DJ Khaled’s Schlüssel zum Erfolg

Was Ende 2015 mit einigen einfachen Snaps zum Thema „Erfolg“ begann, erschien gestern in Form eines neunten Studioalbums „Major Key“. Auf seinen Social Media-Profilen postet DJ Khaled seit geraumer Zeit Bilder, Videos und Zitate. Dabei spielten Phrasen wie „Key to success“ (zu Deutsch: Schlüssel zum Erfolg) und „We the best“ (zu Deutsch: Wir sind die Besten) durchweg eine Rolle. Auch das Schlüssel-Emoji kam häufig zum Einsatz – wir klären, wieso.

Schlüssel und Slogan zum Erfolg

Mittlerweile ist eine Reihe an Merchandising-Artikeln mit dem Slogan „We the Best“ oder schlichtweg mit Schlüssel-Emoji erhältlich. Diesen trägt Khaled übrigens in Gold um den Hals. Die Idee kommt allerdings nicht von ungefähr. DJ Khaled, der mit bürgerlichem Namen Khaled Mohamed Khaled heißt, gründete bereits im Jahr 2008 sein Musiklabel „We the Best Music Group“ und ist seither als Produzent, Radiosprecher, DJ und Geschäftsführer ebendieses Labels unterwegs. Auf Instagram sind unter dem Hashtag #WetheBest unzählige Bilder und Videos von seiner Fangemeinde zu finden.

DJ Khaled’s endlose Liste erfolgreicher Freunde

Einen richtigen Hype gibt es seit Monaten, da der DJ durch seine Posts immer wieder erahnen ließ, mit wem er gerade kollaboriert. Rap-Mogul Jay-Z, Hip-Hop-Newcomer Kendrick Lamar und der derzeit erfolgreichste Rapper Drake sind da nur Beispiele. Der 40-Jährige arbeitete an „Major Key“ mit Größen wie Nas, Gucci Mane, French Montana, Rick Ross, Wiz Khalifa, Chris Brown, Busta Rhymes und Faboulous zusammen, bevor er im April diesen Jahres erstmals sein Album ankündigte. Bis zum Release gestern hat Khaled bereits drei Tracks veröffentlicht, darunter „I got the Keys“ mit Jay-Z und Rapper Future.

Vorschau: Am nächsten Samstag berichtet Sabrina über das „Airpley“ Festival.

 

Sommer, Sonne und Musik: Der Sound zur Urlaubsstimmung

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Sommer. Die perfekte Zeit, um endlich wieder einmal ans Meer zu fahren, am Strand Sonne zu tanken oder an einem schönen Bergsee zu entspannen. Was aber, wenn der Urlaub noch in weiter Ferne liegt oder auf dem heimischen Balkon verbracht wird? In diesem Fall schafft eine gute Auswahl an Sommermusik Abhilfe.

So versetzt uns der Berliner Sänger Yasha gesanglich an den nächsten „Strand“. Die im Mai 2013 erschienene Single schafft es, einen binnen weniger Sekunden den stressigen Alltag vergessen und vom Meer träumen zu lassen. Yasha ist durch das Lied „Lila Wolken“ bekannt, das er zusammen mit Marteria und Miss Platnum sang.

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto: T. Gartner)

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto:               T. Gartner)

Obwohl der Hit „Summer Jam“ schon 15 Jahre alt ist, macht er immer noch gute Laune und lässt uns den Sommer musikalisch genießen. 2000 stieg der Song bis auf Platz drei der deutschen Singlecharts. Es war die erste und zugleich erfolgreichste Single von The Underdog Project, das von Musik-produzent und Rapper Toni Cottura ins Leben gerufen wurde.

Ein Song aus dem letzten Jahr, der sich bestens zum Tanzen bei lauen Sommerabenden eignet, ist „Summer“ des schottischen DJs, Produzenten und Sängers Calvin Harris. Tolle Stimmung ist mit diesem Hit vorprogrammiert. Laut einer 2014 vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erstellten Liste gilt der mittlerweile 31-jährige Harris als bestbezahlter DJ der Welt.

Mit „Chan Chan“ aus der Feder des kubanischen Musikers Compay Segundo kann man bestens seinen Gedanken an ferne Länder nachhängen. Obwohl er das Lied bereits 1987 geschrieben und aufgenommen hatte, wurde es erst 1997 ein weltweiter Erfolg, als er es gemeinsam mit Eliades Ochoa und Ibrahim Ferrer als Teil des kubanischen Musikprojekts Buena Vista Social Club veröffentlichte.

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Wer seinen Sommerurlaub am liebsten auf Rhode Island verbringen würde, der sollte sich den gleichnamigen Song der achtköpfigen Münchener Band Jamaram anhören. Bei diesem Lied fällt es einem leicht, sich malerische Sonnenuntergänge, Strand und rauschende Wellen vorzustellen. „Rhode Island“ ist perfekt für einen entspannten Sommertag.

Mit der richtigen Musik auf dem Ohr kann man sich also auch von zu Hause aus an ferne Sandstrände träumen.

Giorgio Moroder – DJ-Urgestein

Andere in seinem Alter sind eher auf der Schlagerlinie unterwegs und tanzen zu den Liedern von Helene Fischer oder Andrea Berg, er nicht, denn sein Platz ist hinter dem DJ-Pult. Die Rede ist von Giorgio Moroder.

