Giorgio Moroder – DJ-Urgestein

Andere in seinem Alter sind eher auf der Schlagerlinie unterwegs und tanzen zu den Liedern von Helene Fischer oder Andrea Berg, er nicht, denn sein Platz ist hinter dem DJ-Pult. Die Rede ist von Giorgio Moroder.

Giorgio Moroder wurde am 26. April 1940 in St. Ulrich in Gröden, Südtirol, Italien geboren. Er gilt als Erfinder der Synthesizer-Disco-Musik. Bereits mit 19 Jahren ging er auf Tour und reiste mit unterschiedlichen Bands durch ganz Europa. Nach vielen Jahren als Musiker entdeckte der Italiener die Musikproduktion für sich. Im Jahr 1970 brachte er seine neuartigen elektronischen Innovationen auch nach Deutschland. Für die Sängerin Mary Roos produzierte er im Synthesizer-Sound, den Chart-Hit „Arizona Man“. Sieben Jahre später waren seine elektronischen Einflüsse deutlich im Donna Summer Song „I Feel Love“ zu hören. Ein knappes Jahr später zog es den Virtuosen nach Amerika. Hier komponierte er Soundtracks für zahlreiche Hollywood-Filme, wie „12 Uhr nachts – Midnight Express“ und gewann hierfür sogar einen Oscar. Bei der WM 1990 steuerte er den Hit „Un’estate italiana“ bei. 2013 wirkte er zudem beim Daft-Punk Album mit und ist nun bereits seit über 40 Jahren im Musikgeschäft eine feste Größe.

Falls ihr bis jetzt noch nichts von ihm gehört habt, dann spitzt nun die Ohren, denn diesem Sound entkommt ihr diesen Sommer bestimmt nicht.

Suzanne Vegas Song „Tom’s Diner” ist ein echter Ohrwurm, auch wenn er vor mehr als 30 Jahren die Charts eroberte. Dank Britney Spears und Giorgio Moroder wird der Hit im Jahre 2015 eine echte Tanznummer. Aber nicht nur mit dem amerikanischen Popsternchen hat sich das DJ-Urgestein dieses Jahr eingelassen. Für sein neues Album „Déjà Vu“ holte er sich die Stars der Popszene wie Sia, Kylie Minogue und Charli XCX mit in Boot.

Unser Fazit: Ein besonderer Sound, der das Beste vom DJ-Urgestein mit den Größen der Popmusik vereint. Tanzbare Musik, die aber nicht dem Mainstream folgt.

Hier für euch die Trackliste des Albums:

  1. 4 U with Love | Giorgio Moroder
  2. Déjà Vu (feat. Sia) | Giorgio Moroder & Sia Furler
  3. Diamonds (feat. Charli XCX) | Charlotte Aitchison & Jocke Åhlund
  4. Don’t Let Go (feat. Mikky Ekko) | Mikky Ekko & Fraser T Smith
  5. Right Here, Right Now (feat. Kylie Minogue) | Giorgio Moroder, Patrick Jordan-Patrikios, Karen Poole & David Etherington
  6. Tempted (feat. Matthew Koma) | Giorgio Moroder, Matthew Koma, Raney Shockne, Dan Book, Jeeve & Patrick Jordan-Patrikios
  7. 74 Is the New 24 | Giorgio Moroder
  8. Tom’s Diner (feat. Britney Spears) | Suzanne Vega
  9. Wildstar (feat. Foxes)  | Giorgio Moroder, Lousia Rose Allen, Joel Pott, Raney Shockne & Jeeve
  10. Back and Forth (feat. Kelis) | Giorgio Moroder, Kelis Rogers
  11. I Do This for You (feat. Marlene) | Giorgio Moroder, Elof Loelv, Victor Holmberg, Marlene Strand & Oskar Sikow
  12. La Disco | Giorgio Moroder 

Vorschau: Wer Gregor Jonas ist und was seine Musik ausmacht, dass lest ihr nächste Woche.

Musik für jede Lebenslage

Tipps aus der Musikredaktion

Der Frühjahrsputz steht zwar noch nicht ganz auf der To-do-Liste, aber denn braucht es ja auch nicht um mal einen tieferen Blick ins CD-Regal zu werfen. Diesen Monat stellt euch die Face2Face Musikredaktion die persönlichen Musikhighlights eines jeden unserer Musikredakteure vor.

