Ist die traditionelle bayerische Küche auch alltagstauglich?

Natürlich essen die Bayern nicht nur Weißwürste und Brezeln und trinken Bier, trotzdem habe ich im Restaurant oft den Eindruck, dass genau diese Gerichte die bayerische Küche ausmachen. Da muss es doch noch mehr geben, oder?

Und eignen sich bayerische Rezepte eigentlich auch für ungelernte Köche und Köchinnen in der eigenen Küche zuhause? Wie man Weißwürste zubereitet, wissen bestimmt die meisten, da sie ja oft nur in kochendem Wasser heiß gemacht werden. Das ist also eher keine große Herausforderung für die eigene Küche.

Daher habe ich drei andere bayerische Rezepten für euch ausprobiert. Ob die wohl genauso alltagstauglich sind wie die traditionellen Weißwürste?

Gericht Nummer 1: Nürnberger Rostbratwürstchen mit Röstzwiebeln und Kartoffelbrei

Dieses Gericht ist bestimmt nicht nur in Bayern bekannt und beliebt. Also ran an den Kochtopf! Zuerst habe ich mich an den Kartoffelbrei gemacht, der auf bayerisch praktischerweise Kartoffelstampf genannt wird, da man genau das machen muss. Die Kartoffeln, bevorzugt mehligkochende, habe ich geschält, gewaschen und in mittelgroße Stücke geschnitten. Das hat mir später das Stampfen erleichtert. Dann werden sie in Salzwasser 20 Minuten lang weich gekocht. Danach nur kurz abkühlen lassen. Damit sie sich besser zu einem Brei verbinden, muss man warme Milch und etwas Butter dazugeben und dann stampfen, stampfen, stampfen. Das geht hervorragend mit einem extra dafür geeigneten „Katoffelstampfer“. Wer so etwas allerdings nicht zuhause hat, kann natürlich auch eine Gabel benutzen, das dauert zwar etwas länger, aber das Ergebnis ist dasselbe. Dann fehlen nur noch die Gewürze: Ich habe geriebene Muskatnuss, Salz und Pfeffer verwendet, das reicht eigentlich schon. Aber Würzen ist ja bekanntlich Geschmackssache also kann man das ruhig etwas variieren.

Damit man nicht zu viel Zeit verliert, während die Kartoffeln kochen, kann man auf jeden Fall bereits die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Diese werden dann auf niedriger Hitze ebenfalls 20 Minuten in einer Pfanne mit Öl langsam braun angebraten.

Wenn dann die Kartoffeln fertig gekocht sind und abkühlen müssen, habe ich die Würstchen zu den Zwiebeln in die Pfanne gegeben und mitgebraten. Nur das Wenden sollte nicht vergessen werden, da sie sonst schnell anbrennen. Sobald der Kartoffelstampf fertig ist, sollten auch die Würstchen und die Röstzwiebeln soweit sein, sodass nach guten 45 Minuten das Essen auf den Tisch kann.

Ist die traditionelle bayerische Küche auch alltagstauglich?

Und so sah er aus, mein Kartoffelstampf mit Röstzwiebeln und Rostbratwürstchen

Selbst für mich als echter Anfänger in der Küche war das Gericht auf jeden Fall kochbar. Das Aufwändigste war mit Abstand der Kartoffelbrei, für den ich knappe 45 Minuten Zubereitungszeit gebraucht habe. Es war zeitlich also etwas intensiver als andere Gerichte, aber geschmacklich definitiv die Mühe wert.

Gericht Nummer 2: Obazda mit Brezeln

Bei einem bayerischen Kochversuch dürfen Brezeln natürlich nicht fehlen. Weil mir (und wahrscheinlich auch vielen von euch) das Selbstbacken allerdings ein bisschen zu aufwendig ist, habe ich Brezeln gekauft und mich in der Küche auf den „Obazda“ konzentriert.

