beginnt das Stapeln: Auf einem Teller zuerst die Auberginenscheibe legen, dann mit einem Teelöffel Mayonnaise verteilen. Es folgt eine Scheibe Tomate, Mayonnaise und erneut eine Auberginenscheibe. Damit wäre ein kleines Türmchen fertig.

5. Je nach Vorliebe lässt sich dieses Auberginen-Tomaten-Türmchen weiter stapeln oder man macht viele kleine Türmchen, bis alle Zutaten verbraucht sind.

Tipp: Für einen noch appetitlicheren Verzehr empfiehlt es sich den kleinen Stapel mit Weiß- oder Fladenbrot zu genießen.

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um die guten Vorsätze für 2014!

Von Papst bis Ukraine – Politischer Jahresrückblick 2013

Nun ist es wieder einmal soweit: Das Jahr 2013 liegt beinahe hinter uns. Auf internationaler Ebene war es politisch geprägt von Umwälzungen und Revolutionen. Auf deutscher Ebene ging es eher weniger revolutionär zu: das politische Highlight dürfte wohl die Bundestagswahl gewesen sein, nach der mit einer Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel keine große Umwälzung stattfindet: lediglich der Koalitionspartner FDP wurde nach deren kläglichem Untergang durch die SPD ersetzt. Doch bleiben wir chronologisch im politischen Face2Face- Jahresrückblick 2013, in dem wir auf das zurückblicken möchten, was die Politik- und Wirtschaftsredaktion in diesem Jahr zum Schreiben veranlasst hat.

Im Februar verabschiedete sich der deutsche Papst Benedikt XVI aus dem Vatikan. Die Wahl seines argentinischen Nachfolgers Franziskus sorgte für einige Überraschungen, ist er doch der erste Papst aus Lateinamerika und gilt eher als modern und liberal, was viele konservative Positionen der katholischen Kirche angeht. Bis jetzt hat er der katholischen Kirche bereits zu einem etwas moderneren Ruf verholfen, was teils positiv, teils negativ aufgenommen wird.

In Deutschland ging derweil im Mai der Prozess gegen die dem rechtsradikalen NSU angehörende Beate Zschäpe und einige weitere Unterstützer los. Der Prozess wird auch in der internationalen Presse mit großem Interesse verfolgt und stellt somit eine große Herausforderung für die deutsche Gesellschaft dar: Wie soll mit Rechtsradikalismus, Rassismus und Nationalsozialismus im heutigen Deutschland umgegangen werden? Reichen symbolische Akte wie das Verfassen eines überparteilichen Bundestagsausschusses, der sich mit den Problemen befasst und wann müssen Taten folgen? Deutschland wird an diesen Problemen noch eine Weile zu knabbern haben.

Ende Mai begannen die Proteste in der Türkei um das Bauprojekt im Gezi-Park, das Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan durchsetzen wollte. Was mit einer friedlichen Parkbesetzung begann, endete in einem monatelangen Kampf zwischen Demonstranten und Polizei, der sich schnell auch auf andere Städte übertrug und in dem es bald um mehr ging als um die Rettung des Parks: nämlich um die in vielen Bereichen fehlenden Grundrechte in der Türkei. Auch nun zum Jahresende hin gehen in der Türkei wieder Menschen auf die Straße. Diesmal geht es um einen der größten Korruptionsskandale in der türkischen Geschichte, der erneut das Vertrauen der Bevölkerung zur Regierung auf die Probe stellt.

Eine der größten humanitären Katastrophen hat sich dieses Jahr in Syrien zugetragen. Bei dem dort herrschenden Bürgerkrieg mussten bis jetzt schon zehntausende Menschen ihr Leben lassen. Auch international sind die Zustände in Syrien ein enorm wichtiges Thema gewesen. Wann ist eine internationale Gemeinschaft berechtig einzugreifen und wann stellt dies einen Eingriff in die Souveränität eines anderen Staates dar? Wann und wie ist ein Eingriff sinnvoll und wann richtet er nur mehr Schaden an als dass er Gutes tut? Kurz vor einem militärischen Eingreifen ließ sich Syrien darauf ein, alle chemischen Waffen unter internationaler Kontrolle zu zerstören. Dies stellt sich als ein sehr langwieriges Verfahren dar.

