Bodyshaming in der Schwangerschaft

Schwangere nehmen zu. Nicht alle gleich stark und manchmal nehmen sie sogar ab, zum Beispiel wenn sie durch eine Erkrankung wie Hyperemesis nichts mehr bei sich behalten können. Aber auch dann wächst der Bauch. Was im vierten Monat noch wie ein gut gefülltes Bäuchlein nach einem üppigen Abendessen aussieht, wird zu einer runden Kugel, die bald nicht mehr zu übersehen ist. Spätestens dann erfährt die Schwangere einen plötzlichen Anstieg von Bodyshaming-Kommentaren, die sich auch auf die Begutachtung ihres Essens auswirken.

Schwangere und Bodyshaming

Unsere Gesellschaft ist so besessen von schlanken Körpern, dass sogar Schwangere nicht davon verschont bleiben, ihren Körper daran messen zu müssen. „Du bist sicher, dass es keine Zwillinge werden“ oder „na, lang kann es ja nicht mehr dauern“ beim Anblick des Schwangerschaftsbauches sind keine seltenen Kommentare. Mit ihnen kommen auch Sticheleien wegen der Ernährung. Wenn sie sich eine Leckerei gönnt oder man ihr beim Essen ihren Appetit ansieht, passiert es nur zu schnell, dass jemand sie daran erinnert, dass sie ja nicht wirklich „für zwei“ essen müsse. Akribisch wird in der Frauenarztpraxis die monatliche Gewichtsveränderung gemessen. Selbst Frauen, sie sich sonst nie Sorgen um ihr Gewicht machen, werden in das System aus statistischen Zahlen eingespannt.

Bodyshaming in der Schwangerschaft
Riesig, eine Kugel, kurz vorm Platzen – Schwangere müssen sich einige Bodyshaming-Kommentare zu ihrem Bauch anhören (Foto: Obermann)

Mehr oder weniger

Jede Frau nimmt anders zu. Manche gewinnen gerade in den ersten Monaten durch die zunehmende Blutmenge in ihrem Organismus und der wachsenden Plazenta Kilos dazu, dann stagniert das Gewicht, bis es ab Mitte der Schwangerschaft durch das wachsende Kind langsam wieder hoch klettert. Andere nehmen gerade in den ersten Monaten durch Übelkeit ab. Jeder Körper reagiert anders auf Hormone und jedes Baby wächst mit leichter Varianz unterschiedlich schnell. Einige Frauen nehmen gerade am Ende der Schwangerschaft wieder leicht ab, da das Baby auf den Magen drückt und sie keine großen Mengen mehr essen können. Und natürlich nehmen manche auch einfach kontinuierlich zu.

Alles ist möglich

…und fast alles erlaubt. Diäten in der Schwangerschaft werden generell kritisch gesehen, da Giftstoffe freigesetzt werden und das Kind beeinträchtigen können. Bei ausgewogener Ernährung ist aber auch das kein Problem. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft sind auch Wassereinlagerungen für die Gewichtszunahme verantwortlich. Wer dann die Versorgung reduziert, schadet sich selbst. Auch Verdauungsprobleme können für Gewichtsschwankungen sorgen. Solange weitere Werte im gesunden Rahmen bleiben und das Gewicht nicht sprungartig ansteigt (oder abnimmt), braucht sich niemand wegen ein paar Kilos mehr oder weniger Sorgen zu machen. Wichtig ist, die Schwangerschaft nicht einfach als Ausrede zu nutzen, den Teller doppelt so voll zu schöpfen.

Bodyshaming in der Schwangerschaft
Im Zentrum der Aufmerksamkeit: In der Schwangerschaft werden Ernährung und Bauch argwöhnisch beäugt (Foto: Obermann)

Zahlen leben nicht

Leider schaut manches medizinische Personal nur auf eine Zahl und blendet andere Anzeichen aus. Genauso schaut das Umfeld nur auf den Bauch und sieht das Außenherum nicht. Dabei gerät die Schwangere schnell unter Druck, auch mit Baby im Bauch, Schönheitsidealen gerecht zu werden, die schon in nicht schwangerem Zustand nahezu unmöglich zu erreichen sind. Das ist gefährlich. Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Zeit nach der Geburt, in der die Frau ohnehin unter emotionalem Druck steht. Immer wieder verlieren Frauen dadurch den Bezug zum eigenen Körper. Im Internet gibt es tausende Bilder von postpartalen Körpern zu sehen, die nicht nur realistisch, sondern auch deswegen so schön sind, weil sie die Spuren ihrer Leistung zeigen, so wie auch ein Schwangerschaftsbauch zeigt, was in ihm steckt. Zu schade, dass wir das alles vergessen, nur weil jemand uns sagt, „schlank“ sei wichtiger.

(Vegane) Ernährung in der Schwangerschaft — was meinen die Experten?

Ich ernähre mich selbst seit ca. zwei Jahren vegan. Vorher habe ich ungefährer vier Jahre vegetarisch gelebt. Häufig wird mir die Frage gestellt, wie ich denn später meine Kinder ernähren möchte. Obwohl der Kinderwunsch bei meinen zarten einundzwanzig Jahren noch wenig präsent ist, hat mich diese Frage zum Nachdenken angeregt. Eng damit zusammen hängt natürlich auch die Frage, wie eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft aussieht.

Die unterschiedlichsten Ernährungs-Mythen

Passend zu unserem Monatsthema „Ernährung in der Schwangerschaft“ habe ich zwei Ärzte interviewt und wollte von ihnen wissen, wie sie zu einer veganen Lebensweise bei werdenden Mütter stehen.
Bei der „richtigen“ Ernährungsweise gehen die Meinungen ja stark auseinander. Manche Ärzte oder Ernährungsexperten befürworten eine omnivore (omnis „alles“), andere eine vegetarische und wieder andere eine vegane Ernährung. Andere Experten schwören auf Rohkost oder Low Carb.

Der vegane Lebensstil


Menschen, die sich vegan ernähren, meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Dazu gehören Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Honig. Diese Lebensweise hat häufig ethische Gründe, kann aber auch durch den Umweltfaktor oder die eigene Gesundheit geprägt sein. Zwei Experten legen im Folgenden ihr Ideal einer ausgewogenen Ernährungsweise dar und verdeutlichen dies vor allem im Hinblick auf eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft.

Die traditionelle chinesische Medizin und die 5-Elemente-Ernährung


Dr. Henryk Kuhlemanns Fachgebiet ist die traditionelle chinesische Medizin, kurz TCM. Er bildet seit zwanzig Jahren Ärzte aus und ist nebenbei auch in der Hebammenausbildung für Akupunktur / TCM tätig. In seiner Arbeit nimmt die Ernährungsberatung einen hohen Stellenwert ein.


Ein Schwerpunkt der TCM ist die 5-Elemente-Ernährung. Dabei wird die Lebensenergie, also das Qi, durch die Nahrung gewonnen. Die chinesische Medizin bezeichnet das Verdauungssystem als Milz, wobei auch der Magen und die Bauchspeicheldrüse dazugehören. Aufgabe der Milz ist es, die Energie aus der Nahrung aufzunehmen und umzuwandeln.

Das Yin und Yang der Lebensmittel

Eines der wesentlichen Konzepte neben dem Qi ist das von Yin und Yang, welches in der TCM eine entscheidende Rolle spielt. Yin steht hierbei für Kälte, Nacht und Ruhe, wohingegen Yang Hitze, Sonne, Aktivität und Bewegung beinhaltet. Die Lebensmittel werden in energetisch wärmende und energetisch kühlende Nahrungsmittel eingeteilt und sollten an die Jahreszeit, aber vor allem auch an die eigenen Konstitution angepasst werden. 

Hinzu kommen die fünf Geschmäcker süß, scharf, salzig, sauer und bitter, in die die Lebensmittel eingeteilt werden. Unter süße Nahrungsmittel fallen beispielsweise Reis Kartoffeln, Rind und Ananas. Als bittere Lebensmittel werden unter anderem Spargel, Basilikum, Kaffee und Kakao verstanden. Diese fünf Geschmäcker werden zudem mit ihrer unterstützenden Wirkung jeweils einem Organsystem innerhalb der 5 Elemente zugeteilt. So beeinflusst der saure Geschmack die Leber und Gallenblase, die Schärfe die Lunge und den Dickdarm und stärkt zudem das Immunsystem.


Die TCM bevorzugt keine explizite Ernährungsweise, wie eine vegetarische oder vegane Ernährung. Wichtig ist, dass Menschen, die häufig frieren, energetisch warme Speisen zu sich nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Ingwer, Fenchel, aber auch Hühnerfleisch. Und umgekehrt sollten Menschen, denen ständig warm ist, eher zu kühlenden Lebensmitteln greifen, angepasst an die aktuelle Jahreszeit. Kalte Nahrungsmittel sind beispielsweise Rohkost, Milchprodukte sowie Schweinefleisch.

Ernährung — eine individuelle Betrachtungsweise

Laut Kuhlemann kann eine effektive Ernährungsweise nicht allgemein betrachtet werden, „wie es die westliche Medizin häufig tut und alle Menschen über einen Kamm schert“. Hier leben viele Menschen, nach Auffassung des Arztes, zu sehr die Yang-Seite aus, wobei Yin häufig viel zu kurz kommt. Bei jedem Menschen müssen die Umstände individuell betrachtet und die Bedürfnisse dementsprechend angepasst werden.

Allgemein rät der Arzt schwangeren Frauen von Gluten, zu viel Zucker und Lactose ab und empfiehlt hingegen Getreide wie Hirse, Quinoa oder Amaranth. Zudem sollten Gemüse in gekochter Form, Trockenfrüchte und Nüsse auf dem Speiseplan stehen. Dazu nur eine geringe Menge an Fleisch und Fisch, wenn es sich um keine vegetarische oder vegane Ernährung handelt. Rohkost sieht der Experte eher als schwierig an.

Eine vegane Ernährung, sei es allgemein oder eben während der Schwangerschaft, befürwortet Kuhlemann generell nicht, da diese „zu einseitig und vor allem zu Yin-lastig“ sei. Der Arzt betont die Abhängigkeit vom Konstitutionstyp. Denn ein hitzeanfälliger Mensch habe nicht die gleichen Bedürfnisse wie ein lethargischer, schnell frierender Typ. Zudem ist die Stärkung der Milz, also des Verdauungssystems, und damit verbunden eine positive Umwandlung der aufgenommenen Energie, für ihn grundlegend für eine gesunde Lebensweise.

