#Anytimeiscaketime – Selbstversuch zum Backen mit Instagram

Wenn man auf der Social-Media-Plattform Instagram unterwegs ist sind sie garantiert nicht zu verfehlen: Bilder von süßen Cupcakes, wundervoll gestalteten Torten und lecker aussehenden Kuchen. Da möchte man am liebsten gleich durch den Bildschirm greifen und ein Stückchen probieren. Oder man würde zumindest gerne herausfinden, wie es den Instagram-Bäckerinnen und -Bäckern gelungen ist, ihre Kunstwerke zu backen und so toll in Szene zu setzen, dass sie einfach zum anbeißen aussehen.

Unter verschiedenen Hashtags wie #backen (bisher ungefähr 956.631 Beiträge), #backenmachtglücklich (ca. 177.380 Beiträge) oder einfach auf Englisch #cake (ca. 59.411.105 Beiträge) werden so viele Bilder von selbst gebackenen Köstlichkeiten gepostet, dass sie einfach dazu einladen, selbst etwas davon zu Hause auszuprobieren.

Diesen Versuch habe ich in der vergangenen Woche gewagt und zwei Rezepte aus der Instagram-Backstube ausprobiert. Ob die Werke am Ende genauso fotogen aus meinem Backofen kommen, wie sie auf Instagram aussehen? Welchen Herausforderungen ich mich dabei gestellt habe, verrate ich euch in meinem Selbstversuch.

Der erste Versuch: Valencia Cupcakes

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Autorin Anna-Sophie Beckerle mit den Backzutaten für den ersten Versuch – es kann losgehen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Als erstes habe ich die Valencia Cupcakes von lillys_cupcakery ausprobiert. Das Rezept erschien mir zwar aufwändig, aber die Cupcakes sahen auf dem Bild auf Instagram einfach zu lecker aus. Ich war also schon auf eine Herausforderung eingestellt. Obwohl ich bisher schon einige Muffins gebacken habe, habe ich allerdings noch nie eine Ganache hergestellt oder Churros selbst gemacht. Zum Glück gab es passend zum Instagram-Account einen Video-Blog zu den Rezepten, der mir beim Nachbacken sehr geholfen hat.

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Lilly Kürten mit ihren selbstgebackenen Valencia Cupcakes (Foto: lillys_cupcakery)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich schon Erfahrung beim Backen habe, fiel es mir eher leicht, die typisch spanischen Magdalenas in den Muffin-Förmchen zu backen. Leider sind sie etwas aus der Form gesprungen, was ihnen aber geschmacklich zum Glück nicht geschadet hat.

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So sahen die Magdalenas aus, kurz bevor sie in den Backofen kamen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Und so sind die Magdalenas aus dem Ofen gekommen, leider etwas aus der Form gesprungen, aber trotzdem sehr lecker (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Die Ganache wird noch mit einer Orange verfeinert und dann direkt in den Kühlschrank gestellt (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Als nächstes machte ich mich daran, die Ganache herzustellen. Das gestaltete sich schon etwas schwieriger, da sich die heiße Sahne eher schlecht mit der Schokolade ver-binden wollte. Das Ganze musste dann nochmal zwei Stunden in den Kühlschrank, um fest zu werden. Daher habe ich für das gesamte Backexperiment viel länger gebraucht, als ich ursprünglich dachte.

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Alle diese Zutaten und Utensilien werden benötigt, um die Churros herzustellen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

 

Zu guter Letzt musste ich noch den Churro-Teig fertigen, was schneller ging als gedacht. Allerdings musste ich feststellen, dass ich mit einer normalen Spritztülle mit Sternaufsatz die Churros mehr und mehr unförmig in das Öl spritzte. Das war natürlich später auf dem Foto für Instagram nicht so schön. Aber immerhin waren sie echt lecker und in Zukunft werde ich wohl eine feste Spritze dafür nutzen.

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Die Grundlage für den Churro-Teig ist ein Brand-Teig, der hier bereits mit den Eiern gemischt wurde (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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So sehen die Churros aus, als sie fertig gebacken und mit Zucker und Zimt bestäubt wurden (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Der große Moment war nun also gekommen und die Cupcakes sahen dem Original auf Instagram schon ähnlich, was für mich doch sehr erleichternd war, da ich schließlich fast sechs Stunden in der Küche verbracht hatte.