Giorgio Moroder wurde am 26. April 1940 in St. Ulrich in Gröden, Südtirol, Italien geboren. Er gilt als Erfinder der Synthesizer-Disco-Musik. Bereits mit 19 Jahren ging er auf Tour und reiste mit unterschiedlichen Bands durch ganz Europa. Nach vielen Jahren als Musiker entdeckte der Italiener die Musikproduktion für sich. Im Jahr 1970 brachte er seine neuartigen elektronischen Innovationen auch nach Deutschland. Für die Sängerin Mary Roos produzierte er im Synthesizer-Sound, den Chart-Hit „Arizona Man“. Sieben Jahre später waren seine elektronischen Einflüsse deutlich im Donna Summer Song „I Feel Love“ zu hören. Ein knappes Jahr später zog es den Virtuosen nach Amerika. Hier komponierte er Soundtracks für zahlreiche Hollywood-Filme, wie „12 Uhr nachts – Midnight Express“ und gewann hierfür sogar einen Oscar. Bei der WM 1990 steuerte er den Hit „Un’estate italiana“ bei. 2013 wirkte er zudem beim Daft-Punk Album mit und ist nun bereits seit über 40 Jahren im Musikgeschäft eine feste Größe.

Falls ihr bis jetzt noch nichts von ihm gehört habt, dann spitzt nun die Ohren, denn diesem Sound entkommt ihr diesen Sommer bestimmt nicht.

Suzanne Vegas Song „Tom’s Diner” ist ein echter Ohrwurm, auch wenn er vor mehr als 30 Jahren die Charts eroberte. Dank Britney Spears und Giorgio Moroder wird der Hit im Jahre 2015 eine echte Tanznummer. Aber nicht nur mit dem amerikanischen Popsternchen hat sich das DJ-Urgestein dieses Jahr eingelassen. Für sein neues Album „Déjà Vu“ holte er sich die Stars der Popszene wie Sia, Kylie Minogue und Charli XCX mit in Boot.

Unser Fazit: Ein besonderer Sound, der das Beste vom DJ-Urgestein mit den Größen der Popmusik vereint. Tanzbare Musik, die aber nicht dem Mainstream folgt.

Hier für euch die Trackliste des Albums:

  1. 4 U with Love | Giorgio Moroder
  2. Déjà Vu (feat. Sia) | Giorgio Moroder & Sia Furler
  3. Diamonds (feat. Charli XCX) | Charlotte Aitchison & Jocke Åhlund
  4. Don’t Let Go (feat. Mikky Ekko) | Mikky Ekko & Fraser T Smith
  5. Right Here, Right Now (feat. Kylie Minogue) | Giorgio Moroder, Patrick Jordan-Patrikios, Karen Poole & David Etherington
  6. Tempted (feat. Matthew Koma) | Giorgio Moroder, Matthew Koma, Raney Shockne, Dan Book, Jeeve & Patrick Jordan-Patrikios
  7. 74 Is the New 24 | Giorgio Moroder
  8. Tom’s Diner (feat. Britney Spears) | Suzanne Vega
  9. Wildstar (feat. Foxes)  | Giorgio Moroder, Lousia Rose Allen, Joel Pott, Raney Shockne & Jeeve
  10. Back and Forth (feat. Kelis) | Giorgio Moroder, Kelis Rogers
  11. I Do This for You (feat. Marlene) | Giorgio Moroder, Elof Loelv, Victor Holmberg, Marlene Strand & Oskar Sikow
  12. La Disco | Giorgio Moroder 

Vorschau: Wer Gregor Jonas ist und was seine Musik ausmacht, dass lest ihr nächste Woche.

World Club Dome 2015 – Der größte Club der Welt

Der Sommer ist da, das Wetter stimmt und die Menschen sind glücklich. Was will man da mehr als das Leben zu genießen? Feiern natürlich! Und das haben über 100.000 Menschen am ersten Juni-Wochenende dieses Jahres getan.

Bereits zum dritten Mal organisierten YOU-Fm und BigCityBeats das Festival World Club Dome in der Frankfurter Comerzbank Arena, das auch einiges zu bieten hatte. Neben 150 DJs auf mehr als zwölf Bühnen gab es zahlreiche Food- sowie Merchandisestände.

Der Anblick auf den größten Club der Welt - zuhause in Frankfurt (Foto: L. Holfelder)

Der Anblick auf den größten Club der Welt – zuhause in Frankfurt (Foto: L. Holfelder)

Das Festival hatte einige Neuerungen in petto, zunächst gab es die Möglichkeit, sich die offizielle World Club Dome–App herunterzuladen, um sich dort seinen eigenen Zeitplan zusammen zu stellen und alle nötigen Informationen zu erhalten. Das Festival, das 2013 nur für einen Tag und 2014 für zwei Tage seine Tore öffnete, begann dieses Jahr bereits Freitagmittags und endete Sonntagabends. Eine weitere Neuheit war die Möglichkeit, mit seinen Tickets nicht nur den gebuchten Bereich, zum Beispiel im Infield (Mainstage-Bereich) aufzusuchen, sondern auch Zugang zu den Tribünen zu haben. So konnte man frei entscheiden, ob man lieber direkt in der Menge feiern, oder doch lieber gemütlich auf den Tribünen das Getümmel beobachten wollte.