(Vegane) Ernährung in der Schwangerschaft — was meinen die Experten?
Was meinen die Experten zu einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft? (Bild:Bokskapet, pixabay.com)

Vegane Ernährung unter ärztlicher Begleitung

Dr. med. Brigitte Karner vom Zentrum für ganzheitliche Medizin Freiburg ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilärztin und Ernährungsmedizinerin.
Ihre Doktorarbeit hat sie über vegetarische Ernährungsformen im Vergleich geschrieben und dabei insbesondere die Frage nach Eiweiß, Vitamin B12 und Eisenmangel bei veganer Ernährung untersucht. Zudem begleitet die Ernährungsmedizinerin viele Vegetarier und hat gemeinsam mit drei anderen Autorinnen ein Buch geschrieben, in dem ein ganzes Kapitel der Ernährung in der Schwangerschaft gewidmet ist („Der Keto Kompass“).


Eine vegane Ernährung während der Schwangerschaft hält die Expertin für problematisch. Wichtig sei, dass regelmäßige Laborkontrollen erfolgen und die Schwangerschaft durch einen in der Ernährungsmedizin erfahrenen Arzt begleitet wird. Ihrer Ansicht nach können erhebliche Mangelerscheinungen bei dieser Art der Ernährung auftreten. Insbesondere durch einen Mangel an Eiweiß, Eisen und Vitamin B12. Dies sei heutzutage vielen Veganern bekannt, doch was nur wenige wüssten, sei die meist unzureichende Zufuhr an Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Selen und Kalzium. Danach sollte gezielt geschaut werden. Zudem ernähren sich Veganer laut der Ärztin oft zu kohlenhydratreich und nehmen hingegen zu wenig hochwertige Fettsäuren zu sich. Insbesondere in der Schwangerschaft würden dadurch die für die gesunde Gehirnentwicklung des Fötus notwendige Ketonkörper fehlen und es könne durch die zu hohe Kohlenhydratzufuhr leicht zu Blutzuckerschwankungen kommen. Zudem sollten die werdenden Mütter auf „Analog-Lebensmittel“, also auf Ersatzprodukte für Fleisch, Wurst und Milchprodukte, verzichten, „da diese häufig sehr große Mengen an Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Konservierungsstoffen, Aromen und Farbstoffen enthalten“, so Karner. Stattdessen sollten Veganer alternative Käsesorten wählen, die durch Fermentation und Reifung produziert werden, zum Beispiel aus Cashews ohne Hilfs- und Geschmacksstoffe. Die Expertin erklärt, dass unsere genetische Ausstattung nicht an die Chemie in Nahrungsmitteln gewohnt sei und es deshalb zu Störungen der Immunregulation und des Mikrobioms des Darms kommen könnte. 

Power-Pflanzen: Algen und Avocados


Karner empfiehlt schwangeren Frauen, die sich vegan ernähren, die Menge an grünem Gemüse zu erhöhen. Um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren auszugleichen, reiche die Quelle aus Leinöl definitiv nicht aus, daher seien Supplemente mit Braunalgen, welche ein enormes Potenzial haben und viele bedeutende Mikronährstoffe beinhalten, geeignet. „Diese gibt es speziell für Veganer“. Die Ärztin legt besonderen Wert auf die ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft, da diese wie schon beschrieben maßgeblich an der Gehirnreife des ungeborenen Kindes beteiligt seien. Der höhere Bedarf an Magnesium und anderen Mineralien in der Schwangerschaft könne hervorragend durch Samen und Saaten ausgeglichen werden. Insbesondere durch Kürbiskerne, welche einen hohen Eisengehalt aufweisen, und Sesam, das sehr kalzium- und magnesiumhaltig sei. „Gute Quellen für sekundäre Pflanzenstoffe sind Beeren, Kurkuma und Wildkräuter“, erklärt Karner. Eiweißkombinationen könnten aus Hülsenfrüchten und Getreide wie Quinoa und Amaranth gewonnen werden. Aber auch Soja, Hanf und Lupinenprotein sollten den Speiseplan ergänzen. Laut der Expertin gelten Avocados in der Schwangerschaft als Allrounder, nach dem Motto „One avocado a day keeps the doctor away.“

Nach Aussagen von Karner ist eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft prinzipiell möglich, jedoch betont die Ärztin, dass dies nach ihrer Empfehlung nur mit ärztlicher Begleitung durchgeführt werden sollte.

Kommentar der Autorin

Die Ansprechpartner für diesen Artikel habe ich durch Recherche im Internet gefunden. Wie bei all unseren Artikeln legen die darin befragten Personen ihre subjektive Meinung dar, die nicht zwingend von der Redaktion geteilt wird. Wir möchten, dass ihr euch selbst eine Meinung bildet. Im speziellen Fall empfehle ich daher weitere Meinungen von Experten einzuholen.  Was für euch und euer ungeborenes Kind die richtige Ernährung ist, entscheidet nur ihr. 

Hauptsache, es bleibt drinnen – wenn Hyperemesis gesundes Essen erst mal nebensächlich macht

Kein rohes Fleisch, viel Calcium, viel Trinken sowieso und wenig Industrieprodukte. Wer schwanger ist, bekommt von allen Seiten eine ganze Palette an Lebensmittel genannt, die es zu meiden gilt oder solche, die unbedingt täglich auf dem Speiseplan landen sollen. Aber was, wenn das alles nebensächlich wird, weil es nicht im Körper bleibt? Hyperemesis gravidarum macht jede Mahlzeit zum Kampf und manchmal überfordert selbst Wasser den Körper.

Schwanger und krank

Schwangerschaftsübelkeit ist eine normale Begleiterscheinung mit vor allem hormonellem Hintergrund, die nach den ersten drei Monaten wieder abebbt. Viele merken nur ein leichtes Unwohlsein, manche bleiben ganz verschon. Doch es gibt auch Schwangere, die jeder Bissen aufs Klo treibt, die jeder Geruch würgen lässt und die bis in den Kreißsaal eine Spucktüte in der Tasche haben. So eine Schwangere war ich. Dieselbe Erkrankung, die ungefähr fünf Prozent aller Schwangeren betrifft (genaue Zahlen fehlen, da Hyperemesis nicht immer diagnostiziert wird) und die auch Herzogin Kate bei ihren Schwangerschaften ins Krankenhaus trieb, sorgte dafür, dass ich vor fast genau einem Jahr an einem Tropf hing. Ich war schwanger und ich war krank.

Hauptsache, es bleibt drinnen - wenn Hyperemesis gesundes Essen erst mal nebensächlich macht
Intravenös – Hyperemesis gravidarum macht oft Infusionen nötig ( Foto: Obermann)

Eine Krankheit, die alles möglich macht

Im Krankenhaus fand sich ein Medikament, das mir half, Flüssigkeit und Nahrung wieder bei mir behalten zu können. Es wird normalerweise nach einer Chemotherapie eingesetzt. Darüber habe ich auf meinem Blog geschrieben. Doch auch mit den Tabletten konnte ich noch nicht das essen, was sonst auf meinem Teller landet. Alles Cremige machte mir große Probleme. Milch, Joghurt, Quark, aber auch Suppen, Brei oder Eis (bis auf eine spezielle Sorte). Da weder die Ursachen von Hyperemesis gravidarum geklärt sind, noch welche Therapiemöglichkeiten es gibt, wird meist von Fall zu Fall getestet, was hilf. Akkupunktur und Homöopathie, leichte Medikamente gegen Übelkeit oder auch verschiedene Nahrungsmittel. Manchen Frauen hilft es, quasi gar nicht mehr mit dem Essen aufzuhören. Ich konnte noch nicht einmal Wasser bei mir behalten.

Hauptsache, es bleibt drinnen - wenn Hyperemesis gesundes Essen erst mal nebensächlich macht
Schwanger und krank: Hyperemesis beeinträchtigt manchmal die gesamte Schwangerschaft (Foto: Obermann)

Darfst du das überhaupt?

Bei Schwangerschaftsübelkeit werden verschiedene Tricks genannt. Schon im Bett essen, kleine Portionen, trinken, statt essen. Bei Hyperemesis sind diese Strategien machtlos. Im Gegenteil, manchmal sind es gerade solche Nahrungsmittel, die eigentlich in der Schwangerschaft verpönt sind, die Erkrankte besser bei sich behalten können. Chips zum Beispiel, fettige Pommes oder Fruchtgummi. Ausgerechnet frisches Obst und Gemüse sind oft keine Option. Dieser Umstand bringt es mit sich, dass den Frauen immer wieder vorgeworfen wird, sie würden ihre Übelkeit nur vorspielen. Auch die Medikamente sorgen bei den Mitmenschen oft für Unverständnis. Doch bei Hyperemesis gravidarum handelt es sich nicht um einfache Übelkeit. Betroffene verlieren oft bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichts und dehydrieren stark. Der Zustand kann zu einer extremen Gefahr für die Schwangere und das Ungeborene werden.

Hauptsache, es bleibt drinnen - wenn Hyperemesis gesundes Essen erst mal nebensächlich macht
Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft? Bei Hyperemesis gravidarum ist erst mal wichtig, dass überhaupt etwas im Körper bleibt (Foto: Obermann)

Sozialer Druck

Unsere Ernährung ist immer wieder Grund für sozialen Druck. Wieviel und was wir essen wird schnell für andere zum Anstoß, über uns zu urteilen. Schwangere stehen dabei noch mehr im Fokus, als andere Menschen. Dabei weiß die Umwelt nie, was dahintersteckt. Eine Schwangerschaft ist immer eine enorme Veränderung. Hyperemesis gravidarum dazu eine ernste Erkrankung, die die Betroffene auch psychisch fordert. Hinzu kommt der soziale Druck durch fremde Meinungen, die glauben, der Schwangeren diktieren zu müssen, was „richtig und falsch“ ist. Vielleicht lassen wir die anderen lieber essen, was sie essen möchten, ohne das zu kommentieren oder die Augenbrauen hochzuziehen. Das gilt übrigens auch, wenn sie nicht schwanger sind.

Vegetarisch, vegan oder doch „normal“ – Ernährung in der Schwangerschaft

Ein gesundes Kind – Eltern wünschen sich nichts sehnlicher. Aber kann man bei der Ernährung in der Schwangerschaft etwas falsch machen und gibt es vielleicht den einen, richtigen Weg? Das können wir euch leider nicht beantworten – was wir aber können, ist Frauen mit unterschiedlichsten Ernährungsgewohnheiten und -einschränkungen zu ihrer Schwangerschaft zu befragen. Also los!