Der große Vergleich:

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Und so sehen sie aus, meine nachgebackenen Valencia Cupcakes (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Ein Selfie was direkt auf Instagram gepostet werden könnte, da hat sich die ganze Arbeit doch gelohnt, oder? (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Zum Vergleich: hier nochmal die Valencia Cupcakes von lillys_cupcakery (Foto: lillys_cupcakery)

Aber ist der ganze Aufwand auch ein paar tolle Fotos auf Instagram wert? Ich habe bei Lilly Kürten (25 Jahre), der Autorin des Blogs lillys_cupcakery, nachgefragt. Sie antwortete mir, dass sie aus einem deutsch-amerikanischen Haushalt stamme, wo hauptsächlich mit Backmischungen gebacken wurde. 2012 fasste sie den Entschluss, dass es doch auch ohne gehen müsste. Nachdem sie einiges erfolgreich ausprobiert hatte, postete sie es auf Instagram und fing 2017 damit an, Videos zu den Rezepten zu veröffentlichen. Damit wollte sie ihren Abonnenten zeigen, wie einfach verschiedene Rezepte gebacken werden können, sowohl in Deutschland als auch in Amerika. Sie ist der Meinung, dass es die Arbeit definitiv wert ist. Man merkt ihr auf jeden Fall an, dass es ihr sehr viel Spaß macht. Das ist sicher ein wichtiger Erfolgsfaktor eines Instagram-Accounts, nicht nur beim Backen.

Der zweite Versuch: Erdbeer-Käsekuchen-Brownies

Für den zweiten Versuch, etwas aus Instagram nachzubacken, habe ich mir die Erdbeer-Käsekuchen-Brownies von fraeuleinmeerbackt_de herausgesucht. Sie fordert auf Ihrem Instagram-Profil ihre Follower dazu auf, ihr nachgebackene Werke zu zeigen. Daher dachte ich, eines ihrer Rezepte wäre perfekt für den zweiten Versuch. Die Erdbeer-Käsekuchen-Brownies werden auf ihrem Blog, zusätzlich zu ihrem Instagram-Account, als „bester Blechkuchen“ angepriesen, mal sehen, ob das auch so stimmt. Der Kuchen sieht auf den Instagram-Fotos einfach toll aus und nachdem ich für die Cupcakes doch sehr lange gebraucht hatte, habe ich gehofft, dass die Brownies nicht ganz so viel Zeit in Anspruch nehmen.

Zuerst habe ich den Brownie-Teig hergestellt. Das ging tatsächlich super schnell und sehr leicht, bis vielleicht auf die Schokolade, die ich schmelzen musste. Dafür musste ich schon etwas Zeit einplanen. Die geschmolzene Schokolade darf weder kochen, noch zu heiß zum restlichen Teig gegeben werden, weil es sonst klumpt.

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Aus diesen Zutaten werden gleich hoffentlich leckere Käsekuchen-Brownies entstehen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Nach dem Mischen wurde alles einfach in eine Form gegossen. Da ich leider keine Brownie-Form besitze hatte ich stattdessen eine Auflaufform mit Backpapier ausgelegt. Das stellte sich als schwieriger heraus, als ich dachte, da das Backpapier immer wieder knitterte.

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So sieht der Brownie-Teig in der Form dann aus (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Schließlich war der Teig in der Form und ich konnte mit dem Mischen des Käsekuchen-Toppings beginnen. Da ich leider keine Erdbeeren mehr kaufen konnte, habe ich stattdessen gefrorene Himbeeren genommen, was aber auch super geklappt hat. Dann musste ich nur noch die gemischten Zutaten für den Käsekuchen auf den Brownie-Teig geben und alles für eine Stunde in den Backofen stellen.