Blick von der Tribüne auf eine der vielen Partylocations - hier die Mainstage (Foto: L. Holfelder)

Blick von der Tribüne auf eine der vielen Partylocations – hier die Mainstage (Foto: L. Holfelder)

Hier nun die Highlights des Wochenendes auf einen Blick: Freitags heizten Dimitri Vegas & Like Mike die Stimmung ein, bevor Steve Angello und schließlich Avicii als Hauptact und Festival-Eröffner auf die Bühne traten. Am Tag darauf, samstags, begann die Party schon ab elf Uhr morgens. Die wirklich bekannten DJs kamen aber erst gegen Mittag. Mit dabei waren R3hab, Route 94, DJ BL3ND, der allein wegen seinem Aussehen erwähnenswert ist, und Oliver Heldens. Lost Frequences spielte in einer kleineren Location, die jedoch so überfüllt war, dass kaum etwas von dem DJ zu sehen war. Am Abend lieferte Steve Aoki wie im Jahr zuvor eine fantastische Show ab. Und auch Urgestein Faithless gab sein Bestes auf der Bühne. Sonntags traten neben vielen anderen Künstlern Klangkarussel, Blasterjaxx, ATB und Robin Schulz auf. Dessen Auftritt musste allerdings von einem kleinen Zelt auf die Mainstage verlegt werden, da der Andrang einfach zu groß war. Den Abend leiteten dann Sigma, Krewella und Hardwell ein. David Guetta beendete wie im Jahr zuvor das Festival und lieferte neben guter Musik auch eine gute Bühnenshow ab.

Tanzen unter freiem Himmel - an der Space Ibiza Location (Foto: L. Holfelder)

Tanzen unter freiem Himmel – an der Space Ibiza Location (Foto: L. Holfelder)

Neben den genannten Künstlern gab es zu jeder Uhrzeit die Möglichkeit verschiedene DJs zu sehen, manchmal war es eine schwere Entscheidung zu welcher Bühne man gehen wollte, weil die Auswahl zu groß war.

Da das Festival wieder einmal ein großer Erfolg war, hat sich BigCityBeats einen Clou ausgedacht und für wenige Tage erste Early-Bird-Tickets für das nächste Jahr zum Verkauf angeboten. Doch wer diesen Special-Sale verpasst hat, muss nicht traurig sein: Ab Herbst geht der normale Vorverkauf der Tickets wieder los.

Diskoschorle und Nebelmaschinen: Ein Interview mit Reich & Bleich

Es gibt viele DJs in dieser wunderschönen Musikwelt. DJ, das ist der Mann/Frau hinter einem kleinen Dozenten-Pult ähnlichem Aufbau aus technischen Geräten, der die Klasse/Masse zum Zuhören animieren möchte. Ist ein DJ somit etwas wie ein Dozent? Nun ja, so einfach ist es nun doch nicht… Jedoch bearbeiten beide die gleich Zielgruppe, nur zu einer anderen Zeit am Tag!

Ein junger Mann namens Reich & Bleich hat in dieser heterogenen Welt schon mehr erreicht als manch anderer Künstler. Der „11-Million-Man“, von der Face2Face-Redaktion aufgrund der Klickzahl auf eines seiner Videos auf YouTube genannt, überzeugte die Redaktion durch sein aphrodisierendes Set letzten Jahres und machte neugierig auf mehr.

Die Face2Face-Redaktion traf den DJ und wollte mehr über ihn in Erfahrung bringen:

Face2Face-Redaktion: Wie geht´s dir heute?
Reich & Bleich: Bestens danke! Etwas Halsschmerzen, aber die sind verdient.

Face2Face-Redaktion: Es ist schwer über dich etwas herauszufinden? Wer steckt eigentlich hinter Reich & Bleich?
Reich & Bleich: Obwohl viele erstmal annehmen Reich & Bleich müssten zwei Leute sein, ist das ein „Ein-Mann-Projekt“. Da aber selbst auf mittelmäßige quadratische Schokolade anscheinend drei Adjektive passen, hab ich mir das einfach mal rausgenommen. Zu mir selber ist zu sagen, dass ich 23 bin und was ganz besonderes mit Medien studiere.

Junger DJ mit Zukunft: Reich & Bleich (Foto: Farben Froh)

Junger DJ mit Zukunft: Reich & Bleich (Foto: Farben Froh)

Face2Face-Redaktion:  Dein bekanntester Remix „Summertime Sadness“ hat heute über 11 Millionen Views! Wurdest du denn bereits von verschiedenen Labels kontaktiert?
Reich & Bleich: Das witzige ist, dass mich zuerst ein Produzent von Red Bull (die machen ja auch Filme, Events, etc) angeschrieben hat, der den Remix gerne verwenden würde. Problem an der ganzen Sache war, dass er nicht offiziell war – nur geduldet von Lana’s Label (wie ich später erfahren habe). So kam erst dann die Plattenfirma von Lana in’s Spiel mit der ich dann auch wirklich einen Vertrag unterschrieben habe. Von Red Bull habe ich dann nichts mehr gehört. Weitere Labels haben mich aber nicht kontaktiert, aber auch völlig logisch da inoffizielle Remixe immer ein heißes Eisen sind und die ursprünglichen Rechte ja ganz klar bei einem Label liegen. Was mich aber am meisten gefreut hat waren Berichte von Freunden, dass das Lied in einem Zara in Barcelona oder auf der NY Fashionweek während einer Modenschau lief. Das macht es dann nicht so abstrakt wie die 11.000.000 unter dem Video (davon ist die Hälfte sowieso von mir (lacht))

