Haute Couture Ostern: Eier im Kochtopf dekorieren

Bunt dekoriert: Verzierte Ostereier gehören zu jedem Osterfest (Foto: Onat)

Bunt dekoriert: Verzierte Ostereier gehören zu jedem Osterfest (Foto: Onat)

Ein Osterfest ohne bunte Eier wäre zwar undenkbar. Doch wie verwandelt man Otto-Normal-Eier nicht nur innerlich zu Wundertüten, sondern auch optisch zu „egg-cellenten“ Festtags-Accessoires? Die Tipps&Tricks-Redaktion verrät, wie ihr – ganz ohne Pinsel und Stifte – bereits beim Kochen die weiße Schalen-Leinwand in Kunstwerke verwandelt. So werden die runden Gesellen dieses Jahr garantiert zu modebewussten Trendsettern auf dem Ostereier-Laufsteg.

Chic: Modische Eier mit Krawatten-Motiven (Foto: Onat)

Chic: Modische Eier mit Krawatten-Motiven (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für Seiden-Eier:

  • weiße Eier
  • zwei Esslöffel weißer Essig
  • etwas Wasser
  • pure Seide – beispielsweise in Form von Krawatten
  • weißer Stoff – beispielsweise in Form alter T-Shirts oder Kissenbezüge
  • eine Schnur oder Gummibänder
  • ein Topf, ein Löffel und eine Schere
  • gegebenenfalls eine Nadel und Schüssel zum Ausblasen sowie etwas Öl

Zubereitung:

  1. Zunächst wird – falls das Ei ausgeblasen werden soll – dieses mit Löchern an beiden Enden versehen. Hierfür mit einer Nadel die Löcher hineinstechen und das Ei über einer Schüssel auspusten. Falls das Ei nicht ausgeblasen werden soll, wird direkt mit dem folgenden Schritt verfahren.
  2. Die Krawatten und den weißen Stoff mit einer Schere in Stücke schneiden, die groß genug sind, um das Ei zu umhüllen. Anschließend das Ei in den Seidenstoff wickeln und mit einer Schnur oder Bändern zubinden, wobei die vordere Seite die Schale berühren muss. Bei einer Krawatte ist dies die Seite, die nach außen zeigt. Mit dem weißen Stoff ebenso verfahren und die Krawatten-Eier darin verhüllen.
  3. Den weißen Essig mit etwas Wasser in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Die verpackten Eier hineingeben und für mindestens 20 Minuten auskochen. Anschließend die gefüllten Säckchen mit einem Löffel aus dem Wasser nehmen, auskühlen lassen und mit einer Schere aus ihrer Stoffhülle befreien. Wer die bunten Eier noch zum Glänzen bringen möchte, kann diese mit etwas Öl bestreichen.

 

Haute Couture Ostern: Eier im Kochtopf dekorieren

Natürlich: Sowohl beim Motiv als auch bei der Farbe wurde auf die Natur zurückgegriffen (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für Zwiebelschalen-Eier:

  • weiße oder braune Eier
  • zwei Esslöffel weißer Essig
  • etwas Wasser
  • Stretch- oder Nylon-Strümpfe
  • braune oder violette Zwiebelschalen
  • Blätter, Blüten oder Spitze
  • ein Topf, ein Löffel und eine Schere
  • gegebenenfalls eine Nadel und Schüssel zum Ausblasen sowie etwas Öl

Zubereitung:

  1. Auch hier muss das Ei nach Bedarf zuerst ausgeblasen und von seinem Inhalt befreit werden. Die Zwiebelschalen-Methode eignet sich aber für gefüllte Eier und Eierschalen gleichermaßen.
  2. Etwas Essig in einen Topf mit Wasser und den Zwiebelschalen geben und alles aufkochen lassen.
  3. Nun die Motive wie Blätter, Blüten oder Spitze an das Ei legen und fixieren: Hierfür die Strümpfe mit einer Schere in kleine Stücke schneiden und das Ei darin einwickeln. Der Nylon-Mantel lässt sich einfach verschließen, indem man beide Enden des Stoffes am Ei zusammendreht und miteinander verknotet.
  4. Die verpackten Eier in das kochende Wasser geben und für 15 Minuten kochen. Anschließend die Eier mit kaltem Wasser abschrecken, mit einem Löffel aus dem Wasser nehmen und auspacken. Auch hier sorgt etwas Öl für Glanz auf den bunten Ostereiern.

