Der neue Wutbürger

KOMMENTAR: Es ist noch gar nicht so lange her, da gingen in Stuttgart etliche Menschen auf die Straße, um gegen das Bauprojekt „Stuttgart 21“ zu demonstrieren. Damals prägte sich der Ausdruck „Wutbürger“: Wutbürger, das ist ein politisch frustrierter Mensch, der seinen Unmut demonstrierend kundtut. Diesen Wutbürger gibt es – das haben die vergangenen Wochen offenbart – nicht nur in Stuttgart. Auch die Frustration die er empfindet, muss wohl keinerlei politischen Anlass haben.

„Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – kurz PEGIDA – diesen doch recht sperrig anmutenden, reizwortüberladenen Titel hat sich die Vereinigung gegeben, die seit Mitte Oktober unter ihren Bannern den deutschen Wutbürger auf die Straße treibt – aus Angst vor dem Verlust der eigenen Kultur, der eigenen Identität. Gekeimt ist diese Bewegung in Dresden. Inzwischen finden sich in vielen anderen deutschen Großstädten Ableger mit so klangvollen Namen wie „Dügida“ in Düsseldorf, „Kögida“ in Köln und „Wügida“ in Würzburg. Vor allem in Dresden wächst die Bewegung immer weiter. An dem als „Abendspaziergang“ bezeichneten Demonstrationszug am vergangenen Montag, den 22. Dezember 2014, nahmen etwa 17.500 Menschen teil. Natürlich tummeln sich hier Anhänger der rechtsextremen NPD und der rechtspopulistischen AfD, für die die Gefahr einer Überfremdung mehr oder weniger Grundlage der politischen Betätigungen überhaupt ist. Es nehmen aber eben auch Menschen an den PEGIDA-Zügen teil, die sich ausdrücklich nicht als politisch rechts gesinnt verstanden wissen wollen. Das erscheint – man muss es so klar sagen – in Anbetracht der vertretenen Ideen wie vollkommener Unsinn.

Straffere Zuwanderungs- und Abschiebungspolitik, die Stigmatisierung ganz bestimmter Minderheiten, eine Aufwertung der eigenen kulturellen Identität und des Nationalgefühls – das sind klassische Themen der Rechten, die freilich, sobald sie einmal als „rechts“ identifiziert und bezeichnet worden sind, in Deutschland nicht mehr salonfähig sind. Die gesamte Programmatik der Demonstranten entzündet sich dabei am Feindbild des Islamismus, der ohne Zögern mit der gesamten Glaubensgemeinschaft des Islams gleichgesetzt wird. Es erscheint geradezu grotesk, dass in einer Gesellschaft, die ihre Religiosität weitgehend in den privaten Raum verlagert oder ganz von ihr Abkehr genommen hat, plötzlich eine Rückbesinnung auf die „christlich-jüdische Abendlandkultur“ stattfindet.

Hier kristallisiert sich nicht nur eine offensichtlich gesellschaftlich latent vorhandene Fremdenfeindlichkeit: Es ist die Wut des Wutbürgers, die der PEGIDA so viele Anhänger in die Arme treibt. Frustriert über mangelnde Möglichkeiten der politischen Teilhabe, unzufrieden mit den Entscheidungen, die in der Politik getroffen werden, solidarisieren sich hier all die Frustrierten, Wütenden, Ohnmächtigen. Wenn sie auch sonst nichts gemein haben, gemeinsam ist ihnen zumindest die Zugehörigkeit zu einer abendländischen Kultur, die mythisch überhöht und verklärt wird. Das wütende Kollektiv kann aber selbst sehr wenig ändern an den Gründen seiner Frustration. Eine Ventilfunktion findet sich im Sündenbock Islam.

Ob Wertewandel oder Finanzpolitik: vermeintlich integrationsunwillige, in die Sozialsysteme einwandernde Moslems bieten zu Zeiten des Islamischen Staats einen attraktiven Sündenbock für den frustrierten deutschen Wutbürger. Einen winzigen Fehler gibt es allerdings in der ganzen PEGIDA-Argumentation: Eine Islamisierung des „Abendlandes“ – also eine Übernahme der im Islam gelebten Wertvorstellungen – findet ganz einfach nicht statt.