Der Obazda hat seinen Namen durch den Herstellungsprozess erhalten, da die Zutaten mithilfe einer Gabel zusammen gedrückt, also „ogebazt“, werden. Dafür kommen Camembert und Frischkäse in eine Schüssel und werden solange zerdrückt, bis eine glatte Masse entstanden ist. Dazu kommen noch Butter, nach Geschmack etwas Bier, ganz die bayerische Art, und eine in kleine Stücke gehackte Zwiebel, sowie Gewürze.

Dieses Mal bin ich ganz nach Rezept vorgegangen und habe mit Kümmel, Paprika, Salz und Pfeffer gewürzt, da man so den besonderen Geschmack des Obazdas erreicht. Angerichtet mit Zwiebelringen, die ich vorher in Paprikapulver gewendet habe, und Brezeln eignet sich der Dip hervorragend als Vorspeise oder einfach so für zwischendurch.

Diesmal hat auch die Zubereitung nicht so lange gedauert: Etwa 25 Minuten habe ich gebraucht, wobei die meiste Zeit für das Zusammendrücken des Käses draufgegangen ist. Das lag aber vermutlich einfach an der wenigen Übung, die ich darin hatte. Das Gericht lässt sich auf jeden Fall super vorbereiten und macht satter als es aussieht.

Ist die traditionelle bayerische Küche auch alltagstauglich?

Der angerichtete Obazda mit Zwiebeln und Brezeln

Gericht Nummer 3: Bauernfrühstück auf Bayerisch

Eine deftige Hauptspeise, ein nicht weniger herzhafter Snack – fehlt noch ein typisch bayerisches Bauernfrühstück mit Knödeln, Pilzen und Spiegelei.

Zuerst schien mir das Rezept nicht so aufwändig, bis mir klar wurde, dass ich auch die Semmelknödel selbst machen sollte. Wer das am Morgen zu anstrengend oder zeitaufwändig findet, kann natürlich auch Semmelknödel fertig kaufen. Ich würde dann allerdings empfehlen, diese schon am Vortag zuzubereiten. Generell ist das eigentlich ein Gericht, was sich super vorbereiten bzw. mit Resten zubereiten lässt. Da mir das allerdings erst in der Küche, als ich loslegen wollte, so richtig klar wurde, musste ich mit den frischen Knödeln arbeiten.

Wenn ihr die Knödel ebenfalls selbst herstellt, solltet ihr Weißbrot vom Vortag verwenden, was in kleine Stücke geschnitten werden sollte. Sind die Stücke zu groß, können die Knödel später nicht gut geformt werden, was ich leider im Selbstversuch feststellen musste. Wenn das Weißbrot geschnitten ist, wird es mit heißer Milch getränkt und muss erst einmal ziehen.

In dieser Zeit konnte ich bereits die Lauchzwiebeln und die Pilze putzen und scheiden. Diese wurden dann zusammen in Öl kurz angebraten und dann beiseite gestellt.

Zum Weißbrot-Milch-Gemisch kamen dann noch Ei und Mehl dazu. Das Ganze habe ich dann mit den Händen geknetet und zu gleichmäßigen Kugeln, also Knödeln, geformt. Diese mussten dann 20 Minuten in kochendem Salzwasser ziehen, bevor sie, abgetropft, in Stücke geschnitten und auch in Butter angebraten wurden.

Zuletzt habe ich alles zusammen, also die Knödel, die Pilze und die Zwiebeln, in einer Pfanne erhitzt und zwei Spiegeleier darüber geschlagen. Kurz braten – fertig! Das Ergebnis war nicht nur lecker, sondern wird auch einem echten Bauernfrühstück auf jeden Fall gerecht.

Ist die traditionelle bayerische Küche auch alltagstauglich?

Es kann auch in der Pfanne serviert werden: Das Bauernfrühstück mit Spiegelei, Knödeln und Pilzen

Wenn ich die Knödel und Pilze bereits am Vorabend zubereitet hätte, hätte ich mir einiges an Zeit ersparen können. Denn so hat es insgesamt ca. 1 ½ Stunden für mich als Koch-Anfängerin gedauert, bis ich frühstücken konnte – für einen Morgenmuffel nicht ganz alltagstauglich. Allerdings ist das Bauernfrühstück für eine Resteverwertung absolut unschlagbar und wird trotz der Zubereitungszeit damit bei mir zuhause bestimmt in Zukunft öfter gekocht.

