Die Topmodels der Instagram-Generation

Es gibt kaum mehr einen Star ohne Instagram- oder Twitter-Account. Besonders in der Modelszene ist es wichtig geworden, sich außerhalb des Laufstegs und der Shootings zu präsentieren. Anders als bei Schauspielern oder Musikern ist oft nicht einmal die Stimme bekannt, sondern nur das Gesicht oder der Körper der Topmodels.

Mittlerweile reicht es nicht mehr aus, ein erfolgreiches Model zu sein, nein – die Mädchen müssen sich Dinge einfallen lassen, um nicht nur ein bekanntes Gesicht zu sein, sondern ein bekannter Name zu werden.

Supermodel Karlie Kloss mit einem Kookie

Supermodel Karlie Kloss mit einem Kookie

Girl of the moment ist Karlie Kloss. Das US-amerikanische Model macht nicht nur auf Laufstegen und bei Shootings eine gute Figur, sie ist auch in Sachen Social Media sehr aktiv und gibt unter anderem der eigenen Kekslinie ,,Karlie’s Kookies“ ihren Namen. Auch ihr Haarschnitt geht um die Welt: Eine Art Bob, der als ,,The Karlie“ weltweit kopiert wurde. Man merkt schnell, dass es nicht mehr nur auf Modelqualitäten ankommt, sondern eine gewisse Selbstvermarktung eine wesentliche Rolle spielt. Instagram-Generation werden Models wie Karlie im Fachjargon genannt. Hier geht es darum, sich selbst zu präsentieren. Das 22-jährige Model Karlie sagt in einem Interview selbst, Social Media gäbe ihr die Möglichkeit, sich auszudrücken und ihre Persönlichkeit zu zeigen.

Auch die 18-jährige Amerikanerin Kendall Jenner, bekannt als Schwester des berühmten Reality-Stars Kim Kardashian, gilt heute als Superstar in der Modebranche. Anfang 2014 scheiterte sie zwar erst mal, als sie versuchte, in die High-Fashion-Welt zu kommen, doch der international bekannte Modedesigner Marc Jacobs zweifelte nicht und castete Kendall für seine Herbst/Winter-2014/15-Show in New York.

Mit 14 Millionen Fans auf Instagram hat Kendall Jenner doppelt so viele Follower wie das Supermodel Cara Delevingne. Täglich warten also Millionen Fans auf neue Fotos der 18-Jährigen, bewundern sie und wollen so aussehen wie sie. Diesen Ruhm und die Popularität auf Social Media erkannte auch der Designer von Balmain Oliver Rousteing.

Kim Kardashians Schwester Kendall Jenner modelt für die Modemarke Balmain.

Kim Kardashians Schwester Kendall Jenner modelt für die Modemarke Balmain.

Weil der 28-Jährige selbst noch so jung ist, weiß er es möglicherweise besser zu verstehen, als manch anderer Designer. Er ist ebenfalls besessen von sozialen Netzwerken und weiß, wie wichtig Social Media für die Leute doch sei. Er ist der Meinung, dass alle zwar gerne die Show sehen, viel Interesse aber auch auf Backstage-Bildern läge.

Das sei es, was die Generation heute wolle: Mehr Realität.

Ob und wie viel Realtiät tatsächlich hinter den Bildern der Stars steckt, darüber lässt sich streiten. Eins steht jedenfalls fest: Unsere Generation heute liebt sie. Das Motto der Stars lautet „Show Yourself“, es geht hierbei also vielmehr um die Selbstvermarktung als um irgendetwas anderes.

Vorschau: Im Februar gibt es ein Interview mit der schwäbischen Designerin Nadine Psotta zu lesen.

