Es ist ein Elch entsprungen…

Im Film „Santa Claus“ hat er einen sprechenden Elch, in vielen anderen Geschichten kommt er mit Rentieren, die vor einen Schlitten gespannt sind. Welches nun das Tier ist, das den Weihnachtsmann von Kamin A nach Kamin B bringt? Darüber scheiden sich die Geister.

Doch eines haben die beiden Tiere gemeinsam: Sie gehören beide zur Art der Hirsche. Der Elch lebt hauptsächlich in Nordeuropa, Nordasien und

Draußen vom Walde, da kommt er her: der Elch (Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de).

Draußen vom Walde, da kommt er her: der Elch (Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de).

Nordamerika, und ist auch langsam in Deutschland wieder auf dem Vormarsch. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu drei Metern und einem Gewicht von etwa 500 Kilogramm ist er eines der größten Säugetiere an Land. In der Geschichte haben die Menschen Elchsklauen, die sie Elendsklauen nannten, getragen, um den Bösen Blick abzuwehren und sich vor Gicht, Epilepsie oder Kopfschmerzen zu schützen.

Das Rentier – in der Fachsprache in der Einzahl als Ren und in der Mehrzahl als Rener bezeichnet – ist die einzige Hirschart, die domestiziert, also zu einem Nutztier des Menschen gezüchtet, ist. Rentiere leben ebenfalls in Nordeurasien, Nordamerika sowie in Grönland und auf den arktischen Inseln. Die in Nordamerika Caribu genannten Säuger werden je nach Verbreitungsgebiet unterschiedlich groß – man kann Tiere mit einer Kopf-Rumpf-Länge zwischen 120 bis 220 Zentimetern finden.

Welches Tier aber ganz sicher nicht den Schlitten vom Weihnachtsmann zieht – was aber häufig verwechselt wird – ist das hier in Deutschland heimische Reh. Es gehört auch zu den Hirscharten und ist davon das am häufigsten verbreitete in Mitteleuropa. In den deutschen Wäldern ist es zu dem das Tier, das am meisten gejagt wird. Mit nur 93 bis 140 Zentimeter Kopf-Rumpf-Länge ist das Reh der kleinste unter allen Hirschen.

Die Weihnachtszeit: Der Elch ist nicht mehr wegzudenken ( Katharina Wieland Müller/ pixelio.de).

Die Weihnachtszeit: Der Elch ist nicht mehr wegzudenken ( Katharina Wieland Müller/ pixelio.de).

Aber welche Tiere ziehen nun den Schlitten voller Geschenke? Jedes Land hat seine eigene Geschichte, was den Weihnachtsmann und sein Gefährt angeht. Meistens jedoch kommt er gezogen von seinen Rentieren. Dabei kommt der US-amerikanische Weihnachtsmann mit dem wohl berühmtesten Vertreter seiner Art: Seine zwölf Rentiere werden von Rudolph mit der roten Nasen angeführt.

Es gibt verschiedene Meinungen, warum der Elch in die Weihnachtsmythologie Einzug gehalten hat. Eine Vermutung ist, dass er mit der IKEA-Welle und den Elchliebenden Schweden zu uns kam.

Was es nun auch ist, Rentier und Elch sind aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken, egal ob als Symbol oder als Verzierung auf Servietten und Co.

Vorschau: Nächste Woche bleiben wir mit den Krabben auf der Weihnachtsinsel in Adventsstimmung.