Moschee und Burka – das sind zwei große Themen, die in diesem Zusammenhang oft geäußert werden. Wie aber etwa die paar hundert Burka-Trägerinnen, die in Deutschland leben, unsere Kultur islamisieren, bleibt sozusagen schleierhaft. Wo soll eine Islamisierung sonst stattfinden? Sind es am Ende die Dönerläden und Shisha-Lounges, die die Wutbürger provozieren?

Gefährlich sind freilich radikale Islamisten, etwa die Anhänger des Salafismus. Aber bedrohen diese wenigen Individuen mit ihren extremistischen Ansichten tatsächlich die kulturelle Identität der vielen Millionen Deutschen? Letztlich scheint die ganze Islamisierungsdebatte doch sehr überzeichnet. Den Wutbürger stört das freilich kaum. Schließlich erhält er ein attraktive – weil von der Norm abweichende – Projektionsfläche für seine Wut. Dass dabei unzähligen, gut integrierten Moslems in Deutschland Unrecht getan wird, das vergisst er dann. Wo früher Ausländer, Homosexuelle, Behinderte, generell also Minderheiten standen, steht heute in Deutschland leider der Moslem – alte Wut, neues Ziel.

Landtagswahl in Sachsen

In Sachsen waren am vergangenen Sonntag 3,4 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Das vorläufige Endergebnis bietet dabei nur wenig Überraschendes. Der amtierende Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat, Stanislaw Tillich, wird auch in der kommenden Legislaturperiode an der Spitze der Landesregierung stehen. Trotz Verlusten bleibt die CDU mit 39,4 Prozent stärkste Kraft. Tillich wird sich zur Regierungsbildung allerdings einen neuen Partner suchen müssen. Der bisherige Koalitionspartner FDP setzte den bundesweiten Abwärtstrend fort und wird mit 3,8 Prozent nicht im neuen Landtag vertreten sein. Mit dem Ausscheiden der FDP endet die letzte noch verbliebene schwarz-gelbe Regierung auf Landesebene.

Alle Parteien im Überblick: Das vorläufige amtliche Endergebnis (Grafik: Borrmann)

Alle Parteien im Überblick: Das vorläufige amtliche Endergebnis (Grafik: Borrmann)

Bei den bisherigen Oppositionsparteien gab es nur geringe Veränderungen. Die SPD konnte um zwei Prozentpunkte auf insgesamt 12,4 Prozent zulegen. Mit 18,9 Prozent verloren die Linken leicht gegenüber der Wahl von 2009. Die Grünen liegen mit 5,7 Prozent ebenfalls knapp unter dem vorangegangenen Wahlergebnis. Die NPD scheiterte nach zehn Jahren im sächsischen Parlament mit 4,9 Prozent denkbar knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Mit dem Ausscheiden aus dem Landtag verlieren die Rechtsextremen eine wichtige Basis ihrer politischen Arbeit.

Ein Grund für das Scheitern der NPD war eine starke Wählerwanderung zur Partei „Alternative für Deutschland“. 16.000 Stimmen früherer NPD-Wähler konnte die junge Partei für sich gewinnen. Am Einzug der AfD ins sächsische Parlament bestanden im Vorfeld der Wahl bereits kaum Zweifel. Mit 9,7 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichte die Partei um Spitzenkandidatin Frauke Petry jedoch ein Ergebnis, das selbst optimistische Prognosen noch übertraf. Parteisprecher Bernd Lucke sieht mit diesem Wahlergebnis die AfD „endgültig in der deutschen Parteienlandschaft angekommen“.