Kein Salat im Restaurant

Vor zehn Monaten brachte Sophia Hegemann aus Speyer eine gesunde Tochter zur Welt. „Ich habe mich „normal“ ernährt“, sagt die 23-jährige. Am Anfang ihrer Schwangerschaft habe sie sehr darauf geachtet, täglich Obst und Gemüse zu essen. „Gegen Ende der Schwangerschaft gab es aber dann oft auch mal Fast Food, weil die Kilos da dann eh schon drauf waren“, gesteht Sophia. In der Schwangerschaft nahm sie insgesamt 18 Kilo zu. Bei ihren Gelüsten nach Schokolade, Chips und Obst habe sie sich nicht zurückgehalten – „ich bin der Meinung, dass es erlaubt ist, solange es in Maßen ist.“ Um sich und ihr Ungeborenes trotzdem mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen, habe sie seit Beginn ihrer Schwangerschaft täglich ein Schwangerschaftsvitaminpräparat eingenommen. Auf rohes Fleisch, rohe Eier verzichtete die junge Mutter komplett. Bei Obst und Gemüse sei sie sogar extrem gewesen: „Ich habe alles immer gut abgewaschen. Im Restaurant habe ich keine Salate gegessen, weil ich nicht wusste, wie sie gewaschen sind.“ Von ihrem Arzt fühlte sie sich in dieser Zeit gut beraten. Er habe ihr empfohlen auf einige Lebensmittel zu verzichten, aber betont, dass die Entscheidung, ob sie seiner Empfehlung folgen wolle, bei ihr liege. „Ansonsten habe ich auch viel gegoogelt, was nicht immer von Vorteil ist, weil man laut Internet eigentlich gar nichts mehr essen dürfte“, sagt Sophia. Durch ihre Internetrecherche habe sie oft Panik bekommen.

Sophias Ernährung in der Schwangerschaft

„Normal“: So beschreibt Sophia ihre Ernährung während der Schwangerschaft (Foto: Hegemann)

Einem niedrigen Eisenwert im Blut gegen Ende der Schwangerschaft wirkte Sophia mit einem eisenhaltigen Getränk und einer eisenreichen Ernährung aus viel Rindfleisch und eisenhaltigem Gemüse entgegen. Eine Ernährung mit Fleisch ist aus ihrer Sicht während der Schwangerschaft von Vorteil, da Fleisch viele wertvolle Nährstoffe enthalte. „Fisch liefert Omega-3 und -6-Fettsäuren. Weil ich leider keinen Fisch vertrage, habe in der Schwangerschaft pflanzliche Kapseln eingenommen“, berichtet sie.

In einer zweiten Schwangerschaft würde sie durchgehend gesund, weniger Süßigkeiten und kleinere Portionen essen. Anderen Schwangeren rät sie: „Ernährt euch ausgewogen und gesund, nehmt zusätzlich Vitaminpräparate zu euch, da ihr heutzutage nicht alle Nährstoffe allein mit der Ernährung aufnehmen könnt. Hört auf euren Körper, er weiß meistens, was er braucht, und esst ruhig genug, denn „das Baby muss ja schließlich was werden“.“    

Nach Lehrbuch Ernährungspyramide

„Ich habe einfach normal weitergegessen wie bisher“, sagt Lisa-Sophie Keiber. Ihr Sohn Noah Emanuel ist inzwischen 20 Monate alt, gesund und altersgerecht entwickelt, wie die 29-Jährige aus Lingenfeld sagt. Fleisch, Fisch, Gemüse, Salat, Obst, Brot, ab und an Süßes – ihr Speiseplan habe „so ziemlich nach Lehrbuch Ernährungspyramide“ ausgesehen. Da sie gerne selbst koche, seien Restaurantbesuche und Lieferservicebestellungen eher selten gewesen. „Ich habe mich auf meinen normalen, gesunden Menschenverstand und sprichwörtlich auf mein Bauchgefühl verlassen“, sagt Lisa-Sophie. Alkohol, medium gebratenes Steak, Sushi, rohe Eier und Rohmilchkäse seien während ihrer Schwangerschaft tabu gewesen. Groß zugenommen habe sie nicht – durch den großen Energieverbrauch beim Stillen und durch das viele Spazierengehen mit Kinderwagen, so Lisa-Sophie, habe sie wenige Wochen nach der Geburt sogar weniger auf die Wage gebracht als vor der Schwangerschaft. „So richtige krasse Gelüste nach zum Beispiel Süßigkeiten oder sauren Gurken hatte ich nicht. Dafür konnte ich Hähnchenfleisch nicht einmal riechen, geschweige denn essen.“, erzählt sie, „ich hatte eher Lust auf kalte Speisen als auf warme. Tomaten gingen auch immer in jeglicher Form. Und jeden Morgen musste unbedingt gefrühstückt werden. Ohne ging nicht.“ Dass man während der Schwangerschaft „für zwei“ essen müsse, halte sie für ein Vorurteil und befürchtet, dass viele Frauen ihre Schwangerschaft als „Ausrede“ nutzen, um so richtig reinzuhauen.

Lisa Sophies Ernährung in der Schwangerschaft
Ganz nach Lehrbuch: Lisa-Sophie ernährte sich während ihrer Schwangerschaft „normal“ (Foto: Thomas Keiber)

Um Neuralrohrdefekten beim Embryo, also Fehlbildungen im Kopf- und Rückenbereich, habe sie bereits ab Kinderwunsch ein Folsäure-Präparat eingenommen. Ansonsten seien ihre Blutwerte während der Schwangerschaft unauffällig gewesen, weshalb sie keine weiteren Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahm. „Mein Frauenarzt war sehr lapidar, was das Thema Ernährung angeht“, berichtet sie. „Er sagte, in Deutschland sei alles sauber und geprüft und ich solle ruhig Sushi, Fisch, Käse und so weiter essen. Meiner Meinung nach war das etwas zu locker – mir zumindest fehlten da fundierte Infos. Ich weiß allerdings von Freundinnen, dass deren Ärzte da mehr aufgeklärt haben bzw. strenger waren.“ Neben Arzt und Hebamme als Ansprechpartner, habe sie zusätzlich in Büchern und ein bisschen im Internet nachgelesen.

„Mein gesundes Kind, eine komplikationslose Schwangerschaft und meine eigene Gesundheit bisher haben mir gezeigt, dass meine Ernährungsweise für mich bzw. uns richtig ist, deshalb würde ich bei der nächsten Schwangerschaft auch alles wieder genauso machen“, sagt Lisa-Sophie. Ihr Tipp an alle Schwangeren: „Überlegt selbst mit gesundem Menschenverstand und ernährt euch „ausgewogen“! Hört nicht auf Horrorstorys im Internet oder hysterische Mitschwangere.“

Schoko-Gelüste einer Vegetarierin

„Da ich mich schon seit 19 Jahren vegetarisch ernähre und keine Mangelerscheinungen und auch sonst keine gesundheitlichen Probleme habe, war für mich klar, dass ich auch in der Schwangerschaft dabei bleibe“, erzählt Ramona Dörr. Die 31-Jährige aus Saarwellingen hat am 29. Oktober 2018 ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Wegen ihrer gewohnten, vegetarischen Ernährungsweise sei es ihr leicht gefallen auf vieles zu verzichten, was man in der Schwangerschaft nicht essen solle, wie rohes Fleisch und rohen Fisch. „Rohmilchkäse und Schimmelkäse habe ich schon vorher nicht gegessen, da musste ich also auch nicht aufpassen“, sagt Ramona. „Das Einzige, was ich während der Schwangerschaft anders gemacht habe, war, darauf zu achten, dass nirgends rohe Eier drin sind wegen der Salmonellengefahr und dass ich Obst und Gemüse immer frisch gewaschen und zubereitet habe wegen der Gefahr von Listerien.“ Ihre Ärztin habe wegen der vegetarischen Ernährungsweise nur darauf hingewiesen, dass sie darauf achten sollte, genügend Eisen zu sich zu nehmen, da der sogenannte HB-Wert in der Schwangerschaft generell eher niedriger werde. Dieser wurde dann auch bei jedem Vorsorgetermin kontrolliert. „Da meine Frauenärztin überhaupt keine Bedenken wegen der vegetarischen Ernährung in der Schwangerschaft hatte, habe ich mich auch an sonst niemanden gewendet und zu dem Thema nur im Internet noch ein bisschen recherchiert“, berichtet Ramona. Das Kombipräparat aus Folsäure, Vitamin B12, Vitamin D3 und Jod, das laut Ramona allen Schwangeren empfohlen wird, habe sie vorsorglich genommen. Einen kurzzeitigen Eisenmangel glich sie mit Tabletten aus. „Ich habe während dieser vier Wochen aber auch verstärkt darauf geachtet, mich gesund zu ernähren“, ergänzt sie. Ausgefallene Gelüste habe sie nicht gehabt – „außer ganz am Anfang: Da hatte ich extrem Lust auf Schokolade, obwohl ich die sonst eher selten esse. Da habe ich meinen Mann sogar extra losgeschickt, welche zu kaufen“, erzählt Ramona schmunzelnd. In der Schwangerschaft habe sie rund neun Kilo zugenommen. Ob sie beim nächsten Mal etwas anders machen würde? „Nein, meine Schwangerschaft ist ja gut verlaufen, ich würde es wieder genauso machen“, sagt sie, „außerdem bin ich davon überzeugt, dass es sogar gesünder sein kann, sich vegetarisch zu ernähren, wenn man ausgewogen isst.“ Aus ihrem Umfeld gab es keine Vorurteile – „die sind ja alle schon jahrelang daran gewöhnt, dass ich Vegetarierin bin“.

Jede Frau müsse selbst wissen, wie sie sich in der Schwangerschaft ernährt, findet Ramona. „Generell würde ich dazu raten, sich zwar zu informieren, sich aber nicht verrückt machen zu lassen.“

Späte Diagnose: Fructoseintoleranz

Obst, Saft, Fruchtjoghurt, Müslimischungen – diese Produkte stehen bei fructoseintoleranten Menschen wie Sabine Kesberger auf der roten Liste. Die 41-jährige Mutter zweier gesunder Söhne (neun und zehn Jahre alt) bemerkte schon bei ihrer ersten Schwangerschaft 2008, dass etwas nicht stimmte. Sie nahm 32 Kilo zu. „Meine Mutter und meine Ärztin haben mir gesagt, ich solle es mir gut gehen lassen – die paar Kilos mehr hätte ich nach der Schwangerschaft schnell wieder weg“, erzählt sie. Durch eine Diät nach der Stillzeit, bei der sie unter anderem den Fruchtzuckerkonsum einschränkte, fühlte sie sich plötzlich wacher und munterer, ihr Hautbild verbesserte sich und ihre Verdauung schien wieder in geregelten Bahnen zu verlaufen. „In der zweiten Schwangerschaft habe ich „nur“ 26 Kilo zugenommen“, sagt Sabine, „bei der Diät, die ich anschließend gemacht habe, habe ich fast völlig auf Obst und Süßigkeiten verzichtet. Beide Ernährungsumstellungen haben mir gezeigt, dass da etwas sein muss, was meinem Magen und meinem Darm Probleme bereitete. Deshalb habe ich mich auf eine lange Suche gemacht. Letztendlich hat es acht Jahre gedauert, bis ich endlich auf die Lösung gekommen bin.“ Erst eine Magenentzündung und fünf Ärzte später stand die Diagnose fest: Fructoseintoleranz.