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Nun muss das Ganze nur noch in den Backofen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

 

Als der Kuchen fertig war und kurz ausgekühlt hatte, schnitt ich ihn für die Fotos zurecht. Bis auf die Kleinigkeit, dass sich die beiden Teige nicht gleichmäßig verteilt haben, kommt er dem Instagram-Foto schon ein wenig nahe. Immerhin ging das Backen der Brownies verhältnismäßig mit wenig Arbeit und relativ schnell, wenn man die Backzeit außen vor lässt.

Die original Instagram-Brownies von fraeuleinmeerbackt_de im Vergleich mit meinem Ergebnis:

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Meine Himbeer-Käsekuchen-Brownies, auf einem Teller angerichtet, aber leider nicht so schön wie das Original auf Instagram (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

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Trotzdem stolz: das Selfie zum Schluss darf natürlich auch nicht fehlen (Foto: Anna-Sophie Beckerle)

Alles in allem würde ich sagen, dass es auf jeden Fall einiges an Arbeit und Zeitaufwand kostet, einen eigenen Back-Blog auf Instagram zu unterhalten. Vor allem, wenn man sich die Rezepte selbst heraussucht oder erstellt und dann vielleicht sogar mehrere Anläufe braucht, um den perfekten Kuchen zu backen. Das Ganze dann auch noch schön hübsch zu fotografieren, gleicht fast einem Vollzeit-Job. Aber wenn es Spaß macht, ist ja bekanntlich keine Mühe zu viel. Dass es als Amateur-Bäckerin nicht so leicht für mich war, die verschiedenen Rezepte nach zu backen, zeigt auch, dass ein gewisses Talent und die richtige Ausstattung nicht fehlen sollten. Ich ziehe demnach auf jeden Fall meinen Hut vor all den talentierten Instagram-Bäckerinnen und –Bäckern, denn ich bin sicher, dass die Kuchen und Cupcakes genau so gut schmecken, wie sie auf den Instagram-Seiten aussehen.

Do-It-Yourself-Projekt: Marshmallow-Fondant

Kreativ verzierte Kuchen, Cupcakes und Petits Fours zieren nicht nur die Schaufenster von Cafés und Konditoreien, sondern verzaubern ebenso jede Kaffeerunde. Die pastöse Zuckermasse eignet sich schließlich sowohl als Tortenüberzug als auch für filigrane Kunstwerke. Zwar gibt es die essbare Knete – in Blockform zum Rollen und als Pulver für Füllungen und Glasuren verwendbar – bereits in Supermärkten zu kaufen. Die heimische Herstellung von Fondant ist jedoch nicht nur überraschend einfach und kostengünstig, sondern durch die Marshmallows auch ein überraschend-intensives Geschmackserlebnis, das man nicht mehr missen möchte.

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Zutaten:

  • ein Kilogramm Puderzucker
  • 500 Gramm Marshmallows
  • drei Esslöffel Wasser
  • Pflanzenfett
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma

Zubereitung:

1. Eine Schüssel großzügig mit Pflanzenfett einreiben. Die Marshmallows und das Wasser hineingeben und über einem Wasserbad schmelzen. Wer mag, kann für farbigen Fondant den Marshmallows etwas Lebensmittelfarbe hinzufügen. Geschmacklich lässt er sich wiederum durch Aromen veredeln.

2. Währenddessen die Arbeitsfläche ebenso einfetten und die Hälfte des Puderzuckers darauf versieben. Die geschmolzenen Marshmallows auf die Fläche gießen und mit eingefetteten Händen den Puderzucker darin verkneten.

3. Noch den restlichen Puderzucker versieben und mit in die Marshmallow-Zucker-Masse einarbeiten. Sollte der Fondant zu klebrig sein, einfach etwas mehr Puder hinzufügen. Ist er wiederum zu trocken, hilft etwas Wasser.

4. Den Fondant mit etwas Fett benetzen und in Frischhaltefolie verpackt einen Tag lang bei Raumtemperatur ruhen lassen. So lässt er sich besser ausrollen und verarbeiten.

Tipp: Gut verpackter Fondant kann über mehrere Wochen im Kühlschrank gelagert, über mehrere Monate wiederum im Kühlregal gefroren werden. Sollte er dadurch zum Verarbeiten zu fest werden, einfach durch die Raumtemperatur und die Wärme der Hände wieder weicher werden lassen.