Auch die Europäische Union hat sich in diesem Herbst nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Mindestens 366 Tote gab es bei einem Bootsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa, auf dem sich Flüchtlinge befanden. Der mediale Aufschrei war groß, die umstrittenen Dublin-II-Regelung und die ebenso umstrittene europäische Grenzzschutzagentur FRONTEX standen in der Kritik und es passierte – nichts. Wenn die EU den Tod etlicher Flüchtlinge in Kauf nimmt stellt sich die Frage, warum sie den Friedensnobelpreis verliehen bekommen hat.

Große Wellen schlug dieses Jahr auch der NSA-Abhörskandal, der von Whistleblower  (zu Deutsch: Skandalaufdecker) Edward Snowden enthüllt wurde. In Deutschland wurde der große Bruder Amerika zunächst in Schutz genommen bis herauskam, dass selbst das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört wurde. Das hierauf folgende Entsetzen wurde als heuchlerisch wahrgenommen – schien sich die Kanzlerin doch erst wirklich um die Affäre zu kümmern, als sie selbst persönlich betroffen war.

Als Abschluss seien die Proteste in der Ukraine genannt, Tausende Ukrainer gehen auf die Straße, seit Ministerpräsident Wiktor Janukowytsch die Abkehr von der EU und die gleichzeitige Annäherung an Russland verkündet hatte. Auch bei eisiger Kälte harren die Menschen in Kiew aus, um ihren Unmut zu äußern.

Keines der in diesem Jahr angesprochenen Ereignisse scheint beendet zu sein, es geht weiter im nächsten Jahr, in einer Welt, in der die Zeit nie still steht. Auch wenn es häufig keine erfreulichen Nachrichten sind, über die wir berichten, freuen wir uns darauf, euch nächstes Jahr weiter auf dem Laufenden zu halten! Die Politik- und Wirtschaftsredaktion bedankt sich und wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Modische Geschenkideen für die Herzensdame – ein paar Anregungen für den Herrn

Die Adventszeit ist mittlerweile auch im Kalenderjahr 2013 angebrochen und lockt uns wieder aus dem Hinterstübchen in die Städte, um sich wieder auf Weihnachtsmärkten an Glühwein und dem Duft von Zimtwaffeln zu erfreuen. Doch abseits dieser Idylle schlagen sich für das passende Geschenk zum Fest der Liebe eine Menge Menschen, ob Männlein oder Weiblein alle Jahre wieder durch die Einkaufspassagen. Damit die Suche in diesem Jahr und vielleicht für alle Zeit schnell ein Ende hat, gibt es in den nächsten zwei Wochen Anregungen für die Damen wie auch für die Herren zum passenden Present. Weil wir Männer von Natur aus meistens bis zum letzten Tag warten, gibt es diese Woche die Geschenktipps für die Herren.

Bevor es allerdings mit konkreten Anregungen losgeht, soll noch auf eine essentielle Thematik hingewiesen werden. Denn am einfachsten wird es derjenige haben, der schon genau weiß, was sich seine Herzensdame wünscht. Wie man das herausfindet, ist gar nicht so schwer: Dazu gehören einfache Dinge wie Zuhören, das eher wiederwillige Begleiten beim Einkaufsbummel oder ein Blick in die Lieblingszeitschrift der Angetrauten. Wer weiß, wie es geht, kann nur bestätigen, dass die nötigen Informationen nur so um einen herumschwirren. Sollte dieses Rezept jedoch nicht zum Erfolg führen, können wir dennoch mit Sicherheit mit folgenden Anregungen Abhilfe schaffen.

Ein Geschenkeklassiker - die Handtasche. (Bild: Zara)

Ein Geschenkeklassiker – die Handtasche. (Bild: Zara)

Gerade im Accessoires-Bereich lassen sich Unmengen an potentiellen Einfällen finden. Evergreens bilden in dieser Abteilung Handtasche und Geldbeutel. Bei der enormen Auswahl sowie den völlig unterschiedlichen Preiskategorien ist es aber sehr schwierig, ein bestimmtes Modell hervorzuheben. Wer sich hingegen für ein klassisches Modell von Chanel, Louis Vuitton oder anderen Traditionsmarken entscheidet und dabei beim Blick auf das Preisschild eine andere Farbe annimmt, dem seien an dieser Stelle zwei interessante Alternativen empfohlen. Vintageshops erfreuen sich derzeit bei Frauen sehr großer Beliebtheit, weil dort oft Designerstücke zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Hier besteht also die Chance für einen Bruchteil des Preises seiner Liebsten das Wunschobjekt der Begierde in begehrter Retrofassung zu ergattern. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich durch die klassischen Designs inspirieren zu lassen und eine womöglich sogar schönere Alternative einer weitaus günstigeren Marke zu erstehen.