Vegetarisch, vegan oder doch „normal“ – Ernährung in der Schwangerschaft
Schwanger und fructoseintolerant: Kein Problem, findet Sabine Kesberger (Foto: www.karenzzeit.blog)

Ärzte und auch viele Ernährungsberater seien mit einer Fructoseintoleranz oft völlig überfordert, weiß Sabine. „Dafür ist die Fruchtzuckerunverträglichkeit einfach zu wenig bekannt und vor allen Dingen sehr, sehr individuell“, erklärt sie, „der Grad wie auch die Symptome sind schwer zu definieren. Ein normaler Mensch verträgt ungefähr 30g Fruchtzucker ohne Probleme, danach zeigt er auch fructoseintolerante Beschwerden. Als fructoseintolerant gilt man, wenn man weniger als 10g Fruchtzucker verträgt. Danach ist es der individuelle Grenzwert, den man herausfinden muss, um beschwerdefrei zu leben.“ Auch Alkohol, Gemüse, Knoblauch, Agavendicksaft, Honig und ganz normaler Haushaltszucker enthalten laut Sabine Fructose. „Außerdem gibt es sehr wenige verarbeitete Lebensmittel ohne Fruchtzucker. Zudem werden Fertigprodukte gerne gezielt mit Fructose angereichert, weil diese süßer ist als normaler Haushaltszucker“, sagt die 41-Jährige.

Trotz Verdauungsbeschwerden seien ihre Blutwerte während ihrer beiden Schwangerschaften normal gewesen. „Wer schon vor der Schwangerschaft weiß, dass er fructoseintolerant ist und sich mit der Thematik befasst hat, kennt seinen Körper und weiß, was er verträgt“, meint Sabine. Aus ihrer Sicht sei eine erworbene Fructoseintoleranz nichts Schlechtes für das ungeborene Kind – „eher im Gegenteil!  Die Mutter achtet automatisch auf weniger Zucker und verzichtet auf Fertigprodukte.“ Um Mangelerscheinungen auszuschließen, empfiehlt Sabine fructoseintoleranten Schwangeren, sich regelmäßig beim Arzt untersuchen zu lassen. „Bei einer angeborenen Fructoseintoleranz der Mutter würde ich dazu raten, auch das Kind auf Fructoseintoleranz testen zu lassen. Auch eine Laktoseunverträglichkeit ist nicht ungewöhnlich. Zu wissen, dass ein Kind keinen Milchzucker verträgt, kann schlaflosen Nächten mit Blähungen, Neurodermitis und vielem mehr vorbeugen.“

Das vollständige Interview mit Sabine findet ihr auf ihrem Blog „Karenzzeit nach der Diagnose Fructoseintoleranz“ unter diesem LINK.

Mit Grapefruits und Bananenshakes durch die vegane Schwangerschaft

„Vor sowie während der Schwangerschaft habe ich mich vegan ernährt“, erzählt Nadine Filler. Die 31-Jährige ist Mutter einer gesunden, zweieinhalb Jahre alten Tochter und ist mit ihr und ihrem Mann aktuell auf Weltreise.

Vegetarisch, vegan oder doch „normal“ – Ernährung in der Schwangerschaft
Gesunde Mama, gesunde Tochter – trotz oder wegen der veganen Ernährung in der Schwangerschaft? (Foto: wild & wundervoll)

„In der ersten Hälfte meiner Schwangerschaft war ich sehr geruchsempfindlich und mir wurde schnell übel. Deshalb habe ich nicht so viel gefuttert und immer nur das, was gerade ging. Mal waren das ganz viele Grapefruits, mal nur Bananenshakes“, sagt Nadine. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft habe sie dann deutlich mehr gegessen und so insgesamt etwa zehn Kilo zugenommen. Besonders wichtig war es ihr, alle Nährstoffe zu sich zu nehmen: „Ich habe zum Beispiel versucht, ganz bewusst mehr eisenhaltige Sachen zu essen wie Haferflocken, Linsen, Kichererbsen oder grünes Blattgemüse, das ich dann immer in meine Frühstückshakes getan habe. Zusätzlich habe ich täglich etwas veganes Kräuterblut für Schwangere getrunken. Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen.“ Auch ihre Blutwerte habe sie regelmäßig überprüfen lassen. „Ich musste ziemlich schnell hochdosiertes Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, weil meine Kleine alle meine Vorräte verputzt hatte. Vitamin D hat im Übrigen nichts mit der Ernährungsweise zu tun. Ansonsten habe ich nur Kräuterblut in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft getrunken“, erklärt Nadine. Bis zur 38. Schwangerschaftswoche seien ihre Werte immer bestens gewesen, doch dann stellte ihre Hebamme Schilddrüsenprobleme fest. „Weil meine Ärztin in der Frühschwangerschaft eine Untersuchung versäumt hatte, wurde meine Schilddrüse in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht ausreichend versorgt und hat sich ziemlich abgearbeitet.“ Diese Problematik wäre ihr aber auch als schwangere Fleischesserin nicht erspart geblieben, so Nadine. In den letzten Schwangerschaftswochen habe sie dann zusätzlich Jod und Schilddrüsenhormone einnehmen müssen – „zum Glück hatte das aber keine Auswirkungen auf die Gesundheit meiner Tochter. Bis heute hat sie noch nie Antibiotika nehmen müssen, hat selten Fieber und höchstens mal eine Erkältung.“ 

Bezüglich ihrer veganen Ernährungsweise habe sie ihre Ärztin gar nicht beraten – sie habe sich lediglich vergewissert, dass Nadine gut informiert und verantwortungsbewusst sei. „Um ehrlich zu sein, verbreiten viele Ärzte meiner Meinung nach unnötig Angst und falsches Halbwissen, wenn es um Ernährung geht“, findet die junge Mutter, „nur die allerwenigsten Mediziner haben auch nur ansatzweise genügend Kenntnisse über das Thema. Die Gebiete Schulmedizin und Ernährungswissenschaften haben einfach nichts miteinander zu tun, obwohl das natürlich unbedingt nötig wäre.“ Ihre Hebamme sei eine deutlich bessere Ansprechpartnerin zu diesem Thema gewesen, aber eben auch nicht perfekt. „Ich habe mich hauptsächlich bei seriösen Quellen im Internet, zum Beispiel beim Albert-Schweitzer-Institut, und anderen veganen Familien informiert“, sagt Nadine. Aufgrund der hohen Nährstoffdichte in ausgewogenen, frischen, veganen Speisen und der geringen Schadstoffbelastung, da Gifte und Medikamente in Fleisch enthalten sein können, sei die vegane Ernährung für sie in der Schwangerschaft genau richtig gewesen. Bei einer erneuten Schwangerschaft würde sie sofort mehr Jod supplementieren, ansonsten würde sie aber alles machen wie damals. Anderen Schwangeren rät Nadine: „Informiert euch gut und vielseitig. Bitte nicht zu sehr von Ärzten verunsichern lassen und immer auf die eigene Intuition hören. Ihr seid die Experten für euren Körper und euer Baby.“

Ständige Übelkeit „dank“ Laktoseintoleranz

„Als der Arzt mir aufzählte, was ich alles besser nicht mehr essen sollte, dachte ich erst mal Hui, jetzt musst du aber aufpassen“, erzählt Vanessa Palmen aus Neuss. Als die heute 36-Jährige mit ihren Zwillingen schwanger war – im März werden June und Nicolas zwei – wurde bei ihr eine Laktoseintoleranz diagnostiziert. Vanessa erinnert sich: „Zu dem Zeitpunkt, wo bei anderen die erste Übelkeit endlich vorbei ist, ging es bei mir erst richtig los. Weil niemand eine Ahnung hatte, dass es an der Laktose liegen könnte, habe ich sie natürlich auch nicht gemieden. Mir war ständig übel, ich hatte dauernd Durchfall und konnte irgendwann gar nichts mehr essen, weil es entweder oben oder unten sofort wieder rauskam. Deswegen musste ich auch mehrmals ins Krankenhaus, hatte vorzeitige Wehen und bekam meine beiden Kinder acht Wochen zu früh.“ Erst zwei Wochen vor der Entbindung fand der Gastroenterologe heraus, dass Vanessas Darm allergisch auf Laktose reagierte. Auf Anraten ihrer Gynäkologin habe sie während der Schwangerschaft Sushi, Rohwurst, Rohkäse, blutiges Fleisch und flüssiges Ei vom Speiseplan gestrichen. „Weil mein Blutdruck recht hoch war, habe ich auch komplett auf Koffein verzichtet“, erzählt sie, „kein Alkohol versteht sich hoffentlich von selbst. Ich war aber nicht dogmatisch dabei.“ Als die Intoleranz einsetzte und sie dadurch ständig Magen-Darm-Probleme hatte, sei sie froh gewesen, über „alles, was drinblieb“. Einen Arzt hält die Zwillingsmutter zwar für einen guten Ansprechpartner in Sachen Ernährung, wissenschaftlich fit sei er aber oft nicht. Da sie selbst eine medizinische Ausbildung habe, habe sie sich eingelesen – „mittlerweile gibt es so viele schwarze Schafe in diesem Bereich, die einem ihren Detox-Unsinn verkaufen wollen. Ich verlasse mich da lieber auf die Wissenschaft und mich selbst.“ Ihre Blutwerte ließ Vanessa regelmäßig überprüfen. Einen Eisenmangel ab dem sechsten Monat ihrer Schwangerschaft versuchte sie mit vom Arzt verschriebenen Tabletten auszugleichen. „Die habe ich aber nicht vertragen“, berichtet sie, „was dann ging waren eisenhaltige Fruchtsäfte. Da gibt es extra welche für Schwangere. Außerdem habe ich versucht mehr eisenhaltige Gemüsesorten und rotes Fleisch zu essen.“ Eine gute Schwangerschaft als Laktoseintolerante zu haben – ist das überhaupt möglich? „Definitiv ja“, findet Vanessa, „es hat ja nicht jeder so ein Pech wie ich. Wenn man weiß, dass man laktoseintolerant ist und schwanger wird, hat man sogar sehr oft das Glück, dass man in der Schwangerschaft komplett wieder alles essen kann. Das ist ein bekanntes Phänomen. Sollte die Intoleranz jedoch bleiben, sollte man unbedingt auf das Calcium achten, denn gerade in der Schwangerschaft hat man einen erhöhten Bedarf für die Knochenbildung des Kindes.“

Vegetarisch, vegan oder doch „normal“ – Ernährung in der Schwangerschaft
Schwanger und plötzlich laktoseintolerant: Vanessa Palmen mit ihren zwei gesunden Kindern (Foto: Palmen)