Tipps:

  • Mit dieser Methode lassen sich Motive ebenfalls durch Lebensmittelfarbe an das Ei anbringen. Wer weiterhin auf natürlichem Wege die Ostereier färben möchte, kann auch hier mit den Farben variieren: Spinat sorgt für ein sattes Grün, Rote-Bete-Saft für einen kräftigen Rot-Ton und Kurkuma wiederum für gelbe Eier.
  • Falls keine Vorlage vorhanden ist, einfach die Eier ohne Essig kochen und mit einem in Essig getauchten Pinsel direkt bemalen.

Vorschau: Nächste Woche gibt es ein leckeres Rezept für Käsekuchen à la Mama.

Flower Power – wie Blumen länger blühen

„Blumen, Kinder eines Tages, glänzen frisch und welken doch“ schreibt der Dichter Heinrich Christian Boie in seinem Gedicht Rosen. Auch als Vanitas-Motiv stehen Blumen wegen ihrer kurzen Lebensdauer für Vergänglichkeit. Dennoch gibt es Methoden, die die Blütenpracht – sei sie selbst gepflückt oder als Strauß gekauft – länger erhalten und die kleine Dosis Natur für daheim nicht zur Eintagsfliege machen. Damit Blume und Besitzer nicht gleich den Kopf hängen lassen, bringen folgende fünf Tipps die Pflanzen zum Er- statt zum Verblühen.

Lebenswichtig: Das richtige Wasser bestimmt über die Dauer der Blumen (© günther gumhold / pixelio.de)

Lebenswichtig: Das richtige Wasser bestimmt über die Dauer der Blumen (© günther gumhold / pixelio.de)

1. Das Wasser – Kalt- und Warmduscher:
Ob nun viel oder wenig Wasser, Kaltes oder Warmes – daran scheiden sich die Geister. Dies hängt jedoch von der Beschaffenheit der Blumen ab: Haben sie einen holzigen Stiel wie Rosen, benötigen sie viel Wasser. Blüten mit weichen Stielen wie Tulpen wiederum benötigen nur wenig Flüssigkeit. Bei den meisten Artgenossen reicht dafür eine gut gefüllte Vase aus. Tulpen sind auch die einzigen Blumen, die bei eiskaltem Wasser länger halten – sonst sollte man mit lauwarmem Wasser vorlieb nehmen. Wichtig ist vor allem, dass das Wasser sauber ist, damit sich durch den Schmutz keine Bakterien bilden. Um sicher zu gehen, kann man das Wasser erst abkochen und auskühlen lassen, ehe sich die Blumen dazu gesellen.

2. Das Anschneiden – Schnitt für Schnitt zum Erfolg:
Dass Blumen immer schräg angeschnitten werden sollen, schadet zwar keiner Sorte, ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn Pflanzen mit weichen Stielen können auch gerade abgeschnitten werden. Grundlegend ist dabei, dass die Blumen täglich frisch angeschnitten werden – vor allem, wenn sie, wie beim Transport, auf Wasser verzichten mussten. Der Schnitt sollte stets mit einem scharfen Messer getätigt werden. Scheren können den Blumenstiel quetschen, sodass Wasserkanäle verstopfen und die Blume nicht mit ausreichend Wasser versorgen. Durch die Quetschungen kann zudem ein Zellsaft austreten, der das Ausbreiten der Bakterien fördert.