Frischer Wind: Sachsen wählt einen neuen Landtag ( Foto: Lupo  / pixelio.de )

Frischer Wind: Sachsen wählt einen neuen Landtag ( Foto: Lupo / pixelio.de )

Der Erfolg der AfD beruht aber nicht nur auf dem Verhalten rechter Wähler. Die AfD konnte von allen anderen Parteien Wähler gewinnen und eine große Zahl bisheriger Nichtwähler mobilisieren. Weiterhin nicht zur Wahl gingen insgesamt 51 Prozent der Wahlberechtigten. Für Ministerpräsident Tillich beginnt nun die Suche nach einem Koalitionspartner. Realistisch sind dabei lediglich zwei Optionen: Die Grünen oder die SPD. „Wir werden uns einen Koalitionspartner suchen, mit dem wir auch gemeinsam für das Land etwas erreichen können“, sagte Tillich in der Tagesschau.

Loslassen, Ausziehen, Neues entdecken…

Das Leben besteht aus unterschiedlichen Phasen, die jeder von uns irgendwann einmal durchläuft. Phasen, die uns dabei helfen, unsere Persönlichkeit sowie verschiedene Kompetenzen zu entwickeln. Manche nennen es auch Stufen – was an das gleichnamige Gedicht von Hermann Hesse erinnert, in dem daran erinnert wird, den Lebensfluss zu akzeptieren und stets offen für Neues zu sein. Natürlich bringt nicht jede Phase nur schöne Seiten mit sich, man erinnere sich selbst vielleicht an die eigene Pubertät. Da hatte jeder mit Pickeln, dem Stimmbruch und dem ersten Liebeskummer zu kämpfen. Und dennoch hat auch diese Zeit jeden individuell intensiv geprägt und dazu beigetragen, dass wir heute die Menschen sind, die wir sind.

Aber damit endet ja der Entwicklungsprozess nicht auf einmal. Er geht weiter. Immer.

Und plötzlich bemerken wir eine innere Unruhe, ein Gefühl der Sehnsucht, vielleicht sogar Fernweh. Der Gedanke, das Altgewohnte hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen, ist allgegenwärtig und treibt uns an. Zweifel gibt es vielleicht auch – bei den ein oder anderen, aber warum sich davon aufhalten lassen? Das habe ich mich auch gefragt, habe die Gelegenheit, die sich mir geboten hat, beim Schopf gepackt und bin nach Dresden zu einer Freundin gefahren. Da ich an meiner jetzigen Uni nicht den Master machen kann, werde ich also ab nächstem Jahr woanders studieren. Und wieso nicht in einer Stadt, die mir gefällt, die etwas weiter weg von zu Hause liegt, in der es so viel Neues zu entdecken gibt?

Natürlich ist Dresden nicht die einzige Stadt, die auf meiner Liste steht, aber ich muss zugeben, dass ich schwer beeindruckt gewesen bin und mich schon etwas verliebt habe. Da gibt es die Semperoper, den Zwinger, die Prager Straße und natürlich die Frauenkirche. Und noch etliches mehr, was es sich zu erkunden lohnt…
Für mich persönlich steht fest, dass ich mich dort bewerben werde – und der Rest liegt ja ohnehin nicht in meiner Hand. Für mich beginnt ab nächstem Jahr eine neue Lebensphase: raus von zu Hause und rein in ein neues Leben. Selbständiger werden und daran wachsen. Neue Leute kennenlernen und sich alleine zu Recht finden. Ein Stück weit erwachsener werden. Natürlich sind mit diesem Gedanken auch Zweifel verbunden und gewisse Ängste, aber irgendwann wird es Zeit, loszulassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Der eine findet ihn früher, der andere eben etwas später – außerdem muss man sich das Ausziehen auch erst einmal leisten können.