In der Schwangerschaft habe Vanessa nur neun Kilo zugenommen, da sie ja kaum etwas bei sich behalten konnte. Anschließend, als die Laktoseintoleranz dann bekannt war und sie wieder etwas essen konnte, kamen dafür weitere 15 Kilogramm dazu. „Mein Körper hat sich nach der langen Durststrecke wohl gedacht: Her damit, jetzt lagere ich für schlechte Zeiten alles ein, was ich kriegen kann.“ Während der Schwangerschaft habe sie eine Zeit lang besonders viel Lust auf Chips gehabt – „die esse ich sonst nie und mag sie eigentlich gar nicht.“ Später in der Schwangerschaft wollte sie dann gerne und oft rote Grütze. „Ich denke, dass der Körper und das Kind einen mit den Gelüsten zum Teil auch auf etwas hinweisen wollen und vielleicht diese Nährstoffe gerade einfach benötigen. Darum finde ich es in Ordnung diesen auch nachzugeben. Hat man natürlich Schwangerschaftsdiabetes und ständig Lust auf ein Kilo Eiscreme, würde ich aber schon die Reißleine ziehen“, sagt Vanessa. Inzwischen hat sie gelernt mit der Laktoseintoleranz zu leben und würde bei einer erneuten Schwangerschaft von Anfang an Laktose wieder komplett meiden. „Meine sonstige Ernährungsweise hat ja scheinbar funktioniert, denn ich habe trotz der schwierigen Schwangerschaft zwei gesunde Kinder mit einem ordentlichen Geburtsgewicht bekommen“, sagt sie. Anderen laktoseintoleranten Schwangeren würde sie raten, entspannt zu bleiben, gut und gesund zu essen und die Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen.

„Don´t worry! Very easy!“ – Dank asiatischer Ernährung zum gesunden Körper?

Prolog

Ein guter Journalist ist objektiv. Er recherchiert ein Thema in der Breite und in der Tiefe, bringt alle Fakten auf den Tisch, überlässt es aber dem Leser, sich eine Meinung zu bilden. So habe ich das an der Uni gelernt und auch bei meinen Praktika in diversen Redaktionen. Wer aber mal darauf achtet, merkt schnell, dass es kaum noch objektiven Journalismus gibt – weder in der Zeitung, noch im Fernsehen oder online. Ist ja auch schwierig, denn schon indem man als Journalist ein Thema auswählt, suggeriert man dem Leser wenigstens indirekt, dass es ein wichtiges Thema ist, mit dem er sich doch bitte beschäftigen sollte. Auch das, was am Schluss beim Leser hängenbleiben soll, steht meist schon vor dem Schreiben fest. Da zitiert man eine Studie und lässt eine andere, die etwas Gegenteiliges besagt, einfach weg. Oder man befragt eben nur diesen einen Spezialisten, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das sagt, was man sich für die schlussendliche Aussage seines Artikels vorgestellt hat. Bei Face2Face wollen wir genau das vermeiden – auch wenn das ein hohes Maß an Ausdauer erfordert.

Um für den folgenden Artikel unterschiedlichste Ansichten zusammenzustellen, habe ich über zehn potenzielle Interviewpartner – teilweise mehrfach – kontaktiert. Leider sahen sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., die Koordinierungsstelle für Ernährungsberatung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundeszentrum für Ernährung nicht in der Lage auch nur eine meiner Fragen zum Vergleich zwischen europäischer und asiatischer Ernährung zu beantworten. Während sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. noch nicht mit einem solchen Vergleich beschäftigt hat und außerdem „personell unterbesetzt“ ist (Bemerkung am Rande: Meine Anfrage habe ich Ende Januar für eine Veröffentlichung Ende April versendet), hat das Bundeszentrum für Ernährung keinen Experten im Haus, verweist aber immerhin auf eine Professorin an der Uni Kassel. Leider ist die trotz drei Mails und ebenso vielen Anrufen nicht erreichbar.
Glücklicherweise haben sich dann doch noch Interviewpartner gefunden. Das Resümee überlasse ich wie versprochen euch, liebe Leser!

Der Fall Jörg Krebber

Asthma, Allergien, Hepatitis A, B und C, chronische Darmentzündung – mit 25 Jahren gab ihn die Schulmedizin auf. Jörg Krebber, heute 71 Jahre alt, sah nur noch einen Ausweg: Asien. Dort, in einem nepalesischen Kloster nahe der Hauptstadt Katmandu, spricht ein Arzt nach einem Blick auf seine Zunge dann endlich die erlösenden, wenn auch recht überraschenden Worte: „Don´t worry! Very easy!“
Sechs Wochen später: Die Schwellung der Leber, ebenso wie die ständigen Schmerzen sind weg, die Verdauung hat sich normalisiert. Wie ist das möglich? Ist die asiatische Ernährung ausschlaggebend für Krebbers Heilung? Wie steht die europäische Ernährung im Vergleich da?
Drei Experten stehen uns Rede und Antwort: Prof. Dr. Angelika Messner, Leiterin des Chinazentrums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Präsidentin des
IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine), hat an der Peking-Universität studiert und durch zahllose Forschungs- und Lehraufenthalte in Peking, Shanghai und Hangzhou etwa fünf Jahre in Asien verbracht. Prof. Dr. Sigrid Hahn war in der Ernährungsberatung und -bildung tätig und hat seit vier Jahren die Professur Diätetik an der Hochschule Fulda, Fachbereich Oecotrophologie, inne. Und last but not least: Jörg Krebber. Er hat Ayurvedic und Traditionelle Chinesische Medizin studiert. Nach seiner Heilung verbrachte er weitere elf Jahre in Asien – heute unterrichtet er weltweit die Wege der 5-Elemente-Lehre zur Selbstheilung.

Experten für asiatische Ernährung (von links): Prof. Dr. Angelika Messner (Foto: Albert Mäkitalo), Prof. Dr. Sigrid Hahn (Foto: Hahn) und Jörg Krebber (Foto: Krebber)

Experten für asiatische Ernährung (von links): Prof. Dr. Angelika Messner (Foto: Albert Mäkitalo), Prof. Dr. Sigrid Hahn (Foto: Sigrid Hahn) und Jörg Krebber (Foto: Maria Krebber)

Asiatische versus europäische Ernährung – wo liegen die Unterschiede?

„Schon innerhalb von Europa unterscheiden sich die Ernährungsgewohnheiten sehr stark – nicht nur in Bezug auf die bevorzugten Lebensmittel, sondern auch auf die Tageszeiten, zu denen gegessen wird. Asien ist noch viel größer und unterschiedlicher als Europa, so dass es mit Sicherheit nicht die asiatische Ernährungsweise gibt“, sagt Hahn. Auch Messner betont „die großen regionalen
Unterschiede in Asien“. Gegenwärtig fänden auch in den Metropolen asiatischer Länder McDonalds und ähnliche Fast Food-Restaurants Eingang. Allerdings gebe es bekanntenmaßen auch in Europa große Unterschiede hinsichtlich Ernährung und Küche. Messner kann dennoch gewisse „Traditionslinien“ ausmachen: „Im gegenwärtigen europäischen Kontext kann man eine Vorliebe für eisgekühlte Getränke jedweder Art (Alkohol oder gesüßte Soft-Getränke), Kaffee, Brötchen bzw. Müsli zum Frühstück, ausladende Fleischgerichte mit Kohlehydrat-Beilagen und eine Süßspeise als Nachspeise feststellen. Demgegenüber ließe sich in asiatischen Kontexten die Vorliebe für warme Getränke (Heißwasser und/oder Tee), zum Frühstück sowie zu Mittag- und Abendessen Suppen, Gemüse, Nudeln und Reis, sowie verhältnismäßig wenig Fleisch und Fisch ausmachen.“ Vor allem im Zusammenhang mit der Traditionellen Chinesischen Medizin fungieren Lebensmittel in Asien als Teil von Prävention und Therapie, so Messner. Die heilende Wirkung vieler asiatischer Speisen sieht Krebber in der Fermentation. „Wir verdauen, indem unser Darm organische Stoffe mithilfe von Enzymen verarbeitet“, erklärt er, „beim Fermentieren passiert genau das. Wenn die Nahrung, die wir zu uns nehmen, bereits fermentiert ist, wie das bei den Asiaten oft der Fall ist, erleichtert das die Verdauung. Sterben die Enzyme im Darm ab, werden wir krank, können durch fermentierte Speisen aber wieder Enzyme zuführen und uns so selbst heilen. Joghurt und Buttermilch sind beispielsweise das Ergebnis eines Fermentationsprozesses von Milch.“

Können asiatische Ernährungsweisen oder asiatische Medizinansätze heilen?

„Die „moderne“ westliche Medizin trat mit Beginn des 20. Jahrhunderts ihren weltweiten Siegeszug an, zumal sie höchst wirksame Methoden zur Bekämpfung von Tuberkulose und anderen Epidemien bereithielt. Heute hat sich die Situation weltweit dahingehend geändert, dass die so genannten „nicht übertragbaren“ Krankheiten, also Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen für weitaus mehr Todesfälle sorgen als die „übertragbaren Krankheiten“, erklärt Messner.

Asiatisches Essen ist beliebt - aber kann es auch heilen? (Foto: T. Gartner)

Asiatisches Essen ist beliebt – aber kann es auch heilen? (Foto: T. Gartner)

Weltweit seien gegenwärtig etwa 70% aller Todesfälle auf nicht übertragbare Krankheiten zurück zu führen. Dementsprechend bestehe dringlicher Handlungsbedarf mit Blick auf Lebensstil und Prävention. „Hier können asiatische Medizinsysteme, wie die Traditionelle Chinesische Medizin, einen grundlegenden Beitrag leisten, der nachhaltig und substantiell ist.“ Hahn sieht in diesem Zusammenhang die als typisch asiatisch geltende Ernährungsweise als Teillösung: „Studien zeigen, dass eine pflanzenbetonte, fettarme Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Fisch vor Übergewicht und den damit in Zusammenhang stehenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II und Fettstoffwechselstörungen oder Herzinfarkt schützt. Auch das Karzinomrisiko, also die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen an Haut und Schleimhaut, ist reduziert.“

Ist der Fall „Jörg Krebber“ ein Beweis für die Wirksamkeit von asiatischer Ernährung und Medizin?

„Für mich sind Einzelfälle grundsätzlich nicht aussagekräftig“, sagt Hahn. „Um Empfehlungen geben zu können, müssen immer möglichst viele Menschen betrachtet werden, da alles andere auch Zufall sein kann.“ Messner dagegen bezeichnet Krebber als ein „gutes Beispiel für die Wirkungsweise von Ernährung auf die Gesundheit“.

Was können wir aus der „China Study“ schließen?