Blühend schön: Auch von Blumen kann man länger etwas haben (© Joujou / pixelio.de)

Blühend schön: Auch von Blumen kann man länger etwas haben (© Joujou / pixelio.de)

Auch die unteren Blätter sollten entfernt werden. Ragen sie nämlich ins Wasser hinein, faulen sie und erzeugen dadurch weiter Bakterien. Außerdem nehmen sie dem Blütenkopf das nötige Wasser, da der Stiel die Flüssigkeit von unten nach oben aufsagt. Die tiefer gelegenen Blätter werden somit eher mit Wasser versorgt als die Blüte. Ein kleiner Ritz in Längsrichtung unterhalb des Kopfes wiederum verhindert das Wachsen und somit das Welken der Pflanze. Auch bereits hängende Blumen können so wieder aufgerichtet werden.

3. Die Lagerung – kein klassisches Stillleben:
Hier gilt dasselbe wie beim Wasser: „Sauber und rein, so muss es sein“. Daher sollte die Vase gut abgeputzt werden, ehe sie benutzt wird. Als Standort eignen sich vor allem Plätze ohne Zugluft und geringer direkter Sonneneinstrahlung. Auch die Nähe von Obst oder Gemüse sollte gemieden werden, da diese das Reifegas Ethylen produzieren, was die Blumen schneller zum Welken bringt.

Das Frischhaltepulver, das in der Floristik verwendet und bei Sträußen beigegeben wird, verlängert die Blütezeit um zehn Prozent. Das Granulat sollte erst im Wasser aufgelöst werden, bevor man die Blumen hinein gibt. Es enthält Wirk- und Nährstoffe wie Zucker für den Energievorrat, Hormone zur Beseitigung schädlicher Stoffwechselvorgänge und antibakterielle Substanzen wie Kupfer oder Aluminium zur Fäulnisbekämpfung. Hausmittel können dabei eine kostengünstige Alternative darstellen, die denselben Effekt erzielen.

Spritzig: Einige Tropfen Zitronensaft können viel bewirken (© Martin Müller / pixelio.de)

Spritzig: Einige Tropfen Zitronensaft können viel bewirken (© Martin Müller / pixelio.de)

4. Hausmittel – Gift und Lebenselixier:
Da die Frischhaltemittel einen hohen Glukoseanteil enthalten, kann man diese durch eine kleine Prise Zucker ersetzen. Überzuckert man das Wasser jedoch, fördert das die Entstehung der Bakterien. Kupfermünzen hingegen unterdrücken das bakterielle Wachstum. Dass sie Kupfer an das Wasser abgeben und so die Blume mit Mineralien versorgen, ist jedoch nur ein Gerücht. Auch ein Bleichmittel kann die Bildung von Bakterien hemmen. Da die bunte Blütenpracht dadurch jedoch verblasst, sollte es nur bei hellen Blumen angewandt werden.

Eine ähnliche Wirkung erzielen auch ein Schuss Essig oder Zitronensaft mit sich. Dadurch wird der pH-Wert des Wassers gesenkt, sodass sich Bakterien schwerer vermehren können. Außerdem macht der Saft das kalkhaltige Wasser besser verträglich für die Pflanze. Spülmittel wiederum verringert die Oberflächenspannung des Wassers, sodass die Pflanze die Flüssigkeit leichter aufnehmen kann. Hierbei sollte man jedoch nur eine Fingerspitze Spülmittel ins Wasser geben, da es sonst giftig für die Blume wirkt. Außerdem kann eine Kopfschmerztablette Pflanzen mit Blättern länger frisch halten, blattlose jedoch nicht.

5. Die letzte Rettung – eine Sintflut:
Blumen, die ihre besten Tage bereits hinter sich haben, können mit einem Bad in der Wanne wiederbelebt werden. Hierfür diese bei lauwarmem Wasser für einige Zeit schwimmen lassen. Die Pflanzen fest in Zeitungspapier einzuwickeln; neu anzuschneiden und dabei tief ins Wasser zu stellen, kann ebenfalls ihrer Erholung dienen. Wollen sie jedoch partout nicht erneut erblühen, kann man sie trocknen lassen und aufbewahren. Schließlich sind sie – anders als ihre künstlichen Konkurrenten – nicht für die Ewigkeit gedacht.