Face2Face-Redaktion: Welche Rolle spielte bei deinen Produktionen dieses „einfach drauf los machen“?
Reich & Bleich: Das ist meiner Meinung nach das absolut wichtigste beim Musik machen. Wenn nicht innerhalb von 10 Minuten die Idee steht, kann es schnell zu einem Projekt werden das sich richtige träge hinzieht. Ich weiß es zwar nicht mehr genau, aber der grobe Mix zum Summertime Sadness Remix stand an einem Tag. Irgendwann merkst du, dass es passt – es macht dann Klick, und es wird zu einem Selbstläufer. Ich mein das Ding ist kein komplexes Meisterwerk – böse Zungen behaupten, dass ich einfach unter das Original ne Bassdrum gelegt habe 😉 – aber es funktioniert einfach. Und besonders EDM mache zumindest ich nicht, damit mir ein Musikliebhaber anerkennend mit seinem Club Mate zuprostet. Das wird immer noch auf der Tanzfläche entschieden.

Face2Face-Redaktion: Wie kamst du zur Musik? Frühkindliche Musikerziehung mit Geige, Klavier und Cello?
Reich & Bleich: Ich komme eigentlich aus der klassischen Ecke. Nicht, dass ich da groß was gerissen hätte (außer der eine Auftritt in der Aula vor Weihnachten mit 12), aber ich habe es nunmal (gottseidank!) gelernt. In der Tat gab es schon frühkindliche Musikerziehung am Klavier und das war auch ohne Zweifel der Grund warum ich später selber Musik gemacht habe.
Ich war auch ein begnadeter Blockflötist! Meistens im fetzigen Duo mit meinem
Zwillingsbruder.
Aber das Wissen ein Klavier zu bedienen nimmt die erste große Hürde selber kreativ zu
werden, weil die Klaviatur heutzutage nunmal die bevorzugte und einfachste Art ist MIDINoten in den Computer zu hacken. Wobei es genauso wichtig ist technikbegeistert zu sein um das volle Potential aus so tollen Programm wie Ableton Live zu kitzeln.

Face2Face-Redaktion: Du hast verschiedene Einflüsse in deiner Musik, die von Mainstream bis hin zu Underground gehen. Welche Einflüsse siehst du in deiner Musik?
Reich & Bleich: Hmm, ich glaube die meisten Einflüsse waren immer temporär. Um 2007 rum war ich zum Beispiel völlig geflashed von dem super kraftvollen Sound von Justice… ich wollte unbedingt auch so klingen. SebastiAn fand ich auch extrem geil damals. Das war auch die Zeit als ich angefangen habe elektronische Musik zu machen. Was mich in letzter Zeit überzeugt hat war „The M Machine“, der neue Sound von „Fox Stevenson“ und „Pep Rash“, die jetzt wahrscheinlich richtig durchstarten werden. Achja und natürlich „Galantis“.. richtig cremig! Man merkt schon ich höre eigentlich alles durcheinander…

Face2Face-Redaktion: Wie würde Reich & Bleich seine Musik in einer Schlagzeile bezeichnen?
Reich & Bleich:Der Geruch von Wodka Bull und Nebelmaschine musikalisch interpretiert“

Face2Face-Redaktion: Ist in der nächsten Zeit mit neuem Material von dir zu erwarten oder legst du demnächst bald wieder auf?
Reich & Bleich: Ja! Bald gibt es endlich neues Material von mir! Ich kann so viel verraten, dass es 4/4 Takt wird mit voraussichtlich zwei Drops und einem Intro. Aber Spaß beiseite, wird es wirklich geben. Habe jetzt wieder endlich mehr Zeit und vor allem Lust was neues zu machen. Genaueres gibt es dann bald auf meiner Facebook Seite.

Face2Face-Redaktion: Was muss man unbedingt wissen, wenn man zu einem Set von Reich & Bleich geht?
Reich & Bleich: Wo es ist.

DANKESCHÖN!

Vorschau: Nächstes Woche gibt es für euch exklusive Informationen unter dem Thema „Artists to watch“.

hr3@night – ein Abend im Namen der Musik

Gerade ist in Frankfurt die Musikmesse zu Ende gegangen: Musik pur über vier Tage. Mehr Musik geht bestimmt nicht, oder?

Doch Frankfurt setzt noch einen drauf. Eine ganze Nacht voller Musik mit Stars, DJs und mit jeder Menge tanzbarer Musik. Am Samstag 22. März 2014 ist hr3@night in Frankfurt am Main. Insgesamt 50 Künstler treten in 20 unterschiedlichen Locations auf. Mit dabei sind deutsche Stars wie Tim Bendzko und die Söhne Mannheims. Aber auch internationale Stars wie Rea Garvey und Family of the Year oder Comedians wie Frankfurter Klasse bereichern das Event im Rhein-Main-Gebiet.

Der Radiosender hr3 lädt ein und hat ein unglaubliches Line-up auf die Beine gestellt. Eure Face2Face Musik-Redaktion hat vorab mit Birgit Bauer, Chefin der Abteilung Promotion & Events von hr3, gesprochen.