Den Anfang macht Vanessa, Jahrgang 1993, mit einer Vorliebe für Pop- , Soul- und Singer/Songwriter Musik.

Mein erstes Album, das ich gerne immer wieder auflege:

Als Kind der 90er und mit einer älteren Schwester kam ich nicht an dieser einen britischen Pop-Girlgroup vorbei. Genau, die Rede ist von den Spice Girls. Mit „Spice“ schossen die fünf Mädels direkt in den Pophimmeln und sind auch heute noch das Highlight auf jeder Party. Mit „Spice up your life!“ wird es immer noch feurig.

Das beste Album für einen lauen Sommerabend:        

Nach Sommer sehnen wir uns bei diesen Temperaturen doch schon sehr. Und wir können uns sicher sein, der Sommer kommt bald. Zu einem perfekten Sommerabend gehört aber nicht nur das richtige Wetter, sondern oftmals auch Musik. Mein Tipp für einen lauen Sommerabend sind die Jungs von Rudimental. Mit ihrem Album „Home“ vereint die Band entspannende elektronische Tunes mit eingängigen Texten.

Vielfalt: In jedem CD-Regal finden sich so einige Schätze der Musikwelt (V.Wahlig)

Vielfalt: In jedem CD-Regal finden sich so einige Schätze der Musikwelt (V.Wahlig)

Das beste Album National:

Oft vergessen wir es, weil der Blick in Richtung England oder USA geht, aber auch in Deutschland haben wir talentierte Musiker. Eins der nationalen Alben, das ich wirklich super finde, ist Tim Bendzkos Debütalbum „Wenn Worte meine Sprache wären“. Wie kein anderer zeigt er, wie eingängig deutsche Musik sein kann und spielt dabei mit den Worten wie kein anderer.

Ein Album zum Verschenken:

Musik vermittelt Emotionen und deshalb sind CDs auch immer ein schönes Geschenk. Ein Album, das ich immer wieder verschenken würde, ist das aktuelle Album „X“ von Ed Sheran. Die Mischung aus gute Laune und Romantik halten sich bei diesem Album die Waage, so ist für jeden was dabei.

Dieses Album darf in keinem CD-Regal fehlen:            

Das Album des King of Pop überhaupt ist „Thriller“ und genau dieses Album sollte man auf jeden Fall besitzen. 1982 erschienen, ist es auch heute noch eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte. Und sind wir mal ehrlich: die passenden Tanzschritte zu den Songs üben heute noch Groß und Klein.

 CD- Geheimtipp – frisch auf dem Markt:

Natürlich stellen wir euch auch immer wieder die neusten Alben vor und so soll es auch diesmal sein. Seit gestern ist dieses Album auf dem Markt und bietet einen Musikstil, der sich nicht so ganz beschreiben lässt. „SomeKindaWonderful“ von der gleichnamigen Band ist das Debütalbum der fünf Amerikaner. Nach ihrer Single „Reserve“ wollen die Musiker mit der wandlungsfähigen Stimme von Frontmann Jody Towers und satten Subbässen das Publikum überzeugen.

 

Vorschau: Nächste Woche geht es hier mit Lea und ihren Lieblingsalben weiter.

Sie wollen der Hochkultur beweisen wie kunstvoll Breakdance ist: Die Tanzcrew „Flying Steps“

Sie wollen der Hochkultur beweisen wie kunstvoll Breakdance ist: Die Tanzcrew „Flying Steps“

Zeigen in ihrer aktuellen Show, dass Klassik und Breakdance harmonieren können: Die "Flying Steps" (Foto: Erwin Polanc/Red Bull Content Pool)

Sie erobern die Herzen der Zuschauer mit ihrer aktuellen Show „Red Bull Flying Bach“ im Sturm: die Tanzcrew „Flying Steps“. Nach ihren Auftritten in zahlreichen deutschen Städten sind die vierfachen Breakdance-Weltmeister demnächst auch international unterwegs. Face2Face hat mit den Tänzern Vartan Bassil (36) und Michael Rosemann (35) über ihre Inspiration, das harte Tanztraining und ihre Eigenschaften als Väter gesprochen.