Vorschau: Nächste Woche sorgen Rezepte zur eigenen Eisherstellung für erfrischende Abkühlung.

American Carrot Cupcakes: Die saftigsten Karottenküchlein der Welt

Wenn die Amerikaner etwas ganz besonders gut können, dann ist es Nachtisch! Ihre Desserts sind am schokoladigsten, ihre Pancakes am fluffigsten und ihre Kuchen sind am saftigsten – warum also nicht von den Besten lernen? Genau das haben wir uns auch in der Tipps & Tricks-Redaktion gedacht und stellen euch deshalb heute ein Rezept vor, dass aus dem Land der unbegrenzten Süßspeisen kommt: Karotten Cupcakes. Alles was ihr dafür braucht sind 60 Minuten Zeit, Muffin Förmchen und folgende Zutaten:

Zutaten für den Teig:

  • 250g Zucker
  • 4 Eier
  • 250ml Pflanzenöl
  • 375g geriebene Karotten
  • 250g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 200g Gemahlene Mandel
  • 1TL Zimt

Zutaten für das Topping:

  • 300g Frischkäse
  • 100g Puderzucker
  • Spritzer Zitronensaft

1. Als erstes die Karotten raspeln – und bitte passt auf eure Finger auf. Dann die Eier mit Zucker, Zimt, Mandeln und Öl gut verrühren. Nun die geriebenen Karotten dazugeben und vermengen. In einer zweiten Schüssel Mehl und Backpulver vermischen und unter ständigem Rühren zu der Karottenmasse geben.

2. Nun die Muffin Förmchen mit dem fertigen Teig bis zu Mitte hin füllen. Das Ganze muss nun bei 180 Grad etwa 20 Minuten in den Ofen.

3. Parallel kann schonmal das Topping vorbereitet werden. Dazu den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Zitronensaft in einer Schale glatt rühren und dann ab damit in den Kühlschrank. Beim Kaltstellen könnt ihr euch an der Back- und Auskühlzeit der Cupcakes orientieren.

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Zum anbeißen: Karotten Cupcakes mit Frischkäse Topping (Foto: A. Schwalb)

4. Wenn die Mini-Kuchen fertig gebacken sind, müssen sie komplett abkühlen. Erst dann sollten sie mit dem Topping verziert werden, sonst könnte es zerlaufen. Die Frischkäsecreme kann entweder mit einem Messer auf den Cupcakes verstrichen werden oder – um es noch dekorativer aussehen zu lassen – mit einer Backspritze aufgetragen werden. Fertig!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Naschen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr an dieser Stelle, wie der moderne Junggesellinnenabschied von heute aussehen könnte.

Fancy Food – Süße Hamburger und Pommes Frites

„Das Auge isst mit“ – diesem Leitspruch folgend haben es Köche und Konditoren sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur besonders delikate, sondern auch optisch ansprechende Speisen auf den Tisch zu bringen. Das alte Sprichwort hat sich dabei zur kulinarischen Kunstform entwickelt, die Kreativität und Backfertigkeiten gleichermaßen beansprucht. Ob nun Rosen aus Marzipan, Krümelmonster-Muffins oder als Lutscher getarnte Kuchen namens Cake Pops – die Dekorationswelle hat längst Einzug in heimische Gefilde gefunden, fernab von Edelrestaurant und Gourmetküche. Dies beweist der Amerikaner Erik Trinidads mit seiner „Fancy Fast Food“-Bewegung, indem er fertige Fast Food-Gerichte stilvoll neu arrangiert. Mit einer Hommage an den Hobbykoch soll dem Trend die Zukunft gewiesen werden: Dem Stil des „Fancy Food“ (Anm. d. Red.: „Fancy Food“ bezeichnet ausgefallene Speisen im Allgemeinen) folgend präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion Fast Food-Gebäck, das sowohl „fast“ als auch „fancy“ zubereitet wird.