Das Besondere an hr3@night ist laut Bauer die Mischung von Clubbing bis hin zu Comedy. Für jeden Musikgeschmack sei etwas dabei. Die großen Namen, der zum Teil internationalen Stars, begeistern nicht nur die zahlreichen Besucher, sondern auch die Betreiber der Locations. Für sie ist hr3@night eine gute Möglichkeit, ihren Club noch bekannter zu machen.

Von Posaune bis Saxofon : die Hr-BigBand, seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet. (Foto: ©  Dirk Ostermeier)

Von Posaune bis Saxofon : die hr-BigBand ist seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet.
(Foto: ©
Dirk Ostermeier)

Es werden rund 18.000 feierwütige Besucher erwartet. Extra in die hessische Metropole eingeflogen wird auch die amerikanische Indiepopband Family of the Year. Mit ihrem Song „Hero“ eroberte die Band im letzten Jahr auch die deutschen Charts. Ein weiteres Highlight wird auch dieses Jahr der Auftritt der hr-Bigband sein, die zusammen mit Tim Bendzko an diesen Abend die Welt retten will.

Ihre Stimme kennen die meisten bestimmt schon, aber ihr Name ist mit hoher Wahrscheinlichkeit noch unbekannt. Newcomerin Madeline Juno steuerte für den Kinohit „Fack Ju Göhte“ den Titelsong bei. Die 18-Jährige Schwarzwälderin wird mit ihren international klingenden Lovesongs im Sendesaal vor Rea Garvey auftreten. „Nach hr3@night ist vor hr3@night!“, lacht Bauer und erzählt, dass die Newcomer vor allem von der hr3-Musikredaktion vorgeschlagen werden. Die Planungsphase geht im September los. „In der ganz heißen Phase hat der Arbeitstag dann gerne mal zwölf Stunden.“

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©  Universal Music)

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©
Universal Music)

Bauers Tipp für den Abend ist, auch für Konzerte von Newcomern offen zu sein. Geheimtipp sind hier besonders die Jungs von Mighty Oaks. Die internationale Folk-Band aus Berlin überzeugt mit sanften Tönen und Geschichten über Abenteuer, die das Leben schreibt.  Bei der großen Anzahl von Besuchern kommt es leider auch oft dazu, dass eine Location voll ist. „Ein Plan B ist deshalb empfehlenswert“, so Bauer. Auf der Internetseite von hr3 wird es am Veranstaltungsabend eine Location-Ampel geben. Sie zeigt an, ob noch Platz ist oder ob bei dem Event schon Einlassstopp gilt.

Seit zehn Jahren ist hr3@night nun schon in Frankfurt zuhause, nachdem die Anfänge in Kassel gemacht wurden. „Die Namen und die Anzahl der Konzerte sind größer geworden. Bei Künstlern, Konzertveranstaltern und Plattenlabels sind wir bekannt und das macht uns stolz“, betont Bauer.

Persönliches Highlight der vergangenen hr3@night für Bauer war die Offenheit und Spontanität der Sänger Philipp Poisel und Max Herre. Beide Künstler überraschten sich sowohl gegenseitig als auch die Zuschauer bei ihren Konzerten. So tauchte Poisel einfach bei dem Konzert von Herre in Sankt Peter auf, um mit ihm ein Duett zu singen. Herre wiederum stellte sich später im hr-Sendesaal zu Poisel auf die Bühne. „Das Potenzial einer solchen Veranstaltung sieht man auch daran, dass sich die Künstler auf den hr3-Bühnen wohl fühlen!“, weiß Bauer.

Auf die Frage, warum man die hr3@night besuchen sollte, gibt es für Bauer nur eine Antwort: „Einfach um einen tollen Abend zu haben, neue Leute und vielleicht auch neue Künstler kennenzulernen!“

Wer jetzt Lust bekommen haben sollte, findet hier die Fakten zu hr3@night 2014:

Facts:

Wo? in 20 Frankfurter Locations, u.a. Gibson und Palais Frankfurt

Wann? Samstag, 22. März 2014 – von: 20 Uhr bis  Sonnenaufgang

Kosten? 14

Extras? hr3@night-Shuttle-Busse sind im Ticket inbegriffen, Location-Ampel auf hr3.de zeigt an, ob  noch Platz in der Location ist, Führungen durchs hr3-Studio usw.

Mehr Infos findet ihr auf der Internetseite von hr3.

Vorschau: Nächsten Samstag stellen wir euch das neue Studioalbum „Satellite Flight“ von Kid Cudi vor.

Von Hamburg zum Amsterdam Music Festival

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Die TikTak Bühne auf dem Amsterdam Music Festival: Faszinierende Lichteffekte die ihre Besucher beflügelt. (Foto: Güngör)

Jedes Jahr treffen sich Liebhaber und Professionals der elektronischen Tanzmusik zum größten Event Europas, dem Amsterdam Dance Event. Fünf Tage kommen DJs und Produzenten, Labelchefs und Eventmanager zum Gipfeltreffen in die Hauptstadt der Niederlande, um gemeinsam mit den Fans zu feiern. So auch dieses Jahr und das mit vollem Erfolg.