2004 veröffentlichten T. Colin Campbell, emeritierter Professor für Biochemie an der Cornell University, und sein Sohn Thomas M. Campbell die sogenannte „China Study“. Die Studie wurde im ländlichen China der 1970er und 1980er Jahre durchgeführt. Das Ergebnis: Je geringer der Anteil tierischer Nahrungsmittel an der Ernährung ist, desto gesünder sind die Menschen.
„Die China Study ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie zentral Ernährung für die Aufrechterhaltung und die Wiederherstellung von Gesundheit ist“, sagt Messner. Seine „Power ohne Ende“ verdankt Krebber laut eigener Aussage seiner veganen Ernährung nach alter Ayurveda – diese ist reich an Eiweiß und Fermentationsprodukte. „Die Leute schätzen mich generell 20 Jahre jünger als ich bin. Auch meine fünf Kinder sind so aufgewachsen – völlig problemfrei.“ Kritischer sieht dagegen Hahn die „China Study“ und damit die vegane Ernährung: „Ein völliger Verzicht auf tierische Produkte ist wenig sinnvoll, da einige lebensnotwendige Nährstoffe, allen voran Vitamin B12, nur oder überwiegend in tierischen Produkten vorkommen. Vegane Ernährung ist ohne Supplementation oder die künstliche Anreicherung von Lebensmitteln mit Nährstoffen gesundheitsschädlich. Ich halte vegane Kost für „nicht artgerecht“ für den Menschen, denn wir sind „Omnivore“, also Allesfresser.“ Allerdings würden auch offizielle Stellen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. und das Bundeszentrum für Ernährung eine Erhöhung des Anteiles pflanzlicher Lebensmittel und einen mäßigen Konsum tierischer Lebensmittel empfehlen, so Hahn.

Laktoseintoleranz – Normalität oder Krankheit?

Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall sind typische Symptome einer Laktoseintoleranz. Die Fähigkeit, Milchzucker zu verarbeiten, nimmt genetisch bedingt im Erwachsenenalter ab – Laktoseintoleranz ist also eigentlich der „Normalzustand“, oder? „In Europa hat sich die Mutation, also die Veränderung der Erbinformation, hin zur Verträglichkeit von Milchzucker im Erwachsenenalter sehr schnell durchgesetzt“, sagt Hahn. „Nicht zuletzt, weil hierdurch Milch als sehr gute Proteinquelle zur Verfügung stand. Entsprechend haben sich in Europa Ernährungsgewohnheiten entwickelt, die viel Milch und Milchprodukte enthalten.“ Medizinisch sei eine Laktoseintoleranz keine schwere Erkrankung, da sie durch das Meiden von Milchzucker ohne Folgen behandelt werden könne, so Hahn. Messner sieht die Laktoseintoleranz als Nebenerscheinung des „übermäßigen Konsums von Milchprodukten“ und rät dazu, sie ernst zu nehmen.

Soja – Proteine und Phytoöstrogene

Die Sojabohne ist ebenso wie Fleisch ein hochwertiger Proteinlieferant – da sind sich die drei Experten einig. Wenn es um die Auswirkungen von Soja auf unsere Gesundheit geht, scheiden sich jedoch die Geister: Während Hahn zu Bedenken gibt, dass die in Soja enthaltenen Phytoöstrogene insbesondere bei Frauen in der Menopause problematisch sein können und im Verdacht stehen, Brustkrebs zu fördern, spricht Messner von zahlreichen Studien, die zeigen, dass Frauen in ostasiatischen Kontexten deutlich weniger an Beschwerden in der Menopause leiden. Ist der Verzehr von Sojaprodukten nun schädlich oder förderlich?

Gesund oder voller Phytoöstrogene? Produkte aus Sojabohnen, wie Tempeh, sind häufig in der Kritik (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Gesund oder voller Phytoöstrogene? Produkte aus Sojabohnen, wie Tempeh, sind häufig in der Kritik (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Vielleicht hat Krebber ja des Rätsels Lösung parat: „Bei vielen Studien kommt heraus, dass bestimmte Anteile der Sojabohne für den menschlichen Körper schädlich sind – Tatsache ist aber, dass wir ja nicht die Sojabohne essen, sondern zum Beispiel Tempeh, ein fermentiertes Produkt aus der Sojabohne. Viele der in Studien aufgedeckten, schädlichen Stoffe sind in Tempeh gar nicht enthalten.“ Die Phytoöstrogene, die Hahn zu bedenken gibt, seien auch in anderen Hülsenfrüchten enthalten – ebenso wie in tierischen Produkten, da sie über Futter- bzw. Düngemittel in unsere Nahrung gelangen, so Krebber. So hätten 100g Käse 20-mal mehr Phytoöstrogene als 100g Sojabohnen. „Wichtig ist, dass wir darauf achten, biologisches Tempeh oder Tofu aus nicht genmanipuliertem Soja zu kaufen“, sagt Krebber. Geschmacklich komme es dann noch auf die Zubereitung an. „Viele finden ja, dass Tofu nicht schmeckt, aber die Natur hat keine fertigen Menüs wachsen lassen“, sagt Krebber, „wenn man auf der Wiese in eine Kuh beißt, schmeckt das auch nicht.“

So ernähren sich unsere Experten

„Kein Lebensmittel ist auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt, somit muss ich möglichst unterschiedliche Lebensmittel zu mir nehmen, um mich ausgewogen zu ernähren“, erklärt Hahn. Ihre Familie esse daher besonders vielseitig, wobei sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel einschließlich Fleisch auf dem Speiseplan stehen. Sie koche daher täglich mit frischen Produkten der Saison, „was aber niemals fehlen darf, ist ein schöner Rohkostsalat, da er mir einfach besonders gut schmeckt.“
Was das Frühstück angeht, hat sich Messner den Asiaten angepasst: „Morgens essen wir warm, zum Beispiel Hafer- oder Reisbrei. Gemüse und Obst stehen immer in ausreichendem Maß auf unserem Speiseplan. Außerdem habe ich schon früh gelernt, grünen Tee oder einfach „heißes Wasser“ zu genießen.“
Krebber isst seit 50 Jahren vegan nach alter Ayurveda, also mit reichlich Eiweiß und Fermentationsprodukten, und hat auch seine fünf Kinder so großgezogen. Außerdem achtet er bei seiner Ernährung auf das Verhältnis der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die verschiedenen Nahrungsmittel werden dabei den Elementen zugeordnet und ausgeglichen kombiniert. Zum Erdelement gehören beispielsweise alle Wurzelgemüse, wie Karotte oder Sellerie.

Gewinnspiel

Keine Angst (mehr) vor Soja und Lust mal ein typisch asiatisches Lebensmittel auszuprobieren? Wir verlosen handgemachtes, bio-zertifiziertes Tempeh aus Markus Schnappingers Tempehmanufaktur im Wert von 30 Euro inklusive Versand. Tempeh ist eine indonesische Spezialität aus fermentierten Hülsenfrüchten, ist protein- und ballaststoffreich und entfaltet vor allem beim Anbraten sein nussiges Aroma.

Sie tüten gerade euren Gewinn ein: Markus und Stephanie Schnappinger von der Tempehmanufaktur (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Sie tüten gerade euren Gewinn ein: Markus und Stephanie Schnappinger von der Tempehmanufaktur (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel tun müsst: Schreibt bis einschließlich Sonntag, 6. Mai 2018, 23:59 Uhr eine E-Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Tempeh“. In der E-Mail sollten euer Vor- und Nachname sowie eure Adresse enthalten sein, da die Tempehmanufaktur das Tempeh per Post an den glücklichen Gewinner senden wird. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners sowie die Information derjenigen, die leider nicht gewonnen haben, erfolgt spätestens am Dienstag, 8. Mai 2018 via E-Mail.
Wir drücken die Daumen!

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird vom Online-Magazin Face2Face durchgeführt. Den Versand des Gewinns übernimmt die Tempehmanufaktur.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier und im Folgenden schließt die männliche Form die weibliche ein. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen und die Adresse bzw. den Namen und die Adresse des möglichen Gewinners hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet, beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich das Online-Magazin Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht für den möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per E-Mail über ihren Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass der Gewinn von der Tempehmanufaktur an den Gewinner versendet wird, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
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§ 6 Sonstiges
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Fasten – was ist denn das?

„Das ist ja kein richtiges Fasten“, meinte meine Stiefmutter, als ich im letzten Jahr zum Beginn der christlichen Fastenzeit beschloss, kein Fleisch mehr zu essen. „Du verzichtest ja auf nichts.“ Selbst wenn mir das Nichtessen von Fleisch keine großen Probleme bereitet, stimmt der Satz so natürlich nicht. Denn ich musste den kompletten Speiseplan der Familie umstellen, konnte nicht mehr viele „schnelle“ Mahlzeiten zubereiten und manche Gerichte zu umgehen, war durchaus nicht leicht. Gegrilltes Hähnchen beispielsweise. Irgendwann war da diese Vorstellung, wie Fleisch schmeckt, aber als ich eines Tages gekostet habe, musste ich merken, dass die Vorstellung nichts mit der Realität zu tun hat. Meine Idee von Fleischgeschmack war eine ganz andere als der tatsächliche Geschmack. Was hat dieses Fasten also gemacht?

Verzicht zur Selbstfindung

Fasten - was ist denn das?

Fasten bedeutet weniger essen. Oder? (Foto: braetschit / pixabay.de)

Zunächst ist der Grundsatz gar nicht so falsch. Im Fasten geht es darum, zu verzichten. Auf Annehmlichkeiten und Alltägliches. Es geht um Entbehrung und das Bewusstsein, etwas nicht zu tun. In den traditionellen Fällen ist das Essen. Gerade, als es Nahrung nicht wie heute im Überfluss gab, rief sich der Fastende ins Bewusstsein, was wirklich wichtig ist. Wie weit er Nahrung reduzieren kann, ohne sie zu vermissen. Wie er sich selbst beherrschen kann. Selbstregulation, Besinnung auf die Entbehrung, im Grunde ähnlich wie Meditationstechniken. Im christlichen Sinne geht es dabei auch darum, Gott näher zu kommen, sich des weltlichen Bedürfnisses bewusst zu werden. Nun ja. Ich erinnere mich da gerne an die Szene aus „Chocolat“, als der streng fastende Bürgermeister seinem Verlangen nachgibt und die Auslage des Schaufensters der Chocolaterie verputzt.

Verzicht, um mehr zu sehen

Gut gemacht ist Fasten allerdings viel mehr, als mal Zucker oder Fleisch wegzulassen. Hungern für den Weltfrieden? Funktioniert einfach nicht. Wer aber in der Fastenzeit nicht nur auf Nahrung achtet, sondern auch auf sein Verhalten, kann die Zeit tatsächlich nutzen, um umzudenken. Statt nur auf sich selbst gerichtet zu entbehren, lohnt es sich, den Radius zu erweitern. Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Wo fahre ich zu schnell und unnötig aus der Haut? Kann ich vielleicht mein Ego zurücknehmen Streit „fasten“, mehr Zeit mit meinen Freunden, meiner Familie verbringen und dadurch merken, was wirklich wichtig ist.

