Buchtipps für die kalte Jahreszeit

Die Temperaturen auf dem Thermometer haben die Frostgrenze erreicht, der erste Schnee liegt bereits auf den Dächern und man möchte sich abends am liebsten nur noch mit einer heißen Schokolade und einem schönen Buch an den Kamin oder ins warme Bett kuscheln. Hier ein paar Buchtipps, die euch die kalte Jahreszeit versüßen:

Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger

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die Welt: „Eine der schönsten Liebesgeschichten des Jahrhunderts.“ (Foto: Fischer Verlag)

Claire ist eine quirlige Kunststudentin und Henry ein ruhiger Bibliothekar. Als sie das erste Mal ihrem Ehemann begegnet, ist sie sechs Jahre alt – er 36. Aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Henry ist Zeitreisender. Er leidet an einem seltenen Gendefekt und ohne jede Vorwarnung stürzt er unerwartet los, nicht sicher, in welcher Zeit er landet. Doch eins ist sicher: Er findet immer wieder zu seiner großen Liebe Claire. Wer den Film kennt, wird das vier Jahre zuvor erschienene Buch lieben. Audrey Niffenegger schafft es, über die Schönheit der Zeit und Sehnsucht zu schreiben und verknüpft diese auf eine wundervolle Art mit der Idee des Zeitreisens.

„Die Geschichte von Henry und Clare ist eine berührend erzählte Liebesgeschichte, die allen Menschen, die von der bedingungslosen großen Liebe träumen, das Herz erwärmen wird.“ – HR.

Erscheinungstermin: 20.10.2005 Verlag: FISCHER Taschenbuch Ausgabeart: Taschenbuch Kategorien: Belletristik / Zeitgenössische Literatur (ausl.) Belletristik

Julie weiß wo die Liebe wohnt von Gilles Legardinier
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Goldmann: Schöne Cover laden zum Lesen ein. (Foto: Goldmann Verlag)

Was ist die verrückteste Sache, die ihr je erlebt habt? Das fragt sich auch Julie, als sie auf die Scheidungsparty ihres besten Freundes eingeladen wird. Und erzählt. Davon, wie sie sich in das Namensschild ihres neuen Nachbarn verliebt hat. Es beginnt eine wundervolle Geschichte in einer französischen Kleinstadt, über die verrückten Dinge, die Frauen machen, wenn sie verliebt sind. Tagelang bezieht Julie Posten hinter dem Türspion, um einen Blick auf den Unbekannten zu erhaschen. Dumm nur, dass er gerade dann auftaucht, als ihre Hand in seinem Briefkasten festklemmt. Was würdet ihr tun?

„Ein Buch, das für Lachkrämpfe sorgt und trotzdem voller Herzenswärme und Tiefgründigkeit steckt – so etwas findet man selten.“ – La Fringale Littéraire.

Erscheinungsdatum: 20.05.2013 Verlag: Goldmann Taschenbuch Ausgabeart: Taschenbuch Kategorien: Belletristik

Der kleine Hobbit, von J.R.R. Tolkien

#EinletztesMal: unter diesem Twitter-Hashtag posten zahlreiche Fans ihre Freude und Trauer zum letzten Teil der Verfilmung „Der Hobbit: Hin und zurück.“ Passend zum Start des letzten Filmes der Fantasy-Saga um Mittelerde nächsten Mittwoch, lohnt es sich das Buch aus dem Schrank hervorzuholen. Die Geschichte vom Hobbit Bilbo Beutlin aus dem friedlichen Auenland ist bekannt. Spätestens als Vorgeschichte zur Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“. Dennoch sollte es nicht einfach als Kinderbuch abgestempelt werden, zählt es doch als zu den  einflussreichsten Werken der Fantasy-Geschichte. Was gibt es schöneres im Winter, als sich in ferne Länder zu träumen und mit Zwergen, Hobbits und Zauberern auf abenteuerliche Reisen zu gehen?

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Vanessa Tipps für eine entspannte Adventszeit.

Lesetipps für kalte Wintertage – die Lieblingsbücher der FilmKunstKultur-Redaktion

Von links: Vanessa Betz, Nadine Schwalb, Mirja Schmidt und Annika Wagner (Fotos: Privat)

Von links: Vanessa Betz, Nadine Schwalb, Mirja Schmidt und Annika Wagner (Fotos: Privat)

Um ein paar der hier aufgeführten Bücher in Geschenkpapier eingewickelt unter den Weihnachtsbaum zu legen, ist es jetzt zu spät. Dennoch verraten euch die Mädels der FilmKunstKultur-Rubrik, welche Werke sie zu ihren Lieblingsbüchern zählen und gerne weiterempfehlen.