Im Interview mit dem Businessportal Musikmarkt.de sagt der Veranstalter Richard Zijlma: „ … Es ist sehr inspirierend, der Szene beim arbeiten zu sehen.“ und weiter: „[…] wir haben noch keine genauen Zahlen, aber das gesamte Event war fast ausverkauft […].“

Seit ungefähr zehn Jahren findet das Amsterdam Dance Event statt und wächst von Jahr zu Jahr weiter. Mit 20. 000 Besuchern war das Festival in diesem Jahr bereits drei Wochen vor dem Start ausverkauft. Das Amsterdam Music Festival im RAI Theater am Rande der Hauptstadt. Face2Face ist für euch dabei.

Die sechs Stunden Fahrt nach Amsterdam gehen schnell herum. Die Autobahn ist frei und das Parkhaus des RAI Theaters füllt sich nach und nach. Menschen aus ganz Europa versammeln sich, um DJs wie Dimitri Vegas & Like Mike, Dyro und Armin van Buuren gebührend zu feiern.

Punkt 22 Uhr geht es mit Dyro los und vor der Bühne ist es gut gefüllt. Das Bühnenbild ist faszinierend und der Sound in der großen Halle hervorragend. Das Theater ist in drei Bühnen eingeteilt: Die Mainstage, die Sexy by Nature Bühne und die TikTak Bühne mit lokalen und internationalen Künstlern.

Die Stimmung ist ausgelassen und die Leute glücklich, die Getränke, typisch für ein Event dieser Größe, ziemlich teuer, doch im Grunde stört das niemanden. Alle wärmen sich beim ersten Künstler auf, als Vorbereitung für den weiteren Abend.

Kurz vor 23 Uhr kommen die belgischen Superstars Dimitri Vegas & Like Mike auf die Bühne und heizen richtig ein. Alle Hits und Festivalhymnen diesen Jahres werden gespielt und nochmal erlebt und die Menge beginnt zu eskalieren. Moshpits ( Anm. d. Red. Eine Art Pogotanz die üblich bei Konzerten ist.) bilden sich, alle lassen sich in der Musik treiben und die Stimmung steigt konstant weiter.

Der erste Höhepunkt der noch jungen Nacht ist die Verleihung der DJ Mag Top 100 DJ Awards. Den Legendaward bekommt der weltbekannte DJ Tiesto verliehen. Auf Platz zwei kommt der niederländische Weltact Armin van Buuren und der erste Platz des Votings geht an den Produzenten Hardwell, der auch direkt im Anschluss der Verleihung mit seinem Set beginnt.

Alle Feiern ihn, strecken ihre Arme nach ihm aus und bejubeln jeden Track, den er auflegt – hartgesottene Fans können seine Sets sogar in- und auswendig, was den Spaß an der Musik nicht mindert.

Schlag auf Schlag geht der Abend weiter. Das, was man an so großen Elektroevents schnell zu schätzen lernt, ist, dass der Umbau beziehungsweise der Übergang von einem Künstler zum nächsten, nicht so lange dauert, wie zum Beispiel auf Rockkonzerten, wo die Instrumente jedes Mal aufs Neue abgestimmt werden müssen.

Der eigentliche Höhepunkt beginnt mit den ersten Tönen vom Armin van Buuren. Er begrüßt seine Fans, bedankt sich für den zweiten Platz und legt los. Van Buuren macht Trance Musik, eine Form der elektronischen Musik, die einen regelrecht hypnotisiert, welches sehr deutlich durch den Tanz der zuhörenden Menschen wird. Die Musik ist stark und durchströmt den ganzen Körper. Die tanzende Masse ist gefesselt von den schönen Klängen des Sets von Anfang bis zum Schluss.

Die Nacht geht über in den Morgen mit vielen weiteren faszinierenden Künstlern, wie dem ehemaligen Mitglied der Gruppe Swedish House Mafia, Steve Angello oder dem Drum n Bass- Act aus England, Jack Beats, und auch Stars wie Fedde Le Grande.

Vorschau: Und kommenden Samstag findet ihr an dieser Stelle ein Interview mit der Band Vellocet.

Unter der Sonne Hamburgs

Unter der Sonne Hamburgs

Sie tanzen unter der Sonne: Hamburg ist berühmt für seine Open Air Partys. (Foto: Güngör)

Per Email bekommt man eine der wichtigsten Daten fürs Wochenende zugeschickt: Die Angabe des Platzes, an dem der nächste Open Air Rave startet. Ein Highlight dieser Stadt, fast schon eine Kultur unter den jungen Erwachsenen, ein überwältigendes Erlebnis. Unter der Sonne Hamburgs sind wir alle gleich, sind wir alle eins.

Kaum ist die Sonne am untergehen und der Feierabend wird eingeleitet, plant man sich die Open Airs zusammen. An einem Wochenende kann es bis zu acht Open Airs geben, die sich über Samstag und Sonntag ziehen. Sie finden immer an einem abgelegenen Ort statt und man muss weit fahren und dazu immer noch ein gutes Stück laufen. Das liegt vor allem daran, dass diese Open Airs ohne Genehmigung stattfinden und die Organisatoren ohne große DJs und reiche Sponsoren abläuft. Doch der Weg lohnt sich immer.

Die Sonne strahlt über den Himmel. Die Musik hört man schon in weiter Entfernung auf dem Weg zum Open Air und die Massen strömen ihr entgegen. Es sieht aus wie eine Pilgerreise, doch soll in dem Fall keine Göttlichkeit verehrt werden, sondern die Musik und die Menschen, die sie mit ihren Händen und Stimmen? schaffen.