Ich hoffe, ich konnte euch einige Einblicke in die bayerische Küche geben, die euch jetzt vielleicht auch motivieren, das eine oder andere Gericht mal in der heimischen Küche auszuprobieren. Es ist einfacher, als es aussieht – versprochen.

Fruchtig-frische Sommertörtchen

Auch im Sommer möchte man neben Eis, Frozen Yogurt, und kühlen Getränken nicht auf kalte Kuchen verzichten. Bei Sommertörtchen mit frischen Beeren und Früchten begibt sich dabei der Gaumen auf einen tropischen Urlaub der besonderen Art: Mit Bananasplit- und Fürst Pückler Art-Törtchen gibt es die beliebten Eissorten als Gebäck zu verspeisen. Als Ombre-Kuchen landet der beliebte Haarmoden-Trend auch auf den Desserttellern. Tiramisu als Klassiker schlechthin bietet wiederum in abgewandelter Form einen fruchtigen Frische-Kick. Da bleibt der Zunge mit den Sommertörtchen nur noch eine gute Reise zu wünschen.

Zutaten und Materialien für ein Sommertörtchen Fürst Pückler Art Törtchen:

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Erdbeersaft-, Konfitüre oder frische Erdbeeren
  • etwas Kakao oder geschmolzene Schokolade
  • Vanille-Aroma oder eine frische Vanilleschote
  • Schüsseln, ein Löffel, ein Schneebesen, ein Nudelholz, ein Tortenring, ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Torte Fürst Pückler Art:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die weiße Vanille-Schicht etwas Vanille oder Vanille-Aroma hinzufügen. Die rosa Erdbeerschicht entsteht wiederum aus Hinzufügen von frischen Erdbeeren oder Erdbeersaft, die braune Schokolade wiederum durch das Einfärben mit Kakao oder geschmolzener Schokolade.

3. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

4. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Erdbeeren, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Ombre-Sommertörtchen:

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Butterkekse
  • 15 Gramm Butter
  • etwas geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • Schüsseln, ein Schneebesen und ein Topf
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Ombre-Törtchens:

1. Für den Boden werden zunächst die Butterkekse fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne, die Schokolade wiederum über ein Wasserbad zum Schmelzen gebracht und alles gut miteinander vermischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank auskühlen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die helle Rosa-Schicht etwas Himbeersaft oder frische Himbeeren hinzufügen, die dunkleren Schichten wiederum mit mehr Himbeersaft einfärben. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Himbeeren garnieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Sommertiramisu:

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Löffelbiskuit
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • zwei Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Mascarpone
  • 50 Gramm saure Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • ein Tortenring, ein Löffel und ein Schneebesen
  • Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Sommertiramisus:

1. Für die Füllung Mascarpone, saure Sahne, Zucker und etwas Himbeersaft sowie frische Himbeeren in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig aufschlagen. Wer mag, kann den Geschmack mit etwas Zitronen-Abrieb oder -Saft verfeinern.

2. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Mascarpone-Creme verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Für den Boden zunächst 25 Gramm der Löffelbiskuite in Himbeersaft tränken und auf dem Tortenboden verteilen. Anschließend frische Himbeeren darauf verteilen und mit der Hälfte des Belags bestreichen. Den Vorgang mit den übrigen Biskuiten, Beeren und der übriggebliebenen Creme wiederholen und abschließend mit frischen Himbeeren oder etwas Kakao verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Bananasplit-Sommertörtchen:

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Bananenjoghurt
  • 25 Gramm geraspelte Schokolade
  • frische Bananen
  • Schüsseln und ein Schneebesen
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Bananasplit-Torte:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen. Wer mag, kann dünne Bananenscheiben auf dem Waffelboden verteilen.