Cool sein kann nicht jeder

Gerade neigen sich die Fashion Weeks in Berlin, New York, London, Mailand und Paris dem Ende zu. Somit sind die neuen Street Style-Trends auch schon gesetzt: Überall findet man Bilder von Bloggerinnen und Stars wie Anna Dello Russo, Chefin der japanischen Vouge, mit verrückten, bunten und lustigen Handyhüllen. Sie sind das neue It-Accessoire. Ob als Pommestüte von Moschino, als Duff Beer Dose von Urban Outfitters, als Hot Dog von Asos oder als Nagellackfläschchen von Iphoria – wer solche Hüllen aus Silikon oder Hartplastik besitzt, ist up to date und liegt damit voll im Trend.

Als ob es nicht schon genügt, als Smartphone-Besitzer „in“ zu sein, muss jetzt noch eins drauf gesetzt werden: Das elektronische Spielzeug dient ab sofort auch als cooles Accessoire. Aber cool sein kann nicht jeder. Was ein blöder Zufall, dass es die meisten Hüllen nur für das Iphone 5 oder 5s gibt. Wer da nicht mithalten kann, liegt nicht im Trend und ist leider uncool.

auffallender Nagellack und Handy in der Hand - cool sein kann eben nicht jeder (Foto: T. Gartner)

 Cool sein kann eben nicht jeder

(Foto: T. Gartner)

Ein ähnliches Prinzip herrscht beim Beauty-Trend schlecht hin: Bunte Nail-Art zum Aufkleben ist ebenso wie die Handyhüllen eines der neuen It-Accessoires. Es gibt sie in tausenden verschiedenen Varianten und Farben: Als Fake-Nägel oder Nagelfolien in grafischen Mustern, mit einem hippen Moutache oder im Leo-Style. Nun reicht es auch nicht mehr aus, seine natürlich gewachsenen Nägel in nude oder fetzigen Farbtönen zu lackieren. Stattdessen müssen unechte Klebe-Nägel her, um als Accessoire zu dienen. Erscheint logisch, denn wenn man den ganzen Tag sein Smartphone in den Händen hält, um die neue Hülle zu präsentieren, müssen die Nägel natürlich mit dem Iphone konkurrieren – ein trendiges Accessoire scheint vielen nicht mehr auszureichen.

Was dann nicht fehlen darf, ist die Handtasche mit dem eigenen Namen drauf, wie es das britische Supermodel Cara Delevingne, It-Girl Alexa Chung und die US-amerikanische Sängerin Lana Del Rey vormachten. Sie alle bekamen eine nach ihnen benannte Tasche der Luxusmarke Mulberry. Cara Delevingne durfte sogar auch an deren Designs mitgestalten. Das eben noch angesagte Namenstattoo wird also mal eben von einer mit dem eigenen Namen bedruckten Tasche abgelöst und der süße Verkäufer hinter der Theke kann gleich auf der Tasche lesen, wie man heißt. Wer also so richtig cool sein will, holt sein Smartphone aus der Tasche, klebt sich in Windeseile die bunten Fake-Nägel auf und hofft, in den nächsten paar Sekunden von einem Street Style-Fotografen entdeckt zu werden.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr das 1×1 des Modebloggins lernen.

Wieso fahren alle großen Marken so auf das Model Cara Delevingne ab? – Wir haben die Antworten

Cara Delevingne ist 22 und ein Supermodel.

Wir haben einmal die wichtigsten Fakten über Cara und ihr Leben zusammengestellt.

Die gebürtige Londonerin ist die jüngste Tochter von Charles Delevingne und des ehemaligen It-Girls und Models Pandora Stevens. Sie kommt aus gutem Haus und ging unter anderem auf die Hempshire Boarding School Bedales, wo sie sich mit den Jagger-Kindern und der Familie von Lily Allen anfreundet. Schon immer hatte das in Mayfair aufgewachsene Mädchen mit den Medien zu tun, denn als Tochter eines It-Girls, Schwester eines Models und Enkelin eines Zeitschriftenherausgebers bekam sie viel von der Medienwelt mit.