Angekommen werden erst einmal die Picknickdecken ausgebreitet, das kalte Bier wird in die Mitte gelegt, geöffnet und nach dem Anstoßen, getrunken. Im Vordergrund läuft die Musik und die ersten Menschen tanzen bereits. Der DJ ist nicht immer bekannt, das stört aber weder den DJ selbst noch die Besucher, die zu seiner Musik tanzen, denn darum geht es. Die Beats dröhnen und die Füße versinken im künstlich angelegten Sandstrand, der Himmel ist blau und die Tanzenden scheinen sich unendlich frei zu fühlen.
Das Gefühl von Freiheit ist es nämlich, was die Menschen zu diesen Open Airs treibt. Für dieses Gefühl kommen sogar einige von weit außerhalb Hamburgs.

„Es ist so toll hierher zu kommen, es ist warm, es gibt was zu trinken und sogar Eis und man lernt viele nette Menschen kennen. Ich liebe es einfach“, sagt die Besucherin Rabea (22).

Die Stimmung ist ausgelassen und locker. Es gibt keine Randale, keine Pöbeleien, niemand dreht durch. Auch auf die Umwelt wird bei solchen Open Airs geachtet. Zwischendurch stoppt die Musik, damit die tanzende Meute ihren Müll in Müllsäcke räumen kann, denn trotz dessen, dass alles ohne Genehmigung stattfindet, legen die Veranstalter sehr großen Wert darauf, dass alles ordentlich bleibt. Der Spaß und die Freude hällt Stunden an und es kommen immer mehr Besucher. Ein Gemisch aus Jugendlichen, jungen Erwachsenen und der älteren Generation, die im Rahmen eines Fahrradausflugs zum Open Air stößt, feiert zusammen.

Irgendwann passiert es aber doch und die Polizei erfährt von dem Open Air. Doch auch dann entsteht keine Panik. Die Musik geht aus, die Feiernden sammeln ihren restlichen Müll und auch die übrigen Getränke ein und pilgern in aller Ruhe und Zufriedenheit zum nächsten Open Air.
Es wirkt wie eine endlose Reise von der einen Parallelwelt zur nächsten und der Spaß wiederholt sich. Ein großes Plus, das für Hamburg und den näher rückenden Sommer spricht.

Vorschau: Und kommende Woche findet ihr an dieser Stelle einen Beitrag zum Thema Musik und Fernsehen.

Von der Homeparty zum öffentlichen Event!

Wer gerne – und dazu noch erfolgreiche Homepartys veranstaltet – spielt nach einiger Zeit mit dem Gedanken dies in einem öffentlichen Event zu realisieren. Die bisherigen Vorkehrungen und Mittel reichen allerdings nicht mehr aus. Vor allem aber, wären Grundlagenwissen und Erfahrungen im Eventmanagement für den Erfolg der Party von Vorteil. Face2Face hat bereits hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Homeparty gegeben. Nun folgt die zweite Runde, indem wir anhand einer angemieteten Grillhütte, wichtige Hinweise für die Organisation einer öffentlich-zugänglichen Veranstaltung geben.

 1. Behörden

Nahezu jedes Gebäude besitzt eine Hausordnung, nach der man sich richten muss. Ähnliches trifft auch auf die meisten Veranstaltungen zu, denn einige Lärmobergrenzen und zeitliche Einschränkungen werden gesetzlich vorgeschrieben. Ausnahmen gibt es nur mit einer Sondergenehmigung, die jedoch ausschließlich an große Kulturevents vergeben werden. Für die eigene Party heißt dies: Um Lärmbeschwerden zu umgehen, am besten einen abgelegenen Ort aussuchen.

Wenn Eintrittspreise und Getränkeverkauf beteiligt sind, ist eine Beratung beim Gewerbe-oder Finanzamt zu empfehlen. Hiermit werden anschließende Steuerschwierigkeiten vermieden. Besondere Vorsicht gilt beim Verkauf von Alkohol, denn eine Schankgenehmigung ist Pflicht! Diese wird bei der zuständigen Gewerbebehörde beantragt und erteilt.

2. Musik

Die Musik bestimmt die Stimmung! Daher ist hier die Auswahl der DJs und deren Ruf wichtig. Es bietet sich an zwei DJs aus verschiedenen Musikrichtungen zu engagieren, die dann abwechselnd auflegen.

Von der Homeparty zum öffentlichen Event!

Das Mischpult: Mit dem richtigen Equipment sorgen DJs für gute Stimmung (Foto: Jens Schulz)

Sobald das Event öffentlich gemacht wird – sei es durch einen Zeitungsartikel oder über soziale Netzwerke – erfährt die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) auch davon. Um hohe Strafkosten zu vermeiden, sollte die Veranstaltung gleich bei der GEMA angemeldet und deren Gebühr bezahlt werden.

3. Technik

Inzwischen gibt es in jeder Region fachkundige Technikverleiher. Sie beraten über die technischen Anforderungen, liefern diese und schließen sie auch an. Am Tag nach der Party wird die Ausstattung von den Technikern wieder abgeholt. Nicht nur an den Sound sollte gedacht werden, sondern auch an die Licht-Technik – damit der Effekt stimmt!

Von der Homeparty zum öffentlichen Event!