2. Für den Belag den Bananenjoghurt zusammen mit der geraspelten Schokolade in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Bananen, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

Sommerliche Frozen Yogurts

Gefrorener Joghurt – auch „Frozen Yogurt“ oder „Froyo“ genannt – gilt als kalorienarme Alternative zur Eiscreme, da er anstatt mit Sahne aus Joghurt hergestellt wird. Die kühle Köstlichkeit, die ursprünglich aus England und den USA stammt, ist bereits seit 2010 auch in deutschen Supermärkten und Läden anzutreffen. Dabei lässt sich das cremige Dessert – ganz ohne Eismaschine – auch blitzschnell und individuell daheim servieren. Mit natürlichen und gesunden Toppings garniert, verspricht der „Frozen Yogurt“ auch diesen Sommer eiskalten Genuss für alle Sinne.

Zutaten und Materialien:

Erfrischend: Frozen Yogurt eignet sich als gesunde Alternative zur Eiscreme (Foto: Onat)

Erfrischend: Frozen Yogurt eignet sich als gesunde Alternative zur Eiscreme (Foto: Onat)

  • 500 Gramm Vollfett-Naturjoghurt
  • 125 Gramm (Puder-) Zucker
  • eine Prise Salz
  • für den Geschmack nach Belieben Bourbon-Vanille, Zitronensäure, Minze, Ingwer, geriebene Zitronen- oder Orangen-Schale
  • als Topping nach Belieben frische Früchte wie Beeren, Kirschen, Erdbeeren, Nüsse, Marmelade, Frucht-Soßen, -Pürees oder -Sirup
  • eine Schüssel und ein Schneebesen

Zubereitung:

Um „Frozen Yogurt“ herzustellen, bedarf es lediglich an etwas Joghurt und Zucker: Beide Zutaten in eine Schüssel geben, mit einer Prise Salz verfeinern und mit einem Schneebesen kräftig verrühren, bis die Masse cremig wird. Der Zucker sorgt nicht nur für den süßen Geschmack, sondern verhindert zugleich, dass beim Gefrieren zu große Eiskristalle entstehen. So bleibt das Dessert auch nach der Kühlung cremig-leicht.

Anschließend die Schüssel für mindestens fünf Stunden ins Kühlregal stellen, währenddessen die Masse dabei alle 30 Minuten umrühren, bis sie eine cremig-durchgefrorene Konsistenz erhält. Auch das Rühren verhindert schließlich die Bildung von großen Eiskristallen während des Kühlvorgangs.

Im Prinzip wäre die sommerliche Süßspeise bereits fertig zum Verzehr, da der Joghurt allein durch den Zucker einen süßen, beerigen Geschmack erhält. Wer mag, kann die Fruchtnote jedoch durch weitere Zutaten verstärken, indem er dem „Frozen Yogurt“ Zitronen- oder Orangen-Abrieb hinzufügt, ihn mit Vanille oder Zitronensäure abschmeckt oder ihn mit Minze, Ingwer sowie Zitronensaft um eine frische Note erweitert.

Frische Toppings sorgen dabei nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch für Akzente: Hierbei kann – wie bereits bei der Dessert-Herstellung – gänzlich auf künstliche Zusatzstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker verzichtet werden, indem man auf Früchte der Saison, Beeren, Pürees oder Nüsse zurückgreift. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung keinerlei Grenzen gesetzt.

Vorschau: Nächste Woche erwarten euch Tipps für das Auslandssemester auf einem anderen Kontinent.

Das Jahr des Erwachens

Das Jahr 2015 hat kaum begonnen, doch schon jetzt steht fest, welches Monument der Filmgeschichte zum Jahresende die Kinogänger in Scharen herbeirufen wird. Denn zehn Jahre nach dem letzten Teil der Reihe kommt „Star Wars VII – Das Erwachen der Macht“ in die Kinos.