Fancy Food – Süße Hamburger und Pommes Frites

Ausgefallen: Hamburger als Gebäck (© Bakerella / bakerella.com)

Zutaten und Materialien:

  • Vanille- und Schokoladen-Cupcakes
  • Sesamkörner
  • rote, grüne und gelbe Lebensmittelfarbe
  • etwas Wasser zum Befeuchten
  • 125g Butter oder Frischkäse
  • 200g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • ein Messer
  • Spritztüte oder Gefrierbeutel, Klebeband und Schere

1. Zunächst die Vanille- und Schokoladen-Cupcakes mit einem Messer halbieren oder dritteln. Dies ist abhängig von ihrer Größe. Die Vanille-Cupcakes bilden dabei das Brot, die Schokoladen-Cupcakes wiederum das Fleisch eines Burgers.

2. 125g Butter oder Frischkäse mit 200g Puderzucker und etwas Zitronensaft zu einer weichen Creme verrühren. Das dadurch entstandene Frosting anschließend dritteln und mit den Farben rot, gelb und grün einfärben. Diese dienen dann als Ketchup, Käse und Salat.

3. Nun die Brotunterseite mit dem süßen Fleisch belegen. Die Oberseite wiederum mit etwas Wasser anfeuchten und mit den Sesamkörnern bestreuen. Durch das Wasser bleiben diese am Gebäck kleben.

4. Mit dem roten Frosting einen Kreis auf dem braunen Cupcake ziehen. Hierfür eine Spritztüte verwenden. Wer keine hat, kann einen Gefrierbeutel nehmen, diesen zu einem Trichter falten und mit Klebeband festkleben. Anschließend mit einer Schere die Öffnung einschneiden und das Frosting einfüllen. Dasselbe mit dem gelben Frosting wiederholen.

5. Das grüne Frosting sollte leicht gewellt um den Kreis gezogen werden, damit es den Salatblättern eines Burgers ähnelt. Nun die mit Sesam versehenen Brotdeckel leicht auf die Hamburger andrücken, um das Fast Food-Gebäck zu vollenden.

Fancy Food – Süße Hamburger und Pommes Frites

Kreativ: Pommes Frites-Kekse (© Bakerella / bakerella.com)

Tipp:

  • Wer mag, kann zu den Cupcake-Burgern auch süße Pommes Frites servieren. Hierfür einfach in kurze Streifen geschnittene Kekse backen.

Vorschau: Wie eure Homeparty ein Erfolg wird, hat euch die Tipps&Tricks-Redaktion bereits verraten. Nächste Woche erfahrt ihr zudem, wie eine öffentliche Party zum Highlight wird.

Lebst Du noch oder bloggst Du schon?

Lebst Du noch oder bloggst Du schon?

Bloggen: was wir früher in unser Tagebuch schrieben, das schreiben wir heute in einen Blog (©Altmann/Pixelio)

Erst heute Morgen war es wieder soweit, nichtsahnend sehe ich mir die neusten Meldungen in meinem „Facebook“-Profil an und bleibe wieder an altbekannter Stelle hängen. Ein sehr tolles Rezept. Aus einem sehr tollen Blog. Und wäre ich nicht an diesem Blogeintrag hängen geblieben, dann wäre es vermutlich ein anderer gewesen, der meine Aufmerksamkeit erregt hätte. Was soll ich sagen, Blogs versüßen mir einen sonst wohl eher tristen Tag.

In letzter Zeit entdecke ich immer mehr richtig gute Blogs – und zwar nicht nur dank der „Brigitte Kreativ-Blog-Awards 2012“. Wo kommen die plötzlich alle her? Es scheint, als würden sie aus dem Boden sprießen wie Champignons unter niederländischen Gewächshausgläsern.

Heutzutage bloggt doch fast jeder, man möchte meinen es ist die Ablöse für das gute alte Tagebuch, nur eben online und für jeden sichtbar. Und es gibt ja so viele Möchtegern-Blogger, die nichts zu sagen haben. Das sind dann meist auch die mit Schnörkelschrift und Hunderten von Grammatik- und Rechtschreibfehlern in ihren Texten. Ok, das war ein wenig übertrieben, aber sicher wisst ihr, was ich damit sagen möchte.