Die Qual der (Aus-)Wahl : Ein Technikverleiher berät, welche Ausstattung sich eignet (Foto: Jens Schulz)

Zu berücksichtigten ist zudem die Tatsache, dass einige DJs ihr eigenes Equipment bevorzugen. Damit die angemietete Technik mit dem Equipment der DJs kompatibel ist, sollte auch das mit den Technikern besprochen werden.

4. Sicherheit

Wer eine Location anmietet – wie in unserem Beispiel die Grillhütte – verfügt während der Mietdauer über das Hausrecht. Das bedeutet, dass störenden oder unerwünschten Gäste vom Veranstalter ausgeschlossen werden oder ein Hausverbot erhalten können.

Außerdem empfiehlt es sich, die Party im Vorfeld der örtlichen Polizei anzukündigen und ihr einen Ansprechpartner mit Handynummer mitzuteilen. Dadurch kann die Polizei bei einer möglichen Nachbarschaftsbeschwerde zuerst telefonischen Kontakt aufnehmen, um die Angelegenheit zu klären. Vorteil: Die Partystimmung wird nicht gestört!

Bei einer großen und unübersichtlichen Location mit mehr als 100 Gästen, sollte eine private Security beauftragt werden. Auch hier gibt es regional viele erfahrene Anbieter, die im Voraus eine Beratung anbieten.

Ein letzter wichtiger Hinweis zum Thema Sicherheit, ist der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung für den Veranstaltungstag. Anderenfalls trägt der Veranstalter alle Schäden in voller Höhe.

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle einen Bericht über drei von uns getestete Strandfrisuren.

Elektronik-Soul aus Australien

Viele Musiker sind sehr kreativ und innovativ schaffende Menschen. Doch bei den Meisten fehlt einfach der letzte Sprung zur Bekanntheit  und dem endgültigen kommerziellen wie medialen Durchbruch. Wenn die eigenen Werke es nicht schaffen sich bei einem größeren Publikum zu etablieren – seien sie auch noch so gut – dann wird häufig auf das „Cover“ (zu Deutsch: das Nachspielen eines Songs von einem anderen Künstler) zurückgegriffen. Ein gutes Beispiel für diesen kleinen Trick war 2008 der belgische Musiker Milow. Nachdem seine bisherigen Lieder zwar in den Charts landeten, er aber noch mehr wollte, versuchte er sich an einer Adaption des Liedes „Ayo Technology“ von 50 Cent und Justin Timberlake. Die Platzierungen in den internationalen Charts verhalfen ihm zum Durchbruch und er hatte es geschafft.

Heute möchte nun die Face2Face-Redaktion einen Musiker vorstellen, dessen Bekanntheitsgrad sich zurzeit langsam aber beständig ausbaut. Die Rede ist von Chet Faker.

Chet Faker bei den Rolling Stone Awards, 2013

Die Soul-Stimme auf Elektronik-Beats: Chet Faker bei den Rolling Stone Awards, 2013

Chet Faker, der mit bürgerlichen Namen James Nicholas Murphy heißt, hat vor einiger Zeit ebenfalls ein Cover eingespielt. Den Song „No Diggity“ der eigentlich von der Hip-Hop-Legende Dr. Dre in Zusammenarbeit mit Blackstreet entstand, wurde von Faker in eine Mischung aus langsamen Elektronikklängen mit einem Hauch von Soul umgewandelt. Eine Art und Weise, die es kaum ermöglicht, dass Original herauszuhören und einen kompletten neuen Song geschaffen hat. In der großen Youtube-Gemeinde und auch auf Facebook feiert dieses Cover bereits eine hohe Begeisterung und bekommt viel Aufmerksamkeit. Newcomer Passenger (Interpret des Songs „Let her go!“) und Ed Sheeran (Interpret der Songs „Lego house“ und „Small bump“) fertigen sogar schon bei einem Liveauftritt für einen amerikanischen Radiosender ein Cover an, dass ein Mix aus „Thrift Shop“  (zu Deutsch: Gebrauchtwarenladen) von Macklemore und dem Cover von Faker ist.

Sein elektronischer Soul brachte, dem 1989 in Melbourne in Australien geborenen Musiker, bereits einige Preise ein. Nachdem er 2012 bei  dem Musiklabel Downtown Records einen Vertrag unterschrieben hatte machte er viel Musik in Kooperation mit Flume, einem erfolgreichen DJ aus Australien. Die beiden Künstler produzierten den Hit „Left alone“ (zu Deutsch: zurückgelassen), der in die australischen Single Charts im März 2013 auf Platz eins kam.

Sein Debutalbum, das er im Jahr der Vertragsunterzeichnung veröffentlichte, wurde auch schon mit den Auszeichnungen, wie dem „Breakthrough Artist of the Year“ und dem „Independent Records-Award“ honoriert. Sein bisherig größter Erfolg dürfte allerdings der Gewinn des „Best Independent Release-Award“ des Rollings-Stones-Magazin sein. Mit diesem Sieg hat er nun den Grundstock für seinen weiteren musikalischen Weg gelegt. Die Kombination der Genre Future Beat und Modern Soul treffen genau den Zeitgeist. Obwohl die elektrische Musik im Allgemeinen zurzeit ein Trendobjekt ist,, schafft es Faker sich aus der Masse abzuheben und eine eigene Musikrichtung zu etablieren.

Noch ein Tipp an alle, die sich diesen jungen Künstler gerne live ansehen wollen:  Am Dienstag, den 28. Mai spielt er im Karlstorbahnhof in Heidelberg.

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