Preview: April 2013

„Erotik pur“ hieß es im März im Panorama – Face2Face berichtete exklusiv von der Erotikmesse Mannheim. Reizvoll gestaltete sich auch der Bericht über die essbare Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz.

Mit prickelnden Themen möchten wir euch auch im April wieder zum Lesen verführen: Die FilmKunstKultur-Redaktion nimmt das Mannheimer Odeon-Kino unter die Lupe. Einen Kommentar zur Fairness im Spitzensport liefert die Sport-Redaktion. Auch in der Tier&Umwelt-Rubrik wird es kritisch: Weichmacher in Kunststoffen ist das Top-Thema im April. Ein Plattenreview des Rappers „Rustler“ erwartet euch in der Musik-Rubrik. Mit einem Rapper beschäftigt sich auch die Mode-Redaktion – nämlich mit den modischen Kreationen von „Cro“ für H&M. Über Essen aus dem Internet schreiben unsere Kolumnisten und im Panorama geht es unter anderem um den Trend zu Schönheitsoperationen.

Ein ganz besonderes Highlight erwartet euch in der Tipps&Tricks-Redaktion: Tatjana testet für euch im Selbstversuch, ob Schwarztee die Haare wirklich dunkler tönt.

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„Einmal Erotikmesse, bitte!“

Ein prickelndes Gefühl der Erwartung erfasst die Besucher beim Eintritt in die Maimarkthalle am vergangenen Wochenende. Die Aufregung ist förmlich zu spüren, während die Kasse am Eingang passiert wird. Ein paar lockere Späßchen mit den Kartenabreißern und auf geht’s in das Abenteuer:

Beim Betreten der Erotikmesse Mannheim fällt der erste Blick auf eine kleine Oase, die zusammen mit einigen in der Halle verteilten

„Einmal Erotikmesse, bitte!“

Lust oder Frust: Die Oase vor der allesumschließenden schwarzen Stellwand (Foto: Denzinger)

Palmen für eine mediterrane Atmosphäre sorgt. Gegen 18 Uhr, also erst eine Stunde nach Eröffnung der Messe, hält sich der Andrang noch in Grenzen, sodass alles in Ruhe angeschaut und getestet werden kann. Schließlich sollte einem für 20 Euro Eintrittsgeld so einiges geboten werden. Der erste Stand begeistert mit dem „Tantrabeam“, einem Gerät, das die Hand zum Vibrieren bringt, wie uns die Ausstellerin zeigt. Das Besondere dabei sei, dass die Vibration einmal nicht von irgendeinem Gegenstand ausginge, sondern von der Haut selbst.

Die anfangs noch  vorhandene erwartungsvolle Spannung verfiel jedoch nach nur fünf Minuten, denn genauso lange dauert es, die gesamte Ausstellungshalle zu durchqueren. Die Auswahl der Messestände war zwar vielseitig, doch nach einer kurzen Online-Recherche stellte sich heraus, dass die vermeintlich reduzierten Messepreise, die überall ausgewiesen wurden, nicht mit dem Onlineangebot konkurrieren können. Nun mussten es die Shows aber beweisen! Und tatsächlich war in dieser Hinsicht so einiges geboten! „Besonders gut hat mir die einfallsreiche Inszenierung der Tänzerinnen gefallen!“, berichtet der Student Christoph Faißt (24). Sein  absolutes Highlight sei die Frau im knappen Ghostbusters-Kostüm gewesen.

„Einmal Erotikmesse, bitte!“

Der „Rückwärtsstrip“: Erst Kleider aus, dann wieder an. (Foto: Denzinger)

Neben diesem waren auch die anderen Kostümierungen sehr kreativ und abwechslungsreich. Die Palette erstreckte sich vom knappen Piratenkostüm über sexy Dirndl und Nonnenkutte bis zum klassischen Ballkleid. Auch die jeweiligen Inszenierungen waren durchaus unterhaltsam. Allerdings, so merkt Faißt kritisch an, sei der Anblick vielerorts – es gab fünf verschiede Showbühnen und die Darbietungen fanden im Viertelstundentakt statt  – „mitleiderregend“ gewesen, denn die meisten Besucher seien wegen des unablässigen Filmens nicht einmal zum Klatschen in der Lage gewesen. „Schließlich zeigen die Frauen ja dort ihr Intimstes und auch wenn es ihr Job ist, wäre ein wenig Anerkennung  durchaus angebracht!“, schließt sich auch der Unternehmsberater Andy Lang (23) an. Zudem war er abgesehen von den Shows wenig begeistert: „Das Preis-Leistungsverhältnis hat für mich einfach nicht gestimmt.“ Auch die eingangs verteilten  Gutscheine stellten sich als glatter Fake heraus, da sie stets eine Zuzahlung in mindestens doppelter Höhe erforderten.

Außerdem fiel auf: Erotikmesse nur für den Mann? Nein, da war schließlich noch die angekündigte Ladysnight, Beginn um Punkt 22.50

„Einmal Erotikmesse, bitte!“

Kevins Verwandlung: Vom Traumschiffkapitän zum Leckerbissen. (Foto: Denzinger)

Uhr. Appetit konnte sich frau bereits zuvor bei einem Auftritt von „Mr. Spock“ holen, der sich auf der Bühne vom schwulen „Traumschiffkapitän “ in einen heißen Akrobaten verwandelte. Doch um tiefere Einblicke zu ergattern, galt es die spätere Show in einer Art „Séparée“ aufzusuchen. Im Gegensatz dazu gingen die Tänzerinnen bei jedem Auftritt aufs Ganze: Ob mit Liebeskugeln oder Sahne – jede Phantasie wurde durch die nackten Damen bedient. Da scheint es kaum zu glauben, dass es im „Orgasmus-Center“ noch heißer hergegangen sein soll. Allerdings kostete der Zutritt für diesen Raum wiederum zehn Euro pro Show, zusätzlich zum Eintrittspreis von 20 Euro.

„Alles in allem“, so resümiert Lang, hätte es einen Besuch schon gelohnt, doch bei diesem ersten Mal werde es wohl bleiben. Ähnlich sieht es auch Faißt: „Sagen zu können, dass man mal dort war, ist schon gut, so konnte man sich zumindest ein Bild machen, doch wiederkommen? Nein, danke!“

Vorschau: Nächsten Dienstag erfahrt ihr an dieser Stelle das Ergebnis der Umfrage zu dem Thema „Was gehört zu einem glücklichen Tag?“