Face2Face: Wie sind Sie zum Tanzen gekommen?
Rosemann: Ich habe schon als kleiner Junge viel und oft Musik gehört und dann angefangen vor dem Fernseher zu Musikvideos rumzuzappeln. Dann habe ich einen Breakdance-Kurs in einem nahegelegenen Jugendzentrum gemacht und seitdem auch alleine trainiert.
Bassil: Mitte der 80er Jahre war ich ein großer Michael Jackson-Fan und hatte daher Lust auch so zu tanzen – das war damals die MC Hammer-HipHop-Zeit. Anfang der 90er Jahre kamen dann ein paar Breakdance-Filme heraus und die habe ich mir zum Vorbild genommen. Ich tanze also schon seit über 20 Jahren Breakdance.

Sie wollen der Hochkultur beweisen wie kunstvoll Breakdance ist: Die Tanzcrew „Flying Steps“

Ist vor Kurzem Vater geworden: Tänzer Michael Rosemann (Foto: Stev Bonhage/Red Bull Content Pool)

Face2Face: Weshalb die auf den ersten Blick doch etwas gewöhnungsbedürftige Kombination aus Breakdance und klassischer Musik in „Red Bull Flying Bach“? Wie seid ihr darauf gekommen?
Bassil: Projekte mit Klassik gibt es immer mal wieder – das ist nicht unbedingt etwas Neues. Wir wollten aber ein richtiges Konzept aufbauen, es sollte sehr speziell und auch tiefgründig sein. Deshalb haben wir uns für Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ entschieden. Jeder Tänzer verkörpert eine Stimme – wir geben die Musik Bachs also sozusagen visuell wieder. Das hat einen gewissen Wow-Effekt und genau das wollten wir damit erreichen.

Face2Face: Sie sind nun schon seit August 2011 mit der aktuellen Show unterwegs – wird es da nicht irgendwann langweilig jeden Abend dasselbe zu tanzen?
Bassil: Das Tolle an „Red Bull Flying Bach“ ist, dass die Locations ständig wechseln – jede Stadt und jedes Land hat einen anderen Reiz. Außerdem haben wir Spaß an unserer Show und freuen uns vor allem, wenn wir das Publikum, das der Kombination aus Klassik und Breakdance vielleicht etwas misstrauisch gegenübersteht, mitreißen und begeistern können. Wir wollen der Hochkultur beweisen, wie kunstvoll Breakdance ist.
Rosemann: Bei jeder neuen Location überlegen wir auch immer wieder neu wie wir auf die Bühne kommen und wie wir sie verlassen. Wir nutzen dabei verschiedenen Möglichkeiten die Show aufzuwerten und ihr immer wieder auf´s Neue Individualität zu verleihen.

Face2Face: Herr Bassil, Sie sind der Choreograph der „Flying Steps“ – woher nehmen Sie die Inspiration für die Shows?
Bassil: Ich kann nicht genau sagen woher die Inspiration kommt, habe einfach Ideen, die ich in meinem Kopf dann zu Bildern und schließlich tänzerisch umsetze.

Sie wollen der Hochkultur beweisen wie kunstvoll Breakdance ist: Die Tanzcrew „Flying Steps“

Kreativer Kopf: "Flying Steps"-Choreograph Vartan Bassil (Foto: Stev Bonhage/Red Bull Content Pool)

Face2Face: Was war Ihr ganz persönliches Highlight bei den „Flying Steps“ bisher?
Bassil: Es gab so viele tolle Auftritte… Die „Echo“-Sonderpreis-Verleihung zählt definitiv dazu, aber auch unser Auftritt beim „Eurovision Songcontest“. Ich glaube wir haben bis heute nicht verarbeitet, dass alles so schnell ging und wir eine so unglaubliche Resonanz bekommen.
Rosemann: Für meinen schönsten Moment gibt es keine bestimmte Location oder einen festen Ort. Für mich war es das Tollste zu erfahren, dass unsere Show weltweit Erfolg hat – wir waren schon in Metropolen wie Istanbul, Wien und Kopenhagen. Dass sich der Fleiß und die viele Arbeit gelohnt haben und wir Anerkennung für´s Tanzen bekommen – das ist mein persönliches Highlight.