Es gibt dann aber auch die Mädels und Jungs, die herausstechen aus dieser Masse an Tagebuchschreiberlingen. Deren Blogs wirklich inspirierend und sehr kreativ sind, mit witzigen Texten und sehr schönen Bildern, denn die sind durchaus wichtig. Da denke ich mir regelmäßig „Mensch, auf solche Ideen möchte ich auch gerne kommen“ oder „Wie kommen die dazu, das zu machen?“ Was ihre persönliche Motivation zum Bloggen ist, hat mir Sylvia Reiter vom Food Blog „Rock The Kitchen“ verraten. Ein Blog, in den ich regelmäßig hinein spicke und etwas daraus nachkoche oder backe.

Lebst Du noch oder bloggst Du schon?

Nachgebacken: Triple Chocolate Cookies á la "Rock The Kitchen" (Foto: Lukenda)

„Die Grundintention war natürlich die Aufbewahrung meiner gekochten Rezepte und da wir nicht nur im Computerzeitalter, sondern im Internetzeitalter leben, war der Schritt von einer reinen digitalen Archivierung zu einem reinen Web-Blog natürlich nicht mehr weit“, sagt Sylvia. Mittlerweile ist die fast größte Motivation für sie, dass sie dadurch auch andere Blogs und deren Betreiber, ihre Tipps und Tricks rund ums Essen und Kochen und natürlich viele begeisterte Leser ihres Blogs und Nachkocher ihrer Rezepte kennengelernt habe.

Wer glaubt, über Essen zu bloggen heißt, die Rezepte anderer Blogger, Köche oder Kochbuchautoren abzukupfern und bei sich zu veröffentlichen, der liegt falsch. So einfach ist das Ganze nicht. „Wenn ich die Rezepte immer nur eins zu eins abkupfern würde, wäre der Blog sicher überflüssig. Inspirieren lasse ich mich aber natürlich immer wieder sehr gerne von anderen Köchen, Kochbüchern oder Food-Blogs. Oft fällt mir auch in Bus oder Bahn eine Kreation oder Abwandlung eines Rezepts ein, die ich dann am liebsten sofort ausprobieren würde“, erzählt Sylvia begeistert. Manchmal träume sie nachts sogar von Rezepten. Für diesen Fall hat Sylvia jederzeit einen Notizblock griffbereit auf dem Nachttisch liegen. Es komme natürlich auch vor, dass sie mal ein Rezept nachkocht, dann wird aber auch immer auf den jeweiligen Blog oder das Kochbuch verwiesen.

Lebst Du noch oder bloggst Du schon?

Nicht ungewöhnlich: Modeblogger werden heutzutage auch zu Fashion Shows eingeladen (© Maclatz/Pixelio)

Selbstverständlich gibt es noch eine ganze Reihe anderer toller Blogs über Design, Mode, Einrichtung, Photographie, Reisen et cetera. Die einzigen Modeblogs, die ich jedoch regelmäßig lese, sind „Tea & Twigs“ – gegründet von Jasmin, die aus meinem schwäbischen Heimatdorf kommt – und „Zukkermädchen“ Franziska aus Leipzig. Es gibt noch viele, viele andere Blogs, in die es sich lohnt hineinzuschauen, aber um alle aufzuzählen, reicht der Platz hier leider nicht aus. Wie schaut das bei euch aus, lest ihr regelmäßig Blogs? Wenn ja, welche sind eure Favoriten?

Unbedingt erwähnen möchte ich zum Schluss noch den – im wahrsten Sinne des Wortes – zuckersüßen Food-Blog „Zuckerzimtundliebe“ von Jeanny aus Hamburg, die mit ihren tollen Cupcake-, Keks- und allerlei anderen tollen Rezepten regelmäßig meinen Küchenmixer zum Rotieren bringt. Und da sie es am Freitag wieder geschafft hat, mich zu süßem Naschwerk zu inspirieren, werde ich mich nun in die Küche schwingen, um ein paar ihrer grandios aussehenden Quarkbällchen zuzubereiten. In diesem Sinne: Wohl bekommt´s!

Vorschau: Nächste Woche wirft Eva einen Blick auf Liebeskugeln und was sie Frauen Gutes tun können.