Seit sie fünf Jahre alt ist, ist sie mit der Tochter von Sarah Doukas befreundet. Doukas ist die Gründerin der Modelagentur Storm. Wie Supermodel Kate Moss wurde auch Cara von ihr entdeckt. 2009 unterschrieb Cara dann bei Storm Models und begann 2010 ihre Modelkarriere mit Katalogaufnahmen für die Herbst-/Winter-Kollektion von ASOS, dem größten britischen Online-Versandhandel im Bereich Mode und Beauty.

Im selben Jahr läuft sie zum ersten Mal auf der Pre-Fall Show für die britische Modemarke Burberry, bis sie ein halbes Jahr später das Gesicht des Labels wird. Zuvor habe sie noch nie an das Modeln gedacht, es sei einfach so passiert, behauptet die Britin. Somit folgte sie ihrer zweitältesten Schwester Poppy ins Modelbusiness. Ihre Schwester hatte damals schon für große Marken wie Chloé, Louis Vuitton oder Balenciaga gemodelt.

Vitamin B ist immer ein Geheimnis zum Durchbruch, das ist klar. Doch auch ihre eigene, spezielle Art machte Cara zu dieser Persönlichkeit, die sie heute ist. Sie ist frisch und witzig, hat Humor und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Das ist es, was die Modewelt unter anderem an dem jungen Model so liebt. Auf Instagram oder Facebook postet die 22-Jährige häufig Bilder von sich, auf denen sie Grimassen schneidet. Diese Albernheit tut gut in einem Business, das sonst so sehr auf Perfektion bedacht ist. Die Menschen wollen keine Models mehr, die nur straight ihren Job machen und ihr perfektes, makelloses Gesicht in die Kamera halten. Sie wollen eher eine freche Art und sehen, dass die Mädels auch noch Spaß an ihrem Beruf haben und es für sie durchaus auch noch andere Dinge im Leben gibt. Cara twittert gerne Bilder mit ihren Freundinnen Sängerin Rihanna und den Models Jourdan Dunn und Karlie Kloss, auf denen sie verrückte Kostüme anhaben oder Grimassen schneiden. Dass das gut ankommt, zeigen ihre 1.418.635 Follower (Stand: Januar 2014).

Zudem sind es ihr markantes Gesicht, die hellblauen Augen und ihre auffallenden Augenbrauen, die sie unverwechselbar machen.

Ihr persönlicher Kleidungsstil ist ein weiteres Markenzeichen von Cara. Sie ist flippig und cool, und deswegen auch fast immer auf Streetstyle-Fotos zu sehen. Am liebsten trägt sie Röhrenjeans und Bikerboots, die sie mit Vintage-Shirts kombiniert. Aber auch ein elegantes Kleid kann sie mit derben Boots schnell mal aufpeppen und edgy aussehen lassen. Wahrscheinlich liebt sie deshalb jeder, weil sie ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Stil hat und damit die Massen begeistert.

Obwohl Cara Delevingne nur 1,73 Meter groß ist, läuft sie auf den Top-Laufstegen der Welt: Sie läuft unter anderem für Marken wie Oscar de la Rente, Karl Lagerfeld, Fendi, Burberry, Chanel oder Stella McCartney. Sie stand außerdem mit ihren jungen Jahren schon für Editorials der Vogue oder des V Magazine vor der Kamera.

Cara besucht nebenbei auch eine Schauspielschule, und kommt unter anderem in die letzte Runde des Castings zum KInofilm „Alice im Wunderland“. Sie spielte auch in einem Musikvideo von Musiker Bryan Ferry mit und wird bald neben Schauspielerin Keira Knightley im Kino zu sehen sein. Wahrscheinlich ist es ihre wunderbare Gabe, in ganz unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, weshalb so viele große Designer auf sie abfahren. Sie ist wandelbar und bleibt trotzdem noch sie selbst.

Vorschau: Nächste Woche gibt es ein Interview mit der Modedesignerin Duygu Ay von Elenora zu lesen.