Face2Face: Haben Sie neben Ihrem Engagement für die „Flying Steps“ noch einen anderen Job?
Bassil: Nein, die „Flying Steps“ sind unsere Einnahmequelle. Profitänzer zu sein und gleichzeitig noch wo anders zu arbeiten geht nicht. Nach der Schule musste ich mir überlegen, ob ich das Tanzen weiter als Hobby oder aber als Beruf betreiben möchte. Meine Eltern waren natürlich dagegen, aber als ich mich dann eine Zeit lang ausprobiert und selbstständig Geld verdient habe, haben sie eingesehen, dass ich nicht in die reguläre Arbeitswelt passe. Wenn man aber vorhat einen ähnlichen Schritt zu tun, sollte man sich vorher darüber klar sein, ob man nur Durchschnitt ist oder wirklich Talent hat – dazu kann es hilfreich sein im Bekanntenkreis ehrliche Meinungen zu fordern.
Rosemann: Bei mir bestand die Familie darauf, dass ich eine Ausbildung mache. Leider hatte ich dann während meiner Textilsiebdruckausbildung, die ohne Frage sehr schön war, wenig Zeit zu trainieren und konnte auch nicht mit auf Shows fahren. Nach Ausbildung und Zivildienst habe ich dann meiner Familie gesagt, dass ich das machen möchte, was mir mein Herz sagt – und heute sind sie stolz auf mich.

Sie wollen der Hochkultur beweisen wie kunstvoll Breakdance ist: Die Tanzcrew „Flying Steps“

Sie wollen zeigen wie kunstvoll Breakdance ist: Die "Flying Steps" (Foto: Dirk Mathesius/Red Bull Content Pool)

Face2Face: Wenn Sie mindestens drei bis fünfmal je zwei bis vier Stunden in der Woche trainieren – haben Sie dann überhaupt noch Lust im Alltag zu tanzen?
Bassil: Oft gehen wir nach Auftritten noch feiern und dort tanzen wir natürlich auch. Sobald die Musik an ist, können wir nicht mehr stillstehen.
Rosemann: Meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt und jetzt schon total tanzverrückt. Sobald irgendwo Musik läuft, wippt sie sofort mit – und ich tanze dann natürlich mit ihr, das heißt momentan bin ich ein absoluter Vollbluttänzer (lacht).

Face2Face: Sie sind beide Väter. Wie bekommen Sie Karriere und Familie unter einen Hut? Und was macht Ihrer Meinung nach einen guten Vater aus?
Bassil: Es ist oft schwierig für uns viel Zeit mit der Familie zu verbringen, weil wir oft unterwegs sind. Deshalb nutzen wir unsere freie Zeit natürlich dann auch mit unseren Familien. Meine Tochter ist 10 Jahre alt und ist es nicht anders gewohnt. Wichtig, wenn man ein guter Vater sein will, ist es meiner Meinung nach, dass man die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen darf. Meine Frau achtet zum Beispiel sehr darauf, dass ich, wenn ich nach Hause komme, das Handy abschalte.
Rosemann: Ich bin ja ein frisch gebackener Papa und deshalb muss ich mich an dieses Rolle erst noch gewöhnen. Dass man die Zeit mit seinem Kind intensiv nutzt, ist denke ich, schon mal ein guter Ansatz.

Kontakt:
Flying-Steps-Homepage
Red Bull Flying Bach-Homepage

Vorschau: Am nächsten Dienstag, 6. März, verrät uns Schauspielerin Josefine Preuß mehr zu ihrem im März anlaufenden Kinofilm „Türkisch für Anfänger“.

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

"Beruflich habe ich das ganze Jahr über Kinderfasching": das sagt Tänzerin "Kimstyle" über sich (Foto: digitaldeezign.com)

Das Dröhnen der Bässe erfüllt die von blitzenden Lichtern erfüllte Diskothek, die Menge tanzt und kreischt ausgelassen – bei einer Partynacht wie dieser dürfen sie selbstverständlich nicht fehlen: Gogo-Tänzerinnen. „Kimstyle“ ist eine von ihnen. Am Wochenende verwandelt sich die 28-Jährige regelmäßig von der zurückhaltenden Bürokraft in eine aufreizende Tänzerin und heizt dem Publikum so richtig ein.