Eines der absoluten Lieblingsbücher von Vanessa Betz (21) ist der Roman Am Ende des Schweigens von Charlotte Link. Vanessa hat bereits einige Bücher der deutschen Autorin gelesen und istbegeistert von ihrem außergewöhnlichen Schreibstil. Besonders der Überraschungseffekt und die Spannung, die einen bis zur letzten Seite fesselt, macht „Am Ende des Schweigens“ zu einem ihrer Favoriten. Das Buch erzählt eine tiefgreifende Geschichte über drei befreundete Ehepaare, die seit Jahren ihren Urlaub in dem gemeinsamen Ferienhaus in Stanbury verbringen. Doch die scheinbare Harmonie zwischen den Freunden und auch zwischen der Ehepartner trügt – das Anwesen in Stanbury wird zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens, woraufhin endlich das jahrelange Schweigen gebrochen wird und die Wahrheit ans Licht kommt. „Wer gerne spannende Erzählungen mit psychologischer Raffinesse liest und eine Liebe für Geschichten mit dunklen Familiengeheimnissen hat, dem wird dieses Buch sicher gut gefallen! Perfekt für die grauen Wintertage!“, empfiehlt Vanessa.

Sie habe kein Lieblingsbuch, sondern eine Lieblingsreihe , so Mirja Schmitt (36). Die acht aufeinanderfolgenden Bände des Turm-Zyklus  seien zu Recht das Lebenswerk des Horrorautors Stephen King. „Das Epos ist eine gekonnte Mischung aus Fantasy, Horror und Western“, so die 36-Jährige. Fantasy- und Horrorfreunde sollten diese Reihe also nicht links liegen lassen.

Lesetipps für kalte Wintertage – die Lieblingsbücher der FilmKunstKultur-Redaktion

Empfehlenswert: Der Außenseiter von Sadie Jones. (Foto: Schwalb)

Sich auf ein Lieblingsbuch festzulegen fällt der Leiterin der FilmKunstKultur-Redaktion Nadine Schwalb (20) sehr schwer, jedoch hat sie mit Freuden Sadie Jones‘ Debütroman der Außenseiter gelesen, in dem die Autorin die Leser in ein England der Nachkriegszeit entführt. In der Kleinstadt Waterford lebt der 10-jährige Lewis. Er wird einem wildfremden Mann vorgestellt, der all die Jahre im Krieg war – seinem Vater. Kurz darauf wird er Zeuge des tragischen Todes seiner Mutter. Das Trauma, das er erleidet und das Unverständnis, mit dem ihm begegnet wird, machen ihn zum Außenseiter. Aufgrund einer kriminellen Handlung muss er zwei Jahre ins Gefängnis. Als er als 17-Jähriger wieder nach Hause zurückkommt und auf einen Neuanfang hofft, bleibt ihm dieser jedoch verwehrt. Jones schildert wortgewandt die ergreifende Geschichte eines Heranwachsenden, dessen Hilferuf nicht erhört wird und der sich daraufhin in einen Strudel aus Alkoholismus und Selbstverletzung stürzt. „Ich konnte nicht nur mit dem Protagonisten mitfiebern, das Buch hat mir auch einige Gedankenanstöße gegeben“, so die Face2Face-Mitarbeiterin.

Lesetipps für kalte Wintertage – die Lieblingsbücher der FilmKunstKultur-Redaktion

Lesenswert: Die englische Version der Bücherdiebin. (Foto: Wagner)

Annika Wagner (25) empfiehlt: Die Bücherdiebin: Ein Buch wie ein Schlag in die Magengrube: Der australische Autor Markus Zusak erzählt die Geschichte der kleinen Liesel Meminger, die gemeinsam mit ihren Zieheltern Hans und Rosa Hubermann versucht die Armut, den Hunger und die Angst, die der Zweite Weltkrieg mit sich bringt, zu überstehen. Dabei beschreibt Zusak den Alltag in der Himmelstraße in Molching, einem Vorort von München so bestechend ehrlich, wie sonst nur die eigenen Großeltern vom Krieg erzählen können. Trotz der düsteren Umstände ist die Geschichte voll Herz und liebenswerter Charaktere, deren Schicksale den Leser nicht mehr loslassen. „Die Bücherdiebin ist eben nicht nur eine Erzählung von Krieg und Zerstörung, sondern von der Magie der Worte und Geschichten“, findet Wagner.

Vorschau: Im neuen Jahr erfahrt ihr von Vanessa etwas zum Thema „Gute Vorsätze für das neue Jahr“.