Verzicht ist persönlich

Fasten - was ist denn das?

Fasten heißt auch, sich auf das Wichtige zu konzentrieren: weniger ich, mehr wir (Foto: nastya_gepp / pixabay.de)

Gern genannt werden dazu heute Autofasten oder Handyfasten. Einfach mal sein lassen und sehen, dass es auch so funktioniert. Über die Bahn lässt sich genauso gut schimpfen wie über andere Autofahrer oder volle Autobahnen. Mal nicht täglich in den sozialen Medien rumhängen, stattdessen die Augen aufmachen und den Menschen anreden, der (wir fahren ja jetzt Bahn) neben uns sitzt. Sich ein bisschen neu justieren. Und ja, es ist eine Entbehrung, kein Auto zu nutzen oder Twitter nicht zu öffnen. Und manche Dinge sind aus verschiedenen Gründen für den einen nicht machbar, aber dann eben für den anderen. Fasten ist etwas sehr Persönliches.

Verzicht schlägt Wellen

Nicht nur, weil jeder auf etwas anderes verzichten kann, sondern eben auch, weil unsere Grenzen unterschiedlich sind. Für eine Sechzehnjährige ist das Ausschalten des Smartphones vielleicht wesentlich tragischer, als für ihre Mutter. Das heißt nicht, dass die Mutter dann nicht fastet. Im Gegenteil. Denn auch wenn sie ihr Handy liegen lässt, wird das einiges ändern. Auch die Tochter muss dann einen anderen Weg suchen, um mit ihr zu kommunizieren. Ein kleiner Stein, der Wellen schlägt. Mein Fleischfasten hat bewirkt, dass meine ganze Familie ebenfalls fast vollständig auf Fleisch verzichtet hat. Und dass schnell klar war, nicht nur ich vermisse es nicht. Verschiedene Kulturen kennen unterschiedliche Fastenzeiten und verschiedene Regeln dazu. Dahinter steht allerdings immer, sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst zu werden, der Fesseln unserer Welt und der Überlegung, wie sehr wir ihnen Folge leisten müssen – und wie sehr wir ihnen Folge leisten wollen. Übrigens: Sonntags wird im Christentum nicht gefastet. Dann darf auch mal das Kuchenstück oder ein Glas Wein auf den Tisch.

Eine zweite Chance für Brot und Brötchen

Rund 15% der etwa 82 kg Lebensmittel, die jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr in die Tonne wirft, sind Backwaren. Das hat 2012 eine Studie der Universität Stuttgart, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wurde, ergeben. Kein Wunder, denn Backwaren landen in der Regel nach acht oder neun Stunden in den Bäckereien im Müll und werden nur selten zu Tiernahrung verarbeitet. Und das obwohl sie noch genießbar sind. Seit April 2012 bekommen Backwaren vom Vortag im Laden „BrotPosten“ am Frauenlobplatz in Mainz dank Inhaber Abdelmajid Hamdaoui und seiner Frau eine zweite Chance. Wir haben mit ihm über seine Geschäftsidee gesprochen.

Eine zweite Chance für Brot und Brötchen

Gibt Backwaren vom Vortag eine zweite Chance: Abdelmajid Hamdaoui, Inhaber von „BrotPosten“ in Mainz (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Wie ist die Idee zur Gründung von BrotPosten entstanden?

Hamdaoui: Dieses Konzept habe ich 1988 in Heidelberg gesehen. Da war ein Bäcker, der hat jeden Morgen alle seine Retouren von fünf oder sechs Filialen in einer Filiale zwischen 6 und 9 Uhr morgens zum halben Preis oder für weniger verkauft. Ich bin studierter Wirtschaftsinformatiker. Irgendwann habe ich keine Lust mehr auf Büro- und Schreibtischarbeit gehabt und habe zu meiner Frau gesagt: Ich höre jetzt auf. Und sie: Was willst du machen? Ich: Eine Bäckerei, weil es so schön duftet. Mehr ist mir nicht eingefallen. Dann habe ich angefangen zu recherchieren. Es gab damals nur einen ähnlichen Laden in Deutschland, der war in Lehrte in Niedersachsen. Ich bin dorthin gefahren und habe mir das angeguckt. Und dann habe ich losgelegt.

Face2Face: Wieso heißt Ihr Geschäft „BrotPosten“?

Hamdaoui: Es ist ein „Brotrestposten“. „Restposten“ ist ein bisschen negativ aufgeladen, deshalb habe ich „Rest“ weggelassen und es blieb „BrotPosten, lecker und günstig“.

Face2Face: Wie kam es zu diesem Standort?

Hamdaoui: Ich wohne seit 2004 in Mainz. Als ich in Lehrte war, habe ich mich mit dem Inhaber und seiner Frau unterhalten und dann hieß es: Mindestens 20.000 Einwohner, die innerhalb von fünf bis zehn Minuten zu Fuß zu dir kommen könnten, Schulen und noch ein paar andere Geschäfte in der Nähe wären nicht schlecht. Manchmal meint es der Zufall sehr gut mit mir. Ich suchte also nach einem geeigneten Laden, als der Hausmeister gerade ein Zu Vermieten“-Schild an die Tür gehängt hat. Ich habe sofort angerufen.

Face2Face: Woher beziehen Sie die Backwaren?

Hamdaoui: Ich habe mehrere Bäckereien angefragt; einer hat mich ausgelacht und ein anderer sagte, dass er es sich überlegen will und seitdem habe ich ihn nicht mehr angesprochen. Die „Kaiser Biobäckerei“ hat dann sofort zugesagt, genauso wie die „Landbäckerei Mayer“, als sie gehört haben, dass „Kaiser“ mitmacht. Und seitdem funktioniert es einwandfrei. Sie verdienen kein Geld hier, aber sie wollen nicht, dass die Ware, die sie mit Liebe und der ganzen Professionalität gemacht haben, nach acht oder neun Stunden weggeworfen wird.

Face2Face: Das heißt die Bäckereien bekommen gar nichts dafür?

Hamdaoui: Es gibt eine Pauschale, die sie von mir bekommen. Ich bezahle sozusagen den Fahrer bzw. die Stunde, die er braucht, um mit den Backwaren hierher zu kommen.

Face2Face: Wird noch einmal eine Qualitätskontrolle von „BrotPosten“ durchgeführt, bevor die Backwaren in die Auslage kommen?

Hamdaoui: Jeden Morgen nehmen wir jedes Teil in die Hand. Was wir selbst nicht essen würden, kommt weg.

Face2Face: Wie viele Backwaren werden pro Tag in etwa geliefert?

Hamdaoui: Pro Tag 500 bis 600 Stück.

Face2Face: Wie viel wird am Tag ungefähr verkauft?

Hamdaoui: Zwischen 60 und 75% wird auch verkauft.

Eine zweite Chance für Brot und Brötchen

Immer noch genießbar: Brote vom Vortag bei „BrotPosten“ (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Was ist alles im Sortiment?

Hamdaoui: Alles, was ein Bäcker hat, außer belegte Brötchen. Eben alles, was übrig bleibt: Brötchen, alle Sorten Körnerbrötchen, alle Sorten Brot, Teilchen, Kirschkuchen. Was die Bäcker für die Saison backen, kommt auch alles hier rein.

Face2Face: Was kosten ein Brötchen und ein Brot durchschnittlich bei „BrotPosten“?

Hamdaoui: Ein Brot kostet zwischen 1 Euro und 1,50 Euro, je nachdem, wie groß es ist. Körnerbrötchen, Bagel, Brezeln und Croissants kosten 25 Cent. Weiße Brötchen, Kaiserbrötchen und Schrippen kosten 5 Cent und alle Teilchen und Baguettes kosten 60 Cent. Also kann sich hier jeder etwas leisten.

Face2Face: Wie viele Kunden kommen ungefähr pro Tag?

Hamdaoui: So im Durchschnitt 120 Kunden täglich. Samstags und freitags immer noch mehr. Unsere Kunden sind Ärzte, Anwälte, Apotheker, Abteilungsleiter, Rentner, Schüler und Studenten.

Face2Face: Und was wird am meisten von den Kunden gekauft?

Hamdaoui: Bei der Bioware von „Kaiser“ wird jeden Tag zugegriffen. Da bleibt kaum etwas übrig. Die Kunden mögen aber auch die Körnerbrötchen und die Süßteile von „Mayer“.

Face2Face: Was passiert mit den Backwaren, die nicht verkauft werden?

Hamdaoui: Jeden zweiten Tag, das heißt Dienstag, Donnerstag und Samstag, gibt es Foodsharing. Die Foodsharer holen sich dann ab, was übrig bleibt und das verteilen sie weiter. Und dann gibt es noch die Lebensmittelausgabe „Brotkorb“. Die verteilen einmal die Woche unter den Bedürftigen und nehmen auch einiges, was wir nicht ins Regal gestellt haben. Wir geben auch viel kostenlos ab, zum Beispiel, wenn Leute kommen, die ein paar Flüchtlinge mit Kindern kennen. Der „BrotPosten“ ist eben ein Geschäft, das nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herz geführt wird. Es ist schwierig in diesen Zeiten, aber es funktioniert. Und der Rest, der übrig bleibt, wird dann von vier oder fünf Bauern abwechselnd für die Tiere abgeholt.

Der „BrotPosten“ am Frauenlobplatz 1 in Mainz ist dienstags bis freitags von 10 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Neben dem „BrotPosten“ betreibt Abdelmajid Hamdaoui auch noch einen Unverpackt-Laden in der Kurfürstenstraße 49 in Mainz. Hier ist Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Rohkost und Fitness – „FitnRaw“ im Selbstversuch

Fit werden mit Rohkost – geht das überhaupt? Sabine aus Remscheid, Gewinnerin des FitnRaw-Gewinnspiels, hat das für uns getestet. Vier Wochen lang „kochte“ und trainierte sich die 33-jährige Mediengestalterin durch das Fitness- und Ernährungsprogramm „FitnRaw“. Ihr unabhängiges Fazit – nur auf Face2Face.

Gesünder und ausgeglichener dank Rohkost?

Viermal die Woche mache ich Kraftsport – beim Fitness-Teil des Online-Kurses sehe ich also keine größeren Probleme auf mich zu kommen. Bauchschmerzen bereitet mir dagegen der Ernährungs-Part: Ich esse zwar bereits rein pflanzlich, aber komplett auf Rohkost umzustellen, wird sicher eine Herausforderung. Wieso ich „FitnRaw“ trotzdem unbedingt ausprobieren will?
Ich denke, dass ich mit dem richtigen Wissen über Rohkost noch einiges mehr an sportlicher Leistung und gesundheitlichem Wohlbefinden erreichen kann. Außerdem verspreche ich mir eine gesündere und ausgeglichenere Darmflora. Mal schauen, was sich innerhalb der kommenden vier Wochen tut!