„Es war einmal vor langer, langer Zeit“, erzählt „Kimstyle“ lächelnd, „da wurde ich in meiner damalige Stammdisco von einem Freund angesprochen, der wiederrum von einem Bekannten von sich geschickt wurde, um mich zu fragen, ob ich Gogo tanzen will. Ich habe mich nicht gleich gemeldet, weil ich unsicher war. Erst Wochen später hat mich dieser Bekannte noch einmal in der Disco angesprochen und nach ein bisschen Bedenkzeit hat sich das dann ergeben.“

Obwohl sie bereits mehrere größere Auftritte absolviert hat – unter anderem als Background-Tänzerin bei „The Dome“ und bei „Willkommen bei Mario Barth“ –, arbeite sie unter der Woche als „Teilzeit-Büromaus“, wie sie selbst sagt.

Ihr Freunde, so die Tänzerin, ständen immer hinter ihr. „Meine Familie – was soll ich sagen – die würde mich lieber nur im Büro sehen“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Als Gogo-Tänzerin stoße man häufig auf Abweisung. „So ist das Business und ich bin mir darüber im Klaren, dass die meisten nicht meinen Charakter sehen… Aber hey: It`s Showtime und meist sind die Leute dann positiv überrascht, wenn sie merken, dass ich wirklich tanzen kann“, erklärt Kimstyle, „ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen. Nichts ist schöner, als wenn Frauen würdigen, was du machst.“

Ihr Körper ist ihr Kapital – aber wie hält man so ein Wunderwerk der Natur in Stand – und: ist überhaupt alles Natur? „Ich stehe zu dem, was ich mir vom Schönheitschirurgen habe machen lassen. Sagen wir es so: Meine Brüste und ich haben nicht dasselbe Geburtsjahr“, gesteht die Tänzerin grinsend, „essen ist mein Hobby und sonst bin ich faules Stück… Jede Treppe ist zu viel und im Fitness-Studio bin ich eine Karteileiche. Ich tanze halt jedes Wochenende und gebe dort richtig Gas – das ist mein Work out.“

„Ich mache es mir zur Aufgabe den Frauen zu gefallen“ – Gogo-Tänzerin „Kimstyle“ im Interview

Kann auch seriös: Teilzeit-Bürokraft "Kimstyle" (Foto: digitaldeezign.com)

Aktuell ist „Kimstyle“ jeden zweiten Freitag im Monat auf dem „Gays and friends in heaven“-Event und einmal im Monat im Mannheimer Club „Ritzz“ zu bestaunen. „Fasching ist in Planung und ein paar Shootings sind auch schon in Aussicht“, ergänzt sie. Was ihre privaten Pläne angehe, wolle sie sich jedoch nicht äußern.

Der Grund weshalb „Kimstyle“ ihr Privatleben unter Verschluss hält und wir sie auch innerhalb dieses Interviews nur bei ihrem Künstlernamen nennen, ist der, dass sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat. „Einmal ist mir ein Mann vom Job bis nach Hause nachgelaufen. Er ist mir sogar bis ins Treppenhaus gefolgt und eine Woche später stand er dann wieder vor meiner Tür“, erzählt sie.

Auf Anmachen während Auftritten reagiere sie meist der Situation entsprechend: „Wenn der Typ nett und charmant ist, bin ich ebenfalls nett und höflich, ist er aber plump oder unhöflich, ignoriere ich es einfach – im Endeffekt ein nett verpackter Korb mit Schleifchen.“ Viele Menschen würden einfach nicht begreifen, dass sie während ihres Jobs als Gogo eine Art Schauspiel betreibe, sagt die junge Frau. „Das ist alles mehr Schein als Sein“, fügt sie an, „privat trage ich am liebsten meine Mickey Mouse-Hausschuhe und meinen „Victoria´s Secret“-Jogginganzug – Hauptsache bequem!“ Beruflich habe sie das ganze Jahr über Kinderfasching – „je verrückter und bunter, umso besser!“ Makeup aufzulegen sei ihr Weg in eine andere Rolle zu schlüpfen, ganz gleich ob sie nun gute oder schlechte Laune habe, so die Tänzerin.

Kontakt „Kimstyle“:
http://www.facebook.com/#!/Kimstyle.de
http://www.kim-style.com/


Vorschau:
Am Dienstag, 24. Januar, erwartet euch im Panorama ein exklusives Interview mit „heute-journal“-Moderator Claus Kleber.