Weitere Möglichkeiten wären tragbare Accessoires, wie zum Beispiel einem hochwertigen Schal gepaart mit Handschuhen und Mütze. Hier ist es allerdings wichtig, die modischen Vorlieben seiner Partnerin zu kennen. Dies bezieht sich nicht auf Farben und Muster, sondern auch auf das Material des ausgesuchten Geschenks wie Baumwolle, Strick oder Kaschmir.

Natürlich dürfen auf einem potentiellen Einkaufszettel Schmuckstücke nicht fehlen. Leider bedarf es aber auch hier der nötigen Erfahrung, denn im Inneren eines Juweliers ist die glitzernde Auswahl im Überfluss zu finden. Wer sich hierbei beraten lässt, macht keinen Fehler, denn letztendlich ist schöner Schmuck die Allzweckwaffe gegen frustrierte Blicke am Weihnachtsabend. Eine weitere Option kann übrigens eine schicke Uhr sein, weil sie als Schmuckstück noch einen Funktionalitätsfaktor innehat.

Abseits der modischen Artikel lässt sich die Frau von heute auch gerne mit Parfüm- und Beautyartikeln beglücken. Ein sehr interessantes Produkt ist die sogenannte „Glossybox“: Dieses Paket wird individuell auf den Kunden zugeschnitten und besteht aus verschiedenen Elementen aus dem Beauty- und Duftbereich. Richtig ausgefallen wird diese Geschenkidee durch das Abo, das man abschließen muss. Denn die persönliche Glossybox wird einem Kunden entweder jeden Monat, in Quartalsabständen- oder auch halbjährlich zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis nach Hause geschickt. Die regelmäßige, zeitaufwendige Auffrischung von Kosmetikprodukten ist dann automatisch passè.

Apropos Zeit – wer bis dato immer noch keinen entscheidenden Impuls hatte, der kann auch mit einer schönen Reise in ein Shoppingparadies inkl. Shoppinggutschein wahre Emotionsstürme auslösen. Keine Frau der Welt würde dieses Geschenk dankend ablehnen.

Zum Schluss kommt das nun meiner Meinung nach schönste Geschenk, welches indirekt auch ein kleines Geschenk an sich selbst ist – Dessous. Und warum? Weil es für mehr noch steht als uns Männern immer vorgeworfen wird. Alleine der uns fast peinlich erscheinende Akt des Aussuchens macht uns deutlich, dass wir an Heiligabend hier ein Geschenk in den Händen halten, welches aus tiefstem Herzen kommt. Es ist die Wertschätzung, aber auch die Huldigung einer Person, deren Liebe und Anwesenheit uns mit mehr Glück erfüllt als alles andere auf der Welt – so intim spricht kein anderes Geschenk für unser Empfinden.

Vorschau: Nächste Woche erfahren die Damen ihre Geschenktipps zum Weihnachtsfest.

 

Wo, was und wie? – Fragen, die sich Einwanderer stellen

Nahezu jedes Ein- oder Auswandern folgt ausschlaggebenden beruflichen oder persönlichen Gründen. Sei es die Chance auf eine vielversprechende Karriere oder die persönliche Entfaltung und Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Jedoch kommen bei diesem entscheidenden Schritt einige wichtige Fragen auf: Wo muss ich als erstes hin? Was muss ich dabei beachten und wie lange wird es dauern? Face2Face berichtet über die persönlichen Erfahrungen einer erst kürzlich zugewanderten jungen Frau:

Den Entschluss Auszuwandern fasst auch die 21-Jährige Slowakin Stanka (Stanislava) Leštinská. In ihrer Heimat habe sie „Angewandte Ethik und Deutsche Sprache und Literatur“ studiert. Allerdings sei ihr das Lernen der deutschen Sprache schwer gefallen, weswegen sie vor etwas mehr als einem Jahr beschlossen habe die Slowakei zu verlassen. „Ich wollte Geld verdienen und meine deutsche Sprache verbessern.“ Da ihr Heimatland ein Mitglied der EU ist, musste sie nicht viele Vorkehrungen treffen. Als Erstes sei sie zu ihrer Krankenkasse gegangen, um sich eine Auslandsversicherung machen zu lassen. Dort habe sie ein Zertifikat erhalten, das sie für drei Monate in Deutschland versicherte. Nach Ablauf des Quartals habe die 21-Jährige eine neue Versicherungskarte bekommen. Das Einwandern erfolgte ohne Probleme, berichtete Stanka – die sich gleich nach der Ankunft in der kleinen Ortschaft Brensbach registrierte. Nach nur zwei Wochen Aufenthalt fand Stanka bereits Arbeit: „Ich war einmal einkaufen im REWE und da stand, dass sie in der Bäckerei eine Aushilfe suchen. Ich habe meine Bewerbung da gelassen und gleich war ich in Probe und dann haben sie mich genommen. Allerdings habe sie ein Dokument vom Gesundheitsamt benötigt, damit sie die Genehmigung hatte mit Lebensmitteln zu arbeiten.

Glücklich: Stanislava Leštinská ist über ihre Entscheidung nach Deutschland auszuwandern sehr zufrieden. (Foto: privat)

Glücklich: Stanka ist über ihre Entscheidung nach Deutschland ausgewandert zu sein sehr zufrieden. (Foto: Stanislava Leštinská)

Darüber hinaus habe sich Stanka bei der Ausländerbehörde angemeldet und ihren Arbeitsvertrag abgegeben. „Jetzt muss ich alle drei Monate bei der Ausländerbehörde meine Arbeitsbescheinigung schicken.“, was die 21-Jährige ziemlich lästig findet.
Die jetzige Bäckereiverkäuferin sei sowohl mit ihrer Entscheidung als auch mit ihrer Arbeit zufrieden. „Ich bin sehr froh, dass ich so eine nette Arbeitsumgebung habe. Meine Kolleginnen sind ganz nett und mein Chef auch.“ Demnach gibt es aus ihrer Sicht keine nötigen Veränderungen die Deutschland bezüglich Einwanderer treffen müsse. „Deutschland gefällt mir sehr! Die Natur ist hier auch sehr schön. Letztes Wochenende hatte ich die Möglichkeit ein wenig von Bayern zu sehen und da ist es auch sehr schön.“
Das Land würde viele Arbeitsmöglichkeiten bieten und es gebe nette Menschen. Aus diesem Grund wolle auch ihr Bruder diese Chance nutzen. Ihre Familie habe bezüglich ihrer Entscheidung keine Einwände – lediglich die Mutter sei traurig, dass sie ihre Tochter selten sehe. Vor allem weist die 21-Jährige Slowakin anderen Einwanderern darauf hin, dass sie die deutsche Sprache unbedingt können müssen, „weil ohne Sprache sind sie hier verloren.“ Es würde ihrer Meinung nach ausreichen, wenn sie auch nur ein wenig Deutsch reden können. Auf die Frage hin, welche Zukunftspläne sie hat, antwortete Stanka wie folgt: „Ich hatte andere Zukunftspläne, ich wollte normalerweise wieder zurück in die Slowakei fahren und weiter studieren. Vor vier Monaten habe ich aber einen Mann getroffen und jetzt sind wir glücklich zusammen und frisch verlobt.“ Zudem sei Stanka vor drei Monaten nach Höchst gezogen.

Vorschau: Da wir uns bald in der vierten Jahreszeit befinden, folgt hier nächste Woche ein Rezepttipp, wie man Berliner selbst macht.

Tipps für Wochenendtrips

Von links: Tugay Aksoy, Dragomir Ilic, Katharina Kiefer, Karoline Wilms und Jens Hennig (Fotos: privat)

Von links: Tugay Aksoy, Dragomir Ilic, Katharina Kiefer, Karoline Wilms und Jens Hennig (Fotos: privat)

Spaß, Erholung und Abwechslung – so in etwa lautet die Definition für das Wochenende. Allerdings verlieren regelmäßige Aktivitäten irgendwann ihren Reiz und die Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende ist getrübt. Aus diesem Grund ziehen viele einen kurzen Ausflug in die Natur oder den Besuch eines Festivals als Alltagsausgleich vor – ganz nach dem Motto „Raus in die Welt“. In einer Umfrage von Face2Face teilen uns drei junge Männer und zwei Frauen ihre Tipps für einen gelungenen Wochenendtrip mit.