Vorschau: Nächste Woche erwarten euch Tipps für einen erholsamen Schlaf.

Kräuterkunde 3: Wellnesstempel für daheim

Gleichzeitig Erkältungen vorbeugen und etwas für die Gesichtspflege tun – geht das überhaupt? Ich sage ja und zwar mit dem ganz einfach herzustellenden Kamillendampfbad, dessen Vorteile ich euch im Folgenden etwas näher erläutern möchte.

 Die verwendeten Pflanzenteile der Kamille sind ihre Blüten. Als Tee kennt sie sicherlich jeder. In dieser Form wirkt sie vorwiegend gegen Magenbeschwerden, aber auch der Haut kommen ihre entzündungshemmenden Eigenschaften zugute. Selten kann man sich so gezielt, unkompliziert und entspannt nicht nur um sein Gesicht, seine Erkältung sondern auch um sein Wohlbefinden kümmern. Für ein Kamillendampfbad benötigt ihr: eine große Schüssel, ½ bis einen ganzen Liter kochendes Wasser, ein großes Handtuch, drei bis fünf Esslöffel Kamillenblüten (gibt´s u.a. in der Apotheke)

 Und im Handumdrehen ist er fertig: der Wellnesstempel für daheim! Jetzt die Kamillenblüten in die Schüssel geben und mit dem heißen Wasser übergießen, die Schüssel vor sich auf den Tisch stellen, Kopf drüber halten und diesen mitsamt der Schüssel gut abdecken. Nun fünf bis zehn Minuten in dieser Position

Kräuterkunde 3: Wellnesstempel für daheim

Nicht nur schön anzusehen: Die Kamille (© Erich Westendarp / pixelio.de)

verharren und tief ein- und ausatmen. Hier kommt nämlich der nächste positive Effekt der Kamille zum Tragen: Ihr Dämpfe bekämpfen wirksam Erkrankungen der Bronchien und Nasennebenhöhlenentzündungen. Woran das liegt, hat der Privatdozent Kienholz von der Universität Gießen herausgefunden: Die Kamille ist in der Lage Bakteriengifte unschädlich zu machen und so Infektionskrankheiten abzuschwächen. Hals und Lunge wäre damit also schon einmal geholfen. Aber was bringt das Dampfbad jetzt genau für die Haut?   Zum einen fördert die Kamille die Wundheilung. Gut also für vor Kurzem erst ausgedrückt, entzündete Pickel. Zum anderen weichen die Dämpfe die Haut auf und die Poren öffnen sich. Beste Voraussetzungen also für eine ausgedehnte Pickel-ausdrück-Session. Für danach empfehle ich einen kurzen, eiskalten Gesichtswaschgang (Heiß-kalt-Wechsel stärken das Bindegewebe), des Weiteren eine Heilerde- oder Siliceamaske, an deren Wirkung sich der ein oder andere Leser hoffentlich noch erinnert. Hier eine kleine Gedächtnisauffrischung: Natürlich schöne Haut…

 Aber Achtung: Die heißen Dämpfe ziehen auch am Gesicht vorbei an den Haaransatz, wo man dann zu schwitzen beginnt. Soll heißen: Nur dann ein Dampfbad machen, wenn danach noch ausreichend Zeit zum Haarewaschen bleibt.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und wünsche euch allen ein wunderschönes, gemütliches Weihnachtsfest!

Vorschau: Nächste Woche wird es hoffentlich mein erstes Video für euch zu sehen geben. Und zwar möchte ich euch zeigen wie ihr ganz einfach und für wenig Geld ein tolles Essen zubereiten und euch so vielleicht den einen oder anderen Weihnachtsfeiertag ein wenig versüßen könnt.