Schauplatz: Im siebten Teil der Star Wars Saga gibt es ein sandiges Wiedersehen (©kertho/pixelio.de)

Schauplatz: Im siebten Teil der Star Wars Saga gibt es ein sandiges Wiedersehen (©kertho/pixelio.de)

Somit steht dieses Jahr nicht nur unter einem Stern (hoffentlich einem guten), sondern gleich unter vielen, in denen aber Krieg herrscht. Damit wir das auch nicht vergessen, wurde im Dezember 2014, also ein Jahr bevor der Film in die Kinos kommt, der erste kurze sogenannte Teaser-Trailer veröffentlicht. Als sei nicht schon genug Wirbel um den Film gemacht wurden, dessen Originaltitel The Force Awakens auch mit Die Macht erwacht hätte übersetzt werden können. Immerhin hat sich Harrison Ford, der seit Episode Sechs, die 1986 (damals noch als dritter Teil der Saga) veröffentlicht wurde, endlich wieder den Schmuggler und Helden Han Solo mimen darf, bei den Dreharbeiten seinen Knöchel gebrochen. Und Regisseur J.J. Abrams hat im Internet nicht nur zu Spenden und einer Statistenrolle aufgerufen, sondern die eingefleischten Fans haben sich in einem Video auch direkt an ihn gewandt.

Fakt ist, kaum eine Kinoreihe ist so geliebt und verehrt wie Star Wars. Der Science Fiction Epos hat Filmgeschichte geschrieben. Die Filmreihe prägt seit 1977 junge wie alte Zuschauer. Ich habe Eine neue Hoffnung, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter auf dem Sofa meiner Eltern als VHS gesehen als ich noch zur Grundschule ging. Kaum war mein Sohn sechs hat mein Mann ihm dieselbe Ehre zu Teil werden lassen, mit dem Unterschied, dass die Filme heute auf BlueRay in unserem Regal stehen. Ein riesiges Star Wars Poster war eines der ersten Geschenke, die mein Mann (damals noch mein Freund) von mir zu Weihnachten bekam, 2013 bekam er dann den Lego Star Wars Todesstern geschenkt. Ihr merkt schon, wir sind gezeichnet vom Krieg der Sterne.

2015: Das Jahr des Erwachens (©Dieter Schütz / pixelio.de)

2015: Das Jahr des Erwachens (©Dieter Schütz / pixelio.de)

Aber selbst Menschen, wenn es sie denn gibt, die keinen der Filme gesehen haben (Schande über euch), kennen Filmzitate wie „Möge die Macht mit dir sein“ und „Ich bin dein Vater“, wissen um die knuffigen Kampfteddys, die Ewoks und den Wookie Chewbacca, den wir nicht verstehen, die Figuren im Film aber schon. Und was ist mit C3PO und R2D2? Ein Gespann, das jeder zu kennen scheint. Abgesehen von Verweisen, die in beliebten Fernsehsendungen immer wieder auftauchen. So erklärt Frauenheld Barney in How I Met Your Mother, dass jede Frau, die keine Ewoks mag, über 30 sein muss, weil sie den Film sonst als Kind gesehen hätte und die Bären somit als flauschige Figuren liebgewonnen hätte, und Lennard aus Big Bang Theory erklärt seiner Freundin Penny zum ersten Mal seine Liebe, als sie im Bett ein Star Wars Zitat benutzt.

Wir sind längst drin, im großen Wirbel um Star Wars. Eigentlich, da bin ich sicher, kommen wir nie heraus. Der siebte Teil der Star Wars Saga hätte also ohnehin abertausende in die Kinos gelockt, Warteschlangen vor den Erstausstrahlungen wachsen lassen und neuen Krimskrams für meine Weihnachtseinkäufe beschert. Aber, obwohl der Film abgedreht ist, wird er nicht gezeigt. Nein, Disney, das seit einiger Zeit die Rechte dem Erfinder George Lucas abgekauft hat, wartet. Und wirft uns Bröckchen hin, die wir begierig aufsammeln. Ein Teaser Trailer. Ein Jahr vor Erscheinen. Und wir stürmen das Internet, um ihn zu sehen.

