Mehr als nur Geschichte: Das DDR-Museum in Berlin

Das Leben in der ehemaligen DDR: Insbesondere für die jüngere Generation ist dies schwer greifbar, obwohl der Fall der Mauer gerade mal 26 Jahren zurückliegt. Wie genau lebte es sich in der DDR? Welche Produkte waren typisch? Wie sah eine klassische Wohnung im Plattenbau aus? Auf diesen Fragen und vielen mehr hat das DDR-Museum in Berlin die passenden Antworten parat. Das Ziel ist es in die Welt der ehemaligen DDR einzutauchen, zu begreifen, was es bedeutete in der DDR zu leben und zu arbeiten.

Das Konzept geht auf: Das Museum setzt auf Interaktivität . Kein durchgängiges, schnödes Lesen von Texttafeln oder eine Aneinanderreihung von Kurzfilmen. Die Abwechslung, die das Museum bietet, macht einen Besuch sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant und lohnenswert.

Du hast Lust dir eine originalgetreue Wohnung anzuschauen, wie sie tausendfach in der DDR vorkam? Dank einer Nachbildung ist dies möglich. Küche, Bad, Wohnzimmer: Sogar der Fernseher mit DDR-Fernsehprogrammen läuft, sodass man sich gemütlich auf die dunkelbraune Couch setzen und das Ambiente auf sich wirken lassen kann.
Auch das Betreten eines Trabant ist möglich. Der „Trabbi“ ist wohl der meist gefahrene Kleinwagen der DDR und daher ein echtes Kultauto. Wenn du mehr über den Kleidungsstil erfahren möchtest, dann öffne doch einfach den Kleiderschrank und schau selbst nach, was gerne getragen wurde und welche Stoffe beliebt waren.
Wo hat die Bevölkerung der DDR Urlaub gemacht? War dies überhaupt möglich? Wie sah der Alltag in der DDR aus? Was hatte es mit der weit verbreiteten FFK-Kultur auf sich? All diese Fragen werden dir im Museum spielerisch, doch trotzdem informativ, beantwortet.
Empfehlenswert ist ein vorheriger Ticketkauf. Du musst dich zwar schon auf einen Tag und eine Uhrzeit festlegen, jedoch vermeidest du damit lange Wartezeiten. Das Museum ist bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt, sodass man im Grunde immer mit einer längeren Schlange rechnen muss. Wenn du jedoch das Ticket schon vorab kaufst, hast du aufgrund eines separaten Eingangs direkten Eintritt ins Museum.

Das Museum liegt direkt vis-à-vis zum Berliner Dom. Mit Straßenbahn und Bus fährst du bis „Spandauer Straße/Marienkirche“, mit der S-Bahn bis „Hackescher Markt“. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, für Kinder und Ermäßigte sogar nur 4 Euro.

Vorschau: Nächste Woche entführen wir euch nach Brügge in Belgien.

Loslassen, Ausziehen, Neues entdecken…

Das Leben besteht aus unterschiedlichen Phasen, die jeder von uns irgendwann einmal durchläuft. Phasen, die uns dabei helfen, unsere Persönlichkeit sowie verschiedene Kompetenzen zu entwickeln. Manche nennen es auch Stufen – was an das gleichnamige Gedicht von Hermann Hesse erinnert, in dem daran erinnert wird, den Lebensfluss zu akzeptieren und stets offen für Neues zu sein. Natürlich bringt nicht jede Phase nur schöne Seiten mit sich, man erinnere sich selbst vielleicht an die eigene Pubertät. Da hatte jeder mit Pickeln, dem Stimmbruch und dem ersten Liebeskummer zu kämpfen. Und dennoch hat auch diese Zeit jeden individuell intensiv geprägt und dazu beigetragen, dass wir heute die Menschen sind, die wir sind.

Aber damit endet ja der Entwicklungsprozess nicht auf einmal. Er geht weiter. Immer.

Und plötzlich bemerken wir eine innere Unruhe, ein Gefühl der Sehnsucht, vielleicht sogar Fernweh. Der Gedanke, das Altgewohnte hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen, ist allgegenwärtig und treibt uns an. Zweifel gibt es vielleicht auch – bei den ein oder anderen, aber warum sich davon aufhalten lassen? Das habe ich mich auch gefragt, habe die Gelegenheit, die sich mir geboten hat, beim Schopf gepackt und bin nach Dresden zu einer Freundin gefahren. Da ich an meiner jetzigen Uni nicht den Master machen kann, werde ich also ab nächstem Jahr woanders studieren. Und wieso nicht in einer Stadt, die mir gefällt, die etwas weiter weg von zu Hause liegt, in der es so viel Neues zu entdecken gibt?

Natürlich ist Dresden nicht die einzige Stadt, die auf meiner Liste steht, aber ich muss zugeben, dass ich schwer beeindruckt gewesen bin und mich schon etwas verliebt habe. Da gibt es die Semperoper, den Zwinger, die Prager Straße und natürlich die Frauenkirche. Und noch etliches mehr, was es sich zu erkunden lohnt…
Für mich persönlich steht fest, dass ich mich dort bewerben werde – und der Rest liegt ja ohnehin nicht in meiner Hand. Für mich beginnt ab nächstem Jahr eine neue Lebensphase: raus von zu Hause und rein in ein neues Leben. Selbständiger werden und daran wachsen. Neue Leute kennenlernen und sich alleine zu Recht finden. Ein Stück weit erwachsener werden. Natürlich sind mit diesem Gedanken auch Zweifel verbunden und gewisse Ängste, aber irgendwann wird es Zeit, loszulassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Der eine findet ihn früher, der andere eben etwas später – außerdem muss man sich das Ausziehen auch erst einmal leisten können.

Viele Schüler in Rheinland-Pfalz schreiben ja gerade ihre letzten Kursarbeiten vor dem schriftlichen Abitur. Manche wissen schon, was sie danach machen wollen. Andere weniger. Für die einen steht fest, dass sie gleich anfangen wollen zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Für die anderen kommt das erst einmal nicht infrage – da wird erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr angestrebt oder Work and Travel. Ganz im Sinne von: loslassen, losreisen und Neues kennenlernen. Und auch wenn immer ein bisschen Mut zu einem solchen Schritt dazugehört, so ist es doch im Nachhinein eine wunderbare Erfahrung, die einen beeinflusst und vielleicht auch zur Entwicklung beigetragen hat.
Und wenn wir die Möglichkeit doch haben, warum sie dann nicht einfach ergreifen?

In diesem Sinn: eine schöne Woche!

Eure Lea

Vorschau: Eva schreibt nächste Woche über die Welt des Tees und warum sie so gerne darin eintaucht.