Woche 1: Nicht zu streng mit sich sein

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Mit einem Morgenritual in den Tag starten – das gefällt mir gleich zu Anfang richtig gut und lässt sich auch super in den Alltag integrieren. Bei den anderen Übungen fehlt es mir noch ein bisschen an Balance und Beweglichkeit, aber das kommt hoffentlich noch!
Eine Aufgabe der ersten Woche besteht darin, Rezepte für leckere Rohkost-Mahlzeiten zu suchen und sie dann auszuprobieren – das macht richtig Spaß. Weniger Spaß hatte ich dabei, meinem Partner warmes Essen vorzubereiten, während ich nur etwas Kaltes bekommen habe.
Der Appetit auf etwas Warmes war leider da – auch wenn alles, vor allem die grünen Smoothies, sehr lecker war. Außerdem hatte ich mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und war zeitlich damit überfordert, meine Rohkosternährung richtig zu planen. Die erste Woche hat mich definitiv gelehrt, dass aller Anfang schwer ist. Aber ich habe auch gelernt, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein darf, wenn etwas mal nicht so klappt. Also mache ich einfach weiter!

Woche 2: Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Die Rohkostpizza war ein Gedicht! Mein Partner war sogar neidisch, sodass ich am Wochenende nochmal eine zubereiten durfte. Neben Essen und Sport ging es die Woche auch ans Mindset: Bei einer Selbstdiagnose sollte ich unter anderem negative „Ich bin“-Aussagen treffen. Das ist mir eher schwergefallen, weil ich mich doch als sehr positiven Menschen bezeichnen würde.
Das Zubereiten der Speisen hat dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und ich bin wirklich überrascht, wie schnell man neue Gewohnheiten in seinen Alltag einbringen kann, wenn der Wille stark genug ist.
Ich fühle mich diese Woche viel besser als in der ersten. Die Verdauungsprobleme haben sich gelegt und ich spüre insgesamt eine Verbesserung.

Woche 3: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Ich fühle mich super! In dieser Woche habe ich mich sehr mit Gewohnheiten und Veränderungen beschäftigt. Jeden Tag Liegestützen machen, das Handy auch mal auslassen oder den Schrank ausmisten – alles vermeintliche Kleinigkeiten, die aber doch richtig guttun.
Der sportliche Part hat mir die Woche auch sehr gut gefallen: Das leichte Beintraining ist super für zu Hause oder wenn man mal unterwegs ist, nicht so viel Zeit hat, sich aber trotzdem bewegen möchte. Insgesamt komme ich mit den Übungen gut zurecht, obwohl mir manchmal etwas die Puste fehlt. Da merke ich dann, dass Ausdauertraining auch wichtig ist.
Beim Essen bin ich zwiegespalten: Kürbissuppe schmeckt mir warm und mit Kokosmilch einfach besser als in der Rohkostversion. Dagegen waren die Zucchini-Karotten-Zoodles mit Tomatensauce und Hefeflocken richtig lecker.
Ich finde es toll, dass ich immer weiter an mir arbeiten kann, wenn ich nur erstmal die Blockaden in meinem Kopf löse.

Woche 4: Sonnengruß und Wirsing-Chips

Ich habe eine neue Lieblingsübung: Den Sonnengruß! Dabei kommt der Kreislauf in Schwung und der ganzen Körper wird gedehnt. Man kann die Übung auch einfach zwischendurch mal machen, wenn man sich gerade abgeschlagen oder müde fühlt, einem kalt ist und man sich etwas aufwärmen will. Perfekte Übung – Daumen hoch! Außerdem habe ich festgestellt, wie entspannend ein kleines Workout am Abend sein kann.
Essenstechnisch waren die marinierten Wirsing-Chips aus dem Dörrautomaten eine echte Offenbarung für mich: einfach eine super-leckere Knabberei für zwischendurch.

Fitter, frischer, wacher

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Mein Fazit nach vier Wochen „FitnRaw“: Zu 100% Rohkost kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre mir auf Dauer zu anstrengend. Vor allem das Essengehen mit Freunden und das spontane Eis in der Sonne oder Popcorn im Kino haben mir gefehlt.
Auf jeden Fall werde ich aber mehr Rohkost oder auch komplette Rohkosttage in meinen Alltag integrieren. Damit fühle ich mich einfach viel fitter, frischer und wacher.
„FitnRaw“ ist ein gutes Einsteigerprogramm: Nelly gibt einen spannenden Einblick in Sachen Rohkosternährung und Kay motiviert zum Sport und zu Veränderungen im gesamten Lebensstil.
Etwas gefehlt haben mir Angaben zu Kalorien, Nährstoffen und Vitaminen, damit ich auch weiß, wie viel von welchen Lebensmitteln ich zu mir nehmen sollte.
Was ich auf jeden Fall beibehalten werde, ist das Morgenritual, damit ich immer gut in den Tag starten kann, und die Motivation, etwas zu ändern, wenn ich es wirklich will.

Gewinnspiel: Fit werden und rohköstlich essen mit „FitnRaw“

Von Daniel Aminatis „Mach dich krass“ bis zu Sophia Thiels „Strong & Sexy“ – Fitness- und Ernährungsprogramme gibt es viele.
Die Face2Face-Redaktion möchte euch aber ein ganz besonderes Programm vorstellen – und nicht nur das: Mit etwas Glück könnt ihr eines von insgesamt zehn Modulen kostenlos testen.

„FitnRaw“ – worum geht´s eigentlich?

Mit Rohkost und Sport wollen sie den Teilnehmern ihres Online-Kurses „FitnRaw“ zu einem neuen, selbstbewussten ICH verhelfen – Nelly Reinle-Carayon und Kay Fitzgibbons sind Expertinnen auf ihrem Gebiet. Nelly ist ausgebildete Ernährungs-, Lebens- und Gesundheitsberaterin, betreibt das vegane RohKöstlich BistRoh® in Speyer und bietet als Leiterin der Rohkost-Schule kulinaRoh® unter anderem einen einjährigen Weiterbildungskurs „Fachberater für Rohkosternährung (IHK)“ an. Kay ist Fitnesstrainerin, Massagetherapeutin und Motivationscoach. Die Leiterin des Fitnessstudios KANKUNAfit weiß, wie man den inneren Schweinehund besiegt.
Gemeinsam haben die beiden Speyrerinnen 10 Module, 33 Arbeitsskripte, 44 Videoanleitungen und 55 Rezept- und Trainingsvideos erarbeitet. Weitere Infos zum Online-Kurs findet ihr auf Facebook und auf der Website.

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport - das verspricht der Online-Kurs "FitnRaw" (Foto: FitnRaw)

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport – das verspricht der Online-Kurs „FitnRaw“ von Nelly und Kay (Foto: FitnRaw)

Mittrainieren, -kochen und -essen – das Gewinnspiel

Face2Face verlost exklusiv die Teilnahme am ersten Modul von „FitnRaw“ im Wert von etwa 50 Euro. Dabei lernt der Gewinner bei Kay unter anderem, wie er alte Gewohnheiten hinter sich lassen und dafür neue Gewohnheiten in seinen Alltag integrieren kann. Nelly erklärt im ersten Modul alle wichtigen Grundlagen zum Thema Rohkost. Außerdem könnt ihr mithilfe eines Drei-Tage-Plans herausfinden, ob Rohkost überhaupt eine Alternative für euch ist.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel tun müsst: Schreibt bis einschließlich Donnerstag, 31. August 2017, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „FitnRaw“. In der Mail sollte euer Vor- und Nachname enthalten sein. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 4. September 2017 via Mail.
Der glückliche Gewinner berichtet dann im Oktober auf Face2Face über seine Erfahrungen mit „FitnRaw“ – dabei wird er natürlich von der Redaktion unterstützt. Wir drücken die Daumen!

 

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird vom Online-Magazin Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier und im Folgenden schließt die männliche Form die weibliche ein. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen bzw. den Namen des möglichen Gewinners hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden. (5) Mit seiner E-Mail erklärt sich der Teilnehmer bereit in Absprache mit der Face2Face-Redaktion einen Artikel über seine Erfahrungen mit dem „FitnRaw“-Programm zu schreiben, sodass dieser im Oktober auf www.face2face-magazin.de publiziert werden kann.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich das Online-Magazin Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per E-Mail über ihren Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das die Teilnahme an Modul 1 von „FitnRaw“ durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes ihr Name öffentlich bekannt gegeben wird, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle eingesandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Dein Plan für eine vegane Woche

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Einfach und schnell vegan kochen mit Zutaten aus dem Supermarkt – dabei wollen wir dich unterstützen. Ganz egal, ob du vorhast, deine Ernährung dauerhaft umzustellen, oder einfach nur mal „reinschnuppern“ willst – mit unserem Plan für eine vegane Woche inklusive Einkaufsliste und Snackideen gelingt beides völlig stressfrei.

Spare Zeit!

Keine zeitraubende Suche nach guten Rezepten, stundenlanges In-der-Küche-stehen oder das Abklappern von drei verschiedenen Einkaufsläden – mit unserem Plan sparst du vor allem eins: wertvolle Zeit.

Eiweißquellen inklusive

Wo bekomme ich denn meine Proteine her ohne Fleisch und Eier? Keine Sorge – die Rezepte aus dem Plan enthalten Hülsenfrüchte und Sojaprodukte, also natürliche pflanzliche Eiweißquellen.

In den Einkaufswagen: Deine vegane Woche

Unseren Plan für eine vegane Woche plus Einkaufsliste und Snackideen könnt ihr für zehn Euro über diese E-Mail-Adresse bestellen: tatjana.gartner@face2face-magazin.de. Schreibt in den Betreff einfach „Vegane Woche“ und in die E-Mail euren vollständigen Namen plus Anschrift. Eure Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt und nach Abwicklung der Bestellung wieder gelöscht.

Eure Vorteile auf einen Blick

  • 7 Hauptgerichte für zwei Personen
  • alle Zutaten gibt´s im Supermarkt
  • unkompliziert und schnell vegan kochen
  • Snackideen für zwischendurch
  • Zeit für die Zubereitung: max. 30min

Viel Spaß bei eurer veganen Woche!

Du liebst Fleisch und kannst dir ein Leben ohne tierische Produkte nicht vorstellen? Dann lies den Erfahrungsbericht unseres IT-Managers Denis. Er hat den Face2Face-Plan für eine vegane Woche ausprobiert und den Selbstversuch gewagt – von Spanferkel zu Tofu.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährungsumstellung auf vegan“ findest du HIER.