Viele Schüler in Rheinland-Pfalz schreiben ja gerade ihre letzten Kursarbeiten vor dem schriftlichen Abitur. Manche wissen schon, was sie danach machen wollen. Andere weniger. Für die einen steht fest, dass sie gleich anfangen wollen zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Für die anderen kommt das erst einmal nicht infrage – da wird erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr angestrebt oder Work and Travel. Ganz im Sinne von: loslassen, losreisen und Neues kennenlernen. Und auch wenn immer ein bisschen Mut zu einem solchen Schritt dazugehört, so ist es doch im Nachhinein eine wunderbare Erfahrung, die einen beeinflusst und vielleicht auch zur Entwicklung beigetragen hat.
Und wenn wir die Möglichkeit doch haben, warum sie dann nicht einfach ergreifen?

In diesem Sinn: eine schöne Woche!

Eure Lea

Vorschau: Eva schreibt nächste Woche über die Welt des Tees und warum sie so gerne darin eintaucht.

19. Februar Dresden – Radikale gegen Radikale – und wir in der Mitte

Wenn man zurzeit das Wort Demonstration hört, dann denkt man zumeist oder zumindest im Süden Deutschlands an die Bahnhofsproteste in Stuttgart. Dennoch gibt es auch traditionelle, langanhaltende Proteste wie zum Beispiel in Leipzig oder Dresden. Vor 66 Jahren beschloss die „Royal Air Force“ in Deutschland alle kriegswichtigen Städte auszuschalten, um die Industriezentren zu zerstören und den Durchhaltewillen der Bevölkerung zu schwächen. Heute erinnern jedes Jahr Gedenkdemonstrationen an die Menschen, die damals im Bombenhagel umkamen. In Dresden gibt es fast in jeder Kirche Mahnwachen und Gedenkgottesdienste. Und dann sind da noch die Rechtsextremen – dieses Jahr nahmen etwa 1500 an Demonstrationen teil. Jeder, der die historische Lage kennt, weiß, dass es von den Alliierten damals keine Heldentat war, Dresden in den zwei Nächten vom 14. auf den 15. und vom 15. auf den 16. sowie am 16. zu Tageszeit dem Erdboden gleichzumachen. Dennoch waren Krieg und dieses Unterfangen nicht sinnlos wie zum Beispiel der Nerobefehl (Vorhaben Hitlers zur Flutung Berlins). Aus diesen Gründen gibt es jedes Jahr lautstarke Proteste und Gegendemonstrationen organisiert von politisch links und Linksextremen. In Leipzig haben diese vor zwei Jahren zu dem Erfolg geführt, dass die Veranstalter der rechten Demonstrationen in Zukunft freiwillig auf ihre Protestmärsche verzichten, obwohl sie schon die offizielle Genehmigung bis 2011 eingeholt hatten. In Dresden erzielten die Gegendemonstranten in diesem Jahr auch einen Teilerfolg, indem sie die Demonstrationen im Stadtkern verhinderten und diese nach Plauen verlegt (ungefähr 60km westlich von Dresden und längst nicht so bedeutend) werden mussten.

Aber zu welchem Preis?

11 Uhr morgens: Über der Stadt hängen Rauwolken von brennenden Containern und Straßenfeuern. Die Polizei setzt trotz der eisigen Temperaturen Wasserwerfer ein, um Herr der Lage zu bleiben. Vermummte Antifaschisten versuchen mit aller Gewalt die Blockaden zu durchbrechen.

Aber anderenorts bleibt es auch friedlich. Die Menge setzt sich eher aus Schaulustigen zusammen. Vesperpakete werden verteilt und heißer Tee ausgeschenkt. Es erklingt das Lied der Moorsoldaten (gedichtet 1933 im Konzentrationslager von Johannes Esser, Wolfgang Langhoff) und kolumbianische Flötenspieler spielen, um die Menge zu unterhalten. Es ist eher eine Art Festivalstimmung mit politisch motiviertem Hintergrund. Die Polizei steht entspannt daneben und betrachtet das Ganze eher neugierig als skeptisch.