Für den 24-Jährigen Biologiestudenten Tugay Aksoy besteht ein Wochenendtrip entweder aus einer größeren Tagestour oder aus einem Kurzurlaub von Freitag bis Sonntag. Die Freizeitbeschäftigung hängt für ihn von Zeit und Geld ab. Bei einem Kurzurlaub nach Straßburg etwa würde Tugay seine Freunde früh informieren, da viele von ihnen eine Planung vorziehen. Dagegen macht er spontane Dinge alleine. „Da kann ich dann auch mal ein paar absurde Dinge tun. Das sieht dann meist so aus, dass ich mein Rad sattle und schaue wohin es mich verschlägt.“ Diese Aktivität kann sich dann auch über das ganze Wochenende erstrecken, weshalb er oft einen Schlafsack mitnimmt. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Ausfluges ist für ihn Spaß. Vor allem aber hat der 24-Jährige keine besonderen Erwartungen, weswegen ihm missglückte Wochenendtrips bisher erspart geblieben sind.
Stets mit dabei hat der Biologiestudent Taschengeld, Handy, Kulturbeutel, Kleidung und wichtige Papiere wie den Ausweis.
Sein Tipp: Wer sich mit Wochenendtrips weniger auskennt, soll diese lieber planen oder sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen. Außerdem sind für ihn Großstädte, Musikfestivals, eine Gebirgswanderung oder Barcelona gute Ziele für kurze Trips. Tugay selbst sieht Japan als größtes Ziel an, welches er gerne mit seinem Fahrrad bereisen würde.

Dagegen hat der Jurastudent Dragomir Ilic eine Faustregel: „Mehr Feldwege als Asphalt, dann ist man auf der richtigen Bahn!“ Unter einem Wochenendtrip versteht er keineswegs das bloße Rumhängen mit Freunden in Kneipen, zu Hause oder am Rhein. Der 21-Jährige ist ein Gesellschaftsmensch und ähnlich wie Tugay sowohl spontan als auch planend. Jedoch spricht sich Dragomir bei einem aufwendigeren Trip deutlich für die Planung aus. Häufig und gerne campt er an Weihern und Seen oder verbringt dort einige Stunden. Dabei sollte Essen, Musik und Alkohol nicht fehlen. Für den Ausflug nimmt der 21-Jährige in der Regel ein Zelt, Schlafsack, Verpflegung, eine Taschenlampe und wichtige Utensilien wie Besteck mit. Besonders praktisch findet er ein solarbetriebenes Akkuladegerät, um Handy und mp3-Player aufzuladen.
Als absolute No-Go’s sieht der Student die Beschmutzung der Örtlichkeiten oder das Belästigen von anderen Menschen. Dragomir rät vor allem sich vor dem Trip ins Grüne zu erkundigen, ob es sich dabei nicht um ein Naturschutzgebiet handle und ein Aufenthalt erlaubt sei. Zudem nicht beim Gepäck sparen.
Mögliche Freizeitaktivitäten sind für ihn das Wandern im Pfälzer Wald oder Campen in der Drachenhöhle. Insbesondere sollte man seiner Meinung nach offen für Vorschläge sein, um Langeweile zu vermeiden. Er selbst würde gerne in die Polargegenden reisen oder Fallschirm springen.
Zum Thema erfolgreicher Wochenendtrip äußert sich der Jurastudent wie folgt: „Ein gelungener Wochenendtrip sollte mit einem wehmütigen Lächeln und dem Wunsch nach Wiederholung beendet werden und es sollte einem zuerst gute Erinnerungen beim Gedanken an diese Tage in den Kopf schießen.“