Voller Erfolg? Doch was kommt nach dem Kinogang (©Rainer Sturm / pixelio.de)

Voller Erfolg? Doch was kommt nach dem Kinogang (©Rainer Sturm / pixelio.de)

Natürlich hat diese Taktik den Erfolg, dass noch mehr aufmerksam werden, dass noch mehr erreicht werden und keiner, aber auch gar keiner verpasst, dass 2015 das Jahr des siebten Star Wars Films ist, das Jahr des Erwachens. Aber gleichzeitig werden wir so mit Vorfreude versorgt, mit Erwartungen ausgestattet und unsere kindlichen Vorstellungen immer wieder aufs Neue angeheizt, dass viele, allzu viele, im Dezember enttäuscht sein werden. Enttäuscht, weil ihnen dieses oder jenes fehlt. Weil Mark Hamill alias Luke Skywalker so ganz anders ist, als sie es sich gedacht haben, oder Harrison Ford zu kurz mit Han Solo auf die Bühne darf. Es wird sie geben, die Jubelschreie über die originalgetreuen Gleiter, die phantasievollen Figuren. Aber ob die Handlung uns überzeugen kann, ob die Kritik, die maßlos ausfallen wird, uns davon abhalten kann, auch diesen Film in unser Herz zu schließen? Ich fürchte fast, Disney heizt uns ein und im Dezember werden wir ordentlich frieren. Denn auch J.J. Abrams kann nicht alle Erwartungen erfüllen und ein Jahr nach dem ersten Trailer ist eine lange Zeit, Erwartungen zu schüren.

Vorschau: Anna durchleuchtet nächste Woche an dieser Stelle unterschiedliche Familienkonzepte unterschiedlicher Länder.

Mein Geheimtipp: Chocolate Chip Cookies

Wenn ich auf einen Geburtstag eingeladen werde, bringe ich neben dem eigentlichen Geschenk gerne noch etwas Gebackenes mit. Schließlich bedeutet etwas Selbstgemachtes auch immer, dass sich der Schenkende Gedanken gemacht hat. Leider macht einem der Zeitmangel oft einen Strich durch die Rechnung. Denn wer hat bei einem Vollzeitjob noch die Geduld und Energie sich zwei bis drei Stunden in die Küche zu stellen. Was also tun, wenn die Zeit knapp ist, man aber etwas Leckes mitbringen möchte?

Das Geheimnis heißt Chocolate Chip Cookies, denn sie sind schnell und einfach in der Zubereitung und schmecken wirklich jedem!

Zutaten für etwa 50 kleine Cookies

• 125 Gramm weiche Butter
• 90 Gramm weißen Zucker
• 110 Gramm braunen Zucker
• 1 Ei
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 2 Messerspitzen Salz
• 200 Gramm Mehl
• ½ Teelöffel Backpulver
• 100 Gramm weiße Schokolade
• 100 Gramm Vollmilch Schokolade

Zubereitung

1. Zunächst die Butter mit den beiden Zuckersorten verrühren. Dann das Ei, Vanillezucker und Salz dazugeben. In einer zweiten Schüssel Mehl und Backpulver vermengen und unter ständigem Rühren hinzugeben.

Mein Geheimtipp: Chocolate Chip Cookies

Vollmilch und weiße Schokolade: Eine leckere Mischung (Foto: A. Schwalb)

2. Die beiden Schokoladentafeln in kleine Würfel zerstückeln und in den festen Teig einkneten.

3. Nun haselnussgroße Teigbällchen formen und diese mit ausreichend Abstand auf dem Blech mit Backpapier verteilen – es passen etwa neun Kugeln auf ein Blech.

Mein Geheimtipp: Chocolate Chip Cookies

Klein und rund: So bekommen die Cookies ihre perfekte Form (Foto: A. Schwalb)

4. Bei circa 180 Grad Ober- und Unterhitze fünf bis sieben Minuten backen lassen. Die Backzeit variiert je nachdem wie groß die Teigkugeln sind.

Tipp: Nicht wundern, wenn die Kekse sehr weich und möglicherweise noch nicht fertig erscheinen. Sie härten auf dem Blech während des Auskühlens noch nach. Sie sollten jedoch nicht länger als weitere fünf Minuten auf dem heißen Blech liegen bleiben. Deshalb gilt: Lieber etwas zu früh aus dem Ofen nehmen, als zu spät!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Vorschau: Kommenden Sonntag findet ihr in dieser Rubrik Ratschläge für gelungene Fotos.