Zum Schluss noch einige kleine Empfehlungen, falls es euch auch einmal auf eine Demonstration verschlagen sollte:

– Habt immer einen gültigen Personalausweis dabei

– Zieht euch warm an (auch falls ihr nicht von Wasserwerfern getroffen werdet, ist das in kälteren Gegenden sehr nützlich)

– Auch wenn ihr neugierig seid, lauft nicht mit einem Block Radikaler. Die Polizei verhaftet großzügig alle in ihrer Umgebung, falls auch nur einer von ihnen anfängt Steine zu werfen

– Macht euch darauf gefasst, das euer Gesicht von mehr als einer Kamera gespeichert werden wird in diesen von Micheal Orwell beschworenen Zeiten (man lese das Buch von 1984)

Vorschau: Es ist nun endlich so weit und Shion wird euch ihren ersten Artikel präsentieren!

Die Weihnachtsmarktserie

Liebe Face2Face-Leser! Pünktlich zur Mitte dieses Monats beginnt mein Reise-Weihnachtspezial: Eine Vorstellung der diversen Weihnachtsmärkte, die Deutschland zu bieten hat. Dabei interessante Glühweinpreisvergleiche und welche Spezialitäten wirklich nur in diesen Regionen Deutschlands anzutreffen sind.

Die Weihnachtsmarktserie

Herzlich Willkommen!: Das Eingangstor des alten Dresdner Striezelmarktes (Foto: Homolka)

Heute: Dresden Der Dresdner Weihnachtsmarkt ist vielleicht der bekannteste Deutschlands. Schon Polit-Prominenz wie Erich Honecker nutzten ihn für inszenierte Auftritte wie bei einem Besuch Kohls (die gesamten Besucher des Marktes bestanden nur aus Stasimitgliedern, um all zu lauten Kohl-rufen vorzubeugen).

Heute gilt es vor allem viele Produkte zu bestaunen, die aus der Gegend – besonders dem Erzgebirge – kommen und zwischen den nach der großen Flut wiedererrichteten Bauten der Altstadt zu wandeln. Das Räuchermännchen ist meine erste Empfehlung. Ein kleines holzgeschnitztes Männlein mit einem erstaunt offenem Mund aus dem bei Bedarf leckerer Weihnachstduft strömt, so wenn man denn in seinem ausgehölten Bauch eine Räucherkerze anzündet. Die Männchen gibt es inzwischen in fast jeder Gestalt zu kaufen und sind selbstverständlich auch auf anderen Märkten erhältlich, aber aus Dresden stammt eben ihr Ursprung. Auch diverse Engelschöre sind originale Erfindungen von hier. Sie bieten sich übrigens sehr gut als Geschenke für Menschen an, die jedes Jahr einen Engel schenken wollen, wodurch langsam ein ganzes Heer entsteht. Besonders: Es gibt auch einen Jazz-Engel mit Saxofon.

Getränke und Speisen: Der Glühwein auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt ist zum stolzen Preis von 2,50€ erhältlich. Wer noch ein praktisches Andenken will und die Pfandtasse mit dem Bild des Weihnachtsmarktes behalten will, muss nochmal 2€ dalassen. Natürlich ist der Glühwein in allen möglichen Mixturen erhältlich. An manchen Ständen mit einem Schuss Amaretto, an anderen auch mit einer Prise anregendem Ingwer. Zu essen gibt es aus dem Nachbarbundesland natürlich die bekannten Thüringer Würste für 2€ und die wirklich Dresdener Spezialität der Kramenzer-Wurst (die Betonung liegt auf dem ersten A, bei anderer Aussprache erntet man schon mal ein Schmunzeln). Auch ist Flammkuchen (6€) und Zuckerwatte, Magenbrot und eigentlich alles, was man sich vorstellen kann, erhältlich. Bei Tag – und nicht übermäßigem Glühweingenuss – empfiehlt sich auch eine Fahrt auf dem großen Riesenrad auf der gegenüberliegenden Elbseite. Es bietet sich insbesondere mit Schnee ein traumhafter Anblick über die gesamte Dresdener Altstadt.

Vorschau: Dann stelle ich euch den Chanukka-Markt in Mainz vor. Ihr dürft also gespannt sein!