„Ausflüge in ferner gelegene Ort mit dem Auto bei denen man über Nacht bleibt und die das ganze Wochenende füllen“, so beschreibt Katharina Kiefer ihren persönlichen Wochenendtrip. Ein ungefährer Plan über den zeitlichen und organisatorischen Ablauf des Ausfluges beruhigt die 21-Jährige Studentin. Dementsprechend ist der Trip dann erfolgreich gewesen, wenn dieser entweder nach Plan oder noch besser verlief. Außerdem dürfen Erinnerungsfotos die Erlebnisse festhalten nicht fehlen, ebenso Hygieneartikel, Geld, Handy und Kuscheltier. Im Gegensatz dazu stellen „spontanes Absagen 5 Minuten vor Abfahrt und Autopannen“, für Katharina absolute No-Go’s dar.
Als typischen Wochenendtrip bezeichnet die Studentin ein Festivalbesuch mit Freunden, der allerdings schon vor dem Ereignis beginnt in Form von Grillen, Musik und schlechtem bis gar keinen Schlaf. Auch Katharina zieht das Touren in einer Gruppe vor, da sie sich dadurch sicherer fühlt.
Unerfahrenen rät sie rechtzeitig mit der Planung zu beginnen wie zum Beispiel eine frühe Hotelbuchung bei einem Messebesuch. Ohrstöpsel sollten stets dabei sein und eine Gruppe nicht all zu große, da dies die Planung erschwert. Ihre Tipps für einen Wochenendtrip sind unter anderem das GamesCom in Köln mit eigenem Essen, das Southside Festival und Hamburg Altona. Sie selbst würde gerne nach Leipzig und im Allgemeinen deutsche Großstädte bereisen. Abschließend fügt Katharina noch hinzu: „Ich würde in meinem Leben sehr gerne einmal Haie in freier Wildbahn sehen und ein eher erfüllbarer Wunsch: Einfach mit Schlafsack und Zelt ins Auto steigen und losfahren.“

Eine ähnliche Auffassung hat auch Karoline Wilms. Die 21-Jährige Auszubildende zur Gesundheits- und Kinderkrankenschwester besucht ebenfalls gerne Festivals, Städte, Freunde die weiter weg wohnen oder fährt ziellos mit dem Auto. Allerdings überlässt Karoline gerne die Planung anderen oder bricht mit Freunden orientierungslos und nur mit einer Stadtkarte bestückt auf. Für die Auszubildende ist ein gelungener Trip demnach das Zusammensein mit Freunden in einer Stadt, das Übernachten in einem Hostel und neue Leute kennenzulernen. Zwar hat sie keine schlechten Erfahrungen gesammelt, aber sieht streitende oder durchdrehende Reisefreunde als missglückten Trip an. Jammernde, anstrengende und nervige Menschen sind für die 21-Jährige ein No-Go. Ebenso Regen und zu wenig Geld. Dagegen muss ihrer Meinung nach ein Trip folgendes an Programm bieten: Kulturprogramm am Tag, Kneipentouren am Abend, nette Kaffeebesuche und Postkarten an Familie und Freunde schreiben.
Karoline empfiehlt Zahnbürsten erst vor Ort zu kaufen, da sie stets vergessen werden. Von Vorteil wären Mitreisende, die eine Führerschein haben, eine gute Orientierung und einen ähnlichen Schlafrhythmus aufweisen. Zudem sollte das Budget vorher geregelt werden, ansonsten könnte es zu Streit führen.
„Nach London fahren und mir die Drehorte von Harry Potter ansehen!“, möchte die Auszubildende unbedingt einmal erleben.

Etwas Neues und nicht alltägliches erleben ist eine der vielen Vorstellungen eines Wochenendtrips von Jens Hennig. Der 23-Jährige freiberufliche Mediengestalter gehört zu der Kategorie Mensch, die sowohl spontane als auch geplante Aktivitäten in Betracht ziehen. Allerdings hängt dies auch wieder von Zeit und Geld ab. Auch Jens bezeichnet sich als Gemeinschaftsmensch und bevorzugt die Gesellschaft enger Freunde. Demnach benötigt man für einen gelungenen Ausflug gutes Wetter, gute Laune und ein bis zwei gute Freude. „Solange man sich an den Wochenendtrip erinnert und eine Geschichte dazu erzählen kann, selbst wenn es die negativen Sachen sind die einem passiert sind, dann gibt es keinen missglückten Trip“, so Jens. Ebenso wichtig sind für den 23-Jährige Erinnerungsfotos.
Tipps für Orte sind seiner Meinung nach Heidelberg und Darmstadt aufgrund der kulturellen Angebote. Für Naturliebhaber ist der Odenwald zu empfehlen. Ansonsten strebt Jens das Fotografieren der Milchstraße an.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr an dieser Stelle Tipps für einen Undone-Dutt nachlesen.